Time flies

Liebe. Freude. Genuss. Energie. Erfolg.

Habe ich geliebt?
Habe ich anderen geholfen zu lieben?
Habe ich andere groß gemacht?
Habe ich Spuren im Herzen anderer hinterlassen?

Neu, neu, neu! Jeden Augenblick neu. Das ist Standard bei dir! Mag sein, dass du es noch nicht so oft erlebst (vielleicht nur wenige Minuten an Tag) – das ist aber gar nicht schlimm! Es ist nur wichtig, dass du weißt, wer du bist und was dein Standard ist. Denn du wirst dich niemals weiterentwickeln oder höher wachsen, als dein selbstgewählter Standard.

Denn eines ist klar, Beziehungen zu anderen Menschen werden dich – ob du willst oder nicht – dein ganzes Leben lang begleiten. Wir sind seit jeher darauf programmiert, uns mit anderen Menschen zu verbinden. Bevor wir uns also das nächste Mal alle Optionen offenlassen, lade ich dich ein, Verantwortung zu übernehmen. Menschen sind keine Produkte die wir besitzen können und dann achtlos zurücklassen. Aushalten, atmen und fühlen. Der Sache eine Chance geben anstatt vorschnell Konsequenzen zu ziehen, das ist es, was es ausmacht im Leben.

Du bist niemals allein und die Menschen, die du suchst, suchen zeitgleich auch nach dir. Fang doch wieder an mit dem Herzen zu sehen und andere Menschen in dein Leben zu lassen. Heute streben viele Menschen nach beständiger Perfektion und vergessen dabei, dass Beziehungen keine Momentaufnahmen mit eingebautem Glamour-Filter für Instagram sind. Beziehungen verändern sich ständig, denn sie leben mit und durch uns. Deshalb sind sie wie wir: einzigartig, mit Ecken und Kanten statt makellos – und das ist gut so. Wir brauchen Beziehungen, um glücklich zu sein, doch diese einzigartige und manchmal chaotische Gefühlswelt macht das In-Beziehung-Treten mit unseren Mitmenschen so schwierig.

Wir fühlen uns gemeinsam einsam, weil wir uns nicht mehr trauen, in Beziehung zueinander zu treten, uns für Menschen zu entscheiden, die sich vielleicht nicht für uns entscheiden und morgen schon wieder aufbrechen zu neuen Abenteuern – ohne uns. Wir sind unverbindliche Weltenbummler geworden und suchen heute all das, was uns früher ein ganzes Dorf an Sicherheit, Geborgenheit und Orientierung gegeben hat, in einer einzigen Person: unserem Partner.

Ergo: unsere Freiheit, alles sein zu können, was wir wollen, droht uns einsam zu machen. Was wir brauchen, um ein glückliches und erfülltes Leben zu führen, ist ein Netzwerk von verbindlichen Beziehungen zu Menschen, die wir lieben. Menschen, die uns bei aller Freiheit Geborgenheit schenken. Menschen, die uns trotz aller Entscheidungsvielfalt Werte und Orientierung vermitteln und die uns bei aller Selbstverwirklichung die Sicherheit geben, geliebt zu werden – so, wie wir sind. Und wir dürfen nicht vergessen, dass wir Beziehungen brauchen, um uns in einer Welt voller Möglichkeiten selbst nicht zu verlieren.

Und was immer du glaubst, manifestiert sich in deinem Leben. Was immer du über dich glaubst, spiegelt sich in allem: in deinem Auftreten, in deiner Körpersprache, in deiner Stimme genauso wie in deinen Gehaltsverhandlungen, im nächsten Date, in deiner Präsentation, in der Erziehung deiner Kinder, in deinen Freundschaften, ja, in all deinen Beziehungen zu anderen Menschen.

Du bist großartig. Du steckst voller großer und kleiner Talente.

Fehler machen uns menschlich und geben uns immer wieder aufs Neue die Chance zu lernen. Erst wenn du nachsichtiger mit dir bist und dich für deinen Misserfolg in den Arm nimmst; erst wenn du dich selbst wertschätzt, wie du es für alle anderen längst zum Maßstab gemacht hast, erst dann wirst du beginnen, dich in dich selbst zu verlieben. Du bist längst genug. Du bist längst liebenswert, einzigartig und begehrenswert – genau so, wie du bist.

Viele Menschen sind anders als du. Nicht einfach nur anders, sie sind oftmals grundverschieden. Sie denken über Sinnhaftigkeiten nach, die dir im Traum nicht einfallen würden, lösen Probleme auf ihre ganz eigene Art und Weise, träumen von anderen Abenteuern als du – und das ist gut so.

Auch in Disneyland sind nicht alle Charaktere gleich – aber am Ende des Tages feiern alle eine große Party zusammen, mit viel Glitzer und noch mehr Konfetti und haben Spaß am Leben. Und darum geht es doch: Wir haben nur diese eine Reise. Wir haben nicht unendlich viel Zeit. Das zeigt sich ganz besonders in den Momenten, wo wir von geliebten Menschen Abschied nehmen müssen.

Was unterscheidet Lebensabenteurer von den Pauschaltouristen auf diesem Planeten? Nun, Letztere werden unter keinen Umständen ihre Komfortzone verlassen, sie möchten sich mit ihresgleichen umgeben und sich den lieben langen Tag darüber ärgern, dass andere mehr Glück mit dem Wetter hatten, weniger bezahlt haben oder an der kürzeren Warteschlange standen.

Wir steigen in unseren Lebensbus ein, treffen unsere Eltern und denken, dass sie uns immer begleiten. Aber an irgendeiner Haltestelle werden sie aussteigen und wir müssen die Reise ohne sie fortsetzen. Doch es werden viele neue Reisende dazu steigen: unsere Geschwister, Cousins, Freunde, Bekannte, Mentoren und sogar die Liebe unseres Lebens. Manchmal auch die zweite Liebe unseres Lebens. Und die dritte…

Es werden auch Menschen dazukommen, die uns zeigen, wie wir niemals sein wollen. Viele werden aussteigen und eine große Leere hinterlassen. Bei anderen werden wir gar nicht merken, dass sie ausgestiegen sind oder aufatmen, weil sie sich aus dem Staub gemacht haben. Es ist eine Reise voller Freude, Leid, Begrüßungen und Abschiede. Einige Menschen werden Spuren in deinem Herzen hinterlassen und du wirst sie niemals vergessen. Hüte diesen Schatz und sei dankbar dafür.

Der Erfolg des Lebens besteht nicht darin, zu jedem Mitreisenden eine gute Beziehung zu haben, jeden zu verstehen oder von deinem Weg zu überzeugen zu müssen. Es geht einfach darum, die Reise selbst zu genießen. Denn das große Rätsel ist doch: Wir wissen nie, an welcher Haltestelle wir aussteigen müssen, weil unser Ziel sich geändert hat oder unsere Reise zu Ende ist. Deshalb müssen wir leben, lieben, verzeihen und immer das Beste geben. Denn wenn der Moment gekommen ist, in dem wir aussteigen und unser Platz frei wird, sollten nur schöne Gedanken an uns zurückbleiben – nicht, weil wir immer alles richtig gemacht haben, sondern weil wir mutig genug waren, unseren Weg an mancher Haltestelle infrage zu stellen und Menschen dankbar gehen zu lassen, die ausgestiegen sind.

Das suche ich: Großdenker, Macher, Liebe in den Augen, Verletzbarkeit, Liebe, Soziales Engagement, Vergebung, mutige Menschen, Freude, Lockerheit, Enspanntsein, Abenteuerlust, Kreativität, Lebenslust, Freiheit von allen Umständen, seien sie gut oder schlecht, Spaß am Leben, Genuss, Fülle und Überfluss an Gutem, Sicherheit.

Das will ich nicht mehr: Drama, Missgunst, Opferhaltung, Gejammer, Lügen, Lästern, Klein denken, Hass, Eifersucht

Das Entscheidende im Leben ist die Energie, die hinter den Dingen steht. Die Atmosphäre, die sie umgibt. Das, was man mit seinem Herzen wahrnimmt, das, was man spürt. Im Grunde gibt es nur zwei Energien – Liebe und Angst

In dieser Welt ist nicht die Liebe die vorherrschende Energie! Es ist aber wichtig, dass dir das klar ist! Hier fliegen alle möglichen Energien in der Gegend herum: Zukunftsangst, Einsamkeit, Neid, Konkurrenzdruck, Mangel, Hass, Missgunst, Selbstmitleid, usw. usw. Das ist nicht schön, aber so ist es nun mal. Wer also behauptet: „die Welt ist voller Liebe!“ – der hat keine Ahnung. Ne, die Welt ist nicht voller Liebe.

Ab sofort hast du die Möglichkeit, in diesem anderen Energiefeld, in der Liebe zu leben. Du bist unabhängig von den Energien, die so herumfliegen, du bist in der stärksten Energie unterwegs: die alles zum Guten verändert, jeden hochhebt und liebt, dich leicht und entspannt sein lässt, dich glücklich und frei macht.

Wichtig, deine Gedanken- und Gefühlswelt ist es nicht! Diese muss diese Energie erst noch kennenlernen – aber das wird sie schon, keine Sorge. Deine Gedanken – und Gefühlswelt ist anfangs noch sehr empfänglich für jeden Mist, ist verwirrt, wenn etwas im Äußeren nicht läuft, zweifelt an allem Möglichen, ist schnell verunsichert, kennt sich nicht aus, weiß nicht weiter, kriegt leicht Panik bei ungewohnten Umständen, führt sich auf wie ein Kleinkind auf Schnullerentzug, wenn etwas nicht nach ihrer Vorstellung läuft – ach, das volle Programm eben.

Du hast ab sofort die Entscheidungsgewalt über deine Gedanken und Gefühle, du bestimmst, wo es lang geht, du lässt dir alle anderen Energien nicht länger gefallen! Beschäftige dich nicht länger mit negativen, komischen Energien! Lass sie nicht hinein in dein Herz!

Du brauchst dir nie mehr auch nur eine einzige Sorge machen, dass bei dir was „nicht wird“! Es wird eventuell nicht deiner jetzigen Vorstellung entsprechen, aber ich verrate dir was: es wird noch viel besser! Du kannst dich total entspannt zurücklehnen, vertrauen und dich freuen! Locker, locker, locker.

Der Umstand muss sich nach dir richten und nicht anders herum. Du lebst ein Leben, indem sich alles zu deinen Gunsten wendet, alles am Ende zu deinem Vorteil arbeitet und du durch die Schwierigkeiten hindurch schreitest, ohne, dass dir auffällt, dass es welche sind!

Ich verrate dir etwas: es ist nicht so tragisch, wenn Dinge im Äußeren passieren, die dich herausfordern. Denn dann kannst du jedes Mal lernen, nicht darauf zu reagieren – sondern locker und entspannt zu bleiben. Dann trainierst du, dir bewusst machen, dass du der Allerstärkste bist! Und von Mal zu mal wirst du stärker – freier vom Umstand – und lässt dich weniger damit beschäftigen!

Ganz wie im Fitness-Studio: Muskeln kommen vom Trainieren. Bewusstsein kommt vom Bewusstmachen. Also, atme einfach tief ein und genieße den Tag in jeder Sekunde.

Your own power

In der Schule lernt man viele wichtige Dinge für’s Leben, das ist sehr schön. Und dann lernt man dort sehr viele unwichtige Dinge für’s Leben. Aber die Wichtigsten – die lernt man nicht.

Wenn es gut läuft, bringen sie einem die eigenen Eltern bei oder man lernt sie mühsam durch eigene, teils schmerzhafte Erfahrungen. Läuft es ganz schlecht, lernt man diese nie und muss dumm sterben. Und das will ja keiner. Das ist aber gar nicht schlimm, denn schließlich kann man alles nachholen – und zwar in jedem Alter!

Ganz egal, ob du 14 oder 64 Jahre alt bist – heute verrate ich dir etwas, was dir wirklich im Leben weiterhelfen wird. Wie in der Schule ist nämlich die Wiederholung das Wichtigste!

So auch beim Umgang mit Schwierigkeiten. Ich freue mich für jeden, der keinerlei Herausforderungen oder Probleme in seinem Leben hat – in den meisten Fällen wird es sich dabei jedoch um bereits Verstorbene handeln.

Die Wahrheit ist nämlich, Jeder, der lebt, wird früher oder später mit Herausforderungen konfrontiert werden. Und damit meine ich nicht Situationen, in denen dir jemand die Vorfahrt nimmt oder du einen schlechten Tag hattest – ich meine echte Probleme, die dir nachts den Schlaf und tagsüber die Lebensfreude rauben. Dinge, für die es scheinbar keine Lösung gibt, und bei denen ein gutgemeintes „Das wird schon wieder.“ keine große Hilfe ist. Denn mein Geheimnis liegt nicht darin, dass ich keine Herausforderungen habe – es liegt darin, wie ich mit diesen umgehe. Und das teile ich gerne mit dir, denn das hilft dir entschieden weiter im Leben.

Angenommen, du befindest dich gerade in einer wirklich herausfordernden Situation – was tun? KEINE PANIK. Das Erste, was geschieht, wenn eine negative Situation oder Nachricht eintrifft ist Panik! Drama! Noch mal Panik! Noch mehr Drama!

Das ist so bekannt, dass es einen fast schon wieder langweilt – immer passend zur jeweiligen Situation kommt ein ganzes Paket voller dramatischer Gedanken und Gefühle, ganz nach dem Motto: „Es ist alles ganz, ganz schlimm, und es wird noch schlimmer und wir werden alle unglücklich sterben, während die Welt den Bach runtergeht.“

Also natürlich nicht so, sondern eben passgenau zu deinem Umstand. Bekommst du also eine unerwartete Kündigung, dann heißt das mitgelieferte Drama: „Die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist momentan ganz schlimm, ich kriege keinen Job mehr, kann meine Miete nicht mehr zahlen, lande im sozialen Aus und verhungere.“

Macht dein Partner Schluss, dann haben wir: „Er war das Beste, was mir je passiert ist, ich werde nie mehr jemanden so lieben oder gar erst gar keinen finden, mein Leben hat keinen Sinn mehr, ich werde einsam und alleine bleiben, bis ans Lebensende alle Sonntage und Urlaube leiden und keiner liebt mich!“

Hast du über eine längere Zeitspanne Probleme mit den Kindern, dann heißt dein Szenario: „Ich bin eine ganz schlechte Mutter, mache alles falsch, mache zu viel, zu wenig, zu oft, zu selten, auf jeden Fall nicht genug, meine Kinder werden zu asozialen, rotzfrechen, erfolglosen und unglücklichen Menschen heranwachsen, und ich alleine bin schuld!“

Na? Klingt bekannt? Klar, ist ja auch immer dasselbe, seit Jahrtausenden nichts Neues im Programm! Deshalb mein Rat – keine Panik. Alles gut. Erstmal ganz ruhig. Nicht Amok laufen, nicht sofort zig Leute anrufen, nicht irgendwelche vorschnellen Entscheidungen treffen oder gar Schritte tun. Erstmal einfach nur ruhig werden. Du bist dem nicht machtlos ausgeliefert. Das hast du bisher nur gedacht – aber die Wahrheit ist: du kannst bei diesem Spiel einfach nicht mitmachen.

WEIGERE DICH, ZU GRÜBELN. Habe ich einen schlimmen Umstand, dann verbiete ich es mir, darüber zu grübeln. Ich verbiete es mir einfach. Ich lasse mich nicht quälen (und glaube mir, diese Gedanken können durchaus eine Qual sein, teils fast schlimmer als körperliche Schmerzen!), ich lasse mich nicht beschäftigen, ich lasse mich nicht vor den Karren der Angst einspannen. Dafür bin ich mir zu schade.

Meine Freiheit wurde teuer erkauft – frei davon, mich sorgen zu müssen. Ich bin da ganz konsequent, und sobald ich merke, dass ich mit so nem Zeug gedanklich beschäftigt bin, sage ich „Stop!“. Oder höre halt auf, ich habe da kein bestimmtes System.

Pass jetzt gut auf: die Lösung liegt nie, nie, niemals im Grübeln. Lass dich nicht verarschen, Grübeln klingt so logisch und notwendig, ist aber Quälen, sonst nichts! Die Lösung für dein Problem magst du zwar im Moment weder kennen, noch zeichnet sie sich ab – aber das musst du jetzt auch gar nicht. Kommt Zeit, kommt Lösung. Sie ist bereits da, nur weißt du sie noch nicht – das ist sogar ganz gut, das erkläre ich dir im letzten Punkt! Das ist wieder die Sache mit der Geduld.

Keine Panik. Keine Angst. Und kein Grübeln zulassen.

Ich schreibe bewusst weigern, weil du mitunter schon recht entschieden und kompromisslos mit so etwas umgehen solltest. Diese ganzen Sorgengedanken wollen nicht nur spielen. Sie wollen dich zerstören, dir deine Lebensfreunde stehlen, dich klein machen, dich deiner Inspiration und Kreativität berauben, und deine Persönlichkeit niemals zum Vorschein kommen lassen. (Die Menschen mit Depressionen können ein Lied davon singen.)

Also wehret den Anfängen. Pass auf wie ein Fuchs, lass dich nicht beschäftigen. Am Anfang ist es ungewohnt, ich gebe es zu! Und wenn es dir am Anfang nur 2 Minuten gelingt, ist doch schon super!

Was dir enorm weiterhilft, GLAUBE NICHT DEINEN EMOTIONEN. Du kannst dir sicher sein, je mehr dir die Sache bedeutet, umso schlimmer wirst du dich fühlen. Deine Emotionen werden Achterbahn fahren, rauf und meistens leider runter, in Kreis springen, jedem ihr Leid klagen wollen, usw. usw. Du kannst dich gerade null auf sie verlassen.

Schau, sie reagieren ja nur auf den Umstand! Die haben nichts zu sagen, also kannst du sie genauso gut auch ignorieren. Wenn die Gedanken meinen, sich aufführen zu müssen wie der letzte 3Jährige vor dem Süßigkeitenregal oder ein 13Jähriger bei Nintendoverbot, schön. Ich mache das nicht mit.

Versteh mal Folgendes. Ich warte nicht darauf, dass ich mich „gut fühle“ – ich warte nicht darauf, dass ich fühle, dass ich keine Angst mehr habe – ich warte nicht zuerst auf die Gefühle, damit ich ihnen folgen kann. Wer ist hier der Herr und wer der Hund? Also.

Wenn die Gefühle also gerade mal recht beschissen sind, dann mache ich persönlich einfach eins – ich glaube ihnen nicht. Ich nehme sie nicht für voll. Ich messe ihnen keine so große Bedeutung zu. Ich denke mir dann eher: „Na ja. Wieder Drama im Angebot, weil man keine Smarties bekommen hat? Ihr könnt ja brüllen, ich mache so lange schon mal weiter.“

Das ist, wie wenn man bei der Hundeerziehung sagt: „Ich will meinem Hund keine Grenzen setzen, da unterdrücke ich ja seine Persönlichkeit!“. Klar, und der Hund macht, was er will – mit seiner ach so freien Persönlichkeit pinkelt er überall hin, springt andere Menschen an, und zieht dauernd an der Leine. Wenn du also die Emotionen „immer ganz ausleben“, und „sie nicht unterdrücken“ willst, dann musst du damit rechnen, dass sie ein Leben lang mit dir auf und ab fahren werden, und mit den Konsequenzen leben. Es wird bei dir auf den Fußboden gepinkelt, die Schuhe werden zerbissen, und alles ist irgendwie ein bisschen unberechenbar.

Der Hund liebt es, Grenzen gesetzt zu bekommen, glaube mir! Aber einer muss mal sagen: „So. Bis hierher und dann ist Schluss.“ Ich sehe das ganz locker: wenn ich heulen will oder mir danach ist, dann heule ich halt. Ich würde auch nie sagen, dass es mir super geht, wenn ich mich mies fühle – das wäre so ein komischer Zwang, finde ich. Aber grundsätzlich lasse ich mich eben nicht von irgendwelchen komischen Emotionen leben, wo sind wir denn? Seien es Ängste, Schuldgefühle, Sorgen, undefinierbares Bauchdrücken oder sonst irgendwas Ekliges: nicht bei mir.

Na, wie bei einem Hund! Zuerst will so ein Welpe das ja auch nicht verstehen, dass er nicht alles darf. Aber mit der Zeit wird das schon, und dann folgt er total gerne und ist sogar happy darüber!

Du bist in der Lage, deinen Emotionen Grenzen zu setzten. Du kannst ihnen sagen: „So, und jetzt Ruhe. Alles ist gut, ihr könnt euch entspannen.“ Und wenn sie sich nicht sofort entspannen, dann ist auch nicht schlimm. Das wird schon noch, beim 3. oder 15. mal. Einfach dranbleiben.

Ach ja, stimmt, da war doch was. Sorry, ich hatte das Problem dabei ganz vergessen. Und das ist doch so schlimm! (siehste, sowas passiert mir quasi ständig im Alltag. Ich vergesse total, wie schlimm meine Probleme sind. Ne, ich vergesse sogar, dass sie da sind! So respektlos gegenüber den Problemen).

BESCHLIEßE, DASS DU IMMER DIE AUSNAHME BIST. Deine Sicht hat eine enorme Kraft – du unterschätzt sie ständig. Du weißt gerade nicht mehr, was deine Sicht ist? Das kann schon mal passieren, wenn der Umstand so laut nach den Smarties schreit – deshalb erinnere ich dich gerne:

Du bist immer die Ausnahme. Du vertraust der Liebe und gehst selbstverständlich davon aus, dass du einfach überall bevorzugt und beschenkt wirst. Völlig unverdient wartet nur das Schönste und Beste auf dich, ganz egal, wie es gerade zu sein scheint. Absolut unverschämt gesegnet, ganz egal, bei wie Vielen es anders war. Du schaust nicht auf die (negativen) Erfahrungen anderer – wozu auch, wenn du die Ausnahme bist? Du ziehst noch nicht mal deine eigenen negativen Erfahrungen in Betracht (da hättest du nämlich auch ein paar zur Auswahl.) Du verlierst nie, sondern gewinnst immer nur dazu. Deine Nächte dienen zur Ruhe und Erholung, deine Tage zum Genuss – zum Sorgen hast du keine Zeit. Du glaubst nicht dem Umstand, du glaubst der Liebe. Du weißt, dass sie die stärkste Kraft ist und somit alles andere überwindet, zum Guten wendet, für dich den Weg frei macht und gleichzeitig allen um dich herum unendlich gut tut.

Ich habe für mich beschlossen, dass genau das meine Sicht ist. Und darauf vertraue ich stur. Wie so ein Bock. Und wenn die Welt untergeht – und wenn es keiner außer mir so sehen kann – und wenn alles das genaue Gegenteil zeigt – ist mir so egal. Meine Sicht ändert sich nicht.

Jedes Mal, wenn du mitten im schlimmen Umstand dich dazu entscheidest, innerlich aufzustehen, und nicht dem Schlechten zu glauben – wirst du stärker.

Jedes Mal, wenn du angesichts laut schreiender Herausforderungen beschließt, der Liebe mehr zu vertrauen, als dem Drama um dich herum – wirst du stärker.

Jedes Mal, wenn du dich weigerst, dich aufgrund der Situation im Selbstmitleid zu baden, aufzugeben oder deine Sicht zu ändern – wirst du stärker.

Jedes Mal, wenn du dich dafür entscheidest, den Menschen zu vergeben, und nicht bitter oder hart zu werden, obwohl du ganz mies behandelt wurdest – wirst du stärker.

Jedes Mal, wenn du für dich beschließt, dich zu freuen, obwohl es gerade in den Umständen absolut nichts zu freuen gibt – wirst du stärker.

Jedes mal, wenn du dich weigerst, zu grübeln, dich zu sorgen, oder einfach beschließt „I don’t give a fuck.“ – obwohl äußerlich alles nach deiner Aufmerksamkeit schreit – wirst du stärker.

Das bedeutet überwinden. Nicht: „oh, das Problem ist gelöst, jetzt geht’s mir endlich besser.“ Sondern mitten im Strum fest stehen und sich wie so ein kleines Kind darauf freuen, was jetzt Tolles daraus wird. Obwohl es eben kein bisschen toll aussieht, und sich das auch nicht schon am Horizont abzeichnet.

Die Wahrheit ist, es gibt kaum einen schnelleren und einfacheren Weg, um stark, schön und strahlend zu werden, wie die Umstände zu überwinden. Siehst du, es ist also ein Geschenk, wenn die Zeitspanne zwischen dem Erscheinen des Problems und der tatsächlichen Lösung länger ist, dann hast du wirklich viel Gelegenheit, stark zu werden!

Into the blue

In Rom konnten wir einen schönes Ritual beobachten: um die frühen Abendstunden setzen sich die Italiener zu zweit, dritt und teils alleine in ein Cafe und bestellten einen l’Aperitivo. Dieser bestand aus einem Glas kühlen Getränk und 2-3 winzig kleinen Schälchen, die mit würzigen Leckereien gefüllt wurden, einige Nüsse, ein paar Oliven, eine Handvoll Chips. Diese Art, den Feierabend einzuläuten, wird dort regelrecht zelebriert. Ein Gefühl der Lebensfreude und Leichtigkeit.

Denn wenn es ein Lebensgefühl gibt, dass ich ganz und gar verkörpere, dann ist es Unbeschwertheit. Ich bin leicht, leicht, leicht – und wenn ich mal nicht leicht bin, dann schrillen bei mir sämtliche Alarmglocken, und zwar so ohrenbetäubend laut wie Sirenen bei einem akuten Notfall. Wenn ich nicht unbeschwert bin, fehlt mir der Schwung, die ganz normale alltägliche Begeisterung für alles und jeden, und diese extreme Lebensfreude, die irgendwie alles überflutet, was mit mir in Berührung kommt.

Und wenn einer diesen Weg schon mal gegangen ist, muss man nicht das Rad neu erfinden, und kann ihm einfach stur nachlaufen. Denn da wo ich bin, da ist es schön und unbeschwert und stark und einfach immer gut.

Unbeschwert = unbeeindruckt.

Mein Unbeschwert-Sein hat einen ganz einfachen Grund:
mich beeindruckt der Zirkus der Umstände, das Drama der 198-teiligen Soap der Herausforderungen (das Drehbuch jeweils auf deine Gefühls- und Gedankenwelt perfekt passend zugeschnitten, kann man nicht meckern!), und die Hüpfburg der Emotionen (himmelhochjauchzend, zu Tode betrübt, je nach Lage der Nation.) nur so semi. Und von Tag zu Tag wird es weniger beeindruckend, ich bin manchmal selbst ein bisschen erstaunt deswegen. Und falls du jetzt denkst, dass ich nun gleichgültig oder apathisch bin: weit gefehlt.

Ich bin einfach nur zielgerichtet und trotzdem nicht verbissen. Unnachgiebig, aber nicht hart. Fokussiert, aber mit so einem unglaublichen Spaß an der Sache, dass es fast schon ein bisschen unverschämt ist.

Ich habe bereits vor einigen Jahren entschieden, was für mich „normal“ ist – also mein Daily Mood, das alltägliche Wohlbefinden. Das, wie ich mich ohne groß nachzudenken, fühle. Und zwar mal ungeachtet der Umstände, der eigenen Erfahrungen und der momentanen Tagessituation. Sogar ungeachtet der momentanen körperlichen Verfassung. Mein Standard heißt, normalerweise bin ich glücklich (kann mich keiner daran hindern, richtig?). Unbeschwert. Stark ohne Ende, aber nicht unnahbar.

Der springende Punkt ist, wenn du das nicht festlegst, dann wird es von Außen für dich festgelegt. Entweder – oder es gibt nichts dazwischen. Umstände, Erfahrungen, eigene Prägung, andere Menschen, dein Daily Input (Filme, Serien, Bücher, Blogs, was auch immer du dir reinziehst) – sie alle werden kräftig mithelfen, deine Laune zu bestimmen. Also das ist mir alles zu unsicher, mal hü mal hott, mal auf mal ab, Gefühls-EKG rauf und runter, irgendwann ist man ein fertiger Emotions-Junkie, ain’t nobody got time for that. Dafür bin ich mir selbst zu kostbar, mein Leben zu schön, und meine Verantwortung zu groß.

Und genau aus diesem Grund lege ich das von vornherein wie eine Richtschnur fest – und mache grundsätzlich erstmal eine Ansage und zwar bevor mir die Gefühle oder Umstände das bestätigen oder eben nicht. Sollten dann Schwierigkeiten auftauchen, die mir das Gegenteil vermitteln wollen (was selbstverständlich oft genug passiert), hebe ich das Ganze gerne noch zusätzlich um eine Stufe nach oben an. Einfach so, weil ich´s kann.

Wenn man das nicht tut, dann ist man immer nur am Reagieren: auf Situationen, auf Vibes, auf Umstände, auf andere Menschen. Deine Gefühle sind wie ein kleiner Welpe, der – wenn er nicht erzogen wird – einfach jedem Leckerli und jeder Ablenkung nachrennt, die ihm so angeboten wird, ganz ohne Orientierung und Sinn. Kein Wunder, ist so oft Chaos in deinem Kopf! Und genau deswegen musst du den Welpen führen: ganz liebevoll, sehr geduldig, aber konsequent. Du kannst also ruhig zugeben: „Heute geht’s mir nicht gut.“ – aber bleibe nicht dort stehen. Lass den Welpen nicht auf jedes Angebot reagieren, sondern übernehme mal die Leitung.

Deshalb lasse ich mich auch nach einem stressigen Tag auch immer wieder auf die schönen Dinge des Lebens ein. Nach etlichen stressigen Tagen auf neuen Baustellen habe ich mir endlich mal wieder ein paar schöne Stunden gegönnt. Ich hatte nach zwei langen Besprechungen noch Zeit, bzw. habe ich sie mir genommen, und bin in Konstanz bummeln und auch ein wenig shoppen gewesen, das kann man dort nämlich wirklich gut. Einfach mal ein wenig treiben lassen, schauen, quatschen. Ich treffe dort oft auch einen guten Freund und kaufe in seinem Laden ein. Es ist schön, wenn man mit alten Freunden einfach mal über ganz andere Dinge plaudern und wieder einen ganz anderen Blick auf die Dinge bekommt, die einen Selbst gerade bewegen. Schon ist man ein paar Sneaker und eine fette Umarmung und einen Knutscher reicher. Das tut einfach nur gut und ist Gold wert. Danke

Denn manchmal legt sich Ballast auf einen wie eine schwere Decke und raubt einem die Lebensfreude – für eine kurze Zeit, manchmal für einen Tag, manchmal sogar fast ein Leben lang. Ich garantiere dir, 90% der Dinge, die dich belasten, kommen überhaupt nicht von dir, gehören nicht zu deiner Persönlichkeit und haben überhaupt nichts mit dir zu tun.

Ballast fliegt wie Unkrautsamen in der Gegend, und genauso musst du ihn auch jäten. Falls du gärtnern nicht magst, kannst du auch ungebetene Gäste im hohen Bogen von deiner Party schmeißen. Egal, wie du es machst – der Ballast muss weg! Wie willst du sonst schweben? Ich tue das übrigens regelmäßig und regelmäßig heißt täglich oder mehrmals am Tag. Das ist für mich so normal wie Zähne putzen und macht sogar Spaß.

Wenn Schwierigkeiten auftauchen, ist es – je nach jeweiliger Situation – erstmal sehr unangenehm, ist ja klar! Ich jedoch sehe das Ganze sportlich. Während die Meisten noch jammern, „Ja, was denn noch alles?“ und „Immer passiert mir das.“, werde ich überhaupt erst warm! Innerlich bin ich wie so ein durchtrainiertes Fitnessmodel, diesem reichen auch nicht 2 Squads am Tag, richtig? Der braucht irgendwelche Gewichte für sein Work-Out, und 30 Push-Ups, und was weiß ich noch alles – jedenfalls braucht er eine Challenge, damit es ihm richtig Spaß macht, und überhaupt etwas bringt. Und genau so ist es in etwa bei mir, wenn hier Widerstände auftauchen, dann ist es bei mir so ein Mix aus einer „Jetzt erst recht!“- Haltung und einem erstaunten „Echt jetzt, Teufel? Mit mir? Na, du traust dich was!“ – Schmunzeln. Und dann krempele ich innerlich die Ärmel hoch, weigere mich, zu kämpfen, und bleibe unbeeindruckt. Oder ich sage meinen Gedanken: „Wir bleiben unbeeindruckt, habt ihr mitbekommen?“ Und dann informiere ich meine Gefühle, dass wir unbeeindruckt bleiben. Nur, damit jeder Bescheid weiß und keiner panisch durchdreht aus Mangel aus Informationen.

Wir alle schauen zu bekannten, inspirierenden Persönlichkeiten auf, und bewundern sie für ihren Erfolg. Die Wahrheit lautet aber, nur auf einem stabilen Fundament kann man ein großes Haus errichten – und der Fundamentbau ist selten glamourös, aufregend oder spektakulär.

Die ersten Schritte eines jeden exzellenten Tänzers sehen ungelenk aus, die ersten Töne großer Musiker klingen schief und keiner sieht die unzähligen Stunden der Übung, der Rückschläge, der Tränen, der Anstrengungen und des Investments von Zeit, Kraft und Geld. Irgendwann zahlt sich das Investment allerdings aus – und alle bewundern einen für das Talent, ohne die Möglichkeit, hinter die (anstrengenden) Kulissen schauen zu können.

Bestärke dich selbst und auch deine Kinder und Freunde also immer wieder in den unspektakulären Dingen, die ein Fundament für ihre Zukunft bauen. Jede Entscheidung gegen Entmutigung bei Rückschlägen macht selbstbewusster. Jede Entscheidung für Anpacken statt Aufgeben stärkt die Persönlichkeit. Jede Entscheidung fürs Sich Trauen, Dranbleiben und Durchziehen ist eines Lobes wert. Jede Entscheidung für’s Motiviert Bleiben trotz nur kleiner Fortschritte ist großartig.

Ich weiß nicht, wie oft ich den Satz gesagt habe: „Sei froh, wenn dich gerade keiner bestätigt, dir keiner Beifall klatscht, und dich alle bejubeln, bei dem, was du tust. Das, was du gerade lernst, ist die schönste, gesündeste Grundlage für deine gesamte Zukunft. Herzlichen Glückwunsch hierzu.“ Und ich meinte es auch so.

Ich habe einfach so ein bombenfestes Vertrauen, dass die Liebe weit, weit über mein Bemühen und mein Können und Entscheiden und Überwinden und Schaffen hinaus alles für mich perfekt regelt, dass es kracht. Ist mir egal, wie genau und wann endlich und was am Ende dabei rauskommt – es wird einfach perfekt.

Die Sache mit der Liebe ist einfach noch viel, viel schöner, als jeder von uns (inklusive mir selbst) sich das jemals ausmalen könnte. Sie ist ein Tornado, der alles Schlechte wegfegt, und alles Negative unter sich begräbt. Einerseits zart und weich, voller Wertschätzung und Respekt, und gleichzeitig tief und unendlich mächtig. Sie kennt keine Angst, keine Zweifel, keine Probleme. Sie ist Größe und Schönheit und Würde und Stärke und Glück.

Ich bin nur so leichtfüßig, weil ich durch sie in allem überlegen bin. Ich bin so unbeschwert, weil sie mein Sein ist, jeder meiner Atemzüge, mein Herzschlag und das Blut, das in meinen Adern fließt, ist. Ich bin so kindlich, so unkompliziert, so vergnügt und so verspielt, weil ich mich absolut auf sie verlasse. Mit der Liebe kann mir einfach nie was Schlimmes passieren – da bin ich ganz sicher.

Es tut einfach gut

Zwischen all den Lifestyle-Modebegriffen, die inflationär häufig auf sämtlichen Social Media-Plattformen vorkommen, reiht sich Achtsamkeit irgendwo zwischen Nachhaltigkeit, Body&Mind, Ayuverda, Positive Vibes, glutenfreier Pasta, Selflove, Visionboard und veganer Ernährung ein. So viel Gutes diese Dinge im Kern teilweise tragen können, so über habe ich sie manchmal – all das klingt für mich meistens undefinierbar schwammig / seicht, esoterisch schwebend, und im Alltag eher schwierig umsetzbar. Oder nur von welchen, die viel zu viel Zeit haben: wie Frauen, die immer verträumt in die Ferne schauen, während sie eine Tasse in der Hand halten. But maybe it’s just me.

Der Punkt ist, ich liebe Dinge, die den Alltag vereinfachen, statt zu verkomplizieren. Ich mag es, wenn etwas handfest und umsetzbar ist. Ich will lieber Hindernisse wegräumen, statt zusätzliche Aufgaben aufbürden. Man soll es hinterher leichter haben, als schwerer. Ich bin ein Macher.

Dieses „Machen“ kommt aber weder aus dem Bedürfnis heraus, jemandem etwas beweisen zu wollen, noch aus einer Art Getrieben Sein. Ich will etwas Handfestes auf die Beine stellen, weil ich stets so viel Energie, Lebenslust und -freude habe, dass es irgendwohin muss. Dieses Level fahre ich bereits seit Jahren – und Überraschung! das, was unter dem Modewort „Achtsamkeit“ gepredigt wird, lebe ich seit Jahren. Achtsamkeit bedeutet so viel wie „Aufmerksamkeit“ und beinhaltet einige wichtige Dinge.

Das bewusste Sein im Moment. Während man ein Instrument spielt, im Meer schwimmt, ein Bild malt oder mit dem Liebsten schmust: Die Tatsache, dass man währenddessen gedanklich nirgendwo anders unterwegs ist, sondern ganz im Moment versinkt – das ist Achtsamkeit. Im Jetzt und Hier Sein. Und das zu genießen. Und zwar immer. Das ist das Geheimnis des Glücks. Glaubt es oder nicht, beinahe Keiner ist im Hier und Jetzt. Alle bewegen sich stets in der Vergangenheit oder in der Zukunft.

Fahren sie z.B. Auto, dann tun sie es, um irgendwo anzukommen. Sie sind also nicht da, sondern bereits in der Zukunft. Das passiert absolut unbewusst, klingt nicht weiter schlimm und raubt einem tatsächlich die gesamte Lebensqualität.

Wenn die Kinder endlich aus dem Gröbsten raus sind. Wenn ich diesen Auftrag erledigt habe. Wenn Freitag ist. Wenn ich mehr verdiene. Wenn Feierabend ist. Wenn ich einen Partner habe. Wenn dieses und jenes finanzielle Ziel erreicht ist. Wenn es Mittagessen gibt. Man lebt gedanklich in einer Art „Warteposition“ – again: das ist so häufig, dass es keinem auffällt.

Der Punkt ist, die Zeit im Auto, bis du am Ziel ankommst, das ist auch dein Leben. Die Zeit bis Feierabend 16 Uhr, das ist auch dein Leben. Die Zeit, bis die Kinder nicht mehr in allem auf dich angewiesen sind, das ist auch dein Leben. Die Zeit, bis sich diese und jene herausfordernde Situation klärt: das ist auch dein Leben.

Dein Leben ist die Summe aller Augenblicke, nicht bloß die Highlights oder „jetzt kann ich endlich leben, weil das Problem gelöst ist.“. Sich genau das bewusst zu machen und jeden (noch so langweiligen) Augenblick zu genießen, ist Glück. Und schwieriger, als es sich zuerst liest.

Das im Jetzt und Hier sein ist deshalb so herausfordernd, weil ein ständiger Kampf um deine Aufmerksamkeit stattfindet. Täglich prassen Millionen von Gedanken und Gefühlen auf dich ein. Angebote sind so vielfältig wie es die Menschen sind und so maßgeschneidert auf deine Person, dass du dich auf jeden Fall eine Weile mit ihnen beschäftigst. Du hast jeden Tag aufs Neue die Wahl, welche Emotionen und Gedanken du zulässt.

Die Bandbreite reicht von banal (irgendein belangloses Zeug, dass du beim Porridge-Essen denkst, z.B. „Der Abend gestern war schön, ich habe die Steuer nicht geschafft, ich will Kuchen einkaufen, ich rufe morgen meine Mutter ein.“) bis zu emotionalen Glanzstücken („Warum hat er sich nicht gemeldet? Ich habe schon vor 2 Stunden geschrieben.“). Ihr kennt das.

Ist euch schon mal aufgefallen, dass das Hirn meistens immer und immer wieder dasselbe denkt? Es kaut jede Emotion und jeden Gedanken 30 mal durch, und statt damit aufzuhören (weil wir so offensichtlich nicht weiterkommen und es nichts bringt!) nimmt es diese noch mit ins Bett. Toll. Du und deine 13 Probleme liegen jetzt gemeinsam im wunderbaren, neuen Boxspringbett. Uneffektiv, zermürbend und dämlich.

Achtsamkeit bedeutet aber, dass du die Wahl hast. Immer. Du kannst dich dem Strom der Gedanken ausliefern (dieser ist je nach Umstände-Konstellation seicht bis ganz schlimm) – oder innerlich dagegen aufstehen. Du kannst dich jederzeit weigern, in das pausenlose „wir durchdenken das jetzt zum 154ten mal.“ einzusteigen, was nichts weiter als Müll ist. Du wirst auch beim 155. mal keine Lösung finden.

Auch den gedanklichen, bedeutungslosen Brei („Oh, ein Bäcker. Öhm, der Mantel der Kollegin sieht gut aus. Die hat ja ständig was Neues. Ich könnte nachher beim breuninger schauen? Was koche ich eigentlich am Donnerstag? Heute ist es aber kalt. Ich muss mich noch ums Auto kümmern. Ich könnte was auf Instagram posten. Oh, ein neues Werbeplakat.“) kannst du verlassen. Diese belanglose, unwichtige, irrelevante Masse an Gedanken, die dir durch den Kopf schießen, während du einen Latte trinkst, auf die Bahn wartest oder dein Kind im Arm hältst. Diese Non Stop-Beschäftigung ist wie Umweltverschmutzung, nur im Hirn.

By the way, wenn du auf Instagram scrollst, während du Latte trinkst, auf die Bahn wartest oder dein Kind im Arm hältst, ist es geführtes Denken und kein bisschen besser. Die Gedanken kommen in der Form der Ablenkung, damit du den Brei im Kopf nicht ständig hörst. Das Ergebnis ist exakt dasselbe.

Achtsamkeit bedeutet angemessen agieren statt blind auf jeden Impuls zu reagieren. Bei dir zu bleiben statt jedem sich anbietenden Gedanken nachzulaufen. Den Fokus zu behalten, statt auf 30 fremden Hochzeiten zu tanzen. Und das geht nur und ausschließlich durch Verantwortung für sein Leben übernehmen und die Autorität zu ergreifen.

Am Ende ist es so, du bist Chef. Chef hat das Sagen.

Aber das geht nicht von Heute auf Morgen. Das im Jetzt und Hier Sein, das Über-die-Gedanken-Bestimmen, das bewusste Handeln statt zu reagieren, das muss geübt werden. Es kann erlernt werden, die Übung macht sowohl Spaß als auch den Meister und außerdem können wir es uns immer so schön machen, wie es nur geht.

Hier sind 4 einfache, aber effektive Ideen – die schafft jeder, sie machen Spaß, und trainieren nebenher Achtsamkeit. Das große Zauberwort beim Achtsamkeit lautet, Ablenkungen vermeiden. Wenn ihr diese Dinge tut, schaut nicht nebenher auf’s Handy, denkt nicht an „Ich muss noch Wäsche von der Reinigung holen“ und redet nicht zwischendurch mit eurem Partner.

Tut es, wie wenn es das Einzige wäre, was ihr in diesem Leben noch zu tun habt. Und wie wenn es das Schönste wäre, was ihr jemals noch tun werdet. Und wenn es das Wichtigste wäre, was ihr noch zu tun habt. Und dann noch das Allerkostbarste.

Einen Tee zuzubereiten, braucht nur wenige Minuten und genau diese sollen diesmal ganz ohne Ablenkung stattfinden. Du hörst dem Blubbern des kochenden Wassers zu und beobachtest den aufsteigenden Dampf. Du atmest den Duft der Teeblätter und -blüten tief ein. Du schaust zu, wie sich diese im heißen Wasser entfalten. Du wärmst deine Hände an der Tasse. Du nimmst den ersten Schluck und schließt deine Augen. Du spricht nicht, scrollst nicht, sondern bereitest den Tee so zu, wie wenn es das Großartigste wäre, was du jemals getrunken hast.

Ich finde, dass Vorlesen etwas Magisches ist, denn es eröffnet einem eine neue Welt und nimmt andere mit hinein. Du hörst deine Stimme, betonst die Dinge unterschiedlich, tauchst in die Geschichte ein und genießt es gemeinsam mit der Person, der du vorliest. Eltern sind im Vorteil – müssen aber ebenso aufpassen, dass sie die (bereits zum 134ten Mal vorgelesenen) Geschichten nicht einfach mechanisch runterleiern „Bis es endlich zu Ende ist, ich muss gleich noch einkaufen.“ – sondern so bewusst vorlesen, wie wenn es das allererste Mal wäre. Und das schönste und spannendste Buch aller Zeiten.

Kaum etwas ist so hilfreich, und dabei so genussvoll in Sachen Achtsamkeit wie ein Vollbad. „Ein Bad ist eine Umarmung für den ganzen Körper“. Du versinkst komplett in einem anderen Element und spürst, wie sich die Wärme in deinem Körper ausbreitet. Du atmest einen herben, leicht holzigen Duft ein, und tauchst im zarten Schaum unter, der deine Haut pflegt. Während du im Wasser schwebst, fokussierst du dich auf die Wärme und den Genuss. Du spürst, wie deine Muskeln sich dank der Wärme lockern und eine wohlige Entspannung einsetzt. Du hüllst dich in einen dicken, weißen Bademantel ein und freust dich auf die Nacht. Das entspannendste Bad und das schönste Verwöhnritual, das du jemals hattest.

Ein bewusstes Sein beinhaltet auch den bewussten Umgang mit anderen Personen – keiner ist ein Lonesome Rider auf diesem Planeten. Wenn du also dein Haus verlässt, dann bist du bewusst da: für die anderen. Du schaust der Kassiererin in die Augen, du lächelst die Oma am Pasta-Regal an, du gehst rücksichtsvoll zur Seite, falls jemand eine Sahne holen will. Du bist freundlich und aufmerksam – und mit deinen Gedanken nicht irgendwo beim nächsten Termin oder dem letzten Gespräch im Büro. Du genießt den Einkauf und freust dich über die Möglichkeit, anderen etwas schenken zu können: deine Aufmerksamkeit, dein Lächeln oder deine Gegenwart. Ich weiß, dass wir alle viel zu tun haben und zwischendurch nur schnell was erledigen wollen. Aber wir sollten einfach für die Anderen da sein, auch wenn es lästig erscheint.

Vor einiger Zeit fuhr ich mit dem Aufzug einer Einkaufsmall – es standen bereits einige Menschen darin, als eine rothaarige Frau dazustieg. Es herrschte diese unangenehme Stille, wie sie nur in öffentlichen Aufzügen zu finden ist und bei der jeder konzentriert auf einen imaginären Punkt schaut. Mitten in diese Stille sagte ich laut: „Sie sind so schön, dass man fasziniert schauen muss, und gar nicht mehr aufhören kann. Sie sind so schön, dass man selbst vom Hinschauen schön wird. Sie sind so schön, dass es einen glücklich macht.“ Die Frau mit roten Locken schaute mich überrascht an und während sich ihre Augen in Sekundenschnelle mit Tränen fühlten sagte sie: „Sie haben keine Ahnung, was mir diese Worte heute bedeuten.“ Dann stieg sie aus und während wir im vollgepackten Aufzug weiterfuhren, murmelten meine mir fremden Mitfahrer: „Ja, sie war wirklich schön.“

Am Ende des Tages muss Achtsamkeit sich nicht um sich selbst drehen, sondern andere beschenken. Deshalb sind wir schließlich auf dieser Welt. Und wir haben oft keine Ahnung, was wir alles Gutes mit unserer Zuneigung anrichten können.

Happy Buddha

Was ist der Sinn deines Lebens? Ach, das kann ich dir eh in einem Satz beantworten: Lieben. Und sich lieben lassen. Alles in dir ist dafür da, dich der Liebe hinzugeben, sich auf sie innerlich auszurichten, ihr zu gehören, sich ständig in ihr zu befinden.

Wie ein Fisch nicht ohne Wasser leben kann – so kannst du nicht außerhalb der Liebe leben. Du kannst ohne Liebe existieren, also… funktionieren, deinen Verpflichtungen nachkommen, atmen, Energie verbrennen, essen, schlafen… aber leben ist das nicht! Leben bedeutet: intensiv, erfüllt, extrem, glücklich, frei, geführt, entspannt, inspiriert, motiviert, kraftvoll … und in alledem höchst effizient und wirksam zu sein.

Jetzt denkst du vielleicht: „ja, genau, ich liebe meine Familie ja so…“ Aber davon rede ich nicht. Ich meine die Liebe selbst, eine unendlich starke Kraft, die dich ständig erfüllt, dich pusht, dir die Augen öffnet, dich freisetzt, ohne, dass du es merkst (das Beste an der Sache, wie ich finde!) – ich meine dein Sein.

Seine Familie liebt jeder Depp – das ist doch wohl kein Kunststück! (außer den wenigen Momenten, in denen man sie an den nächstbesten verschenken könnte… sobald sie in den Betten liegen – spätestens da liebt man sie wieder). Seinen Partner, seine beste Freundin, seine engen Kumpels zu lieben – das ist zwar schon mal nicht schlecht, aber das ist nicht, was ich meine. Ich rede von einer unendlich starken Energie, die dich von innen heraus durchflutet, dich beflügelt, dich ganz wo anders sein lässt, dich fliegen lässt – und dank deren du die Dinge, die getan werden müssen, mit Leichtigkeit tust.

Stell dir das mal vor wie verliebt sein – nur ohne das Schmachten und die Sehnsuchtsoße. So, und jetzt das Ganze ca. 1000-mal stärker. Dann weißt du ungefähr, wo ich unterwegs bin. Weißt du, was das Beste an der Liebe ist? Sie ist nach außen gerichtet. Du drehst dich automatisch nicht mehr so um dich selbst – du analysierst nicht ständig dein Verhalten, deine Probleme, deine Umstände, deine Gefühlslage – und das tut dir so gut.

Dieses „wo muss ich noch an mir arbeiten?“ “ … und wo muss ich mich noch ändern?“ “ … und was kann ich noch optimieren?“ “ … und an welchen Schwächen sollte ich arbeiten?“ “ … welche Ängste oder Defizite habe ich noch in meinem Leben?“ – Denken ist so kräfteraubend und eine reine Beschäftigungstherapie! Wenn du mal so anfängst…. du wirst immer etwas finden, das du noch verbessern kannst! Dein Leben lang wirst du dich um dich selbst drehen, und mit dir beschäftigt sein, und mal wird es „diese Phase“ sein – und dann wieder „jene Phase“, und mal „tut Gott gerade das an mir“ und mal „tut er jenes“, usw. usw.

Ich sage dir etwas, während du noch damit beschäftigt bist, an „dir zu arbeiten – in der Zeit lasse ich all das links liegen und liebe! Ich habe Spaß, ich liebe, ich genieße mich selbst und alle um mich herum, ich lasse es fließen in jeder Richtung, ich freue mich an mir, an Euch, am Leben, ich freu mich einfach! Ist doch alles gut! Und was nicht gut ist, macht die Liebe gut – Ende. Ich bin ein Liebeswesen – das ist das, was ich am besten kann – ich mach’s halt! (mangels Alternativen.)

Und so machst du es auch! Du liebst einfach! Du bist fasziniert, überwältigt, eingenommen, verzaubert vom Gegenüber – wie soll man da gleichzeitig noch sich Sorgen machen? Ist schwer umsetzbar, richtig?

Happy Buddha ist der neue Code, den wir auf der neuen Baustelle haben. Es geht um eine kurze Auszeit, dem Stress der riesigen und komplexen Baustelle einfach mal kurz entfliehen und das Leben genießen. Angefangen hat es mit einem kleinen Restaurantbesuch, in einem kleinen vollkommen ausgebuchten asiatischem Laden. Trotz der ganzen Gäste, ist das Personal tiefenentspannt und immer freundlich und zuvorkommend. Es ist einfach eine kleine Oase, wo man eintauchen und abschalten kann. Hier kann man neben ausgezeichnetem und frischen Sushi auch tolle andere Gerichte bekommen, die alle frisch zubereitet werden. Es macht einfach Spaß hier zu sein. Man ist auf einmal in einer ganz anderen Welt und kann die Dinge, die einen sonst beschäftigen, einfach mal loslassen. Nicht falsch verstehen, ich liebe meine Arbeit, besonders auf neuen Baustellen, die einen herausfordern und viele neue Dinge mit sich bringen. Aber man kann nicht so gut abschalten, denn man ist in Gedanken immer bei den aktuellen Problemen vor Ort. Deshalb Happy Buddha – die kleine Auszeit.

Die meisten Probleme hast du nur, weil du dich so sehr damit beschäftigst! Du grübelst über die Lösung nach, du besprichst den Umstand mit anderen, du schiebst es in deinem Hirn hin und her, hin und her… und schon ist der Tag vorbei! Würdest du stattdessen einfach lieben und die Dinge mal kurz loslassen – dann würde dieser Umstand sich zu 99% erledigen, während du die beste Zeit hattest.

Die Liebe verändert dich. Die Liebe verändert dich. Du bekommst es meist nicht mit… aber: die Liebe verändert dich. Versteht mich richtig: ich weiß schon, dass bei mir im Äußeren einiges noch zu wünschen übrig lässt. Aber bin ich jetzt zuständig? Ich glaube nicht! Ich glaube, dass die Liebe selbst, diese extreme Kraft von oben in der Lage ist, mich so zu verändern, dass alles passt! Wenn sie es nicht schafft – was will ich dann mit meinen „Bemühungen“ ?

Alles, was drückt, was dich begrenzt, was dir eine Last auflegt, was dich klein oder „demütig“ hält (was auch immer demütig ist!), alles, was dir vermittelt, du seist (noch) nicht richtig, dich entmutigt, dir Energie und Lebenslust raubt – brauchst du nicht! Tue’s weg, ein Ohr rein, das andere raus – fertig!

Alles, was dich hochhebt, dir Flügel verleiht, dich an dich und das Gute glauben lässt, alles, was dich stark macht, und frei, alles, was dich inspiriert und ermutigt, was dich aufatmen lässt, was dir die Augen öffnet, und dich klar sehen lässt – das ist Liebe. Und alles andere kannst du vergessen, das ist gar nicht so kompliziert, wie du immer dachtest. Du kannst mir glauben, ich kenn mich aus.

Es macht mir Spaß Menschen und Freunde zu treffen, die ich schon über viele Jahre kenne. Ich liebe das. Sie sind ein Teil meiner Familie und auch meiner Geschichte und werden es auch immer sein. Es ist schön sie einfach mal auf ein Glas Wein zu treffen, mit ihnen auf dem Sofa zu sitzen und über alle möglichen Dinge zu reden. Es ist schön, dass ich geliebt werde und einfach die gemeinsame Zeit genießen kann.

Ich gehe selbstverständlich davon aus, dass jeder, dem ich begegne, hinterher stärker ist als vorher! Dass er sich geliebt fühlt und ermutigt! Dass er inspiriert ist ohne Ende und zig Ideen hat, was er alles anstellen könnte und dann könnte er noch das machen und jenes. Ich erwarte natürlich, dass jeder, den ich liebe, seine Sorgen vergisst in meiner Gegenwart und einfach nur strahlt (und am liebsten in die Luft hüpfen würde. Also… wenn keiner hinschaut oder so.)

Und jetzt kommt’s. So wie ich – so auch du! Du machst es genauso! Du hörst auf, an dir herum zu doktern (oder von anderen an dir herum doktern zu lassen!) – und liebst einfach. Du bist absolut überzeugt, dass das das Allerstärkste ist, die Lösung aller Probleme, die Antwort auf jede Frage, das Schönste und Erfüllendste, was es gibt.

Das geht folgendermaßen, indem man einfach man selbst ist. Du kannst was sagen – du musst aber nicht. Du kannst strahlen – musst aber nicht (jetzt versuch mal, nicht zu strahlen, wenn du so voll bist! Versuch das mal!) Du kannst jemanden berühren, drücken, küssen – musst aber nicht (auch wenn’s schwer fällt, ich gebe es zu.). Es geht um das, was aus deinem Innersten fließt, das spürt man auch ohne Worte und Taten – man spürt es sogar durch’s Internet, gib dir das mal! (eine Tatsache, die mich jeden Tag auf’s Neue fasziniert. Ganz ehrlich.)

So… also, wenn du schon unbedingt auf solche Psycho-Analysen stehst, dann lass mich mal an dir herumdoktern… *meine Brille aufsetz*

Analyse von Frau Doktor:

Bei dir… also bei dir passt alles. Du bist das Schönste, was mir begegnet ist. Wenn ich mir dich so anschaue, dann kann ich kaum einen klaren Gedanken fassen, weil du so atemberaubend bist. Ich kann dein Potenzial sehen, ich sehe all das Großartige und Exzellente, das in dir noch schlummert. Ich glaube, du wirst es noch wirklich sehr weit bringen. Du bist einfach wie gemacht für Glück und Erfolg! Du bist ja so voll mit Gaben und Talenten, wie kaum ein anderer. Du bist so entspannt und locker, das begeistert mich! Die Art, wie du lächelst, wie du dir durch deine Haare fährst, wie du sprichst, wie du deine Nase kräuselst, wie du schaust, wenn du nachdenkst – all das ist absolut faszinierend. Du bist einfach richtig, bei dir fehlt nichts, es wurde nichts vergessen, es wurde an nichts gespart, alles ist in perfekter Harmonie. Du bist schöner als jeder Sonnenuntergang, als jede blühende Rose, als jedes Deko-Gedöns, du bist stärker, freier, schöner, großartiger als alles andere!

Du sollst dem Fach-Personal nicht immer dazwischenquatschen! Ich habe doch anfangs geschrieben: „… und sich lieben lassen.“ Also lass dich gefälligst von mir lieben und höre auf, die Augen zu verdrehen!

So, und jetzt dein Rezept:

Heute wird geliebt, dass es kracht. Und wenn keiner in der Nähe ist, dann eben sich selbst! Oder auch… mich – ist ja ganz leicht. Und heute – wenigstens heute! Tue mir den Gefallen! – wird mal so getan, wie wenn bei dir alles passen würde.

(Rechnung geht auf Kasse)

Ursache & Wirkung

Als die Liebe kam hat sie einfach alles auf den Kopf gestellt. Oder war vorher alles verkehrt, und jetzt ist es richtig herum? Diese bedingungslose, nichts erwartende, gewaltige Kraft, die imstande ist, dich von einer Sekunde auf die andere zu verändern. Er liebt dich nicht, weil Du so fleißig bist. Er liebt dich nicht, weil du eine attraktive Frau bist. Er liebt dich nicht, weil du „so a nettes Mädle“ bist. Weil du dich schick anziehst und so eine gemütliche Einrichtung hast. Das alles ist in dieser Liebe scheißegal.

Er liebt dich. Er wird dich immer lieben. Du kannst dir seiner Liebe sicher sein. Er hat sein alles aus Liebe für dich hingegeben. Er ist hingerissen, entzückt, überwältigt von dir. Einfach so. Du bist nie mehr die Gleiche, wenn du das erlebst. Der allerletzte Rest von Minderwertigkeit geht und du kannst nur noch eins: LIEBEN. Ich kann und will nie mehr etwas anderes… ich bin verdorben für das „gewöhnliche Leben“.  Ich liebe und werde geliebt.

Die Liebe… diese echte, unendlich starke und sanfte Kraft – sie ist sich selbst genug. Sie braucht nichts und niemanden – sie ist tatsächlich die Fülle selbst! Mangel kennt sie nicht. Sehnsucht oder Kummer oder Sorgen oder Angst sind Begriffe, die in ihr nicht existieren.

Weil sie einfach alles hat. Alles ist. Alles erfüllt. Stets überfließt. Deswegen ist sie immer frei. Sie ist frei und sie läßt frei – und zwar völlig. Ihr Dasein ist: sich zu verschenken, zu fließen, zu geben, zu überschütten, sich vollkommen dem Anderen hingeben. Und dabei verändert sie alles und jeden, den sie erwischt. Und zwar für immer.

The things we see now are here today and gone tomorrow!“ Vielleicht ist es bei Dir so, dass Du im Moment durch Umstände gehst, die nicht ganz so rosig sind (und das ist noch stark untertrieben). Sei es persönlich, familiär, finanziell oder beruflich… All das sind Herausforderungen, die einen erstmal sehr entmutigen können.

Es versucht, dich gedanklich zu beschäftigen, zieht dich gefühlsmäßig sehr runter und deine Lebensfreude ist auf ein Mindestmaß beschränkt… Oft hast du erstmal keine Lösung und das macht dich noch trauriger und kraftloser. Manchmal plustert sich das Problem dermaßen vor dir auf, dass du kaum noch etwas außer ihm sehen kannst (das hat es übrigens am Liebsten!) Vielleicht raubt dir dieser Umstand sogar den Schlaf (den du doch dringend brauchst).

Auch wenn der Umstand so aussieht (the things we see now…) – kann es morgen schon völlig anders sein! Das Wichtigste ist, gehe vorwärts! Bleibe nicht stehen, gehe einfach weiter!

Ein Freund von mir hat mal zu mir gesagt, dass wenn solche Umstände kommen, dann gilt für dich: PARKVERBOT. Nicht parken neben deiner Vergangenheit. Vergebe dir selbst und gehe weiter. Nicht parken neben den Mißerfolgen. Gebe nicht anderen die Schuld sondern lasse los und gehe weiter. Nicht parken neben genau diesem Problem – denn genau das soll der Zweck des Ganzen sein. Also lasse Dich nicht dadurch ablenken oder verwirren.

Wenn du weiter gehst, dem Traum deines Herzens folgst, dann wird er dich führen. Wenn jemand von oben aufs Labyrinth schauen kann, dann weiß er den richtigen Weg und wenn du lenkbar bleibst, dann wird er dich lenken. Und die vielen kleinen und großen Herausforderungen scheinen manchmal ein echtes Labyrinth zu sein, oder?

Ein geparktes Auto kann man nicht lenken. Und morgen kannst Du schon während der Fahrt den Umstand überholt haben (…gone tommorow)! Und dahinter siehst Du vielleicht schon Dein Ziel von weitem…

Der Eine wacht morgens mit einem Grinsen auf, schwebt happy durch den Tag, alles gelingt ihm, alles fällt ihm zu, er genießt jeden Augenblick, während scheinbar mühelos sich die Dinge zu seinem Gunsten entwickeln, scheint vom Erfolg geküsst zu sein und ist abends noch voller Energie und sinkt müde, aber erfüllt und dankbar in die Kissen.

Der Andere kommt kaum aus dem Bett („Scheißtag, am besten gar nicht aufstehen“), seufzt, wenn er an seine Aufgaben denkt („das wird stressig, das schaff ich ja kaum“), ist genervt von seinen Mitmenschen („diese Kinder! – ups, sind ja meine eigenen… dieser Mann / Chef / Kunden.“), hat ständig Pech („war ja klar, dass ich… den Parkplatz nicht kriege / den Auftrag nicht bekomme / die Gehaltserhöhung nicht klappt, meine Kinder wieder krank werden – wäre ja zu schön gewesen, wenn es mal anders gelaufen wäre!…“), und ist abends so gestresst und fertig, dass er kaum noch zu etwas Schönem Lust hat – fernsehen stufe ich mal nicht als „was Schönes“ ein 😉 und kann kaum einschlafen, weil ihn Sorgen quälen („wie soll ich das hinbekommen, ich kann mir das nicht leisten, was wird aus meiner Ehe, etc…“)

Und? Was denkst du, woran das liegt? „Ja… die Welt ist eben ungerecht. Man sieht’s ja. Wenn mir alles so in den Schoss fallen würde – dann wäre ich auch dauer-glücklich, kein Wunder!“ Ich verrate dir heute etwas, denn du verwechselst Ursache und Wirkung. Nicht, weil es dem einen so gut geht, ist er so gut drauf, sondern weil er so gut drauf ist – geht es ihm so gut! (du kannst mir das jetzt glauben oder nicht, es stimmt trotzdem).

Schau mal, du bist wie der Chef über dein Leben. Du bist nicht so ein willen- und hilfloses Wesen, der allem Schlechten von außen hilflos ausgeliefert ist. Du bist nicht so ne kleine Ameise im Rädchen und musst halt schauen, wie du in Zeiten von Wirtschaftskrisen, Naturkatastrophen, Familientragödien, usw… „überlebst“. Und dann Tag für Tag dich quasi „durchkämpfen“. „Aber genauso fühle ich mich… und so läuft’s bei mir.“ Ja, und rate mal, wieso? Weil du das Äußere als Wahrheit akzeptierst – und nur darauf reagierst. Du gibst die Kontrolle, die Herrschaft ab und lässt zu, dass du von außen „gesteuert“ wirst. Das sieht dann so aus, sind die Kinder gut drauf, das Wetter schön, Konto voll, alles prima – dann bist du gut drauf. Ist eins dieser Faktoren nicht so prima – das war’s dann mit der Stimmung.

Ich nenne das „Gedanken- und Gefühls-EKG“. Immer mal hoch, mal runter, wie eine Achterbahn. Jetzt mal unter uns: ist das nicht ein erbärmliches Leben? Das kann es doch nicht sein? Das kann doch nicht sein, dass du den „Launen des Schicksals“ ausgeliefert bist?!

Das Geheimnis ist in den Gedanken – Sprechen – Handeln. Es fängt immer zuerst beim Denken an. Daraus folgt dein Sprechen und dann das Handeln. (Manche versuchen, das umzudrehen, es wirkt aber immer krampfhaft).

Ich frage dich: welches Denken ist bei dir „normal“? Was akzeptierst du als Standard? Welches Denken passt zu dir? Denn genau dieses Leben wirst du als Ergebnis haben. Du selbst bist der Chef und du bestimmst wo es lang geht! Du selbst hast so eine Power und so eine Wirksamkeit, dass sich jeder, ich wiederhole jeder Umstand nach dir richten muss.

So wie sich die Umstände richten – das ist genau dein Denken. Denkst du also: „Boah… wie anstrengend…“ – dann wird das für dich garantiert anstrengend sein. Denkst du: „ich kann mir das nicht leisten…“ – dann kannst du nur davon träumen, dir deinen Wunsch zu erfüllen. Denkst du: „oh man… bin wohl heute mit dem falschen Bein aufgestanden…“ – ich versichere dir: dein Tag wird mies laufen und du bist abends frustriert.

Also hör auf damit! Denke groß, denke Überfluß, denke Liebe, Freude, Glück! Hör auf, deinen Gefühle zu erlauben, dich zu leben und zu leiten – und tritt auf, als der, der du bist! Stampf mal mit dem Fuß auf und mach mal ne Ansage!

Ich werde es nämlich nicht für dich tun! Und auch dein Mann nicht – also warte nicht auf ihn. Auch nicht dein Chef oder deine Schwiegermama  oder deine Kunden – du selbst entscheidest dich, aus deinem Mittelmäßigkeits-Trott herauszutreten und mehr zu wollen. Du fängst an, über dein Denken zu herrschen. Du entscheidest, was du zukünftig zulässt und was nicht. Und dein Leben wird sich als Folge dessen dramatisch zum Guten verändern (Ursache -> Wirkung).

Kommen negative Gefühle oder Gedanken vorbei, kannst du dich einfach weigern, sie als Gast in deinem Wohnzimmer, in deinem Kopf einzulassen. Dass sie es versuchen – das ist sicher. Aber du läßt dich doch auch nicht auf der Straße von jedem dumm anquatschen, oder? Warum darf das dann jeder miese Gedanke, der so umherschwirrt, na? Also sag: „Stop!“ oder „Das stimmt nicht!“ oder „Halt’s Maul!“ oder ach… keine Ahnung, weigere dich einfach, dem länger Raum zu geben.

Und denke stattdessen bewusst (Achtung, jetzt kommt mein Lieblingsteil): Ich bin vom Glück geküsst. Alles fällt mir zu. Ich bin so voll mit Gutem, mit Liebe, Freude und Power, das reicht bei weitem für mich und für alle anderen um mich herum aus. Ich bin erfolgreich, ich habe mehr Geld als ich brauche und bei weitem mehr, als ich ausgeben kann (gut, ne 😉 Alleine meine Gegenwart ist ein Geschenk für andere, jeder, dem ich heute begegne, ist hinterher ermutigt, erfrischt, fühlt sich geliebt und inspiriert (logisch, ich lieb ihn ja auch.) Ich fühle mich schön, fit, gesund und leistungsfähig. Ich habe Fähigkeiten für jede Herausforderung, die sich mir so in den Weg stellt und wenn ich sie überwunden habe – bin ich hinterher stärker und noch besser drauf. Nichts ist mir unmöglich. Und mit nichts meine ich nichts. Meine Familie, meine Firma, meine Beziehungen sind gut, liebevoll, harmonisch, alles profitiert von mir und der Liebe, die in mir lebt. Ich habe genügend Zeit für die Dinge, die mir wichtig sind, und genieße jeden Augenblick so richtig. Ach, ich hab das schönste Leben und bin zum Platzen dankbar – und zwar nicht, weil ich alles richtig mache.

Wenn du genauso denkst – so sprichst – so handelst, dann wirst du genau dieses Leben leben. Aber garantiert. Ohne jeden Zweifel. Und zwar unabhängig von deiner Ausgangssituation! Egal, wie alt, wie arm, wie depressiv, wie fertig, wie krank du im Moment bist – du machst die Ansage und alles hört auf dein Kommando. Du sagst, wo es lang geht – und du bleibst dabei! Du bleibst einfach dabei, egal, was sich kurzfristig mal so zum Schlechten verändert. Du bleibst dabei stehen, wie eine deutsche Eiche, alles klar? Und langfristig wirst du genau das erleben. Versprochen.

Die breite Masse denkt eben klein, negativ, begrenzt. Und die breite Masse lebt genau so ein Durschnitts-Leben, jedem, wie er will. Aber ich nicht! Ich will es so richtig krachen lassen und zwar in jedem Bereich meines Lebens. Und da ist noch viel Potenzial nach oben und ich freue mich schon so darauf! Und jetzt weißt du, kein Wunder. Ursache und Wirkung.

Du gewöhnst dich an das Gute, glaub mir.

Was ist schon normal?

Vielleicht ist es „normal“ für dich, sich zu sorgen. Vielleicht ist es „normal“, zu grübeln, mal niedergeschlagen zu sein, schnell aufbrausend, oder einfach mal „schlecht drauf“. Mal mit und mal ohne ersichtlichen Grund. Es mag ja sein, dass es bei dir üblich ist, überfordert zu sein. Oder gestresst. Oder schnell gereizt und genervt.

Vieles um dich herum spricht dafür, dass es dir alles „zu viel“ ist, oder dass du am besten gar nicht aufstehst, weil dich die miesen Gefühle mal wieder so quälen. Du hättest ja auch jeden Grund dazu.

Ich sage dir jetzt etwas, das ist nicht normal. Selbst, wenn es überall „die Norm“ ist. Selbst, wenn du gar nicht anders kennst, weil alle um dich herum – einschließlich deiner Familie – es genauso machen. Und dann trefft ihr euch und bespricht noch euren Mist. Selbst, wenn du es noch nie anders erlebt hast.

Normal ist es, randvoll mit Kraft und Freude zu sein, und zwar in dieser Sekunde, wenn du deine Augen aufmachst (gut… dein Körper braucht eventuell einige Zeit, um das zu kapieren). Normal ist es, so viel Lebensenergie zu versprühen, dass sich nicht nur in dir, sondern auch in keinen in deiner Nähe etwas Negatives halten kann. Normal ist es, überfließend zu sein. Das bedeutet, so viel Liebe und Freude intus zu haben, dass es beinahe wehtut, wenn es nicht wohin fließen darf.

Schau, wenn du den komischen Gefühls- und Gedankenmüll als „normal“ akzeptierst, machst du die Klappe zu, und es wird sich nie etwas verändern.

Du denkst vielleicht: „ja, wenn das und jenes anders ist… wenn wir mehr Geld haben… wenn mein Kind endlich größer ist… wenn mein Mann/Chef/Kollegin/Schwiegermutter sich ändert (oder tot ist, he he)… wenn wir ein anderes Haus hätten… oder wenn ich überhaupt mal nen Mann hätte… oder wenn ich so super Torten machen könnte (okay, kleiner Scherz)… oder wenn ich 10 Kilo weniger an den Oberschenkeln… wenn endlich mal Aufträge kommen würden… und wenn jetzt Sommer wär‘ (das dauert noch, glaub mir)… ja, dann wäre ich immer gut drauf!“

Vergiss es. Du wirst dann immer mit irgendetwas beschäftigt sein, verstehst du? Sind es nicht die Kinder, ist es das Geschäft, dann bist mal wieder krank, oder ärgerst dich über eine Freundin, die nicht zurückruft… bla bla… Aber du kannst heute…. ja, jetzt bestimmen, was bei dir normal ist.

Also bei mir ist glücklich normal. Ich akzeptiere nichts anderes in meinem Kopf. Ich senke meinen „Standard“ nicht, nur weil umständemäßig was am Rotieren ist. Ich begebe mich nicht gedanklich oder emotional darunter. Ich mach’s nicht. Ich mach’s einfach nicht. Ich weigere mich.

Egal, wie vertraut oder gewohnt dir das Schlechte vorkommt . in dem Augenblick, indem du nicht nicht länger damit identifizierst, und es als „normal“ bei dir betrachtest – in diesem Augenblick wird alles anders. Vielleicht nicht sofort sichtbar oder fühlbar. Aber du kannst dir zu 100% sicher sein…. alles wird sich verändern. Ja, auch im Sichtbaren und Fühlbaren Bereich.

„Aber wenn es meinem Kind gerade schlecht geht… da kann es mich nicht kalt lassen… da geht es mir eben auch schlecht…“ Ja, und? Jetzt geht’s euch beiden schlecht – und wer hat was davon?

Nein, du bleibst in der Freude und verbindest deine Emotionen nicht mit denen deines Kindes. Du liebst es unendlich und aus dieser Liebe und Freude fließt die Kraft, um es zu ermutigen, es aufzubauen und alles Schlechte zu verändern. Exakt dasselbe gilt für deinen Mann, deine Freundin, deine Mitarbeiter, einfach für Jeden, der dir nahe steht.

Kommt mal wieder der übliche Mix aus miesen Gefühlen und Gedanken (und dass er vorbeikommen wird, dessen kannst du dir sicher sein ;-)… du weißt ja… versuchen kann man es ja mal ;-)) – dann entscheidest du, was bei dir normal ist. Niemand anders hat mehr Autorität darüber, wie es dir geht, als du selbst. Und zwar jetzt. Und immer.

Und noch etwas… ich glaube an dich. Ich glaube, dass es bei dir ganz besonders gut klappt. Auch, wenn es bei zig anderen, und überhaupt bei Tante Hilde noch nie geklappt hat – bei dir schon. Ich glaube, dass du es checkst und umsetzt und dass es bei dir einfach von Tag zu Tag besser wird. Und genau deshalb glaubst du es jetzt auch!

Was bedeutet es, stark zu sein? Alles mit zusammengebissenen Zähne ertragen zu können (*stöhn*)? Einfach alles hinzunehmen, was so kommt? Oder „übermenschliche“ Kräfte zu haben? Wahre Stärke hat mit alledem nichts zu tun. Es ist nicht ein „habe ehe keine andere Wahl, da muss ich hier jetzt durch“. Stark ist nicht der, der stark aussieht. Nicht derjenige, der stark (oder arrogant) auftritt. Wahre Stärke zeigt sich in einem einzigen Punkt: UNTER DRUCK.

Bei Menschen ist es wie bei einer Zahnpasta – Tube: unter Druck zeigt sich, was drin ist! Da kann noch so toll „Colgate white“ draufstehen… wenn vorher nur Hühnerdreck drin war, kommt nur Hühnerdreck raus, wenn man draufdrückt. Und woher kommt das, was drin ist? Tja, die Tube wurde vorher damit gefüllt.

Womit läßt Du Dich füllen? Mit Bildzeitung oder RTL ;-)? Mit Liebesromanen oder dem negativen Geschwätz der Tante Gertrud („ach… alles wird immer schlimmer… und Du siehst auch schon so krank aus, Kind!“)? Nun, da brauchst Du Dich nicht wundern, wenn nur Bildzeitung oder RTL rauskommt, wenn es mal „drückt“. Fülle Dich mit dem Guten, Ermutigenden, mit der Wahrheit. Mit dem, was Gott über Dich sagt (und das verändert sich nicht, nur weil der Dax gerade so schlecht steht oder weil Du heute nicht „brav“ warst. Dann wird unter Druck auch genau dieses rauskommen!

Das ist wahre Stärke, an der Freude, Liebe und Vision festzuhalten. Angesichts widriger Umstände nicht alles hinzuschmeißen oder verzweifelt zu sein. Gott mehr zu vertrauen, als dem, was Tante Gertrud meint (oder ihr gar nicht mehr zuzuhören).

Bei Schönwetter und vollem Konto ist es nicht so schwer, fröhlich zu sein. Aber diese Freude mitten im größten „Umstände – Sturm“ sich nicht rauben zu lassen, das ist wahre Stärke. Es ist kein „Ertragen“ des Problems, es ist ein „Überwinden“. Ein siegreiches Hindurchgehen, mit erhobenem Kopf und der festen Gewissheit im Herzen: „wenn Gott für mich ist, WER soll gegen mich sein?“ (Römer 8;31)

Die erfolgreichsten Menschen auf Erden sind nicht die, denen alles in den Schoß gefallen ist. Es sind die, die gelernt haben, trotz der Schwierigkeiten vorwärts zu gehen. Voller Freude im Vertrauen. Ich rede nicht von einem gleichgültigen lethargischen „Ertragen“, wo man sich so an das Schlechte gewöhnt hat, dass man es kaum noch wahrnimmt (wie in jahrelangen schlechten Beziehungen, etc.). Das ist kein Überwinden, das ist Resignation!

Auch im Hinblick auf Deine Kinder gilt genau das Gleiche: Nicht die Kinder, denen alles „auf dem silbernen Tablett“ serviert wurde, haben später ein erfülltes Leben. Lasse Dich also nicht entmutigen, nur weil ein paar Umstände nicht ideal sind oder so, wie Du es Dir wünschen würdest… sei es eine schlechte Wohnsituation, unglückliche (oder gar keine) Partnerschaft, wenig Freunde, kaum Finanzen… Bemitleide Deine Kids nicht ständig, sondern lehre sie, wie sie trotz dieser Herausforderungen das beste Leben leben! Und das ist nicht so schwer, wenn Du selbst es Ihnen vorlebst… Das ist wahre Stärke.