#mondaymotivation

Ich glaube das kennt wirklich Jeder – es ist Montag und eigentlich würde man lieber liegenbleiben, den Tag genießen, im See schwimmen gehen und in den Sonnenschein hinausgehen. Stattdessen klingelt der Wecker und es ist nicht mal richtig hell, weil es regnet und man früh auf der Baustelle oder im Büro sein muss. Auch ich habe solche Tage, egal ob ich meinen Job liebe oder nicht.

Vor allem ist in den letzten Monaten soviel passiert, dass ich inzwischen ganz schön platt bin. Doch vor mir liegt ein wunderbares neues Projekt, in das ich schon einsteigen durfte und das jetzt meine ganze Aufmerksamkeit erfordert und das eine wirkliche Herausforderung ist. Wenn ich das rocke, dann gewinne ich nach den Erfahrungen, die ich in diesem Jahr schon sammeln durfte, und denen aus dem neuen Projekt, auch Kriege. Es war eine schöne Zeit in Ulm und ich bin wirklich dankbar, dass ich die Chance hatte Teil dieses tollen, internationalen Teams zu sein und die Dinge voranbringen konnte.

Wie eine Kollegin dort so richtig gesagt hat, ich habe es geschafft dort einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen und es richtig gut gemacht zu haben. Es sind meistens die Frauen, die das nicht wirklich begreifen und die den Wert ihrer Arbeit nicht erkennen. Immerhin müssen für eine Nachfolge gleich drei verschiedene Personen eingekauft werden – für einen Job, den ich einfach gemacht habe. Schon kurios. Einer meiner Geschäftsführer nannte es die eierlegende Wollmilchsau, als man einen Nachfolger für mich suchte. Ich wurde als Tier abgestempelt!!! Hahaha

Der Duden sagt folgendes dazu: Eierlegende Wollmilchsau (auch eierlegendes Woll(milch)schwein) ist eine umgangssprachliche Redewendung, mit der etwas (eine Sache, Person oder Problemlösung) umschrieben wird, das „nur Vorteile hat, alle Bedürfnisse befriedigt, allen Ansprüchen genügt“.[1] Die Redensart veranschaulicht diese Idealvorstellung anhand eines imaginären Nutztieres, das als Hybridwesen die Vorzüge verschiedener Tierarten, nämlich von Huhn (Eier legen), Schaf (Wolle liefern), Kuh (Milch geben) und Schwein (Fleisch) in sich vereint.

Dabei habe ich einfach meinen Job gemacht und hatte richtig Spaß dabei. Vor allem konnte ich in diesem spannenden Projekt meine ganzen Kenntnisse und Fähigkeiten einsetzen und das ist super. Ich fand es ganz normal, den ganzen Tag Englisch zu sprechen und mich auch mit Fassaden, Ausbau, Brandschutz und Reinräumen auszukennen, denn das sind Dinge, die ich auch schon in meinen vorherigen Projekten hatte und die mir wirklich Spaß machen. Aber auch der Teamgeist dort hat wirklich gestimmt und ich muss schauen, dass ich das jetzt hierher, in die Schweiz, transportiert bekomme. Denn es liegt an mir selbst wie es wird und nicht an den Umständen.

Deshalb ist es wichtig, dass ich mich darauf einlasse und auch wenn der Motivationslevel mal nicht ganz so hoch ist, die folgenden Dinge angehe.

Mach dein Ding. Tu es einfach. Das Wetter wird nie perfekt sein. Mal ist es zu heiß und mal zu kalt oder zu nass. Aber über den Wolken scheint immer die Sonne. Einfach machen – könnte ja gut werden. Denn viel zu oft glauben wir, dass es nicht gut ist oder wir nicht gut genug sind, aber das ist Quatsch. Du bist genau so gut, wie du bist. Lass dir von Niemandem etwas anderes einreden. Auch wenn du glaubst, dass du dich niemals wirklich integrieren oder so tief ins Projekt eintauchen wirst wie die Anderen, das stimmt nicht. Die Anderen haben andere Erfahrungen machen dürfen und du hast deine gemacht, es ist normal, dass es nicht immer dieselben sind. Denk dran, Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden und die anderen hatte über Jahre Zeit da hinein zu wachsen.

Schieb nichts auf. Das bringt erstens nichts, weil man die Dinge trotzdem erledigen muss – nur halt später und dann kommt auch meistens noch der Druck hinzu, dass man sie endlich erledigen muss. Außerdem kommt man so einfach auch in seinen eigenen Flow. Für mich gibt es nichts Schlimmeres, als wenn ich Leerlauf habe. Dann ist nichts mit mir anzufangen und ich bekomme auch nichts mehr auf die Reihe. Ich bin einfach ein Macher und deshalb brauche ich immer was zu tun und wenn mal nicht soviel los ist, dann schaue ich wie ich an meiner Struktur arbeiten kann. Versteh mich nicht falsch, ich brauche auch mal eine Auszeit oder genieße das Leben am See und in dieser tollen Stadt Zürich, aber ich liebe meinen Job und ich mache ihn einfach gerne.

Hab Spaß. Das ist ganz wichtig, sonst wird das alles nix. Jemand, der an seinem Job keinen Spaß hat, der sollte einfach schauen, was er sonst noch machen möchte. Auf Dauer erfüllt es Niemanden etwas zu tun, was man nicht mag. Es lohnt sich manchmal einfach über den Tellerrand zu schauen und zu sehen, was es sonst noch gibt und was einem liegt. Ich hatte auch mal einen Job und Kollegen, die ich nicht wirklich mochte – aber mein Boss mochte mich und er fand, dass ich dem ganzen mal eine Chance geben sollte. Ich habe damals wirklich hart an mir und meiner Einstellung gearbeitet bzw. arbeiten müssen, aber es hat sich gelohnt. Denn ich habe den Job, den Laden und die Kollegen geliebt  – am Ende hatte ich die tollste Abschiedsfeier, die man sich vorstellen kann.

Sei glücklich. Auch wenn du mir jetzt vielleicht sagst, dass Niemand immer glücklich sein kann, dann kann ich dir nur rechtgeben. Aber es ist eine Sache der Einstellung wie man mit den verschiedenen Situationen umgeht. Denn auch aus den schlimmsten Situationen können wir die Dinge für uns mitnehmen und daran wachsen. Deshalb sieh in den Dingen, die dich am meisten stressen und herausfordern nur das Beste. Sie führen dich am Ende zu den schönsten Plätzen in deinem Leben.

Mir geht es gerade ähnlich, denn ich wollte mein letztes Projekt liebend gerne weiterführen. Aber durch meinen neuen Vertrag bin ich jetzt in der Schweiz verpflichtet und man will hier keine Abstriche machen – ich eigentlich auch nicht. Ich fand das am Anfang total schrecklich und habe mich total dagegen aufgelehnt, aber es hilft sowieso nichts. Außerdem ist es auch Quatsch, denn ich habe mich ja für das Projekt hier entschieden und auch für mein Leben hier. Das mir das Pharmaprojekt und das Team dort in Deutschland so gut passen würde, konnte kein Mensch am Anfang des Jahres absehen. Es ist vor allem auch unfair den neuen Kollegen gegenüber, denn die sind auch ganz toll – das braucht bloß noch Zeit. Besonders die Herausforderung dieses Projektes, bei dem jeder sagt, dass es doch einfach nur langweiliger Wohnungsbau ist, ist viel größer als man denkt. Denn es ist eine energetische Sanierung im laufenden Betrieb. Die Herausforderungen sind also viel größer als bei jedem anderen Projekt, denn es schauen uns mehrere tausend Menschen auf die Finger – jeden Tag. Das ist schon der Wahnsinn und genau das liebe ich so.

Ich habe in den letzten Monaten so unglaublich viele neue Erfahrungen machen und Eindrücke sammeln dürfen und das ist einfach irre, aber mir hat die Schlagzahl viel Spaß gemacht und sie ist genau das, was ich so liebe. Ich habe neben dem Projekt in Ulm auch noch das in Tübingen begleitet, in der Schweiz angefangen zu arbeiten und daneben noch diverse Projekt im Rahmen von Corona, bei uns intern, betreut.

Vor allem, lass dir die Dinge nicht von anderen Menschen einreden oder setze dich selber herab. Du machst einen tollen Job und hast Spaß dabei. Vielleicht geht es mal ein wenig gemächlicher vorwärts, aber das ist vollkommen in Ordnung. Es ist dein Weg und nur du bestimmst wie schnell du bist. Nach dem regnerischen Montag wird es auch wieder besser und die Sonne scheint.

Der Vorteil jetzt ist dieser tolle See, den ich einfach genießen kann und wo ich meine Seele einfach baumeln lassen kann. Es ist wunderschön hier in Zürich und die Stadt hat eine unglaubliche Lebensqualität und ich habe das große Glück, dass ich das jetzt einfach genießen darf. Vor allem habe ich in den nächsten Wochen auch noch genügend Zeit dafür und dafür bin ich gerade total dankbar.

Nach dieser ganzen Schufterei, die sich wirklich gelohnt hat, und nachdem man mich als „Hybrid-Wesen“ bezeichnet hat, habe ich es auch verdient dies ein wenig zu genießen und den Erfolg zu feiern – das machen wir eh viel zu wenig. Ja, es ist noch nicht alles fertig, aber es sind auch die kleinen Schritte, die zählen und die so wichtig sind im Leben. Sie sind meistens viel zu schnell vorbei und dann stellt man sich und sein tun wieder in Frage.

Doch das tun wir jetzt nicht! Wir genießen den Sommer und die tolle Zeit und sind dankbar, dass Montage manchmal auch ein wenig entspannter sein dürfen.

Ich hab dich lieb.

#thebest

Wir alle sind ständig dabei, uns innerhalb unserer eigenen Grenzen zu bewegen. Obwohl das Universum uns keinerlei physische Barrieren setzt, glauben wir, nur in bestimmten Grenzen operieren zu können. Angst hält uns grundsätzlich davon ab, Dinge zu tun, die wir nicht kennen oder können. Sie will uns vor dem Ungewissen bewahren. Um sie zu besiegen müssen wir an unserem Mut arbeiten. Wir müssen über uns selbst hinauswachsen und die Dinge einfach angehen und das Beste wollen – auch wenn das nicht immer bequem ist.

Je mehr Angst oder Respekt wir davor haben umso besser. Du weißt, dass du auf dem richtigen Weg bist, wenn es für dich am Schwersten ist. Lass dich drauf ein und du wirst sehen, was alles passiert und was du erreichst und bekommst – das Beste für dich. Das Leben wird dir Steine in den Weg legen, ohne Rücksicht darauf zu nehmen, ob du damitklarkommst. Das gilt für alle Bereiche deines Lebens, nicht nur für den Job oder Hobbies, sondern auch für deine Beziehungen – sowohl für den Partner, aber auch für Freunde. Lass dich nicht länger auf Menschen ein, die nicht gut für dich und dein Leben sind und dich runterziehen, nur weil es gerade so bequem ist sie zu haben.

Darum warte auf den Mann, der dein Schutzschild sein wird, wenn dich das Leben auf die Probe stellt. Der Mann, der dir zeigt, egal was passiert, dass er immer für dich da sein wird. Ein Mann, der sich nicht verdrückt, nur weil du in ein Loch fällst, sondern, der dich dort wieder herauszieht. Warte auf den Mann, der dir ein gutes Gefühl gibt. Einen Mann, der dir Luftschlösser baut, die sich dann nicht als leere Versprechungen herausstellen. Ein Mann, der weiß, dass Taten schwerer wiegen als alle Worte jemals könnten. Und gib dich nicht mit weniger zufrieden, bis genau dieser Mann in dein Leben tritt. Gib dich nicht mit einer Person zufrieden, die dir nur gewöhnliche Liebe schenkt, denn du verdienst etwas Außergewöhnliches.

Du verdienst jemanden, der dir das Gefühl gibt wunderschön zu sein. Jemand, der all deine Fehler sehen und lieben wird. Jemand, der dich so lieben wird, wie du bist und nicht irgendeine Idealvorstellung von dir. Warte auf den Mann, der dich mit Treue überhäuft und dich nicht mit der Erstbesten betrügt, nur weil er mal wieder mit sich selbst oder seinem Leben nicht klarkommt. Jemand, der dich niemals mit dem Gefühl zu Bett gehen lässt, du wärst nicht gut genug. Jemand, der dir das Gefühl gibt, die einzige Frau in seinem Leben zu sein. Wenn du den Raum betrittst, werden seine Blicke nur auf dich gerichtet sein und sein Lächeln wird so strahlen, sodass man gut und gerne das gesamte Universum damit ausleuchten könnte. Und wenn du in seinen Armen einschläfst, fühlst du dich in Sicherheit. Du weißt, dass du zu Hause bist.

Warte auf den Mann, der dich respektiert. Ein Mann, der deine Träume und Leistungen niemals schmälern wird, nur um sich selbst besser zu fühlen. Warte auf jemanden, der deine Träume respektiert und sie mit dir gemeinsam realisiert. Jemand, der deine Vergangenheit respektieren wird und dich niemals geringschätzen wird, nur weil du einmal gebrochen wurdest. Jemand, der die Stärke hinter dem Schmerz erkennen wird, die Leidenschaft hinter den Mauern und die Stürme hinter der Ruhe. Warte auf den Mann, der wie ein Löwe für dich kämpft.

Ein Mann, der seine Ängste für dich bekämpft. Ein Mann, der sich nicht davor scheut, auch deine Ängste zu bekämpfen. Jemand, der dir vor Augen führt, dass die Liebe alle Mühen wert ist, jemand, der dir zeigt, dass es so etwas wie Schicksal gibt und euch das zusammenbrachte. Jemand, der dem Schmerz geradewegs in die Augen schaut und es mit ihm für dich aufnimmt. Jemand, der deine Tränen wegwischen und keine verursachen wird. Warte auf die Liebe, die deine Wände zum Einsturz bringen wird und dich darüber nachdenken lässt, warum du diese Wände überhaupt erst errichtet hast. Die Liebe, die dein gebrochenes Herz heilt und wieder zum Schlagen bringt. Die Liebe, die sich lieber opfert, als jemanden zu verletzen. Die Liebe, die gegen die Hölle kämpfen wird, nur damit du im Himmel bleiben kannst.

Gib dich nicht mit weniger zufrieden, nur weil es gerade einfach ist. Toxische Menschen machen dich kaputt. Sie ziehen dich runter und du fühlst dich nicht wirklich wohl, auch wenn du dir das vielleicht immer wieder einredest. Ich will für mich und mein Leben sowas nicht. Ich lasse mich auf die Liebe ein und ich habe Spaß dabei.

Wenn man etwas wirklich will, dann bietet einem das Leben oft erstmal was anderes an – eine Kopie, eine Fälschung oder etwas weniger Großes. Einen kleinen, faulen Kompromiss eben und nicht das, was in deinem Herzen wirklich brennt. Nein, es ist nicht das, was du eigentlich wolltest und es ist auch nicht perfekt für dich. Es ist das, wovon du vielleicht immer geträumt hast, aber manipuliert eben – also nicht wirklich dein Traum, nur ein billiger Abklatsch.

Vielleicht sieht es wie eine Abkürzung zu deinem Ziel aus, aber es ist fraglich, was du wirklich damit erreichst. Vielleicht ist es eine Traumperson, bei der du Abstriche machen und beide Augen zudrücken musst, damit es passt oder dich auf einen faulen Kompromiss einlässt. Du bekommst genau das, worauf du dich einlässt, aber hast du wirklich davon geträumt?

Ich mache das inzwischen nicht mehr. Früher bin ich auch immer lieber den sicheren Weg gegangen und habe versucht es auch noch allen recht zu machen. Aber jetzt mache ich nur noch, was für mich und mein Leben, meine Liebe wichtig ist. Was nützt mir ein Partner, der nicht zu mir und meinem Leben und unserer Beziehung steht.

Ich liebe es gemeinsam Zeit zu verbringen, jetzt den See zu genießen, schwimmen und SUP oder Boot fahren zu gehen und abends entspannt auf dem Balkon sitzen. Einfach die Sonne auf meinen Bauch scheinen zu lassen und mich auf die Zukunft zu freuen.

Mir ist es egal, wenn andere Menschen sich gegenseitig betrügen, regelmäßig zoffen und sich vom Partner aushalten oder das Auto finanzieren lassen. Ich gehe meinen Weg und ich lasse mich nicht auf weniger ein, auch wenn das andere auch noch so verlockend und einfach aussieht. Ich stehe nicht auf halbseidene Abkürzungen oder alle paar Wochen mal einen Abend mit dem Partner. Ich lasse mich auch mich und mein Herz ein und ich folge den Dingen, die mir wichtig sind – egal wie viele Anläufe ich dazu brauche. Ich bin in den Dingen klar und einfach strukturiert und stehe dazu.

Wenn eins nicht knapp ist auf dieser Welt, dann sind’s die Dinge, die wir tun können, die Wege, die wir einschlagen und Angebote, die wir ausschlagen können.

Prioritäten setzen, klar. Das tun, was uns wirklich wichtig ist – auch klar. Denn die Sache kann schnell gelaufen sein. Wie in dem Scherz: „Ich habe eine gute Nachricht und eine schlechte“, sagte der Arzt, „Die gute: Sie haben noch einen Tag zu leben; die schlechte: Ich hab gestern vergessen, Ihnen das zu sagen“. Und welche Reue könnte schlimmer sein als die im Sterbebett, wenn wir zu viel Zeit verplempert haben mit dem, was kein bisschen zählt. Und wie können wir nicht durchdrehen, untergehen in der Flut unserer Träume, während wir gleichzeitig mehr Freizeit und mehr Kohle wollen, schwanger sein und abnehmen wollen, als Künstler und Unternehmer durchstarten, die Welt bereisen und das Zuhause verschönern wollen?

Nimm einen Zettel und schreib die 25 wichtigsten Ziele auf. Kreise deine wichtigsten fünf Ziele auf diesem Zettel ein. Nimm dir Zeit dafür. Spür in dich hinein. Nun hast du praktisch zwei Listen: Liste A mit den fünf umkreisten wichtigsten und Liste B mit den nicht umkreisten restlichen Zielen. Nach diesen Listen lebst du jetzt.

Aber versteh mich nicht falsch, denn alles, was du nicht umkreist hast, ist jetzt auf der Auf-jeden-Fall-vermeiden-Liste und diese Dinge bekommen ab sofort keine Aufmerksamkeit mehr von dir. Wenn du deine fünf Ziele erreicht hast, kannst du dich wieder damit beschäftigen. Aber vorher solltest du dich damit nicht ablenken lassen, ansonsten verzettelst du dich nur.

Leg den Fokus auf das, was dich wirklich erfüllt, etwas bedeutet, wofür es sich zu kämpfen lohnt. Das ist’s, was wir brauchen. Das Beste eben. Nicht mehr Zeit. Bis auf fünf Dinge sämtliche Vorhaben streichen, nicht nur hinter die wichtigsten schreiben. Ganz ehrlich: Wie viele Projekte hast Du gerade in Deinem Leben? Wahrscheinlich ist die Antwort: zu viele.

So geht es mir gerade auch, aber es gibt tolle Menschen in meinem Umfeld, die da sind und dafür sorgen, dass es mir gut geht und die Dinge sich endlich sortieren. Ich werde jetzt meinen Sommer am See genießen und einfach Spaß haben. Ich habe meine Prioritäten definiert und es wird gut werden.

Lass dich drauf ein, mach das Beste und hab einfach Spaß dabei. Hab dich lieb

Sieh nach vorn

Alles was passiert, kann dir beim Wachsen helfen – auch, wenn es gerade nicht so aussieht. Die Zeit arbeitet mit dir, meißelt dein wahres Ich aus dem Steinblock, wenn du sie lässt. Das kann schmerzen, sehr sogar. Ganze Brocken haut sie weg, von denen du geglaubt hast, sie würden zu dir gehören – alte Träume, Täuschungen, Beziehungen. Doch unter diesen Brocken kommt eins immer mehr zum Vorschein: Deine ureigene Kraft.

Ich kenne das nur zu genau. Denn eigentlich würde ich gerne an den guten Dingen in meinem Leben festhalten und genau so weitermachen. Aber ich habe ja beschlossen noch mal einen Schritt in meinem Leben zu machen und neu anzufangen. Dieser Neuanfang wird jetzt aber durch die Ereignisse in den letzten Monaten einfach auf den Kopf gestellt und es ist auf einmal alles anders, wie ich es so schön geplant hatte. Aber das gehört zu meinem Wachstum scheinbar dazu und ich lasse mich auf diese neuen Dinge ein. Die Angst vor der Zukunft und der neuen Verantwortung, die neue Umgebung und das neue Land – all das beschäftigt mich im Augenblick und macht mir Angst. Doch genau diese Angst zeigt mir, dass ich alles richtig mache.

Alles, was ist, vergeht. Auch die Angst. Alles, was wird, vergeht. Jeder Moment ist schon im nächsten unwiederbringlich fort, nicht mehr greifbar, nicht zu kopieren. Lass dich drauf ein. Alles verändert sich. Je mehr wir den ständigen Wandel akzeptieren und ihm ins Gesicht sehen, je weniger wir den Blick abwenden, desto leichter wird das Leben. Wir können diese Wahrheit feiern. Wir sind frei. Mehr noch: Sie erinnert uns auch an die Kostbarkeit von allem, was uns lieb ist. Unsere Gesundheit, das Lächeln des Kindes, die Massage des Partners, unsere Jobs, den Sonnenschein, die Sterne am Himmel.

Leben heißt leiden, sagen die Buddhisten. Denn wir Menschen wollen festhalten, was nicht festzuhalten ist. Haften an materiellen Dingen ebenso an wie an unseren Erwartungen und guten Gefühlen. Weil alles fließt, stehen wir früher oder später wieder mit leeren Händen da (und sogar unsere leeren Hände sind natürlich irgendwann Staub). Je mehr wir uns gegen diesen Fakt wehren und je mehr wir die schmerzhaften Gefühle vermeiden verdrängen wollen, die damit einhergehen … desto mehr haben sie uns in ihrer Gewalt.

Oft erleben wir es als Scheitern, wenn das Leben von unseren Erwartungen abweicht oder wir Schmerz erfahren. Als würden wir es einfach nicht gebacken bekommen. Als wären wir nicht gut genug. Dabei ist das Leiden nun mal ein Teil des Lebens. Es gibt kein dauerhaft „perfektes“ Leben. Für niemanden von uns. Wir können das Leben, wie es angeblich sein sollte, loslassen … und das Leben umarmen, was wir haben. Immer wieder, in kleinen Schritten.

Wir können uns verändern, an jedem Ort, zu jeder Zeit. Uns weiterentwickeln, vergeben, gelassener werden, dankbarer, stärker, uns neu erfinden. So werden wir frei von dem, was die Gedanken uns über uns und unsere Grenzen erzählen wollen. Wir können mehr auf das hören, was gerade stimmig ist für uns. Wir können eintreten in den Fluss … und uns tragen lassen.

Aber es gibt Dinge im Leben, die können wir nicht ändern. Wenn die Beziehung nicht nur in Scherben liegt, sondern in Millionen kleiner, gefährlich scharfer Splitter, die sich nie wieder zusammenkleben lassen. Wenn der Hund tot ist (vielleicht erstickt in der Handtasche), der Job verloren, die schwere Krankheit oder die ungewollte Schwangerschaft da ist… dann gibt es kein Zurück mehr. Sondern nur noch zwei Möglichkeiten. Entweder wir bleiben stehen am Grab der Vergangenheit. Oder wir gehen weiter, sobald wir soweit sind, und schreiben die nächsten Kapitel unserer Zeit hier auf der Erde.

Für die erste Möglichkeit brauchen wir … nun ja, möglichst viel Mitgefühl und Verständnis von außen. Für die zweite Möglichkeit eine neue Einstellung. Eine, die uns neue Gedanken ins Hirn pflanzt, neue Augen in den Kopf und neuen Mut ins Herz. Eine andere Einstellung, ja, gern, aber wie?

Eingestehen, dass es uns nicht gut geht. Der erste Schritt ist immer, den Kampf gegen die Realität aufzugeben. Auszusteigen aus dem Kreislauf des Wünschens, dass es anders sei als es ist, „wieder gut“ sei. Stattdessen das Eingeständnis: Zunächst mal ist es einfach nur beschissen. Die Situation ist beschissen, wir fühlen uns beschissen und hier und jetzt sieht alles so beschissen aus, als hätte eine 30 Meter große Kuh vor die Füße gekackt (oder auf uns drauf).

Diese Phase des Zulassens – so schwer das auch ist – lässt sich genauso wenig überspringen wie der riesige braune Haufen der Kuh. Alle Versuche in diese Richtung werden uns nur noch tiefer reinreiten. Denken wir an das, was der buddhistische Lehrer Jack Kornfield sagte: „Die Dinge loszulassen bedeutet nicht, sie loszuwerden. Sie loslassen bedeutet, dass man sie sein lässt.“ Ja, da ist Schmerz. Ja, da ist Traurigkeit. Ja, da ist Verzweiflung und Angst und Einsamkeit. Und nein, was passiert ist, wird nicht ungeschehen.

Verantwortung übernehmen. Der stoische Philosoph Epiktet sagte vor knapp 2.000 Jahren: „Wir Menschen werden nicht gestört oder zerstört von den Dingen, die uns wiederfahren. Sondern von unseren Gedanken und Meinungen über diese Dinge. Wenn wir wütend sind, ängstlich, enttäuscht oder traurig, lass uns das nicht anderen oder der Situation zuschreiben, sondern uns selbst, das heißt: unseren Gedanken und Meinungen.“

Die moderne Wissenschaft bestätigt das. Der US-amerikanische Psychologe und Vorreiter der kognitiven Psychotherapien Dr. Albert Ellis, konnte zeigen, dass die Reaktion von Menschen auf Ereignisse zu einem großen Teil von ihren Einstellungen bestimmt wird. Von ihrer Sicht auf das Ereignis, nicht vom Ereignis selbst. Das macht sie glücklich oder unglücklich, lässt sie wackeln, zusammenbrechen oder widerstandsfähig sein.

Im zweiten Schritt können (und sollten) wir also die volle Verantwortung für uns und unser Leben übernehmen. Beginnend bei unserer Einstellung. Die ist nämlich nichts Angeborenes, kein lebenslängliches Urteil und wir können sie trainieren. Die wenigsten Situationen sind schließlich nur schlecht. Es ist an uns, das Gute daran zu finden. Das bringt uns zum nächsten Punkt.

Fragen sind die Antwort. Unser Gehirn ist wie Google. Was wir fragen bestimmt, welche Antworten wir bekommen. Fragen lenken unseren Geist, sind wie Weichen an Schienen, die uns entweder weiter und weiter ins Unglück führen … oder in die Freiheit.

Hilfreiche Fragen sind: Was ist gut an dieser Situation? Wenn Dir nichts einfällt: Was könnte ich gut daran finden, wenn ich irgendwas gut daran finden müsste? Was kann ich aus dieser Erfahrung lernen? Wie kann ich sie nutzen für eine bessere Zukunft? Kann ich wirklich wissen, dass es wahr ist? Diese Frage kann schädlichen und unangemessenen Gedanken die Macht entziehen. Zum Beispiel „Ich werde nie wieder glücklich sein!“ oder „Was passiert ist, ist bestimmt nur eine Strafe, die ich verdient habe!“ oder „Immer ziehe ich das Pech an!“ … Wenn wir ehrlich sind, können wir gar nicht wissen, ob das stimmt. Klar ist nur, dass uns so zu denken nicht unterstützt. Was kann ich mir heute Gutes tun? Und, ganz besonders, die Übermutter aller guten Fragen: Wofür bin ich dankbar?

Diese Frage wirkt nachweislich wie ein Antidepressivum. Das haben Hirnscans an der University of California, Los Angeles (UCLA) gezeigt: „Dankbarkeit beeinflusst unser Hirn auf einer biologischen Ebene. Zuerst aktiviert Dankbarkeit – wie ein Antidepressivum – die Region im Hirn, die den Neurotransmitter Dopamin produziert, der daraufhin ausgeschüttet wird. Umso mehr, wenn wir für andere Menschen und ihr Verhalten dankbar sind, das regt nämlich die speziellen sozialen Dopamin-Kreisläufe an. Weiterhin regt die Frage – ebenfalls wie ein Antidepressivum – jene Hirnregion an, die den Neurotransmitter Serotonin produziert. Beides zusammen hebt unsere Stimmung mitunter sehr deutlich.“ Francis Bacon brachte es auf den Punkt: „Es sind nicht die Glücklichen, die dankbar sind. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.“

Positive Wörter wählen. Ich bin kein Fan von zwanghaftem „positivem Denken“ und glaube nicht, dass wir uns per „Gesetz der Anziehung“ alles beim Universum bestellen können. So schön das vielleicht auch wäre. Aber: Positiv zu sein kann uns durchaus helfen.

Nutzen wir positiv besetzte Wörter wie „Liebe“ und „Frieden“, können wir Einfluss darauf nehmen, wie unser Gehirn funktioniert, indem wir damit Areale im Frontallappen stärken und so unser logisches Denken verbessern. „Durch intensives Wiederholen positiver Worte, positiver innerer Bilder und Gefühle können sogar jene, die genetisch eher zum Unglücklichsein neigen, ihr Gehirn neu strukturieren und eine optimistischere Einstellung zum Leben gewinnen.“

Das muss überhaupt nicht immer gelingen. Jedes Mal, wo wir einen negativen, wenig konstruktiven Gedanken wahrnehmen, ihn hinterfragen und gegen einen hilfreichen austauschen, ist das eine wertvolle Sache. Mario Andretti war einer der erfolgreichsten Rennfahrer aller Zeiten. In einem Interview fragte man ihn, welchen wichtigsten Rat er angehenden Fahrern geben würde.

Seine Antwort: „Wenn du von der Straße abkommst, schaue nicht auf die Wand oder du rauschst voll hinein. Richte deinen Blick gleich wieder auf die Straße. Dein Auto fährt, wohin du schaust.“ Der Fahrer weiß, dass die Wand da ist. Er tut nicht so, als wäre nichts. Aber mit dem Wissen um das Problem richtet er seinen Blick so schnell wie möglich wieder auf das Ziel, auf den Ort, wo er hin will.

Was passiert, wenn man das nicht macht, zeigen Statistiken aus den USA. Dort gibt es auf den Highways unverhältnismäßig viele tödliche Zusammenstöße mit Telefonmasten. Obwohl diese nur in sehr großen Abständen stehen und dazwischen gar nichts ist als Weite … also auch keine Gefahr des Zusammenstoßes. Doch beim Abkommen von der Straße werden die Leute panisch. Sie konzentrieren sich auf die Masten und rasen direkt in sie hinein.

Dasselbe gilt für viele Schwierigkeiten in unserem Leben. Wir konzentrieren uns oft zu sehr auf das Problem und machen es damit größer. Ich denke da an die Sorgen und Ängste, die winzig begannen und zu Riesen wurden, wenn ich sie nur lange genug in Gedanken wälzte. Oder an die selbsterfüllenden Prophezeiungen, die allein deshalb eintraten, weil ich mit ihnen rechnete. An die vielen Male, in denen ich so um ein Problem kreiste, dass ich in meiner Verzweiflung gar keine Kraft mehr übrig hatte für die Lösung. Und an all das Gute, was ich nicht mehr sehen konnte, weil das Schwierige es in meinem Geist abdeckte wie eine große, kackbraune Plane.

Was ich lernen möchte? Meinen Kopf etwas eher zu drehen. Und an das zu denken, was aus der alten hawaiianischen Huna-Philosophie schon seit Ewigkeiten bekannt ist: Die Energie folgt der Aufmerksamkeit.

Erinnern wir uns daran, wenn wir mal wieder tüchtig herausgefordert werden: „Leben ist 10%, was passiert, und 90%, wie wir damit umgehen.“ Nicht alles, aber doch eine ganze Menge haben wir in der Hand.

Deshalb sieh nach vorn, hab Spaß und lass dich drauf ein.

DREAM BIG

Erfolg hat nichts mit Glück zu tun. Ich begegne manchmal materiell sehr reichen Menschen, die an innerer Armut leiden. Ich treffe Menschen, die reich geboren wurden und alles verloren haben. Es gibt bettelarme Hochbegabte, sehr erfolgreiche Durchschnittsbegabte oder die Menschen, die es schaffen sich von ganz unten an die Spitze eines erfolgreichen Unternehmens zu arbeiten oder es selbst aufbauen. Man braucht dafür keine speziellen Talente oder günstige Startbedingungen.

Du musst nur wissen, was du willst. Du musst langfristig Zeit und Energie in den Weg zum Erfolg investieren. Du musst bereit sein, Fehler zu machen, dich selbst in Frage zu stellen und dich oder die Situation verändern. Du musst die Dinge von ganzem Herzen wollen und dich von Hindernissen nicht aus dem Tritt bringen lassen. Hab keine Angst, wenn du etwas wirklich willst, dann werden sich die richtigen Wege finden. Ängste gehören dazu. Nimm sie an, durchdenke sie bis zur letzten Konsequenz und glaub an dich und deinen Weg.

Du brauchst keine Erlaubnis um erfolgreich zu sein. Wie oft hast du schon deine Freundin, eine Kollegin, deinen Partner, deine Eltern, deine Schwester, deinen Bruder, usw. um Erlaubnis gefragt? Ja, sicher sogar auch schon deinen Coach oder Mentor. Der Punkt dabei ist jedoch – du brauchst nicht zu fragen. Du brauchst nicht auf deren Antwort zu warten. Denn wenn du es wirklich willst, willst du es ohne dies tun. Wenn nicht, dann sagt dir dein Bauchgefühl, du sollst es lassen. Das ist bei mir immer der Fall.

Wann immer du andere vorschiebst und darauf wartest, dass sie dich bestätigen – egal ob im Positiven oder Negativen – gibst du die Verantwortung und Kontrolle ab. Es ist anschließend so leicht zu sagen – oder auch nur heimlich zu denken – hätte ich doch darauf gehört! Die Entscheidung gehört dir. Doch niemand kann dir deine Entscheidung letztlich abnehmen. Besser also, du stützt sie gleich auf das, was DU wirklich willst. Was dir tatsächlich wichtig ist.

Vielleicht glaubst du noch, dass du dieses Zureden oder Abraten brauchst – doch was du wirklich brauchst, wenn du das Spiel gewinnen willst, ist: Die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen. Doch niemand kann dir beantworten, was deine innere Stimme dir längst sagt. Was du im Inneren längst weißt. Fang an, darauf zu hören. Es ist alles bereits da!

Hör auf, um Erlaubnis zu fragen, ob die Entscheidung die richtige ist, der Mann an deine Seite passt, du wirklich ein Kind bekommen willst, du mit deiner Freundin reden sollst, du noch warten sollst, der Zeitpunkt der richtige ist, du alles aufgeben und ein neues Leben anfangen sollst, du gut genug bist, du die Dinge doch anders machen solltest oder oder oder..?

Diese Rückversicherung bringt dir rein gar nichts! Sie macht dich nicht mutiger. Das glaubst du nur. Sie macht dich nicht stärker. Das bildest du dir nur ein. Sie sorgt auch nicht dafür, dass du sicherer bist. Das ist bloß Wunschdenken und die Angst, dich falsch zu entscheiden.

Wenn es jedoch eine Art Wunderwaffe gibt, die erfolgreiche Menschen heimlich in sich tragen, dann ist es die Kunst, Entscheidungen zu treffen. Und egal wie sie ausgehen, daraus zu lernen. Zu den Entscheidungen zu stehen und die Einstellung zu besitzen, niemals darüber nachzudenken, was gewesen wäre, wenn sie sich anders entschieden hätten. Sie nehmen jedes Ergebnis als Feedback an. Es stärkt sie. Hilft ihnen, immer noch bessere Entscheidungen zu treffen. Was sie damit stärken, ist ihre eigene Intuition. Die Fähigkeit, sich selbst zu vertrauen und ihr eigener, bester Ratgeber zu werden.

Die schlimmste Entscheidung ist immer die, die du nicht triffst. Dein Warten. Dein Zögern. Deine Unsicherheit. Das kostet dich unendlich viel Erfahrung. Du selbst, und zwar nur du, bist für deine Entscheidungen verantwortlich. Sei bereit, diese Verantwortung auch zu übernehmen. Mach dir diesen feinen Unterschied bewusst zwischen (unbewusst) um Erlaubnis fragen und Essenzielles zu besprechen.

Du weißt längst, dass du diese Art der Erlaubnis nicht brauchst. Ja, vielleicht wäre der andere Weg der bessere. Kann sein.

Was, wenn du einfach alles tun könntest, was du willst? Wenn du alles umsetzen könntest, was an Ideen in dir herumschwirrt? Wenn du einfach alles realisieren würdest, was als klares JA aus dir herauskommt? Jede Idee. Jede Vision. Jeder Impuls. Jeder Text. Jede Message. Jeder Preis. Jedes Angebot. Jeder nächste Schritt. Und was, wenn du all das einfach tun würdest, ohne jemals wieder um Erlaubnis zu fragen? All das, wovon du spürst, dass es richtig ist? Was dann?

Du würdest herausfinden, dass das der einzige Weg ist, DEINEN Weg zu gehen. Und jetzt geh raus und mach dein Ding. DEINS. Weil du dich entscheidest. DREAM BIG

Verschwende deine kostbare Zeit nicht damit, Menschen zu überreden, die etwas anderes wollen als du. Gehe keine Wege ohne Herz. Hör auf in Geschäfte ohne Sinn zu investieren. Sei nicht mehr hart mit dir oder anderen. Hör auf für etwas zu grollen, was lange vorbei ist. Vor allem hör auf dich über etwas zu sorgen, was du nicht kontrollieren kannst. Sitze geistlose Gespräche nicht mehr aus. Lass deine Verletzbarkeit zu.

Investiere deine kostbare Zeit in Wege mit Herz und Beziehungen zu Menschen, die einem ähnlichen Seelenauftrag folgen. Lass dich auf Jobs und Projekte ein, die Menschen glücklicher machen. Führe lieber geistreiche, heilsame, witzige, erotische, provokante, erweckende Gespräche. Genieße gesunde Selbstironie. Lass Milde & Vergebung in deinem Leben walten, mit dir und allen anderen. Nimm dir Zeit für wahren Genuss und besondere Momente. Lebe dein Leben nach deinen eigenen Regeln und Wünschen und mach dich von Niemandem abhängig.

Mach deine Träume wahr und lass dich auf all die Risiken ein, die damit verbunden sind. Carpe diem. „Das Leben gehört dem Lebendigen an, und wer lebt, muss auf Wechsel gefasst sein.“ Goethe

Leben ist Veränderung – alles klar, bin dabei. Aber bitte nur, wenn die Veränderung a) exklusiv von mir gesteuert wird oder b) hollywood-like und zu meinen sofort ersichtlichen Gunsten geschieht. Sie könnte zum Beispiel einen Flatscreen gigantomanischen Ausmaßes mitbringen, eine saftige Gehaltserhöhung oder – ach, komm, wenn wir schon bei Veränderung sind, warum nicht gleich klotzen, statt kleckern? – einen Lottogewinn. Ich nehme auch gerne einen Gewichtsverlust von fünf Kilo über Nacht, begleitet von ein paar ansehnlichen Bauchmuskeln. Ich nehme den Traumprinzen. Den Traumjob in der Stadt, in der ich schon leben wollte, als ich noch ein kleines Mädchen war. Ich nehme im Grunde alles, was mein Leben auf Knopfdruck besser macht, inklusive der dazugehörigen Gefühle. Endorphin, Serotonin – her mit euch im Dauer-Abo!

Ansonsten ist, was mich angeht, sämtliche Veränderung eher unerwünscht. Meine Tür ist zu, und die Veränderung soll gefälligst draußen bleiben, schön in Entfernung. Sobald mein Leben Kurs auf Veränderung nimmt, habe ich zuerst einmal nur eines: die Hosen voll. Unfassbare, lähmende, panische Angst. Angst, die Dinge, die ich bisher kannte, die aufzubauen, einzurichten, sicherzustellen mich Zeit und Kraft gekostet haben, zu verlieren. Angst, etwas bis an mein Lebensende zu betrauern und zu vermissen. Angst, dass das Neue nicht so gut sein könnte wie das Alte. Angst, zu bereuen.

Denn machen wir uns nichts vor: Veränderungen sind eben nicht immer nur positiv wie geschrieben von liebestrunkenen Hollywood-Drehbuch-Autoren auf Happy Pills; beziehungsweise braucht es oft viel Zeit, auch in einer eher negativen Veränderung irgendwann etwas Positives sehen zu können. Veränderungen können weh tun. Uns möglicherweise etwas abverlangen, was uns (jetzt noch) undenkbar erscheint.

Fakt ist aber auch: Veränderungen warten nicht draußen. Sie kommen. Sie rollen über uns hinweg. Machen uns platt. Und wir können nichts dagegen tun – höchstens: lernen, mit ihnen umzugehen. Uns auf sie einzustellen. Die Welle reiten, ohne sofort in kalter Panik zu ertrinken. Und zwar so:

Achten wir auf unsere Gefühle. Erfassen wir sie. Wenn wir Angst oder Aufregung empfinden, nehmen wir sie wahr. Nehmen wir unsere Gedanken wahr, die Reaktionen unseres Körpers. Und dann: Benennen wir sie. Je klarer wir unseren Zustand für uns selbst definieren können, desto einfacher wird es uns fallen, darauf zu reagieren und damit umzugehen.

Naturgemäß ist Veränderung ein unerlässlicher Prozess. Wenn man sich mal überlegt, dass es die Welt – im rein evolutionären Sinne – so wie wir sie kennen, gar nicht geben würde, wenn sich Bakterien (oder was auch immer die Ursprungsform unseres Lebens gewesen ist) vehement gegen Veränderungen gesträubt hätten, ist es doch eigentlich verwunderlich, wieviel Angst sie uns manchmal macht. Veränderung ist Entwicklung, ist Fortschritt.

Denken wir an all die Situationen in unserem Leben, in denen sich die Dinge geändert haben. Situationen, die uns im ersten Moment überfordert haben. Weißt du noch? Damals, der Wechsel von der Grundschule auf die weiterführende Schule. Die Angst, in der neuen Klasse nicht anzukommen, keine Freunde zu finden. Oder damals, nach dem Schulabschluss. Erwachsen solltest du nun sein, gefühlt von einem Tag auf den anderen. Ausziehen von zu Hause. Allein in die neue Stadt. Die Ausbildung oder das Studium beginnen. Klarkommen ohne Mutti und Vati. Später diverse Job- und Partnerwechsel, und immer wieder die Frage: Ist es richtig? Oder der Tag, an dem der Schwangerschaftstest die zweite Linie angezeigt hat, die unmissverständlich darauf beharrte, dass du ab jetzt Verantwortung tragen müsstest. Vielleicht sogar der ein oder andere Abschied, der unerwartet kam. Für den du nicht bereit warst. Das erste Weihnachtsfest, bei dem ein Stuhl leerblieb und ein Gedeck weniger auf dem Tisch stand. Erinnerst du dich? Vieles in deinem Leben ist ohne Dein Einverständnis geschehen, und vieles war dabei, mit dem du dich niemals freiwillig einverstanden erklärt hättest. Und das war schwer, es hat dich innerlich zerfetzt. Aber du hast es geschafft. du warst stark, und du wirst auch jetzt stark sein.

Entscheiden wir uns dafür, Neuem nicht automatisch – aus Angst oder Bequemlichkeit – mit Argwohn zu begegnen. Versuchen wir, offen zu sein. Wie Thomas D. in seinem Song „Uns trennt das Leben“ fragt: „Was würden wir erfahren, wenn wir alles vorher wüssten?“ Richtig: gar nichts. Wie trist wäre das Leben, wenn wir bei Status quo einfach stehenbleiben würden? Wäre das überhaupt noch ein Leben? Oder wären wir dann – Evolution hin oder her – eigentlich doch wieder auf stumpfem Einzeller-Niveau?

Ruhigbleiben, abwarten. Ein schlauer Mann erinnerte mich kürzlich, als ich selbst mal wieder voller Veränderungs-Panik eskaliert bin, an Michael Endes Geschichte „Jim Knopf und der Scheinriese“. In dieser Geschichte gibt es Herrn Tur Tur, der auf Entfernung gewaltig und unheimlich wirkt – ein Riese eben. Je weiter man sich ihm allerdings nähert, desto kleiner wird er. Mit unserer Angst ist es oft genauso. Im Kopf ist sie ein gewaltiges, fieses Monster. Nähern wir uns ihr an, hinterfragen wir sie, arbeiten wir mit ihr, stellen wir dann jedoch oft fest, dass es im Erleben gar nicht so schlimm ist wie in den Horrorgeschichten, die unser Kopf ausgebrütet hat. (An dieser Stelle übrigens noch mal: Danke, schlauer Mann!)

Sehen wir Veränderungen als Chancen. Als Menschen sind wir Gewohnheitstiere, die sich oft nur unter Zwang aus ihrer Komfortzone herauswagen (besonders, wenn es in der Komfortzone noch eine bequeme Couch und ein Netflix-Abo gibt). Was aber, wenn da draußen noch etwas Besseres auf uns warten würde? Was, wenn wir die Veränderung nicht als genickbrechendes Schicksal ansehen würden, sondern als Wegweiser, der uns dahinbringt, wo wir eigentlich hingehören. Und hätten wir nicht selbst dann schon gewonnen, wenn dieser Weg uns nur ein Stückchen weiter zu uns selbst führen würde?

Und jetzt gehen wir raus und machen unsere Träume wahr.

Aus dem Herzen

Wenn das Ziel nur erstrebenswert genug scheint, fällt es uns oft verhältnismäßig leicht, uns einen Ruck zu geben. Kampfparolen gehen uns leicht über die Lippen. Sie werden uns von Vorgesetzten entgegen gerufen, nachdem die sie auf ihrem Führungskräfteseminar auswendig gelernt haben. Sie werden uns von den Titelseiten diverser Selbstoptimierungs-Ratgeber oder von den Bühnen großer Motivations-Coaches entgegengebrüllt. Manchmal flüstern sie uns auch Familienmitglieder, Freunde oder der Partner liebevoll ins Ohr. Und wenn alles nichts hilft, dann gibt es immer noch unseren eigenen inneren Antreiber, der uns wie ein Drill-Instructor „Lauf, Schwabbel, lauf“ ins Gesicht schreit. All diese Stimmen – geschrien oder liebevoll geflüstert – können uns den notwendigen Schubs geben, damit wir loslaufen und den ersten Schritt machen hin zum großen Ziel. Doch oft geht uns trotzdem schon bald wieder die Puste aus. Der Tank ist leer, unser innerer Motor röchelt und stottert. Nach einer Weile bleiben wir stehen.

Es ist ein Trauerspiel. Obwohl wir unzählige Selbsthilferatgeber inhaliert, den Badezimmerspiegel mit motivierenden Sprüchen tapeziert und eine Armada Motivations-Coaches in Youtube-Videos uns inspiriert haben, ist der Ofen plötzlich aus. Wir halten auf freier Strecke und fühlen uns hilflos, weil alles irgendwie nichts nützt. Doch dabei übersehen wir oft das Allerwichtigste: uns selbst. All die Motivationssprüche, das Anfeuern und das gute Zureden sind nämlich letztendlich nur wie der Versuch, ein Auto von außen anzuschieben. Die Räder drehen sich, doch es fehlt jemand im Inneren, der den Motor zum Leben erweckt. Wenn uns im Inneren nichts wirklich antreibt, mögen wir uns zwar von der Stelle bewegen, doch unser volles Potenzial können wir auf diese Art wahrscheinlich kaum entfalten.

Es reicht nicht aus, nur ein vermeintlich erstrebenswertes Ziel vor Augen zu haben. Selbst dann, wenn wir etwas für ein gutes Ziel halten, bringen wir nicht immer die Motivation und die Ausdauer auf, es auch zu erreichen. Studien belegen, dass selbst das Risiko des eigenen Todes nur die wenigsten zum Handeln motivieren konnte. Das Wissen darum, dass ein Ziel wirklich erstrebenswert ist, reicht also nicht zwangsläufig aus, damit wir auch die Ausdauer aufbringen, es wirklich zu erreichen. Selbst wenn die Motivation anfangs noch so groß ist. Was in diesem Fall fehlt, ist schlicht ein guter Grund, warum wir dieses Ziel erreichen wollen – eine tiefe Intention.

Eine Intention ist etwas, das über den Verstand hinausreicht, das vielleicht sogar größer ist als wir selbst. Sie geht mit verschiedenen „Symptomen“ einher, eines davon ist Begeisterung. Forscher an der Universität Göttingen fanden heraus, dass es nur im Zustand echter Begeisterung zu einer Aktivierung des Belohnungssystems im Mittelhirn kommt. Das wiederum ist die Bedingung dafür, dass sich die Bereitschaft für Höchstleistungen überhaupt erst einstellt. Wenn wir also von etwas nicht so fest überzeugt sind, dass sich echte Begeisterung einstellt und unser Herz mit an Bord ist, wird es immer unwahrscheinlicher, dass unsere Motivation ausreicht, um das Ziel zu erreichen.

Beispiele für diesen Effekt finden wir beinahe überall, wenn wir danach suchen. Warum reißen die Menschen Apple die teuren iPhones förmlich aus den Händen, während Nokia den Laden inzwischen dicht machen kann (und das, obwohl die Nokia-Handys uns den Spielekracher „Snake“ beschert haben)? „Menschen kaufen nicht, was man herstellt; sie kaufen, warum man etwas herstellt“, sagt Ted-Talker Simon Sinek, der auch Autor des Buches „Start with why“ ist. Wenn zwei motiviert sind, gewinnt derjenige, der inspiriert ist, so Sinek. Wer also für seine Sache brennt, kann nicht nur sich selbst besser anfeuern, sondern er hat auch die Kraft, andere zu entflammen.

Vielleicht ist aber das Beste an der Sache, dass es Dir, sobald Du weißt, warum Du etwas wirklich tust, gar nicht mehr so wichtig ist, irgendein fernes Ziel zu erreichen. Denn dann erfüllt es dich bereits, dich auf dem Weg zu befinden. Der Rapper, Coach und Buddhist Curse teilt in seinem Podcast „Meditation, Coaching & Life“ eine Geschichte, die ihm sein buddhistischer Lehrer einmal erzählt hat.

Dieser hatte schon immer eine Neigung zur Musik, verbrachte seine Jugend aber in einem buddhistischen Kloster, in dem nur bestimmte Instrumente erlaubt waren. Es waren genau die Instrumente, die ihn nicht interessierten. Also machte er heimlich mit den „nicht-religiösen“ Instrumenten Musik – bis seine Machenschaften eines Tages entdeckt wurden. Der Eintrag ins buddhistische Klassenbuch blieb aber glücklicherweise aus, der Lehrer hatte Verständnis. Nicht die Instrumente selbst machten nämlich die Musik heilig, sagte er, sondern die innere Motivation, mit der sie gespielt würden. Wenn wir etwas mit vollem Herzen tun, dann ist das an sich bereits eine Art „heiliger Akt“, dann kann etwas „Magisches“ entstehen. Oder etwas profaner ausgedrückt: Dann sind wir richtig gut. Dann stellt sich auch viel eher das Gefühl ein, sich auf dem „richtigen Weg“ zu befinden.

Die Dinge, die wir wirklich von Herzen erreichen wollen, sind schon längst in uns. Wir denken sie uns nicht aus, wir planen sie nicht. Und es ist unerheblich, ob uns das Universum vermeintlich dafür eigens auserwählt hat (vermutlich nicht) oder ob wir etwas einfach nur so, so gerne wollen. Dann ist nur noch wichtig, dass wir losgehen. Das können wir guten Gewissens tun, denn die Erfolgsaussichten sind ja erwiesenermaßen bereits viel höher. Wir müssen nur wissen, warum.

„Wer ein Warum hat, kann fast jedes Wie ertragen“, sagte Friedrich Nietzsche. Möglicherweise müssen wir aber auch im Gesamten viel weniger ertragen, wenn unser Warum uns trägt.

Egal wo wir hin wollen – wir müssen uns dafür bewegen und sobald wir in Bewegung sind, bewegen sich alle anderen. Doch gerade jetzt, in diesen Wochen, in diesem Jahr, hat die Welt mal die Pause Taste gedrückt. So vieles ist passiert in den letzten Wochen, woran sich die meisten auch noch in Jahren erinnern werden.

Und doch hatte jeder die Wahl: Für sich selbst Pause zu drücken oder die Play-Taste. Sitzen zu bleiben oder aufzustehen!

Aufzustehen in einer Zeit, in der viele in der Schockstarre waren.
Aufzustehen in einer Zeit, in der viele gelähmt waren und sind.
Aufzustehen in einer Zeit, in der sich so viele zurückgelehnt hatten.

Take a stand! Für dich. Für andere. Für uns! Ich bin nicht sitzen geblieben. Ich habe weitergelebt. Habe weiter gelernt. Habe mein Leben weiter ausgebaut. Habe meinen Teil beigetragen. Du hast auch die Wahl. Sitzen zu bleiben oder aufzustehen. Und zwar immer wieder. Jeden Tag auf’s Neue.

So unwirklich die Zeiten auch manchmal schienen – ich habe es gerockt und ich bin dankbar für diese Erfahrung. Sie hat mich wachsen lassen und mir tolle, neue Dinge und Menschen gezeigt. Ich habe mein Vertrauen in die Dinge wiedergefunden und ich vertraue auf mich und meine Stärke. Es ist ein wunderbares Projekt in mein Leben gekommen und ich lebe jetzt an einem wunderbaren Ort. Ich habe den See direkt vor meiner Haustür.

Komm in deine Größe. Komm in dein Potenzial. Spür die unendliche Kraft in dir. Diese Stimme in dir. Die da ist. Schon immer da war. Sie ist dein Potenzial! Steh auf für sie. Für dich und lebe! Wenn du dies liest, dann weil du jemand bist, der die Welt verändern will, jemand, mit großen Visionen und großen Zielen, jemand, der etwas bewegen will, ein Movement. Jemand, der Spuren hinterlassen will. Jemand, der alles will. Aber manchmal fühlt sich das auch schwer an, anstrengend. Du machst, was zu tun ist, du siehst deine Erfolge … aber du spürst, da wartet noch mehr auf dich.

Was ich mit Sicherheit weiß ist, dass du alles erreichst, wenn du bereit bist den Weg zu gehen und dich darauf einzulassen. Egal ob du ein bestimmtes Plateau in deinem Business erreicht hast, oder dir deine Arbeit nicht mehr die Erfüllung bringt wie früher, vielleicht bist du irgendwie gelangweilt, hast das Gefühl, die Energie ist grad nicht da, vielleicht läuft es im Moment nicht so einfach oder mit der Motivation. Der Grund ist meistens, weil’s noch was für dich zu tun gibt.

Aber die echte Veränderung, den wirklich großen Sprung, mache ich immer wieder dann, wenn ich nach innen schaue. Die Momente, an denen ich bemerkt habe, dass ich eher versucht habe, zu sein wie jemand anderer, anstatt ich selbst, als ich Zielen nachgelaufen bin, weil ich dachte, sie gäben mir quasi die „Berechtigung“ zur nächsten Stufe … das waren jeweils die Momente, wo ich beschlossen hatte, etwas anderes zu tun.

Jeder große Moment. Jedes neue Kapitel fängt an mit einer starken, bewussten Entscheidung. Wann immer wir ein neues Kapitel aufschlagen (und gerade jetzt fängt ein verdammt großes an), haben wir die Chance, es genau so zu gestalten, wie wir es wollen.

Und zwar von dir selbst, aus dem Wunsch heraus die eigene Vision wahr zu machen. Lass dich drauf ein und zieh es durch. Nur, wenn du dir dafür den Arsch aufreißt, jeden Tag aufs Neue – egal wie viele Steine sich auch in deinen Weg legen – wirst du ankommen. Dazu gehört der unbedingte Glaube an dich selbst und dein Ziel.

Der Wunsch, dass wirklich jeder ausnahmslos versteht, dass wir ohnehin jeden Tag, alles Große, Kleine, Besch*** und Unnötige selbst manifestieren. Und dass wir, wenn wir es mit Intention und bewusst machen, so viel mehr Kontrolle und Verantwortung übernehmen, für dieses eine Leben.

Es ist, um dir zu zeigen, wie viel Potenzial du hast.
Es ist, um dir zu zeigen, wie viel Kraft du hast.
Es ist, um dir zu zeigen, wie deine wahren Träume und Ziele aussehen.
Es ist, um dir zu zeigen, dass du jedes Kapitel komplett neu gestalten kannst.

Weil du eben ALLES sein, haben und tun kannst. Ich glaub an dich.

Same procedure

Ich bin – wie vermutlich viele andere auch – mit einer bestimmten Silvester-Tradition aufgewachsen. Am Nachmittag versammelte sich die ganze Familie vor dem Fernseher, um „Dinner for One“ zu schauen. Bis heute kann ich mich köstlich darüber amüsieren, wie Butler James immer wieder über den Kopf eines Tigerfells stolpert, das genau auf seinem Weg zwischen der Anrichte und dem Tisch liegt. Man muss dem alten Butler zwar anrechnen, dass er am Ende ziemlich betrunken ist. Aber trotzdem, mal ehrlich: Warum kriegt er es nicht gebacken, diesem Tigerschädel auszuweichen – wenigstens beim dritten Mal?

Wenn ich auf mein Leben schaue, fallen mir auch einige Stolpersteine ein, über die ich wieder und wieder gefallen bin: einige Kater vom guten Wein, verkappte Traumprinzen, die letztlich doch nur Mistkröten waren. Freundinnen, denen ich mein Herz ausschüttete und die letztendlich drauf herumtraten. Warum werde ich in meinem Leben eigentlich immer wieder mit demselben Mist konfrontiert?

Deswegen setzt uns das Leben immer wieder die gleichen Probleme vor die Nase. Eigentlich mögen wir ja Wiederholungen, Traditionen und Rituale. Ich bin da keine Ausnahme und ich liebe meine Rituale und Routinen. Man kann sich auf sie verlassen, sie geben uns Halt, hüllen uns in Geborgenheit. Jedes Jahr im Dezember ist Weihnachten, an unserem Geburtstag gibt es Geschenke, nach sieben Tagen kommt der nächste Freitag. Jeden Morgen starte ich mit denselben Dingen und Abläufen in den Tag und das gibt mir Kraft. Nach dem Aufstehen nehme ich mir Zeit, ordne meine Gedanken und bereite mich auf den Tag vor. Wahrend mein Tee zieht prüfe ich meine Liste für den Tag, was sind die Prioritäten und was fehlt noch, anschließend gehe ich duschen, mache mich fertig und fahre auf die Baustelle oder ins Büro. Während der ersten Tasse Tee bin ich mit mir und dem beginnenden Tag allein, da ist noch kein Stress und ich genieße meine Zeit einfach.

Zum Problem wird es nur, wenn unser Leben zu stark in Routinen abläuft oder anders ausgedrückt: wenn der Autopilot dauerhaft am Steuer sitzt … und in die falsche Richtung fährt. Zwar navigiert uns der Autopilot sicher durch unseren Alltag, doch er fährt immer nur auf der Straße, die er bereits kennt. Und die ist oft genug gepflastert mit Problemen, schlechten Angewohnheiten und einer bunten Auswahl negativer Gedankenspiralen.

Die Lösung scheint ganz naheliegend: Den Autopiloten ausschalten. Doch das ist gar nicht so einfach. Dass wir das Steuer aus der Hand gegeben haben, ist uns schließlich oft gar nicht bewusst. Dann laufen – bzw. fahren – wir den immer selben Zielen hinterher, die uns doch nicht glücklicher machen werden. Und die alten uns nur zu gut bekannten Probleme tauchen dann wieder und wieder am Fenster auf. Darum geben wir die Kontrolle ab, dass wir uns vom Autopiloten durch unser Leben kutschieren lassen, entscheiden wir selten bewusst und unter der Haube spielen sich oft noch weitere Dinge ab, die uns vom beherzten Griff ans Steuer abhalten.

Wir hängen an unserer vermeintlichen Identität. Irgendwann im Laufe unseres Erwachsenwerdens formen wir uns in der Regel eine Identität, ein Selbstbild. Wir glauben, dieses Selbstbild sei das, was uns nun mal ausmacht und wir hängen daran. Denn selten hinterfragen wir unser Selbstbild in allen Einzelheiten, stellen jede unserer vermeintlichen Eigenschaften auf den Prüfstand. Wir schleppen etwa negative Glaubenssätze mit uns herum, die wir vielleicht schon in frühester Kindheit ungefragt übernommen haben und glauben wir wären „nun mal so“. Das stimmt auch – zumindest, solange wir nichts verändern.

Wir wollen uns schützen. „Gebranntes Kind scheut das Feuer“ heißt es und fast jeder von uns hat sich einmal die Finger an etwas verbrannt. Oft glauben wir unterbewusst, uns vor solchen Erfahrungen schützen zu können, wenn wir uns auf nichts mehr einlassen. Lieber keine Liebe, als verletzt werden. Lieber keine Beförderung, bevor wir uns noch blamieren. Lieber keine Freundschaft, bevor unser Vertrauen missbraucht wird. Lieber misstrauisch bleiben, statt enttäuscht zu werden. Lieber keinen Sex, statt ungewollt schwanger zu werden. Ja, das ist schon ein Erlebnis, wenn man das feststellt, besonders, wenn der Typ sich nie wieder meldet. Diese vermeintliche Sicherheit beraubt uns jedoch gleichzeitig der Chance auf eine positive Erfahrung.

Neue Wege machen uns Angst. Ganz tief in uns drin wissen wir meist, wohin wir im Leben wollen. Da ist eine leise Stimme, die uns ins Ohr flüstert oder ein „Bauchgefühl“. Wir wollen nur manchmal nicht hinhören. Weil das unbequem ist, weil wir Gegenwind von anderen befürchten oder weil wir uns nicht zutrauen, dass wir es schaffen können. Unbewusst sind uns dann die alten, aber immerhin vertrauten Probleme, manchmal lieber. Lieber lassen wir uns erneut auf eine Beziehung ein, obwohl wir genau wissen, dass wir sie wieder vor die Wand fahren werden, nur weil es so vertraut ist – außerdem ist man nicht allein.

Der Weg zu dem, was uns glücklich macht, ist selten ganz leicht, denn er führt meistens direkt aus unserer Komfortzone heraus. Dass stresst uns und macht Angst. Die Natur hat es aber so eingerichtet, dass wir in einer stressigen Situation Energie frei setzen. Unser Puls erhöht sich, der Blick schärft sich, unser Kopf fokussiert sich – im besten Fall auf das Ziel, das wir uns selbst ausgesucht haben. Das fordert Kraft und oft müssen wir über mehr als nur unseren eigenen Schatten springen. Aber nur so erkennen wir auch, wozu wir wirklich fähig sind.

Mit dem Steuer in der Hand weg von den wiederkehrenden Problemen. Mit einem Knopfdruck ist der Autopilot nicht auszuschalten. Doch möglich ist es zum Glück immer.

Das Ziel wählen. Wer die Richtung ändern will, der muss sich zuerst darüber klar werden, wo es hingehen soll. Oft schlummert die Antwort bereits in uns. Unsere tiefsten Wünsche zeigen sich manchmal nur in einem komischen Bauchgefühl, einer Spinnerei, einem Tagtraum und wir tun diese Signale als belanglos ab. Dafür haben wir ja auch oft „gute Gründe“ (zu teuer, zu schwer, zu …). Wenn wir unserem Leben eine neue Richtung geben wollen, weg von den immer selben Problemen, können aber gerade diese beiläufigen Gedanken und Gefühle wertvolle Hinweise sein. Wir sollten sie daher nicht nur wahr- sondern auch ernst nehmen.

Meter für Meter. Der Anfang ist es, der uns am meisten Angst macht. Der ganze Weg liegt vor uns, wir sorgen uns, ob unsere Kräfte reichen werden und um mögliche Hindernisse. Ist der erste Meter geschafft, wird es meistens schon leichter. Der Straßenkehrer Beppo sagt zu seiner Freundin Momo im gleichnamigen Buch:

„Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken. Man muss immer nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Dann macht es Freude; dann macht man seine Sache gut. Auf einmal merkt man, dass man Schritt für Schritt die ganze Straße gemacht hat. Man hat gar nicht gemerkt wie, und man ist nicht außer Puste.“

So können wir es auch machen. Wenn wir die ganze Straße in kleine Schritte zerlegen, brauchen wir immer nur an den nächsten zu denken. Wenn Du die Richtung ändern willst, hilft es vielleicht, Dich zunächst nur zu fragen: Wie könnte mein erster Schritt aussehen?

Lass die Angst im Straßengraben zurück. Angst ist häufig nur eine (ziemlich fiese) Illusion, die uns von dem abhält, was wir wirklich wollen. Ein Auszug aus einem Text der Poetry-Slammerin Julia Engelmann, hilft mir oft dabei, klar zu sehen, wenn mir die Angst den Blick verstellt: „Unsere Tage gehen vorbei – das wird sowieso passieren. Und bis dahin sind wir frei. Und es gibt nichts zu verlieren.“ Letztendlich haben wir, fürs Erste, nur dieses eine Leben. Wir können versuchen, es nach unseren Wünschen zu leben … oder nicht.

Stolpersteine werden uns auf jedem Weg begegnen. Entweder sind es immer wieder dieselben oder welche, die wir vielleicht noch nicht kennen. Das Wichtigste ist wohl, dass wir nach dem Stolpern hinsehen, uns aufrichten und daraus lernen. Und dann merken wir vielleicht auch, dass es kein Tiger war, der uns zu Fall gebracht hat, sondern nur ein ausgestopfter Bettvorleger.

Warum überhaupt etwas Neues anfangen, wenn wir in der Vergangenheit doch längst bewiesen haben, dass wir Versager sind? Wir nehmen also ein einzelnes Ereignis aus unserer Vergangenheit als Grundlage und leiten daraus eine universelle Regel ab. Bei genauem Hinsehen ist das jedoch ziemlich verrückt. Nur, weil du gestern Kopfschmerzen hattest, muss es nicht heißen, dass du nun jeden einzelnen Tag deines Lebens Kopfschmerzen haben wirst. In Bezug auf unsere vergangenen Fehlschläge verfallen wir jedoch komischerweise auf die irrige Annahme, es würde unser Leben lang immer so weiter gehen.

Dabei sind Fehlschläge eigentlich ein ganz wesentlicher Bestandteil des Prozesses hin zum Fortschritt. Edison, der Erfinder der Glühbirne, scheiterte angeblich sogar 1000 Mal. Trotzdem gab er die Hoffnung nicht auf. „Ich bin nicht gescheitert. Ich kenne jetzt 1000 Wege, wie man keine Glühbirne baut“, soll er einmal gesagt haben. Wie wir heute wissen, erfand er die Glühbirne letztendlich doch. Was Edison von denen unterschied, die nach 999 Fehlschlägen alles hingeworfen hätten? Er besaß offenbar ein sogenanntes Growth-Mindset, ein dynamisches Selbstbild. Menschen mit einem Growth-Mindset glauben, dass sie sich jederzeit weiterentwickeln und Neues lernen können, wenn sie nur genug Arbeit hineinstecken oder beharrlich üben. Diejenigen mit einem statischen Selbstbild, vertreten hingegen eher die Auffassung, dass Talent nun mal angeboren und unveränderlich ist. Das Gefährliche: Menschen mit statischem Selbstbild neigen dazu, ihren Selbstwert an ihren vermeintlichen Talenten zu messen. Fehlschläge – vor allem in Disziplinen, in denen sie sich für kompetent halten – verunsichern sie so sehr, dass sie oft keinen weiteren Versuch wagen. Ein typischer Fixed-Mindset-Satz wäre: „Vielleicht kann ich das doch nicht so gut, wie ich dachte“.

Studien belegen, dass Mindset zu einem Großteil anerzogen ist. Sogar die Art und Weise, wie wir als Kinder gelobt werden, kann Einfluss darauf haben. Wer bei einem fehlerfreien Diktat gleich zum „Rechtschreibgenie“ erhoben wird, der neigt möglicherweise dazu „Gute Rechtschreibung“ als Talent zu sehen. Das erhöht wiederum den Druck, in dieser Disziplin auch künftig immer gut sein zu müssen. Wer hingegen eher so etwas wie „Da hast Du Dir aber richtig Mühe gegeben – gut gemacht!“ hörte, der lernte, dass die gute Note das Ergebnis von Übung war und neigt auch später dazu, beharrliche Übung als Grund für den eigenen Erfolg zu sehen. Jetzt als Erwachsene loben und tadeln wir uns oft noch genau so, wie wir es als Kinder gelernt haben. Und wenn wir uns jetzt umprogrammieren wollen, müssen wir auch hier ansetzen: Bei der Art wie wir mit uns selbst reden. Sag dir doch das nächste Mal „Ich kann es NOCH nicht“ anstatt „Ich kann das nicht“ – ein kleines Wort mit großer Wirkung.

Wenn du deine Wahrnehmung bewusst auf deine Fortschritte lenkst – und seien Sie auch noch so klein – beweist du dir damit gleichzeitig selbst, dass du dich entwickeln und verbessern kannst. Wärest du „einfach schlecht“, dann gäbe es wohl kaum einen Fortschritt, oder? Deswegen: Feiere jeden Erfolg! Henry Ford sagte einmal: Ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht: Du wirst auf jeden Fall recht behalten.

Tatsächlich macht die Art und Weise wie wir über uns selbst denken oft den entscheidenden Unterschied. Zwar wird Dir das richtige „Mindset“ nicht alles ermöglichen können (auch bei 1000 Anläufen wäre Edison vermutlich niemals Miss Universe geworden), oft ist die Spannweite unserer Fähigkeiten jedoch breiter, als wir uns zutrauen. „Immer versucht, immer gescheitert. Mach Dir nichts draus. Versuche es wieder. Scheitere nochmal und scheitere besser.“

Ich lasse mich drauf ein und ich nehme die neuen Herausforderungen an und ich freue mich drauf. Du kannst das auch – ich glaube an dich.

Gelassenheit – to go

Warum ich an manchen Tagen einfach mal gerne einen Skalp an die Wand nageln würde. Das ist der Satz eines guten Freundes, den ich nur zu gut nachvollziehen kann. Bei mir auf der Baustelle würde ich denjenigen allerdings eher im Fundament versenken. Es gibt immer wieder so Situationen, wo man einfach mal tief Luft holen muss, einen Schritt zurücktreten muss und die Dinge einfach nicht persönlich nehmen darf. Egal, mit was für einem Quatsch einen das Umfeld auch nervt und wie sehr sie immer wieder verunsichern oder einem versuchen die Welt zu erklären ist manchmal echt abenteuerlich.

Manchmal im Leben begegnet man Menschen, deren Anwesenheit eine reine Provokation ist. Bei denen die Augen beim permanenten Verdrehen fast durchdrehen und das Blut schon überkocht, sobald sie den Mund nur aufmachen, denn man weiß: Jetzt kommt wieder was Nerviges! Wenn man mit dieser Art Mensch auch noch acht Stunden des Tages verbringen muss…Tja, dann Halleluja und Happy Monday. Man muss schon auf einer ziemlich stabilen Wolke der Gelassenheit durchs Leben schweben, um eine Person, die uns in den Wahnsinn treibt, mit einem besonnenen Lächeln einfach so hinzunehmen. Auch ich habe sicherlich schon bei so einigen Wolken der Gelassenheit ganz vehement an der Treibstoffzufuhr gerüttelt.

Da ich jetzt in einem Alter bin, in dem Stress Falten macht, lohnt sich unterschwelliger Zorn über das Verhalten anderer noch weniger als je zuvor (falls sich das überhaupt je gelohnt haben sollte…). Leider ist das Leben weder ein Wunschkonzert noch ein Ponyhof – und nicht einmal dort kann man sich aussuchen, mit welchen verrückten Ponyliebhabern man sich eine Stube teilen muss. Und so müssen wir manchmal einfach auf die bestmögliche Weise mit Leuten auskommen, mit denen wir freiwillig sicherlich keinen Besuch auf dem Ponyhof planen würde. Zumindest so gut, dass die Gelassenheitswolke nicht zum zerstörerischen Tornado wird.

Geboren, um zu nerven. Auch, wenn es sich manchmal genau so anfühlt: Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass es das Ziel eines kolossal erotischen Fortpflanzungsakts war, einen Homo Sapiens zu erschaffen, der ausgerechnet dafür da ist, Dich zu nerven. Meistens ist dieser Mensch einfach wie er ist – aber irgendetwas daran lässt Deine inneren Alarmsirenen hochfahren. Das muss der andere nicht einmal mitbekommen.

Schritt 1 ist also: die Situation und die Person nicht mehr so persönlich nehmen.

Schritt 2: In die Vogelperspektive treten für einen Blick für das große Ganze und uns neutral fragen: Was genau bringt mich dazu, so zu reagieren? Ist die Person jemand, den ich nicht mag oder erinnert sie mich bloß an jemanden, den ich nicht mag? Zeigt sie mir vielleicht sogar Verhaltensweisen auf, die ich selbst an mir nicht mag – und gehe deshalb so in Resonanz? Oder ist das, was mich nervt, vielleicht eine Eigenschaft, die ich selbst gern hätte?

Das Verhalten eines Mitmenschen müssen wir demnach nicht persönlich nehmen – unsere eigenen Muster, Bedürfnisse und Gefühle hingegen schon. Deshalb ist es wichtig nicht immer auf das Verhalten der Anderen zu schauen, sondern auf uns selbst. Verstehen wir uns und unsere eigene Verfassung, unsere körperlichen Signale besser, können wir emphatischer reagieren. Hält da gerade jemand sein Feuerzeug an meine Zündschnur? Bei mir sind es die kribbelnden Hände und meine Sprachlosigkeit – andere fangen an zu schwitzen oder es beschleunigt sich ihre Atmung. Kennen wir solche Vorboten, müssen wir uns nicht später – nach einer irrationalen Reaktion unsererseits – fragen, was uns denn da bitte geritten hat.

Um das Verhalten anderer nicht persönlich zu nehmen, bietet sich die Rolle des neugierigen Wissenschaftlers an. Denn anstatt den Kollegen beispielsweise bloß als diese nervige Zumutung anzusehen, der wir aus dem Weg gehen wollen, könnte er auch das neuste Forschungsprojekt des inneren Wissenschaftlers werden.

Der Wissenschaftler möchte begreifen, die größeren Zusammenhänge logisch ein- und zuordnen. Er bezieht das Verhalten des anderen also nicht auf sich und wird emotional, sondern er setzt lieber neugierig seine Brille auf und ergründet sie, tüftelt Theorien aus und überlegt sich mit distanzierten Gefühlen, wie dieser Mensch möglicherweise so geworden ist, wie er nun mal jetzt gerade ist. War es eher das Elternhaus, das prägend war? Seine Lehrer? Wurde er früher vielleicht gemobbt und hat dieses Verhalten als Abwehrstrategie entwickelt? Hat sein kultureller Hintergrund etwas mit seiner Art zu tun? Könnte es eine bestimmte Motivation geben, die ihn antreibt? Wie würde es mir in seiner Situation gehen, wie würde ich mich fühlen?

Es geht nicht darum, sich damit das Verhalten einer anderen Person schönzureden oder damit gänzlich einverstanden zu sein, noch darum, Urteile zu fällen. Ziel ist, die Perspektive zu wechseln, über den eigenen Tellerrand etwas hinüber zu schauen und die eigene Sicht über die Welt vielleicht ein kleines bisschen zu erweitern. Und ganz vielleicht den anderen mehr zu verstehen.

Wir atmen beide gern. Ich mag Menschen, die mir ähnlich sind und mit denen ich viele Gemeinsamkeiten habe. So kann mich selbst die größte Nervensäge in Windeseile besänftigen, wenn sie anfängt, vom Segeln oder Schiffen zu schwärmen. Wollen oder sollen wir miteinander auskommen, lohnt es sich für eine gute Gesprächsbasis, nach genau diesen positiven Schnittmengen Ausschau zu halten – und darauf aufzubauen. Bei einem Kollegen kann es zum Beispiel das gemeinsame Ziel sein, gute Arbeit für die Firma zu leisten (und die Aussicht, diese Person nicht ehelichen zu müssen, sondern einfach nur erwachsen mit ihr zusammenzuarbeiten). Das kann genug Fläche für die Verbindung sein – auch, wenn man dieses Ziel in der Arbeitsweise möglicherweise unterschiedlich angeht.

Grundsätzlich verbindet uns Menschen mehr, als uns trennt. Wir wollen Glück suchen, für uns und unsere Lieben und wir wollen Schmerz vermeiden. Meist ist es nur die Art und Weise, an dem die Meinungen auseinanderdriften. Warum sollten wir unfreundlich oder unfair werden, nur weil wir manche Herangehensweisen anders sehen?

Ja, selbst der nervigste Kollege ist auch nur ein Mensch auf seinem Weg durchs Leben, den er so gut wie möglich bewältigen will. Das Gute ist doch: Wir müssen uns nicht einmal mögen, um gut miteinander auszukommen. Es reicht, Respekt vor den Unterschiedlichkeiten zu haben. Und uns hier und da ein bisschen hineinzuversetzen in seine oder ihre Lage. Wenn wir uns in dieser Empathie üben, kann selbst eine dünne Wolke von Gelassenheit irgendwann so groß und stark werden, als hätten wir sie mit Anabolika gefüttert.

Schubser, Vordrängler, Leute, die sich lieber schnell durch die Tür schlängeln, damit sie dem Hintermann auch bloß direkt vor der Nase zuschlägt – bei solchen unnötigen Aktionen könnte ich an die Decke gehen. Wenn ich ohne (für mich) ersichtlichen Grund unfair behandelt werde, ist meine Stimmung dahin.

„Reg Dich nicht auf.“ „Chill mal.“ „Da kannst Du eh nichts machen.“ Sagen die besonnenen Mitmenschen dann – und haben im Prinzip haben ja auch recht. Und, ja, eigentlich weiß ich es ja auch: Sich über Lappalien oder unveränderliche Dinge aufregen, bringt nichts. Nimm den Menschen, wie er ist, du kannst ihn eh nicht ändern… Aber erst einmal in der Situation gefangen, sieht es bei mir mit der gelassenen Gleichgültigkeit schnell ziemlich schlecht aus.

Gelassenheit bedeutet nicht Kontrollverlust. Dass es bei mir mit der Gelassenheit-To-Go so oft nicht geklappt hat, lag nicht zuletzt auch daran, dass ich in Situationen, die meine Werte verletzten, gar nicht gelassen reagieren wollte. Schließlich hat der andere etwas falsch gemacht – und wo kämen wir denn hin, wenn ich ihn dafür nicht wenigstens mit Missbilligung strafen würde? Ihn mit Gelassenheit einfach davonkommen lassen? Pah! Das fühlt sich wie ein Verrat an meinen Werten an. Als hätte mein Ärger keine Berechtigung. Mit dem Konzept „Einfach atmen und drüber stehen“, kam ich oft nicht weit. Entweder driftete ich in emotionale Apathie ab oder fühlte mich schlecht, weil ich es nicht hinbekam, wirklich drüber zu stehen.

Deswegen musste ich strategischer vorgehen. Denn statt gleich den Anspruch zu haben, auf einer Wolke über allem und jedem zu schweben, können wir auch Schritt für Schritt beginnen:

Die Energie des Ärgers für sich nutzen. Wenn wir uns aufregen, fließt unglaublich viel Kraft durch uns. Damit diese nicht unkontrolliert ausbricht und wir die Contenance bewahren können, müssen wir andere Energiereserven anzapfen, um diese Kraft irgendwie im Zaum zu halten. Das laugt aus und ist oft unbefriedigend, weil wir oft nur einen Deckel auf den kochenden Topf pressen und hoffen, dass er sich dann schon von allein abkühlt. Damit richten wir die Wut letztlich gegen uns selbst.

Dabei könnten wir diese Kraft bei so vielen anderen Dingen gebrauchen, die uns wirklich voranbringen. Beim Sport, beim Malen, beim Gestalten unseres Traums. Sollen wir diese Gratis-Kraft wirklich an einen anderen verschwenden? Kann der andere das wert sein? Oder wäre es nicht hilfreicher, diese Kraft in positive Bahnen zu lenken? In unangenehmen Momenten können wir auch mal ganz bewusst die eigene Kraft und ihre positive Absicht wahrnehmen – und sie mit dem Versprechen auf eine bessere Entfaltungsmöglichkeit „einfrieren“. Damit sie bei Aktivitäten freigesetzt werden kann, für die wir wirklich Kraft brauchen. Seitdem ich diese Kraft beim Sport rauslasse, nämlich beim Schwimmen, schieße ich wie eine Rakete durchs Wasser. Alternativ beim Segeln, richtig hart am Wind.

Jemand, der uns aufregt, führt uns vor Augen, wie viel Stärke in uns schlummert. So gesehen ist das auch ganz nett von ihm und ich bin ihm einfach dankbar dafür. Es liegt dann an uns, wohin wir diese Stärke verteilen.

Sprache bewusst nutzen. „Ich bin so sauer!“ „Ich könnte kotzen!“ „Was fällt diesem Ars… ein?!“ Die Art und Weise, wie wir unser Unbehagen (gedanklich) verbalisieren, entscheidet mit darüber, wie viel Öl wir in unser eigenes Feuer gießen. Denn auch sprachlich können wir Abstand von einer unliebsamen Situation nehmen. Je intensiver wir uns ausdrücken, desto einfacher rufen wir emotionale Zustände ab, die mit diesen Ausrücken codiert sind. Wenn wir jedoch Ausdrücke benutzen, die wir sonst nicht verwenden und zu denen wir ein eher neutrales (oder im besten Falle positives) Verhältnis haben, ändert sich auch unsere emotionale Verfassung. Es macht einen Unterschied, ob wir uns selbst als „wütend“ oder als „nicht entzückt / nicht erquickt bzw. etwas pikiert“ bezeichnen.

Auch der Verzicht auf die „Ich“-Form schafft Abstand in kritischen Situationen. Das Sprechen über/zu sich in der 3. Person bzw. Du-Form hilft, die Szene von einer Metaebene zu bewerten. Welche Wörter haben auf mich eine beruhigende Wirkung? Wie würde ein Mensch mit mir reden, der mich immer zum Lachen bringt? Was würde der klügste Mensch, den ich kenne, zu mir sagen?

Die geistige Umnachtung sollte man immer mal einkalkulieren. In seinem Buch „Der Elefant, der das Glück vergaß“ schreibt der buddhistische Mönch Ajahn Brahm eine Geschichte zur Gelassenheit, die mich tief beeindruckt hat:

Ein Mann geht zum Markt, er will einfach nur Eier für sich und seine Frau zum Abendessen besorgen. Dort angekommen, wird er ohne Grund von einem fremden Mann auf übelste Art und Weise beleidigt. Und er hört nicht auf. Peinlich berührt verlässt er schnell wieder den Markt und erzählt seiner Frau davon. „‚Ach der!‘, sagte seine Frau und versuchte ein Grinsen zu unterdrücken. ‚Das macht er mit jedem. Weißt du, als Kind ist er mal auf den Kopf gefallen. Dabei hat einen Hirnschaden erlitten und führt sich seither immer so auf. So ein armer Kerl. […]‘“

Im Buddhismus sind Zorn und Beleidigungen Ausdruck einer „zeitweiligen geistigen Verwirrung“. Wie sehr müsstest Du Dich dann noch über einen anderen aufregen, wenn Du Dir vorstellen könntest, dass er gerade einfach unter einer vorübergehenden geistigen Verwirrung leidet? Wie viel Freiheit würde es Dir geben? Der Mann aus der Geschichte konnte zumindest ganz entspannt wieder zurück auf den Markt gehen und ungeachtet aller weiteren Beleidigungen des anderen Mannes seine Eier kaufen…

Inzwischen denke ich nicht mehr, dass ich meine Werte verrate, wenn ich mich von einem Drama fernhalte, das mir ein anderer aufzwingen will. Drama-Abstinenz ist eine Entscheidung, die aus meiner eigenen Freiheit entspringt – und die ich meiner Kraft, meinen Zielen und meinem Leben zur Liebe nutzen kann. Jederzeit, wann immer ich es entscheide.

Du kannst das auch. Ich glaube an dich.

Trust the process

Das Leben ist eine Reise – meine Reise. Wir können das Leben nicht immer kontrollieren, auch wenn wir es sehr gerne wollen. Unser Bewusstsein macht einen nur sehr kleinen Teil unseres Lebens aus, das Unterbewusstsein hat einen viel größeren Einfluss auf uns und unser Leben als wir denken. Deswegen ist es so wichtig Dinge aus dem Unterbewusstsein ins Bewusstsein zu holen, sich voller Zuversicht dem Leben hinzugeben und dem Prozess des Lebens zu vertrauen.

Manchmal ist der Weg, den wir gerade gehen nicht sicher und auch nicht ganz klar. Aber manchmal ist das gar nicht wichtig, denn es ist schon alles da – wir müssen uns nur darauf einlassen. Wenn wir das verstehen und vertrauen anstatt immer auf ein Zeichen zu warten, dann haben wir schon viel geschafft. Ich muss mir das auch immer wieder klarmachen. Denn durch das Vertrauen in uns selbst, stellen wir die Weichen für unser Leben und unser Glück.

Es ist so wichtig, dass man immer man selbst bleibt und auch zu sich selbst steht – sich nicht für andere verbiegt. Wenn ich ich selbst bin, kann ich mich nicht verlieren. Ein kleiner Satz, aber er steckt voller Wahrheit. Denn die Dinge sortieren sich praktisch wie von selbst im Leben – was nicht zu mir und meinem Leben passt verschwindet schnell wieder. Platz für Neues wird geschaffen, das Andere ist kein Verlust, sondern eher eine Befreiung und das tut einfach gut. Manchmal muss man allerdings ein paar Runden drehen, bevor man das erkennt. Deshalb folge ich einfach meiner Intuition, meinem Bauchgefühl und genieße die Dinge total. Sich selbst kann man nicht verlieren – niemals. An solche Gesetze im Leben glaube ich ganz fest, denn sie sind kraftvoll und sie geben uns unsere Stärke.

Deshalb gehören auch Fehler dazu. Sie sind wie kleine Wegweiser, die uns sagen wo wir beim nächsten Mal vielleicht anders abbiegen sollten. Manchmal klappt es, manchmal müssen wir die Erfahrung nochmal machen, um ganz sicher zu gehen, dass uns der Weg nicht an das gewünscht Ziel bringt. Im besten Fall sind wir danach klarer und haben die Botschaft verstanden. Fehler sind am Ende nie etwas Schlechtes, sondern ein Feedback auf unsere Handlung. Aktion und Reaktion. Trial and Error. Alles ist Feedback. Das ganze Leben spiegelt so viel über unsere gesamten Handlungen wieder und unsere äußere Umgebung, so wie wir leben, sagt so viel darüber aus, wie es in unserem Inneren aussieht.

Ich liebe Prozesse. Meine Baustellen wickele ich alle so ab. Das Ziel ist klar definiert, man entwickelt gemeinsam den Weg dorthin und kontrolliert dann die Umsetzung. Das ist das sogenannte Lean-Management. Es ist effektiv und es ist nicht nur für die Prozesse und Abwicklungen auf der Baustelle gut, sondern lässt sich auch im normalen Leben wirklich gut einsetzen. Vor allem sind die Vorgänge transparent und zielführend. Wirklich motivierend ist, dass man die Abarbeitung genau verfolgen kann. Man kann also die Fortschritte genau verfolgen und ich finde das total motivierend – zu sehen, dass man immer näher an sein Ziel kommt.

Ja, auch bei klar aufgesetzten Prozessen gibt es immer wieder Rückschläge oder Stolpersteine, aber das gehört dazu. Man nimmt die Lerneinheiten als Teil des Weges an, es geht um die Entwicklung und Verbesserung. So entwickele ich mich immer weiter und ich erhöhe damit mein Level. Das tut einfach gut und ich liebe das.

“Sometimes it’s a taff journey to the heart of happiness – but it’s worth  – every second“ Dieser Satz kam mir gestern irgendwann in den Sinn. Ich glaube, dass glücklich sein weniger mit einem Zustand zu tun hat, als viel mehr mit dem Akzeptieren aller Stationen auf unserer Lebensreise und auch die Schwebephasen als richtig zu entschlüsseln. All die schönen Lebensmomente wie kleine Sterne zu sammeln und daraus deinen eigenen Sternenhimmel zu erschaffen der eben nur sichtbar ist, wenn es auch die Dunkelheit geben darf sonst würden die Sterne nicht so klar funkeln. Die Metapher mag ich irgendwie, ihr kennt es ja.

…manchmal können wir kurz fliegen, uns gut fühlen – bis zu den Sternen. Doch wir werden immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Immer. Irgendwann. Weil Glück eine Momentaufnahme ist und kein allgegenwärtiger Zustand, nicht konservierbar. Er kommt und verschwindet, kommt und geht wieder. Erinnert uns, dass es ihn gibt, zeigt uns, wie wunderschön er sein kann und manchmal bleibt er länger, manchmal nur kurz. Oft so, wie wir es annehmen, wie sehr wir ihn willkommen heißen und dann zieht er weiter. Damit er nicht selbstverständlich wird. Damit wir ihn wertschätzen. Den Glücksmoment. Er ist wertvoll und nicht von Dauer – doch er kommt immer wieder. Mal kommt er im Kleinen und mal im Großen. Deshalb genieße die Höhe, den Flug und lerne den Fall zu lieben. Er gehört dazu und gibt dir Boden unter den Füßen, erinnert dich daran WER DU BIST. Mit all deiner Kraft und Liebe.

Eine wunderbare Frau, die ihr Leben liebt und Spaß daran hat. Ich stelle mich dabei auch den Schwierigkeiten, die der Weg einfach so mit sich bringt und die das Ganze erst spannend machen. Ich setze mich in diesen Durststrecken dann immer wieder mit mir und meinem Leben auseinander und habe so die Chance die Dinge eventuell ein wenig nachzujustieren oder auch zu optimieren. Ich bin dankbar für die Hilfe oder den Input und ich nehme es an und arbeite damit.

Es ist mein Leben und ich habe die Verantwortung dafür – ich allein. Das ist das Beste daran, denn ich allein habe die Chance es auch zu ändern, eine neue Richtung festzulegen oder andere Entscheidungen zu treffen und auch umzusetzen. Niemand zwingt mich die Dinge als gegeben hinzunehmen.

Ich liebe Herausforderungen und ich stelle mich ihnen. Auch wenn es manchmal ganz schön viel ist und ich nicht weiß, was ich eigentlich zuerst tun soll. Aber genau das ist der Zeitpunkt, wo ich mich klar definiere, meine Prioritäten festlege und Spaß habe. Wenn alles immer glatt laufen würde, dann wäre das Leben total langweilig. Versteh mich nicht falsch, Niemand sollte sich extra in irgendwelche Schwierigkeiten bringen, das kann jeder Depp. Es geht darum, aus seiner Komfortzone zu kommen, sich den Herausforderungen zu stellen, sie zu sortieren und Entscheidungen zu treffen. Dabei helfen einem die vorher definierten Prozesse – sie bilden sozusagen die Leitplanken auf dem Weg und geben Sicherheit.

Bei mir ist es derzeit mein Lebensmittelpunkt, der sich von Deutschland in die Schweiz verschiebt. Hier sind viele Herausforderungen, die ich zu meistern habe und Dinge, die jetzt neue oder andere Prioritäten bekommen. Erst wenn man sich den Herausforderungen stellt, hat man die Chance sich zu entwickeln, Stehvermögen, Entschlossenheit und Persönlichkeit zu bilden. Man bleibt nicht liegen, wenn man mal fällt und gibt sich seinem Schicksal hin – man steht auf und zieht es durch. Vielleicht dauert es etwas länger und scheint einfach unerreichbar – manchmal muss man einfach nur vertrauen und an sich arbeiten. Dann geht es weiter und die Dinge kommen zu einem.

Es braucht Mut das zu tun, aber das Leben belohnt die Mutigen. Das ist genau die richtige Einstellung, denn das ist viel schwieriger als alles beim Alten zu lassen und mich immer zu beschweren wie doof das Leben doch ist. Das schönste Gefühl überhaupt ist es, wenn man die Schwierigkeiten und widrigen Umstände überwunden hat und sein Ziel erreicht hat. Genießt es und prägt es euch genau ein, denn der Weg zum nächsten Ziel ist lang… Sich zwischendurch immer mal wieder bewusst zu machen, was man schon alles erreicht hat hilft einem durchzuhalten und sich immer wieder neu zu motivieren.

Du ziehst es jetzt durch, machst dein Ding, vertraust auf dich und deine Fähigkeiten und genießt jeden Schritt des Weges.

I do it my way

Jeder auf dieser Welt hat eine Vorstellung davon, wie sein perfektes Leben und sein perfekter Partner aussieht, was man besitzt, welche Eigenschaften man hat oder haben möchte und was man gerne tun würde. Auch ich habe diese ganzen Vorstellungen und Wünsche – um das Ganze zu visualisieren habe ich mir ein Mood-Board gemacht. Hier kommen die Dinge drauf, die mir wichtig sind und die ich mir wünsche. Es ist ein wunderbares Gefühl zu sehen wie sich die Dinge entwickeln, besonders, wenn ich sie erreiche und bekomme.

So mache ich mir jeden Tag wieder klar, wo ich bin und wo die Reise hingehen soll. So schön – so gut. Dadurch motiviere ich mich immer wieder, wenn die Dinge gerade mal nicht so laufen wie ich es mir vorstelle. Gerade im Augenblick habe ich viel um die Ohren und bin mit so vielen Dingen beschäftigt, dass die wirklich wichtigen Dinge manchmal zu kurz kommen. Besonders, weil ich eine Zeitlang nicht nach Zürich fahren durfte. Aber auch das gibt sich gerade wieder und jetzt bin ich noch mehr unterwegs. Die Corona-Krise hatte auch ihre Vorteile, denn einen Teil meiner Arbeit konnte ich online erledigen und war nicht soviel mit dem Auto unterwegs. Inzwischen habe ich wieder den direkten Kontakt mit meinen Kollegen und das ist toll – denn das ist ein ganz anderes Miteinander als nur per Chat, Telefon oder Mail.

Ich liebe meine Arbeit und die Baustellen. Nach den ganzen Anstrengungen in den letzten Wochen, die dank der Krise auftraten und mir das Leben schwer gemacht haben, sortieren sich die Dinge gerade wieder neu und es fühlt sich einfach toll an. Einige Kollegen, die mich in den letzten Wochen ertragen haben, werden jetzt schmunzeln. Aber es ist schwer, wenn man in der Luft hängt und nicht genau weiß wie die Dinge weitergehen, wann man endlich umziehen darf oder was man tun kann. Umso dankbarer bin ich, dass die Dinge sich endlich regeln. Aber die Ungewissheit war auch eine Chance, denn ich hatte die Möglichkeit einiges zu überdenken und die Prioritäten neu zu setzen.

Durch meine Arbeit und meinen Weg, den ich hinter mir habe bin ich nicht wie alle anderen Frauen. Ich bin unabhängig, stark und ich weiß, was ich in meinem Leben will. Man kann mich lieben oder hassen – ich treffe trotzdem meine Entscheidungen und lasse mich nicht beeinflussen. Ich kenne meinen Wert und ich gebe mich nicht mit weniger zufrieden. Auch wenn es manchmal ein wenig Geduld erfordert und ich mein Temperament zügeln muss. Trotzdem lege ich jetzt noch eine Schippe drauf und mache das Beste aus mir und meinem Leben.

Manche Menschen denken, dass ich mich nur für meine eigenen Gefühle interessiere, aber das ist falsch. Ich habe schon so viele schlimmen Dinge in meinem Leben erlebt und deswegen bin ich so, wie ich heute bin. Ich weiß einfach, dass ich den Menschen nicht plötzlich vertrauen kann – dieses Vertrauen muss man sich erst einmal verdienen. Wenn ich liebe, dann gebe ich alles von mir. Aber wenn ich hasse, dann passt du besser auf, denn ich bin dazu in der Lage zu beweisen, dass ich Recht habe. Lebens und Liebeskrisen sind die besten Lehrer. Sie schlagen einem so hart ins Gesicht, dass man keine andere Wahl hat, als die Lektion zu lernen, ganz egal wie schwer das ist.

Die erste und wichtigste Lektion die ich gelernt habe, ist dass man sich selbst richtig kennenlernen muss. Dass ich an der wichtigsten Beziehung in meinem Leben arbeiten und weiterentwickeln muss – der Beziehung mit mir selbst. Ich habe gelernt, dass Selbstliebe und Selbstachtung nichts mit Selbstsucht zu tun haben, sondern mit allem was wichtig für ein besseres Leben ist. Man kann eben nur einmal sein Leben leben und das ist wertlos, wenn man nicht glücklich ist. Ich weiß dass ich in meinen Händen die Schlüssel zu meinem eigenen Glück halte und auch zum Glück desjenigen die Teil meines Lebens sein möchten.

Ich habe dadurch die folgenden Dinge gelernt:

Ich bin unabhängig. Selbst wenn ich in einer Beziehung bin, weiß ich, wie ich mit meinem Leben alleine umgehen kann. Mein Glück hängt nicht von meinem Partner ab und das sollte es auch nicht. Ich verfolge meine eigenen Ziele und Träume, die ihn nicht einschließen und ich nehme mir Zeit für meinen Partner, nachdem all die Arbeit erledigt ist. Niemand außer mir hat die Macht, aus meinem Leben etwas Großartiges zu machen und ich bin mir der Tatsache bewusst!

Ich bin niemandem hinterher. Ich investiere meine Zeit und Energie lieber in die Verfolgung meiner eigenen Träume, anstatt jemand anderem hinterher zu sein. Das ist eine Sache, die an mir so anziehend ist, weil es mir egal ist, ob andere Leute mich mögen werden, ich werde nur dafür sorgen, mich selbst zu mögen. Aus diesem Grund bin ich eine sorglose, selbstbewusste, starke und selbständige Person.

Ich tratsche nicht. Tratsch ist für unreife, kleine Mädchen, die nichts besseres mit ihrem Leben zu tun haben und ich meide das einfach. Ich rede lieber eine Stunde lang über ein neues Projekt als über unwichtige Dinge.

Ich bin ehrlich und respektiere die Leute, die ehrlich zu mir sind. Wegen meiner Ehrlichkeit weiß mein Partner ganz genau, dass er mir vertrauen kann. Ich erzähle ihm immer, was ich denke und ich kann das Gute vom Schlechten trennen. Männer wollen keine Frauen haben, die nicht vertrauenswürdig sind. Ich spreche immer über meine Gefühle, weil es mir wichtig ist. Ehrlichkeit und Vertrauen sind wichtige Bestandteile jeder Beziehung, nicht nur einer romantischen und genau das sind die Dinge, die ich am meisten an mir selbst und an anderen Menschen schätzte. Ein Mann, der nicht ehrlich zu mir ist oder mich betrügt, hat in meinem Leben keine Chance. Jemand, der besonders dann ankommt, weil er mit seiner Freundin Probleme hat, ist irgendwie gestört und auch nicht erwachsen. Er macht allen, einschließlich sich selbst, etwas vor.

Ich liebe mich selbst. Ich liebe mich selbst und akzeptiere mich selbst für das, was ich bin. Ich weiß, wer ich bin und ich akzeptiere es. Ich verbringe keine Zeit damit vor dem Spiegel zu stehen und über meine Beine oder meine Klamotten zu philosophieren. Ich mag liebe mich und meinen Körper und deshalb stehe ich selbstbewusst dazu und das strahle ich auch aus.

Ich verliere mich nicht in Beziehungen. Ich habe meine Prioritäten festgelegt und bin nicht bereit, sie für irgendetwas aufzugeben. Ich habe mein eigenes Leben, das über eine Beziehung hinausgeht. Ich bin nicht anhänglich, weil ich auch bestimmt keinen anhänglichen Mann in deinem Leben möchte. Mein Partner ist gottseidank ein Alpha-Mann und steht mit beiden Beinen im Leben. Er unterstützt mich gerne in meinen Vorhaben und fühlt sich wohl bei mir.

Ich weiß, wie ich mit meinen Emotionen umgehe. Ich fühle eben das, was ich fühle und brauche etwas Zeit, um zu heilen. Aber das Leben ist zu wundervoll, um so lange in meinem Zimmer herumzusitzen, ohne irgendetwas in meinem Leben auf die Reihe zu kriegen. Ich weiß, dass Emotionen ein natürlicher Bestandteil unseres Lebens sind, aber ich will auch nicht, dass sie meine Ziele so tief runterziehen, dass ich aufhöre, produktiv zu sein oder meine eigenen Träume zu verfolgen.

Ich bin sehr intelligent. Etwas, das wirklich meiner Attraktivität beiträgt, ist meine Intelligenz. Dies bezieht sich nicht immer nur auf den IQ, sondern auf die Weisheit, die ich aufgrund meiner Erfahrungen im Laufe meines Lebens gesammelt habe. Es hat mich dazu gebracht, die Welt aus meiner eigenen Perspektive zu sehen und ein gewisses Verständnis für das Leben, die Menschen und mich selbst zu haben. Ich rede mit Leuten und schätze sie wert, denn sie sind wichtig für mich.

Liebe. Das fantastischste und furchteinflößendste aller Gefühle. Es ist die Kraft, die einen am Leben hält und einen gleichzeitig zerreißt. Sie ist sowohl Dunkelheit als auch Sonnenschein. Aber die Liebe, mein Kind, ist all das wert. Sie ist all die vergossenen Tränen, all den Schmerz, all die Narben und die bittersüßen Erinnerungen wert. Weil die Liebe es schafft, all das zu ertragen. Eines Tages wirst du verstehen, warum die Dinge so passierten und du wirst verstehen, warum es nicht sein sollte. Es war keine echte Liebe. Was ich damit ausdrücken will, warte auf sie.

Warte solange, bis sie dich voll erwischt und dich Hals über Kopf trifft. Warte, bis dir klar wird, warum du zuerst durch die Hölle gehen musstest. Warte, bis du jemanden findest, der dich liebt, mit dir zu Bett geht, der neben dir aufwacht, mit dir weint und lacht. Ein Mann, der wie ein Löwe um dich kämpft. Warte auf den Mann, der nicht Reißaus nimmt, wenn es brenzlig wird. Das Leben ist ein Arschloch und es wird dich nie fragen, ob es dir gerade passt, verletzt zu werden.

Das kommt aus einem Brief, den mein verstorbener Vater, vor ein paar Jahren mal an mich geschrieben hat – allerdings habe ich ihn bisher nicht bekommen. Als ich jetzt auf der Hochzeit meines Bruders war, hat der ihn mir gegeben – er hat ihn gefunden und für mich aufbewahrt.

#mychoice

Entscheidungen zu treffen gehört zu meinem Leben wie die Luft zum Atmen. Das ist bei jedem Anderen genauso. Denn schon am Morgen entscheiden wir ob wir aufstehen oder liebe noch eine halbe Stunde liegen bleiben. Da ich eigentlich ein Nachtmensch bin, der gerne bis spät in die Nacht hinein arbeitet musste ich an mir arbeiten um morgens in die Gänge zu kommen. Auf der anderen Seite gebe ich mich dem nur noch im Urlaub wirklich hin – meistens funktioniert es allerdings nicht. Denn mein Körper ist seit Jahrzehnten darauf trainiert zwischen fünf und halb sechs aufzustehen.

Früher als ich noch als Leistungsschwimmerin unterwegs war, fand das Morgentraining schon um sechs Uhr statt und jetzt bin ich spätestens um sieben Uhr auf der Baustelle. Das wird sich auch nicht ändern, denn selbst am Wochenende bin ich so früh wach. Das ist auch gut so, denn es ist für meinen Körper einfacher sich immer auf dieselbe Zeit einzustellen und dann in Ruhe wach zu werden.

Noch im Bett nehme ich mir kurz Zeit meine Gedanken zu ordnen und mich auf die guten Dinge des Tages einzustellen. Das ist so wichtig, mir das immer wieder bewusst zu machen und sich ein paar Rosinen heraus zu picken, denn die Ablenkungen dazu, im negativen Sinn, kommen automatisch. Dann stehe ich auf, mache mir in Ruhe einen Tee und genieße die Ruhe und den beginnenden Morgen draußen bei einer Tasse Darjeeling. Erst wenn ich damit fertig bin setze ich mich hin, sortiere meinen Tagesablauf und esse mein Porridge. Dann geht es unter die Dusche und ich ziehe mich in Ruhe an und fahre auf die Baustelle oder, wenn ich gerade in Stuttgart bin, auch ins Büro. Früher habe ich gerne Sport gemacht, bin entweder laufen oder schwimmen gegangen. Im Moment ist mir die Zeit der Ruhe aber wichtiger, denn die Tage sind voll mit Rundgängen auf der Baustelle und anstrengenden Meetings und es ist genau das, was ich so liebe.

Jeder, der mich kennt weiß, dass ich manchmal ziemlich temperamentvoll bin. Ich wirke auf andere Menschen dann als launisch oder unausgeglichen. Wäre ich jetzt ein Mann, dann wäre das überhaupt kein Problem, denn bei denen ist das normal. Die dürfen gerne mal aus der Art schlagen und ihrem Ärger laut Luft machen, aber wenn ich als Frau das tue, dann ist es eher ein rumgezicke. Nun ja, lassen wir sie alle mal in diesem Glauben, manchmal hat es auch Vorteile eine Frau zu sein.

Grenzen setzen ist immer ein schwieriges Thema und Harmonie ein Faktor, der manchmal wirklich anstrengend ist. Besonders, wenn man wie ich gerade nicht so viel Geduld hat. Ich hasse es mich tausendmal mit einer Sache zu befassen, wenn man es auch wesentlich einfacher regeln kann. Nur, weil man die Erwartungen der anderen Menschen erfüllen und sich um ihr Wohlsein kümmern muss. Das hört sich jetzt sehr hart an, aber manchmal muss ich mich in erster Linie um mein eigenes Wohl kümmern. Es ist schwer, wenn wir uns dann auf das Wohl der Anderen mehr einlassen, als auf unser eigenes und uns dann auch nicht wohl bei der ganzen Sache fühlen. Ich habe dann immer das Gefühl mich damit selbst zu bestrafen. Es ist anstrengend und wir entfernen uns immer wieder von uns selbst. Dabei geht es in erster Linie um mich, mein Leben und mein Glück.

Jede Entscheidung im Leben hat immer zwei Seiten. Bei mir geht es dabei meist um die Arbeit oder um meine Freizeit. Da ich sehr gerne arbeite und meinen Job und die Baustellen liebe ist es oft nicht schwer, auch viel Zeit mit Arbeit zu verbringen. Dafür nehme ich mir bei gutem Wetter und Wind auch mal eine Auszeit und gehe segeln. Dann lasse ich mir einfach mal den Kopf durchpusten und konzentriere mich nur auf die See, das Boot und das Segeln. Da hat keine Baustelle oder kein zickiger Partner mehr Platz – das ist meine Zeit und die genieße ich dann auch mal ganz für mich – einfach mal alles loslassen. Ich liebe es.

Wir haben immer ein großes Bedürfnis danach, von anderen Menschen gebraucht und verstanden zu werden. Wir möchten das Gefühl der Ablehnung einfach nicht haben und sehnen uns nach Anerkennung und Nähe. Es ist uns wichtig unseren Mitmenschen immer wieder diese Harmonie zu zeigen und auch zu leben. Wir möchten anderen zeigen, dass man sich auf uns verlassen kann. Oft verspüren wir auch den Drang zu helfen und möchten unterstützen und tatkräftig mit anpacken. Das gibt uns ein höheres Selbstbewusstsein und stillt auch unser Sicherheitsbedürfnis, denn wir wollen aktiv etwas zum Leben der anderen beitragen. Versteh mich nicht falsch, ich mache das gerne, aber ich frage mich auch immer wieder, was die Menschen für mich tun und wo ich stehe. Es geht hier schließlich um mich und mein Leben.

Viele Menschen finden es ganz schlimm als herzlos oder gleichgültig beschrieben zu werden, denn wir wollen oft nicht egoistisch wirken. Ich muss immer wieder grinsen, wenn mir Jemand sagt, dass ich heute vielleicht mal wieder ein wenig egoistisch bin. Dabei kann ich einfach nur sagen, dass Selbstliebe nur von außen betrachtet wie Egoismus scheint. Ich habe es einmal mehr geschafft zu meinen Grenzen zu stehen. Menschen, die mich gut kennen und mich gern haben nehmen mir das nicht krumm, im Gegenteil, sie wissen, wie schwer es mir fällt Nein zu sagen.

Aber jeder kennt das Gefühl, dass man immer wieder Dinge tut, die man eigentlich gar nicht will, nur zu gut – nur weil man mal wieder nicht Nein sagen konnte. Ich ärgere mich dann immer wieder darüber, dass andere mir nicht mit genügend Respekt begegnen -so wie ich ihnen. Immer wieder überschreitet jemand Anderes meine Grenzen und ich lasse das einfach so geschehen. Jedes Mal ärgert man sich wieder darüber, dass man es zugelassen hat.

Grenzen setzen ist ein schwieriges Thema. Aber es gibt immer wieder ein paar Tricks, wie man daran arbeiten kann.

Ich habe immer die Wahl. Sich das bewusst zu machen ist wichtig, denn ich bin selbst für mich und mein Leben verantwortlich. Ich treffe meine eigenen Entscheidungen und die muss ich vor Niemandem rechtfertigen.

Die Entscheidungen, die ich treffe sind temporär. Nichts ist für die Ewigkeit! Ich kann und ich darf sie jederzeit revidieren und es darf sich alles verändern im Leben. Besonders wichtig ist dabei auch, dass ich alle Zeit der Welt habe. Ich muss keine Entscheidung übers Knie brechen und manchmal reicht am Anfang auch ein vielleicht statt eines klaren Ja oder Nein.

Wichtig ist, die eigenen Grenzen zu erforschen. Vielleicht ist es manchmal ein Bauchgefühl oder auch die Reaktion bzw. Reflektion von guten Freunden oder Kollegen. Es hilft mal darüber zu reden und auch mal zu sehen, dass die Dinge von einem anderen Standpunkt aus betrachtet oft ganz anders wirken.

Die Grenzen den Anderen deutlich zu kommunizieren ist notwendig, denn es geht um mich selbst und meine Entscheidungen. Dabei ist auch das warum meistens wichtig, denn es hilft dem Gegenüber zu verstehen, weshalb man gerade so reagiert. Manchmal kann ein Gegenangebot helfen, bevor Stress oder Ablehnung entsteht. Vielleicht kann man das Treffen um einen Tag verschieben oder dafür beim nächsten Mal eine Gegenleistung erbringen.

Wenn ich von Anderen respektiert und gut behandelt werden möchte, dann sollte ich mich auch selbst so behandeln. Ich akzeptiere meine eigenen Grenzen und tue mir etwas Gutes damit. Ich fühle mich auch damit gut, denn ich muss Niemandem etwas beweisen, was ich nicht bin oder mich nicht glücklich macht.

Dazu gehört auch, dass ich mich mal aus der ganzen Situation herauszoomen und die Dinge mit Abstand betrachten kann. Hier helfen mir gute Freunde, mit denen ich darüber reden kann oder auch die Frage, ob das in einer Woche oder morgen überhaupt noch wichtig für mich ist. Oft ist es den ganzen Ärger einfach nicht wert.

Ich entschuldige mich auch nicht mehr bei Anderen, nur weil ich mich um mich und meine Bedürfnisse kümmere. Ich bin Niemandem Rechenschaft schuldig und trage am Ende des Tages alleine die Verantwortung für mein Leben und meine Entscheidungen. Ich entschuldige mich allerdings, wenn ich mit meinem Temperament mal wieder übers Ziel hinausgeschossen bin oder der Ton dabei nicht korrekt war.

Ich versuche die Ziele nicht zu hoch zu setzen. Oft reicht es in einer eher kleinen Situation, mehr bei mir selbst zu bleiben. Meine Schritte sind trotzdem groß genug, um mich immer wieder herauszufordern – aber immer noch machbar. Grenzen zu setzen und zu halten ist nicht immer einfach und gerade am Anfang ziemlich schmerzhaft, aber mit der Zeit erkennt man sein Potential. Manchmal kommt das Gefühl der Erleichterung sofort, manchmal dauert es aber auch ein wenig, bis man den Erfolg deutlich spürt.

Deshalb ist es wichtig die Erfolge zu feiern und sich dafür zu belohnen. Mit jeder Entscheidung, die wir bewusst treffen, wird es besser.

Bleib bei dir und genieß dein Leben. Ich hab dich lieb.