Love my job

Es gibt immer wieder Leute in meinem Leben, die mir sagen, wenn ich auch mal einen schlechten Tag habe – dann steig doch aus. Hört sich im ersten Moment ja auch immer ganz toll an, einfach mal raus und nur noch mein eigenes Ding machen.

Oft ist aussteigen aber auch einfach nur feige, denn man läuft vor den Dingen einfach weg anstatt sich ihnen zu stellen und mit ihnen auseinander zu setzen. Wenn man das, was man tut, gerne tut, dann sollte man es nicht aufgeben. Damit macht man sich auf Dauer nur unglücklich, auch wenn es für den Moment doch sehr nett ist einfach alles mal hinter sich zu lassen.

Das Dumme ist nur, dass man dann ganz neu anfangen muss und ganz auf sich alleine gestellt ist. Vor allem braucht man erst einmal eine Idee, was man eigentlich machen will und wie man das Ganze auf die Beine stellen und finanzieren will. Was ist mein Ding? Wofür schlägt mein Herz? Also kommen erst mal ein paar Punkte, die man erst einmal klären und abarbeiten muss bevor es dann losgeht. Danach ist auch nicht klar, ob man dauerhaften Erfolg hat oder nicht. Im Gegenteil, denn es gilt dann ziemliche Durststrecken zu überwinden und durchzuhalten. Macht man das alles nur, weil es gerade einfacher ist und es einfach gerade bequem ist, dann wird man daran scheitern, weil einem das nötige Herzblut fehlt – besonders wenn es mal schwierig wird. Nachhaltiger Erfolg braucht Zeit und Geduld und die Bereitschaft sich immer weiter zu entwickeln.

Wichtig ist auch sich klarzumachen ob man wirklich glücklicher mit der neuen Situation ist. Viele Leute verstehen immer nicht, wenn ich ihnen versuche zu erklären, dass ich meinen Job wirklich liebe und wirklich gerne auf Baustellen bin und als Architektin arbeite. Da ist es ganz normal, dass es auch schlechte Tage und schwierige Phasen gibt. Das ist nicht schön und manchmal auch zäh, aber wenn man das dann überwunden hat, dann ist es wirklich super. Deshalb muss man da auch immer wieder durch, denn nur dadurch entwickelt man sich wirklich weiter. Vor allem ist das Erreichen der Ziele dann noch viel schöner und man weiß sie mehr zu schätzen.

Wer immer nur den einfachen Weg geht wird es auch in der Selbstständigkeit nicht weit bringen. Nur wer bereit ist sich den Schwierigkeiten zu stellen und sich wirklich mit ihnen auseinander zu setzen und sich auch helfen zu lassen, der kann auch als Selbstständiger erfolgreich sein. Vor allem muss man das, was man tut auch wirklich wollen und Spaß daran haben. Sonst wird man Durststrecken nicht überstehen oder das Ganze irgendwann vor die Wand fahren. Dann hat man gar nichts mehr.

Denk immer dran:
Du hast Verantwortung für dein Leben.
DU hast Verantwortung für dein Leben.
Du HAST Verantwortung für dein Leben.

Verantwortung für sein eigenes Leben zu haben, ist die allerschönste Sache überhaupt. Es bedeutet nämlich, dass man jederzeit und immer für sich alles neu festlegen kann, die Richtung ändern, einen ganz anderen Pfad einschlagen, Entscheidungen treffen und diese ausführen kann. Man kan sich immer neu entscheiden, und es kann einen keiner dazu zwingen, alles so zu lassen, wie es bisher war.

Das bedeutet aber auch, dass man den Mut haben muss sich mit sich selbst und den Dingen auseinander zu setzen, sie anzugehen und wirklich etwas zu ändern – sich wirklich darauf einlassen. Das ist aber viel schwieriger, als in seinen gewohnten Umständen zu bleiben und alles beim Alten zu lassen. Doch glücklich ist man damit nicht und besser macht es unser Leben auch nicht. Sich mit Nebensächlichkeiten abzulenken und zu glauben, dass uns andere Menschen glücklich machen ist ein Trugschluss.

Das, was einen aus seiner Komfortzone rausgehauen hat, mag schmerzhaft, unerwartet oder katastrophal sein. Aber man hat es in der Hand, aus dieser Situation einen seiner größten Siege zu machen: Indem man das alles großartig meistert, die Schwierigkeiten überwindet, und hinterher strahlender und stärker ist als jemals zuvor.

Es geht nicht darum, viele Schwierigkeiten zu haben – sich in Schwierigkeiten zu manövrieren kann jeder Depp. Es geht darum, angesichts von Herausforderungen sich immer und immer wieder zu entscheiden. Und dass diese Entscheidungen nicht ganz so easy sind, ist absolut klar! Man kann Hunderte Schwierigkeiten haben – wenn man seine Entscheidungen nicht trifft, wird man einfach nur verbittert (=Steigerung von enttäuscht und verletzt), misstrauisch oder griesgrämig.
Das ist ganz sicher nicht faszinierend. Herausforderungen bringen dich kein Stück weiter, außer, du überwindest sie, und lässt dich nicht durch sie überwinden.

Keiner mag Herausforderungen, und am liebsten wäre es jedem, wenn alles immer glatt laufen würde, das ist klar. Aber erst dann hat man überhaupt die Chance, sich wirklich zu entscheiden. Menschen, bei denen alles immer gut läuft, sind leider meist auch strunzlangweilig. Das liegt daran, dass sie niemals die Chance hatten, echte Substanz zu bilden, Stehvermögen, Entschlossenheit, Unerschrockenheit, Personality eben.

Man fällt mal hin, und dann jammert man, aber dann steht man wieder auf, wie wenn nichts gewesen wäre, und richtet seinen Fokus ganz neu.
Man überwindet ein Hindernis nach dem anderen, und ist hinterher stärker und strahlender, als jemals zuvor – und genau dafür braucht es die eigene Person, die eigene Art, die eigenen Talente, das eigene Wesen. Deshalb liebe ich Herausforderungen und ich liebe es mich durch sie immer weiter zu entwickeln.

Du ziehst es durch, du bleibst dabei, du fokussierst dich immer wieder neu, und vertraust auf dich und deine Fähigkeiten.

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