Du schaffst richtig viel

Eins ist mal klar, denn wer nicht viel auf die Reihe kriegt – der kriegt nicht viel auf die Reihe. Das Prinzip von Saat und Ernte gilt nicht nur für den Acker, und ich will unbedingt, dass man in seinem Leben die schönsten und saftigsten Früchte erntet. Es ist für mich sehr wichtig, dass bei all der Liebe und der positiven Energie, reine Lebenslust und Tatendrang rauskommt, und nicht so ein Schwelgen in esoterisch-träumerischen Gefühlen, bei denen man sein Leben nicht im Griff hat.

Bei solchen Themen gibt es stets zwei Extreme, naämlich einmal diejenigen, die Tag für Tag unter Druck ackern, weil sie keine eigenen Grenzen kennen, jemandem etwas beweisen wollen oder unter Perfektionismus und Pedanterie leiden. Und es gibt die Berufs-Chiller, die in den Tag hineinleben, und grundsätzlich Leistung verweigern oder auf optimale Bedingungen warten, die niemals kommen werden oder eben nur das Nötigste machen.

Ich kenne keine Faulheit und tagelanges Abhängen, bekomme viel auf die Reihe und das sehr erfolgreich, allerdings ist alles so beschwingt und leichtfüßig, dass es wirklich Spaß macht. Stell‘ dir vor, du möchtest ein Hochzeitskleid schneidern lassen oder einen Schrank vom Schreiner bauen lassen oder du brauchst Hilfe mit deinen Finanzen, denn bei dem Dschungel aus Krediten, Versicherungen und Geldanlagen steigst du selbst kaum durch.

Nun gibt es in jeder dieser Branchen unzählige Profis und jedes Mal stellt sich die Frage, welchen von diesen würde man beauftragen. Unabhängig vom Sympathiefaktor wäre einem vor allem eins wichtig, denn derjenige soll seinen Job so gut wie möglich machen, einfach exzellent. Wenn man mit Sicherheit wüsste, dass man eine Spitzenleistung bekommt, wäre man sogar bereit, etwas mehr Geld zu investieren, denn es geht schließlich um das eigene Kleid, um den eigenen Schrank und um die eigenen finanziellen Angelegenheiten. Es geht um einen Selbst und deshalb wählt man jemanden, der seine Arbeit exzellent macht, ist ja klar.

Wir machen die Dinge immer exzellent. Zu uns passt kein Aufschieben, kein nachlässiges Erledigen, kein Mittelmaß, kein Gepfusche, denn es gibt nichts Minderwertiges oder Halbherziges. Kein „Da habe ich jetzt keinen Bock drauf, also mache ich es irgendwie. Diese Exzellenz betrifft alles, womit du es im praktischen Bereich zu tun hast, mangels Alternativen. Das passiert weder aus Druck oder Zwang, nicht aus dem Gefühl heraus, jemanden etwas beweisen zu müssen, nicht aus der Angst heraus, nicht gut genug zu sein. Mit Exzellenz meine ich ausdrücklich nicht Perfektionismus oder Pedanterie. Diese beiden sind aus der Angst geboren, etwas falsch zu machen, möglichst perfekt sein zu wollen, und eigentlich Zwänge. Exzellenz ist Genuss und Schönheit und Flow in einem, da kann nur etwas Gutes herauskommen.

Deshalb ist es so wichtig die Prokrastination zu entfernen. Denn Prokrastination wird ein bisschen milde belächelt, aber sie ist ein Massenphänomen, schließlich schiebt Jeder Unangenehmes auf und das ist irgendwie menschlich und sympathisch. Das mag ja alles sein, aber wir sind hier eben nicht bei menschlich und ich wünsche mir, dass du die Prokrastination ab sofort nicht mehr als harmlos bezeichnest. Mögen alle anderen bei einer unangenehmen Aufgabe „erstmal Instagram und Käffchen“, du siehst es als das, was es ist, nämlich ein Lebenszeit-Fresser. Zu prokrastinieren ist irgendwie teenagerhaft, nicht verantwortungsvoll, und passt nicht zu dir. Man kann sich nicht vor Dingen drücken, nur weil sie zunächst unangenehm erscheinen. Die Aufschieberitis soll sich mal vor dir drücken.

Prokrastination ist eine ganz schwache Energie und man kann sie tatsächlich leicht überwinden, aber nicht durch Kämpfen und Zwingen und „Ich muss da jetzt durch“, sondern einfach durch’s Bewusstmachen, dass das Ding nichts für dich ist. Ganz so, wie wenn einem eine Verkäuferin eine hässliche Billig-Handtasche anbietet, und man freundlich, aber entschieden „Nein, danke, die ist nichts für mich.“ entgegnet. Man könnte sie trotzdem nehmen, aber wir wollen ja schließlich was zustande bringen. Also nehmen und Zeug auf die Reihe kriegen geht leider nicht gleichzeitig.

Manche schieben Dinge schon so lange und so beharrlich auf, dass die Prokrastination quasi zu ihrer Persönlichkeit geworden ist. Man denkt dann, dass man gar nicht mehr anders kann. Und ich sage dir, das stimmt nicht. Es mag ein bisschen dauern, bis es einem ins Fleisch und Blut übergegangen ist, aber ich würde an dieser Stelle überhaupt nichts als „ich bin so.“  akzeptieren.

Du kannst das. Du kannst es wirklich entfernen. Und ja, ich weiß genau, dass man ganze Regale mit Büchern über Prokrastination füllen und teure Workshops buchen kann, wie man das Ding am besten los wird. Dabei ist es so einfach.

Als erstes entfernt mal Ablenkung. Dieser Ratschlag ist wichtiger, als man zunächst glaubt, denn seitdem ich das konsequent umsetze, ist der Lebensqualität-Unterschied zu vorher enorm. Es überrascht mich selbst. Das Smartphone ist der Produktivitäts- und Konzentrations-Killer Nummer eins. Deshalb lautet mein Ratschlag, hat man eine Aufgabe zu erledigen, dann lege das Handy in einen anderen Raum, im Stumm-Modus, keine Vibration, kein auf dem Tisch umgedreht liegen lassen, kein Flugmodus. Du wirst staunen, wie unfassbar viel Zeit und Effektivität dir das bringt.

Mir ist absolut klar, dass das Handy einfach Sucht vom Feinsten ist. Alleine die ständige Dopamin-Ausschüttung, wenn man einen netten Kommentar oder eine schöne WhatsApp bekommen hat. Aber auch hier gilt, man ist ungefähr eine Million Mal stärker als jedes Smartphone und wenn ich dir sage, dass du in der Lage bist, das Ding für 2 Stunden stumm in einen anderen Raum zu legen, dann glaub mir ein einziges Mal.

Außerdem entfernst du die Unlust. Die Einstellung „Ich halte hier durch, bis ich etwas Neues habe, das mich erfüllt, das mache ich dann exzellent.“ist reinste Selbstlüge. Das gilt übrigens auch für „Ich räume meine Wohnung erst auf, wenn ich eine neue, schönere habe.“ oder für „Ich stehe ganz früh auf und fange schon um 8 mit der Arbeit an, wenn ich eine Beförderung bekommen habe.“ All das wird nie passieren. Wenn man an seiner jetzigen Arbeitsstelle alles schlampig ausführt, sein Zimmer jetzt nicht ordentlich hält und jetzt bis zum letzten Drücker im Bett bleibt, dann wird niemals ein Upgrade kommen. In keinem Bereich.

Ich würde dir als Chefin niemals mehr anvertrauen, wenn ich merke, dass du deine jetzigen Aufgaben halbherzig und unzufrieden ausführst, in der Hoffnung auf etwas Besseres, Größeres oder dir Würdigeres. Diese Einstellung ist weiterverbreitet, als man glaubt, denn man hat einen großen Traum und bis sich dieser erfüllt hat, ist man sich quasi zu schade, geringere Aufgaben zu übernehmen. Oder erledigt sie zwar, aber eben etwas lustlos, weil „Das ist ja noch nicht mein großes Ding, eigentlich will ich was ganz Anderes…“

Dein „Eigentlich will ich was ganz Anderes…“ in Ehren – ich bin garantiert der größte Supporter von Träumen und Zielen überhaupt, allerdings baust du nur Luftschlösser, wenn du das, was du im jetzt hast, nicht würdigst.

Dabei verpasst du gänzlich, dass du jetzt alles zur Verfügung hast, um jetzt zu lernen, was du lernen sollst. Du missachtest die kleinen Schritte dahin, genießt weder diese noch den gesamten Lernprozess und wartest auf veränderte Umstände. Du siehst nicht, dass die Fähigkeiten, die du jetzt zwangsläufig durch begrenzte Ressourcen erwirbst essentiell wichtig für dich sein werden. Das sind alles ganz wichtige Etappen auf deinem Weg, missachte sie nicht mit deiner Geringschätzung! Du lernst, aus wenig, viel zu machen – du lernst, ungesehen von allen und ohne Applaus, exzellent zu arbeiten – du lernst, immer dein Bestes zu geben – ganz egal, wie das Außen ist. Das wirst du später alles mal brauchen, also versaue es nicht mit deinem „Aber eigentlich will ich was ganz Anderes…“ Dein „Aber eigentlich will ich was ganz Anderes…“ kannst du nicht verpassen, wenn deine Herzenshaltung stimmt.

Man schafft jede Menge und hat auch noch Spaß dabei. Es gibt Zeiten im Leben, da muss man richtig ranklotzen – also wirklich viel arbeiten, und viel Leistung bringen. So lange diese zeitlich begrenzt sind, ist alles super. Also beschwere dich nicht, wie schwer du es hast, und wie viel Arbeit an dir hängt, denn du bist leistungsfähig, kannst Dinge durchziehen, und Gas geben, wenn man Gas geben muss. Das Gejammer bringt dich kein Stück weiter, und raubt dir noch zusätzliche Kraft.

Mein Pensum an Arbeit ist wirklich groß und wenn man nicht direkt dabei ist, kann man es sich kaum vorstellen. Das wiederum liegt zum großen Teil daran, dass ich so einen Schwung habe, dass ich das Meiste gar nicht als Arbeit wahrnehme, also empfinden es die anderen auch nicht so. Aber tatsächlich habe ich einfach beschlossen, dass die Aufgaben, die ich jetzt tun muss, auch tun kann was bringt es, sich zu wünschen, dass sie jemand anderes tun würde? Seitdem ist meine Leistungsfähigkeit auf’s Doppelte angestiegen, und es läuft wie verrückt. Außerdem habe ich einfach Spaß bei der Sache, weil ich werde es so oder so machen, dann eben mit Spaß.

Auch wenn ich jedes Verständnis dafür habe, dass man sich beschwert, dass der Arbeitskollege oder Ehepartner nicht mit anpackt, wenn Hilfe nötig wäre, aber letzten Endes raubt man damit nur sich selbst die Lebensfreude. Entweder, ihr klärt das ein für alle Mal oder ihr macht alles selbst und übernehmt für alles die volle Verantwortung, aber dann ohne Beschweren, ohne Gejammer, ohne Schuldzuweisungen. Ob man mit jemanden dauerhaft Zusammensein oder arbeiten will, der einfach nur stinkefaul ist, steht auf einem anderen Blatt.

Ich habe nicht gesagt, dass man sich keine Hilfe holen soll, oder um diese bitten – ich habe lediglich geschrieben, dass man wirklich leistungsfähig ist. Da, wo andere mit Stöhnen anfangen, packst du die Dinge an und ziehst sie durch. Du machst es einfach wie ich – nicht in der Opferrolle, nicht als „das muss ich jetzt auch noch, und schaut wie viel Arbeit ich habe.“, sondern dankbar, dass dir so viel anvertraut wurde. Und wenn du Hilfe brauchst, wird sie zum genau richtigen Zeitpunkt da sein, versprochen! Ich weiß, wovon ich rede. 

Also jetzt hat keiner mehr eine Ausrede.
Auf geht’s!

Lass‘ dich nicht gehen

Inmitten des Trubels, in dem man sich befindet, gibt es manchmal Stunden oder gar Tage, an denen absolut nichts vorwärts geht. Und statt aufzuspringen, und die Dinge anzupacken, hängt man schwerfällig und lustlos in der Gegend, bekommt nichts auf die Reihe und würde am liebsten für immer im Bett bleiben. Diese Trägheit klingt zunächst vielleicht nicht weiter tragisch, raubt einem aber kostbare Lebenszeit.

Passivität ist so würdelos. Die Phasen, in denen man schwunglos abhängt, können viele Ursachen haben – treten diese regelmäßig, oft oder gar dauerhaft auf, liegen die Ursachen tiefer, und professionelle Hilfe ist gefragt. Aber ganz egal, ob dauerhaft oder nur ab und zu, nichts davon muss man einfach so hinnehmen und zulassen. Und ganz egal, wie gesellschaftlich akzeptiert das sein mag, weil „jeder hängt mal durch, und hat keinen Bock.“  Passivität ist nicht akzeptabel.

Lethargie kommt immer im 4er-Set, da sind Faulheit, Lustlosigkeit und ein bisschen Melancholie gleich mit dabei. Und all das macht einen unendlich träge, schwer und unmotiviert, spätestens da müssen alle Alarmglocken schrillen. Man würde doch auch keinen Fremden in seinem Haus ein paar seiner schönsten Einrichtungsgegenstände oder seiner liebsten Kleidungsstücke mitnehmen lassen? Ohne zu fragen, wohlgemerkt, einfach so, weil der Dieb das so will? Man würde auf der Stelle Alarm schlagen, und alles tun, damit das nicht passiert.

Ganz genauso ist es mit Lethargie, sie ist ein Dieb, der einem die Lebenslust und -motivation raubt, einen unbeweglich und disziplinlos macht. Man hängt dann ab, konsumierst Serien, Fernsehsendungen oder Bücher im Übermaß, und jeglicher Schwung und Power gehen flöten.

Ich würde mir das nicht länger bieten lassen, denn dafür bist du viel zu groß, viel zu schön, viel zu wichtig! Oder glaubst du etwa, die Königin von England lässt sich gehen, verbringt ganze Nächte vor Netflix, und ist am nächsten Tag wie gerädert, weil sie nicht genügend Schlaf bekommen hat? Ich garantiere dir, dass sie das noch nie getan hat, und zwar aus einem einzigen Grund, sie repräsentiert ein ganzes Land. Sie ist sich ihrer Verantwortung bewusst, und schläft dementsprechend, isst dementsprechend, kleidet sich dementsprechend und lebt dementsprechend.

Und exakt so ist es bei mir, oder glaubst du, ich würde mich gehen lassen? Ich sage nicht, dass diese Energien es nicht versuchen, ich sage nur, dass ich mich ihnen nicht hingebe. Ich treffe immer und immer wieder eine Entscheidung dagegen, denn ein Leben, in dem man so unmotiviert durchhängt, passt nicht zu mir. Wie würdelos, wie armselig, wie klein – ich will meine Tage nicht mit so einer Energie füllen. Ich habe nicht gesagt, dass man nicht entspannen soll – bitte achte auf meine Wortwahl. Der Unterschied zwischen „Nichts Tun und lethargisch Abhängen.“ und „Nichts Tun und Auftanken.“ ist enorm: bei dem einem ist man hinterher lustlos und unmotiviert, beim anderen erfrischt und voll mit neuen Ideen und Schwung. Was man genau dabei tut oder nicht tut, ist nicht so entscheidend, denn die Atmosphäre dahinter ist der Unterschied.

Wenn man bei einer entspannenden Tätigkeit plötzlich träge, traurig oder insgesamt apathisch wird, dann sollte man auf der Stelle damit aufhören! Spring vom Sofa oder vom Bett auf oder aus der Badewanne, und lass es dir nicht bieten! Anfangs wird es einem vielleicht noch nicht jedes Mal auffallen, weil man sich schon so an diese Soße aus Lustlosigkeit gewöhnt hat, aber nach und nach wird man achtsamer.

Mache es der Lethargie so schwer wie möglich, denn es gibt regelrechte Hochkonjunktur-Zeiten für Passivität.

Sonntage sind bei Lethargie so hoch im Kurs, dass es sogar einen eigenen Begriff dafür gibt: der Sonntagsblues ist ein vorübergehender Stimmungstief, der – je nachdem, wie sehr man ihn lässt – es einen entweder allgemein deprimiert (ob Single oder in einer Partnerschaft, ist dabei im Grunde kein Unterschied) oder es einem mit einem Kit aus Einsamkeit und Niedergeschlagenheit den Sonntag gleich zum Heultag macht.

Feiertage allgemein sind bei Trägheit auch sehr beliebt, vor allem um die Weihnachts- und Neujahrszeit. Das Gemisch aus Schwerfälligkeit, Gleichgültigkeit und Melancholie wird vorwiegend an diesem Tagen serviert und manchmal kommt noch als Dessert Hoffnungslosigkeit dazu.

Nach gewissen Serien oder 4 Stunden Dauerglotzen wirst du garantiert schwerfällig und unmotiviert.

Ok, Folgendes, wenn man jetzt schon weiß, dass an diesen speziellen Tagen mit vermehrten Verkehrsaufkommen an „Ich habe keine Lust auf Nichts.“-Lethargie zu rechnen ist, dann weigert man sich. Man weigert sich, sich diesem Gefühl und dieser Stimmungslage willenlos zu ergeben. Man schaltet die Glotze aus oder Netflix. Man steht vom Bett auf oder vom Sofa und tut entweder etwas Produktives oder entspannt bewusst, indem man ein Beauty-Ritual macht, schwimmen geht oder eine Massage bucht.

Und diese Feierabend- und Nachdem-Urlaub-Nummer, so nachvollziehbar und verständlich sie klingt, aber nichtsdestotrotz: willst du, dass es so bleibt? Wenn man es will – kein Problem. Wenn man es nicht länger will – dann herzlichen Glückwunsch! Es wären dann nämlich täglich an die 3 Stunden Zeit, die man wunderschön, produktiv oder einfach nur erfüllend verbringen könnte. Hier muss man eine feste Entscheidung treffen.  

Immer eins nach dem anderen. Manchmal hat Passivität eine andere Ursache, denn man steht vor so vielen Aufgaben oder Herausforderungen, dass sie einen regelrecht erschlagen oder überfordern und man in Folge dessen einfach gar nichts mehr macht. Man weiß gar nicht, wo beginnen, und überhaupt ist alles zu viel, und bevor es nicht perfekt ist, fangen wir gar nicht erst an. Und außerdem hat sich mittlerweile schon so viel gesammelt, das bringt doch jetzt nichts mehr. Und schon hängt man auf dem Sofa, ist niedergeschlagen und lustlos. In so einem Fall machen wir folgendes: du fängst auf der Stelle an, und machst immer nur eins. Immer schön eins nach dem anderen.

Man stellt sich seinen Aufgaben, übernimmt Verantwortung, zieht den Kopf nicht ein, sondern fängst einfach an. Einfach eine Sache, das schafft man. Und danach macht man das nächste. Und dann wieder das nächste.

Man erlaubt Passivität auf gar keinen Fall, dass sie einen insgesamt lähmt! Nur, weil es nach viel aussieht – man schafft das hervorragend. Man macht einfach nur das, was jetzt möglich ist. Und danach machst man das, was dann möglich ist. Aber alles ist besser, als sich Passivität hinzugeben. Jede noch so kleine Tätigkeit.

Lass dich nicht gehen. Lethargie durchzieht oft viele Lebensbereiche – je nachdem, wie viel Raum man ihr zugesteht, und wie lange man sie bereits im Leben duldet. Natürlich kann man argumentieren, dass man erst nach den tieferen Ursachen suchen soll und das kann man alles gerne zusätzlich tun.  Wenn man die Tendenz dazu bemerkt, dann weigert man sich ganz entschieden. Nicht so halbherzig, sondern richtig nachdrücklich oder gar empört, dass sich so eine miese Energie überhaupt in die eigene Nähe wagt!

Man räumt sein Zimmer auf. Man zieht sich hübsch an (manchmal ist die Lethargie so lange anwesend, wie man seinen Pyjama trägt.). Man pflegt seine Nägel. Man zahlt seine Rechnungen rechtzeitig.  Man kocht sich etwas Gutes. Man achtet auf sich als das, was man ist, so sehr, dass du es für einen ganz anders entscheidest. Merke: du alleine kannst entscheiden, wie dein Leben aussehen soll und du bist solchen Stimmungen überhaupt nicht willenlos ausgeliefert.

Vernachlässige dich nicht – oder besser ausgedrückt: erlaube der Lethargie nicht, deine Lebensbereiche zu bestimmen. Das ist deiner absolut nicht würdig! Auch für den Feierband würde ich eine Entscheidung treffen, die da lautet: „Ich habe noch genügend Energie und Lust, etwas Produktives oder Erfüllendes zu machen.“

Zuerst deine Entscheidung – dann erst die Ergebnisse. Warte also nicht, bis du erst die Lust hast – da kannste warten bis in alle Ewigkeit. Du musst übrigens dabei auch gar nicht erst bis zum Sonntag oder nächsten Feiertag warten, denn wenn du jetzt hoch motiviert bist, dann packe im Anschluss gleich eine Sache an. Ob es deine Schublade, liegengelassene Rechnungen, oder ein neuer Haarschnitt ist, ist dabei ganz egal – Hauptsache etwas, das du bisher vernachlässigt hast.

Mach es einfach.

Lass dich nicht runterziehen

Ich saß gestern Abend nach einem wirklich herausfordernden Tag auf meinem Sofa und auf einmal reichte es mir. Ich hatte die Schnauze gestrichen voll von zwischenmenschlichen Intrigen, mittleren und großen Katastrophen, sich auftürmenden Umständen und dem ganzen Bullshit-Rattenschwanz, der daran üblicherweise so hängt. Es gibt auf dieser Welt ausreichend Lästerer, Auf-die-Fehler-anderer-Hinweiser, Besserwisser, Moralapostel, Stammtischparolen-Schmetterer, Schwarzseher, Jammerer, Schuldzuweiser, Sich-Selbst-Bemitleider und Kritiker.

Das ist leicht, dazu braucht man keine großen Talente und so ein bisschen meckern, wie schlecht die Welt im Allgemeinen, und die anderen Menschen im Besonderen sind, macht einen gleich sympathisch, weil fast jeder diese Vibes kennt. Ich habe für mich die gegenteilige Entscheidung getroffen, denn dafür bin ich ganz bestimmt nicht auf diesen Planeten gekommen.

Ich weigere mich, meinen Fokus auf die Probleme zu legen – selbst, wenn sie sich riesengroß direkt vor mir auftürmen. Ich weigere mich, mich mit zwischenmenschlichem Kleinkram zu beschäftigen – selbst wenn der Gossip verlockend interessant scheint. Ich weigere mich, in das Gejammer einzustimmen – selbst, wenn die Angebote vielfältig sind, die Bandbreite reicht von „Instagram war früher viel besser, was ist nur los…“ bis buchstäblich jedem Thema, man kann sich über wirklich alles beschweren, wenn man nur kreativ ist.

Mir ist es tatsächlich scheissegal, wie unsympathisch, naiv, unmenschlich oder freaky mich das macht, denn ich will, dass mein Leben für die Stärke, Liebe, Größe und Schönheit steht. Ich will machen, nicht labern, besser wissen und andere verurteilen. Ich will, dass jeder, der mir begegnet, die schönste Zeit des Tages hat – wie das dann konkret aussieht, ist mir egal. Ich will, dass von mir eine solche Schneise der Lebensfreude und Lebenslust ausgeht, dass keiner in meiner Nähe sich mehr erinnern kann, wie es anders ging. Ich will nicht eine vermischte Soße aus bisschen kämpfen, bisschen sorgen, bisschen mein Recht durchdrücken, bisschen selbst bemitleiden. Ich will lieben, weil ich gar nicht anders kann. Und wenn ich es will, dann ist es beschlossene Sache, weil keiner mich zum Gegenteil zwingen kann.

Negatives ist grundsätzlich einfacher als Positives. Das muss man wissen, denn die Inspiration, die Fehler zu sehen, ist überall, wir sind förmlich umgeben davon. Negatives ist normal und gewohnt, Positives suspekt. Das Normale ist zu meckern, zu jammern, zu manipulieren und allgemein eher schlecht drauf zu sein. Für die allermeisten ist das so selbstverständlich wie das Atmen und ich mache keinem einen Vorwurf deswegen. Es macht einen vermeintlich überlegen, lenkt von der eigenen Misere ab, und schiebt die Verantwortung auf andere. Das kann jeder.

Ich bin ganz bestimmt nicht blind oder romantisch veranlagt und sehe sehr klar, was abläuft, denn es ist nicht alles immer und überall Liebe, positiv und easy, das ist esoterisches Gequatsche. Wer das behauptet, hat entweder keine Ahnung vom Leben oder sich so bequem in seinen Umständen eingerichtet, dass er immer unter dem Radar des Teufels fliegt. Wenn eine Person so harmlos ist, dass noch nicht mal Widerstand gegen einen aufsteht, man keine Verleumdung und Ungerechtigkeiten erlebt und allgemein alles immer super klappt, dann lebt man garantiert noch nicht mal einen Bruchteil seiner Persönlichkeit aus, sondern hat sich mit Kompromissen abgefunden.

Für das Gute braucht es immer eine Entscheidung. Die Liebe muss bewusst gewollt werden, das klappt nicht einfach so über Nacht, weil man brav war, alles richtig gemacht hat, oder unter meinem Text ein Like dagelassen hast. Die Sorgen, die minderwertigen Gefühle, die miesen Gedanken, sie kommen von ganz alleine, ohne Einladung oder Zustimmung deinerseits. Man wird nicht vorher gefragt, man wird regelrecht überfallen. Eine Situation, eine Nachricht, eine bestimmte Person und Zack, einem geht es mies.

Bei der Liebe ist das anders. Sie ist ein Gentlemen, und alles an ihr eine absolut freiwillige Angelegenheit. Liebe fängt erst bei einem ganz bewussten „Ja!“ an – vorher läuft nichts. Und dann immer und immer wieder: Ja. Ich will die Liebe. Ich will sonst nichts.

Man widersteht den Angeboten. Man wehrt den Anfängen. Man fokussierst sich bewusst auf das Wichtigste. Sobald man eine Entscheidung für die Liebe trifft, werden sie kommen, die ganzen Angebote. Die Palette ist vielfältig und reicht von ätzenden Mitmenschen allgemein bis zu Situationen im Leben, die unlösbar zu sein scheinen.

Aber eins kann ich dir versichern, jedes Angebot wird ganz perfekt passend maßgeschneidert auf dich sein, damit du darauf emotional und gedanklich einsteigst. Im Angebot sind immer unter anderem…

– Minderwert („Man ist halt nicht gut genug/schlau genug/schlank genug/hübsch genug/jung genug/hat nicht genügend Talent/Potenzial/Fähigkeiten, etc…),

– Depression („Es ist alles mies, Was ist in meinem Leben schon positiv?, Alles geht den Bach runter, Ich gebe auf, etc.“),

– Entmutigung („Nichts klappt, Sollte wohl nicht sein, Ich brauche es gar nicht erst wieder zu versuchen“, etc.),

– Ungerechtigkeit (Einem passiert etwas so Unfaires und Unverschuldetes, dass man mit Zorn und Wut reagiert, und unbedingt Rache oder wenigstens Genugtuung wünscht),

– Schwierigkeiten (Erklärt sich von selbst),

– Panik (PANIK! Lieblingstool des Gegners. „Es wird alles ganz schlimm und alles geht den Bach runter und mein Leben ist vorbei! Panik!“),

– Verzweiflung („Ich kann nicht mehr und werde es niemals schaffen.“),

– Manipulation (Manipulation ist immer, wenn man es nicht direkt an etwas festmachen kann, aber es sich trotzdem mies anfühlt – das ist Manipulation von anderen. Manipulation von deiner Seite ist, wenn du etwas tust, um etwas bestimmtes indirekt zu erreichen.),

– Konkurrenz und Zu Kurz-Kommen-Angst („Ich muss schauen, wo ich bleibe, nachher überholen mich alle, usw.“),

– Druck und Stress („Ich bin überfordert, ich schaffe das alles nicht, es ist mir zu viel, etc.“),

– Erwartungen und Enttäuschungen („Hätte sie nicht als meine beste Freundin… /Müsste er nicht als mein Partner… /Sie ist meine Mutter und da hätte ich gehofft../Von seinen Kindern kann man doch wohl erwarten, dass sie…“, etc.).

Und zusätzlich der neverending Rattenschwanz dergleichen. Und jetzt kommt’s, denn sobald man das auch nur im Ansatz merkt, sagt man Stop! Nicht mit mir. Stop. Aus.

Man lässt sich gedanklich und emotional nicht auf diese Soße ein, man muss das so richtig entschieden abwehren. Nicht dagegen ankämpfen, sondern dem Ganzen widerstehen, Einhalt gebieten, wie so ein Polizist mit einer Kelle: Stop! Lasse dich nicht auf gedankliche Spielchen ein, auch wenn die Versuchung sehr groß ist! Hier jammern, da sich aufregen, hier lästern, dort meckern, hier sich selbst leid tun, weil es doch jeden Grund dazu gäbe.

Man weigert sich also, obwohl man jedes Recht dazu hättt. Weil sich jeder dieser Gedanken und jedes dieser Gefühle der Lebensfreude beraubt, seine Lebensqualität mindert und das Potenzial seiner Persönlichkeit schmälert. Statt täglich aufzublühen, scharrt man täglich im Dreck. Deshalb lass es, sobald das auch nur in den eigenen Dunstkreis kommt. Stop

Man wird am Anfang ganz schön oft Stop rufen müssen. Und dann wird man auch noch oft in den Jammer-Modus verfallen, aber es immer schneller merken. Macht nichts, dann sagt nach 20 Minuten Stop oder nach 2 Stunden oder nach 2 Tagen oder meinetwegen auch nach 2 Monaten oder 2 Jahren, ist doch egal. Hauptsache, man stoppt das endlich.

Dann machst einem einfach bewusst, wofür man auf dieser Welt ist. Man richtet ganz bewusst seinen Fokus darauf. Bist du hier, um dich jahrelang zu beschweren? Bist du hier, um auf bessere Zeiten zu warten? Bist du hier, um ständig mit anderen Frauen zu konkurrieren? Bist du hier, um es allen recht zu machen, und ja keinen zu verärgern? Bist du hier, um dich Tag für Tag zu sorgen, wie es weiter geht? Ganz bestimmt nicht. Nicht mit dir.

Du ziehst es durch. Es gibt viele Idealisten, Menschen mit guten Ansätzen, und Good Will ist nicht so schwer zu finden. Aber dann kommt der Alltag und die Herausforderungen und noch 3 unbezahlte Rechnungen, und da gehen sie dahin, die guten Vorsätze zur Weltverbesserung. Man dreht sich nur noch um die eigenen Probleme, das eigene Kind, den eigenen Partner, das eigene Eigenheim, den eigenen Job, usw., Radius gefühlt 2 km, das war’s.

Du ziehst es durch. Du fällst mal hin, und dann jammerst du, aber dann stehst du wieder auf, wie wenn nichts gewesen wäre, und richtest deinen Fokus ganz neu. Du überwindest ein Hindernis nach dem anderen, und bist hinterher stärker und strahlender, denn jemals zuvor. Du bist hier, um die Liebe zu verkörpern, sie vorzustellen, und ihr Ausdruck zu verleihen – und genau dafür brauchst es deine Person, deine Art, deine Talente, dein Wesen. Du bist hier, um andere zu ermutigen, zu inspirieren, zu beflügeln.

Du hast eine Verantwortung für dein Leben, und die heißt, ich kann in jeder Sekunde entscheiden, ob ich mir leidtun will oder nicht. Ich kann in jeder Sekunde entscheiden, ob das Böse mich fertig macht, oder ob ich darüberstehe. Ich kann in jeder Sekunde entscheiden, womit ich mich gedanklich beschäftige. Und ich entscheide mich immer und immer wieder für das Gute.

Ganz egal, wie laut und überzeugend dein Problem gerade schreit, du ziehst es durch, du bleibst dabei, du fokussierst dich immer wieder neu, und vertraust, dass die Liebe alles für dich perfekt regelt, weil sie echt ist.

When you focus on love, love focuses on you.

Let shit go

Eins der Dinge, die Menschen enorm daran hindert, vorwärts zu kommen, die sie beschwert, sie immer wieder in ihr altes Leben zurückwirft, und sie daran hindert, leichtfüßig, unbesorgt und energiegeladen durch das Leben zu schreiten, nennt sich Unvergebenheit.

Ich habe schon viel Mist in meinem Leben mitgemacht – teils so heftig schlimm, dass einige daran zerbrechen würden. Niemals habe ich zugelassen, dass Unvergebenheit oder Bitterkeit in meinem Herzen Raum bekommen.

Diese Welt ist böse. Das wird jetzt hart für einige Träumer und Weltverbesserer unter euch, aber, diese Welt ist keineswegs ein Paradies voller Sonnenuntergänge, Zuckerwatte und immerwährender Partys. Es gibt da draußen echte Arschlöcher, bösartige Menschen voller Frust, Hass, Neid und Missgunst.

Das bedeutet, man wird ihnen immer wieder begegnen, und das eine oder andere Mal mit ihnen zu tun haben – man kommt nicht drumherum. Außer, man entscheidet sich für ein Leben in Einsamkeit, aber das kann nie und nimmer das Ziel sein, mal ehrlich. Je mehr man sich diese Tatsache bewusst ist, umso kleiner die Verwunderung, wenn Menschen einen belügen, verletzen oder missbrauchen. Shit happens.

Das soll keineswegs eine Erwartungshaltung in einem produzieren. Ich zum Beispiel gehe ganz selbstverständlich davon aus, dass mich jeder liebt – wenn es mal nicht so ist, dann verschwende ich keinen Gedanken daran, bin aber auch nicht vor dem Kopf gestoßen. Ich weiß einfach, das gibt es – und wird es immer geben. Wieso und weshalb ist nicht meine Zuständigkeit.

Es wird also immer wieder passieren, dass Menschen, die einem nahe stehen oder einem etwas bedeuten, einen verletzen, einen kleinmachen, und versuchen einem zu schaden – und wenn es nur heißt, dass sie ihren Frust an einem abladen. Das ist schmerzhaft und kann Tränen, schlaflose Nächte, Zeit und viel Geld (z.B. aufgrund einer Scheidung oder wirtschaftlichen Betrugs) kosten. Und man kann dazu nur einen Rat geben, lass los und gehe weiter.

Menschen, die hassen, sind immer frustriert, arm oder einsam. Das geht einen aber nichts an. Warum einen jemand ablehnt, ist nicht die eigene Zuständigkeit – und je weniger man darüber nachdenkst, umso besser für einen. Je weniger man sich mit Dreck beschäftigst – vor allem, wenn es der Dreck anderer ist – umso stabiler und gesünder ist man.

Fokussiere dich also nie auf die Person, die dich verletzt hat, analysiere nicht ihr Verhalten oder ihre Motive, sondern fokussiere dich auf deine Fähigkeit, diese Person oder Situation hinter dir zu lassen, und einfach weiter zu gehen.

Jedes Mal, wenn man sich gedanklich damit beschäftigt, ist es, wie wenn einem jemand einen 100kg schweren Rucksack aufbürden würde. Wie sollst du da beschwingt und voller Energie sein? Jedes Mal, wenn du die Situation immer und immer wieder durchgehst, ist es wie eine Eisenkette, die dich an die Person bindet, Vorwärtskommen nur unter enormer Kraftanstrengung möglich. Jedes Mal, wenn man die Person beschuldigt, bewegst man sich in einem Bereich, der zerstörerisch, deprimierend und belastend ist. Es ist schlichtweg Finsternis.

Deshalb sollte man es nicht noch schlimmer machen, indem man sich gedanklich darin aufhält und sich jegliche Lebensfreude im jetzt raubt. Es kann einen nur jemand zerstören, wenn man sich zerstören lässt. Es kann einen nur jemand in der Vergangenheit festhalten, wenn man sich festhalten lässt. Es kann einen nur jemand dauerhaft schaden, wenn man es zulässt.

Gib das Recht auf, Recht zu haben, um der Freiheit willen. Die persönliche Freiheit ist das Allerkostbarste. Wenn man jemanden nicht verzeiht, wenn er einem Böses zugefügt hat, beraubt man immer nur sich selbst. Wir sind viel zu groß, um jemanden etwas heimzahlen zu müssen. Wir sind viel zu edel, um jemanden etwas nachzutragen. Wir sind viel zu stark, zu schön, zu bedeutend, zu strahlend, um Menschen festzuhalten und die Begleichung der Schuld bei ihnen einzufordern.

Es mag sein, dass sich jemand an einem schuldig gemacht hat, aber es nicht unser Job, diese Schuld zu begleichen. Unsere Aufgabe ist es zu vergeben, loszulassen und weiterzugehen. Denn dort ist das Glück, dort ist die Liebe, dort ist die Freiheit, dort ist der Erfolg. Niemals im Vergangenem, egal wie gut oder schlecht es war! Vertraue mir, denn auf dich wartet unendlich Schönes und Großartiges – also schleppe nicht den alten Scheiß mit dir durch die Gegend! Es beschwert dich, es passt nicht zu dir, und außerdem stinkt es bis zum Himmel.

Deshalb ist es so wichtig diese Entscheidung jetzt zu treffen. Man kann unmöglich darauf warten, bis die Emotionen es einem erlauben, weiter zu gehen. Das kann unter Umständen Jahre dauern und dafür ist die eigene Lebenszeit viel zu kostbar. Dieses emotionale Auf- und Ab kostet einen nicht nur enorme Energie im Alltag, sondern es deckelt auch die Persönlichkeit und lässt einen beschäftigt mit Zeug, dass man sowieso nicht ändern kann.

Also warte nicht auf die Gefühle, bis sie sich gut fühlen, sondern übernimm Verantwortung für das Leben und erlaube es nicht, dass Bitterkeit sich im Herz einnistet. Weigere dich, deinen Gefühlen mehr Aufmerksamkeit zu schenken als notwendig. Man darf weinen und sich verletzt oder traurig fühlen – heulen solange man will. Aber danach steht man innerlich auf und gehst weiter. Man richtet sich nach vorne aus und schaut nicht nach hinten.

Die Vergangenheit tut einen Dreck. Die kann sich nicht bewegen, denn die ist längst vorbei, für immer starr und unbeweglich. Es ist egal wie oft man es schon probiert hat, jetzt macht man es einfach nochmal und lässt seinen Scheiß hinter sich und geht weiter.

Du brauchst einfach nur darauf zu vertrauen, dass du dazu fähig bist und glaube daran, dass du es mit Leichtigkeit schaffst. Es geht im Leben nicht um die Vergangenheit, sondern um einen Selbst, die eigene Stärke, die Schönheit und das Potential. Hör auf dein Leben von Emotionen bestimmen zu lassen. Die Emotionen werden dir folgen, aber zuerst musst du vorangehen, nicht andersherum.

Das bedeutet nicht, dass du keinen Kontakt mit den Personen haben sollst, die dir dauerhaft nicht guttun, denn du bist weise genug zu sehen, wer dir guttut und wer nicht. Im Zweifelsfall hältst du dich von ihnen fern. Es heißt nur, dass in deinem Herzen kein Groll ihnen gegenüber zu finden ist, und dir keiner etwas schuldet.

Jeder ist fähig und in der Lage das erlebt hinter sich zu lassen, niemandem etwas vorzuhalten, niemandem etwas nachzutragen und einfach weiterzugehen.

Leichtfüßig wie eine Elfe, stark wie ein Löwe.

Genieße es einfach.

Fun is back

Absolut jeder kann in seinem Unternehmen glücklich sein, auch wenn immer noch viele von dem Märchen vom Latte-schlürfenden Unternehmer, der auf Maui vor seinem Laptop sitzt, träumen. Mich nerven diese ganzen „Auch du kannst dein eigener Chef sein, und deine Zeit frei einteilen.“ – Versprechungen enorm, die durch das Internet geistern und meist nur dafür benutzt werden, ein bestimmtes Produkt zu verkaufen, oder neue Mitglieder für einen Direktvertrieb zu werben.

Nichtsdestotrotz liebe ich meine Arbeit sehr – auch wenn man immer wieder mit Existenzängsten, Selbstzweifeln, und Niedergeschlagenheit zu kämpfen hat. Aber das ist absolut nichts dramatisch Schwieriges oder Unüberwindbares. Ich kann das. Ich kann da so richtig aufräumen und einmal gründlich durchfegen, und dann ist mal wieder Ordnung im Büro und Hirn. Jeder, der innerhalb kürzester Zeit das Geistergulasch aus Minderwertigkeit, Existenzängsten und Selbstzweifeln loswerden möchte sollte folgendes tun. Denk und sprich nur positiv von deinem Unternehmen. Dabei kann es sich um dein eigenes Unternehmen oder auch das, bei dem du gerade angestellt bist, handeln.

Ich bin gleichzeitig begeistert und dankbar und fasziniert und glücklich und oft zu Tränen überwältigt, dass es ich so etwas jeden Tag machen darf und mit so vielen, besonderen und recht unterschiedlichen Menschen zusammenarbeiten darf. Nichtsdestotrotz gibt es auch in meinem Job Herausforderungen, fast unüberwindbar scheinende Schwierigkeiten, stressige Situationen und jede Menge Dinge, mit denen ich mich auseinandersetzen muss, aber am liebsten nicht will, weil sie unangenehm sind.

Und damit das Negative nicht überhandnimmt, ist folgendes wichtig. Ich entscheide mich, nur und ausschließlich positiv über meinen Job und mein Unternehmen zu denken und zu sprechen. Notfalls treffe ich diese Entscheidung immer und immer wieder – denn selbstverständlich gibt es genügend Angebote von außen, auch mal entmutigt oder genervt zu sein.

Und genau dasselbe gilt für Jeden, denn die Begeisterung über das eigene Projekt ist der Motor, der das ganze am Laufen hält – nimmt diese ab, vielleicht zunächst unmerklich und nur schrittweise, dann wird alles zäh und anstrengend. Fokussiert man sich nicht immer und immer wieder darauf, wie großartig das ist, was man tut, dann schlittert man fast unbemerkt in eine Art Hamsterrad. Mache dir immer und immer wieder bewusst, wie großartig dein Unternehmen ist, wie schön deine Arbeit und wie wunderbar alles bei dir läuft.

Deshalb ist es wichtig die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Willst du glücklich sein, dann musst du auf alles Vergangene Schlechte einfach scheißen. Vergiss es. Vergiss es einfach. Wenn man das nicht tut, dann wird der Ausgangspunkt immer so eine Mischung aus „Hoffentlich passiert das nicht wieder, und bloß nicht denselben Fehler machen, und ja nicht diesen Schritt, usw…“ – und was ist das denn für eine Zukunftsangst-Suppe?

Setze jetzt einen ganz frischen Start. Einen Neubeginn. Einen neuen Orientierungspunkt, der da heißt, für mich läuft’s hervorragend. Bei mir klappt alles, was klappen soll. Bei mir flowt es ohne Ende. Erfolg ist bei mir vorprogrammiert. Und selbst, wenn man sich anfangs dabei maximal dämlich vorkommt, sprich es laut hörbar aus. Immer und immer wieder – das liest sich zwar nach einem komischen Psycho -Technik, aber tatsächlich steckt eine enorme Power dahinter. Die Umstände und damit verbundenen Ängste schreien doch auch laut genug in deinem Hirn.

Enorm wichtig ist es sich auf sich selbst zu konzentrieren und die Stories anderer zu ignorieren. Wie es in der Branche läuft, ist absolut egal. Ob die Branche sich so oder so entwickelt, ob allgemein gejammert wird, oder die Budgets gekürzt werden, egal.

Jeder kennt unzählige Menschen, die nicht erfolgreich sind. Es wird immer welche geben, die gescheitert sind. Ab und zu wird der Teufel ein bisschen Extra-Einsatz bringen, und einem persönlich welche vorbeischicken, bei denen es Null geklappt hat und alles schiefgelaufen ist, und die betrogen und belogen wurden, und am Ende mit nichts dastanden. Und der ganze Aufwand nur, damit man so richtig schön beeindruckt und vorsichtiger, zaghafter und allgemein ängstlicher ist. Denn bei einem selbst könnte es theoretisch auch Null klappen, und alles schieflaufen, usw…

Trotzdem gilt und wenn 1000 scheitern – ist es einem persönlich so egal. Dann ist man eben der Erste, der es bestens hinkriegt, einer muss ja. Man macht es einfach genauso und schaut weder nach links noch nach recht, hört sich keine Stories an, widersteht jeder Neugier, hört sich kein Gejammer an und fokussiert sich ausschließlich auf eins und macht seine Sache so exzellent wie nur möglich.

Deshalb liefert man nur Exzellenz. In jeder Position gibt man immer sein Bestes. Man arbeitet so gut, dass man sich selbst jederzeit auch buchen würde. Erstmal unabhängig davon, wie groß der Auftrag ist, wie wenig man dabei verdient, und wie unspektakulär alles aussieht – man liefert Exzellenz, weil Exzellenz ein Mind-Set ist, und keine Methode, um vorwärts zu kommen.

Vorwärts Kommen ist immer nur eine natürliche Folge von Exzellenz, ähnlich den Naturgesetzen wie Gravitationskraft. Exzellenz zieht immer Exzellenz an, darauf folgt Exzellenz, und bringt noch mehr Exzellenz hervor. Ich sagte, du arbeitest exzellent – ich sagte nicht, du arbeitest viel, hart oder wie getrieben. Getrieben zu arbeiten ist auch nicht viel anders, als vor einigen Tausend Jahren ein Galeerensklave zu sein, nur, dass diesmal der Antreiber in eigenen Kopf ist statt auf dem Schiffsdeck. Es kann zwar immer mal Zeiten geben, in denen viel Arbeit ansteht, und das packt man selbstverständlich sehr gut – aber dahinter ist keine „Ich muss noch, sonst…“- Energie.

Die Getrieben-Sein-Energie wird sich einem übrigens früher oder später anbieten, weil sie regelmäßig bei Jedem vorbeikommt. Ob sie sich als „Ich muss genügend Aufträge reinbekommen, damit die Miete drin ist.“ oder „Ich muss genügend Aufträge reinbekommen, damit ich meine Familie ernähren kann.“ oder „Ich muss genügend Aufträge reinbekommen, damit ich meine Zweihundert/Zweitausend/Zwanzigtausend Angestellte zahlen kann.“ – Energie verschleiert: es ist immer dasselbe. Also wird man diesem Druck entschieden widerstehen müssen – notfalls vehement, mit Nachdruck und immer und immer wieder. 

Man muss vertrauen. Vertrauen klingt sehr naiv, einfältig und ein bisschen leichtgläubig – als ob man nicht checken würde, was in der Welt los ist. Mir ist absolut klar, dass da draußen alles ein Haifischbecken ist, und man schauen muss, dass man nicht zu kurz kommt, seine Schäfchen ins Trockene bringt und nicht überrannt wird – nur gilt das alles eben Erwähnte nicht für dich.

Der Hauptwesenszug eines Unternehmers ist grenzenloses, fast kindliches Vertrauen. Startet man etwas Neues, dann ist ein Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, sein einzigartiges Talent, in die Idee und den Erfolg der Sache essentiell. Und darüber hinaus braucht man eine große Portion Gottvertrauen, was bedeutet, dass man fest davon ausgeht, dass sich alles für einen fügt, alles auf einen wartet, alles zum richtigen Zeitpunkt zusammenkommt, und das Ende noch überraschend schön ist. Man checkt zwar genau, was in der Welt los ist, aber noch viel mehr, was in der eigenen Welt los ist. Und was dort los ist, entscheidet man ganz alleine.

Wenn man Risiken scheut, dann ist man ganz bestimmt kein Unternehmer und wird keinen Erfolg haben. Man muss Dinge wagen, sich in Projekte reinstürzen, von der Klippe springen, einen Einsatz wagen, und manchmal alles auf eine Karte setzen, selbst, wenn es absolut schief gehen könnte. Die Risikobereitschaft ist eine wichtige Voraussetzung dafür, überhaupt etwas zustande zu bringen. Risiko bedeutet, etwas ganz Neues zu wagen, etwas, das es bisher nicht gegeben hat – sonst ist es kein Risiko. Alles, was es schon mal gab und sich bewährte, ist einerseits natürlich safe, hat aber kein Potenzial für Großartigkeit. So unsicher es sich manchmal anfühlen mag, das Risiko ist ein sehr wichtiger Teil des Erfolgs. Wer nur auf sicherem Terrain läuft, mag sich zwar erfolgreich nennen, und sogar auf dem Papier selbstständig sein, aber in Wirklichkeit spielt er sich selbst etwas vor. Wer dagegen das Risiko nicht scheut, der erlebt auch was. No risk, no fun!

Inmitten all der Herausforderungen, all der „Kann ich nächsten Monat meine Miete zahlen…“, all der geplatzten Aufträge und vermeintlich verpassten Chancen, all dem Ärger und Zukunftsängsten kann es leicht passieren, dass man den Spaß an dem Ganzen verliert.
Dann funktioniert man nur noch, und erledigt die Dinge zwar – aber die Freude an der Sache ist weg. Versteh das nicht falsch, denn es gibt in absolut jeder Branche Dinge, die keinen Spaß machen – nicht alles liegt einem.

Aber grundsätzlich muss ein beinahe kindlicher Spaß das Ganze begleiten, Spaß daran, neue Wege zu gehen, Spaß daran, neues zu erschaffen, Spaß daran, mit seinem Produkt, seiner Dienstleistung, oder seinem Talent anderen zu dienen. Spaß am Geldverdienen, Spaß an der Kreativität und neuen Ideen und Lösungen, Spaß daran, dass sich jeden Tag neue, ungeahnte Möglichkeiten bieten können, Spaß am Nervenkitzel, Spaß an dem eigenen Flow. Wurde einem der Spaß an der Sache geraubt, dann hole ihn dir wieder! Unterschätze niemals seine Wichtigkeit – diese Leichtigkeit, diesen Flow, der einen inspiriert und wieder zur Kreativität verhilft.

Wer nichts macht, macht keine Fehler. Wer keine Fehler macht, lernt nichts dazu. Wer nichts dazu lernt, stirbt dumm. Und das kann man unmöglich wollen! Stell‘ dir vor, du wärst im Alter von 50 Jahren genauso dumm wie mit 30 Jahren! Als erfolgreicher Unternehmer oder auch Angestellter macht man eigentlich keine Fehler im klassischen Sinne, sondern geht einen Weg, indem man herausfindet, was funktioniert, und was nicht. Ich habe schon so viel herausgefunden und nichts davon finde ich tragisch.

Tragisch ist es nur, wenn man es als tragisch abstempelt, und sich im Nachhinein darüber ärgert – vielleicht waren große Geldsummen im Spiel, oder es ist viel Vertrauen im zwischenmenschlichen Bereich zerstört worden. Jeder hätte zig Möglichkeiten, sich über Dinge in der Vergangenheit zu ärgern, aber was bringt’s? Gar nichts.

Fehler zu machen bedeutet nur herauszufinden, was klappt, und was man lieber lassen sollte. Das sollte für einen so selbstverständlich sein wie der Kaffee am Morgen, ganz normal, überhaupt nicht wild und sogar positiv. Vielleicht geht sogar tatsächlich alles den Bach runter, und man muss ganz von vorne anfangen, aber auch das packst man und zwar ohne den negativen „Ich bin gescheitert.“- Stempel auf der Stirn. Tausend Mal lieber etwas ausprobiert und in den Sand gesetzt, als nie aus der Komfortzone gewagt und vor Langeweile gestorben. Und dumm dazu. Alles, was man sich innerlich selbst vorwirft ist reine Selbstsabotage und das bringt einen einfach nicht weiter. Man blockiert sich selbst.

Versetze dich noch mal kurz in ein Angestellten-Dasein, und beschreibe in wenigen Worten den Vorgesetzten deiner Träume. Er würde würde keine Nachlässigkeit oder Faulheit dulden (wer das tut, ist einfach kein guter Vorgesetzter), aber im Gegenzug deine Leistung honorieren, deine Einzigartigkeit und Talente würdigen, und dich pushen, ohne dich zu überfordern. Er würde dich nicht am Wochenende oder nach Feierabend belästigen.
Er würde dir mehr zutrauen, als du dir selbst: „Frau Schmidt, ich glaube, dass Sie das können.“ Und dann wäre er stolz auf dich, wenn du es tatsächlich schaffst. Er würde sich über jeden Erfolg freuen, dir einen guten Bonus zahlen, und froh sein, dass er dich hat. Und am schönsten wäre es, wenn das Ganze in einer lockeren, entspannten Atmosphäre passieren würde: Geduld, Verständnis, und echtes Interesse an deinem Wohlergehen wären ideal.

O.k., Folgendes: Du bist jetzt diese Führungskraft.

Warum sollte man also eine schlechtere Führungskraft sein, als diejenige, von der man schon immer geträumt hast? Warum dich selbst an die Belastungsgrenzen bringen, dich unter Druck setzen, dich fertig machen, dir eigene Fehler und Versagen immer wieder vor Augen führen, selbst nach Feierabend und am Wochenende mit den Gedanken in der Arbeit sein, dir selbst nichts richtig gönnen, und dich selbst zu kritisieren, statt stolz auf dich zu sein, wie großartig du alles meisterst?

Erstens ist alles eine Frage vom Fokus und zweitens ist alles ein Prozess, keiner wurde als Profi geboren. Ich kenne aber einige, die im Laufe ihres Lebens zu einem Profi wurden.

Auch, wenn man es sich gerade sehr wünscht, aber man wird auf gar keinen Fall alle Punkte auf einen Schlag ab sofort umsetzen können, und zwar so, dass sie einem ins Fleisch und Blut übergehen. Deshalb immer eins nach dem anderen, immer Schritt für Schritt. Das Ganze ist ein Lernprozess, ein wirklich schöner. Solange man bereit ist sich zu entwickeln, solange lernt man dazu. Und deshalb lautet mein Rat: genieße, genieße, genieße es – und wünsche dir nicht, dass es schnell vorbeigeht, abgeschlossen ist, und endlich alles läuft.

Dieser Prozess ist vorrangig dazu da, die eigene Persönlichkeit zu stärken, und sich unüberwindbar zu machen, jede Herausforderung lässt einen souveräner mit der nächsten umgehen – die Herausforderung wird immer nur so stark sein, wie die Person es ist.

Hat man also einen längeren Prozess in Aussicht, dann kann man sich wirklich freuen, denn auf einem guten Fundament kann man sogar ein Hochhaus bauen! Setze also auf solide Bauweise und gutes Mauerwerk, statt schnelle Erfolge aka Fertighaus, damit der Job jeder Witterung standhält.

Auf lange Sicht zahlt es sich immer aus – und macht sogar Spaß!

Be happy :)

Eigentlich kann man da gar nicht viel zu sagen, aber ich versuche es trotzdem mal. Denn man hat nur die Verantwortung für das eigene Leben und das ist zugleich die schlimmste und die schönste Nachricht überhaupt. Das bedeutet, dass – ganz egal, was andere tun, meinen, sagen, wollen oder nicht – man letztendlich entscheiden kann, was man will.

Eines Tages steht man vor Gott und auf die Frage, was man mit seinem Leben angestellt hat wird man ja schlecht sagen können, dass man ja eigentlich reisen, Kunst studieren, Sprachen lernen oder sich jeden Tag freuen wollte. Doch dann fand die Schwiegermutter, das Kind, der Pfarrer, die beste Freundin, dass das keine gute Idee ist – aus vielen unterschiedlichen Gründen. Aber der liebe Gott fragt dann, was mit einem Selbst war. Was man für sich selbst entschieden hat und nicht für die Anderen?

Es geht um das tiefe Bewusstsein, dass man die absolute, volle und uneingeschränkte Verantwortung für sein Leben hat und damit glücklich ist. Man tut, was für einen Selbst wichtig und notwendig ist. Jeder hat die Möglichkeit, und irgendwie auch die Pflicht, das Leben so erfüllt, glücklich, stark und großzügig zu leben, wie es in der eigenen Macht steht. Das kann Niemand für einen tun und es kann auch keiner verhindern. Man kann also nicht andere Menschen verantwortlich machen und sich beschweren oder Schuld auf unglückliche Umstände schieben – denn letzten Endes entscheidet man selbst.

Mag einem Ungerechtes zugestoßen sein, mag alles noch so düster, anstrengend, verwirrend, hoffnungslos oder schrecklich aussehen, man kann immer noch innerlich aufstehen und für sich beschließen, dass man sich weigert, verzweifelt zu sein. Man kann festlegen, dass dieses Problem einen nicht fertig machen wird. Man kann entscheiden, dass jede Herausforderung einen nur stärker macht, und man hinterher freier, glücklicher und gelöster ist statt verbitterter, ängstlicher oder vorsichtiger, wie es die Herausforderung am liebsten hätte. Am Ende ist man der Chef im Ring. Man ist dann in der Lage, die Entscheidungen zu treffen, die dafür nötig sind, damit es dauerhaft so bleibt. Man währt Angriffe von außen ab, verbannt Personen, die das Königreich zerstören wollen, und bringt alles in schönste Ordnung.

Ganz liebevoll, geduldig, im perfekten Schritt-für-Schritt-Tempo, ganz ohne Zwang, äußeren Druck oder irgendwelche Ängste. Liebevoll heißt übrigens konsequent, entschieden, klar und eindeutig – so ist dein Leben. Das gilt für Jeden. Diese Verantwortung, diese Freiheit, diese Zuständigkeit für das eigene Leben ist das allergrößte Geschenk. Sie kann durch nichts ersetzt werden und gilt ausnahmslos für jeden. Nimmt man jemandem also nur einen Teil dieser Verantwortung ab, dann mischt man sich in Dinge ein, die einen nichts angehen. Man untergräbt seine Autorität, man übernimmt die Führung in einem Bereich, der einem nicht gehört, stellt die Person in Frage, und machst sie minderwertig.

Ich versichere dir, du tust das mehrmals täglich – ganz ohne Absicht und mit besten Intentionen. Das ist sehr fein, läuft in den meisten Fällen unterschwellig ab, und klingt so normal und harmlos, dass es keinem auffallen würde. Jedes Mal, wenn man versucht, die Laune vom jemanden auszugleichen, wenn man bestimmte Dinge sagt oder nicht sagt, damit es der Person besser geht. Jedes Mal, wenn man sich schlecht oder verantwortlich oder schuldig wegen der Gemütsverfassung eines anderen fühlt – obwohl man nichts dafür kann. Jedes Mal, wenn man nicht mehr man selbst ist und mehr auf die Bedürfnisse des anderen achtet, als auf die eigenen, selbst, wenn diese einen stark einschränken – dann vermischen sich die Verantwortungsbereiche, und keiner wird damit wirklich glücklich sein. Dieses „Für die Stimmung anderer die Verantwortung übernehmen“ kann von „Sei leise, damit Papa sich nicht aufregt“ über „Hoffentlich gefällt meinem Date der Abend“ bis zur „Sind alle Familienmitglieder glücklich im Urlaub?“ reichen, oder sogar noch viel subtiler ablaufen. Die Palette ist so vielfältig und so zahlreich, wie es die Menschen und Situationen sind.

Am Ende läuft es aber immer auf dasselbe hinaus, denn man will alles tun, damit der andere glücklich ist. Ist derjenige offensichtlich nicht glücklich, dann fühlt man sich verantwortlich, und tut alles, was einem zur Verfügung steht, um das zu ändern. Das Resultat sind ständige Grenzüberschreitungen der jeweiligen Persönlichkeiten. Es ist mal mehr, mal weniger offensichtlich, aber immer die gleiche Soße aus Manipulation, unterschwelligen Erwartungen, emotionalen Spielchen und so weiter. Hat alles überhaupt nichts mit Liebe zu tun, obwohl es doch so lieb gemeint ist – in Wahrheit ist es jedoch eine Missachtung und Entwürdigung der anderen Person.

Deshalb ist es so wichtig, dass man Angriffe von außen abwehrt. Jeder Versuch, sich für die Laune eines anderen verantwortlich zu machen, ist eine Grenzüberschreitung und der allerbequemste und gleichzeitig effektivste Weg, um Beide unfrei zu machen. Selbst, wenn es zunächst verständlich klingt, und ganz fein oder unterschwellig geschieht, fühlst man sich auch nur das kleinste Bisschen schuldig, will es der Person recht machen, oder einfach nur, dass sie glücklich und zufrieden ist, hat man bereits die Grenze überschritten.

Das kann ein Seufzer sein. Oder ein Blick oder eine direkte Schuldzuweisung, wie z.B. „Weil du das gemacht hast… bin ich wieder…“. Die Spielarten sind unendlich vielfältig, aber das Endergebnis immer dasselbe, denn man fühlt sich verantwortlich, reagiert darauf, und es findet ein Übergriff statt. Mit jedem Übergriff verliert man ein Stück seiner Einzigartigkeit und Persönlichkeit, immer nur in kleinen Schritten, damit man es auch zulässt und es nicht zu auffällig wird. Aufhören damit kann man nur, wenn man eine Entscheidung trifft. Man ist gar nicht für ein glückliches Zuhause verantwortlich, man ist nur dafür verantwortlich, dass man glücklich ist. Man muss nicht seinen Partner glücklich machen, er selbst ist dafür verantwortlich, glücklich zu sein. Man muss nicht seine Kinder glücklich machen, man leitet seine Kinder dazu an, glückliche Menschen zu werden.

Das ist in keinster Weise egoistisch oder egozentrisch gemeint – denn es bedeutet weder Vernachlässigung deiner praktischen Aufgaben im Allgemeinen, noch eine emotionale Kälte. Und wenn Teenager mies drauf sein wollen und der Mann gestresst, ihre Entscheidung. Aber ist nicht deine Sache, nicht dein Bier, nicht deine Angelegenheit, du lässt dich nicht involvieren, beschuldigen, emotional erpressen oder überhaupt beeinflussen.

Wenn man jetzt erklärt, dass du emotional kalt bist, dann mag das Oberflächlich betrachtet vielleicht so aussehen, ich gebe es zu. Denn zum ersten Mal weigert man sich, sich in Dinge zu involvieren, die nicht die eigene Aufgabe sind. Zum ersten Mal überschreitet man keine Grenze, und erlaubt jedem sein Land so gestalten, wie er es möchte. Zum ersten Mal traut man der anderen Person zu, dass sie in der Lage ist, ihren Gemütszustand in den Griff zu kriegen – denn genau wie du, kann jeder andere auch die Entscheidungen für sich treffen. Ich kann dir versichern: das gibt zunächst Stress. Diejenigen, die alles auf deine Schultern abgeschoben haben, mögen ihre Passivität und Lethargie gar nicht aufgeben, man hat es sich heimelig gemacht, musste nichts ändern und stellte stattdessen Forderungen und sei es durch einen beiläufigen Satz oder gezielt platziertes Seufzen. Und nun soll das einfach so vorbei sein? Du wirst also garantiert als emotional kalt betitelt werden, und überhaupt „du hast dich verändert“, und „das soll Liebe sein?“

Und wenn mich etwas oder jemand permanent unglücklich macht, dann treffe ich Entscheidungen und gehe Schritte – aber gebe keinem die Schuld dafür. Und lieben kann man am allerallerbesten, wenn man so frei, so ungezwungen, so spontan, so glücklich, so erfüllt, so vergnügt und so man selbst sein kann, wie es nur geht, denn sonst heißt es nicht lieben, sondern manipulieren. Also etwas zu tun, um etwas damit zu erreichen.

Liebe will aber überhaupt nichts erreichen. Liebe will gar nichts von einem. Sie liebt einen einfach so, ohne Hintergedanken, Absichten oder ein bestimmtes Ziel – Liebe kann nur lieben. Das bedeutet ganz konkret, dass man die größte Power, die heftigste Durchschlagskraft, und die höchste Wirksamkeit hat, wenn man genauso ist: frei, ungezwungen, spontan, glücklich, erfüllt, vergnügt – so sehr man selbst, wie es nur geht. Diese Liebe hat eine Leichtigkeit und eine Power. Sie ist sanft und stark zugleich. Sie sieht harmlos aus und ist das absolute Gegenteil davon, weil sie alles Negative einfach auslöscht.

Darin strahlt man so stark, dass es sich automatisch auf andere überträgt – und zwar auf alle, die genau das wollen. Man ist dann einfach man selbst, und alles, was man tut, ist, eine Schneise des Glücks zu hinterlassen – mangels Alternativen! Man kannt es nicht verhindern, denn man liebt die Menschen, tust ihnen Gutes, schenkst mal ein Kompliment, sagst ein anderes Mal fast beiläufig „Ach, scheiß doch drauf!“, lächelst da jemand an, und hilfst hier jemand anderem. Die meiste Zeit tut man nichts, aber das ist auch ganz egal, weil man doch die Liebe ist.

Einem selbst macht all das am allermeisten Spaß, und in der nächsten Sekunde hat man es auch schon wieder vergessen: so bleibt man frei von allem Erlebten, und ist nicht durch etwas Äußeres gepusht. Man begegnet jedem in der festen Überzeugung, dass man das Beste ist, was ihm je passiert ist – und freut sich, dass er die Möglichkeit hat, in der Nähe zu sein. Ganz frei von Arroganz oder Selbstüberschätzung weiß man einfach, wie kostbar man ist, und wie kostbar das ist, was von einem ausgeht. Man macht einfach glücklich, weil es einen gibt!

Somit macht man jedem ein Angebot – ob er es annimmt oder nicht, ist seine Entscheidung.
Nur seine Entscheidung, man ist nicht verantwortlich. Und sich in seine Entscheidung nicht einzumischen ist die größte Wertschätzung und Liebe, die man ihm entgegenbringen kann.

Wenn du jemanden liebst, lässt du ihn frei.

Man identifiziert sich einfach völlig damit, und blendet alles Gegenteilige aus – das heißt nicht, dass man sich selbst belügt, sondern lediglich, dass der Fokus nicht auf dem Versagen, sondern auf der Liebe ist.

Egal, wo du dich gerade befindest – checke mal nur heute und morgen nicht ständig den Stimmungspegel der anderen, sondern beschließe, dass du gut drauf bleibst. Heute und morgen bist du mal nur für dich verantwortlich. Was andere denken, fühlen, und tun, beeindruckt dich nicht – ganz egal, was sich in deren Ländern und Grenzen abspielt.

Einfach mal machen und gut drauf sein.

Kreativität und Effektivität

Es geht hierbei um die Inspiration wo es langgehen soll und wie man sein Potential wirklich nutzen kann. Kreativität gibt es nicht nur in Berufen wie Künstler, Entertainer oder Tänzer. Im Gegenteil, auch in als Programmierer kann man kreativ sein, wenn es um einen komplizierten Algorithmus geht oder eine gute Freundin, die immer eine Lösung für Probleme hat ist kreativ. Ebenso eine Person, die immer ganz spezielle Klamotten und einen eigenen Style hat oder der Anwalt, der mit einem Vertrag das bestmögliche für einen Selbst herausholt.

Kreativität bedeutet seinen Gedanken freien Lauf zu lassen, um intelligente und ästhetische Lösungen zu finden.

Wichtig für Kreativität ist die eigene kreative Zone. Das kann ein abgeschlossener Raum sein, in dem man sich wirklich gut auf die Sache konzentrieren kann. Aber das kann auch schon die Abschottung über zum Beispiel Kopfhörer, in einem öffentlichen Bereich sein, mit denen man sich auf sich selbst und die Sache an sich konzentrieren kann. Diese Abschottung ist für mich immer der Start zur Kreativität.

Auch ist es wichtig Ablenkungen zu eliminieren, denn das ist der Tod der Kreativität. Jeder von uns ist in der heutigen Zeit immer nur einen kleinen Klick vom Entertainment entfernt. Sei es am Handy, am Computer oder auch im ganz normalen Alltag, wo die nächste Person um die Ecke kommt. Immer dann, wenn man die Ablenkungen ausschaltet und mit dem Kopf sich auf die Sache konzentriert bekommt man, nach ein wenig Übung, automatisch den Impuls, dass man jetzt kreativ ist.

Damit erschafft man sich einen eigenen Raum für Ideen. Die Ideen sind wie Wasser, sie brauchen Zeit und Raum um sich zu entwickeln. Ich bin dabei noch recht oldschool und schreibe die Dinge auf um sie visuell zu sehen und mir weitere Gedanken darum zu machen. Dabei ergeben sich immer weiter Fragen und man sieht wie sich das Ganze entwickelt. Dies weckt dann auch die Neugier und die Wissbegierde und man will sich weiterentwickeln und ist motiviert die Sache voranzutreiben. Der Tatendrang ist geweckt und man freut sich auf eine Fortsetzung der Arbeit.

Man ist dann wirklich produktiv. Denn abhängen und einfach faul sein machen das Leben nur schlimmer und man läuft den Dingen immer nur davon. Man muss sich aber nicht immer müde und platt fühlen und das Leben einfach nur vor sich hinlaufen lassen – auch wenn das auch Mal einfach Spaß macht. Es muss in Balance sein, denn wenn das Eine nicht ist kann auch das Andere nicht sein.

Es tut gut in Erinnerungen zu schwelgen, aber wichtiger ist es den Blick nach vorne zu richten und sich auf die Sache zu konzentrieren. Dabei ist es wichtig, dass auch das Handy nicht ständig in der Nähe ist, denn das lenkt einen nur ab. Tu es weit, weit weg. Man muss nicht immer und ständig erreichbar sein. Wer seine Arbeit immer wieder unterbrechen muss kann nicht effektiv arbeiten. Heute ist es leider viel zu einfach mal schnell nebenbei zu chatten oder mal schnell was nachzuschauen, was meistens auch gar nichts mit der eigentlichen Aufgabe zu tun hat. Dann ist man wieder draußen und muss seine Gedanke wieder neu ordnen.

Auch Multi-Tasking, ein wunderbarer Begriff aus unserer heutigen Zeit, ist nicht immer effektiv. Denn dadurch, dass man immer alle Aufgaben gleichzeitig erledigen will, geht die Konzentration auf das Wesentliche verloren und man braucht viel länger, als wenn man sich einfach auf eine Sache konzentriert und sie in Ruhe erledigt. Denn wenn man sich nur auf eine Sache konzentriert wird man feststellen, dass man viel schneller ist und auch weniger Fehler macht. Dieses „Deep-Work“ steht für eine effektivere Arbeitsleistung. Wenn man eine Aufgabe nach der anderen erledigt und nicht weiter zwischen den einzelnen Arbeitsbereichen hin und her springt fokussiert man sich auf das wesentliche. Bei mir ist es auch so, dass ich die Bereiche klar voneinander trenne und eins nach dem anderen erledige. Oft versuche ich auch die Dinge sogar örtlich voneinander zu trennen und die Bereiche zu separieren. So ist der Kopf am richtigen Ort schon auf die richtige Sache fokussiert und muss nicht über tausend Ecken denken und immer wieder zurückspringen.

Ein weiterer Punkt für Effektivität ist auch, dass man sich realistische Ziele setzt, sowohl zeitlich als auch von der Größe her. Denn durch zu viele und zu hohe Ziele kann es schnell in Frustration umschlagen, wenn die Dinge nicht so funktionieren wie man gerne hätte. Wichtiger ist es durch seine Ziele motiviert zu bleiben und sie konzentriert abzuarbeiten.

Wenn man dabei mit To-Do-Listen arbeitet sollte man immer klare Prioritäten setzen. Sonst werden die Listen einfach nur groß, unübersichtlich und sind nicht mehr effektiv. Man kann die Dinge nach einzelnen Tagen und dann auch in der Wichtigkeit ihrer Abarbeitung ordnen, so behält man einfacher den Überblick und sieht auch Erfolge. Auch kann man Dinge, die an einem Ort stattfinden zusammenfassen und so effektiver sein, als wenn man immer wieder durcheinander springt. Durch diese Mini-Ziele, die man sich für jeden Tag setzt bekommt man nach der Abarbeitung automatisch ein positives Feedback und freut sich darüber. Dieses tägliche Update hilft einem den Überblick zu behalten und auch die weiteren Dinge im Blick zu behalten.

Damit kommen wir auch schon zum nächsten Punkt, denn durch dieses tägliche Doing und der Umgang mit den Dingen entwickelt man Routinen. Diese Routinen sind gut, denn sie helfen uns Angewohnheiten zu automatisieren. Dadurch stressen sie uns weniger, denn man kennt das jetzt schon und hat weniger Druck. Meistens empfinden wir es so, dass wir mehr Verpflichtungen als Vergnügungen haben, aber das ist manchmal auch subjektiv. Denn wenn man diese Verpflichtungen automatisiert und zu einer täglichen Routine werden lässt fangen sie meist an Spaß zu machen – die Überwindung schwindet. Man findet den richtigen Workflow, ist fokussiert und kann ein wenig auf Autopilot gehen.

Durch diese Regelmäßigkeit und die Struktur der Prioritäten nutzt man die Zeit sinnvoller und schafft sich damit Raum für Wachstum. Es entsteht weniger Stillstand und Frustration, die Dinge fallen einem deutlich leichter und man ist effektiver. Dadurch ist man schneller und hat auch Zeit für andere Dinge. Jetzt entwickeln wir uns weiter und darin liegt auch immer die Freude.

Das ist sogar hormonell messbar, denn wenn man etwas Neues erreicht hat oder etwas als erledigt kennzeichnen kann, dann wird Dopamin ausgeschüttet. Es ist also hormonell messbarer Spaß. Das Dopamin sorgt dafür, dass es einem besser geht. Je mehr man effektiv erledigt umso einfacher fällt es einem Dinge effektiv zu erledigen. Desto mehr möchte man auch effektiv erledigen und man gewinnt Zeit für neue Dinge, die Freude machen. Es entsteht ein fließender Übergang zwischen Pflicht und Freude. Das ist das Ziel.

Deshalb immer auf die Dinge konzentrieren und Spaß dabei haben.