Message for you

Was würde passieren, wenn man eine kurze Botschaft ins Handy tippt – und dieses einer völlig fremden Person zu lesen gibt? Wäre es etwas Lustiges? Bedeutungsvolles? Tiefgrundiges? Und wie würde diese Person darauf reagieren?

Ganz oft sind wir in Gedanken, die gar nichts mit der eigentlichen Situation zu tun haben. Die sich auf Ereignisse aus der Vergangenheit zu beziehen oder mit eventuellen Zukunftsproblemen zu tun haben. Dann passiert es, dass man abgelenkt ist und eine Nachricht vielleicht mal bei der falschen Person ankommt. Das kann spannend sein, vor allem wenn es eine vollkommen fremde Person ist. Was kommt für eine Reaktion oder kommt gar nichts. Kommt man miteinander in Kontakt oder war es nur ein Ausrutscher.

Welche Botschaft würde ich selbst einem Fremden mitgeben? Wenn ich ganz fremden Personen eine kurze Nachricht schicken würde – ohne vorher großartig zu überlegen – dann würde diese zum Beispiel lauten:

Be the energy you want to attract.

Meckern kann man bekanntlich immer. Anderen die Schuld für’s eigene Scheitern zu geben, ist ganz leicht. Es gehört nicht viel dazu, mit dem Finger auf andere zu zeigen, überall den Fehler zu sehen, das Schlechte hervorzuheben und allgemein zu kritisieren – das kann jeder Depp. Dann bracht man sich aber nicht zu wundern, wenn man selbst oft deprimiert, lethargisch, lustlos und frustriert ist – und allgemein mehr Pech als Erfolg hat. Immer trifft man die falschen Leute, nichts klappt so richtig, und überhaupt ist das Leben ungerecht.

Um aus dieser Nummer auszusteigen, wird es nicht reichen, auf die richtigen Gelegenheiten und Menschen zu warten – diese werden niemals kommen. Jedes Hoffen und Wünschen auf Verbesserung ist umsonst.

Anstatt mir also Veränderung von anderen zu wünschen, habe ich mich entschieden, solange damit schon mal anzufangen. Das betrifft ganz kleine Details – und die großen, wichtigen Entscheidungen in meinem Leben. Ganz egal, ob es sich um mehr Freundlichkeit im Alltag, mehr Lebensfreude, mehr Freiheit, mehr Großzügigkeit anderen gegenüber, mehr Leichtigkeit und Spaß handelt oder um den simplen Wunsch, dass auf den Straßen mehr schön angezogene Frauen zu sehen sind. Ich hole meine schönsten Schuhe, ziehe mir die Lippen nach und laufe schon mal los.

In jedem Lebensbereich, in dem ich mir Veränderung zum Guten wünsche, kann ich meinetwegen auch die Allererste sein. Einer muss ja. Ich halte nichts vom „Wir sollten alle mehr… (uns um andere kümmern, weniger sorgen, den Planeten retten.)“ – Gerede. Was andere sollten oder müssten, ist nicht mein Business – ich bin nur für mich verantwortlich und treffe die Entscheidungen, ohne auf jemand anderen zu warten oder nach links und rechts zu schauen. My life, my rules. Und sehe da: alle, die das auch wollen, sammeln sich automatisch um mich. Ganz einfach und wunderschön.

Was andere über dich denken, geht dich nichts an.

Hundertfach auf dem Blog geschrieben, zigmal wiederholt und immer noch einer der Haupt-Keys zum Glücklichsein. Du bist für einige Dinge in deinem Leben zuständig, aber mit Sicherheit nicht dafür, dir darüber Gedanken zu machen, wie dich andere finden, was sie von dir halten und wie sie über dich denken. In den allermeisten Fällen denken sie nämlich überhaupt nichts, sondern sind stattdessen mit ihrem eigenen Kram beschäftigt und grübeln darüber nach, ob ihr Kind die Schule schafft oder was sie morgen kochen sollen oder warum der Freund nicht auf die Nachricht antwortet. Kommen sie doch dazu, etwas über dich zu denken und es ist etwas Gutes – schön für sie. Ist es etwas Schlechtes – geht dich nix an.

Man gewinnt so viel kostbare, schöne, lebendige und kreative Energie, wenn man aufhört, Bestätigung von Menschen zu suchen, sei es die vom Partner, den eigenen Eltern, dem Chef, der-einen-Freundin-der-man-es-beweisen-will, Schulkameraden, dem Freundeskreis, etc. Beschäftige dich nicht mit Dingen, die dich nichts angehen. Und die Meinung anderer Menschen über dich gehört auf jeden Fall dazu.

Trau dich!

Die schönsten Dinge, die größten Abenteuer und das Unerwartete – das geschieht, wenn man den sicheren, bisher bekannten Weg verlässt, und sich einfach etwas traut. Die Bequemlichkeitszone mag vermeintliche Sicherheit bieten, aber sie ist gleichzeitig sterbenslangweilig und klein. Ich aber bin davon überzeugt, dass ich nicht auf dieser Welt bin, um mich zu langweilen.

Ich bin für Größe, Inspiration, Power, Liebe, Stärke, Abenteuer und Lebensfreude und keins davon ist absolut einfach und überall zu haben, sonst würde das ja jeder tun. Großartigkeit gibt es nicht an der nächsten Ecke zu holen – für die wirst du dich schon selbst ganz bewusst entscheiden müssen. Und sie dann selbst entdecken und erleben.

Und ja, du wirst vor Herausforderungen stehen und dich mit unangenehmen Dingen auseinandersetzen müssen – ich sag’s dir lieber gleich. Aber genau das wird in dir eine Stärke und Sicherheit hervorbringen, die für deine persönliche Entwicklung und alles Schöne und Große in deinem Leben unabdingbar ist.

Hab keine Angst. Trau dich! Je ungewöhnlicher und verrückter (für die Vernunft) der Schritt, umso größer die Wahrscheinlichkeit, dass es richtig geil wird. So oder so. Also trau dich! Diese Welt wartet sehnsüchtig auf welche, die sich trauen. Weil es sie selbst enorm ermutigt und inspiriert, es ihnen gleich zu tun.

Kaufe dir selbst heute Blumen.

Einfach so, damit du dich freust. Sie wärmen nicht, machen dich nicht satt, so richtig weihnachtlich sind sie auch nicht, und obendrauf in einigen Tagen verwelkt. Und genau deshalb der ultimative Luxus.

Ach, ja, und wenn fremde Kinder in der Straßenbahn singen, dann singe gleich mit – obwohl du im Grunde nicht singen kannst. Es kann nämlich passieren, dass auf einmal der halbe Wagen ganz laut gemeinsam singt und dreimal dürft ihr raten, wem gestern genau das passiert ist und wie glücklich alle hinterher in dieser Straßenbahn waren. Dabei fing alles ganz harmlos mit ein paar Liedern an!

Und dann würde ich mir selbst eine Blume kaufen und diese auf meinen Schreibtisch stellen. Weil – einer muss ja anfangen.

Welchen Satz würdet Ihr spontan einem Fremden schreiben?

Dinge, die du in deinem Leben garantiert nicht brauchst.

Marie Kondo’s Besteller hat weltweit für ein Umdenken und eine Begeisterung für’s Aufräumen und Wegwerfen gesorgt, denn je weniger Zeug um einen herum, umso weniger Stress. Kurz zusammengefasst, behalte nur die Sachen, die du a) wirklich brauchst, oder die dich b)glücklich machen.

Und auch, wenn ich persönlich spätestens beim esoterischen Teil ausgestiegen bin, bin ich davon überzeugt, dass das Grundprinzip allgemein stimmt: je weniger Kram – umso einfacher, schöner, leichter, entspannter und in Folge dessen erfüllter, glücklicher und erfolgreicher das Leben. Und was für den Kleiderschrank gilt, gilt für den Kopf. Zumindest erlebe ich das selbst genau so.

Obwohl mein Haushalt ordentlich ist, bin ich garantiert keine Haushalts-Aufräum-Expertin. Ich kann allerdings was ganz anderes, nämlich euch in meine Welt mitnehmen, in der es ganz wenig Kram gibt und ausnahmslos alles, was sich darin befindet schön, stark, leicht, effektiv und voller Wertschätzung und Lebensfreude ist.

Das andere braucht man alles nämlich nicht, wenn du das aber nicht weißt, behältst du es aus Gewohnheit. Diese Dinge belasten dich, rauben deine Lebenslust, deckeln deine Persönlichkeit, und lassen dich klein, gewöhnlich und mittelmäßig sein. Meine Frage an dich heute lautet: Hast du bereits ein Leben gewählt, in dem es normal ist, dass man sich ständig mit Dingen beschäftigt, die einen nicht weiter bringen, und in Kram involviert, dass einen nichts angeht? Oder hast du genug von Mittelmaß, Kleinkram-Denke und einer Last, die eigentlich niemals deine war, dich aber beinahe erdrückt? Hast du dich mit einem Leidensdruck in bestimmten Lebensbereichen abgefunden, oder sogar resigniert? Erträgst du vieles einfach nur noch mangels Alternativen?

Ich kenne das alles nicht. Ich kenne nur ein Leben, das leidenschaftlich und gleichzeitig locker ist. Stark und trotzdem weich. Voller Durchsetzungskraft und natürlicher Autorität und trotzdem nicht unnahbar oder kühl. Einfach und trotzdem immer erfolgreich. Lustig ohne Ende und gleichzeitig nicht naiv. Anziehend und trotzdem nicht der Fußabstreifer von allen. Spontan und trotzdem immer auf den Punkt. Genau so ist mein Alltag und genau dahin kann ich dich mitnehmen.

Der Weg dahin führt nur und ausschließlich über die Liebe. Ohne Liebe ist alles Dreck, ganz egal, wie schön es nach außen glänzt.

Vieles wird für deinen Verstand herausfordernd oder verrückt sein, und manchmal wirst du dich ganz fruchtbar über mich ärgern, und am liebsten gegen-argumentieren wollen – ich verstehe das sehr gut. Und deshalb ist das Allerwichtigste: vertraust du mir? Je mehr du mir vertraust, umso schneller wirst du alles Eklige und Schwere los sein, umso schneller entdeckst du diese neue, wunderschöne, unbekannte, aufregende Leben der Liebe.

Selbstzweifel. Oder, wie ich sie intern am liebsten nenne: „Die Fucking Selbstzweifel.“ Selbstzweifel, Sich selbst Hinterfragen, Unsicherheit, Relativierung – ich hasse jedes einzelne aus dieser Verwandtschaft. Das, was für die Meisten von euch so normal klingt, wie die erste Tasse Kaffee am Morgen, ist in Wirklichkeit das nackte Grauen. Selbstzweifel sind wie ein Wurm, der ständig an den schönsten Früchten knabbert, die du eigentlich genießen solltest. Selbstzweifel machen dir alles, was du an Schönem erreicht hast, klein und madig. Selbstzweifel sind wie eine Hundeleine, die dich nur bis zu einem gewissen Grad vorwärts gehen lässt, denn was weißt du schon, ob du zu noch Größerem in der Lage bist? Selbstzweifel sind der Killer jeder ungehemmter Lebensfreude, der Räuber aller absoluten Stärke und Durchschlagspower und nennen wir das Kind beim Namen: Selbstzweifel sind der Teufel.

Ich kann gar nicht oft genug betonen, wie zerstörerisch, wie hemmend, und wie dein Potenzial begrenzend Selbstzweifel sind.

„Bin ich eine gute Mutter? Hätte ich es vorher lieber erlauben sollen?“ „War das die richtige Entscheidung, diese Wohnung zu nehmen?“ „Schaffe ich diese Aufgabe im Job überhaupt?“ „Sollte ich meinem Partner mehr Zuwendung schenken oder ihm mehr Freiraum lassen? Bin ich überhaupt gut genug für ihn?“ „War der Umzug eine gute Idee, oder hätte ich noch warten sollen?“ „Bin ich schön/dünn/witzig/eloquent/smart/kreativ genug?“ „Ich sollte viel strenger, nachgiebiger, lockerer, entspannter, resoluter, selbstsicherer sein.“ „Ich müsste eigentlich viel mehr… und stattdessen weniger… „

Ich weiß ganz genau, wie sehr es viele von euch lieben, sich ständig selbst zu hinterfragen, dauernd an euch selbst zu grübeln und sich selbst ständig zu relativieren – das ist nämlich in unserem Kulturkreis En Vogue, gilt als Zeichen von Bildung und Bescheidenheit. Dass man unzulänglich ist und sich dessen allezeit bewusst, gilt als sympathisch und menschlich – in christlichen Kreisen ist es quasi die Norm, weil „Ich bin ein Sünder, und nicht besser als alle anderen, und ich mache ständig Fehler, aber Gott liebt mich trotzdem.“ Selbstzweifel fromm ausgedrückt: ganz großes Dämonen-Kino.

Absolutes von Sich Überzeugt sein dagegen ist suspekt und manchmal sogar gefährlich. Und ehrlich gesagt ist es das auch, denn wenn jemand nicht korrekturfähig ist, kann das schlimm enden – in der Menschenwelt muss man also fähig sein, sich ständig zu hinterfragen oder hinterfragen zu lassen. Außerdem ist so ein „Von sich Selbst überzeugt Sein“ im Grunde arrogant und anmaßend.

Mir ist absolut bewusst, dass jeder von uns (inklusive mir selbst) sich in seiner Persönlichkeitsentwicklung noch auf dem Weg befindet und natürlich machen wir alle dabei Fehler. Und natürlich kann und soll man sie auch korrigieren dürfen, ist ja klar! Aber darüber hinaus muss das Bewusstsein für die Großartigkeit deiner Person, das Wissen über deine Einzigartigkeit und die Begeisterung darüber, dass du du bist und genau richtig so alles andere bei Weitem überschatten. Sonst ist alles unsicher, anstrengend und ätzend.

Ich sage dir, wie ich es mache. Ich erlaube mir nicht den kleinsten Selbstzweifel. Ich vertraue bombenfest, dass die Liebe mich führt. Ich muss es nicht im Hirn wissen, ich muss nichts kapiert haben, ich bin davon überzeugt, denn sie lenkt jedes meiner Schritte, sie führt mich zum richtigen Zeitpunkt an den richtigen Ort mit den richtigen Menschen zusammen. Jeder Satz, den ich sage, passt. Jede Handlung, die ich tue, sitzt. Jeder Schritt, den ich gehe, ist genau der Richtige. Jede Herausforderung, die sich mir in den Weg stellt, bin ich in der Lage, hervorragend zu meistern – ob mein Verstand und meine Gefühle das momentan auch so sehen, oder nicht, ist mir dabei vollkommen egal.

Und über all dem vertraue ich zu 100%, dass mit mir, meiner Herzenshaltung und meiner Person alles passt.

Und noch eins habe ich beschlossen und zwar ist jede Entscheidung, die ich treffe, ist richtig. Egal, ob ich etwas von der Materie verstanden habe, egal, wie viele Optionen es sonst gegeben hätte, egal, wie verlockend Alternativen aussehen. Alles, was ich entschieden habe, ist genau das Richtige. Du kannst dir nicht im Entferntesten vorstellen, was für eine Lebensqualität das ist! Du glaubst überhaupt nicht, welchen Schwung, welche Sicherheit und welchen Spaß man infolgedessen hat!

Sich mit aufgeschobenen Entscheidungen und nicht endenden Alternativen herumzuschlagen ist nicht für mich. Was wäre Gott für ein Arschloch, wenn wer mir ein Leben zur Verfügung stellen würde, in dem ich mühsam herausfinden muss, was für mich das Beste ist? Wie so eine Art Ratespiel mit Hindernissen und Prüfungen – nein, Danke, nicht für mich. Ich weiß in ganz vielen Dingen nicht Bescheid, also entscheide ich, in dem absolut festen Vertrauen, dass es die einzig beste Entscheidung ist. Mangels Alternativen, weil für mich ist alles quasi idiotensicher safe.

Was wäre Gott für ein Arsch, wenn er dich erst leiten würde, wenn du „so weit bist“? Das wäre ja sonst so ein Glücksritter-Leben, in dem man hofft, dass man sich irgendwie richtig verhält, und am Ende dafür belohnt wird. Oder so eine Art Parcours, in dem man die Klippen umschiffen muss, um am Ende den Preis zu bekommen. Was für eine beschissene Aussicht! Und wie riskant und unsicher das Ganze! So ist das für eine Liebesbotschafterin nicht. Ganz egal, in welchem Entwicklungsschritt du dich befindest – vollkommen egal! – du vertraust, dass du immer und überall geführt bist. Genau dann brauchst du doch die Liebe! Egal, wo du gerade bist: du kannst immer, immer, immer vertrauen, dass du genau jetzt und hier und in dieser speziellen persönlichen Herausforderung, in der du dich gerade befindest, exakt präzise richtig entscheidest. Du richtest dich dabei weder nach deinen Erfahrungen noch nach den Ratschlägen anderer.

Denn Erfahrungen können wir jetzt nicht berücksichtigen – das war ja noch in der Vergangenheit und wir leben schließlich im Jetzt. Ist doch jetzt egal, was damals war, da haben wir gerade keine Zeit für. Diese neue Liebe ist wie ein neues Leben, nananananaaaaaa….

Jeder, der dir Selbstzweifel vermittelt – lauf weg, so schnell du kannst. Jeder, der dir dauerhaft das Gefühl vermittelt, nicht richtig zu sein, nicht gut genug, nicht smart genug, nicht dünn genug, nicht hübsch genug, keine gute Mutter, keine gute Partnerin, nicht wasauchimmergenug zu sein – sollte nicht länger in deiner Nähe sein. Jedem, der dir den Eindruck gibt – selbst unterschwellig! Selbst dann! – nicht vollwertig zu sein, einfach nicht wirklich zu passen – höre ihm nicht zu. Jeder, der dich in Frage stellt, deine Motive, deine Persönlichkeit an sich, deine Art – und dich stattdessen immer irgendwie unsicher, zögerlich und klein macht – verbringe keine Zeit mit ihm. Ganz egal, wie „gut“ und wie „ich mache mir ja nur Sorgen“ und „ich kenne dich doch, du hast noch nie… und schon immer…“ – er es meint.

Für dich gilt ab sofort: Selbstzweifel gibt es nicht länger in deiner Welt. Die brauchst du nicht und sie machen nicht glücklich.

Du gehst vorwärts, gibst Vollgas, feierst deine Person und dein Leben in jedem Augenblick, überwindest Schwierigkeiten, liebst alle um dich herum – und das alles mit dem stärksten Rückhalt des ganzen Universums: Liebe. Bei dir kann nichts schief gehen.

Any more problems..?

Und wiederum erzähle ich euch einfach, wie ich es mache und ihr könnt euch einfach inspirieren lassen, um wieder klar im Kopf zu werden. Denn sind die Probleme erstmal da, ist man oft eine Weile ein bisschen neben der Spur, und starrt diese an wie ein hypnotisierter Dschungelbuch-Mogli die Schlange. „Hör auf mich…“ – Nein, danke. Nicht mit mir.

Ich bin ganz bestimmt einer der größter Fans der Selbstverantwortung überhaupt. Und genau das ist ein riesiger Schlüssel, um aus jedem Umstände-Mist möglichst schnell und unbeschadet herauszukommen. Ganz egal, wie sehr mir unrecht getan wurde, wie grundlegend andere am Problem schuld sind und wie wenig „ich dafür kann“ – ich weigere mich, auch nur den kleinsten Teil der Verantwortung dafür, wie es mir momentan geht, an andere Personen abzugeben.

Denn eins weiß ich mit Sicherheit, wenn ich das einmal zugelassen habe, dann ist es quasi vorbei. Dann ist man nämlich in dieser ekligen „wann entschuldigt er sich; wann erkennt sie endlich, dass sie unrecht hatte; wann werde ich rehabilitiert werden; wann sehen endlich alle ein, dass ich…, usw.“ –  Warteschleife gefangen und wird mal mehr mal weniger von denselben Gedanken gequält. Und diese Gedanken lauten alle in etwa: „hätte sie bzw. er nicht damals…, dann würde ich nicht heute…“ „würde sie… dann könnte ich endlich…“

Das ist wie sich freiwillig an etwas unberechenbares zu ketten. Und das mag zunächst für den Verstand absolut nachvollziehbar und logisch klingen (weil: „hätte er nicht… dann würde ich nicht heute…“), ich gebe es zu. In Wirklichkeit ist es aber hochgefährlich und zerstörerisch.

Denn man hat keine Kontrolle über andere Menschen. Was bei denen ist, geht dich nichts an – du bist nur und ausschließlich für dich selbst verantwortlich. Du kannst nicht bestimmten, was sie denken und tun, dafür ist die persönliche Freiheit eines jeden zu kostbar. Selbst, wenn diese Freiheit in deinen Augen für diese Person nicht das optimale ist – selbst dann nicht.

Auch wenn du glaubst, dass du anders nicht mehr glücklich sein kannst. Wie lange willst du (er)warten und hoffen und bangen und wünschen und manipulieren und drängen und betteln und dich quälen, während du von jemand anderem eine Änderung erhoffst? Ich kann dir versichern, das ist ein ganz schlimmer Zustand auf dem Abstellgleis, auf dem der Zug ganz vielleicht, niemals, irgendwann, unter Umständen, wenn alles so läuft wie du dir vorstellst… Das kann keiner von euch ernsthaft wollen und ich will das auch nicht für euch!

Siehst du und genau deshalb weigere ich mich. Ich weigere mich, andere dafür verantwortlich zu machen, wie es mir gerade jetzt geht. Auch wenn sie maßgeblich und ganz offensichtlich der Auslöser dafür waren.  Oder sie selbst das Problem sind. Oder tatsächlich in böser Absicht gehandelt haben und mir nur das Schlimmste wünschten. Denn machen wir uns nichts vor, solche Menschen gibt es. Wer es nicht glaubt, der lebt in einer Traumblase, die nichts mit der Realität zu tun hat. Oder mir aus Versehen schadeten, was weiß ich schon. Mir egal, wie und was und wer und warum – ich will keinem dafür Schuld geben, wie es mir jetzt gerade geht.

Wenn ich darüber nachdenken würde (aber ich weigere mich, darüber nachzudenken) – aber wenn – dann würden mir zig Gründe einfallen, wie viel schöner, leichter, glücklicher mein Leben sein könnte, wenn andere damals… und wenn er nicht… und wenn sie…

Weißt du, was ich stattdessen tue? Ich scheiße drauf. (bitte verzeiht den Kraftausdruck, aber das ist genau das, was ich tue). Man kann es natürlich auch mit „ich lasse diese Situation los…“ ausdrücken – mir persönlich klingt das aber zu schwammig, lasch, larifari. Ich stehe lieber auf dieses Entschiedene, Klare, Eindeutige. Zack, zack, auf geht’s, lange genug geschmollt und gehofft und gewünscht!

Und dann ergreife ich wieder ganz neu und absolut bewusst die Verantwortung für mein Leben. Und zwar konkret über jeden einzelnen Augenblick, diesen Montag heute, hier und jetzt. Ich beschließe, dass ich so glücklich bin, wie ich nur glücklich sein kann und so fröhlich und so erfüllt und so randvoll mit Gutem, dass ich beinahe platze.

Es ist ganz normal, dass man sich traurig oder nicht glücklich fühlt. Aber ich sagte nicht, dass ich es fühle. Ich sagte, dass ich es beschließe. Wer ist hier der Chef? Auf die Gefühle kann man sich bei sowas nicht verlassen, die drehen doch dauernd durch.

Wenn man „ohne, dass diese Person…“ nicht zu 100% glücklich, erfüllt und voller Lebensfreude sein kann, dann ist man das Gollum und sie der Ring. Dann hat einen der Ring, und ist „sein Schatz…“, während die eigene Persönlichkeit zusehends verfällt und man kaum noch weißt, wer man ist – man würde einfach alles für den Ring tun. Und das kann keiner ernsthaft wollen?!

Du bist absolut autark und unabhängig von jeder Zuneigung oder Ablehnung von außen. Du bist pure Liebe, die aus deinem Innersten fließt, und beschenkst alle einfach so, ohne eine Erwartung. Du hast niemals Mangel, kennst keine Einsamkeit und lehnst Sehnsucht einfach ab („Nein, danke, heute keinen Nachtisch. Nein, danke, heute keine Sehnsucht.“). Du erwartest nichts von anderen Menschen und alles von Gott. Du bist souverän, klar, stark, schön, voller Lebensfreude und Vertrauen, dass alles in deinem Leben sich zum Besten fügt, egal, wie es momentan aussieht. Du bist davon überzeugt, dass jeder, der dir begegnen soll, dir auch begegnet – dass alles, was du bekommen sollst, dir mühelos zufällt – ohne Manipulation, Panik oder blindem, angstgesteuerten Aktionismus deinerseits.

Und vor allem bist du frei und zwar um glücklich zu sein, wann auch immer du glücklich sein willst. Kein Umstand und kein Mensch kann dich daran hindern. Zumindest ist das bei mir so.

Es mag sich besonders schlimm anfühlen, wenn du dir deine Umstände anschaust – aber wenn ich du wäre, würde ich einfach beschließen, dass ich ein besonders leichter Fall bin. Das, gilt immer, überall und ausnahmslos und nicht nur bei 5 Luxusproblemchen. Ich glaube dir vom Herzen, dass es sich schlimm darstellt und anfühlt.

Wenn ich du wäre, würde ich jeden Grund, der mir das Recht zur Ausnahme gibt, auf der Stelle aus dem Weg räumen – alles, was mir 100% Selbstverantwortung nimmt, beiseite schaffen und zwar um der Freiheit willen. Wenn ich du wäre, würde ich beschließen: „Gut, dann ist es bei mir jetzt auch so einfach“ und meinen gegenteiligen Gefühlen nicht mehr die ganze Aufmerksamkeit schenken. Ja, genau das würde ich machen.

Ach, ist doch egal wie oft du es schon probiert hast – es geht nun mal um hier und jetzt und den Montag (oder an welchem Wochentag du es gerade liest) – also ist doch unbedeutend, ob du es am vergangenem Sonntag schon mal probiert… Vergiss gestern einfach – es geht doch gerade darum, wie ist dein jetzt?!

Bis du es tatsächlich auch fühlst, braucht es etwas Zeit. Hab Geduld.
Du wirst es fühlen, das verspreche ich dir.

Any problems..?

Wir kennen das vermutlich alle, diese Stimme im Kopf, die einem sagt, was geht und was nicht geht. Unser Ego macht sich dann breit und wir verbeißen uns in diesen Gedanken.

Weisst du, woraus eins der größten Unterschiede zwischen mir und dir besteht? Du schaust dir deine Umstände an und ziehst daraus Rückschlüsse auf dein Leben und deine Person. Sind diese gerade positiv, fühlst du dich wie der Überflieger  – häufen sich allerdings viele Missschläge, kommt es dir vor, als würdest du nichts auf die Reihe kriegen. Dann scheint alles schief zu gehen und was bist du überhaupt für ein Loser-einsam-pleite-unglücklich-Gosse ist nicht weit.

Ich aber bin mir einfach bewusst, wer ich bin und bestimme von dieser absolut schönen, festen und überlegenen Position über alle Umstände. Und rate mal, was passiert? Auch wenn du es kaum für möglich halten wirst, die Umstände verändern sich alle zu meinen Gunsten. Nicht sofort und nicht alle auf ein Mal – aber das ist mir egal, denn ich lebe sowieso unabhängig von ihnen. Ich lebe in und aus der Liebe in mir und die ist immer gleich schön, gleich stark, gleich leicht und gleich glückserfüllt – das erleichtert die Sache tatsächlich enorm.

Und weil ich nicht will, dass du dich auch nur einen Tag länger bemitleidest und dich in depressiver Stimmung suhlst oder es dir allgemein schlecht geht, wird es Zeit für eine erneute, kleine Richtigstellung. Wir machen das heute folgendermaßen, ich erzähle dir, wie es bei mir ist. Und du liest es, saugst es förmlich auf und beschließt es umzusetzen. Das nennt sich Identifikation, und ist überhaupt nicht schwer.

Ich gehe niemals von meinen Umständen aus. Verlockend ist es, ich gebe es zu – denn sie präsentieren sich immer überzeugend, können laut und eindringlich um deine Aufmerksamkeit schreien und haben auch sonst allerlei schlaue Tricks auf Lager, warum du dich mit ihnen dauerhaft beschäftigen solltest. Der Teufel ist zwar schwach, aber nicht dumm – dein Umstand wird dir garantiert so einleuchtend und glaubhaft serviert werden, dass deinem Verstand als einzige Schlussfolgerung bleibt. Bei mir passt etwas nicht. Mir geht’s mies. Alles wird untergehen. Mein Leben ist scheiße.

Ich aber lasse mich auf diesen Zirkus nicht ein – denn dann bin ich sofort mit… Zeug beschäftigt. Mit kleinem, unwichtigen oder miesen Zeug, welches sich aber durchaus groß, wichtig und Drama präsentiert, nicht zu vergessen.

Und jetzt kommt mein Ausgangspunkt, denn wenn die Liebe die stärkste Kraft im gesamten Universum ist – und ich diese quasi verkörpere – dann bin ich allem überlegen. Also bei Weitem. Also im Spaziergang. Also versteht sich von selbst. Die Liebe hat kein Problem – sie ist quasi der Löwe unter den Ameisen – der King unter den Untergebenen – der Bestimmer in der Gang – der Herrscher bei Game of Thrones – die absolute, uneingeschränkte, durch nichts zu überwindende Allmacht. Deshalb kann mir keiner was.

Egal, wie es momentan aussieht,
egal, wie groß das Drama sein mag,
egal, was andere sagen,
egal, was ich selbst Gegenteiliges erlebt habe,
egal, wie sich alles anfühlt, aussieht, darstellt – ist mir so egal. Egal, egal, egal. Ich glaube an diese Allmacht der Liebe in mir mehr als an alles andere, stur wie ein Esel und fest wie ein Fels. Und wenn das bei mir so ist, dann ist es ab sofort bei dir auch so.

Jeder ist hin und wieder mal traurig und irritiert. Ich bin auch mal kurzzeitig beeindruckt von dem bildgewaltigen, soundtrack-unterlegten Drama, welches sich „meine Probleme“ nennt.

Der Unterschied aber ist, denn ich bin mir absolut im Klaren, dass es eben nur Gefühle und Gedanken sind, die so jammern oder sich fürchten – ich aber habe die Aufgabe, ihnen zu sagen, dass alles gut und schön wird, ruhig, Brauner, ruhig. Ich erziehe meine Gefühle und Gedanken, liebevoll aber konsequent, und versichere ihnen, dass kein Aufstand nötig ist – was glaubst du sonst, was hier los wäre?! Die würden sich im Schlamm wälzen wie so ein 3Jähriger vor dem Süßigkeitenregal in der schönsten Trotzphase oder ein 14Jähriger, dem man das Iphone wegnimmt – für diesen Auftritt habe ich echt keine Zeit! Meine Gefühle wollen natürlich Selbstmitleid und Trotz und Frust und all das, aber es gibt nun mal jetzt keinen Schokoriegel und kein Iphone, Ende der Ansage. Ich kann das ganze Gewälze nicht so wirklich ernst nehmen, die beruhigen sich schon wieder. (Noch nie ist ein 3Jähriger für immer an der Kasse liegen geblieben.)

Verstehst du, ich bin mir meiner Stärke, Schönheit, Größe und Würde so bewusst, dass ich – bei jedem Anflug von miesen, negativen, traurigen, frustrierenden, depressiven, komischen, mich-unter-Druck-bringenden Gedanken oder Gefühlen mich einfach entschieden weigere, darauf einzugehen. Wer bin ich denn?! Und wo sind wir hier bitte schön?! Geht’s noch?! Ich kann nicht einerseits allen Ernstes glauben, dass ich die Liebe und pure Stärke bin und dann es mir erlauben, dauerhaft mies drauf zu sein. Das wäre irgendwie… schizophren, oder?

Das bedeutet ganz konkret, dass ich auch mal heule, wenn ich heulen will – aber mir manchmal selbst ein bisschen blöd dabei vorkomme. Und wenn das bei mir so ist, dann ist es ab sofort bei dir auch so. Abgesehen davon ist es hier keine „wer-ist-am-schlimmsten-dran“-Kompätischon – oder hat’s dir jemals was gebracht, wenn du an die Kinder in Afrika gedacht hast, während du Liebeskummer oder finanzielle Sorgen hattest? Na? Eben. Meine Umstände im Detail zu kennen, würde dir kein bisschen weiterhelfen.

Verstehst du, wenn du von den Umständen ausgehst, wird es in deinem Leben immer so ein Auf und Ab geben. Und das ist auf die Dauer extrem kräftezerrend und anstrengend, weil du ständig nur reagieren musst. Mal so, mal so, mal scheint die Sonne, der Partner ist liebevoll, das Konto voll, der Urlaub schön und die Kinder brav oder eben nicht. Und schon geht’s wieder los, das Seelen-EKG. Hoch und runter, wie so ein perverses Spiel mit deinen Gefühlen.

Wie passt das zu dir? Gar nicht! Es dürfen und können sich alle verrückt machen, die es gerne wollen, aber deine Person ist zu kostbar für so etwas, dein Leben zu wertvoll, du hast für solchen Zirkus einfach keinen Nerv. Stattdessen machst du es so wie ich und du konzertierst du dich umso mehr auf die Liebe, je größer das Drama ist. Du gibt´s extra Gas im Vertrauen und Locker Sein, je mehr Druck von außen versucht, an dich ranzukommen. Du entscheidest dich ganz neu, dich darauf zu verlassen, dass alles zum richtigen Zeitpunkt zu dir kommt und zwar genau dann, wenn Sorge und Zukunftsangst mit Pauken und Fanfaren antreten.

Ich versichere dir, dass du das kannst. Du bist fähig und in der Lage, dich zu entscheiden, nicht dem Umstand zu glauben. Und das ist ein bisschen wie ein Training – zuerst recht ungewohnt, aber irgendwann absolut selbstverständlich.

So, und bis zum nächsten Mal üben wir, uns nicht vom momentanen Problem beeindrucken zu lassen. Wer viele hat, kann schon mal ganz viel üben, und wird umso schneller frei davon, denn zu sagen „Ich mache mir keine Sorgen.“ ist leicht, wenn man keinen Anlass dazu hat. Oder „Ich habe keine Probleme mit Liebeskummer“ – wenn man glücklich verheiratet ist – kein Kunststück. Oder „Ich habe keine Angst um meine Zukunft.“ – wenn du verbeamtet auf Lebenszeit bist – eine Floskel. Das ist noch überhaupt keine Stärke, das sind einfach nur positive Umstände.

Aber inmitten von Stürmen leichtfüßig zu tanzen – das ist genau das, wohin die Reise hingeht. Darauf können wir uns alle sehr freuen! Ab da wird alles sehr schön und aufregend und macht wirklich, wirklich Spaß.

Mehr Sein als Schein

Ich schreibe des Öfteren über „Investment-Pieces“ – und das meint alles an Kleidungsstücken oder Einrichtungsgegenständen, die zwar einen hohen Anschaffungspreis haben, aber über eine lange Zeit so aktuell und qualitativ hochwertig sind, dass sich jeder ausgegebene Cent lohnt. Das ist sicherlich viel sinnvoller als günstiger Kram, welchen man nur eine Saison lang trägt. Gucci Tasche beats H&M Shopper.

Heute werde ich über ein Investment schreiben, welches sich mehr als alles andere lohnt und zwar das in die eigene Persönlichkeit. Ich werde so richtig Lust machen auf die inneren Werte – das ist nämlich das, was mich selbst am allermeisten fasziniert. Innere Schönheit und Stärke begeistern mich aufrichtig – das Äußere drumherum ist für mich zweitrangig.

Denn ganz egal, wie fest man davon überzeugt ist, dass man nur noch dieses eine Teil (setze hier beliebigen gewünschten Gegenstand ein) zum vollkommenen Glück braucht, das Aufwerten des Inneren durch Äußeres funktioniert niemals. Nie. Und zwar ganz egal, wie viele Menschen einen aufgrund von Äußerlichkeiten bewundern, anhimmeln, anschmachten und verehren. Der Kick durch Dinge, Menschen von außen ist kurz und hat keine Substanz.

Am Ende des Tages zählt nur eins: Wer ist man? Welche Persönlichkeit steht einem gegenüber, wenn man auftaucht? Welche Atmosphäre entsteht, wenn man da ist? Ob man bereits eine Persönlichkeit hat bzw. ist zeigt sich ganz einfach, nämlich unter Druck.

In unangenehmen Umständen zeigt sich das Wesen einer Person am Schnellsten: wie ist die spontane Reaktion? In Herausforderungen merkt man ganz schnell: fällt die gute Laune wie ein Kartenhaus zusammen? Ist man sofort wieder down, genervt, verstimmt? Rastet man aus, wird ungeduldig, weinerlich, selbstmitleidig oder gar wütend auf andere und hackt auf ihnen herum? Dann gibt es in Sachen Persönlichkeitsentwicklung noch Potenzial.

Je größer dagegen die Herausforderung und je souveräner die Reaktion = umso stärker die Persönlichkeit. Denn gut drauf sein, wenn alles gut läuft, kann bekanntlich jeder Depp.

Und da keiner von uns von Herausforderungen verschont bleibt, außer natürlich, er verlässt niemals seine Komfortzone. Aber das wäre fatal, weil man da womöglich an Langeweile stirbt, ist es essentiell, dass man in seine Persönlichkeit investiert. Dann wird man nicht nur einen kurzen, gefühlsmäßigen Kick erleben, sondern dauerhaft glücklich und erfüllt sein. Und gleichzeitig unbeeinflußt von den äußeren Umständen.

Lass dich nicht blenden. Der äußere Schein, große Namen, Zahlen, Besitztümer, augenscheinlicher Erfolg brauchen dich nicht zu beeindrucken. Es gibt Menschen, die sehr viel Geld verdienen, sehr viel Erfolg haben, sehr viel Zustimmung und Applaus ernten, sehr viele Follower generieren und in Zeiten von Social Media all das auf großen Plattformen hervorragend präsentieren können. Mein Wunsch ist es, dass sich Niemand davon blenden, verführen oder verunsichern lässt.

Denn all das sagt absolut nichts über die Persönlichkeit aus und schon gar nicht die Zahl der Follower! Hitler hatte Millionen, Jesus hatte Zwölf. Sagt nichts aus.

Lass dich nicht verunsichern. Sei nicht verwirrt oder frustriert. Vergleiche dich nicht und werde schon wieder sofort minderwertig („Schau mal, was sie schon erreicht hat, und wo bleibe ich?“), höre mit allen hektischen Aktionen auf, die von der Angst gesteuert werden, etwas zu verpassen („Jetzt muss ich schnell auf den Zug aufspringen, sonst bleibt für mich nichts übrig“) und lasse deine Entscheidungen nicht davon beeinflußt sein („Oh Gott, dann mache ich das eben auch, wenn es alle anderen machen.“)

Liebe ist vor allem immer: Würde, Größe, Standing und Souveränität. Und grenzenloses Vertrauen, dass man niemals etwas verpassen kann, weil einem alles immer zufließt. Du weißt doch, das Timing ist bei dir immer perfekt. Also keine Hektik oder Stress, nur weil jemand anderes gerade äußere Bestätigung erlebt. Was jemand anderes erlebt oder nicht erlebt, geht dich sowieso nichts an.

Wenn ich nur eins erreichen könnte, dann wäre es Folgendes: dass jeder sich seiner selbst so sicher ist, dass er von außen unbeeinflußbar ist und immer seiner Intuition vertraut.

Das Bauchgefühl ist eins der kostbarsten Dinge, die man geschenkt bekommen hat, ganz leise, ganz unaufdringlich, ganz unabhängig von äußeren Dingen. Achte darauf und handele danach – ganz egal, wie viele Gegenargumente das Hirn einem liefert (und es kann hervorragend argumentieren, das Hirn! Aber sowas von! Dabei kennt es z.B. die Liebe überhaupt nicht und hat deshalb gar keine Ahnung, wie es dann läuft. Aber Hauptsache, die Klappe aufreißen!) Höre auf dein Bauchgefühl – ganz egal, wie viele Menschen dich vom Gegenteil überzeugen wollen (und die können auch hervorragend Überzeugungsarbeit leisten! Manchmal sagen sie noch nicht mal viel, sondern ziehen eine Augenbraue hoch. Oder seufzen. Und schon bist du wieder verunsichert.) Ganz egal, wie laut der Umstand einen zu einer Entscheidung zwingen will – setze die Intuition immer an erste Stelle. Deine, wohlgemerkt und nicht die deiner einer anderen Person. Denn es ist dein Leben und jemand anders hat sein eigenes.

Ich lebe übrigens nur so und eins kannst du mir glauben. Es ist das abenteuerlichste, überraschendste, spannendste und gleichzeitig erfolgreichste und schönste Leben überhaupt. Und immer irgendwie aufregend.

Wenn man die Intuition immer und immer wieder ignoriert, nimmt man die innere Stimme irgendwann kaum noch wahr. Sie ist sehr sensibel. Aber das ist nicht schlimm – dann entscheidest man sich heute wieder dafür und vertraut, dass man es hören wird. Es wird eine Zeit brauchen, und dann wirst du es immer und immer feiner und genauer spüren.

Du kommst mit deiner Persönlichkeit kein Stück voran, wenn du nicht die gesamte – ich wiederhole: die gesamte Verantwortung für dein Leben übernimmst. Das bedeutet, dass du ab dieser Minute keinem anderen Menschen erlaubst, dass er „schuld“ daran ist, dass es dir nicht gut geht. Und nicht dauernd die Schuld auf andere abwälzt („wäre mein Partner, Kind, Chef nicht so, dann wäre ich glücklich…“).

Selbst, wenn dir sehr wehgetan wurde, und dir viel Unrecht passiert ist, selbst dann nicht. Du gibst das Recht auf, sauer, verletzt oder beleidigt zu sein zugunsten deiner persönlichen Freiheit. Du willst doch unmöglich verbittert sein? Deshalb entscheidest du dich, einfach loszulassen und niemanden mehr etwas vorzuwerfen. Mehrmals, falls nötig.

Ich sagte nicht, dass du es fühlen musst, ich sagte, dass du eine Entscheidung treffen kannst. Zuerst Entscheidung, dann Gefühle. Immer so herum. Für die Gefühle ist es ein Prozess, keine Frage – aber die packen das schon. Sie brauchen einfach immer etwas mehr Zeit, kein Problem.

Es ist so, dein Input bestimmt den Output. Also beschäftige dich mehr mit Innen als mit Außen. Sag mir einfach, womit du dich die meiste Zeit des Tages beschäftigst und ich sage dir, wie deine Persönlichkeit aussieht. Wenn du den ganzen Tag lang nur oberflächlichen Kram konsumierst, dich mit negativen oder mittelmäßigen Menschen (= small minds) umgibst oder ständig online Taschen anschaust, dann brauchst du dich nicht wundern, wenn keine großartige Persönlichkeit hervorkommt und du stattdessen dringend eine neue Tasche willst.

Merke: mit dem Alter wird man nur älter und nicht automatisch reifer, stärker oder glücklicher! Deine Persönlichkeit wird nicht einfach so über Nacht schöner, das braucht viele Nächte (und Tage), viele Entscheidungen und ist ein Prozeß. Aber das macht nichts, denn selbst diesen Prozeß kann man genießen.

Investiere lieber in deine Persönlichkeit, anstatt in eine Gucci-Tasche. Verbringe lieber mehr Zeit mit inspirierenden Menschen statt mit Blogs und Instagram. Setze deine Prioritäten viel mehr auf deine innere Schönheit als auf den äußeren Glanz. Jede Entscheidung für Freude inmitten von Schwierigkeiten baut dein Inneres. Jede Weigerung, dich selbst zu bemitleiden, obwohl du jeden Grund dazu hättest, macht dich auf der Stelle zig mal stärker. Jeder Entschluss, dich auf die Liebe zu verlassen – obwohl es nach dem genauen Gegenteil aussieht – lässt dich innerlich wachsen und macht dich souveräner. Und absolut jede Entscheidung und jeder Entschluss – mag er noch so unbedeutend und noch so unwichtig für die Außenwelt erscheinen – bringt dich enorm nach vorne und ist astreines Investment in dein Inneres! Das lohnt sich!

Fühle dich niemals minderwertig, unbedeutend oder klein, weil etwas Äußeres gerade gehypt wird – schaue es dir einfach ohne Bewertung an, wissend: Wie etwas aussieht, hat erstmal überhaupt nichts zu sagen. Das dahinter ist wichtig.

Immer von Innen nach Außen. Nie andersherum.

Und zum Schluss verrate ich dir noch etwas sehr Wichtiges: die Personen, die gerade Erfolg, Ruhm und Gucci Taschen haben, müssen sich auch entscheiden. Auch sie haben eine Verantwortung für ihr Leben und zwar die, sich nicht vom äußeren Glanz und Bestätigung emotional leben zu lassen. Und glaube mir, die Verführung, genau das zu tun, ist groß. Wenn das Licht nämlich ausgeht und der Fame vorbei ist, dann bleibt nur eins – die eigene Person.

Und wie schön ist es, wenn diese Person die strahlendste, glücklichste, und großartigste ist, die man sich nur vorstellen kann. Also du. Mehr Sein als Schein.

Es ist nicht schlimm

Es gibt diese Zeiten, die wohl Jeder kennt und in denen einfach nichts so funktioniert wie man es gerne hätte. Schlimmer noch, die Dinge geraten irgendwie völlig aus dem Lot und es geht einem einfach nur schlecht.

Jeder bestimmt ganz allein, was für ihn schlimm ist und was nicht. Ganz von Außen betrachtet, ist das Zusammenspiel aus den Umständen, die zu dieser Situation geführt haben, einfach großer Mist. Wie Tom so gern sagt: Bad shit went crazy. Hinzu kommt, dass ich für keinen davon verantwortlich bin und so liegt die Versuchung nahe, andere mit Vorwürfen und Schuldzuweisungen zu überhäufen, mit Bedauern alles durchzudenken und sich im Selbstmitleid zu wälzen. So versinkt man immer tiefer im Sumpf und am Ende ist es völlig egal, wer Schuld war, weil es einem so oder so schlecht geht. Über einen miesen Umstand zu jammern ist nun wirklich keine Kunst.

Oder man dreht die ganze Sache ins Gegenteil und beschließt, dass es überhaupt nicht schlimm ist. Weil, wer darf so etwas überhaupt behaupten? Wer legt denn fest, was für einen selbst schlimm ist? Der Umstand? Das Konto? Andere Menschen mit ihrem Fehlverhalten? In diesem Fall wäre man dem Ganzen schutzlos ausgeliefert und kann nur hoffen, dass alle Beteiligten mitspielen – ein sehr hoher Unsicherheitsfaktor, wie ich finde.

Irgendjemand hat mal gesagt „Oh Gott! Das hätte jedem von uns passieren können, so schnell kann alles vorbei sein!“. Ich kann dazu nur sagen: „Oh Gott! Das hätte jedem von uns passieren können und wie großartig kann es sein, ein Abenteuer zu starten und wie viele Möglichkeiten und Chancen und Ideen und Überraschungen warten auf einen – so schnell kann alles neu sein!“

Neu im Sinne von spannend. Neu im Sinne von frisch. Neu im Sinne von anders. Neu im Sinne von unbekannt. Neu im Sinne von Alles auf Anfang.

Existenzangst ist auch nur eine Angst. Doch schaut man ganz genau hinter die Existenzangst, dann steht da folgende Drohung: Wenn du das machst, dann stirbst du.

Der Teufel formuliert das viel subtiler und immer zugeschnitten auf die einzelne Situation: „Wenn du diesen Job kündigst, dann… “ „Wenn du das Loft aufgibst, dann…“ „Wenn du diesen Schritt gehst, dann…“ „Wenn du den Kontakt abbrichst, dann…“ „Wenn du dich von diesem Mann trennst, dann…“ „Wenn du dir das nicht länger gefallen lässt, dann…“ „Wenn du dieses Kind bekommst, dann…“ „Wenn du diese Rechnung zahlen musst, dann…“ „Wenn du diese Sicherheit aufgibst, dann…“ „Wenn du diese Entscheidung triffst, dann…“

„… dann geht alles den Bach runter, du wirst mittellos und niemals mehr so richtig glücklich, landest in der Gosse, bleibst für immer arm, einsam, hässlich und krank und stirbst.“ Die Konsequenz ist wiederum für alle gleich. Am Ende geht es immer um blankes Überleben.

Existenzangst ist die effektivste Methode, um Menschen bei der Stange zu halten, sie keine oder falsche Entscheidungen treffen zu lassen und ihnen ganz kategorisch die Grenze zu zeigen: „Bis hierhin und nicht weiter. Sonst stirbst du.“ Das ist die Öffnung der Pistole, mit der der Teufel exakt auf eine zielt und die Message ist klar: Wenn man jetzt von der Klippe springt, drückt er ab und man stirbt.

Oder man dreht die Öffnung der Pistole in seiner Hand um und tut genau das Gegenteil. Dieses Schlimmste, das, wo die größte Angst sich als Warnsignal zeigt, einem die Luft abschnürt, Tränen in die Augen treibt, Verzweiflung und Panik um sich greift. Dann springt man.

Man stirbt nicht! Man landet weder in der Gosse, noch wird man arm, unglücklich, krank und einsam sterben. Gar nichts davon wird passieren. Dahinter ist das geile Zeug. Genau hinter dieser Drohung ist das Glück. Hinter dieser Drohung ist die Freiheit. Ich kann nicht von dieser Klippe springen, weil ich sonst sterbe? Und wie ich kann.

Das Loslassen ist ein echtes Geheimnis. Das gilt für Dinge ebenso wie für Menschen. Keiner, der an etwas festhält, wird dauerhaft glücklich sein.

Der, der bindet und derjenige, der gebunden wird, können sich beide nicht entwickeln. Und wie schlimm ist es, wenn Menschen aufhören, sich weiter zu entwickeln! Wie viel ungenutzes Potenzial, welche Verschwendung an großartigen Möglichkeiten, was für eine unfassbare Persönlichkeits-Verstümmelung. Und das alles nur, weil man sich freiwillig an etwas festgebunden hat: einen Menschen, ein Haus, ein Möbelstück, einen Lebensstandard, eine Situation. Wie an so ’nen Pfahl, um dessen Radius man nun kreisen muss, ob man will oder nicht.

Ich könnte jetzt „Lasse los.“ schreiben, aber das klingt für mich immer so schwach-säuselnd, so schicksalsergeben, so wehmütig. Deshalb, scheiss doch auf alles.

Deine Persönlichkeit ist viel, viel zu kostbar, um sie im Tauschhandel für ein Haus, eine Beziehung, einen Lifestyle oder eine vermeintliche Sicherheit anzubieten. Ganz egal, wie hoch dein Preis sein mag – er ist zu hoch.

Für das Loslassen von Gegenständen gilt, alles, was du besitzt, ist mit einer bestimmten Energie belegt, mit einer Emotion, einer Erinnerung, einem. Entsorgt man nun diese Dinge, trennt man sich mit einem Schlag automatisch von diesen Energien, es ist viel schöner, als man zunächst glaubt. Pure Freude, großes Glück, fast ein Rausch. Krempelfreier Haushalt ist nur ein Goodie, den man obendrauf bekommt. Das neue Level an Freiheit, Lebensfreude und Glückseligkeit ist unbeschreiblich schön.

Am Anfang ist man völlig überfordert und man weiß eigentlich gar nicht was man zuerst machen soll. Doch oft erlebt man dann eine Welle von Unterstützung von Menschen um einen herum und von denen man es oftmals nicht erwartet hätte. Menschen, die Verantwortung übernehmen, ihre Zeit von sich aus zur Verfügung stellen, organisieren, tatkräftig mit anpacken, mich während des gesamten Prozesses unterstützen, motivieren, pushen, lieben und manchmal sogar zwingen, obwohl ich vor Müdigkeit kaum noch stehen kann. Nicht ein einziges Mal brachte jemand Wehmut, Bedauern oder Mitleid zum Ausdruck – ganz im Gegenteil. Das macht einfach Spaß und man schafft unendlich viel dabei. Diese Dynamik kannte ich in einem solchen Ausmaß noch nicht, und das hat mich regelrecht überwältigt.

Das Leben ist ein Abendteuer und deshalb kann man jede Sekunde davon genießen. Genießen, wenn alles wunderbar läuft, kann jeder, außer diejenigen, die selbst dann noch etwas zu meckern haben oder Probleme erfinden, aber das ist natürlich das niedrigste mögliche Level.

Sieht jedoch alles nach dem genauen Gegenteil aus und schreit einem der Umstand so richtig laut ins Gesicht, dann ist das der Augenblick, an dem es anfängt, mir wirklich Spaß zu machen. Das ist mein persönlicher Kick, mein Boost, mein „Jetzt werde ich lebendig.“ – Moment – wenn alles so richtig hoffnungslos und shitty und alles geht den Bach runter und wir werden alle in der Gosse, usw., und es für meine Gefühle und Gedanken so richtig herausfordernd wird: Genau darauf stehe ich. Weil ich dann endlich das Unmögliche glauben kann.

Das Leben ist nicht unberechenbar.
Das Leben ist kein Kampf.
Das Leben ist ein riesengroßes, sehr spannendes, und wunderschönes Abenteuer.

Ich weiß, dass es sich nicht immer so anfühlt und nicht immer so aussieht, aber das macht nichts. Wir drehen das.