Any more problems..?

Und wiederum erzähle ich euch einfach, wie ich es mache und ihr könnt euch einfach inspirieren lassen, um wieder klar im Kopf zu werden. Denn sind die Probleme erstmal da, ist man oft eine Weile ein bisschen neben der Spur, und starrt diese an wie ein hypnotisierter Dschungelbuch-Mogli die Schlange. „Hör auf mich…“ – Nein, danke. Nicht mit mir.

Ich bin ganz bestimmt einer der größter Fans der Selbstverantwortung überhaupt. Und genau das ist ein riesiger Schlüssel, um aus jedem Umstände-Mist möglichst schnell und unbeschadet herauszukommen. Ganz egal, wie sehr mir unrecht getan wurde, wie grundlegend andere am Problem schuld sind und wie wenig „ich dafür kann“ – ich weigere mich, auch nur den kleinsten Teil der Verantwortung dafür, wie es mir momentan geht, an andere Personen abzugeben.

Denn eins weiß ich mit Sicherheit, wenn ich das einmal zugelassen habe, dann ist es quasi vorbei. Dann ist man nämlich in dieser ekligen „wann entschuldigt er sich; wann erkennt sie endlich, dass sie unrecht hatte; wann werde ich rehabilitiert werden; wann sehen endlich alle ein, dass ich…, usw.“ –  Warteschleife gefangen und wird mal mehr mal weniger von denselben Gedanken gequält. Und diese Gedanken lauten alle in etwa: „hätte sie bzw. er nicht damals…, dann würde ich nicht heute…“ „würde sie… dann könnte ich endlich…“

Das ist wie sich freiwillig an etwas unberechenbares zu ketten. Und das mag zunächst für den Verstand absolut nachvollziehbar und logisch klingen (weil: „hätte er nicht… dann würde ich nicht heute…“), ich gebe es zu. In Wirklichkeit ist es aber hochgefährlich und zerstörerisch.

Denn man hat keine Kontrolle über andere Menschen. Was bei denen ist, geht dich nichts an – du bist nur und ausschließlich für dich selbst verantwortlich. Du kannst nicht bestimmten, was sie denken und tun, dafür ist die persönliche Freiheit eines jeden zu kostbar. Selbst, wenn diese Freiheit in deinen Augen für diese Person nicht das optimale ist – selbst dann nicht.

Auch wenn du glaubst, dass du anders nicht mehr glücklich sein kannst. Wie lange willst du (er)warten und hoffen und bangen und wünschen und manipulieren und drängen und betteln und dich quälen, während du von jemand anderem eine Änderung erhoffst? Ich kann dir versichern, das ist ein ganz schlimmer Zustand auf dem Abstellgleis, auf dem der Zug ganz vielleicht, niemals, irgendwann, unter Umständen, wenn alles so läuft wie du dir vorstellst… Das kann keiner von euch ernsthaft wollen und ich will das auch nicht für euch!

Siehst du und genau deshalb weigere ich mich. Ich weigere mich, andere dafür verantwortlich zu machen, wie es mir gerade jetzt geht. Auch wenn sie maßgeblich und ganz offensichtlich der Auslöser dafür waren.  Oder sie selbst das Problem sind. Oder tatsächlich in böser Absicht gehandelt haben und mir nur das Schlimmste wünschten. Denn machen wir uns nichts vor, solche Menschen gibt es. Wer es nicht glaubt, der lebt in einer Traumblase, die nichts mit der Realität zu tun hat. Oder mir aus Versehen schadeten, was weiß ich schon. Mir egal, wie und was und wer und warum – ich will keinem dafür Schuld geben, wie es mir jetzt gerade geht.

Wenn ich darüber nachdenken würde (aber ich weigere mich, darüber nachzudenken) – aber wenn – dann würden mir zig Gründe einfallen, wie viel schöner, leichter, glücklicher mein Leben sein könnte, wenn andere damals… und wenn er nicht… und wenn sie…

Weißt du, was ich stattdessen tue? Ich scheiße drauf. (bitte verzeiht den Kraftausdruck, aber das ist genau das, was ich tue). Man kann es natürlich auch mit „ich lasse diese Situation los…“ ausdrücken – mir persönlich klingt das aber zu schwammig, lasch, larifari. Ich stehe lieber auf dieses Entschiedene, Klare, Eindeutige. Zack, zack, auf geht’s, lange genug geschmollt und gehofft und gewünscht!

Und dann ergreife ich wieder ganz neu und absolut bewusst die Verantwortung für mein Leben. Und zwar konkret über jeden einzelnen Augenblick, diesen Montag heute, hier und jetzt. Ich beschließe, dass ich so glücklich bin, wie ich nur glücklich sein kann und so fröhlich und so erfüllt und so randvoll mit Gutem, dass ich beinahe platze.

Es ist ganz normal, dass man sich traurig oder nicht glücklich fühlt. Aber ich sagte nicht, dass ich es fühle. Ich sagte, dass ich es beschließe. Wer ist hier der Chef? Auf die Gefühle kann man sich bei sowas nicht verlassen, die drehen doch dauernd durch.

Wenn man „ohne, dass diese Person…“ nicht zu 100% glücklich, erfüllt und voller Lebensfreude sein kann, dann ist man das Gollum und sie der Ring. Dann hat einen der Ring, und ist „sein Schatz…“, während die eigene Persönlichkeit zusehends verfällt und man kaum noch weißt, wer man ist – man würde einfach alles für den Ring tun. Und das kann keiner ernsthaft wollen?!

Du bist absolut autark und unabhängig von jeder Zuneigung oder Ablehnung von außen. Du bist pure Liebe, die aus deinem Innersten fließt, und beschenkst alle einfach so, ohne eine Erwartung. Du hast niemals Mangel, kennst keine Einsamkeit und lehnst Sehnsucht einfach ab („Nein, danke, heute keinen Nachtisch. Nein, danke, heute keine Sehnsucht.“). Du erwartest nichts von anderen Menschen und alles von Gott. Du bist souverän, klar, stark, schön, voller Lebensfreude und Vertrauen, dass alles in deinem Leben sich zum Besten fügt, egal, wie es momentan aussieht. Du bist davon überzeugt, dass jeder, der dir begegnen soll, dir auch begegnet – dass alles, was du bekommen sollst, dir mühelos zufällt – ohne Manipulation, Panik oder blindem, angstgesteuerten Aktionismus deinerseits.

Und vor allem bist du frei und zwar um glücklich zu sein, wann auch immer du glücklich sein willst. Kein Umstand und kein Mensch kann dich daran hindern. Zumindest ist das bei mir so.

Es mag sich besonders schlimm anfühlen, wenn du dir deine Umstände anschaust – aber wenn ich du wäre, würde ich einfach beschließen, dass ich ein besonders leichter Fall bin. Das, gilt immer, überall und ausnahmslos und nicht nur bei 5 Luxusproblemchen. Ich glaube dir vom Herzen, dass es sich schlimm darstellt und anfühlt.

Wenn ich du wäre, würde ich jeden Grund, der mir das Recht zur Ausnahme gibt, auf der Stelle aus dem Weg räumen – alles, was mir 100% Selbstverantwortung nimmt, beiseite schaffen und zwar um der Freiheit willen. Wenn ich du wäre, würde ich beschließen: „Gut, dann ist es bei mir jetzt auch so einfach“ und meinen gegenteiligen Gefühlen nicht mehr die ganze Aufmerksamkeit schenken. Ja, genau das würde ich machen.

Ach, ist doch egal wie oft du es schon probiert hast – es geht nun mal um hier und jetzt und den Montag (oder an welchem Wochentag du es gerade liest) – also ist doch unbedeutend, ob du es am vergangenem Sonntag schon mal probiert… Vergiss gestern einfach – es geht doch gerade darum, wie ist dein jetzt?!

Bis du es tatsächlich auch fühlst, braucht es etwas Zeit. Hab Geduld.
Du wirst es fühlen, das verspreche ich dir.

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