Träum weiter

Es gibt auf der Welt verschiedene Gruppen von Menschen.

Diejenigen, die ohne einen Traum im Herzen, ohne Feuer und Leidenschaft leben, und zufrieden sind, wenn sie ihr Leben einfach nur auf die Reihe kriegen, über die Runden kommen, oder wie man halt so sagt…Diese verschwenden ihr Leben meist mit unwichtigen Zeug (Definition von „unwichtiges Zeug“: sich sorgen, was noch kommt / sich ärgern, was war / sich beschäftigen mit anderen Menschen, Problemen, Ängsten, Zweifeln, Kummer, Vergangenheit, etc.). Oder wollen ihre Couch-Comfort-Zone nicht verlassen (und ihre Sportschau).

Diejenigen, die einen Traum im Herzen haben (oder mehrere) und ihn aufgeben angesichts von Schwierigkeiten, Unvorhergesehenem und Problemen. Oder sie lassen sich ihren Traum rauben von Schwarzsehern und Besserwissern („das wird eh nicht funktionieren, das hat noch keiner gemacht, du weißt doch, als Onkel Karl-Heinz damals gescheitert ist, werd mal vernünftig, Rhabarber, Rhabarber…“ – kennt man ja.) Diese geben den Traum auf, sobald Umstände oder Hindernisse sich auf dem Weg dahin zeigen, lassen sich entmutigen oder ablenken, und finden sich nach kurzer Zeit wieder in der Mittelmäßigkeit der breiten Masse wieder, für die sie nie bestimmt waren.

Diejenigen, deren Herz für etwas brennt und die einfach vorwärts gehen. Immer nach vorne. Egal, was so kommt, preschen sie vorwärts, lassen sich durch nichts und niemanden aufhalten und erreichen Ihr Ziel. Sie träumen – aber bleiben nicht dabei stehen, sondern gehen immer weiter Schritte in der richtigen Richtung.

Und? In welcher Gruppe möchtest du gerne dabeisein?

Falls die Antwort drei lautet, dann habe ich heute eine Botschaft für dich. (alle anderen können an dieser Stelle umschalten, wir danken für Ihre Aufmerksamkeit und sehen uns morgen zur Bastelstunde wieder.)

Wenn du einen Traum hast, der in deinem Herzen brennt, dann wird folgendes passieren:

Es werden Schwierigkeiten kommen. Herausforderungen. Dinge, die dich entmutigen wollen, dir die Lust und Motivation rauben. Das ist normal, o.k.? Eh klar, wäre ja komisch, wenn der Teufel keine Hindernisse losschicken würde, sobald einer anfängt, richtig groß zu träumen. (Wenn das gar nicht passiert, dann solltest du dich hinterfragen, ob du wirklich groß genug träumst!) Wo waren wir… ach ja, Herausforderungen.

Und was machst du dann? Du überwindest sie! Und zwar mit Leichtigkeit! Denke dran, du bist ein Liebesbotschafter, die Kraft der Liebe ist in dir – nichts und niemand kann dich stoppen! Nichts und niemand ist stärker und motivierter und kühner als du! Keiner auf diesem Planeten! Und wenn die ganze Hölle gegen dich wäre, tse! (mach mal kurz: „tse!“ Danke.)

Baby, der ganze Himmel ist für dich! Und dann noch in dir! Und dann noch vor dir und hinter dir und um dich herum! Und dann hast du noch mich! Da ist jeder lächerliche (ich betone: lächerliche) Versuch, dich zu entmutigen und zum Aufgeben zu bewegen, doch wohl ne Witznummer – und auch noch keine besonders lustige obendrein? Wie unorginell! Wie gähnend langweilig. Du bist der Löwe, der strahlende Held, das Vorzeige-Modell des Himmels, der überlegene Sieger!

Mögen sich Umstände auftürmen, mögen Schwierigkeiten kommen, möge alles nach „in sich zusammenstürzen“ aussehen: na und? Du stellst dich ihnen mit erhobenem Haupt, du springst wie eine leichtfüßige Elfe (für die männlichen Leser: ein Elf? Doofes Bild? wie wär’s mit…. Paraglider/Spiderman/Mr. Bond?) darüber und dann gehst du weiter, weiter, weiter! Einfach immer vorwärts, nicht aufgeben! Nicht zweifeln! Nicht stehen bleiben und heulen! (kurz heulen ist erlaubt. Dann Nase putzen und weiter.) Nicht denken: „ach, war ja klar, nix klappt bei mir, das wird nie was, etc..“ Immer nach vorne.

Preisfrage: Wenn Gott einen Traum in dein Herz hineingelegt hat, wer ist dann wohl am meisten daran interessiert, dass dieser Traum auch Wirklichkeit wird? Na? Wer wohl? Genau. ER SELBST.

Er wird dir also alles, alles zur Verfügung stellen, was du dafür brauchst! Du brauchst Gaben und Talente und Fähigkeiten? Er gibt sie dir. Oder er schickt dir Menschen, die diese besitzen. Er öffnet dir Türen, und bereitet alles zur richtigen Zeit am richtigen Ort für dich vor. Er fügt zusammen, was zusammengehört (Menschen, Finanzen, Partner, Ressourcen). Was ist also dein Part bei der Sache? Weiter zu gehen. Einfach immer weiter nach vorne. Im vollsten Vertrauen einfach weiter.

Du bist zum erfolgreich sein geboren (alles andere macht keinen Sinn, richtig?) Du bist zum Lieben hier. Mit allem, was du bist und hast, sollst du das (er)leben dürfen, was so richtig zu dir passt, dein Leben maximal auskosten, genießen und alles erleben, was es zu erleben gibt.

„Und woher weiß ich, dass der Traum in meinem Herzen von Gott ist?“ Ganz einfach: etwas, dass dich begeistert, dich in Brand setzt, dich beflügelt, dich strahlen lässt, dein Herz zum Beben bringt, und groß ist – das wird höchstwahrscheinlich Gott sein

Dein Traum hat immer mit anderen Menschen zu tun – ihnen zu dienen, andere glücklich zu machen, anderen zu helfen, ihnen Probleme zu lösen, etc. Er ist nicht selbstsüchtig. Er heißt nicht: „ich träume von einem Cottage auf dem Land, von einem Sportwagen, von einer Kreuzfahrt.“ Das sind Wünsche und keine Träume. Ein Cottage auf dem Land ist echt schön, aber… was haben andere Menschen davon? Außer, du willst ein Bed&Breakfast auf dem Land anbieten, damit sie dort in einem besonderen Ambiente zur Ruhe kommen können – verstehst du den Unterschied?

Soll ich dir verraten, was auf dem Weg zu deinem Traum noch passieren wird (und das ist der wirklich gute Part an der Sache)? Du wirst aufregende Dinge erleben. Du wirst sehr intensiv leben. Du wirst mehr erfahren, stärker werden, größer denken, mehr Menschen glücklich machen, als alle anderen um dich herum. Du wirst fliegen, du wirst echte Wunder erleben, du wirst erfüllt sein und dich freuen wie ein kleines Kind. Du wirst überrascht werden vom Glück, du wirst die spannendsten Menschen kennenlernen, aufregende Orte besuchen und neue Erfahrungen machen, die du sonst nie erlebt hättest. Es wird eine spannende Reise, alleine für diesen Weg dahin lohnt es sich, weiter zu gehen!

Diesen Traum kannst nur du träumen. Nur du mit allem, was du bist, und allem, was du hast, bist so einzigartig, und so unverwechselbar und wenn du ihn nicht träumst und dein Ziel nicht erreichst – dann wird es kein anderer tun! Verstehst du? Du bist unersetzlich für diese Welt. Nicht austauschbar. Genau du! So wie du bist!

„So wie ich bin? Aber ich bin ängstlich, depressiv, schlecht drauf, und lethargisch…“ Ach was, das bist du gar nicht! Lass dir diesen Dreck direkt aus der Hölle von meiner Liebe wegmachen, glaub nicht deinen Feelings, Erfahrungen oder deiner Mutter, glaub mir! Das passt doch gar nicht zu dir! Du bist Liebe pur, du wirst dringend gebraucht auf diesem Planeten! (Liebe = meistgesuchtes Gut auf Erden).

Das komische Zeug wird nach und nach von dir abfallen, und du selbst wirst hervorkommen als eine strahlende Schönheit, eine heißglühende Lava, ein Feuersturm, der die Herzen im Vorbeigehen erobert!

Egal, ob du gerade mal entdeckst, was dein Traum sein könnte, oder bereits einige Schritte gegangen bist, oder dich mittendrin (im Chaos) befindest:

LASS DICH NICHT AUFHALTEN!
GEH EINFACH WEITER!
DER GANZE HIMMEL IST FÜR DICH!
DU WIRST ALLES SPIELEND ÜBERWINDEN, WAS ES ZU ÜBERWINDEN GIBT!
DU WIRST DEIN ZIEL ERREICHEN!
DU WIRST NICHT AUFGEBEN, NICHT ZWEIFELN, NICHT ENTMUTIGT SEIN!

Ach, ich bin ja so stolz auf dich! Aber sowas von!
Du und ich, wir haben vor nichts Angst! Wie die Gallier, nur dass der Himmel unsere größte Trumpfkarte ist und uns niemals auf den Kopf fallen wird, siehste.

Sei grossartig

Soll ich dir sagen, was dich in deinem Leben am meisten bremst? Was dich daran hindert, dein Potenzial völlig zu entfalten, so richtig Gas zu geben und ein erfolgreiches Leben zu führen? Es ist eine so kleine Sache, dass du lachen wirst, wenn ich sie dir verrate.

Es ist Minderwertigkeit. Es ist dieses jämmerliche Tiefstapeln, sich selbst ständig kleinmachen, ja nicht „zu viel wollen“, schön bescheiden bleiben, um auf keinen Fall arrogant zu wirken. Und überhaupt: wer bist du schon, dass du denkst, du könntest mehr Lebensqualität erreichen, mehr Glück erleben, mehr Geld haben, mehr Freude im Alltag haben, mehr Genuss und Power versprühen.

Du bist Liebe und wenn ich „Liebe“ schreibe, dann meine ich pures, extremes, alles andere in den Schatten stellendes Leben. Dann meine ich Energie ohne Ende, grenzenlosen Erfolg, alles-andere-um-dich-herum-glücklich-machende-Power und das Ganze in einer Leichtigkeit des Seins, dass es eine Freude ist, dir dabei zu zu schauen! Das ist ein Ausdruck der Liebe und nicht irgendein gefühlsduseliges, sich selbst aufopferndes Dings.

Liebe = Stärke.
Liebe = Leben.
Liebe = Du.

Und genau aus diesem Grund kannst du nur noch groß von dir denken. Wenn du wirklich das, was ich lebe, auch erleben möchtest, dann gibt es nur diesen einen Weg. Neues Leben – neue Liebe – neues Denken.

Und damit ist nicht „positives Denken“ gemeint. (positiv zu denken ist auf jeden Fall schon mal besser als negativ denken, ist klar.) Nein, ich meine eine Sicht auf dich selbst, die einfach… göttlich ist. Auf jeden Fall anders als bisher! Es ist ein anderes Denken. Ein übernatürliches Denken und das heißt: Eins, das die natürlichen Umstände und Begebenheiten, deine menschliche Herkunft und Vergangenheit nicht mal in Betracht zieht – weil es neu ist!

Ich hab’s nicht so mit Tiefstapeln. Und nicht so mit „im Hintergrund stehen“. Ich kenne keins „Hauptsache, wir bleiben alle gesund und können unsere Miete zahlen.“. Ich hasse Mangeldenken. Ich stehe nicht so auf die Stammtisch-Mentalität – sprich: selbst nichts auf die Reihe kriegen, aber überall alles besser wissen und seinen Senf dazugeben müssen. Während alle anderen noch darüber diskutieren, wie sie das finden, was ich tue und ob man das so sehen kann und überhaupt… bin ich schon ganz woanders, packe die Dinge an und habe unendlichen Spaß daran!

Warum? Weil die Liebe das Stärkste und Attraktivste ist, was es überhaupt gibt! Weil diese Liebe aus jeder meiner Poren fließt und natürlich sind alle von mir angezogen! Selbstverständlich ist alles enorm erfolgreich und effektiv, was ich anfasse – was denn sonst? Natürlich bin ich der Knaller, was denn sonst?

Findest du es ungewohnt, so zu denken? Fühlst du dich unwohl damit oder stößt es dich sogar ab, nach dem Motto: „für was hält die sich eigentlich?“ Das ist so, weil alles um dich herum so von dieser Scheißminderwertigkeit durchseucht ist! Weil keiner sich traut, auch mal die Wahrheit über sich zu denken.

Aber ich traue mich! Alles andere bringt doch nix! Und ich schreibe es sogar auf – damit man frei wird. Damit du dich aus der Umstände- und Gefühlssoße erhebst, innerlich aufstehst und endlich dich so siehst, wie du wirklich bist.

ATEMBERAUBEND. EINZIGARTIG WUNDERSCHÖN. STARK. PERFEKT. NICHTS AN DIR IST FALSCH. ALLES PASST. GROSS. LOCKER. FREUDIG. VOLLER LIEBE UND GLÜCK.

Hör auf zu weinen, du bist größer als deine Umstände! Größer als der momentane finanzielle Mangel, größer als Einsamkeit, größer als Misserfolg, größer als Stress oder Druck oder Sorgen, größer als die Pleite in deinem Geschäft, größer als das Problem mit den Kindern, größer als alles, was du bisher an Schlechtem erlebt hast! Du bist größer als alles, was sie über dich denken und reden und ach.. scheiß doch drauf.

Du bist stärker und größer als all das! Außerdem werden deine Umstände sich eh‘ verändern, wirst schon sehen! „Aber das sind einfach meine Probleme… ich muss mich kümmern…“ Ne, lass mal. Wir machen das so, du kümmerst dich darum, nur noch groß von dir zu denken. Und Gott kümmert sich um deine Umstände. Aber halt anders.

Also spiel nicht mit den Schmuddelkindern, sondern hebe deinen Kopf hoch, schau dich selbst im Spiegel an und entscheide dich – am besten jetzt – nie mehr minderwertig von dir zu denken! Du schaffst das locker. Bist kein besonders schwerer Fall. Jetzt glaub halt mal mir, anstatt deinen Erfahrungen.

Da es mit den Gedanken etwas dauert, entscheidest du dich auf jeden Fall schon mal dafür, nie mehr minderwertig von dir zu sprechen! Stell dich morgens vor dem Spiegel, und sage laut das Allerschönste über dich, was dir überhaupt einfallen könnte! Soll ich dir ganz praktisch helfen? Bis es dir ins Fleisch und Blut übergeht, könntest du zum Beispiel sagen:

„Ich bin das Schönste und Stärkste, was es gibt. Nichts kann mir widerstehen. Ich mache alles gut und schön, was mir begegnet. Ich freue mich unabhängig von den Umständen. Ich genieße mich jede Sekunde, ich freue mich über mich, ich bin einfach der Hammer! Alles an mir ist großartig und perfekt, da ist nichts falsch an mir oder meiner Art. Ich werde von Tag zu Tag mehr von der Liebe übernommen, freudiger, lockerer und erfolgreicher. Alles gelingt mir. Einfach so, weil ich es bin!“

Deswegen muss für dich klar sein, mit Minderwertigkeit hast du nichts zu tun.

Während alle anderen sich noch im Elend suhlen, wie sie alles nicht schaffen, wie schwach und arm und benachteiligt sie sind, und die Heizungskosten werden teuerer, und das Kind hat ne schlechte Note heimgebracht, und die Wirtschaftslage… erklimmst du mit mir die größten Berge, gehst du mit mir in die größten Weiten und entdeckst Dinge, von denen du noch nicht mal zu Träumen gewagt hast. Und dann ziehst du alle anderen mit, wirst schon sehen!

Du kannst richtig Gas geben! Für dich gilt: mehr ist mehr! Warum solltest du dich begrenzen, dein Business begrenzen, deine Finanzen begrenzen, nur mit den menschlichen Möglichkeiten rechnen? Warum sollte dir irgendetwas unmöglich sein?! Nein, du lässt es so richtig krachen: Bahn frei für dich!

Weg mit Tiefstapeln! Weg mit „ich kann das nicht, ich schaff das nicht, ich bin nicht gut genug.“ Weg mit Kleindenken, Kleinhandeln, Kleinverändern. Weg mit „wer bin ich schon?“ Weg mit „das werde ich mir nie leisten können.“ Weg mit „das haben wir schon immer so gemacht, dabei bleiben wir auch.“ Weg mit „ich verdiene es nicht besser.“

Du willst Größeres erleben? Dann fange an, größer zu denken! Du willst mehr Liebe, Glück, Freiheit, Lockerheit, Energie im Alltag? Dann fange an, dich jetzt schon genau so zu sehen – es ist egal, ob es bereits so „ist“. Die Veränderung kommt immer von innen nach außen, nie umgekehrt! Und sie passiert schrittweise – aber du hast nie Eile oder Zeitdruck.

Veränderung kommt nicht von „das wünsche ich mir schon so lange.“ Mit „Träumen“ ist nicht so ein sehnsüchtiges emotionales „ich stelle mir was Schönes vor, damit ich der Realität entfliehe, die so scheiße ist.“ Da wird sich nichts verändern – da „träumst“ du, bis du stirbst! Die Veränderung passiert in dir, indem du endlich dich so siehst, wie du wirklich bist – mal ungeachtet der Vergangenheit und der momentanen Situation.

Und zum Schluss verrate ich dir noch was: Du kannst gar nicht groß genug von dir denken. Ich will, dass du hier wie eine Königin auftrittst und nicht ständig tief stapelst, damit sich keiner vor den Kopf gestoßen fühlt! (ich stoße lieber eine Handvoll vor dem Kopf, und setzte dafür unzählige frei, als dass ich mich unter Wert verkaufe! Ist mir echt so egal!)

Der Sohn von Bill Gates kommt auch nicht wie ein Straßenhund in die Firma seines Vaters, stimmt’s?

Egal, für wie schön und fähig und stark du dich hältst, aber es ist noch weit untertrieben! Und egal, was du denkst, das du im Leben erreichen kannst, es ist noch viel zu wenig! Und genau so darfst und sollst du auftreten – auf dich hat diese Welt gewartet!

DENN DU BIST DAS ABSOLUTE HIGHLIGHT AUF DIESEM PLANETEN.

Warum du keinem etwas beweisen musst

Ich habe schon sehr jung angefangen zu arbeiten und das einfach weil es mir Spaß machte und nicht wegen des Geldes. Auch wenn das ein Thema ist, mit dem ich mich hier sehr gern ein andermal beschäftige. Ich habe schon immer viel mit Menschen „gearbeitet“. Ob als Jugendliche, wo ich Sportler gecoacht habe, später im Fitness-Studio oder jetzt in den Büros oder auf Baustellen. Dabei bemühte ich mich immer sehr – und doch wurde ich von einem ständigen, ganz feinen, und höchst unterschwelliger Druck begleitet, es gut machen zu wollen in mit allem umgehen zu können. Das war in keinster Weise an etwas Äußerem festzumachen, sondern ein unbestimmtes Druckgefühl, das sich unauffällig beigesellte.

Ich arbeite immer nach meinen eigenen Regeln und schaue gerne neue Dinge an und lasse mich davon voranbringen und inspirieren, aber viele verstehen das nicht. Einmal gab es während einer Korrektur in meinem Studium eine Begebenheit. Denn ich hatte Zweifel, ob ich mit dem Entwurf richtig lag und stellte ihn deshalb in Frage. Nie werde ich die lockere Antwort meines Professors vergessen, denn der meinte „Sie machen das super und an dem Entwurf sieht man, dass sie sich genau mit den richtigen Dingen auseinandersetzen.“

Das war der Augenblick, in dem ich aufhörte gut sein zu wollen. Und es einfach war. Ich war einfach nur Kerstin. Ich machte im Äußeren vielleicht absolut nichts anderes als zuvor und trotzdem war alles begleitet von einer absoluten Unbekümmertheit und Leichtigkeit – und ich war garantiert diejenige, die bei dem ganzen Ding den meisten Spaß hatte.

Der Satz des Professors traf mich tief, denn er drückte ein grenzenloses Vertrauen in mich aus und machte mir auf einen Schlag klar: ich muss hier keinem etwas beweisen. Schau, in jedem Lebensbereich gibt es ein Leitbild – eine Art Idealvorstellung, wie man zu sein hat. Dieser wird zum größten Teil von den Medien geprägt. Und zusätzlich von der Schwiegermutter – die in diesem Falle das Synonym für Mitmenschen ist, mit denen du dich umgibst.

Und je mehr man dieser Vorstellung entsprechen will, umso mehr Druck kommt in dein Leben, umso schwerer und komplizierter fühlt sich alles an, umso mehr hast du das unbestimmte, nicht wirklich greifbare Gefühl, nicht zu genügen. Einfach nicht gut genug zu sein – und zwar Hier und Jetzt, genau so, wie du im Augenblick bist.

Und deshalb machst du und tust du, und bemühst dich, und all das ist nicht nur unheimlich anstrengend, sondern vor allem eins: Krampf. Das spielt sich alles ein bisschen unterschwellig ab, und vielleicht weiß das keiner außer dir – und in den meisten Fällen ist es womöglich noch nicht mal dir selbst bewusst.

Ist ja auch egal, ob unbewusst oder bewusst: heute beenden wir das Ganze. Ich nehme dir das weg, wie so eine Lunchbox mit vergammelten Inhalt, die sich wochenlang in den Tiefen deiner Schultasche versteckte und du hast dich immer gewundert, warum es so stinkt.

Du bist nicht auf dieser Welt, um es jemanden recht zu machen. Deine Aufgabe besteht in keinster Weise darin, jede Vorstellung perfekt zu erfüllen und alle zufrieden zu stellen. Du musst dich in kein Schema pressen lassen, keinem Ideal genügen und es fehlt bei dir nichts, „damit es richtig ist.“ Ganz egal, was deine Umstände gerade sagen. Und unabhängig davon, was andere von dir denken. Du musst keinem etwas beweisen.

Du musst deinem Freundeskreis nicht beweisen, wie witzig und schlagfertig du bist. Keiner muss merken, was für eine großartige Begleitung du bist, wie viel Spaß man mit dir haben kann und wie sehr man dir vertrauen kann. Du musst keinem deiner Freunde zeigen, wie cool und hip und stylish und locker und erfolgreich du bist. Du musst dir keine Freundschaft „verdienen“, indem du etwas leistest, du musst keine „Pluspunkte sammeln“ durch bestimmtes Verhalten oder dir Zuneigung erarbeiten. Das ist dann keine Freundschaft, das ist einfach nur superanstrengend und ein einziger Fake. Du musst niemals jemandem nachlaufen, oder dich um ihn bemühen.

Diejenigen, mit denen du befreundet sein sollst, werden ganz automatisch zu dir kommen – unendlich schön, ohne Druck oder Krampf und ohne dein bemüht-komisches Zutun. Vertrau‘ mir, ihr werdet euch finden. Und so lange das noch nicht so ist, entspannst du dich und freust dich daran, dass du dich selbst um dich herum hast.

Du musst keinen großen Freundeskreis haben, mit dem du Sonntags brunchen gehst und keine „Bestie“, mit der du jede Woche alle Neuigkeiten durchquasselst. Wenn du das hast, schön. Falls nicht, auch schön. Dir fehlt nichts, du brauchst nichts, du kannst alles genießen. Und von Menschen, bei denen du das Gefühl einer bestimmten Erwartung bekommst, kannst du dich getrost trennen.

Du musst deinem Partner (oder Dating-Partner oder Ex-Partner.) nicht beweisen, wie cool, attraktiv, locker, intelligent, unabhängig, erfolgreich, humorvoll, junggeblieben, sportlich, liebenswert du bist – bitte setze jeweils die zu den Erwartungen deines Gegenübers passende Kombination ein. Oder wie begehrenswert, sexy, heiß, hemmungslos, erotisch, flacher-Bauch-verführerisch, freizügig und aufgeschlossen du im Bett bist. Du musst dir seine Liebe oder Zuneigung nicht erarbeiten, indem du ihm Wünsche erfüllst, bestimmte Dinge tust, die du eigentlich nicht wirklich tun willst oder dich verhältst, wie du dich eigentlich nicht verhalten willst – selbst, wenn es ganz, ganz „harmlose“, unspektakuläre Dinge oder Kleinigkeiten sind. Dinge von der „Stell dich doch nicht so an“- Sorte.

Du musst deinem Partner Null beweisen – wenn du dich veränderst, dann, weil seine Liebe das einfach so mit dir macht und das hat von seiner Seite aus immer mit Wertschätzung, Hochachtung, Annahme, Vertrauen und einer grenzenlosen Zärtlichkeit zu tun. Nie aus einer Erwartung heraus. Glaub mir, ich kenne mich aus.

Für dich gibt es keine Konkurrenz. Du bist das Schönste und Kostbarste, was es gibt, du bist pure Liebe und pures Glück und du wirst niemals nach einem Partner „suchen“ müssen.

Das ist das Pferd von der falschen Seite her aufgezäumt, wie wenn du einen Mangel hättest! Wie wenn dir was fehlen würde ohne einen Liebsten, wie so ein amputiertes Bein! Dieser romantische Jerry Maguire-du vervollständigst mich-Kitsch ist in Wahrheit nicht nur ein einziger Trugschluss, sondern obendrein noch eine fette Lüge. Hallo, wo sind wir denn?! Das mag ja sein, dass alle in deiner Umgebung dich bedauernd „Und? Wann hast du endlich  einen Freund?“ – mäßig anschauen – aber das heißt noch lange nicht, dass du das auch so sehen musst. Dieser ganze „Auch du findest bestimmt einen.“ und „Ich verstehe gar nicht, warum es bei dir nicht klappt, du bist doch so attraktiv.“ bis „Was stimmt nicht mit dir?“ – Müll ist eine einzige Idealvorstellungs-Soße und macht dich verkrampft ohne Ende.

Du musst weder deinem Freundeskreis beweisen, dass du „normal“ bist, wenn du endlich eine glückliche Beziehung hast, noch musst du allen als Single beweisen, dass du ohne einen Partner ja so locker und glücklich und erfüllt bist. Und du bist ganz sicher kein Versager, falls du dich getrennt hast oder geschieden wurdest.

Du musst ganz einfach keinem etwas beweisen in diesem Bereich. Du vertraust darauf, dass alles zum richtigen Zeitpunkt sich für dich fügt – und zwar schöner, und leichter und großartiger, als du jemals zu träumen gewagt hättest. Und bis dahin entspannst du dich völlig und freust dich einfach so an dir. Und ob sich dann einer dauerhaft und langfristig auch an dir freuen darf, werden wir ja sehen.

Du musst keinem beweisen, wie erfolgreich du bist – weder deinen Eltern, noch deinem Partner, noch deinen ehemaligen Schulkameraden, noch deinen Freunden, noch dir selbst. Am Allerwenigsten dir selbst.

Du musst niemanden beeindrucken, weder mit deinen materiellen Besitztümern, noch mit deiner Karriere, noch mit der Größe deines Start-Ups, noch mit deinen Followerzahlen, noch mit deinen Kooperationspartnern, noch mit deinen Eventbesuchen und schon gar nicht mit deinen „Connections“ und erlesenem Freundeskreis. Dein Leben is not a Kompätischon, wir sind hier nicht bei „zeig mir, was du erreicht hast, und ich sag‘ dir, wer du bist.“- Quiz.

Du tust einfach nur das, was in deinem Herzen brennt – du schaust nicht nach links oder rechts und lässt dich von keinem unter Druck bringen oder verunsichern. Du musst gar nicht „mit 40 etwas aufgebaut haben“ – wer sagt das denn? Wer darf so etwas über dein Leben bestimmen? Du musst überhaupt nicht nach einer bestimmten Zeit etwas erreicht haben – dein Weg ist absolut individuell und für dich maßgeschneidert wie so ein Anzug. Keinem passt er so perfekt wie dir – warum also sich in das Kleidungsstück eines anderen reinzwängen wollen? Kein Wunder ist dann alles unbequem, drückend und unfrei.

Ich weiß ganz genau, dass dieses Denken sehr weit verbreitet ist und dass diese Erwartungen von außen extrem stark sind, so naiv bin ich nicht. Aber ganz egal, wie stark sie sind – du bist noch viel stärker! Also entscheidest du dich, einen Scheiß drauf zu geben und vertraust zu 100% darauf, was in dir ist: ganz locker, entspannt und so fröhlich und unbekümmert wie ein Vierjähriger mit einem Schokoeis in der Hand.

Und du wirst sehen, auf einmal werden nach und nach die kreativsten, schönsten Ideen und Lösungen kommen. Und die richtigen Menschen zur richtigen Zeit. Ganz ohne dein Bemühen, alles richtig machen zu müssen, um ja nichts zu verpassen oder wieder zu versagen.

Scheiß drauf – wenn das Feuer nur richtig hell lodert, dann wird es nämlich alles ganz automatisch passieren. Mit 16 oder mit 60 Jahren. Mit anderen Menschen oder erstmal ohne. Aber auf jeden Fall ohne den ganzen Krampf oder Druck von außen, es „allen gezeigt zu haben.“

Gott liebt dich bedingungslos, dem musst du Null beweisen – er kennt dich eh‘ und genießt dich, wie du bist. Alles, was Veränderung in deinem Verhalten braucht, wird ganz ohne Krampf, Druck oder Regeln passieren, völlig easy und unendlich schön durch die Liebe und Vertrauen

Draufgeschissen, was von dir erwartet wird. Das Schönste, und Stärkste, und Attraktivste und Beste, was du dieser Welt schenken kannst, bist du. Und zwar ganz genau so, wie du gerade bist. Jetzt vertraue mal auf dein Sein und freue dich am allermeisten über dich selbst.

Glaub‘ mir, es gibt keinen auf der Welt, der sich so sehr darüber freut, dass es mich gibt, wie ich mich darüber freue. Ob sich dann auch noch zusätzlich ein anderer über mich freut, ist mir im Grunde nicht so wichtig. Diese ganzen Gedanken und Gefühle und der Dreck, das bist nicht du. Dieser ganze Krampf und Stress und Traurigkeit und Selbstzweifel und Ärger und Aggression und Elend. Das sind nur Gäste, die du dir unbewusst in dein Leben eingeladen hast. Die wirst du im Null Komma Nix los.

Das ist dann zwar zugegebenermaßen ein Prozess, aber ein schöner, weil so eine Aufräumaktion oder Rausschmeißer-Tätigkeit irgendwie Spaß macht, und dich mit jedem Schritt extrem nach vorne bringt. Sieh das ein bisschen sportlich, so mache ich es auch. Das ist supereinfach, denn du triffst eine Entscheidung. Und diese lautet: ich muss keinem etwas beweisen. Ich lebe dieses Leben unbeschwert und voller Vertrauen, dass es bei mir gerade perfekt passt. So, wie ich gerade bin. So, wie es gerade bei mir ist.

Und wenn sich etwas verändern soll, dann werde ich es von innen wissen – und es daraufhin mit Freude ändern. Du musst keinem etwas beweisen.

Und jetzt bleibst du einfach dabei – ganz egal, wer was sagt, oder meint oder erwartet. Und soll ich dir etwas verraten? Dein Leben wird eine Leichtigkeit und Unbeschwertheit bekommen, die du noch nie gekannt hast. Es ist ein bisschen wie Fliegen und Tanzen zugleich. Es ist beschwingt, und gleichzeitig stark. Es ist erfolgreich mangels Alternativen. Es ist voller Vertrauen und voller Energie.

Heute wird aufgeräumt

Ganz egal, wie unterschiedlich die einzelnen Wohnstile und -geschmäcker sein mögen und wie unangenehm die Extreme auf jeder Seite, aber in aufgeräumten, sauberen Räumen fühlen sich alle wohl. Keiner mag etwas anfassen, worauf sich eine dicke Staubschicht befindet oder erst Berge von Gegenständen zur Seite räumen, um an etwas anderes ranzukommen. Ist es dagegen ordentlich, findet man nicht nur alles viel schneller, sondern genießt die Ästhetik des Raumes, weil alles schön zur Geltung kommt.

Wäre das Ordnung Halten kein Problem, würden nicht so viele Bestseller zu diesem Thema auf dem Markt existieren – trotzdem ist es in einigen Haushalten unordentlich und dreckig. Was für das Haus gilt, gilt genauso für das Hirn.

Nehmen wir an, du hast einen unordentlichen, dreckigen Raum – das kann der Keller oder die Vorratskammer sein, das Gästezimmer oder das Schlafzimmer. Da steht alles so voll mit Zeug, dass du dich nicht gerne darin aufhältst. Kennt jeder. Oder nehmen wir an, dieser Raum befindet sich in deinem Hirn – ein Lebensbereich, der unaufgeräumt ist. Unklar, unschön, vollgerümpelt, verwahrlost, am liebsten magst du dich gar nicht damit befassen.

Oft verharmlost man die Unordnung. Kennt ihr diese Art von Betriebsblindheit, in der einem selbst gar nicht bewusst ist, wie schlimm es eigentlich aussieht? Man lebt so vor sich hin, lässt hier und da etwas liegen, stapelt dort etwas und irgendwann bemerkt man es quasi kaum noch. Und ist es im Übrigen nicht „gemütlich“, wenn überall Zeug rumliegt? Außerdem „Man muss doch hier auch leben können!“ und haben nicht „Good Mums sticky floors and dirty ovens“? Eben.

Du hast dich an den unaufgeräumten bzw. dreckigen Zustand schon so gewöhnt, dass du ihn als normal empfindest. Bis du vielleicht mal auf Besuch wartest (also echten Besuch, nicht Freunde, die du als Familie empfindest und die das von dir nicht anders kennen – das zählt in dem Fall nicht.) und dir klar wird: Oh Shit. Hier steht jede Menge Mist herum!

Genauso ist es mit deinem Hirn bzw. Herzen. Auch hier gibt es Betriebsblindheit! Hast du nur lange genug bestimmte Dinge in deinem Leben geduldet, dann gewöhnst du dich so daran, dass du das als normal akzeptierst. Deine Wahrnehmung ist so eingeschränkt, dass du irgendwann glaubst, so schlimm ist es nicht, wenn ich ein bisschen Traurigkeit empfinde. Oder ein bisschen Neid, oder Einsamkeit oder Bitterkeit oder Minderwert. Das ist menschlich, und wenn man dazu noch melancholische Musik hört, dann ist es sogar fast gemütlich. Und es fällt dich gar nicht auf, wie vollgemüllt alles nach und nach wird.

Und jetzt komme ich (so als Besuch) und sage dir: Wie sieht’s denn bitte hier aus?! Ich weiß, dass es erstmal unangenehm sein kann, wenn jemand von Außen dir bewusst macht, dass du viel zu viel an negativen Dingen in deinem Leben duldest, aber vertraue mir: nichts davon ist harmlos oder normal. All‘ das raubt dir Tag für Tag unendlich viel Energie, Lebenslust und Kreativität, belastet dich und macht dich träge und unfrei.

Genauso wie ein Wohnraum verwahrlosen kann, wenn man nichts dagegen unternimmt, und alles immer nur abstellt – genauso kann man innerlich verwahrlosen, wenn man Tage, Wochen oder Monate bestimmte Energien in seinem Herzen „sammelt“, bzw. nicht entfernt.

Manche reden sich ihre Unordnung vielleicht nicht schön, sondern tun das genaue Gegenteil: sie sind wahre Weltmeister im Jammern und können lange und ausführlich jedem schildern, wie schlimm es gerade bei ihnen aussieht. Sie analysieren, und denken nach, und beschweren sich und jammern, und besprechen, wie „schlimm der Keller ist“, und „Man müsste wirklich mal was dagegen unternehmen.“, weil „Es ist echt so schlimm, und mich nervt es schon seit Jahren!“.

Dasselbe gilt für innere Nöte: immer und immer wieder erzählst du, wie schlecht es dir geht, und wie schlimm alles ist und wie down und depri du gerade bist, usw. Jeder weiß das, und zwar bereits mehrfach und in unterschiedlichen Versionen: du hast dieses und jenes Problem, und ach, alles ist ganz schrecklich.

Ich bin immer für unbedingte Ehrlichkeit und Offenheit, wenn es einem nicht gut geht – wie soll man sonst Hilfe bekommen? Aufgesetzten Positivismus finde ich so richtig abstoßend, das ist unecht und irgendwie merkt das jeder unterschwellig. Aber sage es nur den „richtigen Leuten“ (und um Gottes Willen keinen, die dich nachher bemitleiden und in deinem Jammern bestätigen!) oder wenn du wirklich bereit bist, das loszuwerden und/oder etwas zu ändern. Das Beschweren an sich mag zwar kurzfristig Erleichterung verschaffen und sich sogar kurz gut anfühlen, aber hilft dir überhaupt nicht weiter.

Ich habe beschlossen, dass ich mich überhaupt nicht beschweren will. Also gar nicht. Egal, welche Angebote ankommen (und dass sie kommen, ist garantiert.) und wie hart die Umstände sind und wie verführerisch es scheint, sich mal „auszukotzen“. Stattdessen will ich mich genau dann (also genau in der „ich hätte allen Grund zum Beschweren, weil schau…“-Situation) immer wieder auf das Gute fokussieren. Auf meine Stärke, auf meine innere Schönheit, auf die Liebe in mir. Alles andere ist so unproduktiv und so unpassend, denn egal, wie man es dreht und wendet, jammert man immer auf einem hohen Niveau.

Schau dir die Sache genau an, such ehrlich Hilfe, wenn du selbst nicht weiterkommst und dann pack die Herausforderung an. Und weil das vielleicht eine große Herausforderung ist, braucht man seine ganze Energie dafür, diese hervorragend zu meistern – da kann man gerade keine für’s Beschweren erübrigen. Ich sage nicht, dass es dir sofort immer gelingen wird, es ist auf jeden Fall ein Prozess. Aber deine Entscheidung sollte stehen: ich will nicht jammern. Beschweren ist nicht sexy. Feststellen, dass etwas gerade mies läuft – ja. Aber dann: Ärmel hochkrempeln und auf geht’s!

Anderen die Schuld zu geben, ist Beschweren für Fortgeschrittene. Soll ich dir etwas verraten? Die anderen sind manchmal tatsächlich schuld an der Unordnung! Die Kinder machen Dreck, der Mann lässt überall sein Zeug liegen, der Hund verliert Haare und der Besuch lässt die Gläser stehen. Wären die alle nicht da, wäre die Wohnung so aufgeräumt! Die Variante für Profis, das Elternhaus ist schuld, denn die haben auch nie aufgeräumt und jetzt fällt es dir selbst eben auch nicht so leicht, du lebst im Chaos.

So gerne ich das alles glaube, aber was bringt’s? Es mögen alle andere Schuld an dem Chaos im Badezimmer sein, aber entweder sie räumen es sofort auf oder aber du sparst dir die Schuldzuweisungen, krempelst die Ärmel hoch und zack ist es sauber.

Mir ist absolut bewusst, dass gerade in den inneren Dingen jedes Potenzial besteht, anderen die Schuld für’s eigene Nicht-Wohlbefinden zu geben. Hätte er damals… und hätte sie nicht… und weißt du noch, wie das Arschloch… Was könntest du glücklich und kreativ und erfolgreich sein, wenn er damals nicht… dann würde es in deinem Leben ganz anders aussehen!

Anderen die Schuld zu geben ist genauso sinnfrei wie den Hund für den Dreck verantwortlich zu machen. Ja, er hat es verursacht und Nein, er wird absolut nichts davon saubermachen.

Ich habe beschlossen, dass – ganz egal, wie mies, ungerecht, unfair oder eklig mich jemand behandelt – ich immer noch in der Lage bin, diesen Mist aus meinem Herzen zu schaffen. Ob ich Kontakt mit jemanden haben will, der mich mies, ungerecht, unfair oder eklig behandelt, steht auf einem anderen Blatt. Ich bin fähig, das genau so zu entsorgen, wie ich abends den Müllsack aus meiner Küche in die Mülltonne werfe. Ich kann das.

Solltest du den Dreck, den jemand hinterlassen hat, bereits einige Jahre (oder gar Jahrzehnte) in deinem Herzen tragen, dann ist heute übrigens genau der richtige Tag dafür, dich zu entscheiden und es Ein für alle Mal hinter dir zu lassen. Dein Herz ist nämlich viel zu kostbar für den Mist, du brauchst darin ganz viel Platz für Lebensfreude, und Glück und wo sollen bitte all‘ die kreativen Ideen und Problemlösungen kommen? Siehst du, brauchst nicht länger, den Groll.

Manche sind tatsächlich kreativ und zwar im Erfinden von Ausreden, warum sie daheim nicht aufräumen (können). Die Netflix-Serie am Montag war extrem spannend. Am Dienstag war Elternabend. Mittwoch will man nach Feierabend mit Kollegen in eine Bar, der Job war so stressig. Donnerstag Kopfweh. Und ist das Wochenende nicht zum Ausruhen gedacht? Du kannst nicht putzen, weil seit Neuesten der rechte Arm so weh tut, weil du erst wartest, bis es sich lohnt oder weil heute so schönes Wetter ist, und du den Tag draußen verbringen willst.

Das klingt alles nachvollziehbar (und deine eigene Mama hat sicher Verständnis für dich), aber die Wahrheit ist: das dreckige Geschirr stapelt sich in der Küche, das Bett wurde seit Wochen nicht frisch bezogen und der Berg mit dreckiger Kleidung vor der Waschmaschine gleicht dem Mount Everest. Die Ausreden mögen 1A-Qualität haben, aber Tatsache ist: deine Wohnung bleibt zugemüllt und dreckig. Und wer will bitte schön so leben?!

Warum du wieder miese Laune hast, dich mit Selbstvorwürfen beschäftigst, dir Sorgen machst, Selbstzweifeln und Ängsten deine Gedanken zur Verfügung stellst, wieder ins Lästern und Beschweren verfällst oder allgemein traurig bist – und es nicht ändern kannst, dafür hast du garantiert 13 gute Ausreden.

Bei dir ist es eben ganz besonders schwer, und kompliziert und schau mal deine Umstände an, und außerdem nervt dich schon wieder alles und das hast du seit Jahren und einmal hast du es sogar probiert und es hat nicht geklappt, du bist eben ein Sonderfall. Außerdem machen das andere auch.

Hör‘ mir gut zu, denn du bist kein Sonderfall. Du bist nicht zu schwach, nicht zu dämlich, nicht zu unfähig und nicht zu enttäuscht, verletzt oder kaputt, um Dinge aus deinem Leben zu entfernen, die dich belasten, deinen Kopf zumüllen oder dich fertig machen. Du bist auch nicht zu alt oder zu jung dafür: du kannst jederzeit innehalten, und innerlich „Stopp!“ rufen. Und was andere in ihrem Leben dulden, geht dich überhaupt nichts an – wenn du dich schon inspirieren lassen willst, dann bitte nach oben.

Du musst es überhaupt nicht fühlen, du kannst einfach auf handeln. Du musst auf keine besondere Wahrnehmung warten, auf kein emotionales High, auf keinen „Aha!“-Effekt. Du kannst einfach jetzt entscheiden, dass du Dinge aus deinem Hirn und Herzen entsorgt, Bye, auf Nimmerwiedersehn.

Ich würde nie, niemals, never ever nur eine Sekunde den Gedanken akzeptieren, dass bei mir irgendwas „besonders schwer“ ist. WTF, wer darf sowas behaupten? Glaubst du, der Teufel braucht mir nur 15 Umstände vorbeizuschicken und 3 schlimme Erlebnisse und ich falle auf sowas rein?!

Ganz im Gegenteil, ich lege für mich immer und immer wieder fest, dass bei mir alles ganz leicht ist (besonders dann, wenn alles nach dem Gegenteil aussieht) und ich immer die Ausnahme im Positiven bin. Ich entscheide das, bevor ich etwas fühle, erlebe oder sehe – ich entscheide das einfach so. Weil ich es kann. Und weil ich mich viel zu sehr liebe, um auch nur eine Sekunde etwas anderes zuzulassen.

Habt ihr jemals beim Öffnen der Türe zu einem Raum als Erstes gedacht „Am besten gleich wieder zu!“ – weil es darin so schlimm aussah? Und kennt jemand das lähmende Gefühl, das sich einstellt, wenn sich der Dreck und das Gerümpel über eine lange Zeit gesammelt hat? Wo anfangen, wo aufhören? Vielleicht fängst du halbherzig auf, etwas wegzuräumen, aber weil alles so unüberwindbar scheint, und du nicht gleich Resultate siehst, gibst du bald auf. Du resignierst innerlich und gewöhnst dich an die Situation. Oder aber: es ist zwar nicht ganz schlimm Messie-like, aber auch nicht wirklich aufgeräumt und sauber und diesen Zustand akzeptierst du. Notgedrungen.

Noch viel schlimmer ist es, wenn du dich resigniert an bestimmte negative Dinge in deinem Leben gewöhnst oder sie sogar wie zu deiner Persönlichkeit zugehörig akzeptierst: „Vielleicht bin ich einfach so.“ „Ich“ mache mir Sorgen, „ich“ bin ein melancholischer Mensch, „ich“ bin ein Versager, „ich“ kriege nichts richtig auf die Reihe, „ich“ habe immer Pech in Beziehungen. Resignation ist die pure Hölle und wenn du mir nur ein Mal glaubst, dann bitte genau jetzt: du musst innerlich dagegen aufstehen und dem entschieden die Stirn bieten. Resignation ist nicht einfach nur Müll – es ist Sondermüll und hochgradig toxisch für dich.

Egal, welchen Bereich deines Lebens Resignation belegen will (und das kann teilweise ganz schnell gehen, je nach Situations-Konstellationen) – du lässt es nicht zu. Sobald du auch nur im Ansatz den Gedanken vorbeifliegen spürst „Ach, gib es doch auf.“, „Bei dir klappt das nie.“, „Siehst du, schon wieder nichts. Du kannst niemals etwas ändern.“, „Es ist alles sinnlos.“ müssen bei dir alle Alarmglocken rot aufleuchten: Resignation! Bewege dich nicht gedanklich in diesem Bereich, selbst, wenn es momentan vielleicht wirklich verlockend ist, weil „alles scheiße“. Es mag ja sein, dass gerade alles Scheiße aussieht, aber dann gibt es da noch dich und du wirst das alles ändern.

Du bist keinesfalls Scheiße, sondern identifizierst dich mit Dingen, die überhaupt nicht zu dir gehören, null zu dir passen und nur eins im Sinn haben, nämlich dich auszubremsen und dich deiner Vitalität, Lebensfreude und Elans zu berauben. Du musst überhaupt nichts in deinem Leben als gegeben akzeptieren, nur, weil du es schon oft probiert hast und es nicht geklappt hat oder weil es so groß und unüberwindbar erscheint.

Du machst es einfach wie bei einem extrem zugemüllten Raum: du fängst mit einer kleinen Ecke an. Du denkst heute für eine Minute nicht „alles Scheiße und es wird sich nie ändern.“, nur eine Minute nicht. Stattdessen denkst du meinetwegen: „Alles Scheiße, mag sein, aber ich verändere Alles. Ein Glück gibt es mich.“ Und morgen denkst du es mal zwei Minuten, o.k.? Es gibt überhaupt keinen Zeit- oder Erwartungs- Druck und keiner ist sauer auf dich, sondern nur unendlich stolz, wenn du eine Minute schaffst.

Manche haben einen regelrechten Motivationsschub und wirbeln wie die Trödelprofis von RTL2 – dann ist der Raum blitzeblank und man ist hochmotiviert. Ab jetzt bleibt es ordentlich und sauber! Ab jetzt wird nie mehr Sperrmüll im Wohnzimmer stehen, alles Unnötige auf der Stelle entsorgt und die Teller auch gleich in die Spülmaschine!

Und dann passiert Folgendes, nach und nach lässt man hier und da etwas stehen und liegen. Nur mal hier ein Glas und dann die Socken und gestern war man zu müde für den Abwasch und im Null Komma Nix befindet man sich wieder im Alten.

Warum das so ist? Ganz einfach, denn von ein Mal Aufräumen ändert sich nichts auf die Dauer – man muss es immer und immer wieder tun. Ich weiß, es kostet Mühe und die Couch ist so bequem und die eine Chips-Verpackung ist doch jetzt nicht so schlimm, ich kenne alle Argumente. Aber es hilft nichts, es fällt immer wieder Müll an und du musst den Müll immer wieder entsorgen.

Genau das gilt auch für dein Hirn und dein Herz, denn dir werden immer wieder Arschlöcher begegnen und Herausforderungen und Schwierigkeiten werden sich immer wieder in deinen Weg stellen. Und du wirst immer und immer wieder die Angebote ausschlagen, dich mies, überfordert, gedemütigt, traurig oder erfolglos zu fühlen (je nachdem, was gerade so passt). Und falls du es doch getan hast, wirst du es immer und immer wieder entsorgen, genauso, wie wenn man eine Chipstüte hinter dem Sofa findet: „Oh, die habe ich dort wohl vergessen.“

Manchmal wird es dich Überwindung und ein paar Tränen kosten (nicht schlimm. Du darfst ruhig kurz weinen, wenn du aufräumst.), manchmal wird es unmöglich erscheinen, den Müll zu entsorgen (ist es nicht.), manchmal wirst du keine Lust darauf haben. Aber du wirst es trotzdem tun, weil a)können wir alle nicht darauf warten, bis du dich „danach fühlst“, da draußen gibt es eine ganze Welt zu lieben, und alle brauchen dich, und zwar nicht mit deinem eigenem Zeug beschäftigt, und b)du einfach viel zu kostbar bist, um auch nur eine einzigen Tag im Messietum zu verbringen.

Spoiler: je öfter man es macht, umso einfacher und selbstverständlicher ist es. Wie Zähneputzen. Oder wie das sofortige Entsorgen einer leeren Chipspackung.