Love my life

Es gibt sie nur einmal – die Echte. Die echte Liebe ist niemals abhängig von der Reaktion des Gegenüber. Sie ist in sich voll. Voll. Zum Platzen voll.

Sie braucht keine „Liebes-Beweise“ oder Erwiderung. Wenn sie liebt – dann liebt sie. Sie kann nur geben, sich verschenken, überschütten, überfließen. Maximal, zu 100%. Nicht mal mehr, mal weniger, je nach Tageslaune und Wetterbericht. Sie stellt keine Bedingungen oder Erwartungen. Sie ist. Echt.

Du hast dieses Leben. Und zwar nur das. Genieß es. Du hast nicht noch ein alternativ-Leben (just in case). Dein altes Leben in der Handtasche quasi, dass Du – falls es mal brenzlig wird – rausholen könntest

Du hast das hier. Und sonst gar keins! Kapiert? Du bist drin! Im Leben! In dieser Liebe! Nichts, absolut nichts, was Du tust, denkst, etc. kann dies ändern!

Jetzt wird’s einfach, denn wenn Du nur noch dieses Leben hast, dann sind Alle (ich betone: alle) Gefühle und Gedanken, die nicht in dieses Leben passen (zusammengefasst: jeder Müll)… Lügen!

Du denkst, Du schaffst das nicht? Lüge! Du denkst, Du fühlst Dich depressiv, minderwertig, schlapp, lustlos, ätzend…? Lüge! Du denkst, es ist alles so unüberwindbar? Lüge!

Ja, dann. Wenn Dich einer so offensichtlich belügt und Dir Gedanken/Gefühle schickt, die gar nicht aus Dir kommen können (und zwar egal, wie logisch sie sich anhören!) – dann gibt es für Dich nur noch eins zu tun: Ab damit!

Und zwar dahin, wo sie herkommen (direkt vom größten Verlierer aller Zeiten). Wie sagte schon Deine Oma? „Spiel‘ nicht mit den Schmuddel – Kindern!“ Also. Tu’s nicht. Beschäftige Dich nicht mit ihnen, analysiere und bespreche sie nicht stundenlang.

Für diese Dinge bist Du nicht zuständig. Dein Zuständigkeitsbereich ist dieses Leben einfach zu leben! Zu lieben! Zu genießen! Die Liebe… diese echte, unendlich starke und sanfte Kraft – sie ist sich selbst genug. Sie braucht nichts und niemanden – sie ist tatsächlich die Fülle selbst! Mangel kennt sie nicht. Sehnsucht oder Kummer oder Sorgen oder Angst sind Begriffe, die in ihr nicht existieren.

Weil sie einfach alles hat. Alles ist. Alles erfüllt. Stets überfließt. Deswegen ist sie immer frei. Sie ist frei und sie läßt frei – und zwar völlig. Ihr Dasein ist, sich zu verschenken, zu fließen, zu geben, zu überschütten, sich vollkommen dem Anderen hingeben.

Sie ist voll! Voll! Voll! Randvoll! So voll, dass sie es kaum noch aushält… es tut fast schon weh… sie will raus… sie muß… Lieben! Und dabei verändert sie alles und jeden, den sie erwischt. Und zwar für immer.

Hört sich alles recht theoretisch an? Nicht für mich, denn: ich bin mit dieser Liebe verschmolzen. Ich bin es. Ich bin es einfach! (und außerhalb von ihr gibt es mich nicht ;-)!)

Auch wenn ich, wie jeder Andere auch, immer wieder Hindernisse und Zweifel erleben darf. Aber sie zeigen mir auch immer wieder, dass ich auf dem richtigen Weg bin und mich und mein Leben entwickele.

So kam es vor gut zwei Jahrzehnten, dass der Mann, den ich liebte und der mir einen wunderbaren Heiratsantrag machte, sich nur eine Woche danach mit dem Auto um den Baum wickelte und starb. So stand ich plötzlich mit all meinen Wünschen und Hoffnungen auf eine gemeinsame Zukunft alleine da und musste weitermachen.

Ich liebe immer noch. Heute einen ganz wunderbaren Mann, den ich schon fast mein ganzes Leben kenne. Es ist ein wunderbares Gefühl und ich bin wirklich dankbar dafür, dass es ihn in meinem Leben gibt. Ich liebe ihn und das ist etwas ganz besonderes. Er ist ein wahrer Held, denn er macht mich immer wieder zu einem besseren Menschen. Dank ihm darf ich lieben, mich weiterentwickeln und mein Leben genießen. Er ist derjenige, der mich immer wieder inspiriert und immer wieder über meine Grenzen bringt. Es ist so unsagbar faszinierend und es tut mir einfach gut.

Es hat mich voll erwischt und ich bin einfach dankbar dafür. Es ist wunderbar. Danke!

Ein Mann ist für mich dann wirklich attraktiv, wenn er selbstbewusst ist, ohne dabei arrogant zu sein. Sexy ist für mich, wenn jemand klug und lustig ist. Ein Mann kann ein Cowboy sein und trotzdem im Smoking auf einen Ball gehen. Außerdem stehe ich drauf, wenn er gute Manieren hat. Viele können nicht ordentlich mit Messer und Gabel essen, während sie ein Gespräch führen. Auch bei mir auf der Baustelle finde ich sie toll, wenn sie mir einfach mal die Tür aufhalten oder mir mit praktischen Lösungen helfen.

Einen wirklichen Alltag kenne ich nicht, denn jeder Tag ist für mich anders, spannend und erfüllt mit neuen Aufgaben und Herausforderungen. Und dieser fängt schon ganz früh an.

5.15 Uhr. Seit dem Tag, an dem ich nach Stuttgart gezogen bin, werde ich täglich ungefähr um diese Uhrzeit wach – ganz ohne Wecker. Nachdem ich einige Wochen lang erfolglos versucht hatte, wieder einzuschlafen, habe ich schließlich entschieden, dass ich auch gleich aufstehen kann. Und siehe da, es ist die schönste Zeit des Tages für mich! Alles schläft noch tief und fest, während ich eine große Kanne Darjeeling Tee koche.

Ich setze mich dann hin und ordne in Ruhe in meiner Kladde meinen Tag und die ganzen Dinge, die so anliegen. Oft schreibe ich auch noch die Dinge dazu, für die ich einfach dankbar bin. Zugegeben, das liest sich alles nicht so spektakulär, aber die Atmosphäre um mich herum ist so schön und glücklichmachend, dass ich schon morgens beinahe platzen könnte. Manchmal stehe ich aber auch nur in der Küchen, halte meinen Tee und genieße den Morgen, während die Sonne aufgeht – und muss feste schlucken, weil ich so dankbar bin.

Meine Beautyroutine in Kürze. Waschen oder Duschen, Naturkosmetik für das Gesicht und den Körper, Make-up, Haare, anziehen. Ich besitze die übernatürliche Fähigkeit, meinen Kleiderschrank innerhalb von wenigen Minuten in ein absolutes Chaos zu verwandeln. Das ist auch gar nicht schwer, weil ich nämlich nichts zum Anziehen habe!

Dann geht es auch schon ab auf die Baustelle oder ins Büro, je nachdem was für Termine gerade anliegen. Glücklicherweise habe ich doch etwas gefunden und muss nicht den Tag in der Jogginghose verbringen. Ab jetzt gibt es keine Routine. Denn es folgen Begehungen auf der Baustelle, Termine mit Bauherren und Firmen oder Kollegen oder einfach Arbeit am Schreibtisch.

Manchmal gehe ich mittags in die Stadt, um etwas zu erledigen und versäume dabei nicht, etwas Schönes damit zu verbinden. Ich kaufe frische Blumen, hole mir einen Kaffee, stöbere in der Buchhandlung oder genieße einfach nur das Großstadtflair – egal, was ich tue, ich freue mich dabei riesig, unterwegs sein zu dürfen.

Trotzdem ist mein Zeitplan eher straff, denn locker, aber das macht gar nichts. Ich schätze die Tatsache wert, dass ich einen Job machen darf, den ich liebe.

Ich liebe es einfach und ich bin wahnsinnig dankbar dafür. Lasst es euch nicht nehmen und genießt es einfach.

Hindernisse gibt es immer wieder. Äh… den Punkt hatten wir doch schon mal? Weil ich dich so liebe, sage ich es dir gerne noch ein drittes Mal: über 99% der Menschen, die einen großen Traum haben, geben zu früh auf aufgrund von Hindernissen. Wenn du etwas wirklich Großes willst, dann musst du Dinge sehen, die es noch nicht gibt. Wenn du also nur danach schaust, was es gibt, dann ist es schon wieder das Mittelmaß und das ist nicht meine Abteilung.

Wenn du aber danach schaust, was es nicht gibt, dann wirst du vielleicht manchmal entmutigt sein, weil es das immer noch nicht gibt. Egal! Geh weiter! Das wird schon noch erscheinen – einer muss es entdecken, also warum nicht du? Wenn du Dinge siehst, die es nicht nicht gibt, dann sehen es die anderen Menschen eben auch nicht. Und deshalb werden sie dich nicht ermutigen, glaube mir!

Zum dritten Mal: Hindernisse, Schwierigkeiten, schlimme Umstände, ausweglose finanzielle Situationen – an der Tagesordnung. Willst du diese vermeiden, wünschst du dir am besten absolut nichts über den Durchschnitt, bleibst bei deinen Leisten, schaust nicht über den Tellerrand und schwimmst mit der Masse. Dann ist dein Leben zwar sterbenslangweilig, aber eben auch (scheinbar) safe.

Wenn du das alles nicht willst, wirst du vielen ungünstigen Umständen auf dem Weg begegnen und mit jedem einzelnen, welchen du überwindest, stärker, klarer und souveräner werden. Und das ist das Schönste daran, finde ich.

Warte auf den richtigen Zeitpunkt. Manchmal brennt etwas in dir und dann klappt es doch nicht. Also einfach gar nicht. Ich weiß mit Sicherheit, dass es für alles Zeitpunkte gibt. Und wenn ich nur eine einzige Sache im letzten Jahr gelernt habe, dann ist es die folgende, nämlich dass alles immer länger dauert als man sich so wünscht. Und deshalb gib dir viel Zeit. Und dann passt alles perfekt.

Also brauchst du absolut nichts pushen, forcieren, stressen oder frustriert manipulieren – entspanne dich, vertraue und gehe weiter. Und in diesem Vertrauen wird es noch viel, viel schöner und besser und passender, als du dir es jemals erträumt hättest!

Staying focused

Jeden Tag aufs Neue hat man die freie Wahl, denn man kann fokussiert bleiben oder sich ablenken lassen. Wenn du ein Leben aus der Liebe lebst, dann ist im Grunde alles für dich gelaufen, denn deine Zukunft ist gesichert, deine Vergangenheit ausgelöscht, du kannst dich jederzeit immer nur freuen – im vollen Bewusstsein dessen, dass du unendlich geliebt bist und dir alles zu Füßen liegt.

Genauso einfach ist es. Alles Andere ist Ablenkung.

„Aber meine Probleme…“ „Aber mir geht es nicht gut…“ „Aber wenn du wüsstest… meine Kinder / Mann / Verwandtschaft / Finanzen / Ausbildung / Job….“

Ablenkung. Ablenkung. Ablenkung.

Du kannst nichts gegen dein Sein unternehmen. Du kannst die Liebe aus deinem Inneren nicht entfernen. Du kannst Gott in dir nicht verlieren – egal, wie bescheuert du dich anstellst: du bist nun mal unendlich geliebt, unendlich stark, für immer frei und fähig zu allem. Das Einzige, was du tun kannst ist dich ablenken zu lassen.

Du erlaubst deinen Gedanken, sich mit jedem Dreck zu beschäftigen, der in der Gegend umherfliegt – du schnappst jede Energie auf, die mit dir nichts zu tun hat und wunderst dich, dass alles so anstrengend und so kompliziert ist – du schaust dir die Umstände so lange an, bis du frustriert und entmutigt bist. 99% der Gedanken, die du in deinem Kopf bewegst, stammen überhaupt nicht von dir! Die stammen von Menschen um dich herum – je näher dir der Mensch ist, umso stärker die Energie-Übertragung.

Du betrittst morgens voller Motivation deinen Arbeitsplatz, und deine Kollegin ist sehr gestresst. Dann hast du bereits nachmittags Gedanken wie „wie soll ich das alles schaffen, es ist noch so viel zu tun…“, etc. Du hast etwas Wunderschönes in einem Laden gesehen und erzählst es begeistert deinem Mann – worauf dieser dir lang und breit erklärt, dass du das lieber nicht tun solltest, denn man weiß nicht, was die Zukunft bringt, die wirtschaftliche Lage sieht schlecht aus, was ist, wenn er seinen Job verliert. Und schon kannst du abends kaum noch einschlafen – die Freude ist dir gründlich vergangen. (es geht nicht darum, dass du ohne Probleme auf etwas verzichten könntest – hier geht es nur um die Energie/Zukunftsangst, die sich überträgt).

Du bist frisch und fühlst dich voller Energie, du freust dich darauf, die Prüfung zu schreiben und bist sicher: alles wird gut. Bis du deine Freundin triffst, die voller Panik und Sorgen ist, und „was alles dran kommen könnte…“ – zack! ist deine Sicherheit dahin. Du schaust dir 2 Stunden lang eine romantische Liebeskomödie an und die ganze Woche lang hast du Sehnsucht nach einem Partner und fühlst dich unvollständig und einsam.

Ich rede hier nicht von einer argumentativen Ebene (ich habe tatsächlich viel zu tun/wenig Geld/nicht genug gelernt/keinen Partner) – ich rede von der energetischen Ebene! Es geht nur um die Energie. Mit der richtigen Energie ist dir kein Umstand zu kompliziert, keine Herausforderung zu groß, du siehst nur Lösungen statt Probleme und freust dich, egal, was kommt. So siehst’s aus!

Deswegen vermische nicht ständig dich mit den anderen. Achte darauf, mit wem du enge Gemeinschaft hast – bis du stark genug bist, dass nichts mehr von außen zu dir durchdringt. Achte darauf, wer in dein Leben hineinreden darf und dir Ratschläge geben. Überlege gut, welche Informationen du dir reinziehst und mit was du dein Herz und deinen Kopf füllst.

Du bist so wählerisch bei deinem Outfit – also würde ich auch gut auswählen, mit wem ich mich umgebe. Wenn du hinterher entmutigter und kraftloser bist – dann ist es definitiv nicht der richtige Umgang für dich – ich sag’s dir, wie es ist. Du kannst dann natürlich weiterhin mit diesem Menschen abhängen – aber heul‘ nicht und wundere dich nicht, warum es in deinem Leben nicht vorangeht! Stattdessen umgib dich mit Menschen, die dich lieben (nicht: an dir klammern oder dich besitzen wollen), dich wertschätzen, dich inspirieren und dich herausfordern, weil sie dir vorangehen.

„Aber das sind meine Freunde….“ Ja, schön. Verstehe.

Willst du nach Rom? Ja oder nein? Dann steig gefälligst in den Bus, der nach Rom fährt! Dann hilft es dir nicht, wenn du im Bus nach Lloret de Mar sitzt – nur weil darin deine Freunde sitzen! Du brauchst dich folgerichtig nicht wundern, wenn du in Lloret de Mar ankommst und tagelang einen Kater hast, ne?

„Aber dann sind die beleidigt… und verletzt…“ Ich sage dir etwas: wenn sie daraufhin beleidigt oder verletzt sind, dann sind es sowieso nicht die richtigen Freunde für dich. Dann heißt es nämlich, dass sie dich nicht genug lieben, dass sie dich loslassen, damit du dich weiterentwickeln kannst. Ich nehme lieber in Kauf, dass jemand, der sowieso nicht weiterwill, verletzt ist – damit ich später viele Hunderte und Tausende Menschen freisetzen, inspirieren und weiterführen kann, die nach Rom wollen!

Nach Rom wollen nämlich viele. Den meisten ist es nur nicht bewusst, weil sie den Alltagstrott so gefangen hält und sie sich ständig ablenken lassen – aber du nicht länger! Du lässt dich nicht von anderen Energien ablenken. Du holst dir nicht jeden Mist in deinen Kopf, und beschäftigst dich damit! Du bleibst im Gutem, egal, was dir die Umstände erzählen!

DU BLEIBST FOKUSSIERT.
DU BLEIBST IN DER LIEBE UND IN DER FREUDE.
DU BLEIBST STARK UND SOUVERÄN.
DU BLEIBST LOCKER UND ENTSPANNT.
DU FREUST DICH EINFACH SO, NICHTS IST FÜR DICH ZU SCHWER ODER ZU KOMPLIZIERT.
DU STEHST DA WIE NE DEUTSCHE EICHE, KOMME WAS WOLLE UND GRINST SELIG VOR DICH HIN!

Solltest du merken: „oh, Shit… ich lasse mich 99% des Tages nur ablenken!“ – dann denke: nicht schlimm. Dann fokussiere dich auf dieses 1% und freue dich darüber! Morgen sind es bestimmt schon 2%! Schaue nur auf das Gute, nur auf das Starke, nur auf das Schöne – das ist, woher deine Kraft kommt, um jeder Herausforderung mit Freude zu begegnen. Konzentriere dich auf mich, wenn du dahin willst, wo ich bin – und hole dir nicht jede andere Meinung dazu. Steig nicht in 10 verschiedene Busse!

„Aber es gibt doch auch viele schlimme Probleme in der Welt… damit muss man sich doch auch beschäftigen…“

Ich sag‘ dir was, wir schauen erstmal, dass du stark, glücklich und voller Liebe bist. Daraus wird dann deine Bestimmung hervorkommen und diese wird so manches dieser Probleme aus der Welt schaffen. Vertrau mir!

Also: wer fährt mit nach Rom? Ich weiß, wo es lang geht! Und in diesem Bus ist es schön… ich sag’s dir… wir haben Partymusik an und stylische Sitzbezüge, außerdem wird dauernd geknutscht. Adel verpflichtet

Das Leben ist jetzt

Das Leben findet im Jetzt statt. Immer nur im Jetzt.

Das „hätte ich nur damals (vor Jahren, vorgestern, vor einer Stunde)… , dann würde ich jetzt…“ bringt Dich niemals weiter. Denn es ist vergangen und kann von Dir in keinster Weise mehr verändert werden. Du hältst Dich also gedanklich in etwas auf, was unveränderlich und damit nutzlos ist.

Das „wenn ich endlich (nur diesen Mann heirate, dieses Haus bekomme, diesen Job bekomme bzw. loswerde, 10 Kilo abnehme, schwanger werde, die Kids größer sind…)…, dann fängt das Leben an!“ ist auch ein Trugschluß. Denn Du lebst immer in der Zukunft und verpasst das Leben.

Das Leben.
Das pure Leben.
Das Jetzt.
Der Genuß.
Die Fülle.

Am Ziel. In der Liebe.

Also kannst sie sich absolut, vollkommen und ausschließlich auf das Jetzt konzentrieren. Einfach leben. Einfach sie selbst sein. Nicht so tun, als ob. Nicht versuchen, Jemand zu sein.

Einfach sein. Herrlich, wundervoll, wild, stark, locker, voll Freude und Leben. Unabhängig von jedem Umstand, jedem Menschen, jeder Wetter- oder Wirtschaftslage. Unabhängig von der Vergangenheit und unbeeindruckt der Zukunfts-Aussichten. Nicht dem Gestern nachweinen. Nicht sehnsüchtig auf das morgen warten.

Leben. Jetzt.

Dass Menschen äußerlich unterschiedlich sind, ist jedem klar, weil man deutlich sieht wie sie sind – groß, klein, dick, dünn, jung, alt, usw. Auch die Persönlichkeit ist offensichtlich, denn der eine ist temperamentvoll oder gesellig, der andere eher ruhig, kreativ oder tiefgründig. All das ist bekannt und wird mehr oder weniger akzeptiert. Was dagegen oft unterschätzt oder ganz verleugnet wird, weil es sich schwer in Worte fassen lässt und ganz und gar unsichtbar ist, ist die Wahrnehmung, sprich „Wie empfinde ich eine Situation, eine Stimmung oder eine andere Person?“.

Die Wahrnehmung ist das, was man intuitiv spürt, noch bevor sich der Verstand einschaltet und einem drei Erklärungen liefert. Die Wahrnehmung ist ein inneres Gespür, Bauchgefühl und nicht eine Meinung oder eine Stimmungsschwankung oder Laune.

Die Wahrnehmung ist der größte Schatz. Kaum zu glauben, aber wahr. Denn deine Wahrnehmung ist dein absolut größer Schatz – es sind nicht deine Brüste, dein Lächeln oder deine Lebensfreude. Die Fähigkeit, etwas intuitiv zu spüren, ist ein Geschenk. Eine Gabe. Ein Segen. Schätze diese Wahrnehmung mehr als alles andere. Unterdrücke sie nicht, rede sie nicht klein und vor allem lasse sie nicht von anderen kleinreden.

Alles, was man wertschätzt, nimmt automatisch an Bedeutung und Größe im eigenen Leben zu. Das, worauf man seinen Fokus richtet, wird von alleine stärker. Deshalb freue dich ab sofort aufrichtig über die Art, wie du etwas wahrnimmst, denn deine Intuition leitet dich absolut sicher und du kannst dich immer auf sie verlassen.

Ich bin davon überzeugt, dass Jeder eine Intuition besitzt, ganz egal, wie diese ausgeprägt ist. Die traurige Wahrheit ist, dass in den meisten Fällen diese intuitive Wahrnehmung getrübt ist durch negative Erfahrungen, durch andere Menschen, die sie einem ausgeredet haben oder gänzlich durch eine andere Person gedeckelt. Dann nimmt man kaum etwas wahr, ist orientierungslos und richtet sich unbewusst ständig nach anderen, ist innerlich tief unglücklich und fragt sich dauernd, warum das so ist.

Lass dich nicht verunsichern, wenn du – ohne es dir erklären zu können – etwas überraschend als besonders schlimm empfindest, während alle anderen überhaupt kein Problem zu haben scheinen oder sogar dir direkt vermitteln, dass du falsch bist. Oder du beste Laune hast, obwohl jeder augenscheinlich bedrückt und down ist. Fühlt sich für dich eine Situation komisch, schräg, unwohl an – dann ist sie auch komisch. Lasse dich nicht dazu überreden, über dein Bauchgefühl drüberzugehen, sondern bleibe dabei und handele dementsprechend. Vertraue deinem Inneren. Du kannst dich immer darauf verlassen.

Die Wahrnehmung hat jeder völlig individuell geschenkt bekommen, sie ist so einzigartig wie der Fingerabdruck und für die eigene Lebensaufgabe passend. Während der eine die Situation vollkommen locker meistert, ist der andere bereits total fertig, weil er viel stärker alle negativen Vibes wahrnimmt, die im Raum sind. Der eine spürt den Druck, der vom Chef ausgeht zwar, streift ihn aber 2 Minuten später wie ein Staubkorn ab, während der andere kann kaum einschlafen, weil es ihn so intensiv beschäftigt. Beide Wahrnehmungen stimmen.

Ist etwas negativ, nehme ich zwar exakt die Vibes wahr, kann sie aber nur grob erfassen und ich weiß eigentlich nur, es ist nicht gut gerade. Das weiß ich allerdings mit Sicherheit. Ich kann oft auch genau benennen, was los ist. Im Positiven trifft es ganz genauso zu, denn ich merke irgendwie – es ist alles so schön.

Wir haben alle eine vollkommen unterschiedliche Wahrnehmung, die ganz stark mit der Aufgabe zusammenhängt, die jeder im Leben hat. Ich könnte z. B. niemals meinen Job so beschwingt und gelassen tun, wenn ich so stark spüren würde, was Tausende von Menschen über mich sagen, schreiben oder denken. Das Meiste merke ich gar nicht und wenn doch, dann entscheide ich mich, dass es mir egal ist. Es ist wichtig sich gegenseitig wertzuschätzen, die Stärken zu betonen und zu lernen, respektvoll damit umzugehen.

Für uns alle ist die Wahrnehmung des anderen eine extreme Bereicherung, denn oft sehe ich nur eine grobe Richtung – das, was ich nur schemenhaft wahrgenommen habe, können andere oft ganz präzise und exakt ausdrücken, ich bin auf der Stelle klar und handele danach.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass z.B. viele kreative, künstlerisch begabte Personen die Atmosphäre um ein Vielfaches intensiver wahr- und aufnehmen. Das muss genau so sein, damit sie immer wieder Inspirationen für ihr Talent bekommen. Falls du eine solche Person bist oder jemanden in deiner Nähe hast, dann betone das als eine wunderschöne Eigenschaft und stelle weder die Person noch ihre Wahrnehmung in Frage. Was ist, wenn dieses Talent wirklich außergewöhnlich großartig ist, und viele Menschen bereichern wird?

Die Art deiner Wahrnehmung ist maßgeschneidert für deine Aufgabe auf dieser Welt. Für das, was du besonders gut kannst und dich außerdem am Allermeisten erfüllt und sie ist essentiell wichtig dafür.

Für die Eltern unter euch gilt, die Intuition ist bereits im Kindesalter angelegt. Da, wo ein Kind bereitwillig mit der gesamten Verwandtschaft gerne kuschelt, möchte ein anderes Tante Erna nicht mal begrüßen bzw. gar nicht erst den Raum betreten. Belächele das Kind nicht, drücke ihm keinen Sonderling-Stempel auf, zwinge es nicht, sich deiner Wahrnehmung anzupassen und sei nicht genervt, dass dein Kind deine Vorstellung nicht erfüllt.

Glaube mir: die Art, wie es die Eindrücke aufnimmt und verarbeitet, wird später enorm wichtig für seine spezielle Aufgabe im Leben sein. „Was stimmt nicht mit dir?“ ist ein Satz, der niemals fallen sollte. Mit deinem Kind stimmt alles, es ist dein Horizont, der begrenzt ist.

Ich weiß, dass es teilweise recht anstrengend oder sogar herausfordernd ist (und das über viele Jahre!), wenn die Wahrnehmung des Kindes deiner eigenen Null entspricht, aber das kann man alles lernen: zu akzeptieren, dass es so ist, und das nicht immer wieder runter zu bügeln, ist schon der wichtigste Schritt.

So wichtig deine Intuition ist, so belastend kann sie manchmal sein – damit sie Segen und kein Fluch wird, ist für dich Folgendes wichtig. Stelle dich nicht in Frage und lass dich nicht verunsichern.

„Was stimmt nicht mir dir?“, „Stell‘ dich nicht so an!“, „Was bist du so überempfindlich?“,  – diese und ähnliche Gedanken werden sich oft anbieten und manchmal sogar von anderen laut ausgesprochen werden. Doch jedes Mal, wenn das angeflogen kommt, weigerst du dich entschieden. Ganz entschieden und nicht so lari-fari. Für das, was du auf dieser Welt zu tun hast, braucht es deine Wahrnehmung. Und dafür ist diese perfekt.

Wer mehr wahrnimmt, nimmt eben mehr Negatives wahr – das ist einfach so. Deine Wahrnehmung in Ehren, aber werde dabei nicht dauerhaft negativ oder verurteilend. Was nützt dir dein ganzes Bauchgefühl oder deine klare Sicht, wenn du dann auf andere herabschaust, sie abstufst oder gar verletzt? Wenn du also merkst, dass sich bei dir eine gewisse Arroganz und Verurteilung aufgrund deiner Intuition einstellt: weg damit! Keiner von uns ist auf dieser Welt, um andere zu verurteilen oder zu belächeln.

In der Zeit, in der du darüber nachdenkst, was hier alles nicht passt, könntest du auch über etwas Schönes nachdenken oder meinetwegen Geld verdienen.

Fehlersucher, Auf-Missstände aufmerksam-Macher, Kritiker, und Stammtisch-Besserwisser gibt es zur Genüge, das ist keine Kunst – all das hat aber nichts mit der Liebe zu tun. Es braucht dich. Es braucht die Liebe.

Das Allermeiste, was du den Tag über denkst und spürst, sind überhaupt nicht deine eigenen Gedanken und Gefühle – ganz oft sind es die Ängste, Stimmungen oder Launen der Menschen, die dich umgeben. Hat jemand eine ausgeprägte Intuition, nimmt er unter Umständen noch viel mehr und viel schneller auf, was alles um ihn herumschwirrt. Es geht ihm dann nicht gut, obwohl augenscheinlich nichts Schlimmes passiert ist.

Es ist wichtig, dass du es nicht falsch verstehst, denn du sollst keine Angst haben, so meine ich das nicht. Aber aus Respekt dir gegenüber ist es wichtig, dass du dich vielen Dingen nicht aussetzt, die für andere überhaupt kein Problem sind. Wenn du öfter Zeit nur für dich brauchst, dann gestehe dir diese zu und fühle dich weder einsam, komisch oder deplatziert deswegen. Wenn dir der Umgang mit einer Person überhaupt nicht gut tut und du deshalb regelmäßig down bist, dann schaffe Abstand – selbst wenn andere das als „überempfindlich“ bezeichnen würden. Wenn alle immer in einer Squad abhängen, du dich aber nicht wirklich darin wohlfühlst, dann stehe dazu und lasse es bleiben. Mit dir stimmt alles und das ist genau richtig so.

Wie oft und mit wem man seine Zeit verbringt, ist eins der allerwichtigsten Dinge im Leben, also achte ganz besonders darauf.

Nutze deine Intuition nicht als Ausrede für miese Launen („Ich bin eben hochsensibel, deswegen bin ich so schlecht drauf.“) oder Grund für Ängste („Das liegt an meiner Wahrnehmung.“). Verwechsele Bauchgefühl nicht mit charakterlichen Schwächen oder emotionalen Schwankungen! Natürlich kann es sein, dass du schneller und stärker als andere etwas wahrnimmst – aber dann hast du auch die Fähigkeit geschenkt bekommen, damit so umzugehen, dass es für alle ein Geschenk ist. Und keine Belastung.

Liebe ist stärker als Depression, stärker als Hass, stärker als Verzweiflung, Einsamkeit, Neid, Eifersucht oder Leid. Und dann setzt du ein Statement und schaffst Ordnung in deinem Herzen und Hirn. Das, was du in dir trägst, ist ein riesiges Geschenk an dich. Und an die ganze Welt.

Und jetzt lernst du das erst richtig schätzen.
Leben. Jetzt.

Träum weiter

Es gibt auf der Welt verschiedene Gruppen von Menschen.

Diejenigen, die ohne einen Traum im Herzen, ohne Feuer und Leidenschaft leben, und zufrieden sind, wenn sie ihr Leben einfach nur auf die Reihe kriegen, über die Runden kommen, oder wie man halt so sagt…Diese verschwenden ihr Leben meist mit unwichtigen Zeug (Definition von „unwichtiges Zeug“: sich sorgen, was noch kommt / sich ärgern, was war / sich beschäftigen mit anderen Menschen, Problemen, Ängsten, Zweifeln, Kummer, Vergangenheit, etc.). Oder wollen ihre Couch-Comfort-Zone nicht verlassen (und ihre Sportschau).

Diejenigen, die einen Traum im Herzen haben (oder mehrere) und ihn aufgeben angesichts von Schwierigkeiten, Unvorhergesehenem und Problemen. Oder sie lassen sich ihren Traum rauben von Schwarzsehern und Besserwissern („das wird eh nicht funktionieren, das hat noch keiner gemacht, du weißt doch, als Onkel Karl-Heinz damals gescheitert ist, werd mal vernünftig, Rhabarber, Rhabarber…“ – kennt man ja.) Diese geben den Traum auf, sobald Umstände oder Hindernisse sich auf dem Weg dahin zeigen, lassen sich entmutigen oder ablenken, und finden sich nach kurzer Zeit wieder in der Mittelmäßigkeit der breiten Masse wieder, für die sie nie bestimmt waren.

Diejenigen, deren Herz für etwas brennt und die einfach vorwärts gehen. Immer nach vorne. Egal, was so kommt, preschen sie vorwärts, lassen sich durch nichts und niemanden aufhalten und erreichen Ihr Ziel. Sie träumen – aber bleiben nicht dabei stehen, sondern gehen immer weiter Schritte in der richtigen Richtung.

Und? In welcher Gruppe möchtest du gerne dabeisein?

Falls die Antwort drei lautet, dann habe ich heute eine Botschaft für dich. (alle anderen können an dieser Stelle umschalten, wir danken für Ihre Aufmerksamkeit und sehen uns morgen zur Bastelstunde wieder.)

Wenn du einen Traum hast, der in deinem Herzen brennt, dann wird folgendes passieren:

Es werden Schwierigkeiten kommen. Herausforderungen. Dinge, die dich entmutigen wollen, dir die Lust und Motivation rauben. Das ist normal, o.k.? Eh klar, wäre ja komisch, wenn der Teufel keine Hindernisse losschicken würde, sobald einer anfängt, richtig groß zu träumen. (Wenn das gar nicht passiert, dann solltest du dich hinterfragen, ob du wirklich groß genug träumst!) Wo waren wir… ach ja, Herausforderungen.

Und was machst du dann? Du überwindest sie! Und zwar mit Leichtigkeit! Denke dran, du bist ein Liebesbotschafter, die Kraft der Liebe ist in dir – nichts und niemand kann dich stoppen! Nichts und niemand ist stärker und motivierter und kühner als du! Keiner auf diesem Planeten! Und wenn die ganze Hölle gegen dich wäre, tse! (mach mal kurz: „tse!“ Danke.)

Baby, der ganze Himmel ist für dich! Und dann noch in dir! Und dann noch vor dir und hinter dir und um dich herum! Und dann hast du noch mich! Da ist jeder lächerliche (ich betone: lächerliche) Versuch, dich zu entmutigen und zum Aufgeben zu bewegen, doch wohl ne Witznummer – und auch noch keine besonders lustige obendrein? Wie unorginell! Wie gähnend langweilig. Du bist der Löwe, der strahlende Held, das Vorzeige-Modell des Himmels, der überlegene Sieger!

Mögen sich Umstände auftürmen, mögen Schwierigkeiten kommen, möge alles nach „in sich zusammenstürzen“ aussehen: na und? Du stellst dich ihnen mit erhobenem Haupt, du springst wie eine leichtfüßige Elfe (für die männlichen Leser: ein Elf? Doofes Bild? wie wär’s mit…. Paraglider/Spiderman/Mr. Bond?) darüber und dann gehst du weiter, weiter, weiter! Einfach immer vorwärts, nicht aufgeben! Nicht zweifeln! Nicht stehen bleiben und heulen! (kurz heulen ist erlaubt. Dann Nase putzen und weiter.) Nicht denken: „ach, war ja klar, nix klappt bei mir, das wird nie was, etc..“ Immer nach vorne.

Preisfrage: Wenn Gott einen Traum in dein Herz hineingelegt hat, wer ist dann wohl am meisten daran interessiert, dass dieser Traum auch Wirklichkeit wird? Na? Wer wohl? Genau. ER SELBST.

Er wird dir also alles, alles zur Verfügung stellen, was du dafür brauchst! Du brauchst Gaben und Talente und Fähigkeiten? Er gibt sie dir. Oder er schickt dir Menschen, die diese besitzen. Er öffnet dir Türen, und bereitet alles zur richtigen Zeit am richtigen Ort für dich vor. Er fügt zusammen, was zusammengehört (Menschen, Finanzen, Partner, Ressourcen). Was ist also dein Part bei der Sache? Weiter zu gehen. Einfach immer weiter nach vorne. Im vollsten Vertrauen einfach weiter.

Du bist zum erfolgreich sein geboren (alles andere macht keinen Sinn, richtig?) Du bist zum Lieben hier. Mit allem, was du bist und hast, sollst du das (er)leben dürfen, was so richtig zu dir passt, dein Leben maximal auskosten, genießen und alles erleben, was es zu erleben gibt.

„Und woher weiß ich, dass der Traum in meinem Herzen von Gott ist?“ Ganz einfach: etwas, dass dich begeistert, dich in Brand setzt, dich beflügelt, dich strahlen lässt, dein Herz zum Beben bringt, und groß ist – das wird höchstwahrscheinlich Gott sein

Dein Traum hat immer mit anderen Menschen zu tun – ihnen zu dienen, andere glücklich zu machen, anderen zu helfen, ihnen Probleme zu lösen, etc. Er ist nicht selbstsüchtig. Er heißt nicht: „ich träume von einem Cottage auf dem Land, von einem Sportwagen, von einer Kreuzfahrt.“ Das sind Wünsche und keine Träume. Ein Cottage auf dem Land ist echt schön, aber… was haben andere Menschen davon? Außer, du willst ein Bed&Breakfast auf dem Land anbieten, damit sie dort in einem besonderen Ambiente zur Ruhe kommen können – verstehst du den Unterschied?

Soll ich dir verraten, was auf dem Weg zu deinem Traum noch passieren wird (und das ist der wirklich gute Part an der Sache)? Du wirst aufregende Dinge erleben. Du wirst sehr intensiv leben. Du wirst mehr erfahren, stärker werden, größer denken, mehr Menschen glücklich machen, als alle anderen um dich herum. Du wirst fliegen, du wirst echte Wunder erleben, du wirst erfüllt sein und dich freuen wie ein kleines Kind. Du wirst überrascht werden vom Glück, du wirst die spannendsten Menschen kennenlernen, aufregende Orte besuchen und neue Erfahrungen machen, die du sonst nie erlebt hättest. Es wird eine spannende Reise, alleine für diesen Weg dahin lohnt es sich, weiter zu gehen!

Diesen Traum kannst nur du träumen. Nur du mit allem, was du bist, und allem, was du hast, bist so einzigartig, und so unverwechselbar und wenn du ihn nicht träumst und dein Ziel nicht erreichst – dann wird es kein anderer tun! Verstehst du? Du bist unersetzlich für diese Welt. Nicht austauschbar. Genau du! So wie du bist!

„So wie ich bin? Aber ich bin ängstlich, depressiv, schlecht drauf, und lethargisch…“ Ach was, das bist du gar nicht! Lass dir diesen Dreck direkt aus der Hölle von meiner Liebe wegmachen, glaub nicht deinen Feelings, Erfahrungen oder deiner Mutter, glaub mir! Das passt doch gar nicht zu dir! Du bist Liebe pur, du wirst dringend gebraucht auf diesem Planeten! (Liebe = meistgesuchtes Gut auf Erden).

Das komische Zeug wird nach und nach von dir abfallen, und du selbst wirst hervorkommen als eine strahlende Schönheit, eine heißglühende Lava, ein Feuersturm, der die Herzen im Vorbeigehen erobert!

Egal, ob du gerade mal entdeckst, was dein Traum sein könnte, oder bereits einige Schritte gegangen bist, oder dich mittendrin (im Chaos) befindest:

LASS DICH NICHT AUFHALTEN!
GEH EINFACH WEITER!
DER GANZE HIMMEL IST FÜR DICH!
DU WIRST ALLES SPIELEND ÜBERWINDEN, WAS ES ZU ÜBERWINDEN GIBT!
DU WIRST DEIN ZIEL ERREICHEN!
DU WIRST NICHT AUFGEBEN, NICHT ZWEIFELN, NICHT ENTMUTIGT SEIN!

Ach, ich bin ja so stolz auf dich! Aber sowas von!
Du und ich, wir haben vor nichts Angst! Wie die Gallier, nur dass der Himmel unsere größte Trumpfkarte ist und uns niemals auf den Kopf fallen wird, siehste.

Sei grossartig

Soll ich dir sagen, was dich in deinem Leben am meisten bremst? Was dich daran hindert, dein Potenzial völlig zu entfalten, so richtig Gas zu geben und ein erfolgreiches Leben zu führen? Es ist eine so kleine Sache, dass du lachen wirst, wenn ich sie dir verrate.

Es ist Minderwertigkeit. Es ist dieses jämmerliche Tiefstapeln, sich selbst ständig kleinmachen, ja nicht „zu viel wollen“, schön bescheiden bleiben, um auf keinen Fall arrogant zu wirken. Und überhaupt: wer bist du schon, dass du denkst, du könntest mehr Lebensqualität erreichen, mehr Glück erleben, mehr Geld haben, mehr Freude im Alltag haben, mehr Genuss und Power versprühen.

Du bist Liebe und wenn ich „Liebe“ schreibe, dann meine ich pures, extremes, alles andere in den Schatten stellendes Leben. Dann meine ich Energie ohne Ende, grenzenlosen Erfolg, alles-andere-um-dich-herum-glücklich-machende-Power und das Ganze in einer Leichtigkeit des Seins, dass es eine Freude ist, dir dabei zu zu schauen! Das ist ein Ausdruck der Liebe und nicht irgendein gefühlsduseliges, sich selbst aufopferndes Dings.

Liebe = Stärke.
Liebe = Leben.
Liebe = Du.

Und genau aus diesem Grund kannst du nur noch groß von dir denken. Wenn du wirklich das, was ich lebe, auch erleben möchtest, dann gibt es nur diesen einen Weg. Neues Leben – neue Liebe – neues Denken.

Und damit ist nicht „positives Denken“ gemeint. (positiv zu denken ist auf jeden Fall schon mal besser als negativ denken, ist klar.) Nein, ich meine eine Sicht auf dich selbst, die einfach… göttlich ist. Auf jeden Fall anders als bisher! Es ist ein anderes Denken. Ein übernatürliches Denken und das heißt: Eins, das die natürlichen Umstände und Begebenheiten, deine menschliche Herkunft und Vergangenheit nicht mal in Betracht zieht – weil es neu ist!

Ich hab’s nicht so mit Tiefstapeln. Und nicht so mit „im Hintergrund stehen“. Ich kenne keins „Hauptsache, wir bleiben alle gesund und können unsere Miete zahlen.“. Ich hasse Mangeldenken. Ich stehe nicht so auf die Stammtisch-Mentalität – sprich: selbst nichts auf die Reihe kriegen, aber überall alles besser wissen und seinen Senf dazugeben müssen. Während alle anderen noch darüber diskutieren, wie sie das finden, was ich tue und ob man das so sehen kann und überhaupt… bin ich schon ganz woanders, packe die Dinge an und habe unendlichen Spaß daran!

Warum? Weil die Liebe das Stärkste und Attraktivste ist, was es überhaupt gibt! Weil diese Liebe aus jeder meiner Poren fließt und natürlich sind alle von mir angezogen! Selbstverständlich ist alles enorm erfolgreich und effektiv, was ich anfasse – was denn sonst? Natürlich bin ich der Knaller, was denn sonst?

Findest du es ungewohnt, so zu denken? Fühlst du dich unwohl damit oder stößt es dich sogar ab, nach dem Motto: „für was hält die sich eigentlich?“ Das ist so, weil alles um dich herum so von dieser Scheißminderwertigkeit durchseucht ist! Weil keiner sich traut, auch mal die Wahrheit über sich zu denken.

Aber ich traue mich! Alles andere bringt doch nix! Und ich schreibe es sogar auf – damit man frei wird. Damit du dich aus der Umstände- und Gefühlssoße erhebst, innerlich aufstehst und endlich dich so siehst, wie du wirklich bist.

ATEMBERAUBEND. EINZIGARTIG WUNDERSCHÖN. STARK. PERFEKT. NICHTS AN DIR IST FALSCH. ALLES PASST. GROSS. LOCKER. FREUDIG. VOLLER LIEBE UND GLÜCK.

Hör auf zu weinen, du bist größer als deine Umstände! Größer als der momentane finanzielle Mangel, größer als Einsamkeit, größer als Misserfolg, größer als Stress oder Druck oder Sorgen, größer als die Pleite in deinem Geschäft, größer als das Problem mit den Kindern, größer als alles, was du bisher an Schlechtem erlebt hast! Du bist größer als alles, was sie über dich denken und reden und ach.. scheiß doch drauf.

Du bist stärker und größer als all das! Außerdem werden deine Umstände sich eh‘ verändern, wirst schon sehen! „Aber das sind einfach meine Probleme… ich muss mich kümmern…“ Ne, lass mal. Wir machen das so, du kümmerst dich darum, nur noch groß von dir zu denken. Und Gott kümmert sich um deine Umstände. Aber halt anders.

Also spiel nicht mit den Schmuddelkindern, sondern hebe deinen Kopf hoch, schau dich selbst im Spiegel an und entscheide dich – am besten jetzt – nie mehr minderwertig von dir zu denken! Du schaffst das locker. Bist kein besonders schwerer Fall. Jetzt glaub halt mal mir, anstatt deinen Erfahrungen.

Da es mit den Gedanken etwas dauert, entscheidest du dich auf jeden Fall schon mal dafür, nie mehr minderwertig von dir zu sprechen! Stell dich morgens vor dem Spiegel, und sage laut das Allerschönste über dich, was dir überhaupt einfallen könnte! Soll ich dir ganz praktisch helfen? Bis es dir ins Fleisch und Blut übergeht, könntest du zum Beispiel sagen:

„Ich bin das Schönste und Stärkste, was es gibt. Nichts kann mir widerstehen. Ich mache alles gut und schön, was mir begegnet. Ich freue mich unabhängig von den Umständen. Ich genieße mich jede Sekunde, ich freue mich über mich, ich bin einfach der Hammer! Alles an mir ist großartig und perfekt, da ist nichts falsch an mir oder meiner Art. Ich werde von Tag zu Tag mehr von der Liebe übernommen, freudiger, lockerer und erfolgreicher. Alles gelingt mir. Einfach so, weil ich es bin!“

Deswegen muss für dich klar sein, mit Minderwertigkeit hast du nichts zu tun.

Während alle anderen sich noch im Elend suhlen, wie sie alles nicht schaffen, wie schwach und arm und benachteiligt sie sind, und die Heizungskosten werden teuerer, und das Kind hat ne schlechte Note heimgebracht, und die Wirtschaftslage… erklimmst du mit mir die größten Berge, gehst du mit mir in die größten Weiten und entdeckst Dinge, von denen du noch nicht mal zu Träumen gewagt hast. Und dann ziehst du alle anderen mit, wirst schon sehen!

Du kannst richtig Gas geben! Für dich gilt: mehr ist mehr! Warum solltest du dich begrenzen, dein Business begrenzen, deine Finanzen begrenzen, nur mit den menschlichen Möglichkeiten rechnen? Warum sollte dir irgendetwas unmöglich sein?! Nein, du lässt es so richtig krachen: Bahn frei für dich!

Weg mit Tiefstapeln! Weg mit „ich kann das nicht, ich schaff das nicht, ich bin nicht gut genug.“ Weg mit Kleindenken, Kleinhandeln, Kleinverändern. Weg mit „wer bin ich schon?“ Weg mit „das werde ich mir nie leisten können.“ Weg mit „das haben wir schon immer so gemacht, dabei bleiben wir auch.“ Weg mit „ich verdiene es nicht besser.“

Du willst Größeres erleben? Dann fange an, größer zu denken! Du willst mehr Liebe, Glück, Freiheit, Lockerheit, Energie im Alltag? Dann fange an, dich jetzt schon genau so zu sehen – es ist egal, ob es bereits so „ist“. Die Veränderung kommt immer von innen nach außen, nie umgekehrt! Und sie passiert schrittweise – aber du hast nie Eile oder Zeitdruck.

Veränderung kommt nicht von „das wünsche ich mir schon so lange.“ Mit „Träumen“ ist nicht so ein sehnsüchtiges emotionales „ich stelle mir was Schönes vor, damit ich der Realität entfliehe, die so scheiße ist.“ Da wird sich nichts verändern – da „träumst“ du, bis du stirbst! Die Veränderung passiert in dir, indem du endlich dich so siehst, wie du wirklich bist – mal ungeachtet der Vergangenheit und der momentanen Situation.

Und zum Schluss verrate ich dir noch was: Du kannst gar nicht groß genug von dir denken. Ich will, dass du hier wie eine Königin auftrittst und nicht ständig tief stapelst, damit sich keiner vor den Kopf gestoßen fühlt! (ich stoße lieber eine Handvoll vor dem Kopf, und setzte dafür unzählige frei, als dass ich mich unter Wert verkaufe! Ist mir echt so egal!)

Der Sohn von Bill Gates kommt auch nicht wie ein Straßenhund in die Firma seines Vaters, stimmt’s?

Egal, für wie schön und fähig und stark du dich hältst, aber es ist noch weit untertrieben! Und egal, was du denkst, das du im Leben erreichen kannst, es ist noch viel zu wenig! Und genau so darfst und sollst du auftreten – auf dich hat diese Welt gewartet!

DENN DU BIST DAS ABSOLUTE HIGHLIGHT AUF DIESEM PLANETEN.

Warum du keinem etwas beweisen musst

Ich habe schon sehr jung angefangen zu arbeiten und das einfach weil es mir Spaß machte und nicht wegen des Geldes. Auch wenn das ein Thema ist, mit dem ich mich hier sehr gern ein andermal beschäftige. Ich habe schon immer viel mit Menschen „gearbeitet“. Ob als Jugendliche, wo ich Sportler gecoacht habe, später im Fitness-Studio oder jetzt in den Büros oder auf Baustellen. Dabei bemühte ich mich immer sehr – und doch wurde ich von einem ständigen, ganz feinen, und höchst unterschwelliger Druck begleitet, es gut machen zu wollen in mit allem umgehen zu können. Das war in keinster Weise an etwas Äußerem festzumachen, sondern ein unbestimmtes Druckgefühl, das sich unauffällig beigesellte.

Ich arbeite immer nach meinen eigenen Regeln und schaue gerne neue Dinge an und lasse mich davon voranbringen und inspirieren, aber viele verstehen das nicht. Einmal gab es während einer Korrektur in meinem Studium eine Begebenheit. Denn ich hatte Zweifel, ob ich mit dem Entwurf richtig lag und stellte ihn deshalb in Frage. Nie werde ich die lockere Antwort meines Professors vergessen, denn der meinte „Sie machen das super und an dem Entwurf sieht man, dass sie sich genau mit den richtigen Dingen auseinandersetzen.“

Das war der Augenblick, in dem ich aufhörte gut sein zu wollen. Und es einfach war. Ich war einfach nur Kerstin. Ich machte im Äußeren vielleicht absolut nichts anderes als zuvor und trotzdem war alles begleitet von einer absoluten Unbekümmertheit und Leichtigkeit – und ich war garantiert diejenige, die bei dem ganzen Ding den meisten Spaß hatte.

Der Satz des Professors traf mich tief, denn er drückte ein grenzenloses Vertrauen in mich aus und machte mir auf einen Schlag klar: ich muss hier keinem etwas beweisen. Schau, in jedem Lebensbereich gibt es ein Leitbild – eine Art Idealvorstellung, wie man zu sein hat. Dieser wird zum größten Teil von den Medien geprägt. Und zusätzlich von der Schwiegermutter – die in diesem Falle das Synonym für Mitmenschen ist, mit denen du dich umgibst.

Und je mehr man dieser Vorstellung entsprechen will, umso mehr Druck kommt in dein Leben, umso schwerer und komplizierter fühlt sich alles an, umso mehr hast du das unbestimmte, nicht wirklich greifbare Gefühl, nicht zu genügen. Einfach nicht gut genug zu sein – und zwar Hier und Jetzt, genau so, wie du im Augenblick bist.

Und deshalb machst du und tust du, und bemühst dich, und all das ist nicht nur unheimlich anstrengend, sondern vor allem eins: Krampf. Das spielt sich alles ein bisschen unterschwellig ab, und vielleicht weiß das keiner außer dir – und in den meisten Fällen ist es womöglich noch nicht mal dir selbst bewusst.

Ist ja auch egal, ob unbewusst oder bewusst: heute beenden wir das Ganze. Ich nehme dir das weg, wie so eine Lunchbox mit vergammelten Inhalt, die sich wochenlang in den Tiefen deiner Schultasche versteckte und du hast dich immer gewundert, warum es so stinkt.

Du bist nicht auf dieser Welt, um es jemanden recht zu machen. Deine Aufgabe besteht in keinster Weise darin, jede Vorstellung perfekt zu erfüllen und alle zufrieden zu stellen. Du musst dich in kein Schema pressen lassen, keinem Ideal genügen und es fehlt bei dir nichts, „damit es richtig ist.“ Ganz egal, was deine Umstände gerade sagen. Und unabhängig davon, was andere von dir denken. Du musst keinem etwas beweisen.

Du musst deinem Freundeskreis nicht beweisen, wie witzig und schlagfertig du bist. Keiner muss merken, was für eine großartige Begleitung du bist, wie viel Spaß man mit dir haben kann und wie sehr man dir vertrauen kann. Du musst keinem deiner Freunde zeigen, wie cool und hip und stylish und locker und erfolgreich du bist. Du musst dir keine Freundschaft „verdienen“, indem du etwas leistest, du musst keine „Pluspunkte sammeln“ durch bestimmtes Verhalten oder dir Zuneigung erarbeiten. Das ist dann keine Freundschaft, das ist einfach nur superanstrengend und ein einziger Fake. Du musst niemals jemandem nachlaufen, oder dich um ihn bemühen.

Diejenigen, mit denen du befreundet sein sollst, werden ganz automatisch zu dir kommen – unendlich schön, ohne Druck oder Krampf und ohne dein bemüht-komisches Zutun. Vertrau‘ mir, ihr werdet euch finden. Und so lange das noch nicht so ist, entspannst du dich und freust dich daran, dass du dich selbst um dich herum hast.

Du musst keinen großen Freundeskreis haben, mit dem du Sonntags brunchen gehst und keine „Bestie“, mit der du jede Woche alle Neuigkeiten durchquasselst. Wenn du das hast, schön. Falls nicht, auch schön. Dir fehlt nichts, du brauchst nichts, du kannst alles genießen. Und von Menschen, bei denen du das Gefühl einer bestimmten Erwartung bekommst, kannst du dich getrost trennen.

Du musst deinem Partner (oder Dating-Partner oder Ex-Partner.) nicht beweisen, wie cool, attraktiv, locker, intelligent, unabhängig, erfolgreich, humorvoll, junggeblieben, sportlich, liebenswert du bist – bitte setze jeweils die zu den Erwartungen deines Gegenübers passende Kombination ein. Oder wie begehrenswert, sexy, heiß, hemmungslos, erotisch, flacher-Bauch-verführerisch, freizügig und aufgeschlossen du im Bett bist. Du musst dir seine Liebe oder Zuneigung nicht erarbeiten, indem du ihm Wünsche erfüllst, bestimmte Dinge tust, die du eigentlich nicht wirklich tun willst oder dich verhältst, wie du dich eigentlich nicht verhalten willst – selbst, wenn es ganz, ganz „harmlose“, unspektakuläre Dinge oder Kleinigkeiten sind. Dinge von der „Stell dich doch nicht so an“- Sorte.

Du musst deinem Partner Null beweisen – wenn du dich veränderst, dann, weil seine Liebe das einfach so mit dir macht und das hat von seiner Seite aus immer mit Wertschätzung, Hochachtung, Annahme, Vertrauen und einer grenzenlosen Zärtlichkeit zu tun. Nie aus einer Erwartung heraus. Glaub mir, ich kenne mich aus.

Für dich gibt es keine Konkurrenz. Du bist das Schönste und Kostbarste, was es gibt, du bist pure Liebe und pures Glück und du wirst niemals nach einem Partner „suchen“ müssen.

Das ist das Pferd von der falschen Seite her aufgezäumt, wie wenn du einen Mangel hättest! Wie wenn dir was fehlen würde ohne einen Liebsten, wie so ein amputiertes Bein! Dieser romantische Jerry Maguire-du vervollständigst mich-Kitsch ist in Wahrheit nicht nur ein einziger Trugschluss, sondern obendrein noch eine fette Lüge. Hallo, wo sind wir denn?! Das mag ja sein, dass alle in deiner Umgebung dich bedauernd „Und? Wann hast du endlich  einen Freund?“ – mäßig anschauen – aber das heißt noch lange nicht, dass du das auch so sehen musst. Dieser ganze „Auch du findest bestimmt einen.“ und „Ich verstehe gar nicht, warum es bei dir nicht klappt, du bist doch so attraktiv.“ bis „Was stimmt nicht mit dir?“ – Müll ist eine einzige Idealvorstellungs-Soße und macht dich verkrampft ohne Ende.

Du musst weder deinem Freundeskreis beweisen, dass du „normal“ bist, wenn du endlich eine glückliche Beziehung hast, noch musst du allen als Single beweisen, dass du ohne einen Partner ja so locker und glücklich und erfüllt bist. Und du bist ganz sicher kein Versager, falls du dich getrennt hast oder geschieden wurdest.

Du musst ganz einfach keinem etwas beweisen in diesem Bereich. Du vertraust darauf, dass alles zum richtigen Zeitpunkt sich für dich fügt – und zwar schöner, und leichter und großartiger, als du jemals zu träumen gewagt hättest. Und bis dahin entspannst du dich völlig und freust dich einfach so an dir. Und ob sich dann einer dauerhaft und langfristig auch an dir freuen darf, werden wir ja sehen.

Du musst keinem beweisen, wie erfolgreich du bist – weder deinen Eltern, noch deinem Partner, noch deinen ehemaligen Schulkameraden, noch deinen Freunden, noch dir selbst. Am Allerwenigsten dir selbst.

Du musst niemanden beeindrucken, weder mit deinen materiellen Besitztümern, noch mit deiner Karriere, noch mit der Größe deines Start-Ups, noch mit deinen Followerzahlen, noch mit deinen Kooperationspartnern, noch mit deinen Eventbesuchen und schon gar nicht mit deinen „Connections“ und erlesenem Freundeskreis. Dein Leben is not a Kompätischon, wir sind hier nicht bei „zeig mir, was du erreicht hast, und ich sag‘ dir, wer du bist.“- Quiz.

Du tust einfach nur das, was in deinem Herzen brennt – du schaust nicht nach links oder rechts und lässt dich von keinem unter Druck bringen oder verunsichern. Du musst gar nicht „mit 40 etwas aufgebaut haben“ – wer sagt das denn? Wer darf so etwas über dein Leben bestimmen? Du musst überhaupt nicht nach einer bestimmten Zeit etwas erreicht haben – dein Weg ist absolut individuell und für dich maßgeschneidert wie so ein Anzug. Keinem passt er so perfekt wie dir – warum also sich in das Kleidungsstück eines anderen reinzwängen wollen? Kein Wunder ist dann alles unbequem, drückend und unfrei.

Ich weiß ganz genau, dass dieses Denken sehr weit verbreitet ist und dass diese Erwartungen von außen extrem stark sind, so naiv bin ich nicht. Aber ganz egal, wie stark sie sind – du bist noch viel stärker! Also entscheidest du dich, einen Scheiß drauf zu geben und vertraust zu 100% darauf, was in dir ist: ganz locker, entspannt und so fröhlich und unbekümmert wie ein Vierjähriger mit einem Schokoeis in der Hand.

Und du wirst sehen, auf einmal werden nach und nach die kreativsten, schönsten Ideen und Lösungen kommen. Und die richtigen Menschen zur richtigen Zeit. Ganz ohne dein Bemühen, alles richtig machen zu müssen, um ja nichts zu verpassen oder wieder zu versagen.

Scheiß drauf – wenn das Feuer nur richtig hell lodert, dann wird es nämlich alles ganz automatisch passieren. Mit 16 oder mit 60 Jahren. Mit anderen Menschen oder erstmal ohne. Aber auf jeden Fall ohne den ganzen Krampf oder Druck von außen, es „allen gezeigt zu haben.“

Gott liebt dich bedingungslos, dem musst du Null beweisen – er kennt dich eh‘ und genießt dich, wie du bist. Alles, was Veränderung in deinem Verhalten braucht, wird ganz ohne Krampf, Druck oder Regeln passieren, völlig easy und unendlich schön durch die Liebe und Vertrauen

Draufgeschissen, was von dir erwartet wird. Das Schönste, und Stärkste, und Attraktivste und Beste, was du dieser Welt schenken kannst, bist du. Und zwar ganz genau so, wie du gerade bist. Jetzt vertraue mal auf dein Sein und freue dich am allermeisten über dich selbst.

Glaub‘ mir, es gibt keinen auf der Welt, der sich so sehr darüber freut, dass es mich gibt, wie ich mich darüber freue. Ob sich dann auch noch zusätzlich ein anderer über mich freut, ist mir im Grunde nicht so wichtig. Diese ganzen Gedanken und Gefühle und der Dreck, das bist nicht du. Dieser ganze Krampf und Stress und Traurigkeit und Selbstzweifel und Ärger und Aggression und Elend. Das sind nur Gäste, die du dir unbewusst in dein Leben eingeladen hast. Die wirst du im Null Komma Nix los.

Das ist dann zwar zugegebenermaßen ein Prozess, aber ein schöner, weil so eine Aufräumaktion oder Rausschmeißer-Tätigkeit irgendwie Spaß macht, und dich mit jedem Schritt extrem nach vorne bringt. Sieh das ein bisschen sportlich, so mache ich es auch. Das ist supereinfach, denn du triffst eine Entscheidung. Und diese lautet: ich muss keinem etwas beweisen. Ich lebe dieses Leben unbeschwert und voller Vertrauen, dass es bei mir gerade perfekt passt. So, wie ich gerade bin. So, wie es gerade bei mir ist.

Und wenn sich etwas verändern soll, dann werde ich es von innen wissen – und es daraufhin mit Freude ändern. Du musst keinem etwas beweisen.

Und jetzt bleibst du einfach dabei – ganz egal, wer was sagt, oder meint oder erwartet. Und soll ich dir etwas verraten? Dein Leben wird eine Leichtigkeit und Unbeschwertheit bekommen, die du noch nie gekannt hast. Es ist ein bisschen wie Fliegen und Tanzen zugleich. Es ist beschwingt, und gleichzeitig stark. Es ist erfolgreich mangels Alternativen. Es ist voller Vertrauen und voller Energie.

Heute wird aufgeräumt

Ganz egal, wie unterschiedlich die einzelnen Wohnstile und -geschmäcker sein mögen und wie unangenehm die Extreme auf jeder Seite, aber in aufgeräumten, sauberen Räumen fühlen sich alle wohl. Keiner mag etwas anfassen, worauf sich eine dicke Staubschicht befindet oder erst Berge von Gegenständen zur Seite räumen, um an etwas anderes ranzukommen. Ist es dagegen ordentlich, findet man nicht nur alles viel schneller, sondern genießt die Ästhetik des Raumes, weil alles schön zur Geltung kommt.

Wäre das Ordnung Halten kein Problem, würden nicht so viele Bestseller zu diesem Thema auf dem Markt existieren – trotzdem ist es in einigen Haushalten unordentlich und dreckig. Was für das Haus gilt, gilt genauso für das Hirn.

Nehmen wir an, du hast einen unordentlichen, dreckigen Raum – das kann der Keller oder die Vorratskammer sein, das Gästezimmer oder das Schlafzimmer. Da steht alles so voll mit Zeug, dass du dich nicht gerne darin aufhältst. Kennt jeder. Oder nehmen wir an, dieser Raum befindet sich in deinem Hirn – ein Lebensbereich, der unaufgeräumt ist. Unklar, unschön, vollgerümpelt, verwahrlost, am liebsten magst du dich gar nicht damit befassen.

Oft verharmlost man die Unordnung. Kennt ihr diese Art von Betriebsblindheit, in der einem selbst gar nicht bewusst ist, wie schlimm es eigentlich aussieht? Man lebt so vor sich hin, lässt hier und da etwas liegen, stapelt dort etwas und irgendwann bemerkt man es quasi kaum noch. Und ist es im Übrigen nicht „gemütlich“, wenn überall Zeug rumliegt? Außerdem „Man muss doch hier auch leben können!“ und haben nicht „Good Mums sticky floors and dirty ovens“? Eben.

Du hast dich an den unaufgeräumten bzw. dreckigen Zustand schon so gewöhnt, dass du ihn als normal empfindest. Bis du vielleicht mal auf Besuch wartest (also echten Besuch, nicht Freunde, die du als Familie empfindest und die das von dir nicht anders kennen – das zählt in dem Fall nicht.) und dir klar wird: Oh Shit. Hier steht jede Menge Mist herum!

Genauso ist es mit deinem Hirn bzw. Herzen. Auch hier gibt es Betriebsblindheit! Hast du nur lange genug bestimmte Dinge in deinem Leben geduldet, dann gewöhnst du dich so daran, dass du das als normal akzeptierst. Deine Wahrnehmung ist so eingeschränkt, dass du irgendwann glaubst, so schlimm ist es nicht, wenn ich ein bisschen Traurigkeit empfinde. Oder ein bisschen Neid, oder Einsamkeit oder Bitterkeit oder Minderwert. Das ist menschlich, und wenn man dazu noch melancholische Musik hört, dann ist es sogar fast gemütlich. Und es fällt dich gar nicht auf, wie vollgemüllt alles nach und nach wird.

Und jetzt komme ich (so als Besuch) und sage dir: Wie sieht’s denn bitte hier aus?! Ich weiß, dass es erstmal unangenehm sein kann, wenn jemand von Außen dir bewusst macht, dass du viel zu viel an negativen Dingen in deinem Leben duldest, aber vertraue mir: nichts davon ist harmlos oder normal. All‘ das raubt dir Tag für Tag unendlich viel Energie, Lebenslust und Kreativität, belastet dich und macht dich träge und unfrei.

Genauso wie ein Wohnraum verwahrlosen kann, wenn man nichts dagegen unternimmt, und alles immer nur abstellt – genauso kann man innerlich verwahrlosen, wenn man Tage, Wochen oder Monate bestimmte Energien in seinem Herzen „sammelt“, bzw. nicht entfernt.

Manche reden sich ihre Unordnung vielleicht nicht schön, sondern tun das genaue Gegenteil: sie sind wahre Weltmeister im Jammern und können lange und ausführlich jedem schildern, wie schlimm es gerade bei ihnen aussieht. Sie analysieren, und denken nach, und beschweren sich und jammern, und besprechen, wie „schlimm der Keller ist“, und „Man müsste wirklich mal was dagegen unternehmen.“, weil „Es ist echt so schlimm, und mich nervt es schon seit Jahren!“.

Dasselbe gilt für innere Nöte: immer und immer wieder erzählst du, wie schlecht es dir geht, und wie schlimm alles ist und wie down und depri du gerade bist, usw. Jeder weiß das, und zwar bereits mehrfach und in unterschiedlichen Versionen: du hast dieses und jenes Problem, und ach, alles ist ganz schrecklich.

Ich bin immer für unbedingte Ehrlichkeit und Offenheit, wenn es einem nicht gut geht – wie soll man sonst Hilfe bekommen? Aufgesetzten Positivismus finde ich so richtig abstoßend, das ist unecht und irgendwie merkt das jeder unterschwellig. Aber sage es nur den „richtigen Leuten“ (und um Gottes Willen keinen, die dich nachher bemitleiden und in deinem Jammern bestätigen!) oder wenn du wirklich bereit bist, das loszuwerden und/oder etwas zu ändern. Das Beschweren an sich mag zwar kurzfristig Erleichterung verschaffen und sich sogar kurz gut anfühlen, aber hilft dir überhaupt nicht weiter.

Ich habe beschlossen, dass ich mich überhaupt nicht beschweren will. Also gar nicht. Egal, welche Angebote ankommen (und dass sie kommen, ist garantiert.) und wie hart die Umstände sind und wie verführerisch es scheint, sich mal „auszukotzen“. Stattdessen will ich mich genau dann (also genau in der „ich hätte allen Grund zum Beschweren, weil schau…“-Situation) immer wieder auf das Gute fokussieren. Auf meine Stärke, auf meine innere Schönheit, auf die Liebe in mir. Alles andere ist so unproduktiv und so unpassend, denn egal, wie man es dreht und wendet, jammert man immer auf einem hohen Niveau.

Schau dir die Sache genau an, such ehrlich Hilfe, wenn du selbst nicht weiterkommst und dann pack die Herausforderung an. Und weil das vielleicht eine große Herausforderung ist, braucht man seine ganze Energie dafür, diese hervorragend zu meistern – da kann man gerade keine für’s Beschweren erübrigen. Ich sage nicht, dass es dir sofort immer gelingen wird, es ist auf jeden Fall ein Prozess. Aber deine Entscheidung sollte stehen: ich will nicht jammern. Beschweren ist nicht sexy. Feststellen, dass etwas gerade mies läuft – ja. Aber dann: Ärmel hochkrempeln und auf geht’s!

Anderen die Schuld zu geben, ist Beschweren für Fortgeschrittene. Soll ich dir etwas verraten? Die anderen sind manchmal tatsächlich schuld an der Unordnung! Die Kinder machen Dreck, der Mann lässt überall sein Zeug liegen, der Hund verliert Haare und der Besuch lässt die Gläser stehen. Wären die alle nicht da, wäre die Wohnung so aufgeräumt! Die Variante für Profis, das Elternhaus ist schuld, denn die haben auch nie aufgeräumt und jetzt fällt es dir selbst eben auch nicht so leicht, du lebst im Chaos.

So gerne ich das alles glaube, aber was bringt’s? Es mögen alle andere Schuld an dem Chaos im Badezimmer sein, aber entweder sie räumen es sofort auf oder aber du sparst dir die Schuldzuweisungen, krempelst die Ärmel hoch und zack ist es sauber.

Mir ist absolut bewusst, dass gerade in den inneren Dingen jedes Potenzial besteht, anderen die Schuld für’s eigene Nicht-Wohlbefinden zu geben. Hätte er damals… und hätte sie nicht… und weißt du noch, wie das Arschloch… Was könntest du glücklich und kreativ und erfolgreich sein, wenn er damals nicht… dann würde es in deinem Leben ganz anders aussehen!

Anderen die Schuld zu geben ist genauso sinnfrei wie den Hund für den Dreck verantwortlich zu machen. Ja, er hat es verursacht und Nein, er wird absolut nichts davon saubermachen.

Ich habe beschlossen, dass – ganz egal, wie mies, ungerecht, unfair oder eklig mich jemand behandelt – ich immer noch in der Lage bin, diesen Mist aus meinem Herzen zu schaffen. Ob ich Kontakt mit jemanden haben will, der mich mies, ungerecht, unfair oder eklig behandelt, steht auf einem anderen Blatt. Ich bin fähig, das genau so zu entsorgen, wie ich abends den Müllsack aus meiner Küche in die Mülltonne werfe. Ich kann das.

Solltest du den Dreck, den jemand hinterlassen hat, bereits einige Jahre (oder gar Jahrzehnte) in deinem Herzen tragen, dann ist heute übrigens genau der richtige Tag dafür, dich zu entscheiden und es Ein für alle Mal hinter dir zu lassen. Dein Herz ist nämlich viel zu kostbar für den Mist, du brauchst darin ganz viel Platz für Lebensfreude, und Glück und wo sollen bitte all‘ die kreativen Ideen und Problemlösungen kommen? Siehst du, brauchst nicht länger, den Groll.

Manche sind tatsächlich kreativ und zwar im Erfinden von Ausreden, warum sie daheim nicht aufräumen (können). Die Netflix-Serie am Montag war extrem spannend. Am Dienstag war Elternabend. Mittwoch will man nach Feierabend mit Kollegen in eine Bar, der Job war so stressig. Donnerstag Kopfweh. Und ist das Wochenende nicht zum Ausruhen gedacht? Du kannst nicht putzen, weil seit Neuesten der rechte Arm so weh tut, weil du erst wartest, bis es sich lohnt oder weil heute so schönes Wetter ist, und du den Tag draußen verbringen willst.

Das klingt alles nachvollziehbar (und deine eigene Mama hat sicher Verständnis für dich), aber die Wahrheit ist: das dreckige Geschirr stapelt sich in der Küche, das Bett wurde seit Wochen nicht frisch bezogen und der Berg mit dreckiger Kleidung vor der Waschmaschine gleicht dem Mount Everest. Die Ausreden mögen 1A-Qualität haben, aber Tatsache ist: deine Wohnung bleibt zugemüllt und dreckig. Und wer will bitte schön so leben?!

Warum du wieder miese Laune hast, dich mit Selbstvorwürfen beschäftigst, dir Sorgen machst, Selbstzweifeln und Ängsten deine Gedanken zur Verfügung stellst, wieder ins Lästern und Beschweren verfällst oder allgemein traurig bist – und es nicht ändern kannst, dafür hast du garantiert 13 gute Ausreden.

Bei dir ist es eben ganz besonders schwer, und kompliziert und schau mal deine Umstände an, und außerdem nervt dich schon wieder alles und das hast du seit Jahren und einmal hast du es sogar probiert und es hat nicht geklappt, du bist eben ein Sonderfall. Außerdem machen das andere auch.

Hör‘ mir gut zu, denn du bist kein Sonderfall. Du bist nicht zu schwach, nicht zu dämlich, nicht zu unfähig und nicht zu enttäuscht, verletzt oder kaputt, um Dinge aus deinem Leben zu entfernen, die dich belasten, deinen Kopf zumüllen oder dich fertig machen. Du bist auch nicht zu alt oder zu jung dafür: du kannst jederzeit innehalten, und innerlich „Stopp!“ rufen. Und was andere in ihrem Leben dulden, geht dich überhaupt nichts an – wenn du dich schon inspirieren lassen willst, dann bitte nach oben.

Du musst es überhaupt nicht fühlen, du kannst einfach auf handeln. Du musst auf keine besondere Wahrnehmung warten, auf kein emotionales High, auf keinen „Aha!“-Effekt. Du kannst einfach jetzt entscheiden, dass du Dinge aus deinem Hirn und Herzen entsorgt, Bye, auf Nimmerwiedersehn.

Ich würde nie, niemals, never ever nur eine Sekunde den Gedanken akzeptieren, dass bei mir irgendwas „besonders schwer“ ist. WTF, wer darf sowas behaupten? Glaubst du, der Teufel braucht mir nur 15 Umstände vorbeizuschicken und 3 schlimme Erlebnisse und ich falle auf sowas rein?!

Ganz im Gegenteil, ich lege für mich immer und immer wieder fest, dass bei mir alles ganz leicht ist (besonders dann, wenn alles nach dem Gegenteil aussieht) und ich immer die Ausnahme im Positiven bin. Ich entscheide das, bevor ich etwas fühle, erlebe oder sehe – ich entscheide das einfach so. Weil ich es kann. Und weil ich mich viel zu sehr liebe, um auch nur eine Sekunde etwas anderes zuzulassen.

Habt ihr jemals beim Öffnen der Türe zu einem Raum als Erstes gedacht „Am besten gleich wieder zu!“ – weil es darin so schlimm aussah? Und kennt jemand das lähmende Gefühl, das sich einstellt, wenn sich der Dreck und das Gerümpel über eine lange Zeit gesammelt hat? Wo anfangen, wo aufhören? Vielleicht fängst du halbherzig auf, etwas wegzuräumen, aber weil alles so unüberwindbar scheint, und du nicht gleich Resultate siehst, gibst du bald auf. Du resignierst innerlich und gewöhnst dich an die Situation. Oder aber: es ist zwar nicht ganz schlimm Messie-like, aber auch nicht wirklich aufgeräumt und sauber und diesen Zustand akzeptierst du. Notgedrungen.

Noch viel schlimmer ist es, wenn du dich resigniert an bestimmte negative Dinge in deinem Leben gewöhnst oder sie sogar wie zu deiner Persönlichkeit zugehörig akzeptierst: „Vielleicht bin ich einfach so.“ „Ich“ mache mir Sorgen, „ich“ bin ein melancholischer Mensch, „ich“ bin ein Versager, „ich“ kriege nichts richtig auf die Reihe, „ich“ habe immer Pech in Beziehungen. Resignation ist die pure Hölle und wenn du mir nur ein Mal glaubst, dann bitte genau jetzt: du musst innerlich dagegen aufstehen und dem entschieden die Stirn bieten. Resignation ist nicht einfach nur Müll – es ist Sondermüll und hochgradig toxisch für dich.

Egal, welchen Bereich deines Lebens Resignation belegen will (und das kann teilweise ganz schnell gehen, je nach Situations-Konstellationen) – du lässt es nicht zu. Sobald du auch nur im Ansatz den Gedanken vorbeifliegen spürst „Ach, gib es doch auf.“, „Bei dir klappt das nie.“, „Siehst du, schon wieder nichts. Du kannst niemals etwas ändern.“, „Es ist alles sinnlos.“ müssen bei dir alle Alarmglocken rot aufleuchten: Resignation! Bewege dich nicht gedanklich in diesem Bereich, selbst, wenn es momentan vielleicht wirklich verlockend ist, weil „alles scheiße“. Es mag ja sein, dass gerade alles Scheiße aussieht, aber dann gibt es da noch dich und du wirst das alles ändern.

Du bist keinesfalls Scheiße, sondern identifizierst dich mit Dingen, die überhaupt nicht zu dir gehören, null zu dir passen und nur eins im Sinn haben, nämlich dich auszubremsen und dich deiner Vitalität, Lebensfreude und Elans zu berauben. Du musst überhaupt nichts in deinem Leben als gegeben akzeptieren, nur, weil du es schon oft probiert hast und es nicht geklappt hat oder weil es so groß und unüberwindbar erscheint.

Du machst es einfach wie bei einem extrem zugemüllten Raum: du fängst mit einer kleinen Ecke an. Du denkst heute für eine Minute nicht „alles Scheiße und es wird sich nie ändern.“, nur eine Minute nicht. Stattdessen denkst du meinetwegen: „Alles Scheiße, mag sein, aber ich verändere Alles. Ein Glück gibt es mich.“ Und morgen denkst du es mal zwei Minuten, o.k.? Es gibt überhaupt keinen Zeit- oder Erwartungs- Druck und keiner ist sauer auf dich, sondern nur unendlich stolz, wenn du eine Minute schaffst.

Manche haben einen regelrechten Motivationsschub und wirbeln wie die Trödelprofis von RTL2 – dann ist der Raum blitzeblank und man ist hochmotiviert. Ab jetzt bleibt es ordentlich und sauber! Ab jetzt wird nie mehr Sperrmüll im Wohnzimmer stehen, alles Unnötige auf der Stelle entsorgt und die Teller auch gleich in die Spülmaschine!

Und dann passiert Folgendes, nach und nach lässt man hier und da etwas stehen und liegen. Nur mal hier ein Glas und dann die Socken und gestern war man zu müde für den Abwasch und im Null Komma Nix befindet man sich wieder im Alten.

Warum das so ist? Ganz einfach, denn von ein Mal Aufräumen ändert sich nichts auf die Dauer – man muss es immer und immer wieder tun. Ich weiß, es kostet Mühe und die Couch ist so bequem und die eine Chips-Verpackung ist doch jetzt nicht so schlimm, ich kenne alle Argumente. Aber es hilft nichts, es fällt immer wieder Müll an und du musst den Müll immer wieder entsorgen.

Genau das gilt auch für dein Hirn und dein Herz, denn dir werden immer wieder Arschlöcher begegnen und Herausforderungen und Schwierigkeiten werden sich immer wieder in deinen Weg stellen. Und du wirst immer und immer wieder die Angebote ausschlagen, dich mies, überfordert, gedemütigt, traurig oder erfolglos zu fühlen (je nachdem, was gerade so passt). Und falls du es doch getan hast, wirst du es immer und immer wieder entsorgen, genauso, wie wenn man eine Chipstüte hinter dem Sofa findet: „Oh, die habe ich dort wohl vergessen.“

Manchmal wird es dich Überwindung und ein paar Tränen kosten (nicht schlimm. Du darfst ruhig kurz weinen, wenn du aufräumst.), manchmal wird es unmöglich erscheinen, den Müll zu entsorgen (ist es nicht.), manchmal wirst du keine Lust darauf haben. Aber du wirst es trotzdem tun, weil a)können wir alle nicht darauf warten, bis du dich „danach fühlst“, da draußen gibt es eine ganze Welt zu lieben, und alle brauchen dich, und zwar nicht mit deinem eigenem Zeug beschäftigt, und b)du einfach viel zu kostbar bist, um auch nur eine einzigen Tag im Messietum zu verbringen.

Spoiler: je öfter man es macht, umso einfacher und selbstverständlicher ist es. Wie Zähneputzen. Oder wie das sofortige Entsorgen einer leeren Chipspackung.