#Danke

2019 war für mich gleichzeitig eins der schlimmsten und schönsten Jahre – aber nicht so, wie ihr zunächst vermuten würdet.

In diesem Jahr habe ich persönlich so viel Gegenwind erfahren, wie selten zuvor. Ich musste mich mit Herausforderungen und Umständen befassen, die für mich zunächst unüberwindbar schienen, stellte mich ihnen, fiel dabei manchmal auf die Nase, stand wieder auf und marschierte weiter, wie wenn nichts gewesen wäre. Ich erlebte Situationen, die so unfair und ungerecht waren, dass mein Magen rebellierte, meine Gefühle Amok liefen und mein Verstand durchdrehte – einmal brauchte ich fast vier Wochen, bis sie sich wieder beruhigt haben. Ich stand immer wieder unter dem größten äußeren Druck und alles, woran ich bisher geglaubt habe, wurde durch die Umstände und andere Menschen in Frage gestellt – inklusive meiner eigenen Person. Und auf den ersten Blick betrachtet war das alles schlimm.

Was ich aber gleichzeitig erlebte:
ganz egal, wie heftig die Umstände schienen, und der Strum wehte – mein Fundament hielt. Das, was ich seit einigen Jahren als einzige Grundlage für mein Leben festgelegt hatte, war so felsenfest und unerschütterlich wie eine deutsche Eiche. Und das war tatsächlich das Allerschönste: zu erleben, dass alles stimmt. Und mit „alles“ meine ich, dass die Liebe einfach alles überwindet – und zwar nicht gerade noch so mit letzter Kraft, sondern tatsächlich vollkommen souverän, überlegen und noch viel einfacher, als ich es jemals vermutet hatte.

Aber egal wie bedrohlich oder aussichtslos die Umstände auch immer wieder waren, ich habe beschlossen mich dem zu stellen und mir keine Sorgen mehr zu machen, auch wenn ich sie keinesfalls ignoriere. Es ist mehr so eine „Das packe ich schon und freue mich drauf!“- Attitude. Obwohl ich teils eigentlich überhaupt nicht genau weiß, wie alles funktionieren soll, bin ich innerlich schon so voller Vorfreude und Spannung und sogar ein bisschen angriffslustig, sollten sich Schwierigkeiten wieder in meine Nähe trauen. Ich habe es schon oft geschrieben: gut drauf sein, wenn alles glatt läuft – das kann jeder Depp.

Damit will ich nicht sagen, dass man ständig Herausforderungen braucht! Aber wenn sie kommen – und dass sie kommen, ist so sicher wie die nächste Frühjahrskollektion von Chanel – dann ist es nur gut, wenn du bereits vorher auf einem stabilen Fundament gebaut hast. Wenn du deine Zufriedenheit oder Bestätigung nämlich aus etwas Äußerem beziehst, sei es eine tolle Beziehung, erfolgreiche Karriere, liebe Kinder, gutes Aussehen, Materielles wie Labels, etc. – dann warte mal ab, was los ist, wenn genau diese Sache von heute auf morgen wegfällt. Das ist jedenfalls ein sehr unsicheres Fundament und hält nur bei Sonnenschein. Und bei wem scheint schon dauerhaft die Sonne?

Es scheint ein einziger Traum zu sein. Denn inmitten von all den Stürmen und Schwierigkeiten und Herausforderungen, ist da dieses Leben in mir. Und das pulsiert und tanzt und vibriert und explodiert beinahe – es ist schön und beschwingt und leicht und gleichzeitig unendlich stark – und ganz und gar unbeeindruckt von allem Drama drumherum, was will man machen.

Und gerade deswegen habe ich beschlossen (einfach so! Jahreswechsel hin oder her, ich kann alles immer beschließen, was und wann ich will!), also ich habe beschlossen, dass ich den ganzen Standard noch ein bisschen anhebe. Mir doch egal, was war. Ich bin glücklicherweise in der Lage, die Skala in meinem Leben jederzeit nach oben zu schieben – und genau das werde ich tun.

Es hat sich im vergangenen Jahr immer gezeigt, dass diese Stürme einem wunderbar den Weg freiblasen können. Dank der ganzen Dinge habe ich wunderbare Dinge erleben dürfen in meinem Job, als Dozentin an der Hochschule, mit Familie und Freunden und den Menschen, die ich aus vollstem Herzen liebe. Sie waren an meiner Seite und haben mich immer weiter wachsen lassen. Deshalb bin ich so unendlich dankbar für dieses Jahr. Danke. Danke. Danke.

Ich finde, dass das, was mich persönlich am allermeisten ausmacht, meine extreme, absolute und uneingeschränkte Liebesfähigkeit ist. Ich bin nicht einfach „lieb“- oder zumindest nicht auf diese Weise, wie es sich das die meisten von euch vorstellen oder wünschen würden. Für mich ist Liebe gleichbedeutend mit Stärke – diese Begriffe sind austauschbar. Stärke ohne Liebe ist einfach nur Härte – Liebe ohne Stärke ist Gefühlsduselei. Und mit Schwelgen in Emotionen habe ich es nicht so.

Liebe ist mein persönlicher Schutzpanzer und eine Dampfwalze ohnes Gleichen – keiner kann sich ihr in den Weg stellen. Und gleichzeitig ist sie ganz weich und nahbar und zärtlich – ich kann das nicht so richtig beschreiben, weil es nicht zusammen zu passen scheint. Tut es aber doch.

Und genau diese Liebe wurde sehr in Frage gestellt – mittels maßgeschneiderter Situationen und Menschen, eben das ganze Paket. Alles sehr passend auf mich zugeschnitten und überzeugend ohne Ende, war ja klar.

Und deshalb hebe ich den Standard ab sofort noch ein bisschen an und schiebe den Regler nach oben- und liebe so wild entschlossen und so hemmungslos und so hingegeben und so voller Begeisterung, dass alles zu spät ist. Und vertraue dieser Liebe so bedingungslos, wie noch nie zuvor. Und gleichzeitig scheiße ich auf jede Erfahrung, die mir das Gegenteil beweisen wollte. Denn das zeigt mir immer wieder, dass alles gut ist. Danke.

Einer meiner Grundwesenszüge ist Unbekümmertheit. Ich bin so leicht, als könnte ich schweben, was die erstaunliche Fähigkeit des stundenlangen auf High Heels-Laufen erklärt: meine Füße berühren gar nicht wirklich den Boden. Ironischerweise trage ich zur Zeit so viel Verantwortung, wie noch niemals davor in meinem Leben und siehe da: trotzdem leicht. Ich habe allerdings bereits vor Jahren für mein Leben festgelegt, dass für die Liebe alles ganz leicht ist – das ändere ich doch jetzt nicht, weil der Wind etwas stärker weht.

In diesem Jahr erlebte ich oft, wie Menschen – und zwar solche, auf deren Meinung ich viel gab, ist ja klar! – mir immer wieder versicherten, dass „es eben nicht ganz so leicht sei.“ Und zusätzlich erlebte ich, dass Umstände mir mit Nachdruck beweisen wollten, dass alles unendlich kompliziert, schwer und im Grunde unüberwindbar ist.

Also, Folgendes: Wenn ich der Teufel wäre – welcher ich nicht bin. – aber wenn ich es wäre, dann wäre für mich das Worst-Case Szenario, wenn ich jemandem absolut glaubwürdig beweise, dass er ein hartes Los gezogen hat und für ihn alles sehr schwer ist und er sich daraufhin weigert, bedrückt zu sein. Das würde mich so richtig wütend machen!

Also habe ich entschieden, dass ich in Sachen Unbekümmertsein noch einen ganzen Zahn zulege. Ich habe beschlossen, dass ich so sorglos und unbeschwert und beschwingt und vergnügt bin, wie es das noch nie gegeben hat. So sehr, dass es manche fast schon ärgert, weil: „Was versteht die schon vom Leben?“. Doch, ich habe dafür sogar jedes Verständnis, weil ich nie direkt von den Schwierigkeiten erzähle – meistens vergesse ich nämlich, dass ich welche habe!

Wie wenn ich zu dämlich wäre, die Probleme richtig zu erfassen – zu dumm, die Herausforderungen richtig einzuschätzen. So grenzenlos leichtfüßig, dass man mich für naiv hält. Dabei bin ich das überhaupt nicht – ich setze die Schwierigkeiten nur in Relation zu Liebe, bzw. zu mir. Und dann kann ich gar nicht anders, als am Rande des Vulkans zu hüpfen, mag er noch so sehr qualmen. Es funktioniert und das ist wunderbar. Danke.

Und weil ich gerade so schön dabei bin, hebe ich noch das Niveau in Sachen Vertrauen an. Vor Kurzem stand ich in der Küche und mir wurde schlagartig klar: „Ach Kerstin, jetzt freu‘ dich doch, dass alles so beschissen unmöglich aussieht. Dann erleben wir endlich was. Bist du jetzt dabei, oder wie?“

Und da musste ich sehr lachen. Und wie ich dabei bin! Oh man, mir macht sowas sogar richtig Spaß, no risk, no fun und so! Denn wie will ich etwas Großartiges erleben, wenn alles innerhalb der üblichen Komfortzone (meinetwegen gut) läuft? Niemals will ich erlauben, dass Gewohnheit und Mittelmaß mein Leben träge und lahmarschig machen. Ich will nicht gutes Mittelmaß – ich will das Beste, Schönste, Krasseste, Aufregendste, Genussvollste, Wundervollste Leben, das jemals auf diesem Planeten stattgefunden hat – darunter stehe ich gar nicht erst auf.

Ich will und kann kein lahmes, kompromissreiches Leben haben – lieber lasse ich mich lebendig begraben. Und vor allem werde ich niemals glauben, dass die Liebe nicht die Allerstärkste ist und spielend leicht mit allem fertig wird – auf jede gegenteilige Erfahrung scheiße ich. Ich weiß ganz genau, dass vieles eine Art Prozess ist und das Meiste nicht von heute auf Morgen klappt – aber die Entscheidung, die treffe ich genau jetzt.

Und dabei will ich mich an absolut niemand anderem messen oder orientieren – der Satz „Aber bei anderen läuft es auch nicht anders! Jeder hat sein Päckchen zu tragen.“ ist für mich nur eine Ausrede. Ich trage hier gar nichts – wie soll ich sonst leichtfüßig tanzen, wenn ich irgendeine Last schleppen muss?

Nur, weil die Meisten sich mit Mittelmaß arrangieren – deshalb werde ich das noch lange nicht in meinem Leben dulden. Nur, weil andere Unsicherheit, Selbstzweifel, Frust und Druck so oft und so lange zulassen, dass es sich für sie beinahe „normal“ anfühlt – ist es noch lange nicht normal für mich. Nur, weil es als gesellschaftsfähig gilt, immer mal wieder „einen schlechten Tag zu haben“, zu manipulieren, zu mobben (online oder in real life) oder sich sonst wie Vorteile zu beschaffen, um gut da zu stehen – und sei es, dass man über andere herzieht, um sich selbst aufzuwerten – muss ich das noch lange nicht mitmachen. Nur, weil andere jeden Morgen mit Bauchschmerzen aufwachen und dieses Gefühl wie paralysiert akzeptieren – werde ich das keine 5 Minuten in meinem Schlafzimmer dulden. Nur, weil andere aus Angst Entscheidungen treffen (oder diese auf die lange Bank schieben aus eben diesem Grund) – deshalb werde ich noch lange nicht aus Druck voreilig handeln oder vor lauter Schreck ohnmächtig dastehen und gar nichts tun.

Bitte versteht es nicht falsch: ich verurteile keinen oder schaue auf irgendjemanden herab, dem es schlecht geht – das genaue Gegenteil ist der Fall, vor allem angesichts des letzten Jahres! Ich habe tatsächlich jedes Verständnis dafür und kann es nachvollziehen – für mich selbst aber will ich einen anderen Standard, das ist schon alles.

Ich habe nämlich so richtig Lust, das Niveau an Lebensfreude, Glücklichsein und „Unmögliches möglich machen“ anzuheben. Das mag zunächst nicht spektakulär aussehen, und das Allermeiste davon wird sich sowieso in meinem 4 Wänden unter Ausschluss der Öffentlichkeit abspielen, das ist mir schon klar. Aber nichtsdestotrotz gebe ich Gas. Und auf alles andere scheiße ich.

Denn ich habe nur dieses eine Leben – und aus diesem werde ich garantiert das Schönste rausholen, das überhaupt möglich ist. Und keiner kann es mir verbieten. Es kann mich keiner daran hindern, stellt euch vor! Dafür bin ich wirklich dankbar.

Danke, dass ihr dabei wart.

Living the dream

Ich bin davon überzeugt, dass absolut jeder eine Art Lebenstraum hat – bewusst oder noch ganz unentdeckt. Es ist eine Idee, Inspiration, Vorstellung, oder ein konkreter Plan, die genau deinen Fähigkeiten und Begabungen entspricht und nicht nur dich selbst, sondern auch alle um dich herum glücklich macht. Dieser Traum ist schönste Motivation, der Auftrieb, der einen Schwierigkeiten überwinden lässt und der Push, den es braucht, wenn alles um einen herum nach dem genauen Gegenteil aussieht.

Dabei ist es zweitrangig, ob man erst 17 oder schon 56 Jahre alt ist: man ist nie zu jung oder zu alt dafür, einen Lebenstraum zu träumen und umzusetzen. Für mich persönlich gibt es kaum etwas Schöneres, als anderen dabei zu helfen, ihren Traum zu entdecken – ihnen dafür Inspiration zu liefern – ihnen die Versagensängste zu nehmen – sie gegebenenfalls praktisch zu unterstützen und ihnen den richtigen Fokus immer wieder vor die Augen zu führen. Es ist meine Königsdisziplin, und klappt virtuell ganz genauso wie im realen Leben. Ich wecke euren Ehrgeiz und küsse den Willen zur Umsetzung schon noch wach – es ist mir ein Vergnügen!

Manchmal ist es nur der fehlende Anstoß oder die fehlende Idee zur Herangehensweise, die einen daran hindert, seine Träume zu erkennen und diese auch zu verwirklichen. Erzählt mir von eurem Lebenstraum: noch schlummernd oder bereits erfüllt? Was hat euch dazu inspiriert? Glaubt ihr an einen oder mehrere Lebensträume?

Das wichtigste dabei ist herauszufinden, was du wirklich willst. Egal, wieviele Träume du auch hast, wichtig ist dabei, dass du dich auf dich selbst konzentrierst. Nicht zuviele Menschen fragen, denn die haben meistens nicht deine Sicht nach vorne bzw. auf die Dinge. Wenn man etwas Neues starten will, dann muss man Dinge machen, die Andere vorher noch nicht gemacht haben.

Was andere über dich denken, geht dich nichts an. Du musst keinem Rechenschaft ablegen. Du musst dich keinem erklären, warum du dieses oder jenes so machst, wie du es machst. ,Du musst es keinem recht machen oder etwas beweisen. Du musst keinem zeigen, was für eine tolle, lockere, stylishe Frau du bist, zuverlässige Kollegin, großartige Partnerin, geistliche Persönlichkeit du bist. Oder was auch immer die Erwartungen in deiner Umgebung sind.

Manchmal wird Applaus geklatscht, manchmal nicht. Und du tust besser daran, dich überhaupt nicht danach zu richten, wohin das Fähnchen im Wind weht – sonst wird’s ein armseliges Dasein, glaub mir. Du brauchst keine Bestätigung von außen. Wenn sie da ist: schön. Wenn keine da ist: auch schön. In dieser Zeit lernst du nämlich, frei davon zu sein.

Du folgst deinem Herzen. Und was andere denken, geht dich nichts an.

Ein Lebenstraum ist dabei aber nicht ein bestimmtes Objekt, sondern etwas ganz Alltägliches. Man darf sein Leben jeden Tag mit etwas füllen, was man liebt und was einen erfüllt.

Herausforderungen und Schwierigkeiten sind dabei total normal. Im Gegenteil, sie gehören dazu wie das Atmen. Wenn man das weiß, lässt man sich davon auch nicht immer wieder verunsichern. Im Gegenteil, ich sehe sie immer wieder als Bestätigung, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Nur weil ich meine Arbeit so wahnsinnig liebe gibt es gar keine andere Option las dafür eine Lösung zu finden und geduldig zu bleiben. Es ist nichts, was mich entmutigen könnte oder mich gar aus der Bahn wirft. Wenn man das weiß, dann kann man auch leichter damit umgehen.

Das hört sich erst einmal super an, aber die Umsetzung liegt bei einem Selbst. Die klare Regel lautet: Wer sich irgendwas will, bekommt irgendwas. Es ist wichtig zu wissen, was man wirklich, wirklich will.

Was möchtest du für ein Leben?
Wie möchtest du deinen Alltag gestalten?
Wie soll dein Output sein?
Was möchtest du den Menschen mitgeben?
Stehst du selbst im Vordergrund oder möchtest du Jemand etwas beweisen?
Oder machst du es nur aus finanziellen Gründen?
All das sind Motive, die einen nicht lange werden durchhalten lassen.

Als nächstes ist es wichtig einen Fokus zu setzen. Man lässt sich nämlich so wahnsinnig gerne ablenken. Deshalb ist es so wichtig, dass man alles aus seinem Leben streicht was einen in irgendeiner Weise beschwert, runterzieht oder negativ beeinflusst. Dadurch kreiert man sich selbst ein Mindset, was einen auch auf potentielle Herausforderungen viel besser vorbereitet.

Die größte Ablenkung auf dem Weg zu seinem Traum sind natürlich Probleme und Schwierigkeiten. Neben wenigen Dingen, die mal nicht funktionieren, gibt es aber auch ganz viele die laufen und genau darauf fokussierst du dich jetzt. Dieser Fokus ist auch wichtig um, auf lange Sicht gesehen, deinen Lebenstraum zu erfüllen. Denn am Anfang ist man immer wahnsinnig motiviert und verliert dann immer mehr die Lust daran.

Diese Welt ist böse. Das wird jetzt hart für einige Träumer und Weltverbesserer unter euch, aber: diese Welt ist keineswegs ein Paradies voller Sonnenuntergänge, Zuckerwatte und immerwährender Parties. Es gibt da draußen echte Arschlöcher, bösartige Menschen voller Frust, Hass, Neid und Missgunst.

Das bedeutet: Du wirst ihnen immer wieder begegnen und das eine oder andere mal mit ihnen zu tun haben – du kommst nicht drumherum. (Außer, du entscheidest dich für ein Leben in Einsamkeit, aber das kann nie und nimmer das Ziel sein, mal ehrlich.) Je mehr dir diese Tatsache bewusst ist, umso kleiner die Verwunderung, wenn Menschen dich belügen, verletzen oder missbrauchen. Shit happens.

Das soll keineswegs eine Erwartungshaltung in dir produzieren. Ich zum Beispiel gehe ganz selbstverständlich davon aus, dass mich jeder liebt – wenn es mal nicht so ist, dann verschwende ich keinen Gedanken daran, bin aber auch nicht vor dem Kopf gestossen. Ich weiß einfach: das gibt es – und wird es immer geben. Wieso und weshalb ist nicht meine Zuständigkeit. Es wird also immer wieder passieren, dass Menschen, die dir nahe stehen oder dir etwas bedeuten, dich verletzen, dich kleinmachen und versuchen dir zu schaden – und wenn es nur heißt, dass sie ihren Frust an dir abladen.

Das ist schmerzhaft und kann Tränen, schlaflose Nächte, Zeit und viel Geld (z.B. aufgrund einer Scheidung oder wirtschaftlichen Betrugs) kosten.

Und weil ich nicht will, dass du leidest, habe ich einen einzigen Rat für dich:
Lass los und gehe weiter.

Gehe den ersten Schritt. Ich bin überzeugt davon, dass Jeder eine Art von Lebenstraum hat. Aber die Meisten haben Angst in eine neue Richtung zu gehen oder sie haben das Gefühl, dass die Umstände, die sie umgeben, es Ihnen schlichtweg unmöglich machen, etwas zu verändern.

Sie brauchen die perfekte Ausrüstung.
Sie brauchen mehr Mitarbeiter.
Sie brauchen die perfekte Plattform.
Aber der Punkt ist, dass dieser Tag niemals kommen wird.

Deshalb geh einfach los. Vertrau darauf, dass das was du gerade tust und das, was dir gerade zur Verfügung steht, genau ausreichend ist für deinen Anfang. Unterschätze dabei nie die ersten kleinen, vielleicht noch so unscheinbaren, Schritte. Denn die bringen dich auf deinen Weg und setzen das Fundament für alles, was danach noch kommen soll.

Du kannst jeden Morgen aufstehen und für dich manifestieren: Ab heute möchte ich, dass sich etwas verändert. In jedem Fall steht zwischen dir und deinem Lebenstraum immer nur deine Entscheidung.

Leg los und genieß es einfach.

Achte drauf

Ich bin überhaupt nicht vorsichtig. Selbst die schwerwiegendsten Entscheidungen treffe ich, ohne lange abzuwägen, bin die Erste bei waghalsigen Projekten, schreibe öffentlich, worauf ich gerade Lust habe und bevor jemand „An der Ampel da vorne könntest du drehen…“ zu Ende ausspricht, befinde ich mich bereits auf der Gegenspur. Während andere noch abwägen, analysieren, beten oder um Erlaubnis fragen (bei manchen sind die beiden letzten dasselbe), mache ich schon mal so lange weiter und werfe mich ins Abenteuer. Dadurch erlebe ich zwar generell mehr als andere, allerdings geht’s auch turbulenter zu. Das ist keinesfalls besser oder schlechter als andere Vorgehensweisen – das ist einfach notwendig für die Aufgabe, die ich auf dieser Welt tun muss.

Das klingt spontan, intuitiv und wild – und das ist tatsächlich so. Allerdings achte ich dabei jederzeit auf ein paar Dinge – ausnahmslos, und so peinlich genau, wie wenn es um mein Leben gehen würde. Denn das tut es. Und weil es so überlebenswichtig ist, musst du ebenso darauf Acht geben – unabhängig davon, welcher „Typ“ du bist. Ich schreibe nie etwas von „müssen“, diesmal aber ist es alternativlos. Es nützt nichts „Ich vertraue der Liebe, bla bla…“ zu labern und andererseits genauso weiter zu machen, wie bisher.

Unvergebenheit

Wir alle haben schon oft etwas Schlimmes erlebt: von Missgeschicken bis zu echten Katastrophen. Vielleicht wurdest du ungerecht behandelt – einmalig oder immer wieder. Vielleicht gehst du gerade durch eine schwere Zeit und große Herausforderungen – und dabei kannst du nichts wirklich dafür, musst die Suppe auslöffeln, die dir jemand anderes eingebrockt hat und trägst die Konsequenzen für das Verhalten von jemand anderem. Das ist hart, gemein und ungerecht. Und jedem schon mal passiert.

Worauf du achten musst. Ganz egal, wie fies, unfair oder bösartig jemand anderes war – lasse keinen Groll in dein Herz hinein. Unvergebenheit ist ein No Go. Wer nicht vergibt, wird bitter. Und du willst niemals eine junge, verbitterte Frau werden. Und auch keine alte, verbitterte Frau. Und deine Kinder sollen niemals sagen „Also Mama war verbittert, sie hat Papa niemals verziehen, dass er damals…“

Bitte achte darauf. Achte darauf, dass dein Herz nicht schwer und traurig bleibt, weil du dieser einen Person nicht verzeihen kannst. Auch, wenn es wirklich, wirklich schlimm war. Auch, wenn es so unfair, und ungerecht und wie konnte sie/er nur. Mag sein, dass du Recht hast und im Recht bist und dennoch, was bringt’s, wenn du verbittert im Recht stirbst?

Der Preis des Rechthabens und der Unvergebenheit ist ein Inneres, das von Hass, Groll, und Schuldzuweisungen so hart geworden ist, dass keine Leichtigkeit, Lebensfreude oder Genuss mehr möglich ist (höchstens als Momente der Ablenkung). Dieser Preis ist viel zu hoch und überhaupt nicht diskutabel. Für dich gibt es zum Vergeben keine Alternative.

Auf Unvergebenheit achte ich höllisch genau: Ich vergebe und vergebe und vergebe und wenn es 100 mal hintereinander ist – egal.
Und wenn es wirklich, wirklich ungerecht war – egal.
Und wenn es sehr, sehr weh getan hat – egal.
Ich vergebe, no other options possible.
Ich will auf keinen Fall verbittert sterben, dafür habe ich mich viel zu gern. Und dich auch…

Loslassen

Es ist gut, sich ein Ziel zu setzen, denn wer nicht weiß, wohin er will, wird vermutlich nirgendwo ankommen. Außerdem hat jeder von uns Herzenswünsche und das muss auch so sein: Wer nicht weiß, was er will, lebt einfach nur in den Tag hinein und kriegt nicht viel auf die Reihe. Es ist gut, etwas auf die Beine zu stellen.

Darüber hinaus ist es aber essentiell, dass man immer und jederzeit alles über den Haufen werfen kann. Das bedeutet Vertrauen. Viele von euch denken, dass mein „Vertraue der Liebe!“ bedeutet, dass die Liebe für euch alles so macht, wie ihr es euch wünscht. Oder euch zumindest dabei hilft. Aber „Vertraue der Liebe.“ heißt: Vertraue der Liebe.

Mir ist bewusst, wie tief euer Eigenheim – Liebespaar – Familie – Urlaube auf Bali – erfolgreiche Karriere – Träume sitzen. Daran ist nichts verkehrt.

Wenn aber diese Träume aus irgendwelchen unerwarteten Gründen nicht zustande kommen (weil du einfach nicht schwanger wirst) oder mit Pauken und Trompeten untergehen (weil du Insolvenz angemeldet hast), dann musst du deinen „Nur so kann ich glücklich werden“- Traum in die Tonne kippen.

Vergiss‘ es. Vergiss‘ es einfach. Während ich „einfach“ schreibe, weiß ich genau, dass es vielleicht ein Wunsch ist, der tief liegt und den du schon lange hegst. Vielleicht so lange, dass er mit dir völlig verschmolzen ist und du dir überhaupt nicht vorstellen kannst, jemals anders glücklich zu sein. Glaube mir, stimmt nicht.

Dennoch, das Ding musst du los werden, es muss weg, sterben, auf nimmer Wiedersehen. Lebe Wohl. Und zwar ganz. Ganz und gar. Vertraue der Liebe. Vertraue der Liebe heißt, vergiss für immer deine „Nur so/nur mit dieser Person/nur mit diesen Umständen kann ich glücklich werden.“ – Vorstellung.

Ich habe in meinem Leben meine „So ist mein Leben perfekt.“-Vorstellung öfter fallen lassen, als ich zählen kann. Manchmal habe ich kurz dabei geweint, manchmal nicht. Großes Drama ist dabei gar nicht nötig, denn wer tatsächlich der Liebe vertraut, der braucht keinen auf sterbenden Schwan machen.

Ich achte dermaßen genau darauf, mich nicht auf eine bestimmte Vorstellung festzulegen, und lasse diese so regelmäßig hinter mir, dass es inzwischen ein Automatismus ist, und ich gar nicht das ganze emotionale Theater dabei veranstalte. (Spart viel Zeit, so lange kann man schon mal Netflix gucken.)

Loslassen ist easy. Und wunderschön.

Mein Loslassen geht so: „Mir egal, wo ich bin, mit wem ich zusammen bin und was ich genau dann tue – so lange es das ist, wo die Liebe mich haben will.“ (Spoiler: Und das wird der schönste Ort und das schönste Leben sein.)

Abkürzungen / Kompromisse

Wenn man sich etwas wirklich, wirklich wünscht, dann bietet der Teufel einem oft erstmal ein Plagiat an. Eine Kopie, ein Fake, eine täuschend echte Fälschung.

Lass mich erklären, denn in so einem Fall ist dann das, was dir präsentiert wird, exakt das, was in deinem Herzen brennt, aber mit kleinen Kompromissen.

Es ist eigentlich genau das, was du immer wolltest – aber nicht ganz „rund“. Es ist eigentlich perfekt – aber mit Abstrichen. Es ist eigentlich alles, wovon du träumst und zum Greifen nahe – aber mit ein bisschen Manipulation.

Vielleicht ist es etwas nicht ganz Legales. Oder vielleicht nicht illegal – aber moralisch nicht ganz in Ordnung. Oder es klingt nach einer Abkürzung zu deinem Ziel und fast zu einfach. Oder vielleicht machen es andere genauso, dann wird es nicht ganz verkehrt sein? Oder vielleicht geht es um die Traumperson, aber mit Zugeständnissen, bei denen dir nicht ganz wohl ist. Oder du musst hier und da ein Auge zudrücken oder dich auf einen faulen Kompromiss einlassen, aber hey! Du bekommst dann das, wovon du schon immer geträumt hast!

Ich achte auf sowas wie verrückt. Ich passe extrem auf diese feinen Nuancen auf und bin völlig kompromisslos. Ganz egal, wie glänzend und schön und verlocken und easy und zum Greifen nahe der Weg zu meinem Wunsch aussieht – ich will keine halbseidenen Abkürzungen.

Ich bin davon überzeugt, dass in der Liebe alles klar und recht und rein ist. Ohne Halblügen, ohne Tricks, ohne sich Vorteile zu verschaffen, ohne Ellenbogen, ohne „Aber es ist nicht generell verboten, wenn man nicht erwischt wird, und andere machen es auch.“ Mir egal, wie viele andere es machen. Und mir egal, ob sie damit extremen Erfolg haben. Ich spiele in einer ganz anderen Liga.

Und selbst, wenn es niemals jemand anderes erfahren würde: Mein Herz ist mein Richter, mein Gewissen ist rein, und mein Schlaf heilig. Ich bin kristallklar, ehrlich und transparent, und stehe zur Liebe. Und die Liebe ist ganz bestimmt mächtig genug, um mich dahin zu bringen, wo ich sein soll. Und wenn es nicht der Ort ist, an den ich ursprünglich dachte, dann zurück zu Punkt 2.

Auf diese Dinge achte ich mehr als auf alles andere. Peinlich genau.

Tue es und du rettest dein Leben.

Sei einzigartig

Es gibt etwas in meinem Leben, woran ich mich jeden Augenblick so sehr freue, wie an nichts sonst. Ich bin jede Minute unendlich dankbar deswegen und ich könnte vor lauter Glück darüber Freudentränen weinen und juchzend in die Luft springen. (Das verkneife ich mir meistens, weil’s eventuell verstörend wirkt. Aber wenn mal keiner hinschaut…).

Es ist nicht die Wohnung – obwohl sie wirklich, wirklich schön ist – und nicht der Umstand, dass ich in Stuttagrt wohne. Es sind nicht meine Familie oder mein Freundeskreis – auch wenn ich die Anwesenheit dieser Personen in meinem Leben wirklich wertschätze. Es ist auch nicht die Tatsache, dass ich einen wunderbaren Job habe – obwohl das ein riesiges Geschenk für mich ist.

Die allergrößte Freude und den tiefsten Genuss habe ich an:
meiner eigenen Person.

Dass ich meine Persönlichkeit so liebe (So richtig heftig! Nicht in der: „Na ja, passt schon.“- Art, sondern wie verrückt!), hat nichts mit falscher Selbstwahrnehmung oder Narzissmus zu tun. Es ist keine blinde Selbstverliebtheit (nach dem Motto: „Ich bin die Geilste hier“), oder Selbstüberschätzung. Es liegt mir fern, mich selbst auf dem Blog zu loben – absurde Vorstellung.

Alles, was ich möchte, ist dass in dir dieselbe tiefe Begeisterung und aufrichtige Liebe zu deiner eigenen Person entfacht. Ich will, dass sie lichterloh brennt, und du vor lauter Glücklichsein über deine Persönlichkeit nicht weißt, wohin. Wofür mein Herz schlägt, ist, dass du – völlig unabhängig vom momentanen Gefühlszustand oder äußeren Umständen – immer die tiefe Zufriedenheit und Freude über dein Sein empfindest. Und dass die Tatsache, dass du ein- und ausatmest, dir mehr Lebensfreude schenkt, als jede Designerhandtasche, jeder Diamantring und jedes Kompliment eines anderen Menschen es jemals tun könnten.

Deine Einzigartigkeit ist dein größter Schatz. Nicht deine Kinder, nicht dein Partner, nicht dein Geschäft, welches du mit viel Herzblut aufgebaut hast, nicht deine Beziehungen oder Freunde, weder dein materieller noch dein emotionaler Besitz: DU SELBST bist das Kostbarste.

Und genau so, wie du bist – genau so braucht dich diese Welt. Und so einzigartig, wie du bist – genauso einzigartig ist dein Weg.

Deshalb sollte Jedem beigebracht werden, dass es ist nicht normal, dass man tiefstapelt. Und sich ständig hinterfragt (passt alles noch bei mir? Müsste ich weniger… und mehr…?) Und an sich zweifelt – nur, weil die Umstände nicht passen. Und sich in Frage stellt, und an sich herumdoktert und der größte Kritiker seiner selbst ist. Das fängt oft bei den eigenen Fähigkeiten als Mutter an (wenn das Kind sich nicht wie gewünscht verhält, z.B.) – und endet nicht selten im Hinterfragen seiner gesamten Person.

Eure selbstkritischen Überlegungen in Ehren, aber bei mir ist das nicht so. Also gar nicht. Ich habe für so etwas gar keine Zeit, um mich herum ist so viel Glück, so viel Lebensfreude, so viel Inspiration und Frische, so viel Größe und Weite – sollte ich mal tatsächlich über meine Fehler nachdenken wollen, zack! ist schon spät abends und ich will ins Bett. (Und ins Bett will ich glücklich, ist doch klar – wer will sich schon vor lauter Gedanken nachts hin- und herwälzen…)

Das heißt keinesfalls, dass in meinem Verhalten alles perfekt ist (dem ist mit Sicherheit nicht so!) aber wenn mir etwas bewusst wird, was nicht passt, dann ändere ich das in der Minute, so weit ich das kann – und dann geht’s schon wieder weiter!

Die meiste Zeit bin ich nämlich damit beschäftigt, mich darüber zu freuen, dass es eine Kerstin in meinem Leben gibt. Und dass ich immer mit dieser zusammen bin, 24 Stunden, rund um die Uhr. Und dass ich in ihrer Nähe bin, und sie mich unendlich liebt und wertschätzt und sich jede Sekunde an mir freut. Ich bin folglich immer mit jemanden umgeben, der mich wirklich und aufrichtig mag, und von mir begeistert ist. (Und ich schreibe das extra so auf, damit euch bewusst wird, wie kostbar es ist, dass ihr euch selbst habt.)

Das ist einfach das kostbarste Geschenk und die schönste Tatsache, die sich je hätte jemand ausdenken können: wie schön ist es, ich zu sein? Ich liebe alles, was von mir ausgeht. Ich liebe diese unendliche Stärke, die gleichzeitig immer leicht und locker ist, ich liebe dieses tiefe Vertrauen, das Berge versetzt, ich liebe die Größe und die Wertschätzung, die mich erfüllen, ich liebe die Kreativität und die pure Liebesenergie, die mich jede Sekunde durchströmt. Ich liebe diese enorme Inspirationskraft, die jeden, der es will, einfach mitreist. Ich liebe die Weite und die Größe und die Tiefe, die in meinem Herzen sind – und das alles völlig entspannt und zu 100% authentisch. Ich liebe es einfach!

Alles, was daraus entsteht, sind lediglich Auswirkungen dieses Seins – wunderschön und attraktiv, aber doch nur ein Resultat meiner Persönlichkeit.

Das ist auch nicht schräg. Minderwertig zu sein, ist weder normal, noch sympathisch, noch attraktiv, noch inspirierend. Ich weiß, dass Posts à la „Jetzt sage ich euch ehrlich, wie scheiße es mir geht, damit ihr mich aufbaut“ sehr beliebt sind und hohe Klickzahlen garantieren, denn dann fühlen sich alle verbunden in ihrem Selbstmitleid und überhaupt „wir sitzen alle im selben Boot, und keiner ist besser dran.“

Also wenn das so ist, dann sitze ich nicht in diesem Boot. Ich fliege in einem 5*****-LuxusJet, und ich nehme jeden mit, der mutig genug ist, diese Erde zu verlassen – aber in das Boot kriegt mich keiner rein!

Versteht mich nicht falsch: ich habe nichts dagegen, wenn jemand sein Herz ausschüttet – ich habe sogar jedes Verständnis dafür! Wirklich wahr! Aber wenn ich mein Herz ausschütte, dann bekommt ihr nur Liebe, Ermutigung, Stärke und Inspiration zu lesen, denn sonst ist nix anderes drin. Auch auf die Gefahr hin, dass so viel Selbstliebe für die Meisten ungewohnt oder gar befremdlich wirkt – mir völlig wurscht.

Mein Herzenswunsch ist, dass Jeder mit stolzgeschwellter Brust aufwacht, in vollem Bewusstsein dessen, was für ein Glück die anderen haben, dass es sie gibt. Dass man überall, wo man auftritt, diese Sicherheit, Lebenslust und Stärke verbreitet – einfach so, weil sie es ist. Und gar nicht anders kann.

Ich verrate dir ein Geheimnis, denn aus dieser Liebe kommt eine so enorme Stärke und Selbstvertrauen, dass dir deine ganzen-ach-so-wichtigen Drama-Probleme auf einmal absolut unbedeutend erscheinen, und du sie quasi im Vorbeigehen löst. Oder sie lösen sich von alleine, wie von Geisterhand.

Ich garantiere dir: das, worüber du dir tagelang den Kopf zerbrichst – darüber würde ich keine 2 Minuten nachdenken. Aber nicht, weil ich dämlich, lebensfern oder naiv bin, sondern weil ich die Dinge in der richtigen Relation sehe. Aus der Position meiner Stärke heraus.

Und meine tiefe Überzeugung ist, „egal, welche Herausforderung vor mir steht: ich kann das. Ich bin genau die Richtige dafür. Ich überwinde das mit Leichtigkeit.“ Und ratet mal was? Genauso ist es dann auch. Liebe ist Stärke ist Liebe ist Stärke ist Liebe. Das Eine ohne das Andere gibt es nicht.

Und dank dieser Liebe wirst du wunderbar unabhängig von der Zuneigung oder Ablehnung anderer. Ob dich jemand mag, oder dich nicht ausstehen kann, das ist dir dann einfach scheißegal. Ob dich jemand kritisiert oder in den Himmel lobt, ach ja. Auch kein Unterschied. Ob jemand damit einverstanden ist, wie du die Dinge siehst oder tust, wasauchimmer. Das ist echte Freiheit.

Ich bin ein großer Fan der Inspiration und glaube ganz fest daran, dass alles, was ich bereits bin und lebe, dich so stark und nachhaltig inspiriert, dass es bei dir früher oder später genauso kommt. Einfach so. Vielleicht mit einem lauten BAM oder ganz langsam, Schritt für Schritt – wie es passiert und wann es passiert, ist mir egal. Hauptsache ist, dass es passiert und du diese tiefe, leidenschaftliche, innige Liebesbeziehung zu der allerschönsten, allerkostbarsten Person in deinem Leben beginnst: ZU DIR SELBST.

Du kannst unmöglich dauerhaft mit negativen Menschen zusammen sein und selbst nicht negativ werden. Und je stärker ich mich selbst liebe und wertschätze, umso stärker fließt diese Liebe und Wertschätzung zu dir, umso stärker liebst du dich und freust dich daran, dass es dich gibt.

Tue mir einen Gefallen, und sage mal laut und deutlich, und im vollsten Brustton der Überzeugung: Was für ein Glück für diese Welt, dass es mich gibt!

Lasst es mich mit den Worten von Charlie Chaplin anlässlich seines 70. Geburtstages ausdrücken:

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
und dass alles, was geschieht, richtig ist –
von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich: Das nennt man VERTRAUEN.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“,
aber heute weiß ich, das ist SELBSTLIEBE. Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben
und mich um meine Zukunft zu sorgen.
Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet,
so lebe ich heute jeden Tag und nenne es BEWUSSTHEIT.

So machen wir das jetzt. Habt Spaß dabei und genießt es einfach.

Freu dich

Heute verrate ich dir ein Geheimnis, wie du quasi sofort auf der Stelle mehr Lebensqualität und Zufriedenheit bekommst. Mehr Lebensglück instantly! Ready? Verleihe allem, was du an Gutem empfindest, einen Ausdruck.

Du freust dich über etwas? Dann strahle, hüpfe auf und ab, klatsche in die Hände, drehe dich schwungvoll im Kreis! Du empfindest eine Zuneigung zu jemanden? Dann lächele ihn an, berühre ihn, drücke ihn kurz fest, stupse ihn liebevoll an, etc. Du bist begeistert von jemanden, du empfindest Bewunderung, Respekt, Liebe für jemanden? Dann sage bzw. zeige es. Du fließt über vor Liebe?! Dann drücke es aus! Öffne deinen Mund und sprich es laut aus.

Weißt du, in unserer Gesellschaft ist es „normal“ geworden, dass man den negativen Emotionen oder Gedanken sofort Ausdruck verleiht – aber die positiven zurückhält. Das Jammern ist an der Tagesordnung. Erst vor ein paar Tagen haben sie geschimpft „weil das Wetter so doof ist!“ und gestern wieder „oh Gott, dieser Regen ist unerträglich!“. Auf den Elternabenden wird über die Lehrer und die Hausaufgaben gejammert. Bei den Freundinnen-Treffen wird gemeinsam über eine nicht Anwesende schlecht gesprochen. Und in allem fühlt man sich miteinander verbunden – und feiert eine Jammer-Party gemeinsam.

Dagegen empfindet man alles Positive, Immer-Freudige, Begeisterte als suspekt, wenn nicht sogar unsympathisch. Don’t get me wrong, ist das Positive nur aufgesetzt, dann ist es auch unsympathisch, keine Frage! Aber das Negative ist nie sympathisch, weder aufgesetzt, noch echt!

Schau, alles, dem du Ausdruck verleihst (durch Worte, Taten, etc.) wird sofort stärker. Warum? Na, weil du so stark bist! Und dein Äußeres (deine Feelings + Gedanken + dein Körper) wurde geschaffen, um dem Guten Ausdruck zu verleihen – und nicht irgendwelchem Müll von unten auch noch Kraft zu geben. Das schwächt dich, raubt dir kostbare Energie und Inspiration.

Und ich sage dir, du sollst jede Sekunde inspiriert sein! Jeder deiner Schritte soll schwungvoll sein, du sollst überfließen vor Glück und Freude, unabhängig vom momentanen äußeren Umstand! Lass doch den schlechten Energien keinen Raum in deiner kostbaren Gefühlswelt! Da soll ein Ausdruck der Liebe, Freude und Leichtigkeit sein, sonst nix! Lass sie nicht missbrauchen von Neid, Hass, Sorgen, Jammern, Lästern, etc.

Du machst es ganz anders. Du widerstehst diesem Drang, bei allem negativen Gerede mitzumachen („die Spritpreise, die Wirtschaftslage, das Jobangebot, der Kontostand, das Verhalten der Kinder, die Schwiegereltern, die Krankheiten…“). Ja, du musst dich manchmal richtig dagegen entscheiden! Dagegen verleihst du allem, was du an Guten spürst, auf der Stelle Ausdruck! Oh, das ist so wunderschön! Das macht dich auf der Stelle stärker und steckt alle um dich herum an!

„Aber was mache ich, wenn mein Mann den ganzen Tag jammert und negativ redet?“ Dann machst du nicht mit. Dann sagst du einfach entschieden und liebevoll: „Schatz, ich mag nicht so schlecht reden, das zieht mich nur runter. Können wir jetzt was Schönes sprechen – oder zumindest knutschen?“ „Und was mache ich, wenn meine Kollegen dauernd nur Schlechtes bewegen?“ Dann verlasse den Raum, wenn es gar nicht anders geht. Entweder sie hören auf damit oder du gehst. Die Atmosphäre, in der du arbeitest, ist entscheidend, unterschätze das nicht! „Und wenn es mein Chef ist, der alles schwarz sieht?“ Nun, das kommt darauf an, ob er auf dich hört. Du kannst ihn ermutigen und ermutigen und ermutigen und gar nicht auf seine Schwarz-Seherei eingehen. Sollte es allerdings so massiv sein, dass es versucht, auf dich über zu springen, dann überlege mal, ob das die richtige Arbeitstelle für dich ist. Du musst dir nicht jeden Müll von ihm geben, er ist zwar dein Chef, aber du bist nicht sein Eigentum!

Noch etwas Wichtiges, hast du wirklich ein Problem und weißt nicht weiter, dann darfst du natürlich es offen und ehrlich sagen und brauchst nicht so tun, als ob alles super wäre. Aber sage es nur demjenigen, der sich nicht mit dir im Selbstmitleid-Sumpf wälzt (und das noch zusätzlich verstärkt), sondern jemanden, der dich ermutigt und dir die Wahrheit wieder vor Augen führt! Ganz ehrlich! Wenn du gerade durch eine schwere Zeit gehst in deinem Leben, dann ist es umso wichtiger, dass du nur dem Guten Ausdruck gibst und dich darauf konzentrierst.

Nochmal, du verleihst einfach allem Guten einen äußeren Ausdruck. „Aber ich bin mehr so der introvertierte Typ… ich freue mich mehr nach innen.“ Herzlichen Glückwunsch, dann ist heute Schluss damit! Ab heute bist du der begeisterungsfähigste Mensch auf diesem Planeten – und Alle kriegen es mit! Offen Liebe und Freude zu zeigen ist keine Schwäche – es ist Stärke. Direkt seine Zuneigung zum Ausdruck zu bringen, jemanden in den Himmel hoch zu loben, mit Liebe zu überschütten, ihn mit sich selbst zu beschenken, ist nicht geschleimt! Es ist das einzig Richtige – darum geht es in diesem Leben!

Ob du also 13 oder 73 Jahre alt bist, du kannst heute damit anfangen. (je früher desto besser) „Ich find’s so schön, dass es dich gibt!“ „Es ist eine Freude, mit Ihnen zusammen zu arbeiten!“ „Du bist für mich unendlich kostbar, und ich freue mich, dass es dich gibt.“ „Ich genieße es, mit dir zusammen zu sein.“ „Du bist einfach der Hammer!“

Dein Teenie-Kind, deine Kollegin, deine Nachbarn, die Kassiererin – lass es fließen, fließen, fließen zu allen um dich herum! Du wirst es sehen. LIEBE: BEI GEBRAUCH ZUNAHME.

Lebe ganz intensiv, freue dich richtig heftig, schaue den Menschen lange in die Augen, drücke sie ganz fest. Ich kenne ein paar Jungs und Mädels, die wirbeln mich immer durch die Luft, wenn sie mich sehen. So richtig! Du hast keine Angst „peinlich“ zu sein oder gar unangenehm aufzufallen – ich sage dir, unangenehm sollte es denjenigen sein, die negativ daherreden, nur weil das so üblich ist – oder weil sie ihrem Unmut Ausdruck verleihen wollen. Schau, die Miesmacher halten sich auch nicht zurück?

Wie viel weniger du, du  Liebesgranate! Du bist hier, um so richtig hemmungslos und leidenschaftlich zu lieben! Und mir kann keiner erzählen, dass das „so innerlich“ geht! Es ist nicht cool, kühl zu sein. Zurückhaltung ist nicht attraktiv. Verschlossenheit ist nicht anziehend. Äußere Freude ist sexy!

Am Ende des Tages bist du derjenige, welcher… … die meisten Komplimente verteilt hat (verschwenderisch, Baby. Verschwenderisch! Oh, es gibt so viel Schönheit in den Menschen!) … die meisten Menschen angestrahlt hat, … am lautesten und häufigsten gelacht hat, … die meisten Menschen berührt hat. … deinem Genuss und deiner Dankbarkeit am meisten lauthals Ausdruck verliehen hat. … und erfüllt und glücklich in die Kissen sinkt.

Alles, was du sprichst, hat Kraft. Alles, was du tust, hat Kraft.

Also setze es weise ein. Mach’s wie ich (oder wie kleine Kinder): FREUE DICH UND LIEBE, WAS DAS ZEUG HÄLT! HEMMUNGSLOS! BESINNUNGSLOS! GROßZÜGIG!

Hast du gewusst, dass Deutschland als eine ausgewiesene Skeptikernation gilt, die trotz stabiler Ökonomie immer nur Mittelplätze auf dem Glückindex einnimmt? Aber jetzt nicht länger! Denn du bist der Prototyp.

Jeden Tag ein bisschen mehr.

Das bin ich

Seine Fehler genauestens zu kennen und darüber zu sprechen ist eine Kernkompetenz der meisten Frauen. Erstens macht es einen so nahbar, zweitens irgendwie sympathisch, drittens setzt man sich nicht so unter Druck, perfekt sein zu müssen. Und viertens kann man so „an sich arbeiten.“ Ich aber will gar nicht meine Lebenszeit damit verbringen „an mir zu arbeiten“ – ich muss schon morgens aufräumen, meine Bankgeschäfte regeln und zum Sport gehen. Arbeit genug, finde ich.

Mir ist natürlich klar, dass ich einiges anders oder besser machen könnte – so naiv bin ich nicht. Aber die wenige Zeit, die mir zur Verfügung steht, konzentriere ich mich voll und ganz auf meine Stärken, genieße sie, feiere sie und gebe ihnen dadurch Bedeutung – ich bin mir nämlich mehr meiner Stärken als Schwächen bewusst. Ich bin mir zu schade dafür, ständig an mir selbst herum zu doktern und meine Fehler zu analysieren – ich finde es bereits nervig und inakzeptabel, wenn es jemand anderes tut (hat er nicht genug eigenes Zeug zu tun?!) Wie dumm wäre ich, wenn ich es zusätzlich selbst noch machen würde!

Wenn du mich also nachts um 12 weckst, müsste ich bestimmt minutenlang und angestrengt nach meinen Schwächen suchen, könnte aber auf Anhieb aufzählen, was ich an mir liebe.

Vor ca. 1 Jahr tippte ich in mein Handy folgende Begriffe:
LIEBE.
WÜRDE.
GRÖßE.
SCHÖNHEIT.
STÄRKE.

Das ist seit Kurzem sogar mein Iphone-Hintergrundbild und erinnert mich zig mal täglich an das, was ich bin. Ich bin nämlich Liebe. Und Würde. Und Größe. Und Schönheit. Und Stärke.

Und jedes Mal, wenn ein Angebot kommt, mich davon ablenken zu lassen und stattdessen darüber zu grübeln, in welchen Punkten ich überall versage, ich es anders oder besser machen könnte, sollte, müsste… – weigere ich mich. Ich weigere mich standhaft und entschieden, darüber nachzudenken, das zu analysieren oder mich damit länger als nötig zu beschäftigen.

Wenn ich es ändern kann, ändere ich es. Wenn nicht, dann passt es gerade auch. Solange aber fokussiere ich mich voll und ganz darauf, die beste Kerstin zu sein, die ich sein kann – also einfach ich! Irgendwas mit beschwingt und glückselig und entschieden und konsequent zugleich. Ich einfach.

Denn Kerstin-Sein, das bedeutet für mich vor allem eine enorme Leichtigkeit gepaart mit absoluter Entschlossenheit und Klarheit. Ein aufgewecktes Vergnügt- und Verspieltsein, und gleichzeitig eine hohe Professionalität – immer, wenn man sie gerade braucht. Kindliche Abenteuerlust und Reife zugleich. Beschwingt, lebenslustig und dynamisch – und unerschütterlich und beständig zur selben Zeit, mich wirft nichts so schnell aus der Bahn. Übermütig, verschmitzt und ständig übersprudelnd und zugleich hocheffektiv und voller Vertrauen und Konsequenz. Ich zu sein fühlt sich an, wie wenn man ständig auf einer Schaukel fliegen würde (weil es immer ein bisschen vor schöner Spannung im Bauch kribbelt, und hui…) und gleichzeitig wie ein General, der überall das Sagen hat (weil ich mir der Verantwortung für mein eigenes Leben und der damit verbundenen Autorität jederzeit bewusst bin).

Aus dieser Fokussierung auf mein Sein fließt so eine enorme Power, dass sie mit Leichtigkeit alles andere mitnimmt – nein, mitreißt und zum Guten verändert. Davon bin ich felsenfest überzeugt. Eine einfache Sicht, ich weiß – aber für Abteilung kompliziert ist jemand anderes zuständig. Ich kann nur: einfach. Und selbst, wenn es sich für andere zunächst befremdlich lesen mag, so über sich selbst zu schwärmen, hat es jedoch meinerseits nichts mit Arroganz, Eitelkeit oder Narzissmus zu tun – mir ist einfach nur bewusst, wer ich bin. Das ist gesundes Selbstbewusstsein.

Ich zeige dir das an einem ganz praktischen Beispiel: Vor ein paar Tagen fand ich auf meinem Handy ein kurzes Video – das stammt vom Tag, an dem ich die Schlüssel zu meiner Wohnung bekam. So beeindruckend und wunderschön die Räume sich jetzt präsentieren, so lang, herausfordernd und immer wieder entmutigend war der Weg davor – und im Grunde auch währenddessen und danach. Denn immer wieder gab es schlechte Nachrichten, Schreckensmeldungen, Dramaszenarien, scheinbar unüberwindbare finanzielle Hürden und eigentlich sah es die meiste Zeit so aus, wie wenn das, was ich mir gewünscht hatte, einfach nicht möglich ist. Denn ganz ehrlich: wie wahrscheinlich ist es, dass man ein so tolles Objekt mitten in der City zum kleinen Preis findet, welches man selbst umgestalten darf? Dass das Ganze zusätzlich unter Zeitdruck stattfand, machte die Sache nicht einfacher. Alles hinzuschmeißen und sich mit einem Kompromiss zu begnügen, wäre naheliegend gewesen – und es gab für mich unzählige Gelegenheiten, einfach aufzugeben. Denn wie sollte ich das jemals schaffen, vielleicht habe ich mir zu viel vorgenommen, außerdem ist alles unrealistisch, usw. Was mir damals am meisten half, waren weder gut gemeinte Ratschläge („Ach, ihr findet schon etwas.“), noch positives Gerede („Kopf hoch!“), sondern die ganz einfache Frage: WER BIN ICH?

Bevor ich überhaupt anfangen konnte, zu weinen, sagte mein Bruder: „Weißt du überhaupt, wer du bist?! Jetzt stell‘ dich nicht so an, du packst das mit Links.“ Das klang natürlich nach Null Verständnis und Mitgefühl (Und hey! Ich hatte allen Grund zum Weinen!) – war für mich aber die effektivste Art und Weise, wieder klar im Kopf zu werden. Denn einer muss ja der Spezialist für’s Unmögliche sein, also übernehme ich den Job einfach.

Es gibt weiterhin jeden Tag Angebote, die mich von diesem bewussten Sein ablenken wollen. Und täglich treffe ich eine Entscheidung, mich nicht ablenken zu lassen und mich auf das Wichtigste zu konzentrieren: mein Sein. Dieser Tatsache bin ich mir einfach bewusst – dass mein Sein das Schönste und Stärkste ist. Und jedes Mal, wenn mich etwas davon ablenken will, weigere ich mich, dieses Angebot anzunehmen.

Ich persönlich nenne dieses Kerstin-Sein – jetzt lacht nicht! – „mich selbst spüren“, weil: ich spüre mich dann einfach tatsächlich ganz tief innen drin. Das ist ein bisschen schwer zu beschreiben, weil das irgendwie nichts mit Gefühlen zu tun hat. Ab und zu verliere ich dieses Spüren, weil ich so abgelenkt bin von allem Möglichen – das äußert sich darin, dass ich schnell genervt und ungeduldig mit mir selbst und den anderen bin, und insgesamt beeindruckter von negativen Umständen. Sobald ich das feststelle, leuchten bei mir alle Alarmglocken!

Dann fokussiere ich mich wieder ganz bewusst auf mein Sein, ignoriere meine Gefühle dabei (wenn ich darauf warte, bis sie mir mein Sein bestätigen, kann ich ewig warten. So viel Zeit habe ich nicht.) und manchmal spreche ich laut aus, wer ich bin (aber nur, wenn keiner es hören kann). Und früher oder später „spüre“ ich mich wieder.

Manche bezeichnen diesen als „mit sich selbst im Einklang sein“ oder „in Balance sein“-

LIEBE.
WÜRDE.
GRÖßE.
SCHÖNHEIT.
STÄRKE.

Das ist, wer ich bin.

Your own turn

Ich muss dir sagen, dass es alles ganz anders ist! Ich muss dir sagen, dass sie dich belogen haben, wenn sie dir erzählen, das wäre alles nicht so einfach! Ich muss dir sagen, wie krass dieses Leben ist! Ich muss dir sagen, dass du für mehr geboren wurdest, als dein Haus zu dekorieren, deine Kids zu bespaßen, das Geld ranzuschaffen und es wieder auszugeben! Ich muss dir sagen, dass es echt ist. Ich muss dir sagen, dass es das Allerstärkste ist! Ich muss dir sagen, dass ich dich über alles liebe! Ich muss dir sagen, dass ich niemals damit aufhöre, egal, was passiert! Ich muss dir sagen, dass diese Liebe alles in dir verändert! Ich muss dir sagen, dass du atemberaubend, einzigartig, berauschend, wunderschön und krass bist!

Niemand hat größere Autorität über dein Leben als du selbst. Wenn dir das mal klar ist, dann lässt du dich nicht länger immer von außen leben. Es gibt ca. eine Milliarde Lock-Angebote von außen, warum es dir heute mittelmäßig/na, ja… geht so/ganz beschissen gehen könnte.

Bei einem reicht schon der ungebügelte Berg Wäsche, bei anderem das Gesichts des Chefs/des Kindes/des Partners am Morgen, bei anderem sind es auf den ersten Blick unlösbare Probleme. All‘ diese Dinge schreien LAUT: „hier!!! Gib mir 10 Minuten deiner Zeit!!! Ich bin wichtig! Beschäftige Dich mit mir!!! Denke über mich nach! Sorge Dich! Heul‘ mal ne Runde (für die Sensiblen ;-))! Lass alle wissen, welche Laune Du heute hast und warum (du hast ja JEDEN Grund dazu!), bla, bla…“ Immer die gleiche Leier. (Dem Teufel fällt aber auch nie was neues ein.)

Er schnürt ein Paket aus: 1. etwas sichtbaren (ein Problem) + 2. einen dazu passenden Gedanken (Mist, schon wieder, das klappt ja nie, das ist aussichtslos, das kenne ich schon, das hat noch nie funktioniert…) + 3. einen dazu passenden Gefühl (Furcht, Depression, Niedergeschlagenheit, Entmutigung, Antriebslosigkeit, etc.).

Und jetzt: nimmst Du’s oder nimmst Du’s nicht? Du musst nicht. Du kannst, musst aber nicht. Es kann Dich KEINER zwingen, den Inhalt auszupacken und zu deinem Eigentum zu machen. Außer, Du lässt es freiwillig zu. Nicht dein Mann ist verantwortlich, nicht dein Kind (mag es noch so ne Nervensäge sein), nicht dein Chef (mag er noch so ein… *lassenwirdas*) – nein, du entscheidest.

Niemand hat das Recht, über Dich zu bestimmen oder dich zu manipulieren. Niemand. Nicht deine verstorbene Oma, nicht dein Kontoauszug, nicht der Arzt mit der miesen Diagnose, nicht das Wetter, nicht deine Schwiegermutter, nicht dein Hund (jahaaa! manchen geht’s schon mies, wenn der Kanarienvogel etwas hat!), nicht der Nachbar, nicht eine komische Atmosphäre, nicht die Bäcker-Verkäuferin, nicht die Lehrerin deiner Kinder, nicht die migräneartigen Kopfschmerzen… gar nichts. Du bestimmst.

Vielleicht sagst Du: „es ist nichts konkretes… ich fühle mich einfach so… irgendwie doof.“ Dann hör‘ auf damit. Sofort. Nimm nicht auch noch das in der Luft schwirrende Gefühl als Angebot an. Vielleicht sagst Du: „ich bin nicht so der lebensfreudigste Typ. Hatte schon immer einen Hang zum Depressiven…“ Wer sagt das? Hä? Wer? Wer sagt Dir, welcher „Typ“ Du bist? Wer entscheidet das? Deine Vergangenheit? Deine Erfahrungen? Dein Therapeut / Seelsorger? Oh, bitte. Hör mir auf.

„Und ich zeige euch jetzt einen Weg darüber hinaus…“ 1. Kor. 12; 31

DARÜBER. Darüber hinaus. Der Weg darüber hinaus. Über all dem Menschlichen, über all dem Natürlichen, über all dem Anstrengenden, dem Sorgen, dem Bemühen, dem Planen, dem Schaffen. Einfach hinweggenommen und darüber versetzt. Eine andere Dimension, eine andere Ebene, eine Welt über allem anderen. Unser Leben ist darüber. Wir haben all die menschlichen Überlegungen, Gedankengänge und Strategien verlassen.

Unser Leben ist nicht mehr in diesem: „lass uns mal über unsere Beziehung reden.“ Oder: „wie stellst Du dir unsere Zukunft vor?“ Oder: „wo sieh‘ ich mich in 5 Jahren?“ Oder in Dingen wie Kommunikationsratgeber, Erziehungs-Tipps, Sorge -Dich- nicht-lebe, Visionen und Ziele, bla, bla…

Warum der Hashtag #loveislove der Dämlichste ist, den ich kenne. Denn er wird oft von Denen missbraucht, die gar nicht wissen wovon sie eigentlich reden. Sie glauben, wenn sie irgendetwas miteinander haben, dann sind sie wirklich in einer Beziehung und niemand Anderes spielt eine Rolle. Dabei machen sie sich gerne was vor, der Partner ist meist schon bei der nächsten Frau bzw. Mann und versucht sich mit den Geschenken oder Champagner von seinem schlechten Gewissen zu befreien. Wer will so etwas haben? Ein guter Freund hat zu dem Thema einmal folgendes gesagt: Wenn ein Mann an mehr als einer Frau interessiert ist, dann sollte er immer die zweite wählen. Denn würde er die erste wirklich lieben, dann hätte er kein Interesse an Anderen.

Unsere Liebe ist nicht von hier. Sie entspringt einer anderen Quelle. Sie hat nichts damit zu tun, wie sich jemand verhält. Sie schaut dahinter… darüber ;-). Ob jemand „lieb“ (gesprächig, entgegenkommend, sympathisch, fröhlich, gut drauf) oder sich nicht gerade vorbildlich verhält… diese Liebe sieht das nicht. Sie ist nicht darin. Sie ist außerhalb von dem.

Herausgenommen aus dem Ursache-Wirkung-Prinzip. Dieses „weil Du jenes und dieses…. deswegen…“ gilt für uns nicht. Denn unser Leben ist nicht darin. Es hat gar nichts mit uns zu tun. Wir sind diejenigen, die diesen Weg hier vorstellen. Indem wir es sind. Wir sind dieser Weg. Es ist nicht so, dass wir einen Weg haben und dann noch für andere Lebensbereiche viele andere Wege und Strategien und Optionen. Nein, wir haben nur diesen einen. Weil es nur diesen einen gibt.

Dieser Weg ist der stärkste. Der größte. Er seht so sanft aus, und verändert doch alles. Er selbst bringt alles in göttliche Ordnung. Er selbst offenbart das Unechte, fügt sich in nichts Bestehendes ein, sondern reisst es gewaltsam ein. Bis nur noch Er… nur noch sie die alleinige Herrschaft hat. Nicht unsere Bemühungen, nicht, weil wir so viel Negatives weggeschickt haben, uns mit so viel Gutem gefüllt, mit so vielen Starken uns verbunden, so viel Positives gelesen, gehört. Nein. DARÜBER. Er macht es darüber hinaus. Er macht es einfach. Eines morgens wachst du auf und hast den Scheiß nie mehr. Einfach so.

Schau, es ist so, wie wenn du einen Ameisen-Haufen im Wald beobachtest. Da ist gerade große Aufregung, weil irgendein Spaziergänger ein Stöckchen reingeworfen hat. Panik! Gewusel! Stress! Nur… dass Du es von einer anderen Position aus beobachtest. Du gerätst nicht in diese Panik, weil… na, weil das ja nichts mit deinem Leben zu tun hat. Du stehst ja darüber. That’s the point. Die Liebe offenbart dir diese Dimension. Sie zeigt es dir genau: ob jemand im Sichtbaren in dein Leben ein Stöckchen reingeworfen hat oder in China fällt ein Sack Reis um – das ist dir gleich. Denn du bist ja darüber.

Dieser Weg ist einfach. Du wurdest dazu geboren, ihn zu leben. Du wurdest außerwählt, ihn zu gehen. Kompliziert haben wir versucht. Kompliziert ist scheiße. Kompliziert ist megascheiße. Sobald es kompliziert wird, lass‘ es. Nachdenken und Analysieren war der Weg der Menschen. Hat ein bisschen was geholfen, keine Frage. Aber Du bist nicht mehr darin.

Ich bin nicht kompliziert, im Gegenteil. Ich mag die Dinge klar und einfach. Deshalb ist es auch so schade, wenn man nicht mit mir redet, denn dann könnte soviel so schnell geklärt werden. Vor allem bin ich nicht diejenige, die urteilt. Ich versuche Lösungen zu finden und mich auf die Dinge einzulassen.

Du stürzt Dich hinein, gibst Dich hin, läßt dich lieben und liebst… Du bist es ganz einfach. Beim Sein ist das wirklich einfach: entweder Du bist es oder Du bist es nicht. Du kannst ja nichts daran ändern. Du bist es halt. Und die Liebe offenbart dir das. Ich bin so begeistert von dieser Liebe! Ich bin so begeistert von dieser Erlösung! Ich bin so begeistert von unserem Leben!

Alles, wovon diese Liebe begleitet wird, fließt aus dieser anderen Dimension. Diese Kraft, die Glückseligkeit, der unbeschreibliche Frieden, der himmlische Genuß. Sie drücken sich durch die Seele und durch den Körper aus, aber sie stammen nicht von hier. Sie brauchen einen Ausdruck. Dieser Ausdruck bist Du.

Glückwunsch, das ist die Liga, in der Du Dich ab jetzt befindest. In dem Höchsten. Größten. Stärksten, das diese Welt je gesehen hat. Und je sehen wird. Dieser Weg. Die Liebe.