New Year, New Me

2020 – wir werden viel Spaß miteinander haben, ich werde klarer in meiner Sicht und noch sicherer im Umgang mit Schwierigkeiten sein. Ich erkläre hiermit eine Kampfansage an jeden Umstand, der mich versucht einzuschüchtern. Ich kann es kaum abwarten vor dem ersten scheinbar riesigen Problem zu stehen, genau dann, wenn mein Seelchen sich gerade weinend beschweren möchte, stehe ich auf und marschiere weiter.

Je größer das Problem, desto größer die Chance auf Wachstum. Ich möchte jede Herausforderung wie einen Stier bei den Hörnern packen, unerschrocken vorpreschen, neues Land einnehmen und neue Horizonte entdecken. Das werde ich im wahrsten Sinne des Wortes auch so erleben, denn es steht demnächst der Umzug von Stuttgart nach Zürich an. Also im wahrsten Sinne neue Herausforderungen, neue Projekte, ein neues Land und auch ein ganz neues Leben.

Dafür hilft es übrigens die Dinge klar festzulegen. Wenn du nämlich nicht festlegst wie dein Leben zu laufen hat und was dir wichtig ist, dann wird es Jemand anderes für dich machen und das macht schließlich nicht soviel Spaß, als wenn man die Dinge selbst in die Hand nimmt. Also habe ich für mich festgelegt, dass ich noch viel produktiver werden will, noch fokussierter arbeite und noch präziser agieren werde. Wenn Andere denken, heute mal früher Schluss machen, hänge ich noch ein paar Stunden dran.

Ich will meine Einstellung zur Arbeit noch einmal präzisieren und klarstellen. Wenn viele Arbeit immer nur als Arbeit sehen und Freizeit immer nur als schöne Freizeit, dann verbringen sie viel Zeit mit etwas nicht so Schönem. Für mich ist Arbeit meine Leidenschaft, meine Passion. Ich liebe das Bauen und die Baustellen und das Abwickeln dieser Projekte. Für mich gibt es nichts Schöneres und deshalb gibt es bei mir diese Trennung zwischen schöner und nicht schöner Zeit einfach nicht. Ich liebe was ich tue und ich bin verdammt stolz darauf.

Dabei will ich völlig neue Ressourcen entdecken, eine total neue Kapazität entwickeln, mehr Projekte umsetzen als jemals zuvor und ich will noch viel mehr lieben. Das drückt sich für mich in absolut allem aus. Dazu gehören neben dem Job auch Auszeiten mit Ruhe und gleichzeitig auch ein auftanken mit neuer Kraft und mit glasklarer Energie. Dafür werde ich mehr tun und mich noch mehr trauen. Dabei will ich mir keine Grenzen setzen, bewusst keinen Rahmen stecken, ich bin offen für Veränderung und bereit für Neues.

Das Wichtigste überhaupt ist die Art, wie du mit Herausforderungen, schwierigen Situationen und nicht so schönen Tagen umgehst.

Wenn du entscheidest, dass dein Leben immer Vorne Oben ist, dir nichts Schlimmes zustoßen kann, ganz egal, wie es gerade aussieht, du der Liebe vertraust und du positiv und hoffnungsvoll in die Zukunft schaust, auch wenn alle Umstände vom Gegenteil zeugen, dann wird sich diese Sicht jeden Tag tiefer und tiefer in dein Herz prägen und du wirst viel wiederstandfähiger und entspannter angesichts Katastrophenstimmung anderer sein.

Wenn du täglich beschließt, dass du die Liebe in Person bist und aufgrund dessen selbst anstrengenden Menschen geduldig und freundlich begegnen kannst, no matter what, dann wird das für dich irgendwann selbstverständlich sein: du wirst automatisch viel geduldiger, respektvoller und nachsichtiger.

Wenn du festlegst, dass dir deine eigene Person und deine Zeit auf diesem Planeten zu schade für Kummer, Druck, schlechtes Gewissen, Sorgen und Selbstkritik ist, wirst du diese Gedanken und Gefühle mit Nachdruck so lange zurückweisen, bis sie sich nicht mal mehr in deine Nähe trauen. Du wirst deine Person, deine Zeit und dein Leben mit ganz viel Respekt, Hochachtung und Liebe behandeln – und somit legst du einen STANDARD für dich fest. Das ist dein Level, darunter stehst du gar nicht erst aus dem Bett auf.

Dein Standard ist folglich dein absoluter Schutz gegenüber Arschlöchern, Narzissten, Blendern und Hochstaplern, denn du wirst dich bei bestimmten Aussagen, nicht näher zu definierbaren Stimmungen und Situationen unsagbar unwohl fühlen. Du kannst schräge Vibes einfach schneller unterscheiden – du hattest genügend Zeit, deine Persönlichkeit zu festigen, und merkst sehr bald. Ne, das passt nicht. Ich will gar nicht, dass jemand so mit mir umgeht.

Mich beeindruckt kein Geld der Welt, kein Status, kein Sixpack, keine Komplimente, kein Erfolg (obwohl ich das alles schön finde) – ich will Persönlichkeit. Weil ich ebenso eine Persönlichkeit bin. Ich will nicht die Mama meines Partners sein, nicht sein Therapeut, nicht seine Versorgerin oder sein Entertainer. Ich will jemanden auf Augenhöhe. Für alles andere habe ich einfach keine Zeit, denn ich habe lauter schöne Sachen zu erleben.

Umgebe dich – in Real Life und virtuell – mit Menschen, die eine Passion haben, etwas Kreatives schaffen, als Unternehmer tätig sind, alleine die Welt bereisen oder allgemein ein erfülltes Leben führen.

Was macht das Leben einfacher? Gewohnheiten, die was bringen: gesund essen, täglich an die frische Luft, jeden Abend kurz aufräumen, früher aufstehen, weniger am Handy, mehr Sport, mehr Zeit für sich, was weiß ich. Sowas eben. Hinterher ist man insgesamt zufriedener, gesünder, fitter, leistungsfähiger, ausgeglichener und am Ende glücklicher. Klingt alles nicht weiter kompliziert, richtig? Ist ja nicht so, als würde man Japanisch lernen müssen.

Und warum tut man es dann nicht? Oder fängt hoch motiviert „Mein Leben wird sich ab sofort ändern!“ an, und findet sich keine 3 Tage später bei der 4. Folge der neuen Staffel von Bing Bang Theory. Auf dem Sofa. Chipstüte in der Hand. Um 18 Uhr nachmittags. An einem Dienstag. Großartig.

Du hast Verantwortung für dein Leben, also verschwende deine Zeit nicht mit Ausreden. Wäre Ausreden finden eine olympische Disziplin, hätten einige bereits eine beachtliche Medaillen- und Pokalsammlung Daheim. Es ist erstaunlich, wie kreativ das Hirn ist, wenn es Entschuldigungen für sein eigenes „Ich kann heute nicht, weil.“ – Versagen sucht – im Beschweren und Jammern haben es einige schon oft zu Gold gebracht. Die weitaus allermeisten Ausreden sind richtig lahm. Und dann gibt es noch Umstände und Situationen, die tatsächlich so herausfordernd sind, dass man nicht immer gleich so kann, wie man gerne würde – alles verständlich und nachvollziehbar.

So oder so, in beiden Fällen gilt:
Du hast Verantwortung für dein Leben.
DU hast Verantwortung für dein Leben.
Du HAST Verantwortung für dein Leben.

Deine Ausreden in Ehren, aber tell your Mum! Niemand außer deiner Mama wird am Ende des Tages Verständnis dafür haben, warum du dein Leben nicht im Griff hast oder Rücksicht darauf nehmen, wie schwer bei dir gerade alles ist. Willst du Verständnis, erzählte es deiner Mutter – Willst du Veränderung, musst du mir zuhören.

Verantwortung für sein eigenes Leben zu haben, ist die allerschönste Sache überhaupt. Es bedeutet nämlich, dass du jederzeit und immer für dich alles neu festlegen kannst, die Richtung ändern, einen ganz anderen Pfad einschlagen, Entscheidungen treffen und diese ausführen kannst. Du kannst dich immer neu entscheiden und es kann dich keiner dazu zwingen, alles so zu lassen, wie es bisher war. Und immer bedeutet immer jetzt.

Das Wissen um diese Machtausübung in deinem Leben ändert alles schlagartig und löscht jedes selbstmitleidige „Mimimi…“ in einem Zug aus. Denn es mag sein, dass du verletzt wurdest – aber du kannst dich immer noch entscheiden der Person zu vergeben. Es kann sein, dass du gerade wenig Geld hast – aber du kannst beschließen, dass es nicht so bleiben wird und konkrete Schritte unternehmen., Es kann sein, dass alles gerade blöd gelaufen ist und du dich auf einmal unverschuldet in einer schlimmen Situation befindest, aber du kannst von exakt diesem Zeitpunkt aus (und zwar genau jetzt und hier) festlegen, dass du das Allerbeste daraus machen wirst, und am sich am Ende alles zu deinem Vorteil wendet.

Wenn bei mir vor lauter Selbst Bemitleiden und Ausreden Erfinden nichts geht, sage ich zu mir: „Kerstin, bist du ohne Arme und Beine geboren“? Na, also. Dann hast du absolut keinen Grund, dich zu beschweren. By the way: In der Zeit, in der man darüber nachdenkt, wie scheiße alles bei einem gerade läuft, könnte man ebenso gut die Spülmaschine ausräumen, auf dem Trampolin hüpfen oder eine Rechnung überweisen.

Jede Veränderung fühlt sich zunächst unangenehm an. Ein Motivations-Boost ist immer mit innerer Vorfreude und Begeisterung verbunden (bzw. sollte es. Sonst ist es einfach nur Druck, und dann kann man es gleich lassen.): „Ja, ich packe es an! Ich kann das! Ich schaffe alles!“. Aber dann ist Mittwoch 7 Uhr morgens und du hast Kopfweh und es regnet und gestern ein blödes Gespräch und jetzt erstmal einen Kaffee. Wo ist sie hin, die freudige Erregung auf die Veränderung, die alles so spielend leicht erscheinen ließ („Dann lasse ich eben den Kaffee weg, wo ist das Problem?“)?

Die Anfangseuphorie in Ehren, aber die Wahrheit lautet: Die Seele eines jeden Menschen ist von Haus aus ein faules, schlampiges Miststück, das am liebsten alles auf morgen verschieben, Netflix schauen und erst Sport machen will, wenn der Arzt es verordnet. Merke: Bis etwas zu einer guten Gewohnheit wird, kostet es eben doch Überwindung und ist gefühlt nicht einfach – und zwar ganz schön oft und ganz schön lange. Ich sage das nur, damit du nicht zu schnell deine Motivation in die Ecke wirfst, weil du „heute keine Lust hast“. Du wirst das „Ich habe aber gerade jetzt keine Lust!“- Gefühl ignorieren müssen. Und dann wieder ignorieren. Und dann wieder ignorieren. Du wirst noch ganz schön oft keine Lust haben, bis du es ganz überwunden hast, die Schlampe einsieht, dass sie keine Chance gegen dich hat, und aufgibt.

Ist das Neue einmal drin, läuft es wie am Schnürchen. Und dann macht alles, was dir gut tut, auch noch sehr viel Spaß.

Ohne Liebe, ohne mich.

Es gibt Menschen, die ihr Leben perfekt optimiert haben – trotzdem fühlt man sich in ihrer Nähe unwohl. Irgendwie ist zwar alles korrekt, aber steif und unbewusst spürt man, dass man für jeden Lebensbereich, den man nicht genauso gestaltet, von der Person be- und verurteilt wird.

Das hängt damit zusammen, dass man zwar „an sich arbeiten“ kann, aber geschieht es aus einer Art innerem Druck, statt Selbstliebe, dann produziert es ein Gesetz (da kann die Person noch nicht mal etwas dafür! Es geschieht ganz automatisch.): So ist es richtig. Anders ist es falsch. Wenn du es also anders machst, bist du offensichtlich falsch (du Versager). Das ist moralisch natürlich unterstes Niveau und deshalb würde es keiner jemals aussprechen, aber exakt das sind die Vibes, die von diesen Menschen ausgehen. Und ganz unbewusst fängt man auf einmal an, sich vor ihnen zu rechtfertigen oder zu erklären – ihr habt das bestimmt schon mal erlebt, denn hinterher wundert man sich selbst „Warum um Himmels Willen habe ich Rechenschaft abgelegt?“.

Eine nachhaltige Veränderung und einen Instant-Motivationsboost lösen bei mir stets zwei Fragen aus: „Wer bin ich?“ „Würde ich wollen, dass jemand, den ich aufrichtig liebe, so lebt?“

Und dann wird mit bewusst, wie sehr ich mich schätze und wie gerne ich mit mir zusammen bin und wie froh ich sein kann, dass eine Kerstin in meinem Leben ist. Und dass ich aufgrund dessen noch mehr zum Ausdruck bringen will, dass ich mich liebe. Wie auch immer das dann konkret und ganz praktisch aussieht. Dann bin ich nämlich ordentlich und diszipliniert und weiß gar nicht so ganz genau, wie das auf einmal Zustande kam.

Jemand, der erhaben ist, kann sich unmöglich gehen lassen.
Jemand, der lebendig ist, liegt nicht tagelang auf dem Sofa.
Jemand, der so beschenkt wurde, hat eine dementsprechende Verantwortung: nämlich dem gemäß zu leben.

Aber du begreifst den Ausgangspunkt:
WER BIST DU?

Vielleicht gibt es keine Lifecoaching-Ratgeber darüber, ich aber bin zutiefst überzeugt. Wenn du anfängst, eine andere, grenzenlos schöne und überschwänglich liebevolle, wertschätzende und große Sicht auf dich selbst zu haben, wird sich dein Leben auch in den praktischen Dingen mehr und mehr zum Guten verändern. Ganz ohne Druck, Zwang, schlechtes Gewissen und Versagensgefühle, wenn du es mal wieder nicht hingekriegt hast.
Immer von Innen nach Außen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s