Was ist schon normal?

Vielleicht ist es „normal“ für dich, sich zu sorgen. Vielleicht ist es „normal“, zu grübeln, mal niedergeschlagen zu sein, schnell aufbrausend, oder einfach mal „schlecht drauf“. Mal mit und mal ohne ersichtlichen Grund. Es mag ja sein, dass es bei dir üblich ist, überfordert zu sein. Oder gestresst. Oder schnell gereizt und genervt.

Vieles um dich herum spricht dafür, dass es dir alles „zu viel“ ist, oder dass du am besten gar nicht aufstehst, weil dich die miesen Gefühle mal wieder so quälen. Du hättest ja auch jeden Grund dazu.

Ich sage dir jetzt etwas, das ist nicht normal. Selbst, wenn es überall „die Norm“ ist. Selbst, wenn du gar nicht anders kennst, weil alle um dich herum – einschließlich deiner Familie – es genauso machen. Und dann trefft ihr euch und bespricht noch euren Mist. Selbst, wenn du es noch nie anders erlebt hast.

Normal ist es, randvoll mit Kraft und Freude zu sein, und zwar in dieser Sekunde, wenn du deine Augen aufmachst (gut… dein Körper braucht eventuell einige Zeit, um das zu kapieren). Normal ist es, so viel Lebensenergie zu versprühen, dass sich nicht nur in dir, sondern auch in keinen in deiner Nähe etwas Negatives halten kann. Normal ist es, überfließend zu sein. Das bedeutet, so viel Liebe und Freude intus zu haben, dass es beinahe wehtut, wenn es nicht wohin fließen darf.

Schau, wenn du den komischen Gefühls- und Gedankenmüll als „normal“ akzeptierst, machst du die Klappe zu, und es wird sich nie etwas verändern.

Du denkst vielleicht: „ja, wenn das und jenes anders ist… wenn wir mehr Geld haben… wenn mein Kind endlich größer ist… wenn mein Mann/Chef/Kollegin/Schwiegermutter sich ändert (oder tot ist, he he)… wenn wir ein anderes Haus hätten… oder wenn ich überhaupt mal nen Mann hätte… oder wenn ich so super Torten machen könnte (okay, kleiner Scherz)… oder wenn ich 10 Kilo weniger an den Oberschenkeln… wenn endlich mal Aufträge kommen würden… und wenn jetzt Sommer wär‘ (das dauert noch, glaub mir)… ja, dann wäre ich immer gut drauf!“

Vergiss es. Du wirst dann immer mit irgendetwas beschäftigt sein, verstehst du? Sind es nicht die Kinder, ist es das Geschäft, dann bist mal wieder krank, oder ärgerst dich über eine Freundin, die nicht zurückruft… bla bla… Aber du kannst heute…. ja, jetzt bestimmen, was bei dir normal ist.

Also bei mir ist glücklich normal. Ich akzeptiere nichts anderes in meinem Kopf. Ich senke meinen „Standard“ nicht, nur weil umständemäßig was am Rotieren ist. Ich begebe mich nicht gedanklich oder emotional darunter. Ich mach’s nicht. Ich mach’s einfach nicht. Ich weigere mich.

Egal, wie vertraut oder gewohnt dir das Schlechte vorkommt . in dem Augenblick, indem du nicht nicht länger damit identifizierst, und es als „normal“ bei dir betrachtest – in diesem Augenblick wird alles anders. Vielleicht nicht sofort sichtbar oder fühlbar. Aber du kannst dir zu 100% sicher sein…. alles wird sich verändern. Ja, auch im Sichtbaren und Fühlbaren Bereich.

„Aber wenn es meinem Kind gerade schlecht geht… da kann es mich nicht kalt lassen… da geht es mir eben auch schlecht…“ Ja, und? Jetzt geht’s euch beiden schlecht – und wer hat was davon?

Nein, du bleibst in der Freude und verbindest deine Emotionen nicht mit denen deines Kindes. Du liebst es unendlich und aus dieser Liebe und Freude fließt die Kraft, um es zu ermutigen, es aufzubauen und alles Schlechte zu verändern. Exakt dasselbe gilt für deinen Mann, deine Freundin, deine Mitarbeiter, einfach für Jeden, der dir nahe steht.

Kommt mal wieder der übliche Mix aus miesen Gefühlen und Gedanken (und dass er vorbeikommen wird, dessen kannst du dir sicher sein ;-)… du weißt ja… versuchen kann man es ja mal ;-)) – dann entscheidest du, was bei dir normal ist. Niemand anders hat mehr Autorität darüber, wie es dir geht, als du selbst. Und zwar jetzt. Und immer.

Und noch etwas… ich glaube an dich. Ich glaube, dass es bei dir ganz besonders gut klappt. Auch, wenn es bei zig anderen, und überhaupt bei Tante Hilde noch nie geklappt hat – bei dir schon. Ich glaube, dass du es checkst und umsetzt und dass es bei dir einfach von Tag zu Tag besser wird. Und genau deshalb glaubst du es jetzt auch!

Was bedeutet es, stark zu sein? Alles mit zusammengebissenen Zähne ertragen zu können (*stöhn*)? Einfach alles hinzunehmen, was so kommt? Oder „übermenschliche“ Kräfte zu haben? Wahre Stärke hat mit alledem nichts zu tun. Es ist nicht ein „habe ehe keine andere Wahl, da muss ich hier jetzt durch“. Stark ist nicht der, der stark aussieht. Nicht derjenige, der stark (oder arrogant) auftritt. Wahre Stärke zeigt sich in einem einzigen Punkt: UNTER DRUCK.

Bei Menschen ist es wie bei einer Zahnpasta – Tube: unter Druck zeigt sich, was drin ist! Da kann noch so toll „Colgate white“ draufstehen… wenn vorher nur Hühnerdreck drin war, kommt nur Hühnerdreck raus, wenn man draufdrückt. Und woher kommt das, was drin ist? Tja, die Tube wurde vorher damit gefüllt.

Womit läßt Du Dich füllen? Mit Bildzeitung oder RTL ;-)? Mit Liebesromanen oder dem negativen Geschwätz der Tante Gertrud („ach… alles wird immer schlimmer… und Du siehst auch schon so krank aus, Kind!“)? Nun, da brauchst Du Dich nicht wundern, wenn nur Bildzeitung oder RTL rauskommt, wenn es mal „drückt“. Fülle Dich mit dem Guten, Ermutigenden, mit der Wahrheit. Mit dem, was Gott über Dich sagt (und das verändert sich nicht, nur weil der Dax gerade so schlecht steht oder weil Du heute nicht „brav“ warst. Dann wird unter Druck auch genau dieses rauskommen!

Das ist wahre Stärke, an der Freude, Liebe und Vision festzuhalten. Angesichts widriger Umstände nicht alles hinzuschmeißen oder verzweifelt zu sein. Gott mehr zu vertrauen, als dem, was Tante Gertrud meint (oder ihr gar nicht mehr zuzuhören).

Bei Schönwetter und vollem Konto ist es nicht so schwer, fröhlich zu sein. Aber diese Freude mitten im größten „Umstände – Sturm“ sich nicht rauben zu lassen, das ist wahre Stärke. Es ist kein „Ertragen“ des Problems, es ist ein „Überwinden“. Ein siegreiches Hindurchgehen, mit erhobenem Kopf und der festen Gewissheit im Herzen: „wenn Gott für mich ist, WER soll gegen mich sein?“ (Römer 8;31)

Die erfolgreichsten Menschen auf Erden sind nicht die, denen alles in den Schoß gefallen ist. Es sind die, die gelernt haben, trotz der Schwierigkeiten vorwärts zu gehen. Voller Freude im Vertrauen. Ich rede nicht von einem gleichgültigen lethargischen „Ertragen“, wo man sich so an das Schlechte gewöhnt hat, dass man es kaum noch wahrnimmt (wie in jahrelangen schlechten Beziehungen, etc.). Das ist kein Überwinden, das ist Resignation!

Auch im Hinblick auf Deine Kinder gilt genau das Gleiche: Nicht die Kinder, denen alles „auf dem silbernen Tablett“ serviert wurde, haben später ein erfülltes Leben. Lasse Dich also nicht entmutigen, nur weil ein paar Umstände nicht ideal sind oder so, wie Du es Dir wünschen würdest… sei es eine schlechte Wohnsituation, unglückliche (oder gar keine) Partnerschaft, wenig Freunde, kaum Finanzen… Bemitleide Deine Kids nicht ständig, sondern lehre sie, wie sie trotz dieser Herausforderungen das beste Leben leben! Und das ist nicht so schwer, wenn Du selbst es Ihnen vorlebst… Das ist wahre Stärke.

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