Du bist toll

Versuche, es jedem recht zu machen – und du wirst dein Leben lang beschäftigt sein. Und zwar beschäftigt mit Mist! Das Leben ist kein Beliebtheits-Wettbewerb. Es geht nicht darum, von allen gemocht zu werden, und möglichst mit jedem einer Meinung zu sein. Du bist nicht auf dieser Welt, um „everybody’s darling“ zu werden. Das ist kein Leben, das ist Menschen-Gefallerei! Und Menschen zu gefallen ist der sicherste Weg, um ein unendlich langweiliges Leben zu führen.

Im Leben geht darum, Menschen zu lieben, sie zu inspirieren und sie frei zu setzen (wobei die beiden letzten nur eine automatische Folge des Ersten sind – das passiert dann einfach.) Es geht darum, dass du so richtig aufblühst, deine Persönlichkeit und dein Sein zur Entfaltung kommt – und das ist dann gleichzeitig der maximale Genuss für die Menschen um dich herum.

Aber der Weg dahin geht nicht über eine möglichst konforme Denke. Oder über eine Lebensweise, in der man möglichst wenig an-eckt, sich möglichst im Hintergrund hält, und einer zu wird, von dem die Menschen sagen: „Ja… das kann ich alles genauso sehen…“

Der Preis dafür, dass es alle „genauso sehen“ ist viel zu hoch!

Schau, es passiert nichts zufällig. Absolut gar nichts ist bei dir zufällig – alles ist von Meisterhand vorbereitet, geplant, perfekt ausgedacht, noch viel besser und viel schöner, als du dir selbst jemals ausdenken könntest. Wie auf einem himmlischen Reißbrett stehen all die wunderbaren, großartigen, atemberaubenden Pläne, die er für dich hat. Und dein Sein – deine Persönlichkeit – sie ist einfach perfekt dafür!

Ich meine damit deine Persönlichkeit – nicht die, in die deine Schwiegermutter ständig reinquatscht. Auch nicht die deiner 5 Freundinnen, die alle eine Meinung zu deinem Leben haben. Auch nicht die deiner Eltern, die es „nur gut meinen“ mit dir (und das tun sie sicher.

Es geht darum, was brennt in deinem Herzen? Wenn du jede Wahl der Welt hättest – ganz unabhängig vom Geld oder äußeren Umständen – was würdest du dann sein wollen? Und was würdest du mit deinem Leben anfangen?

Bei manch einem ist über die Jahre so viel Schrott von außen eingeredet worden, dass man selbst kaum noch weiß: was bin denn eigentlich ich? Was für eine Person bin ich, wenn ich frei von Angst vor Ablenhung und der Meinung anderer einfach so sein könnte wie ich bin?!

Soll ich dir sagen, wie du bist? Du bist: mutig, außergewöhnlich, einzigartig, perfekt, wunderschön, inspirierend, krass, unendlich kostbar, freisetzend, glücklich UND glücklich machend, entspannt, humorvoll, tief, genußvoll, erfolgreich, frei, individuell und so gut!

Würdest du nicht gerne so eine Person kennen, oder – noch viel besser – mit ihr zusammen sein wollen? Na, Glückwunsch: du bist es!

Du fühlst dich nur nicht so, weil du ständig deinen Umständen, deinen Gefühlen, und der Meinung anderer glaubst! Aber wenn du all das nur für eine Minute weglassen würdest (nur eine Minute. Mir zuliebe, ja?) – dann würdest du merken, dass du einfach grossartig bist!

Dass da so viel Potenzial in dir ist, dass du beinahe platzen könntest! Und der Weg, um dieses Potenzial zu entfalten, liegt nicht darin, möglichst jeden nach seiner Meinung zu fragen, ihm nach dem Mund zu reden, und möglichst so zu leben, dass man nicht auffällt.

Tue einmal etwas Außergewöhnliches und du wirst sofort zig Kritiker und Menschen am Start haben, die das nicht so sehen können, oder anderer Meinung sind oder an dir und deinen Motiven zweifeln.

Und sie meinen es alle nur gut! Aber ich will nicht „gut“ – ich will mehr! Ich will das Neue, das Außergewöhnliche, das, was es bisher noch nie gegeben hat – und weißt du was? Ich glaube, dass ich genau die Richtige dafür bin. GENAU die Richtige  – und du auch!

Es kann doch nicht sein, dass man sein Leben so von Tag zu Tag dahinlebt, und alles bleibt wie es ist. Ich glaube, dass das Feuer, welches in dir brennt, die Leidenschaft, die in deinem Herzen ist, zu so viel mehr in der Lage ist! Es ist in der Lage, das Leben von sehr vielen Menschen zum Guten zu wenden! Es ist in der Lage, viele Menschen zu inspirieren und ihnen zu helfen! (ich meine nicht nur deine kleine Farm daheim – ich meine richtig viele!)

Doch, ich glaube, dass jeder Mensch dazu geboren ist, leidenschaftlich zu leben. Vielleicht wurde dieses Feuer von anderen schon vor Jahren in dir erstickt – aber da gibt es auf jeden Fall noch einen glimmenden Docht!

Wenn du anfängst, leidenschaftlich zu leben und groß zu denken – dann wird es auf der Stelle Kritik hageln, ich verspreche es dir. Und das ist der beste Beweis – ich wiederhole: der beste Beweis – dafür, dass du genau richtig bist. Wenn es niemanden gibt, der dich kritisiert, dann kannst dir auch gleich einen Sarg schreinern lassen, denn dann heißt es, dass dein Leben einfach so strunzlangweilig und harmlos ist, dass es keinen dazu bringt, gegen dich aufzustehen.

Nein, du bist nicht für die Harmlosigkeit geboren! Du bist hier, um wirklich etwas zu verändern! Und dass damit nicht alle umgehen können, ist ganz klar! Aber das macht nichts, denn du bist ja nicht hier, um es jedem recht zu machen – du bist hier, um das schönste und erfüllteste Leben zu leben, das überhaupt möglich ist.

Vertraue darauf, dass dieses Feuer in dir durch meine Liebe entfacht wird! Entspanne dich und sei gleichzeitig gespannt auf das, was vor dir liegt. Denn das Beste kommt noch. Du bist niemals zu jung, um das zu erleben – und niemals zu alt.

Du bist einfach perfekt und zwar genauso, wie du bist! Mit deinem Stil, deiner Art, deinem Lachen, deinem Humor, deiner Art, zu reden und zu träumen, deiner Art, Dinge anzupacken. Und wenn das du bei dir noch gar nicht richtig klar ist, dann vertraue der Liebe, denn sie wird alles Schöne hervorbringen und erstrahlen lassen, was so in dir schlummert.

Und darauf kannst du dich freuen!

Stell dich

Wenn ich euch fragen würde, ob ihr als eine faszinierende Persönlichkeit bezeichnet werden wollt, dann würden alle selbstverständlich ganz laut „Ja!“ rufen. Klar, mit solchen Menschen will man befreundet sein, sie als Lebenspartner haben oder mit ihnen arbeiten. Oder wenigstens mal einen Kaffee mit ihnen trinken, weil man hinterher inspiriert, erfrischt und motiviert ist.

Durch die Medien wird ein vollkommen falsches Bild von großartigen Persönlichkeiten transportiert, denn dort ist Ruhm und / oder Erfolg gleichzusetzen mit bewundernswertem Charakter. Seit Social Media reicht dafür übrigens ausschließlich (zweifelhafter) Ruhm und das Ganze läuft auf einem noch niedrigeren Level, denn ab einem gewissen Bekanntheitsgrad wird man angehimmelt, bewundert und beklatscht – sogar dann, wenn man die Persönlichkeit einer Socke hat.

Und selbst die „Großen“ Erfolgreichen der Geschichte haben abseits ihres Erfolges teilweise ein solches mieses Wesen und ein solch‘ fruchtbares Leben, dass man das kalte Grauen bekommt, sobald man etwas hinter die Kulissen schaut. Da Draußen ist oft Geld + Macht = Persönlichkeit und das ist eine riesige Täuschung.

Don’t get me wrong. Ruhm und Erfolg an sich ist nichts Verkehrtes oder Negatives, ganz im Gegenteil – aber er beschert dir nicht automatisch eine großartige Persönlichkeit, einen starken Charakter oder ein anziehendes Wesen.

Du wirst zu einer faszinierenden Persönlichkeit durch die Art, wie du mit Schwierigkeiten umgehst. Zu einer Persönlichkeit wirst du erst, wenn du inmitten von Schwierigkeiten und Herausforderungen dich immer wieder entscheidest. Gegen Bitterkeit und für Vergebung. Gegen Angst und für Vertrauen. Gegen Traurigkeit, Entmutigung und Frust und für‘s Dranbleiben, Weitermachen und Durchziehen. Gegen „Ich kann‘s nicht, ich schaff‘s nicht, das ist mir zu viel, ich gebe auf.“ und für „Jetzt werde ich gerade erst warm.“

Keiner mag Herausforderungen und am liebsten wäre es uns, wenn alles immer glatt laufen würde, das ist klar. Aber erst dann hast du überhaupt die Chance, dich wirklich zu entscheiden. Menschen, bei denen alles immer gut läuft, sind leider meist auch strunzlangweilig. Das liegt daran, dass sie niemals die Chance hatten, echte Substanz zu bilden, Stehvermögen, Entschlossenheit, Unerschrockenheit, Personality eben.

Und jetzt mal Hand auf’s Herz, wie oft hast du bereits gedacht: „Wenn nur diese und diese Herausforderung nicht wäre – ich könnte so glücklich sein!“ „Wenn ich nur genügend Geld hätte – alles wäre perfekt!“ „Wenn du dieses und jenes niemals passiert wäre – mein Leben wäre so viel besser verlaufen!“ „Wenn ich nur meinen Traummann, Kind, Job, Haus hätte – was hätte ich es leicht!“

Ja, das Leben wäre oft leichter – aber willst du tatsächlich die Persönlichkeit eines Toastbrots haben? Willst du jemand sein, der bei jeder Herausforderung zusammenklappt, bei der kleinsten Schwierigkeit entmutigt ist, und ständig Zuspruch von Außen braucht? Willst du jemand sein, der nichts zu sagen hat, weil er zwar viel sagt, aber alles nur seichtes Gerede ist (und jeder merkt’s)? Willst du jemand sein, der ein paar positive Plattitüden schmettert, aber alles davon klingt nach Kühlschrank-Magnet-Weisheiten? Willst du jemand sein, dem es zwar gut geht, aber das „gut“ als Synonym für „lahm“ steht? Willst du zwar kaum Schwierigkeiten haben, aber dafür ständig unter deinem Potenzial leben? Willst du mit 40 Jahren das Wesen eines 14-Jährigen Teenagers haben, der schnell eingeschnappt, ständig beleidigt oder am Lästern ist, weil er sich dann selbst so viel besser fühlt? Oder willst du mit 50 Jahren enttäuscht vom Leben und anderen Menschen dich nur noch mit Katzen umgeben, weil „alle Männer sind Schweine.“? Oder willst du mit 60 Jahren „Nur noch deine Ruhe haben.“, also nichts mehr bewegen?

Es geht nicht darum, viele Schwierigkeiten zu haben – sich in Schwierigkeiten zu manövrieren kann jeder Depp. Es geht darum, angesichts von Herausforderungen sich immer und immer wieder zu entscheiden. Und dass diese Entscheidungen nicht ganz so easy sind, ist absolut klar!

Du kannst Hunderte Schwierigkeiten haben – wenn du deine Entscheidungen nicht triffst, wirst du einfach nur verbittert (=Steigerung von enttäuscht und verletzt), misstrauisch oder griesgrämig. Das ist ganz sicher nicht faszinierend. Herausforderungen bringen dich kein Stück weiter, außer, du überwindest sie, und lässt dich nicht durch sie überwinden.

Die Schwierigkeit, die den größten Persönlichkeitsboost bringt, muss dich eigentlich überfordern. Die Schwierigkeiten, die deine Persönlichkeit bilden, müssen größer sein, als das, was du momentan packst. Manche heulen schon beim kleinsten Problem, haben schlaflose Nächte bei Belanglosigkeiten, sind Down beim geringsten Widerstand – von sowas rede ich nicht. Es muss sich so anfühlen, dass du denkst: „Das war’s. Ich kann nicht mehr. Ich gebe auf. Alles geht den Bach runter. Mein Leben ist wertlos. Alles macht keinen Sinn.“ Es muss dich eigentlich überfordern.

Genau an diesem Punkt ist das Potenzial zur allergrößten Persönlichkeitsentfaltung deines Lebens, vertraue mir! Genau jetzt kannst du dich entscheiden. Genau jetzt kannst du die Weichen neu stellen. Genau jetzt  kannst du dem Teufel ins Gesicht schauen, deine Schultern straffen, und eine Ansage machen. Genau jetzt kannst du deine Tränen trocknen, deine Nase putzen, und beschließen, dass du über dich hinauswächst. Genau jetzt zeigt es sich, wer eine echte Kämpferin ist, denn das hat erstmal nichts mit einem schönem Lifestyle zu tun, sondern mit der simplen Frage: Wen verkörperst du? Wem stellst du deine Gefühle zur Verfügung? Für was steht dein Leben?

Du kannst, wohlgemerkt. Du musst nicht. Du kannst alternativ auch Schwierigkeiten ausweichen, und immer so leben, damit ja keine vorkommen. Du kannst jede Konfrontation vermeiden und alles unter den Teppich kehren. Du kannst zukünftig alles vermeiden, was dich jemals wieder in diese Lage bringen könnte und nie mehr an Großes glauben. Du kannst dich einfach selbst bemitleiden. Du kannst dich beschweren, und jammern und beklagen. Du kannst aufgeben, und deine Pläne und Ideen vergraben, weil es klappt ja doch nicht. Du kannst wütend sein, und verletzt und den anderen die Schuld geben. Und jeder wird es verstehen, denn das machen alle anderen auch!

Das ist immer die einfachste Lösung, bietet sich auf einem Silbertablett an, der Teufel argumentiert immer hervorragend, das muss man ihm lassen. Aber willst du jemand von der breiten Masse sein? Willst du im Mittelmaß fischen, ein mittelmäßiges Leben haben, eine mittelmäßige Partnerschaft, mittelmäßiges Einkommen, mittelmäßige Beziehungen, mittelmäßige Persönlichkeit?

Und genau hier und jetzt kannst du dich entscheiden. Entgegen deinen Gefühlen und entgegen deinem Verstand. Wichtig, entgegen deinen Gefühlen. Du darfst nicht darauf warten, bis du dich so fühlst (das machen zig Tausende schon, und wenn sie nicht gestorben sind…). Du darfst nicht darauf warten, bis dein Verstand dir seine Zustimmung gibt

Du triffst eine Entscheidung, und ignorierst deine Feelings und das ganze Drama und wie schlimm alles ist. Du triffst eine Entscheidung.

Diese Entscheidung heißt Angriff und nicht Rückzug. Diese Entscheidung heißt Vorwärts, und nicht Zurück. Diese Entscheidung heißt Größe und nicht Nachtragen, Kleinkariert sein und Hassen. Diese Entscheidung heißt Würde, Stärke, Liebe – und nicht Angst, Panik, Verzweiflung und Depression. Diese Entscheidung heißt „Auf geht’s!“ und Ärmel hochkrempeln, und nicht „Das war’s, ich gebe auf.“

So sehr ich das bedauere, ich bleibe dabei, denn entweder, es wird tatsächlich das Allerschlimmste in deinem Leben – oder ein vollkommen neuer Start. Der schnellste Boost, den du jemals erlebt hast, das größte Sprungbrett in ein völlig neues Selbstbewusstsein, die riesigste Chance für einen Persönlichkeitsschub ohne Gleichen. Also lasse sie nicht vorbeiziehen, sondern ergreife sie mit beiden Händen!

In so einer Situation Vorwärts zu gehen, Entscheidungen zu treffen und sich nicht kleinkriegen zu lassen, fühlt sich nicht gut an. Das Gefühl kann noch eine kurze Weile anhalten, aber es geht weg, versprochen.

Dein Verstand kann sich das selbstverständlich in dieser Situation nicht vorstellen, er zählt nur die Fakten zusammen und sagt: keine Lösung. Also ignorieren. Das, was dich aus deiner Komfortzone rausgehauen hat, mag schmerzhaft, unerwartet oder katastrophal sein. Aber du hast es in der Hand, aus dieser Situation einen deiner größten Siege zu machen. Indem du das alles großartig meisterst, die Schwierigkeiten überwindest und hinterher strahlender und stärker bist als jemals zuvor.

Beim Persönlichkeitstraining ist es übrigens exakt genau wie beim Muskeltraining, nur, wer schwere Gewichte stemmen kann, ist tatsächlich stark und kommt vielleicht auf’s Podium. Je schlimmer dein Umstand gerade, umso mehr Potenzial zum stärksten und schönsten Charakter überhaupt.

Falls du also gerade mitten in schlimmen Umständen steckst, dann hast du heute auf der Stelle die Chance, die richtigen Entscheidungen zu treffen und einen weiteren Meilenschritt in Sachen starke, faszinierende Persönlichkeit zu gehen.

Herzlichen Glückwunsch hierzu.

Focus on

Du bist zu kostbar, um dich ablenken zu lassen. Du bist zu schön, zu strahlend, zu stark, zu wichtig für diese Welt, als dass du das negative Zeug von außen in dich aufnimmst, dich damit auseinandersetzt, darüber nachdenkst, und womöglich es einige Tage (oder für immer) bei dir behältst.

Schau, diese Welt braucht dringend tolle Menschen. Das sind welche, die Liebe in sich tragen, die alles um sich herum nur durch ihr Auftreten verändern, die jeden, der es will freisetzen, inspirieren, ermutigen, pushen, lieben, ihm guttun. So jemanden wie dich.

Du bist einfach perfekt dafür, stell dir vor. Du bist quasi dazu vorherbestimmt, ein erfülltes und glückliches und vor allem außergewöhnliches Leben zu führen und somit eine Inspiration auf zwei Beinen zu sein und ein Geschenk für alle um dich herum. Alles bei dir passt, deine ganze Art und dein Äußeres sind hervorragend geeignet. Mal ganz ehrlich, ich hätte mir auch dich ausgesucht!

Auch wenn du jetzt denkst, dass ich dich gar nicht kenne. Aber du bist hier derjenige, der absolut keinen Schimmer davon hat, wer er ist! Du nimmst doch nur deine Erfahrungen und momentanen Umstände, vermischst das mit den heutigen Gefühlen und Gedanken. Das ist ein großer Mist und hat nichts damit zu tun, wer du bist.

Du hast dir das ganze negative Zeug von außen aufgeladen, hast dich jahrelang damit beschäftigt, hast dir die Meinung von zig anderen angehört (auch von ein paar vermeintlichen „Experten“) – und denkst nun, das wärst du.

Du bist neu. Du bist das Schönste, was Gott im Programm hatte. Du bist sein Meisterstück, seine 1A-Produktion, seine limitierte Exzellenz-Serie. Alles andere stimmt nicht, egal, wie lange du es schon glaubst und wie überzeugend du es mir weismachen willst. Du bist zu wertvoll, um dich ständig mit dem negativen Mist zu füllen und dich damit auseinander zu setzen.

Schau, wir leben in einer Kultur, wo es gang und gäbe ist, zu allem seinen Senf zu geben (egal, ob man Ahnung hat oder nicht), sich vor jedem zu rechtfertigen und zu erklären, und am besten zu leben, dass es wirklich jeder nachvollziehen kann und alle mit deiner Lebensweise zufrieden und einverstanden sind. Willkommen im Mittelmaß! Wenn ich so leben würde, würde ich innerhalb von zwei Tagen an Langeweile sterben, ehrlich wahr.

Das ist nichts für dich! Du bist hier für ein außergewöhnliches, großartiges Leben, das andere inspiriert! Und du kannst nur inspirieren, wenn du anders bist und neue Wege gehst und andere Dinge denkst und tust! Dein Fall ist anders! Und das Neue ist immer neu, unbekannt und ungewohnt – sonst wäre es nicht neu!

Also wundere dich nicht, wenn Menschen „es nicht so sehen können“. Bleib du fokussiert auf das Gute, lass dich nicht ablenken von den Zweifeln anderer, lass dich nicht verwirren durch Umstände, die dir zeitweise das Gegenteil vermitteln. Bleib locker und voller Freude, und lass dir nicht irgendeine Bedrückung, Frust oder anderen negativen Mist verpassen. Verpasse doch du dem negativen Mist eine, wie wäre da mal zur Abwechslung? Wer hat denn hier das Sagen, hä?

Jetzt gut aufpassen, denn ich sage dir etwas, was für dein Leben essentiell wichtig ist. Lasse dich nur von Menschen beraten, die:

a) Ahnung von der Sache haben, und
b) dich aufrichtig lieben.

Auf alle anderen brauchst du nicht hören. Einfach, oder? Glaub mir, nur so läuft’s. Und zwar in allen Bereichen deines Lebens! Das hat nichts mit Arroganz oder mangelnder Kritikfähigkeit zu tun – es ist quasi überlebenswichtig für dich! Sich die Meinung von allen anderen anzuhören, die dich weder lieben, noch sich auskennen, und sich damit zu beschäftigen, kostet dich nur wertvolle Zeit, hält dich auf dem Boden der Tatsachen und lässt dich wie ein Huhn im Dreck scharen. Du bist aber hier, um hoch wie ein Adler zu fliegen, um mehr zu sehen, um Neues zu entdecken! Und um die vermeintlichen „Tatsachen“ zu verändern! Einer muss ja, also nehmen wir dich.

Du hast keine Zeit für so etwas. Du kannst die Meinung von allen anderen stehen lassen, und musst dich auf keine Diskussionen einlassen, oder gar jemanden „überzeugen“. Dafür bist du zu groß und zu stark! Das wäre ja „Perlen vor die Säue“ und so.

Nimm also nur Rat von jemanden an, der dich wirklich inspiriert. Schau dir sein Leben an, und spüre die Energie, die von ihm ausgeht: bist du hinterher besser drauf als vorher? Macht derjenige dich groß, stark, öffnet er dir neue Horizonte? Dann steht die Chancen wirklich gut, dass du auf ihn hören kannst.

Legt er dir dagegen zusätzliche Last auf („ich sollte mehr dieses, und jenes, und weniger davon…“), macht alles kompliziert oder macht dir gar schlechtes Gewissen: dann höre dem nicht zu und beschäftige dich nicht damit! Deine Zeit ist einfach zu kostbar dafür!

Und: hat er Ahnung von der Sache? Lass dich von Menschen beraten, die es draufhaben – und bei denen du weißt: „ja. Da, wo der ist – da will ich auch hin. Das ist attraktiv für mich.“ (das spürst du in deinem Herzen, ganz klar!) Das hört sich so einfach an – aber die wenigsten tun das.

Die Mütter hören sich die Meinung von zig verschiedenen anderen an und werden immer unsicherer: „mache ich das richtig? sollte ich mehr… oder weniger…“ Ich würde immer als Allererstes davon ausgehen, dass ich das als Mama ganz wunderbar mache! Und bei Dingen, bei denen ich nicht weiterweiß, mir von jemanden Rat holen, der es offensichtlich draufhat, und es locker und freudig mit seinen Kindern auf die Reihe kriegt, und nicht womöglich noch im Internet danach googeln! (mach das nicht niemals, nie)

Ich würde mir bei Geldfragen von Menschen Rat holen, die Geld haben und beruflich erfolgreich sind. Hört sich nach einem platten Rat an? Du würdest staunen, wie oft alle anderen ihren Senf zu solchen Dingen geben: zusammengeschustert aus den Erfahrungen von Onkel Hans, der damals Pleite gemacht hat, RTL2-Sendungen, und irgendwelchen Internet-Foren. Und du hörst dir den Dreck auch noch an, und es geht dir im Kopf nach, unfassbar!

Was glaubst du, wie oft jemand nicht mit meiner Art und Weise einverstanden ist und mir das durch einen (sogar vermeintlich höflichen *g*) kritischen Kommentar zu verstehen gibt? Ich habe keine Zeit für so etwas – ich habe jede Menge Glück, Freude und Kreativität zu leben! Ich habe absolut nichts gegen den Menschen, der das schreibt – ich kann es einfach nur nicht ernst nehmen.

Noch mal, du musst Keinem zuhören, der dich nicht aufrichtig liebt und Ahnung von der Sache hat, in der er dich berät. (und mit „Ahnung haben“ meine ich nicht: „der hat das studiert“ oder „der ist vom Fach“.) Es gibt so viele Besserwisser, die selbst nie etwas auf die Reihe kriegen, glaube mir! Diese elende Stammtisch-Mentalität! Lass dich immer nur von Menschen beraten, die ein Vorbild für dich sind und eine echte Inspiration. Mit allen anderen kannst du dich immer noch befassen, wenn du mal Zeit hast.

Und Zeit wirst du dann haben, wenn du dein Leben jede Sekunde genossen hast, es so richtig krachen lassen hast, alle um dich herum mit dir selbst beschenkt, und… alle deine Bügelwäsche fertig ist.

Also nie. Und deswegen, lass dich nicht ablenken vom Lockersein, Freuen und Genießen! Heute und Jetzt!

Mach dir heute selbst mal ein Geschenk und entscheide dich nur heute mal bewusst gegen das negative Zeug, ja? Notfalls mit Nachdruck, einverstanden?

Diese Welt wartet auf dich..

Time flies

Liebe. Freude. Genuss. Energie. Erfolg.

Habe ich geliebt?
Habe ich anderen geholfen zu lieben?
Habe ich andere groß gemacht?
Habe ich Spuren im Herzen anderer hinterlassen?

Neu, neu, neu! Jeden Augenblick neu. Das ist Standard bei dir! Mag sein, dass du es noch nicht so oft erlebst (vielleicht nur wenige Minuten an Tag) – das ist aber gar nicht schlimm! Es ist nur wichtig, dass du weißt, wer du bist und was dein Standard ist. Denn du wirst dich niemals weiterentwickeln oder höher wachsen, als dein selbstgewählter Standard.

Denn eines ist klar, Beziehungen zu anderen Menschen werden dich – ob du willst oder nicht – dein ganzes Leben lang begleiten. Wir sind seit jeher darauf programmiert, uns mit anderen Menschen zu verbinden. Bevor wir uns also das nächste Mal alle Optionen offenlassen, lade ich dich ein, Verantwortung zu übernehmen. Menschen sind keine Produkte die wir besitzen können und dann achtlos zurücklassen. Aushalten, atmen und fühlen. Der Sache eine Chance geben anstatt vorschnell Konsequenzen zu ziehen, das ist es, was es ausmacht im Leben.

Du bist niemals allein und die Menschen, die du suchst, suchen zeitgleich auch nach dir. Fang doch wieder an mit dem Herzen zu sehen und andere Menschen in dein Leben zu lassen. Heute streben viele Menschen nach beständiger Perfektion und vergessen dabei, dass Beziehungen keine Momentaufnahmen mit eingebautem Glamour-Filter für Instagram sind. Beziehungen verändern sich ständig, denn sie leben mit und durch uns. Deshalb sind sie wie wir: einzigartig, mit Ecken und Kanten statt makellos – und das ist gut so. Wir brauchen Beziehungen, um glücklich zu sein, doch diese einzigartige und manchmal chaotische Gefühlswelt macht das In-Beziehung-Treten mit unseren Mitmenschen so schwierig.

Wir fühlen uns gemeinsam einsam, weil wir uns nicht mehr trauen, in Beziehung zueinander zu treten, uns für Menschen zu entscheiden, die sich vielleicht nicht für uns entscheiden und morgen schon wieder aufbrechen zu neuen Abenteuern – ohne uns. Wir sind unverbindliche Weltenbummler geworden und suchen heute all das, was uns früher ein ganzes Dorf an Sicherheit, Geborgenheit und Orientierung gegeben hat, in einer einzigen Person: unserem Partner.

Ergo: unsere Freiheit, alles sein zu können, was wir wollen, droht uns einsam zu machen. Was wir brauchen, um ein glückliches und erfülltes Leben zu führen, ist ein Netzwerk von verbindlichen Beziehungen zu Menschen, die wir lieben. Menschen, die uns bei aller Freiheit Geborgenheit schenken. Menschen, die uns trotz aller Entscheidungsvielfalt Werte und Orientierung vermitteln und die uns bei aller Selbstverwirklichung die Sicherheit geben, geliebt zu werden – so, wie wir sind. Und wir dürfen nicht vergessen, dass wir Beziehungen brauchen, um uns in einer Welt voller Möglichkeiten selbst nicht zu verlieren.

Und was immer du glaubst, manifestiert sich in deinem Leben. Was immer du über dich glaubst, spiegelt sich in allem: in deinem Auftreten, in deiner Körpersprache, in deiner Stimme genauso wie in deinen Gehaltsverhandlungen, im nächsten Date, in deiner Präsentation, in der Erziehung deiner Kinder, in deinen Freundschaften, ja, in all deinen Beziehungen zu anderen Menschen.

Du bist großartig. Du steckst voller großer und kleiner Talente.

Fehler machen uns menschlich und geben uns immer wieder aufs Neue die Chance zu lernen. Erst wenn du nachsichtiger mit dir bist und dich für deinen Misserfolg in den Arm nimmst; erst wenn du dich selbst wertschätzt, wie du es für alle anderen längst zum Maßstab gemacht hast, erst dann wirst du beginnen, dich in dich selbst zu verlieben. Du bist längst genug. Du bist längst liebenswert, einzigartig und begehrenswert – genau so, wie du bist.

Viele Menschen sind anders als du. Nicht einfach nur anders, sie sind oftmals grundverschieden. Sie denken über Sinnhaftigkeiten nach, die dir im Traum nicht einfallen würden, lösen Probleme auf ihre ganz eigene Art und Weise, träumen von anderen Abenteuern als du – und das ist gut so.

Auch in Disneyland sind nicht alle Charaktere gleich – aber am Ende des Tages feiern alle eine große Party zusammen, mit viel Glitzer und noch mehr Konfetti und haben Spaß am Leben. Und darum geht es doch: Wir haben nur diese eine Reise. Wir haben nicht unendlich viel Zeit. Das zeigt sich ganz besonders in den Momenten, wo wir von geliebten Menschen Abschied nehmen müssen.

Was unterscheidet Lebensabenteurer von den Pauschaltouristen auf diesem Planeten? Nun, Letztere werden unter keinen Umständen ihre Komfortzone verlassen, sie möchten sich mit ihresgleichen umgeben und sich den lieben langen Tag darüber ärgern, dass andere mehr Glück mit dem Wetter hatten, weniger bezahlt haben oder an der kürzeren Warteschlange standen.

Wir steigen in unseren Lebensbus ein, treffen unsere Eltern und denken, dass sie uns immer begleiten. Aber an irgendeiner Haltestelle werden sie aussteigen und wir müssen die Reise ohne sie fortsetzen. Doch es werden viele neue Reisende dazu steigen: unsere Geschwister, Cousins, Freunde, Bekannte, Mentoren und sogar die Liebe unseres Lebens. Manchmal auch die zweite Liebe unseres Lebens. Und die dritte…

Es werden auch Menschen dazukommen, die uns zeigen, wie wir niemals sein wollen. Viele werden aussteigen und eine große Leere hinterlassen. Bei anderen werden wir gar nicht merken, dass sie ausgestiegen sind oder aufatmen, weil sie sich aus dem Staub gemacht haben. Es ist eine Reise voller Freude, Leid, Begrüßungen und Abschiede. Einige Menschen werden Spuren in deinem Herzen hinterlassen und du wirst sie niemals vergessen. Hüte diesen Schatz und sei dankbar dafür.

Der Erfolg des Lebens besteht nicht darin, zu jedem Mitreisenden eine gute Beziehung zu haben, jeden zu verstehen oder von deinem Weg zu überzeugen zu müssen. Es geht einfach darum, die Reise selbst zu genießen. Denn das große Rätsel ist doch: Wir wissen nie, an welcher Haltestelle wir aussteigen müssen, weil unser Ziel sich geändert hat oder unsere Reise zu Ende ist. Deshalb müssen wir leben, lieben, verzeihen und immer das Beste geben. Denn wenn der Moment gekommen ist, in dem wir aussteigen und unser Platz frei wird, sollten nur schöne Gedanken an uns zurückbleiben – nicht, weil wir immer alles richtig gemacht haben, sondern weil wir mutig genug waren, unseren Weg an mancher Haltestelle infrage zu stellen und Menschen dankbar gehen zu lassen, die ausgestiegen sind.

Das suche ich: Großdenker, Macher, Liebe in den Augen, Verletzbarkeit, Liebe, Soziales Engagement, Vergebung, mutige Menschen, Freude, Lockerheit, Enspanntsein, Abenteuerlust, Kreativität, Lebenslust, Freiheit von allen Umständen, seien sie gut oder schlecht, Spaß am Leben, Genuss, Fülle und Überfluss an Gutem, Sicherheit.

Das will ich nicht mehr: Drama, Missgunst, Opferhaltung, Gejammer, Lügen, Lästern, Klein denken, Hass, Eifersucht

Das Entscheidende im Leben ist die Energie, die hinter den Dingen steht. Die Atmosphäre, die sie umgibt. Das, was man mit seinem Herzen wahrnimmt, das, was man spürt. Im Grunde gibt es nur zwei Energien – Liebe und Angst

In dieser Welt ist nicht die Liebe die vorherrschende Energie! Es ist aber wichtig, dass dir das klar ist! Hier fliegen alle möglichen Energien in der Gegend herum: Zukunftsangst, Einsamkeit, Neid, Konkurrenzdruck, Mangel, Hass, Missgunst, Selbstmitleid, usw. usw. Das ist nicht schön, aber so ist es nun mal. Wer also behauptet: „die Welt ist voller Liebe!“ – der hat keine Ahnung. Ne, die Welt ist nicht voller Liebe.

Ab sofort hast du die Möglichkeit, in diesem anderen Energiefeld, in der Liebe zu leben. Du bist unabhängig von den Energien, die so herumfliegen, du bist in der stärksten Energie unterwegs: die alles zum Guten verändert, jeden hochhebt und liebt, dich leicht und entspannt sein lässt, dich glücklich und frei macht.

Wichtig, deine Gedanken- und Gefühlswelt ist es nicht! Diese muss diese Energie erst noch kennenlernen – aber das wird sie schon, keine Sorge. Deine Gedanken – und Gefühlswelt ist anfangs noch sehr empfänglich für jeden Mist, ist verwirrt, wenn etwas im Äußeren nicht läuft, zweifelt an allem Möglichen, ist schnell verunsichert, kennt sich nicht aus, weiß nicht weiter, kriegt leicht Panik bei ungewohnten Umständen, führt sich auf wie ein Kleinkind auf Schnullerentzug, wenn etwas nicht nach ihrer Vorstellung läuft – ach, das volle Programm eben.

Du hast ab sofort die Entscheidungsgewalt über deine Gedanken und Gefühle, du bestimmst, wo es lang geht, du lässt dir alle anderen Energien nicht länger gefallen! Beschäftige dich nicht länger mit negativen, komischen Energien! Lass sie nicht hinein in dein Herz!

Du brauchst dir nie mehr auch nur eine einzige Sorge machen, dass bei dir was „nicht wird“! Es wird eventuell nicht deiner jetzigen Vorstellung entsprechen, aber ich verrate dir was: es wird noch viel besser! Du kannst dich total entspannt zurücklehnen, vertrauen und dich freuen! Locker, locker, locker.

Der Umstand muss sich nach dir richten und nicht anders herum. Du lebst ein Leben, indem sich alles zu deinen Gunsten wendet, alles am Ende zu deinem Vorteil arbeitet und du durch die Schwierigkeiten hindurch schreitest, ohne, dass dir auffällt, dass es welche sind!

Ich verrate dir etwas: es ist nicht so tragisch, wenn Dinge im Äußeren passieren, die dich herausfordern. Denn dann kannst du jedes Mal lernen, nicht darauf zu reagieren – sondern locker und entspannt zu bleiben. Dann trainierst du, dir bewusst machen, dass du der Allerstärkste bist! Und von Mal zu mal wirst du stärker – freier vom Umstand – und lässt dich weniger damit beschäftigen!

Ganz wie im Fitness-Studio: Muskeln kommen vom Trainieren. Bewusstsein kommt vom Bewusstmachen. Also, atme einfach tief ein und genieße den Tag in jeder Sekunde.

Your own power

In der Schule lernt man viele wichtige Dinge für’s Leben, das ist sehr schön. Und dann lernt man dort sehr viele unwichtige Dinge für’s Leben. Aber die Wichtigsten – die lernt man nicht.

Wenn es gut läuft, bringen sie einem die eigenen Eltern bei oder man lernt sie mühsam durch eigene, teils schmerzhafte Erfahrungen. Läuft es ganz schlecht, lernt man diese nie und muss dumm sterben. Und das will ja keiner. Das ist aber gar nicht schlimm, denn schließlich kann man alles nachholen – und zwar in jedem Alter!

Ganz egal, ob du 14 oder 64 Jahre alt bist – heute verrate ich dir etwas, was dir wirklich im Leben weiterhelfen wird. Wie in der Schule ist nämlich die Wiederholung das Wichtigste!

So auch beim Umgang mit Schwierigkeiten. Ich freue mich für jeden, der keinerlei Herausforderungen oder Probleme in seinem Leben hat – in den meisten Fällen wird es sich dabei jedoch um bereits Verstorbene handeln.

Die Wahrheit ist nämlich, Jeder, der lebt, wird früher oder später mit Herausforderungen konfrontiert werden. Und damit meine ich nicht Situationen, in denen dir jemand die Vorfahrt nimmt oder du einen schlechten Tag hattest – ich meine echte Probleme, die dir nachts den Schlaf und tagsüber die Lebensfreude rauben. Dinge, für die es scheinbar keine Lösung gibt, und bei denen ein gutgemeintes „Das wird schon wieder.“ keine große Hilfe ist. Denn mein Geheimnis liegt nicht darin, dass ich keine Herausforderungen habe – es liegt darin, wie ich mit diesen umgehe. Und das teile ich gerne mit dir, denn das hilft dir entschieden weiter im Leben.

Angenommen, du befindest dich gerade in einer wirklich herausfordernden Situation – was tun? KEINE PANIK. Das Erste, was geschieht, wenn eine negative Situation oder Nachricht eintrifft ist Panik! Drama! Noch mal Panik! Noch mehr Drama!

Das ist so bekannt, dass es einen fast schon wieder langweilt – immer passend zur jeweiligen Situation kommt ein ganzes Paket voller dramatischer Gedanken und Gefühle, ganz nach dem Motto: „Es ist alles ganz, ganz schlimm, und es wird noch schlimmer und wir werden alle unglücklich sterben, während die Welt den Bach runtergeht.“

Also natürlich nicht so, sondern eben passgenau zu deinem Umstand. Bekommst du also eine unerwartete Kündigung, dann heißt das mitgelieferte Drama: „Die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist momentan ganz schlimm, ich kriege keinen Job mehr, kann meine Miete nicht mehr zahlen, lande im sozialen Aus und verhungere.“

Macht dein Partner Schluss, dann haben wir: „Er war das Beste, was mir je passiert ist, ich werde nie mehr jemanden so lieben oder gar erst gar keinen finden, mein Leben hat keinen Sinn mehr, ich werde einsam und alleine bleiben, bis ans Lebensende alle Sonntage und Urlaube leiden und keiner liebt mich!“

Hast du über eine längere Zeitspanne Probleme mit den Kindern, dann heißt dein Szenario: „Ich bin eine ganz schlechte Mutter, mache alles falsch, mache zu viel, zu wenig, zu oft, zu selten, auf jeden Fall nicht genug, meine Kinder werden zu asozialen, rotzfrechen, erfolglosen und unglücklichen Menschen heranwachsen, und ich alleine bin schuld!“

Na? Klingt bekannt? Klar, ist ja auch immer dasselbe, seit Jahrtausenden nichts Neues im Programm! Deshalb mein Rat – keine Panik. Alles gut. Erstmal ganz ruhig. Nicht Amok laufen, nicht sofort zig Leute anrufen, nicht irgendwelche vorschnellen Entscheidungen treffen oder gar Schritte tun. Erstmal einfach nur ruhig werden. Du bist dem nicht machtlos ausgeliefert. Das hast du bisher nur gedacht – aber die Wahrheit ist: du kannst bei diesem Spiel einfach nicht mitmachen.

WEIGERE DICH, ZU GRÜBELN. Habe ich einen schlimmen Umstand, dann verbiete ich es mir, darüber zu grübeln. Ich verbiete es mir einfach. Ich lasse mich nicht quälen (und glaube mir, diese Gedanken können durchaus eine Qual sein, teils fast schlimmer als körperliche Schmerzen!), ich lasse mich nicht beschäftigen, ich lasse mich nicht vor den Karren der Angst einspannen. Dafür bin ich mir zu schade.

Meine Freiheit wurde teuer erkauft – frei davon, mich sorgen zu müssen. Ich bin da ganz konsequent, und sobald ich merke, dass ich mit so nem Zeug gedanklich beschäftigt bin, sage ich „Stop!“. Oder höre halt auf, ich habe da kein bestimmtes System.

Pass jetzt gut auf: die Lösung liegt nie, nie, niemals im Grübeln. Lass dich nicht verarschen, Grübeln klingt so logisch und notwendig, ist aber Quälen, sonst nichts! Die Lösung für dein Problem magst du zwar im Moment weder kennen, noch zeichnet sie sich ab – aber das musst du jetzt auch gar nicht. Kommt Zeit, kommt Lösung. Sie ist bereits da, nur weißt du sie noch nicht – das ist sogar ganz gut, das erkläre ich dir im letzten Punkt! Das ist wieder die Sache mit der Geduld.

Keine Panik. Keine Angst. Und kein Grübeln zulassen.

Ich schreibe bewusst weigern, weil du mitunter schon recht entschieden und kompromisslos mit so etwas umgehen solltest. Diese ganzen Sorgengedanken wollen nicht nur spielen. Sie wollen dich zerstören, dir deine Lebensfreunde stehlen, dich klein machen, dich deiner Inspiration und Kreativität berauben, und deine Persönlichkeit niemals zum Vorschein kommen lassen. (Die Menschen mit Depressionen können ein Lied davon singen.)

Also wehret den Anfängen. Pass auf wie ein Fuchs, lass dich nicht beschäftigen. Am Anfang ist es ungewohnt, ich gebe es zu! Und wenn es dir am Anfang nur 2 Minuten gelingt, ist doch schon super!

Was dir enorm weiterhilft, GLAUBE NICHT DEINEN EMOTIONEN. Du kannst dir sicher sein, je mehr dir die Sache bedeutet, umso schlimmer wirst du dich fühlen. Deine Emotionen werden Achterbahn fahren, rauf und meistens leider runter, in Kreis springen, jedem ihr Leid klagen wollen, usw. usw. Du kannst dich gerade null auf sie verlassen.

Schau, sie reagieren ja nur auf den Umstand! Die haben nichts zu sagen, also kannst du sie genauso gut auch ignorieren. Wenn die Gedanken meinen, sich aufführen zu müssen wie der letzte 3Jährige vor dem Süßigkeitenregal oder ein 13Jähriger bei Nintendoverbot, schön. Ich mache das nicht mit.

Versteh mal Folgendes. Ich warte nicht darauf, dass ich mich „gut fühle“ – ich warte nicht darauf, dass ich fühle, dass ich keine Angst mehr habe – ich warte nicht zuerst auf die Gefühle, damit ich ihnen folgen kann. Wer ist hier der Herr und wer der Hund? Also.

Wenn die Gefühle also gerade mal recht beschissen sind, dann mache ich persönlich einfach eins – ich glaube ihnen nicht. Ich nehme sie nicht für voll. Ich messe ihnen keine so große Bedeutung zu. Ich denke mir dann eher: „Na ja. Wieder Drama im Angebot, weil man keine Smarties bekommen hat? Ihr könnt ja brüllen, ich mache so lange schon mal weiter.“

Das ist, wie wenn man bei der Hundeerziehung sagt: „Ich will meinem Hund keine Grenzen setzen, da unterdrücke ich ja seine Persönlichkeit!“. Klar, und der Hund macht, was er will – mit seiner ach so freien Persönlichkeit pinkelt er überall hin, springt andere Menschen an, und zieht dauernd an der Leine. Wenn du also die Emotionen „immer ganz ausleben“, und „sie nicht unterdrücken“ willst, dann musst du damit rechnen, dass sie ein Leben lang mit dir auf und ab fahren werden, und mit den Konsequenzen leben. Es wird bei dir auf den Fußboden gepinkelt, die Schuhe werden zerbissen, und alles ist irgendwie ein bisschen unberechenbar.

Der Hund liebt es, Grenzen gesetzt zu bekommen, glaube mir! Aber einer muss mal sagen: „So. Bis hierher und dann ist Schluss.“ Ich sehe das ganz locker: wenn ich heulen will oder mir danach ist, dann heule ich halt. Ich würde auch nie sagen, dass es mir super geht, wenn ich mich mies fühle – das wäre so ein komischer Zwang, finde ich. Aber grundsätzlich lasse ich mich eben nicht von irgendwelchen komischen Emotionen leben, wo sind wir denn? Seien es Ängste, Schuldgefühle, Sorgen, undefinierbares Bauchdrücken oder sonst irgendwas Ekliges: nicht bei mir.

Na, wie bei einem Hund! Zuerst will so ein Welpe das ja auch nicht verstehen, dass er nicht alles darf. Aber mit der Zeit wird das schon, und dann folgt er total gerne und ist sogar happy darüber!

Du bist in der Lage, deinen Emotionen Grenzen zu setzten. Du kannst ihnen sagen: „So, und jetzt Ruhe. Alles ist gut, ihr könnt euch entspannen.“ Und wenn sie sich nicht sofort entspannen, dann ist auch nicht schlimm. Das wird schon noch, beim 3. oder 15. mal. Einfach dranbleiben.

Ach ja, stimmt, da war doch was. Sorry, ich hatte das Problem dabei ganz vergessen. Und das ist doch so schlimm! (siehste, sowas passiert mir quasi ständig im Alltag. Ich vergesse total, wie schlimm meine Probleme sind. Ne, ich vergesse sogar, dass sie da sind! So respektlos gegenüber den Problemen).

BESCHLIEßE, DASS DU IMMER DIE AUSNAHME BIST. Deine Sicht hat eine enorme Kraft – du unterschätzt sie ständig. Du weißt gerade nicht mehr, was deine Sicht ist? Das kann schon mal passieren, wenn der Umstand so laut nach den Smarties schreit – deshalb erinnere ich dich gerne:

Du bist immer die Ausnahme. Du vertraust der Liebe und gehst selbstverständlich davon aus, dass du einfach überall bevorzugt und beschenkt wirst. Völlig unverdient wartet nur das Schönste und Beste auf dich, ganz egal, wie es gerade zu sein scheint. Absolut unverschämt gesegnet, ganz egal, bei wie Vielen es anders war. Du schaust nicht auf die (negativen) Erfahrungen anderer – wozu auch, wenn du die Ausnahme bist? Du ziehst noch nicht mal deine eigenen negativen Erfahrungen in Betracht (da hättest du nämlich auch ein paar zur Auswahl.) Du verlierst nie, sondern gewinnst immer nur dazu. Deine Nächte dienen zur Ruhe und Erholung, deine Tage zum Genuss – zum Sorgen hast du keine Zeit. Du glaubst nicht dem Umstand, du glaubst der Liebe. Du weißt, dass sie die stärkste Kraft ist und somit alles andere überwindet, zum Guten wendet, für dich den Weg frei macht und gleichzeitig allen um dich herum unendlich gut tut.

Ich habe für mich beschlossen, dass genau das meine Sicht ist. Und darauf vertraue ich stur. Wie so ein Bock. Und wenn die Welt untergeht – und wenn es keiner außer mir so sehen kann – und wenn alles das genaue Gegenteil zeigt – ist mir so egal. Meine Sicht ändert sich nicht.

Jedes Mal, wenn du mitten im schlimmen Umstand dich dazu entscheidest, innerlich aufzustehen, und nicht dem Schlechten zu glauben – wirst du stärker.

Jedes Mal, wenn du angesichts laut schreiender Herausforderungen beschließt, der Liebe mehr zu vertrauen, als dem Drama um dich herum – wirst du stärker.

Jedes Mal, wenn du dich weigerst, dich aufgrund der Situation im Selbstmitleid zu baden, aufzugeben oder deine Sicht zu ändern – wirst du stärker.

Jedes Mal, wenn du dich dafür entscheidest, den Menschen zu vergeben, und nicht bitter oder hart zu werden, obwohl du ganz mies behandelt wurdest – wirst du stärker.

Jedes Mal, wenn du für dich beschließt, dich zu freuen, obwohl es gerade in den Umständen absolut nichts zu freuen gibt – wirst du stärker.

Jedes mal, wenn du dich weigerst, zu grübeln, dich zu sorgen, oder einfach beschließt „I don’t give a fuck.“ – obwohl äußerlich alles nach deiner Aufmerksamkeit schreit – wirst du stärker.

Das bedeutet überwinden. Nicht: „oh, das Problem ist gelöst, jetzt geht’s mir endlich besser.“ Sondern mitten im Strum fest stehen und sich wie so ein kleines Kind darauf freuen, was jetzt Tolles daraus wird. Obwohl es eben kein bisschen toll aussieht, und sich das auch nicht schon am Horizont abzeichnet.

Die Wahrheit ist, es gibt kaum einen schnelleren und einfacheren Weg, um stark, schön und strahlend zu werden, wie die Umstände zu überwinden. Siehst du, es ist also ein Geschenk, wenn die Zeitspanne zwischen dem Erscheinen des Problems und der tatsächlichen Lösung länger ist, dann hast du wirklich viel Gelegenheit, stark zu werden!

Into the blue

In Rom konnten wir einen schönes Ritual beobachten: um die frühen Abendstunden setzen sich die Italiener zu zweit, dritt und teils alleine in ein Cafe und bestellten einen l’Aperitivo. Dieser bestand aus einem Glas kühlen Getränk und 2-3 winzig kleinen Schälchen, die mit würzigen Leckereien gefüllt wurden, einige Nüsse, ein paar Oliven, eine Handvoll Chips. Diese Art, den Feierabend einzuläuten, wird dort regelrecht zelebriert. Ein Gefühl der Lebensfreude und Leichtigkeit.

Denn wenn es ein Lebensgefühl gibt, dass ich ganz und gar verkörpere, dann ist es Unbeschwertheit. Ich bin leicht, leicht, leicht – und wenn ich mal nicht leicht bin, dann schrillen bei mir sämtliche Alarmglocken, und zwar so ohrenbetäubend laut wie Sirenen bei einem akuten Notfall. Wenn ich nicht unbeschwert bin, fehlt mir der Schwung, die ganz normale alltägliche Begeisterung für alles und jeden, und diese extreme Lebensfreude, die irgendwie alles überflutet, was mit mir in Berührung kommt.

Und wenn einer diesen Weg schon mal gegangen ist, muss man nicht das Rad neu erfinden, und kann ihm einfach stur nachlaufen. Denn da wo ich bin, da ist es schön und unbeschwert und stark und einfach immer gut.

Unbeschwert = unbeeindruckt.

Mein Unbeschwert-Sein hat einen ganz einfachen Grund:
mich beeindruckt der Zirkus der Umstände, das Drama der 198-teiligen Soap der Herausforderungen (das Drehbuch jeweils auf deine Gefühls- und Gedankenwelt perfekt passend zugeschnitten, kann man nicht meckern!), und die Hüpfburg der Emotionen (himmelhochjauchzend, zu Tode betrübt, je nach Lage der Nation.) nur so semi. Und von Tag zu Tag wird es weniger beeindruckend, ich bin manchmal selbst ein bisschen erstaunt deswegen. Und falls du jetzt denkst, dass ich nun gleichgültig oder apathisch bin: weit gefehlt.

Ich bin einfach nur zielgerichtet und trotzdem nicht verbissen. Unnachgiebig, aber nicht hart. Fokussiert, aber mit so einem unglaublichen Spaß an der Sache, dass es fast schon ein bisschen unverschämt ist.

Ich habe bereits vor einigen Jahren entschieden, was für mich „normal“ ist – also mein Daily Mood, das alltägliche Wohlbefinden. Das, wie ich mich ohne groß nachzudenken, fühle. Und zwar mal ungeachtet der Umstände, der eigenen Erfahrungen und der momentanen Tagessituation. Sogar ungeachtet der momentanen körperlichen Verfassung. Mein Standard heißt, normalerweise bin ich glücklich (kann mich keiner daran hindern, richtig?). Unbeschwert. Stark ohne Ende, aber nicht unnahbar.

Der springende Punkt ist, wenn du das nicht festlegst, dann wird es von Außen für dich festgelegt. Entweder – oder es gibt nichts dazwischen. Umstände, Erfahrungen, eigene Prägung, andere Menschen, dein Daily Input (Filme, Serien, Bücher, Blogs, was auch immer du dir reinziehst) – sie alle werden kräftig mithelfen, deine Laune zu bestimmen. Also das ist mir alles zu unsicher, mal hü mal hott, mal auf mal ab, Gefühls-EKG rauf und runter, irgendwann ist man ein fertiger Emotions-Junkie, ain’t nobody got time for that. Dafür bin ich mir selbst zu kostbar, mein Leben zu schön, und meine Verantwortung zu groß.

Und genau aus diesem Grund lege ich das von vornherein wie eine Richtschnur fest – und mache grundsätzlich erstmal eine Ansage und zwar bevor mir die Gefühle oder Umstände das bestätigen oder eben nicht. Sollten dann Schwierigkeiten auftauchen, die mir das Gegenteil vermitteln wollen (was selbstverständlich oft genug passiert), hebe ich das Ganze gerne noch zusätzlich um eine Stufe nach oben an. Einfach so, weil ich´s kann.

Wenn man das nicht tut, dann ist man immer nur am Reagieren: auf Situationen, auf Vibes, auf Umstände, auf andere Menschen. Deine Gefühle sind wie ein kleiner Welpe, der – wenn er nicht erzogen wird – einfach jedem Leckerli und jeder Ablenkung nachrennt, die ihm so angeboten wird, ganz ohne Orientierung und Sinn. Kein Wunder, ist so oft Chaos in deinem Kopf! Und genau deswegen musst du den Welpen führen: ganz liebevoll, sehr geduldig, aber konsequent. Du kannst also ruhig zugeben: „Heute geht’s mir nicht gut.“ – aber bleibe nicht dort stehen. Lass den Welpen nicht auf jedes Angebot reagieren, sondern übernehme mal die Leitung.

Deshalb lasse ich mich auch nach einem stressigen Tag auch immer wieder auf die schönen Dinge des Lebens ein. Nach etlichen stressigen Tagen auf neuen Baustellen habe ich mir endlich mal wieder ein paar schöne Stunden gegönnt. Ich hatte nach zwei langen Besprechungen noch Zeit, bzw. habe ich sie mir genommen, und bin in Konstanz bummeln und auch ein wenig shoppen gewesen, das kann man dort nämlich wirklich gut. Einfach mal ein wenig treiben lassen, schauen, quatschen. Ich treffe dort oft auch einen guten Freund und kaufe in seinem Laden ein. Es ist schön, wenn man mit alten Freunden einfach mal über ganz andere Dinge plaudern und wieder einen ganz anderen Blick auf die Dinge bekommt, die einen Selbst gerade bewegen. Schon ist man ein paar Sneaker und eine fette Umarmung und einen Knutscher reicher. Das tut einfach nur gut und ist Gold wert. Danke

Denn manchmal legt sich Ballast auf einen wie eine schwere Decke und raubt einem die Lebensfreude – für eine kurze Zeit, manchmal für einen Tag, manchmal sogar fast ein Leben lang. Ich garantiere dir, 90% der Dinge, die dich belasten, kommen überhaupt nicht von dir, gehören nicht zu deiner Persönlichkeit und haben überhaupt nichts mit dir zu tun.

Ballast fliegt wie Unkrautsamen in der Gegend, und genauso musst du ihn auch jäten. Falls du gärtnern nicht magst, kannst du auch ungebetene Gäste im hohen Bogen von deiner Party schmeißen. Egal, wie du es machst – der Ballast muss weg! Wie willst du sonst schweben? Ich tue das übrigens regelmäßig und regelmäßig heißt täglich oder mehrmals am Tag. Das ist für mich so normal wie Zähne putzen und macht sogar Spaß.

Wenn Schwierigkeiten auftauchen, ist es – je nach jeweiliger Situation – erstmal sehr unangenehm, ist ja klar! Ich jedoch sehe das Ganze sportlich. Während die Meisten noch jammern, „Ja, was denn noch alles?“ und „Immer passiert mir das.“, werde ich überhaupt erst warm! Innerlich bin ich wie so ein durchtrainiertes Fitnessmodel, diesem reichen auch nicht 2 Squads am Tag, richtig? Der braucht irgendwelche Gewichte für sein Work-Out, und 30 Push-Ups, und was weiß ich noch alles – jedenfalls braucht er eine Challenge, damit es ihm richtig Spaß macht, und überhaupt etwas bringt. Und genau so ist es in etwa bei mir, wenn hier Widerstände auftauchen, dann ist es bei mir so ein Mix aus einer „Jetzt erst recht!“- Haltung und einem erstaunten „Echt jetzt, Teufel? Mit mir? Na, du traust dich was!“ – Schmunzeln. Und dann krempele ich innerlich die Ärmel hoch, weigere mich, zu kämpfen, und bleibe unbeeindruckt. Oder ich sage meinen Gedanken: „Wir bleiben unbeeindruckt, habt ihr mitbekommen?“ Und dann informiere ich meine Gefühle, dass wir unbeeindruckt bleiben. Nur, damit jeder Bescheid weiß und keiner panisch durchdreht aus Mangel aus Informationen.

Wir alle schauen zu bekannten, inspirierenden Persönlichkeiten auf, und bewundern sie für ihren Erfolg. Die Wahrheit lautet aber, nur auf einem stabilen Fundament kann man ein großes Haus errichten – und der Fundamentbau ist selten glamourös, aufregend oder spektakulär.

Die ersten Schritte eines jeden exzellenten Tänzers sehen ungelenk aus, die ersten Töne großer Musiker klingen schief und keiner sieht die unzähligen Stunden der Übung, der Rückschläge, der Tränen, der Anstrengungen und des Investments von Zeit, Kraft und Geld. Irgendwann zahlt sich das Investment allerdings aus – und alle bewundern einen für das Talent, ohne die Möglichkeit, hinter die (anstrengenden) Kulissen schauen zu können.

Bestärke dich selbst und auch deine Kinder und Freunde also immer wieder in den unspektakulären Dingen, die ein Fundament für ihre Zukunft bauen. Jede Entscheidung gegen Entmutigung bei Rückschlägen macht selbstbewusster. Jede Entscheidung für Anpacken statt Aufgeben stärkt die Persönlichkeit. Jede Entscheidung fürs Sich Trauen, Dranbleiben und Durchziehen ist eines Lobes wert. Jede Entscheidung für’s Motiviert Bleiben trotz nur kleiner Fortschritte ist großartig.

Ich weiß nicht, wie oft ich den Satz gesagt habe: „Sei froh, wenn dich gerade keiner bestätigt, dir keiner Beifall klatscht, und dich alle bejubeln, bei dem, was du tust. Das, was du gerade lernst, ist die schönste, gesündeste Grundlage für deine gesamte Zukunft. Herzlichen Glückwunsch hierzu.“ Und ich meinte es auch so.

Ich habe einfach so ein bombenfestes Vertrauen, dass die Liebe weit, weit über mein Bemühen und mein Können und Entscheiden und Überwinden und Schaffen hinaus alles für mich perfekt regelt, dass es kracht. Ist mir egal, wie genau und wann endlich und was am Ende dabei rauskommt – es wird einfach perfekt.

Die Sache mit der Liebe ist einfach noch viel, viel schöner, als jeder von uns (inklusive mir selbst) sich das jemals ausmalen könnte. Sie ist ein Tornado, der alles Schlechte wegfegt, und alles Negative unter sich begräbt. Einerseits zart und weich, voller Wertschätzung und Respekt, und gleichzeitig tief und unendlich mächtig. Sie kennt keine Angst, keine Zweifel, keine Probleme. Sie ist Größe und Schönheit und Würde und Stärke und Glück.

Ich bin nur so leichtfüßig, weil ich durch sie in allem überlegen bin. Ich bin so unbeschwert, weil sie mein Sein ist, jeder meiner Atemzüge, mein Herzschlag und das Blut, das in meinen Adern fließt, ist. Ich bin so kindlich, so unkompliziert, so vergnügt und so verspielt, weil ich mich absolut auf sie verlasse. Mit der Liebe kann mir einfach nie was Schlimmes passieren – da bin ich ganz sicher.

Es tut einfach gut

Zwischen all den Lifestyle-Modebegriffen, die inflationär häufig auf sämtlichen Social Media-Plattformen vorkommen, reiht sich Achtsamkeit irgendwo zwischen Nachhaltigkeit, Body&Mind, Ayuverda, Positive Vibes, glutenfreier Pasta, Selflove, Visionboard und veganer Ernährung ein. So viel Gutes diese Dinge im Kern teilweise tragen können, so über habe ich sie manchmal – all das klingt für mich meistens undefinierbar schwammig / seicht, esoterisch schwebend, und im Alltag eher schwierig umsetzbar. Oder nur von welchen, die viel zu viel Zeit haben: wie Frauen, die immer verträumt in die Ferne schauen, während sie eine Tasse in der Hand halten. But maybe it’s just me.

Der Punkt ist, ich liebe Dinge, die den Alltag vereinfachen, statt zu verkomplizieren. Ich mag es, wenn etwas handfest und umsetzbar ist. Ich will lieber Hindernisse wegräumen, statt zusätzliche Aufgaben aufbürden. Man soll es hinterher leichter haben, als schwerer. Ich bin ein Macher.

Dieses „Machen“ kommt aber weder aus dem Bedürfnis heraus, jemandem etwas beweisen zu wollen, noch aus einer Art Getrieben Sein. Ich will etwas Handfestes auf die Beine stellen, weil ich stets so viel Energie, Lebenslust und -freude habe, dass es irgendwohin muss. Dieses Level fahre ich bereits seit Jahren – und Überraschung! das, was unter dem Modewort „Achtsamkeit“ gepredigt wird, lebe ich seit Jahren. Achtsamkeit bedeutet so viel wie „Aufmerksamkeit“ und beinhaltet einige wichtige Dinge.

Das bewusste Sein im Moment. Während man ein Instrument spielt, im Meer schwimmt, ein Bild malt oder mit dem Liebsten schmust: Die Tatsache, dass man währenddessen gedanklich nirgendwo anders unterwegs ist, sondern ganz im Moment versinkt – das ist Achtsamkeit. Im Jetzt und Hier Sein. Und das zu genießen. Und zwar immer. Das ist das Geheimnis des Glücks. Glaubt es oder nicht, beinahe Keiner ist im Hier und Jetzt. Alle bewegen sich stets in der Vergangenheit oder in der Zukunft.

Fahren sie z.B. Auto, dann tun sie es, um irgendwo anzukommen. Sie sind also nicht da, sondern bereits in der Zukunft. Das passiert absolut unbewusst, klingt nicht weiter schlimm und raubt einem tatsächlich die gesamte Lebensqualität.

Wenn die Kinder endlich aus dem Gröbsten raus sind. Wenn ich diesen Auftrag erledigt habe. Wenn Freitag ist. Wenn ich mehr verdiene. Wenn Feierabend ist. Wenn ich einen Partner habe. Wenn dieses und jenes finanzielle Ziel erreicht ist. Wenn es Mittagessen gibt. Man lebt gedanklich in einer Art „Warteposition“ – again: das ist so häufig, dass es keinem auffällt.

Der Punkt ist, die Zeit im Auto, bis du am Ziel ankommst, das ist auch dein Leben. Die Zeit bis Feierabend 16 Uhr, das ist auch dein Leben. Die Zeit, bis die Kinder nicht mehr in allem auf dich angewiesen sind, das ist auch dein Leben. Die Zeit, bis sich diese und jene herausfordernde Situation klärt: das ist auch dein Leben.

Dein Leben ist die Summe aller Augenblicke, nicht bloß die Highlights oder „jetzt kann ich endlich leben, weil das Problem gelöst ist.“. Sich genau das bewusst zu machen und jeden (noch so langweiligen) Augenblick zu genießen, ist Glück. Und schwieriger, als es sich zuerst liest.

Das im Jetzt und Hier sein ist deshalb so herausfordernd, weil ein ständiger Kampf um deine Aufmerksamkeit stattfindet. Täglich prassen Millionen von Gedanken und Gefühlen auf dich ein. Angebote sind so vielfältig wie es die Menschen sind und so maßgeschneidert auf deine Person, dass du dich auf jeden Fall eine Weile mit ihnen beschäftigst. Du hast jeden Tag aufs Neue die Wahl, welche Emotionen und Gedanken du zulässt.

Die Bandbreite reicht von banal (irgendein belangloses Zeug, dass du beim Porridge-Essen denkst, z.B. „Der Abend gestern war schön, ich habe die Steuer nicht geschafft, ich will Kuchen einkaufen, ich rufe morgen meine Mutter ein.“) bis zu emotionalen Glanzstücken („Warum hat er sich nicht gemeldet? Ich habe schon vor 2 Stunden geschrieben.“). Ihr kennt das.

Ist euch schon mal aufgefallen, dass das Hirn meistens immer und immer wieder dasselbe denkt? Es kaut jede Emotion und jeden Gedanken 30 mal durch, und statt damit aufzuhören (weil wir so offensichtlich nicht weiterkommen und es nichts bringt!) nimmt es diese noch mit ins Bett. Toll. Du und deine 13 Probleme liegen jetzt gemeinsam im wunderbaren, neuen Boxspringbett. Uneffektiv, zermürbend und dämlich.

Achtsamkeit bedeutet aber, dass du die Wahl hast. Immer. Du kannst dich dem Strom der Gedanken ausliefern (dieser ist je nach Umstände-Konstellation seicht bis ganz schlimm) – oder innerlich dagegen aufstehen. Du kannst dich jederzeit weigern, in das pausenlose „wir durchdenken das jetzt zum 154ten mal.“ einzusteigen, was nichts weiter als Müll ist. Du wirst auch beim 155. mal keine Lösung finden.

Auch den gedanklichen, bedeutungslosen Brei („Oh, ein Bäcker. Öhm, der Mantel der Kollegin sieht gut aus. Die hat ja ständig was Neues. Ich könnte nachher beim breuninger schauen? Was koche ich eigentlich am Donnerstag? Heute ist es aber kalt. Ich muss mich noch ums Auto kümmern. Ich könnte was auf Instagram posten. Oh, ein neues Werbeplakat.“) kannst du verlassen. Diese belanglose, unwichtige, irrelevante Masse an Gedanken, die dir durch den Kopf schießen, während du einen Latte trinkst, auf die Bahn wartest oder dein Kind im Arm hältst. Diese Non Stop-Beschäftigung ist wie Umweltverschmutzung, nur im Hirn.

By the way, wenn du auf Instagram scrollst, während du Latte trinkst, auf die Bahn wartest oder dein Kind im Arm hältst, ist es geführtes Denken und kein bisschen besser. Die Gedanken kommen in der Form der Ablenkung, damit du den Brei im Kopf nicht ständig hörst. Das Ergebnis ist exakt dasselbe.

Achtsamkeit bedeutet angemessen agieren statt blind auf jeden Impuls zu reagieren. Bei dir zu bleiben statt jedem sich anbietenden Gedanken nachzulaufen. Den Fokus zu behalten, statt auf 30 fremden Hochzeiten zu tanzen. Und das geht nur und ausschließlich durch Verantwortung für sein Leben übernehmen und die Autorität zu ergreifen.

Am Ende ist es so, du bist Chef. Chef hat das Sagen.

Aber das geht nicht von Heute auf Morgen. Das im Jetzt und Hier Sein, das Über-die-Gedanken-Bestimmen, das bewusste Handeln statt zu reagieren, das muss geübt werden. Es kann erlernt werden, die Übung macht sowohl Spaß als auch den Meister und außerdem können wir es uns immer so schön machen, wie es nur geht.

Hier sind 4 einfache, aber effektive Ideen – die schafft jeder, sie machen Spaß, und trainieren nebenher Achtsamkeit. Das große Zauberwort beim Achtsamkeit lautet, Ablenkungen vermeiden. Wenn ihr diese Dinge tut, schaut nicht nebenher auf’s Handy, denkt nicht an „Ich muss noch Wäsche von der Reinigung holen“ und redet nicht zwischendurch mit eurem Partner.

Tut es, wie wenn es das Einzige wäre, was ihr in diesem Leben noch zu tun habt. Und wie wenn es das Schönste wäre, was ihr jemals noch tun werdet. Und wenn es das Wichtigste wäre, was ihr noch zu tun habt. Und dann noch das Allerkostbarste.

Einen Tee zuzubereiten, braucht nur wenige Minuten und genau diese sollen diesmal ganz ohne Ablenkung stattfinden. Du hörst dem Blubbern des kochenden Wassers zu und beobachtest den aufsteigenden Dampf. Du atmest den Duft der Teeblätter und -blüten tief ein. Du schaust zu, wie sich diese im heißen Wasser entfalten. Du wärmst deine Hände an der Tasse. Du nimmst den ersten Schluck und schließt deine Augen. Du spricht nicht, scrollst nicht, sondern bereitest den Tee so zu, wie wenn es das Großartigste wäre, was du jemals getrunken hast.

Ich finde, dass Vorlesen etwas Magisches ist, denn es eröffnet einem eine neue Welt und nimmt andere mit hinein. Du hörst deine Stimme, betonst die Dinge unterschiedlich, tauchst in die Geschichte ein und genießt es gemeinsam mit der Person, der du vorliest. Eltern sind im Vorteil – müssen aber ebenso aufpassen, dass sie die (bereits zum 134ten Mal vorgelesenen) Geschichten nicht einfach mechanisch runterleiern „Bis es endlich zu Ende ist, ich muss gleich noch einkaufen.“ – sondern so bewusst vorlesen, wie wenn es das allererste Mal wäre. Und das schönste und spannendste Buch aller Zeiten.

Kaum etwas ist so hilfreich, und dabei so genussvoll in Sachen Achtsamkeit wie ein Vollbad. „Ein Bad ist eine Umarmung für den ganzen Körper“. Du versinkst komplett in einem anderen Element und spürst, wie sich die Wärme in deinem Körper ausbreitet. Du atmest einen herben, leicht holzigen Duft ein, und tauchst im zarten Schaum unter, der deine Haut pflegt. Während du im Wasser schwebst, fokussierst du dich auf die Wärme und den Genuss. Du spürst, wie deine Muskeln sich dank der Wärme lockern und eine wohlige Entspannung einsetzt. Du hüllst dich in einen dicken, weißen Bademantel ein und freust dich auf die Nacht. Das entspannendste Bad und das schönste Verwöhnritual, das du jemals hattest.

Ein bewusstes Sein beinhaltet auch den bewussten Umgang mit anderen Personen – keiner ist ein Lonesome Rider auf diesem Planeten. Wenn du also dein Haus verlässt, dann bist du bewusst da: für die anderen. Du schaust der Kassiererin in die Augen, du lächelst die Oma am Pasta-Regal an, du gehst rücksichtsvoll zur Seite, falls jemand eine Sahne holen will. Du bist freundlich und aufmerksam – und mit deinen Gedanken nicht irgendwo beim nächsten Termin oder dem letzten Gespräch im Büro. Du genießt den Einkauf und freust dich über die Möglichkeit, anderen etwas schenken zu können: deine Aufmerksamkeit, dein Lächeln oder deine Gegenwart. Ich weiß, dass wir alle viel zu tun haben und zwischendurch nur schnell was erledigen wollen. Aber wir sollten einfach für die Anderen da sein, auch wenn es lästig erscheint.

Vor einiger Zeit fuhr ich mit dem Aufzug einer Einkaufsmall – es standen bereits einige Menschen darin, als eine rothaarige Frau dazustieg. Es herrschte diese unangenehme Stille, wie sie nur in öffentlichen Aufzügen zu finden ist und bei der jeder konzentriert auf einen imaginären Punkt schaut. Mitten in diese Stille sagte ich laut: „Sie sind so schön, dass man fasziniert schauen muss, und gar nicht mehr aufhören kann. Sie sind so schön, dass man selbst vom Hinschauen schön wird. Sie sind so schön, dass es einen glücklich macht.“ Die Frau mit roten Locken schaute mich überrascht an und während sich ihre Augen in Sekundenschnelle mit Tränen fühlten sagte sie: „Sie haben keine Ahnung, was mir diese Worte heute bedeuten.“ Dann stieg sie aus und während wir im vollgepackten Aufzug weiterfuhren, murmelten meine mir fremden Mitfahrer: „Ja, sie war wirklich schön.“

Am Ende des Tages muss Achtsamkeit sich nicht um sich selbst drehen, sondern andere beschenken. Deshalb sind wir schließlich auf dieser Welt. Und wir haben oft keine Ahnung, was wir alles Gutes mit unserer Zuneigung anrichten können.