#stayhome

Wenn man die Dinge komplett schwarz sehen möchte und sich anhand der Verfügbarkeit von Klopapier einen Ausblick auf die Lage erlaubt, dann hat man es wirklich nicht verstanden. Ich habe ja bis jetzt noch nicht die leiseste Ahnung wer diese ganzen Massen an Klopapier braucht, aber wenn es zum allgemeinen Wohlbefinden eines jeden Einzelnen beiträgt, dann bitte. Es ist schon spannend was Angst und Ungewissheit alles mit einem anstellen können. Wir haben in der derzeitigen Lage überhaupt keine Ahnung wie unser Leben weiter geht und was das mir uns macht. Das ist zumindest die Ansicht von den meisten Leuten scheinbar. Aber dabei geht es in erste Linie darum, durch soziale Einschränkungen die Verbreitung der Übertragung des Virus einzudämmen und so uns, aber besonders auch unser Umfeld zu schützen. Wir tragen die Verantwortung und es ist Zeit, dass wir sie wahrnehmen. Es ist Menschlichkeit.

Ja, wir sind auf einmal vor ganz neue Herausforderungen gestellt. Denn es geht nicht mehr um höher, schneller, weiter oder wer hat mehr bzw. das Neueste oder Coolste. Es geht darum wie wir mit uns und der derzeitigen Situation klarkommen und alle heile aus der Sache herauskommen. Vor allem wie gehen wir auf Dauer damit um? Das ist mal was ganz Neues für Viele, denn sie haben auf einmal ganz andere Dinge in ihrem Leben, die eine Rolle spielen. Es ist eine unglaubliche Chance neue Dinge umzusetzen und neue Qualitäten zu etablieren. Es ist neu und spannend und macht Spaß.

Ich glaube aber auch, dass wir uns da vollkommen hineinsteigern und uns Selbst in eine totale Panik versetzen. Ich muss mich auch gerade wieder ein wenig erden und mich mit den alltäglichen Dingen auseinandersetzen, die derzeit noch auf meinem Schreibtisch liegen oder in meinem Umfeld passieren. Es hat sich aufgrund der komplizierten Lage soviel angesammelt, dass ich die nächsten Wochen brauche um das Alles wieder ein wenig zu sortieren. Denn im Moment ist man auf den Baustellen irgendwie nur noch im Krisenmodus – hier fallen Kollegen aus, dort fallen Handwerker weg und auch die ganze Situation bedingt zusätzliche Runden mit allen Beteiligten zur Beruhigung der Lage. Das kann ganz schön an den eigenen Kräften zehren und deshalb ist es besonders wichtig, dass ich mich jetzt ganz egoistisch wieder auf mich selbst konzentriere, das Beste aus der Sache mache und weiterhin Spaß habe. Ja, auch angesichts der ernsten Lage darf man den Spaß am Leben nicht vergessen. Besonders uns Selbst dürfen wir nicht vergessen.

Ich schaue mir nicht mehr jede Nachricht an, die derzeit über die verschiedensten Kanäle verteilt wird. Ich bin da inzwischen wirklich rigoros und ich bin auch entspannter damit. Wenn sich Dinge gravierend ändern, dann bekommt man das sowieso ziemlich schnell mit – im Zweifelsfall meldet sich eine gute Freundin oder meine Familie. Das ist es, was das Ganze so wertvoll macht. In den ganzen Nachrichten ist auch ein Teil Fake mit dabei, der Einen nur noch mehr verunsichern oder in Panik versetzen soll. Das braucht gerade auch kein Mensch.

Da ich statt auf den Baustellen jetzt auch viel im Home-Office mache habe ich mal notiert was wichtig ist, damit das auch ordentlich funktioniert. Viele und auch ich selbst habe am Anfang noch geglaubt, dass Home-Office wirklich unproduktiv ist und eher mit Urlaub zu vergleichen ist, denn amn ist eher abgelenkt und nicht bei der Sache – aber das ist Quatsch. Denn ich habe jetzt die tolle Chance dort zu arbeiten wo ich gerade bin und ich habe großes Glück, dass mein Arbeitgeber das so großzügig unterstützt und ich dadurch eine große Sicherheit haben. Ich kann zwar vor Ort nicht ganz so viel tun, aber im Hintergrund kann ich endlich die ganzen offenen Dinge abarbeiten, die sich in der letzten Zeit angesammelt haben.

Viele haben im Augenblick nicht das Glück ins Home-Office gehen zu können und weiterhin ihrer Arbeit nachgehen zu können und damit ihren Lebensunterhalt sichern zu können. Gerade der Einzelhandel oder auch Gastronomen haben nicht das Glück. Sie müssen ihre Läden dicht machen und haben statt Einnahmen nur Ausgaben und Kosten. Wer jetzt nicht vorgesorgt hat, muss wirklich kämpfen. Zu dem Thema mache ich nochmal einen eigenen Artikel. Aber ich finde es wichtig, dass man diese Leute mit dem Kauf von Gutscheinen, so haben sie jetzt Geld und ich später ein tolles neues Shirt o.ä., Take-aways oder Lieferservice unterstützt. So haben sie wenigstens ein wenig Support von uns und bleiben und erhalten.

Doch zurück zum Home-Office, denn dazu braucht es ein paar klare Regeln und vor allem Disziplin. Denn wenn man schon daheim ist, dann würde man am liebsten lange schlafen und einfach in den Tag hineinleben. Aber wir sind ja schließlich nicht im Urlaub, sondern wir arbeiten – nur eben nicht im Büro oder vor Ort auf der Baustelle. Als erstes habe ich mir eine Struktur angelegt und feste Zeiten geschaffen – so wie sonst auch. Das ist wichtig, denn so kann man seinen normalen Rhythmus beibehalten und läuft nicht völlig aus dem Ruder. Sich nicht vom Fernseher oder den Nachrichten ablenken zu lassen ist notwendig, denn das hat man auf der Arbeit sonst auch nicht, es längt nur unnötig ab und man schafft sein Pensum nicht.

Damit es gut läuft brauche ich einen guten Arbeitsplatz. Das muss nicht unbedingt ein eigenes Büro sein, es kann auch der große Tisch im Wohnzimmer oder der Schreibtisch im Schlafzimmer sein. Der Platz sollte gutes Licht haben und eine bequeme Sitzmöglichkeit, nichts wo man nach zwanzig Minuten nicht mehr sitzen und sich konzentrieren kann. Vor allem ist wichtig, dass man seinen Laptop und die notwendigen Unterlagen dort auch liegenlassen und mal Pause machen kann. Es nervt, wenn man alles immer hin und her räumen muss, nur will man mal in Ruhe was Essen will.

Damit komme ich auch schon zum nächsten Punkt, den Pausen. Unbedingt immer wieder zwischendurch eine Unterbrechung haben, den Kopf auslüften und mal frische Luft schnappen. Gerne auch einfach mal mit etwas anderem beschäftigen, sich einen Kaffee oder Tee machen. Ich versuche die Pausen so ähnlich einzuhalten wie sonst auch. Daran bin ich gewohnt und deshalb fällt es mir dann auch leichter mich wieder mit der Arbeit zu beschäftigen. Ausreichend trinken und die Räume zwischendurch mal kurz lüften unterstützen die Konzentration und helfen dir, dich wohl zu fühlen.

Wenn man von zuhause aus arbeitet, dann ist die Gefahr der Ablenkung besonders groß, denn schnell macht man mal die Wäsche oder sitzt vor dem Fernseher oder liest mal kurz das Buch, das man am Vorabend begonnen hat und schon läuft einem die Zeit davon. Daher macht es Sinn seine normalen Routinen beizubehalten, die man sonst auch hat, wenn man in Büro fährt. Da gehört neben der morgendlichen Dusche zu wach werden auch das normale Outfit dazu. Trainingshosen sind zwar bequem, sind aber eher was fürs Workout. Man braucht sich nicht komplett aufzustylen und zu schminken, aber es ist ein ganz anderes Gefühl, wenn man nicht in den alten Schlabberklamotten rumläuft sondern in Jeans und Shirt.

Da wir inzwischen nicht täglich den persönlichen Austausch haben, versuche ich so oft wie möglich regelmäßige Termine mit meinen Kollegen zu haben, um mich mit ihnen abzustimmen und auszutauschen. So wird verhindert, dass die Kommunikation zum Kunden und den Vertragspartnern schief geht, Arbeit weder doppelt noch gar nicht gemacht wird. Hierfür eignen sich neben Telefongesprächen auch Abstimmungen über Chat oder Onlinekonferenzen über Microsoft Teams oder Skype. Man ist virtuell miteinander verbunden und kann auch Inhalte gemeinsam teilen und besprechen.

Das bringt ganz neue Freiheiten des Arbeitens mit sich und ich kann das von verschiedenen Orten aus erledigen. Es braucht zwar eine gewisse Disziplin, aber es bringt auch einige Vorteile mit sich und macht unabhängiger.

Auch die Wege zur Arbeit und nach Hause spart man ein. Ein Vorteil, den man hinterher einfach genießen und mit neuen Dingen füllen kann. Ich habe endlich wieder Zeit für Sport. Auch wenn ich in der derzeitigen Situation gerade nicht ins Studio kann, so kann ich mit Yoga und Laufen oder Radfahren meine Einheiten absolvieren.

Sich jetzt auf die wichtigen Dinge konzentrieren, so wenige Kontakte mit Anderen haben und sie dadurch schützen – das ist jetzt das Beste, was wir tun können. Die Lage wird sich beruhigen und wir nehmen das Beste für uns mit.

Wir können so tolle neue Dinge tun. Neben der Arbeit im Home-Office skypen wir mit Freunden und Bekannten statt sie direkt zu treffen, wir probieren neue Rezepte aus, wir machen Beauty-Programme, wir arbeiten an unsrer Bikini-Figur indem wir uns auf die Matte legen, wir lesen die ganzen Bücher, die wir schon vor Wochen gekauft haben, wir sortieren unsere Schränke und Regale aus.

Wir lassen uns nicht unterkriegen, bleiben positiv, freuen uns jeden Tag über die tollen Dinge in unserem Leben und genießen es, dass wir gerade ein wenig entschleunigen können.

In diesem Sinne bleibt gesund und daheim. So machen wir das.

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