Was für eine Zeit

Es gibt für alles eine Zeit. Eine Zeit zu lachen, eine Zeit zu weinen. Es gibt eine Zeit um zu zerbrechen und eine Zeit um zu heilen. Es gibt die Zeit der Angst und des Mutes. Wir brauchen Zeit für Rast und für Abenteuer. Wir wachsen mit der Zeit. Und wir erholen uns. Jede Zeit hat ihre Schatten, ihre Reize und ihre Hoffnungen. Es gibt die Zeit der Liebe. Die Zeit des Abschieds. Und manchmal sogar alles gleichzeitig. Manchmal beginnen wir in Zeiten des Glücks zu zweifeln und manchmal endet der schlimmste Tag mit einem kleinen Lächeln, das für uns die Welt bedeutet. Es gibt eine Zeit des Kampfes und eine Zeit, um nachzugeben. Es gib eine Zeit der Ruhe. Eine Zeit des Aufbruchs. Und manchmal geschieht dies alles gleichzeitig.

Im Moment ist es alles noch so unbeständig und man weiß nie wann es wirklich in den Shutdown geht. Je eher, desto besser denke ich immer. Aber auf der anderen Seite ist es auch gut, dass ich noch ein paar Dinge regeln und vor Ort abstimmen darf. Denn wenn die Baustellen wirklich geschlossen werden, dann ist einiges dafür vorzubereiten. Es ist nicht einfach nur eine Tür, die man abschließt und dann geht. Ich arbeite wirklich viel um die Dinge bestmöglich vorzubereiten und in die Wege zu leiten. Doch es ist an der Zeit, dass ich auch auf mich selbst aufpasse und gut zu mir bin.

Neben der Arbeit nehme ich mir aber auch die Zeit endlich wieder schöne Dinge zu tun, die durch die viele Reiserei gerade wirklich zu kurz gekommen sind. Denn wenn ich nach einer langen Zeit auf der Baustelle abends heimkomme, derzeit bin ich meistens zwei bis drei Tage pro Woche jeweils auf einer anderen Baustelle sprich auch in einer anderen Stadt unterwegs, dann bin ich zu müde um mich noch mit meinen Büchern oder neuen Rezepten, die ich unbedingt ausprobieren und nachkochen möchte, zu beschäftigen. Ich pendele derzeit zwischen Zürich, Ulm und Stuttgart. Jetzt nach dem Schließen der Grenze eigentlich nur noch zwischen Ulm und Stuttgart und schaue wie es geht. Aber jetzt ist die Zeit ein wenig zur Ruhe zu kommen, sich auf sich selbst zu konzentrieren und einfach auf sich und seinen Körper zu achten.

Ich versuche mir auch zuhause mein Training zu erhalten und nach wie vor zu trainieren. Ich habe schon immer daheim Yoga gemacht und ich arbeite daran hier endlich wieder eine neue Routine zu etablieren. Auch kann ich mit meinem eigenen Körper endlich wieder trainieren und brauche dafür nur minimale Hilfsmittel, wie einen Medizinball, eine Kettlebell und ein paar Bänder. Das kann Jeder auch zuhause machen und es gibt selbst auf Instagram inzwischen viele Programme, die man einfach ansehen kann und die einen wieder inspirieren.

Der Sport ist wichtig, denn in der momentanen Situation gerät man mit seinen ganzen Gedanken immer wieder in negative Richtungen und ist häufig gereizt. Durch die körperliche Anstrengung kann ich den Stress in meinem Körper abbauen und bin glücklicher und leistungsfähiger.

Glaube nicht alles, was du denkst. Ich kenne es unendlich gut, wenn man sich in seinen eigenen Gedankenmustern verliert. Glaube dir nicht alles, was du denkst. Denn wenn wir uns jeden Gedanken glauben würden, der da so durch deinen Kopf geistert, könntest du vermutlich niemals glücklich werden. Die meisten unserer Gedanken und Gefühle verändern sich nämlich, nachdem du ihnen Raum gegeben hast. Umso mehr wir uns verbieten, so etwas zu denken, desto stärker nehmen sie Raum in dir ein. Das ist das Gesetz der Anziehung. Das ist so, wie wenn ich dir verbieten würde an einen rosa Elefanten zu denken – jeder hat jetzt garantiert das Bild eines rosafarbenen Elefanten vor Augen. Überprüfe dich mal selbst: Verbringst du mehr Zeit mit positiven oder negativen Gedanken?

Nimm deinen negativen Gedanken die Macht über deine Gefühle, denn solche Gedanken machen deine Gefühle. Es kann so erleichternd sein, den Gedankenfluss mit ein bisschen Abstand und Humor zu betrachten. Du wirst sehen, wenn du den Dreh erst mal raushast, kannst du auch über dich selbst schmunzeln.

Es ist wichtig zu verstehen, dass dein Geist genau das anzieht, was du ausstrahlst. Wenn du dich den ganzen Tag mit negativen Gedanken umgibst, wirst du Negatives ausstrahlen und Negatives anziehen. Menschen mit gleichem Mindset fühlen sich von dir angezogen und suchen deine Nähe.

Deshalb konzentriere sich auf die positiven Dinge und lasse dich drauf ein. Die Menschen und Gelegenheiten kommen in dein Leben und du wirst sehen, wie gut es funktioniert. Menschen, die nur negativ sind brauchst du nicht in deinem Leben.

Durch das viele Fühlen ist es manchmal sehr schwer zu unterscheiden, welche Gefühle eigentlich zu dir selbst und welche zu deinem Gegenüber gehören. Es fällt nicht nur schwer, seine eigenen Grenzen zu halten, sondern es beginnt schon damit, sie überhaupt nur wahrzunehmen. Zu viel fühlen – oder immer zu fühlen – kann etwas sein, was sehr, sehr anstrengend ist. Ich habe das permanente Bedürfnis nach Klarheit und Ehrlichkeit. Freunde, die mir aufrichtig gegenüberstehen und meine Grenzen und Emotionen schätzen und schützen.

Auf der anderen Seite haben diese großen Gefühle auch eine unglaubliche Kraft. Sie sind so besonders und individuell, dass andere sich davon auch sehr schnell angezogen fühlen. Viel fühlen bedeutet auch, dass du eine sehr große Empathie für Stimmungen und Situationen hast. Fühlen bedeutet träumen, Hingabe und vor allem eine starke Verbundenheit zu deinem eigenen Geist. Dir zu erlauben, viel zu fühlen kann das Tor zu einer neuen Welt bedeuten. Denn hinter den vermeintlichen Mauern liegen meist wahre Schätze. Emotionen und Bedeutungen, Leidenschaft und Vertrauen. Vertrauen in deine eigenen Gefühle. Es fühlt sich einfach gut an, besonders wenn man geliebt wird und nicht alleine ist.

Ich habe ein Grundvertrauen in mich selbst und das ist gut so, denn es gibt nur sehr wenige Situationen, in denen ich an mir selbst gezweifelt und zu lange gehadert habe mich selbst festzulegen. Dann hatte ich den Kontakt zu mir selbst verloren. Ich glaube wir kennen alle diese Tage, in denen wir uns einfach platt und überfahren fühlen. Es fühlt sich an, als wäre da eine innere Leere, einfach nichts, keine Substanz in einem selbst, die man greifen kann.

Die Art wie du über dich selbst und dein Leben denkst, ist die Weise, wie du dich selbst behandelst. Fakt ist, dass wir nicht wissen können was ist, bis es soweit ist. Doch wir beginnen zu interpretieren und zu spekulieren. Das beeinflusst unsere Gedanken. Die Fahrt im Karussell beginnt. Aber wir haben auch jederzeit die Chance aus dem Chaos wieder auszusteigen. Wenn wir uns mal wieder vollkommen reinsteigern und schon Schnappatmung bekommen, dann ist es an der Zeit ganz laut Stop zu rufen.

Dass das natürlich nicht immer einfach ist und uns auch oft überfordert, dass es auch Situationen gibt, in denen es nicht anders möglich ist, als sich einem Gefühl hinzugeben, ist auch logisch. Tränen sind mal nötig, um dich zu reinigen. Die Wut zeigt dir, was wichtig ist und auch zweifeln hilft uns manchmal dabei, uns zu vergewissern, ob wir auf dem richtigen Weg sind. Manchmal fühlt sich sogar Ablehnung erleichternd an. Gefühle sind etwas Wunderbares und sehr, sehr Kostbares. Sie machen uns zu dem Menschen, der wir sind.

Aber die Gefühle sind niemals negativ, es ist die Bewertung deiner Gedanken. Angst und Wut sind oft Gefühle, die wir als negativ bezeichnen. Doch die Angst ist wertvoll, denn sie zeigt uns den Wert einer Sache. Alles, was wir brauchen oder glauben zu brauche steckt schon längst in uns drin. Wir müssen es nur zulassen und aktivieren.

Es gibt nur eine Sache, die wir uns nicht selbst geben können: sich in die Arme eines anderen Menschen fallenzulassen und beschützt fühlen. Dieses Gefühl ist für mich eines der wunderschönsten der Welt und egal wie sehr wir uns selbst beschützen wollen, wir brauchen dieses Gegenüber. Wir brauchen den Austausch, wollen mit anderen Menschen Verweilen und reifen. Wir wollen gemeinsam Neues erreichen und über uns hinauswachsen. Ich bin dankbar für die Menschen, die in meinem Leben und an meiner Seite sind.

Danke, hab dich lieb

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