Rock it, babe!

Nach vorne schauen. Die guten Dinge mitnehmen. Sich auf die neue Situation einlassen. Neue Dinge entwickeln. Definieren, was man wirklich will und die guten Dinge machen. Es planen und Spaß bei der Umsetzung haben. Kämpfen ist toll. Die Dinge und Situationen andersherum betrachten und das Beste mitnehmen und umsetzen. Den Druck rausnehmen und sich einfach darauf einlassen. Bewusste Entscheidungen treffen. Sich gut damit fühlen. Sich der Herausforderung stellen und sie gerne annehmen. Die Dinge als selbstverständlich sehen und es einfach tun.

Die Zeit ist immer noch für viele Menschen schwierig und sie wissen einfach nicht was sie tun sollen und wo der Weg hinführen wird. Ja, es stimmt, die Situation ist gerade kompliziert und viele fühlen sich einfach davon überfordert und wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen. Aber der Augenblick bietet auch wunderbare Chancen.

Doch gerade mittelständische Unternehmen, die sich in Familienbesitz befinden sind genauso betroffen von der Corona-Krise, wie alle anderen Unternehmen auch. Durch das Wegbrechen von Aufträgen und dem Ausbleiben von Einnahmen müssen sie Kurzarbeit anmelden oder gar Entlassungen vornehmen und dies wahrscheinlich zum ersten Mal in ihrer bisherigen Geschichte.

Doch gerade diese Unternehmen können sich in dieser Zeit als besonders widerstandsfähig erweisen. Denn wo große Konzerne Kredite zurückzahlen und Aktionäre bei der Stange halten müssen, sind viele Mittelständler eher solide ausgestattet und verfügen über Rücklagen und Eigenkapital – und haben oft beste Verbindungen zu verständnisvollen Kreditinstituten (diese werden dank staatlichem Rückhalt garantiert handlungsfähig bleiben). Diese besondere Widerstandsfähigkeit erwächst meines Erachtens nach auch aus dem stets nach vorn gerichtetem Blick eines familiengeführten Unternehmens – dort wird eher in Generationen als in Jahres- oder Quartalsberichten gerechnet.

Investitionen zahlen sich aus. Den vorwärtsdenkenden Firmenlenkern ist es bereits gedämmert, dass es keine Rückkehr mehr zu der bekannten Normalität geben wird, sondern dass es ein „neues Normal“ geben wird. Jeder, der das bereits erkannt hat, wird einen Vorteil haben. Das Motto der Stunde lautet also: Wer überleben will, muss investieren. Es lohnt sich die Dinge jetzt richtig zu rocken und groß zu denken.

Jeder, der das jetzt liest wird mir einen Vogel zeigen und sagen, dass man schauen muss wo man bleibt und sein Geld nicht einfach zum Fenster rausschleudern soll. Aber davon rede ich gar nicht, denn mir geht es um strategische Investitionen, die einem die Zukunft auf lange Sicht gesehen sichern und das Unternehmen breiter aufstellen.

Es gibt gerade eine Menge Chancen, im eigenen Markt oder in der Produkterweiterung zu wachsen. Die überhitzte Personallage der letzten Jahre, in denen man nicht mal einen Klempner für ein verstopftes Rohr bekam, geschweige denn geschulte Produktingenieure oder sonstige Fachkräfte für den Ausbau neuer Kapazitäten, hat sich schlagartig abgekühlt. Wer jetzt den Mut zur Investition aufbringt, kauft günstig ein.

Das gilt auch – oder gerade – für Digitalisierungsinitiativen: Schnelle Zukäufe von strauchelnden Start-ups mit soliden Grundideen und die Einstellung von digitalen Talenten, die im Sturm einen sicheren Hafen suchen, können sich später auszahlen. Ebenso verhält es sich mit der konsequenten Unterstützung der Vertriebsaktivitäten durch die Anschaffung digitaler Tools und zielgerichteter Investitionen in Technologie. So können Außendienstmitarbeiter nicht nur selbst während der Krise verkaufen, sondern auch danach noch wesentlich effizienter und effektiver sein.

Diese Investitionen lohnen sich gleich doppelt. Denn mit dem Einsatz unterstützt man gleichzeitig die Wirtschaft, die nicht ganz so stark einbricht, wie es vielleicht jeder gerade prognostiziert.

Das Beste aus der Zwangspause machen. Es gibt zudem Investitionen, die fast gar kein Geld, dafür aber eine Menge Zeit kosten – die haben viele Unternehmer jetzt in ungewohntem Ausmaß. Seriöses Nachforschen und Nachdenken über die neuen Bedürfnisse von einer sich ändernden Kundschaft – egal ob B2B oder B2C – ist angesagt.

Was ist damit gemeint? Die Digitalisierung des Handels zum Beispiel hat dafür gesorgt, dass Zwischenhändler – über kurz oder lang – das Nachsehen gegenüber Plattformen à la Amazon haben. Moderne Händler können ihren Kunden vor allem schnell, preiswert und per Online-Bestellung liefern. Wer seine Bücher oder Klamotten so ordert, will das früher oder später auch mit den Schrauben für seine Maschinen machen.

Diejenigen Unternehmer, die die veränderten Bedürfnisse erkennen und ihr Unternehmen in den kommenden Monaten umstellen, machen das Beste aus der erzwungenen Verschnaufpause und können mit neuer Kraft und Zielstrebigkeit durchstarten. Sich aus der Krise herauszusparen, wird jedenfalls langfristig nicht zum Erfolg führen. Oder anders: Zur Bestandswahrung hilft nicht das Anbeten der Asche, sondern nur das Nähren des Feuers

In vielen Bereichen ist die Zwangspause auch schon wieder vorüber und es geht darum die Aktivitäten so angenehm wie möglich wieder hochzufahren und die Kunden erneut ins Boot zu bekommen. Das ist ein steiniger Weg gerade, denn die Verunsicherung ist immer noch hoch und es gibt durch die Einschränkungen, die sich aus Verdienstausfällen und Kurzarbeit ergeben, und eher verhaltene Ausgaben.

Es ist trotzdem eine große Chance und wenn man jetzt die richtigen Maßnahmen und Schritte einleitet und umsetzt, dann ist man für die Zukunft gesichert. Ein ordentlicher Restart kann ganz in Ruhe vorbereitet und mit den richtigen Menschen und Dingen recht gut umgesetzt werden. Dies kostet Kraft, Nerven und Durchhaltevermögen, aber es lohnt sich. Die letzten Wochen durften wir ein wenig durchatmen und Kraft tanken. Jetzt ist es an der Zeit die Dinge anzupacken und mutig in die Zukunft zu gehen.

Das Virus ist eine Chance und ich nutze sie. Ich lasse mich darauf ein und ich bereite die nächsten Schritte vor. Die Wohnung in Zürich kann ich noch nicht direkt einrichten, aber ich kann mir schon mal überlegen, was ich noch alles brauche und die Dinge in Ruhe planen. Es macht total viel Spaß zu schauen wie ich die Möbel stellen kann, was ich gerne noch hätte und wo ich es am Besten kaufen kann. Denn gerade jetzt unterstütze ich die lokalen Händler und kaufe die Dinge nicht einfach online.

Ja, ich liebe es einkaufen zu gehen und mich mit Menschen zu treffen. Ich bin im Augenblick zwar noch ein wenig eingeschränkt, aber die ersten Schritte darf ich in dieser Hinsicht wieder machen und dafür bin ich einfach dankbar. Der Rest kommt auch zurück, daran glaube ich ganz fest und ich hab dich lieb.

Ich mag Menschen, die jetzt aufstehen und für ihre Träume und Wünsche kämpfen und nicht den Kopf in den Sand stecken und sich von den negativen Stimmungen runterziehen lassen. Ich unterstütze das wo ich kann und bin mit Rat und Tat dabei. Es ist faszinierend zu sehen wie die Dinge wachsen und es macht Spaß das zu begleiten. Denke groß und zieh es durch. Ich bin da. Hab einfach Spaß dabei.

Rock it, babe!

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