#thebest

Wir alle sind ständig dabei, uns innerhalb unserer eigenen Grenzen zu bewegen. Obwohl das Universum uns keinerlei physische Barrieren setzt, glauben wir, nur in bestimmten Grenzen operieren zu können. Angst hält uns grundsätzlich davon ab, Dinge zu tun, die wir nicht kennen oder können. Sie will uns vor dem Ungewissen bewahren. Um sie zu besiegen müssen wir an unserem Mut arbeiten. Wir müssen über uns selbst hinauswachsen und die Dinge einfach angehen und das Beste wollen – auch wenn das nicht immer bequem ist.

Je mehr Angst oder Respekt wir davor haben umso besser. Du weißt, dass du auf dem richtigen Weg bist, wenn es für dich am Schwersten ist. Lass dich drauf ein und du wirst sehen, was alles passiert und was du erreichst und bekommst – das Beste für dich. Das Leben wird dir Steine in den Weg legen, ohne Rücksicht darauf zu nehmen, ob du damitklarkommst. Das gilt für alle Bereiche deines Lebens, nicht nur für den Job oder Hobbies, sondern auch für deine Beziehungen – sowohl für den Partner, aber auch für Freunde. Lass dich nicht länger auf Menschen ein, die nicht gut für dich und dein Leben sind und dich runterziehen, nur weil es gerade so bequem ist sie zu haben.

Darum warte auf den Mann, der dein Schutzschild sein wird, wenn dich das Leben auf die Probe stellt. Der Mann, der dir zeigt, egal was passiert, dass er immer für dich da sein wird. Ein Mann, der sich nicht verdrückt, nur weil du in ein Loch fällst, sondern, der dich dort wieder herauszieht. Warte auf den Mann, der dir ein gutes Gefühl gibt. Einen Mann, der dir Luftschlösser baut, die sich dann nicht als leere Versprechungen herausstellen. Ein Mann, der weiß, dass Taten schwerer wiegen als alle Worte jemals könnten. Und gib dich nicht mit weniger zufrieden, bis genau dieser Mann in dein Leben tritt. Gib dich nicht mit einer Person zufrieden, die dir nur gewöhnliche Liebe schenkt, denn du verdienst etwas Außergewöhnliches.

Du verdienst jemanden, der dir das Gefühl gibt wunderschön zu sein. Jemand, der all deine Fehler sehen und lieben wird. Jemand, der dich so lieben wird, wie du bist und nicht irgendeine Idealvorstellung von dir. Warte auf den Mann, der dich mit Treue überhäuft und dich nicht mit der Erstbesten betrügt, nur weil er mal wieder mit sich selbst oder seinem Leben nicht klarkommt. Jemand, der dich niemals mit dem Gefühl zu Bett gehen lässt, du wärst nicht gut genug. Jemand, der dir das Gefühl gibt, die einzige Frau in seinem Leben zu sein. Wenn du den Raum betrittst, werden seine Blicke nur auf dich gerichtet sein und sein Lächeln wird so strahlen, sodass man gut und gerne das gesamte Universum damit ausleuchten könnte. Und wenn du in seinen Armen einschläfst, fühlst du dich in Sicherheit. Du weißt, dass du zu Hause bist.

Warte auf den Mann, der dich respektiert. Ein Mann, der deine Träume und Leistungen niemals schmälern wird, nur um sich selbst besser zu fühlen. Warte auf jemanden, der deine Träume respektiert und sie mit dir gemeinsam realisiert. Jemand, der deine Vergangenheit respektieren wird und dich niemals geringschätzen wird, nur weil du einmal gebrochen wurdest. Jemand, der die Stärke hinter dem Schmerz erkennen wird, die Leidenschaft hinter den Mauern und die Stürme hinter der Ruhe. Warte auf den Mann, der wie ein Löwe für dich kämpft.

Ein Mann, der seine Ängste für dich bekämpft. Ein Mann, der sich nicht davor scheut, auch deine Ängste zu bekämpfen. Jemand, der dir vor Augen führt, dass die Liebe alle Mühen wert ist, jemand, der dir zeigt, dass es so etwas wie Schicksal gibt und euch das zusammenbrachte. Jemand, der dem Schmerz geradewegs in die Augen schaut und es mit ihm für dich aufnimmt. Jemand, der deine Tränen wegwischen und keine verursachen wird. Warte auf die Liebe, die deine Wände zum Einsturz bringen wird und dich darüber nachdenken lässt, warum du diese Wände überhaupt erst errichtet hast. Die Liebe, die dein gebrochenes Herz heilt und wieder zum Schlagen bringt. Die Liebe, die sich lieber opfert, als jemanden zu verletzen. Die Liebe, die gegen die Hölle kämpfen wird, nur damit du im Himmel bleiben kannst.

Gib dich nicht mit weniger zufrieden, nur weil es gerade einfach ist. Toxische Menschen machen dich kaputt. Sie ziehen dich runter und du fühlst dich nicht wirklich wohl, auch wenn du dir das vielleicht immer wieder einredest. Ich will für mich und mein Leben sowas nicht. Ich lasse mich auf die Liebe ein und ich habe Spaß dabei.

Wenn man etwas wirklich will, dann bietet einem das Leben oft erstmal was anderes an – eine Kopie, eine Fälschung oder etwas weniger Großes. Einen kleinen, faulen Kompromiss eben und nicht das, was in deinem Herzen wirklich brennt. Nein, es ist nicht das, was du eigentlich wolltest und es ist auch nicht perfekt für dich. Es ist das, wovon du vielleicht immer geträumt hast, aber manipuliert eben – also nicht wirklich dein Traum, nur ein billiger Abklatsch.

Vielleicht sieht es wie eine Abkürzung zu deinem Ziel aus, aber es ist fraglich, was du wirklich damit erreichst. Vielleicht ist es eine Traumperson, bei der du Abstriche machen und beide Augen zudrücken musst, damit es passt oder dich auf einen faulen Kompromiss einlässt. Du bekommst genau das, worauf du dich einlässt, aber hast du wirklich davon geträumt?

Ich mache das inzwischen nicht mehr. Früher bin ich auch immer lieber den sicheren Weg gegangen und habe versucht es auch noch allen recht zu machen. Aber jetzt mache ich nur noch, was für mich und mein Leben, meine Liebe wichtig ist. Was nützt mir ein Partner, der nicht zu mir und meinem Leben und unserer Beziehung steht.

Ich liebe es gemeinsam Zeit zu verbringen, jetzt den See zu genießen, schwimmen und SUP oder Boot fahren zu gehen und abends entspannt auf dem Balkon sitzen. Einfach die Sonne auf meinen Bauch scheinen zu lassen und mich auf die Zukunft zu freuen.

Mir ist es egal, wenn andere Menschen sich gegenseitig betrügen, regelmäßig zoffen und sich vom Partner aushalten oder das Auto finanzieren lassen. Ich gehe meinen Weg und ich lasse mich nicht auf weniger ein, auch wenn das andere auch noch so verlockend und einfach aussieht. Ich stehe nicht auf halbseidene Abkürzungen oder alle paar Wochen mal einen Abend mit dem Partner. Ich lasse mich auch mich und mein Herz ein und ich folge den Dingen, die mir wichtig sind – egal wie viele Anläufe ich dazu brauche. Ich bin in den Dingen klar und einfach strukturiert und stehe dazu.

Wenn eins nicht knapp ist auf dieser Welt, dann sind’s die Dinge, die wir tun können, die Wege, die wir einschlagen und Angebote, die wir ausschlagen können.

Prioritäten setzen, klar. Das tun, was uns wirklich wichtig ist – auch klar. Denn die Sache kann schnell gelaufen sein. Wie in dem Scherz: „Ich habe eine gute Nachricht und eine schlechte“, sagte der Arzt, „Die gute: Sie haben noch einen Tag zu leben; die schlechte: Ich hab gestern vergessen, Ihnen das zu sagen“. Und welche Reue könnte schlimmer sein als die im Sterbebett, wenn wir zu viel Zeit verplempert haben mit dem, was kein bisschen zählt. Und wie können wir nicht durchdrehen, untergehen in der Flut unserer Träume, während wir gleichzeitig mehr Freizeit und mehr Kohle wollen, schwanger sein und abnehmen wollen, als Künstler und Unternehmer durchstarten, die Welt bereisen und das Zuhause verschönern wollen?

Nimm einen Zettel und schreib die 25 wichtigsten Ziele auf. Kreise deine wichtigsten fünf Ziele auf diesem Zettel ein. Nimm dir Zeit dafür. Spür in dich hinein. Nun hast du praktisch zwei Listen: Liste A mit den fünf umkreisten wichtigsten und Liste B mit den nicht umkreisten restlichen Zielen. Nach diesen Listen lebst du jetzt.

Aber versteh mich nicht falsch, denn alles, was du nicht umkreist hast, ist jetzt auf der Auf-jeden-Fall-vermeiden-Liste und diese Dinge bekommen ab sofort keine Aufmerksamkeit mehr von dir. Wenn du deine fünf Ziele erreicht hast, kannst du dich wieder damit beschäftigen. Aber vorher solltest du dich damit nicht ablenken lassen, ansonsten verzettelst du dich nur.

Leg den Fokus auf das, was dich wirklich erfüllt, etwas bedeutet, wofür es sich zu kämpfen lohnt. Das ist’s, was wir brauchen. Das Beste eben. Nicht mehr Zeit. Bis auf fünf Dinge sämtliche Vorhaben streichen, nicht nur hinter die wichtigsten schreiben. Ganz ehrlich: Wie viele Projekte hast Du gerade in Deinem Leben? Wahrscheinlich ist die Antwort: zu viele.

So geht es mir gerade auch, aber es gibt tolle Menschen in meinem Umfeld, die da sind und dafür sorgen, dass es mir gut geht und die Dinge sich endlich sortieren. Ich werde jetzt meinen Sommer am See genießen und einfach Spaß haben. Ich habe meine Prioritäten definiert und es wird gut werden.

Lass dich drauf ein, mach das Beste und hab einfach Spaß dabei. Hab dich lieb

Sieh nach vorn

Alles was passiert, kann dir beim Wachsen helfen – auch, wenn es gerade nicht so aussieht. Die Zeit arbeitet mit dir, meißelt dein wahres Ich aus dem Steinblock, wenn du sie lässt. Das kann schmerzen, sehr sogar. Ganze Brocken haut sie weg, von denen du geglaubt hast, sie würden zu dir gehören – alte Träume, Täuschungen, Beziehungen. Doch unter diesen Brocken kommt eins immer mehr zum Vorschein: Deine ureigene Kraft.

Ich kenne das nur zu genau. Denn eigentlich würde ich gerne an den guten Dingen in meinem Leben festhalten und genau so weitermachen. Aber ich habe ja beschlossen noch mal einen Schritt in meinem Leben zu machen und neu anzufangen. Dieser Neuanfang wird jetzt aber durch die Ereignisse in den letzten Monaten einfach auf den Kopf gestellt und es ist auf einmal alles anders, wie ich es so schön geplant hatte. Aber das gehört zu meinem Wachstum scheinbar dazu und ich lasse mich auf diese neuen Dinge ein. Die Angst vor der Zukunft und der neuen Verantwortung, die neue Umgebung und das neue Land – all das beschäftigt mich im Augenblick und macht mir Angst. Doch genau diese Angst zeigt mir, dass ich alles richtig mache.

Alles, was ist, vergeht. Auch die Angst. Alles, was wird, vergeht. Jeder Moment ist schon im nächsten unwiederbringlich fort, nicht mehr greifbar, nicht zu kopieren. Lass dich drauf ein. Alles verändert sich. Je mehr wir den ständigen Wandel akzeptieren und ihm ins Gesicht sehen, je weniger wir den Blick abwenden, desto leichter wird das Leben. Wir können diese Wahrheit feiern. Wir sind frei. Mehr noch: Sie erinnert uns auch an die Kostbarkeit von allem, was uns lieb ist. Unsere Gesundheit, das Lächeln des Kindes, die Massage des Partners, unsere Jobs, den Sonnenschein, die Sterne am Himmel.

Leben heißt leiden, sagen die Buddhisten. Denn wir Menschen wollen festhalten, was nicht festzuhalten ist. Haften an materiellen Dingen ebenso an wie an unseren Erwartungen und guten Gefühlen. Weil alles fließt, stehen wir früher oder später wieder mit leeren Händen da (und sogar unsere leeren Hände sind natürlich irgendwann Staub). Je mehr wir uns gegen diesen Fakt wehren und je mehr wir die schmerzhaften Gefühle vermeiden verdrängen wollen, die damit einhergehen … desto mehr haben sie uns in ihrer Gewalt.

Oft erleben wir es als Scheitern, wenn das Leben von unseren Erwartungen abweicht oder wir Schmerz erfahren. Als würden wir es einfach nicht gebacken bekommen. Als wären wir nicht gut genug. Dabei ist das Leiden nun mal ein Teil des Lebens. Es gibt kein dauerhaft „perfektes“ Leben. Für niemanden von uns. Wir können das Leben, wie es angeblich sein sollte, loslassen … und das Leben umarmen, was wir haben. Immer wieder, in kleinen Schritten.

Wir können uns verändern, an jedem Ort, zu jeder Zeit. Uns weiterentwickeln, vergeben, gelassener werden, dankbarer, stärker, uns neu erfinden. So werden wir frei von dem, was die Gedanken uns über uns und unsere Grenzen erzählen wollen. Wir können mehr auf das hören, was gerade stimmig ist für uns. Wir können eintreten in den Fluss … und uns tragen lassen.

Aber es gibt Dinge im Leben, die können wir nicht ändern. Wenn die Beziehung nicht nur in Scherben liegt, sondern in Millionen kleiner, gefährlich scharfer Splitter, die sich nie wieder zusammenkleben lassen. Wenn der Hund tot ist (vielleicht erstickt in der Handtasche), der Job verloren, die schwere Krankheit oder die ungewollte Schwangerschaft da ist… dann gibt es kein Zurück mehr. Sondern nur noch zwei Möglichkeiten. Entweder wir bleiben stehen am Grab der Vergangenheit. Oder wir gehen weiter, sobald wir soweit sind, und schreiben die nächsten Kapitel unserer Zeit hier auf der Erde.

Für die erste Möglichkeit brauchen wir … nun ja, möglichst viel Mitgefühl und Verständnis von außen. Für die zweite Möglichkeit eine neue Einstellung. Eine, die uns neue Gedanken ins Hirn pflanzt, neue Augen in den Kopf und neuen Mut ins Herz. Eine andere Einstellung, ja, gern, aber wie?

Eingestehen, dass es uns nicht gut geht. Der erste Schritt ist immer, den Kampf gegen die Realität aufzugeben. Auszusteigen aus dem Kreislauf des Wünschens, dass es anders sei als es ist, „wieder gut“ sei. Stattdessen das Eingeständnis: Zunächst mal ist es einfach nur beschissen. Die Situation ist beschissen, wir fühlen uns beschissen und hier und jetzt sieht alles so beschissen aus, als hätte eine 30 Meter große Kuh vor die Füße gekackt (oder auf uns drauf).

Diese Phase des Zulassens – so schwer das auch ist – lässt sich genauso wenig überspringen wie der riesige braune Haufen der Kuh. Alle Versuche in diese Richtung werden uns nur noch tiefer reinreiten. Denken wir an das, was der buddhistische Lehrer Jack Kornfield sagte: „Die Dinge loszulassen bedeutet nicht, sie loszuwerden. Sie loslassen bedeutet, dass man sie sein lässt.“ Ja, da ist Schmerz. Ja, da ist Traurigkeit. Ja, da ist Verzweiflung und Angst und Einsamkeit. Und nein, was passiert ist, wird nicht ungeschehen.

Verantwortung übernehmen. Der stoische Philosoph Epiktet sagte vor knapp 2.000 Jahren: „Wir Menschen werden nicht gestört oder zerstört von den Dingen, die uns wiederfahren. Sondern von unseren Gedanken und Meinungen über diese Dinge. Wenn wir wütend sind, ängstlich, enttäuscht oder traurig, lass uns das nicht anderen oder der Situation zuschreiben, sondern uns selbst, das heißt: unseren Gedanken und Meinungen.“

Die moderne Wissenschaft bestätigt das. Der US-amerikanische Psychologe und Vorreiter der kognitiven Psychotherapien Dr. Albert Ellis, konnte zeigen, dass die Reaktion von Menschen auf Ereignisse zu einem großen Teil von ihren Einstellungen bestimmt wird. Von ihrer Sicht auf das Ereignis, nicht vom Ereignis selbst. Das macht sie glücklich oder unglücklich, lässt sie wackeln, zusammenbrechen oder widerstandsfähig sein.

Im zweiten Schritt können (und sollten) wir also die volle Verantwortung für uns und unser Leben übernehmen. Beginnend bei unserer Einstellung. Die ist nämlich nichts Angeborenes, kein lebenslängliches Urteil und wir können sie trainieren. Die wenigsten Situationen sind schließlich nur schlecht. Es ist an uns, das Gute daran zu finden. Das bringt uns zum nächsten Punkt.

Fragen sind die Antwort. Unser Gehirn ist wie Google. Was wir fragen bestimmt, welche Antworten wir bekommen. Fragen lenken unseren Geist, sind wie Weichen an Schienen, die uns entweder weiter und weiter ins Unglück führen … oder in die Freiheit.

Hilfreiche Fragen sind: Was ist gut an dieser Situation? Wenn Dir nichts einfällt: Was könnte ich gut daran finden, wenn ich irgendwas gut daran finden müsste? Was kann ich aus dieser Erfahrung lernen? Wie kann ich sie nutzen für eine bessere Zukunft? Kann ich wirklich wissen, dass es wahr ist? Diese Frage kann schädlichen und unangemessenen Gedanken die Macht entziehen. Zum Beispiel „Ich werde nie wieder glücklich sein!“ oder „Was passiert ist, ist bestimmt nur eine Strafe, die ich verdient habe!“ oder „Immer ziehe ich das Pech an!“ … Wenn wir ehrlich sind, können wir gar nicht wissen, ob das stimmt. Klar ist nur, dass uns so zu denken nicht unterstützt. Was kann ich mir heute Gutes tun? Und, ganz besonders, die Übermutter aller guten Fragen: Wofür bin ich dankbar?

Diese Frage wirkt nachweislich wie ein Antidepressivum. Das haben Hirnscans an der University of California, Los Angeles (UCLA) gezeigt: „Dankbarkeit beeinflusst unser Hirn auf einer biologischen Ebene. Zuerst aktiviert Dankbarkeit – wie ein Antidepressivum – die Region im Hirn, die den Neurotransmitter Dopamin produziert, der daraufhin ausgeschüttet wird. Umso mehr, wenn wir für andere Menschen und ihr Verhalten dankbar sind, das regt nämlich die speziellen sozialen Dopamin-Kreisläufe an. Weiterhin regt die Frage – ebenfalls wie ein Antidepressivum – jene Hirnregion an, die den Neurotransmitter Serotonin produziert. Beides zusammen hebt unsere Stimmung mitunter sehr deutlich.“ Francis Bacon brachte es auf den Punkt: „Es sind nicht die Glücklichen, die dankbar sind. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.“

Positive Wörter wählen. Ich bin kein Fan von zwanghaftem „positivem Denken“ und glaube nicht, dass wir uns per „Gesetz der Anziehung“ alles beim Universum bestellen können. So schön das vielleicht auch wäre. Aber: Positiv zu sein kann uns durchaus helfen.

Nutzen wir positiv besetzte Wörter wie „Liebe“ und „Frieden“, können wir Einfluss darauf nehmen, wie unser Gehirn funktioniert, indem wir damit Areale im Frontallappen stärken und so unser logisches Denken verbessern. „Durch intensives Wiederholen positiver Worte, positiver innerer Bilder und Gefühle können sogar jene, die genetisch eher zum Unglücklichsein neigen, ihr Gehirn neu strukturieren und eine optimistischere Einstellung zum Leben gewinnen.“

Das muss überhaupt nicht immer gelingen. Jedes Mal, wo wir einen negativen, wenig konstruktiven Gedanken wahrnehmen, ihn hinterfragen und gegen einen hilfreichen austauschen, ist das eine wertvolle Sache. Mario Andretti war einer der erfolgreichsten Rennfahrer aller Zeiten. In einem Interview fragte man ihn, welchen wichtigsten Rat er angehenden Fahrern geben würde.

Seine Antwort: „Wenn du von der Straße abkommst, schaue nicht auf die Wand oder du rauschst voll hinein. Richte deinen Blick gleich wieder auf die Straße. Dein Auto fährt, wohin du schaust.“ Der Fahrer weiß, dass die Wand da ist. Er tut nicht so, als wäre nichts. Aber mit dem Wissen um das Problem richtet er seinen Blick so schnell wie möglich wieder auf das Ziel, auf den Ort, wo er hin will.

Was passiert, wenn man das nicht macht, zeigen Statistiken aus den USA. Dort gibt es auf den Highways unverhältnismäßig viele tödliche Zusammenstöße mit Telefonmasten. Obwohl diese nur in sehr großen Abständen stehen und dazwischen gar nichts ist als Weite … also auch keine Gefahr des Zusammenstoßes. Doch beim Abkommen von der Straße werden die Leute panisch. Sie konzentrieren sich auf die Masten und rasen direkt in sie hinein.

Dasselbe gilt für viele Schwierigkeiten in unserem Leben. Wir konzentrieren uns oft zu sehr auf das Problem und machen es damit größer. Ich denke da an die Sorgen und Ängste, die winzig begannen und zu Riesen wurden, wenn ich sie nur lange genug in Gedanken wälzte. Oder an die selbsterfüllenden Prophezeiungen, die allein deshalb eintraten, weil ich mit ihnen rechnete. An die vielen Male, in denen ich so um ein Problem kreiste, dass ich in meiner Verzweiflung gar keine Kraft mehr übrig hatte für die Lösung. Und an all das Gute, was ich nicht mehr sehen konnte, weil das Schwierige es in meinem Geist abdeckte wie eine große, kackbraune Plane.

Was ich lernen möchte? Meinen Kopf etwas eher zu drehen. Und an das zu denken, was aus der alten hawaiianischen Huna-Philosophie schon seit Ewigkeiten bekannt ist: Die Energie folgt der Aufmerksamkeit.

Erinnern wir uns daran, wenn wir mal wieder tüchtig herausgefordert werden: „Leben ist 10%, was passiert, und 90%, wie wir damit umgehen.“ Nicht alles, aber doch eine ganze Menge haben wir in der Hand.

Deshalb sieh nach vorn, hab Spaß und lass dich drauf ein.

DREAM BIG

Erfolg hat nichts mit Glück zu tun. Ich begegne manchmal materiell sehr reichen Menschen, die an innerer Armut leiden. Ich treffe Menschen, die reich geboren wurden und alles verloren haben. Es gibt bettelarme Hochbegabte, sehr erfolgreiche Durchschnittsbegabte oder die Menschen, die es schaffen sich von ganz unten an die Spitze eines erfolgreichen Unternehmens zu arbeiten oder es selbst aufbauen. Man braucht dafür keine speziellen Talente oder günstige Startbedingungen.

Du musst nur wissen, was du willst. Du musst langfristig Zeit und Energie in den Weg zum Erfolg investieren. Du musst bereit sein, Fehler zu machen, dich selbst in Frage zu stellen und dich oder die Situation verändern. Du musst die Dinge von ganzem Herzen wollen und dich von Hindernissen nicht aus dem Tritt bringen lassen. Hab keine Angst, wenn du etwas wirklich willst, dann werden sich die richtigen Wege finden. Ängste gehören dazu. Nimm sie an, durchdenke sie bis zur letzten Konsequenz und glaub an dich und deinen Weg.

Du brauchst keine Erlaubnis um erfolgreich zu sein. Wie oft hast du schon deine Freundin, eine Kollegin, deinen Partner, deine Eltern, deine Schwester, deinen Bruder, usw. um Erlaubnis gefragt? Ja, sicher sogar auch schon deinen Coach oder Mentor. Der Punkt dabei ist jedoch – du brauchst nicht zu fragen. Du brauchst nicht auf deren Antwort zu warten. Denn wenn du es wirklich willst, willst du es ohne dies tun. Wenn nicht, dann sagt dir dein Bauchgefühl, du sollst es lassen. Das ist bei mir immer der Fall.

Wann immer du andere vorschiebst und darauf wartest, dass sie dich bestätigen – egal ob im Positiven oder Negativen – gibst du die Verantwortung und Kontrolle ab. Es ist anschließend so leicht zu sagen – oder auch nur heimlich zu denken – hätte ich doch darauf gehört! Die Entscheidung gehört dir. Doch niemand kann dir deine Entscheidung letztlich abnehmen. Besser also, du stützt sie gleich auf das, was DU wirklich willst. Was dir tatsächlich wichtig ist.

Vielleicht glaubst du noch, dass du dieses Zureden oder Abraten brauchst – doch was du wirklich brauchst, wenn du das Spiel gewinnen willst, ist: Die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen. Doch niemand kann dir beantworten, was deine innere Stimme dir längst sagt. Was du im Inneren längst weißt. Fang an, darauf zu hören. Es ist alles bereits da!

Hör auf, um Erlaubnis zu fragen, ob die Entscheidung die richtige ist, der Mann an deine Seite passt, du wirklich ein Kind bekommen willst, du mit deiner Freundin reden sollst, du noch warten sollst, der Zeitpunkt der richtige ist, du alles aufgeben und ein neues Leben anfangen sollst, du gut genug bist, du die Dinge doch anders machen solltest oder oder oder..?

Diese Rückversicherung bringt dir rein gar nichts! Sie macht dich nicht mutiger. Das glaubst du nur. Sie macht dich nicht stärker. Das bildest du dir nur ein. Sie sorgt auch nicht dafür, dass du sicherer bist. Das ist bloß Wunschdenken und die Angst, dich falsch zu entscheiden.

Wenn es jedoch eine Art Wunderwaffe gibt, die erfolgreiche Menschen heimlich in sich tragen, dann ist es die Kunst, Entscheidungen zu treffen. Und egal wie sie ausgehen, daraus zu lernen. Zu den Entscheidungen zu stehen und die Einstellung zu besitzen, niemals darüber nachzudenken, was gewesen wäre, wenn sie sich anders entschieden hätten. Sie nehmen jedes Ergebnis als Feedback an. Es stärkt sie. Hilft ihnen, immer noch bessere Entscheidungen zu treffen. Was sie damit stärken, ist ihre eigene Intuition. Die Fähigkeit, sich selbst zu vertrauen und ihr eigener, bester Ratgeber zu werden.

Die schlimmste Entscheidung ist immer die, die du nicht triffst. Dein Warten. Dein Zögern. Deine Unsicherheit. Das kostet dich unendlich viel Erfahrung. Du selbst, und zwar nur du, bist für deine Entscheidungen verantwortlich. Sei bereit, diese Verantwortung auch zu übernehmen. Mach dir diesen feinen Unterschied bewusst zwischen (unbewusst) um Erlaubnis fragen und Essenzielles zu besprechen.

Du weißt längst, dass du diese Art der Erlaubnis nicht brauchst. Ja, vielleicht wäre der andere Weg der bessere. Kann sein.

Was, wenn du einfach alles tun könntest, was du willst? Wenn du alles umsetzen könntest, was an Ideen in dir herumschwirrt? Wenn du einfach alles realisieren würdest, was als klares JA aus dir herauskommt? Jede Idee. Jede Vision. Jeder Impuls. Jeder Text. Jede Message. Jeder Preis. Jedes Angebot. Jeder nächste Schritt. Und was, wenn du all das einfach tun würdest, ohne jemals wieder um Erlaubnis zu fragen? All das, wovon du spürst, dass es richtig ist? Was dann?

Du würdest herausfinden, dass das der einzige Weg ist, DEINEN Weg zu gehen. Und jetzt geh raus und mach dein Ding. DEINS. Weil du dich entscheidest. DREAM BIG

Verschwende deine kostbare Zeit nicht damit, Menschen zu überreden, die etwas anderes wollen als du. Gehe keine Wege ohne Herz. Hör auf in Geschäfte ohne Sinn zu investieren. Sei nicht mehr hart mit dir oder anderen. Hör auf für etwas zu grollen, was lange vorbei ist. Vor allem hör auf dich über etwas zu sorgen, was du nicht kontrollieren kannst. Sitze geistlose Gespräche nicht mehr aus. Lass deine Verletzbarkeit zu.

Investiere deine kostbare Zeit in Wege mit Herz und Beziehungen zu Menschen, die einem ähnlichen Seelenauftrag folgen. Lass dich auf Jobs und Projekte ein, die Menschen glücklicher machen. Führe lieber geistreiche, heilsame, witzige, erotische, provokante, erweckende Gespräche. Genieße gesunde Selbstironie. Lass Milde & Vergebung in deinem Leben walten, mit dir und allen anderen. Nimm dir Zeit für wahren Genuss und besondere Momente. Lebe dein Leben nach deinen eigenen Regeln und Wünschen und mach dich von Niemandem abhängig.

Mach deine Träume wahr und lass dich auf all die Risiken ein, die damit verbunden sind. Carpe diem. „Das Leben gehört dem Lebendigen an, und wer lebt, muss auf Wechsel gefasst sein.“ Goethe

Leben ist Veränderung – alles klar, bin dabei. Aber bitte nur, wenn die Veränderung a) exklusiv von mir gesteuert wird oder b) hollywood-like und zu meinen sofort ersichtlichen Gunsten geschieht. Sie könnte zum Beispiel einen Flatscreen gigantomanischen Ausmaßes mitbringen, eine saftige Gehaltserhöhung oder – ach, komm, wenn wir schon bei Veränderung sind, warum nicht gleich klotzen, statt kleckern? – einen Lottogewinn. Ich nehme auch gerne einen Gewichtsverlust von fünf Kilo über Nacht, begleitet von ein paar ansehnlichen Bauchmuskeln. Ich nehme den Traumprinzen. Den Traumjob in der Stadt, in der ich schon leben wollte, als ich noch ein kleines Mädchen war. Ich nehme im Grunde alles, was mein Leben auf Knopfdruck besser macht, inklusive der dazugehörigen Gefühle. Endorphin, Serotonin – her mit euch im Dauer-Abo!

Ansonsten ist, was mich angeht, sämtliche Veränderung eher unerwünscht. Meine Tür ist zu, und die Veränderung soll gefälligst draußen bleiben, schön in Entfernung. Sobald mein Leben Kurs auf Veränderung nimmt, habe ich zuerst einmal nur eines: die Hosen voll. Unfassbare, lähmende, panische Angst. Angst, die Dinge, die ich bisher kannte, die aufzubauen, einzurichten, sicherzustellen mich Zeit und Kraft gekostet haben, zu verlieren. Angst, etwas bis an mein Lebensende zu betrauern und zu vermissen. Angst, dass das Neue nicht so gut sein könnte wie das Alte. Angst, zu bereuen.

Denn machen wir uns nichts vor: Veränderungen sind eben nicht immer nur positiv wie geschrieben von liebestrunkenen Hollywood-Drehbuch-Autoren auf Happy Pills; beziehungsweise braucht es oft viel Zeit, auch in einer eher negativen Veränderung irgendwann etwas Positives sehen zu können. Veränderungen können weh tun. Uns möglicherweise etwas abverlangen, was uns (jetzt noch) undenkbar erscheint.

Fakt ist aber auch: Veränderungen warten nicht draußen. Sie kommen. Sie rollen über uns hinweg. Machen uns platt. Und wir können nichts dagegen tun – höchstens: lernen, mit ihnen umzugehen. Uns auf sie einzustellen. Die Welle reiten, ohne sofort in kalter Panik zu ertrinken. Und zwar so:

Achten wir auf unsere Gefühle. Erfassen wir sie. Wenn wir Angst oder Aufregung empfinden, nehmen wir sie wahr. Nehmen wir unsere Gedanken wahr, die Reaktionen unseres Körpers. Und dann: Benennen wir sie. Je klarer wir unseren Zustand für uns selbst definieren können, desto einfacher wird es uns fallen, darauf zu reagieren und damit umzugehen.

Naturgemäß ist Veränderung ein unerlässlicher Prozess. Wenn man sich mal überlegt, dass es die Welt – im rein evolutionären Sinne – so wie wir sie kennen, gar nicht geben würde, wenn sich Bakterien (oder was auch immer die Ursprungsform unseres Lebens gewesen ist) vehement gegen Veränderungen gesträubt hätten, ist es doch eigentlich verwunderlich, wieviel Angst sie uns manchmal macht. Veränderung ist Entwicklung, ist Fortschritt.

Denken wir an all die Situationen in unserem Leben, in denen sich die Dinge geändert haben. Situationen, die uns im ersten Moment überfordert haben. Weißt du noch? Damals, der Wechsel von der Grundschule auf die weiterführende Schule. Die Angst, in der neuen Klasse nicht anzukommen, keine Freunde zu finden. Oder damals, nach dem Schulabschluss. Erwachsen solltest du nun sein, gefühlt von einem Tag auf den anderen. Ausziehen von zu Hause. Allein in die neue Stadt. Die Ausbildung oder das Studium beginnen. Klarkommen ohne Mutti und Vati. Später diverse Job- und Partnerwechsel, und immer wieder die Frage: Ist es richtig? Oder der Tag, an dem der Schwangerschaftstest die zweite Linie angezeigt hat, die unmissverständlich darauf beharrte, dass du ab jetzt Verantwortung tragen müsstest. Vielleicht sogar der ein oder andere Abschied, der unerwartet kam. Für den du nicht bereit warst. Das erste Weihnachtsfest, bei dem ein Stuhl leerblieb und ein Gedeck weniger auf dem Tisch stand. Erinnerst du dich? Vieles in deinem Leben ist ohne Dein Einverständnis geschehen, und vieles war dabei, mit dem du dich niemals freiwillig einverstanden erklärt hättest. Und das war schwer, es hat dich innerlich zerfetzt. Aber du hast es geschafft. du warst stark, und du wirst auch jetzt stark sein.

Entscheiden wir uns dafür, Neuem nicht automatisch – aus Angst oder Bequemlichkeit – mit Argwohn zu begegnen. Versuchen wir, offen zu sein. Wie Thomas D. in seinem Song „Uns trennt das Leben“ fragt: „Was würden wir erfahren, wenn wir alles vorher wüssten?“ Richtig: gar nichts. Wie trist wäre das Leben, wenn wir bei Status quo einfach stehenbleiben würden? Wäre das überhaupt noch ein Leben? Oder wären wir dann – Evolution hin oder her – eigentlich doch wieder auf stumpfem Einzeller-Niveau?

Ruhigbleiben, abwarten. Ein schlauer Mann erinnerte mich kürzlich, als ich selbst mal wieder voller Veränderungs-Panik eskaliert bin, an Michael Endes Geschichte „Jim Knopf und der Scheinriese“. In dieser Geschichte gibt es Herrn Tur Tur, der auf Entfernung gewaltig und unheimlich wirkt – ein Riese eben. Je weiter man sich ihm allerdings nähert, desto kleiner wird er. Mit unserer Angst ist es oft genauso. Im Kopf ist sie ein gewaltiges, fieses Monster. Nähern wir uns ihr an, hinterfragen wir sie, arbeiten wir mit ihr, stellen wir dann jedoch oft fest, dass es im Erleben gar nicht so schlimm ist wie in den Horrorgeschichten, die unser Kopf ausgebrütet hat. (An dieser Stelle übrigens noch mal: Danke, schlauer Mann!)

Sehen wir Veränderungen als Chancen. Als Menschen sind wir Gewohnheitstiere, die sich oft nur unter Zwang aus ihrer Komfortzone herauswagen (besonders, wenn es in der Komfortzone noch eine bequeme Couch und ein Netflix-Abo gibt). Was aber, wenn da draußen noch etwas Besseres auf uns warten würde? Was, wenn wir die Veränderung nicht als genickbrechendes Schicksal ansehen würden, sondern als Wegweiser, der uns dahinbringt, wo wir eigentlich hingehören. Und hätten wir nicht selbst dann schon gewonnen, wenn dieser Weg uns nur ein Stückchen weiter zu uns selbst führen würde?

Und jetzt gehen wir raus und machen unsere Träume wahr.