DREAM BIG

Erfolg hat nichts mit Glück zu tun. Ich begegne manchmal materiell sehr reichen Menschen, die an innerer Armut leiden. Ich treffe Menschen, die reich geboren wurden und alles verloren haben. Es gibt bettelarme Hochbegabte, sehr erfolgreiche Durchschnittsbegabte oder die Menschen, die es schaffen sich von ganz unten an die Spitze eines erfolgreichen Unternehmens zu arbeiten oder es selbst aufbauen. Man braucht dafür keine speziellen Talente oder günstige Startbedingungen.

Du musst nur wissen, was du willst. Du musst langfristig Zeit und Energie in den Weg zum Erfolg investieren. Du musst bereit sein, Fehler zu machen, dich selbst in Frage zu stellen und dich oder die Situation verändern. Du musst die Dinge von ganzem Herzen wollen und dich von Hindernissen nicht aus dem Tritt bringen lassen. Hab keine Angst, wenn du etwas wirklich willst, dann werden sich die richtigen Wege finden. Ängste gehören dazu. Nimm sie an, durchdenke sie bis zur letzten Konsequenz und glaub an dich und deinen Weg.

Du brauchst keine Erlaubnis um erfolgreich zu sein. Wie oft hast du schon deine Freundin, eine Kollegin, deinen Partner, deine Eltern, deine Schwester, deinen Bruder, usw. um Erlaubnis gefragt? Ja, sicher sogar auch schon deinen Coach oder Mentor. Der Punkt dabei ist jedoch – du brauchst nicht zu fragen. Du brauchst nicht auf deren Antwort zu warten. Denn wenn du es wirklich willst, willst du es ohne dies tun. Wenn nicht, dann sagt dir dein Bauchgefühl, du sollst es lassen. Das ist bei mir immer der Fall.

Wann immer du andere vorschiebst und darauf wartest, dass sie dich bestätigen – egal ob im Positiven oder Negativen – gibst du die Verantwortung und Kontrolle ab. Es ist anschließend so leicht zu sagen – oder auch nur heimlich zu denken – hätte ich doch darauf gehört! Die Entscheidung gehört dir. Doch niemand kann dir deine Entscheidung letztlich abnehmen. Besser also, du stützt sie gleich auf das, was DU wirklich willst. Was dir tatsächlich wichtig ist.

Vielleicht glaubst du noch, dass du dieses Zureden oder Abraten brauchst – doch was du wirklich brauchst, wenn du das Spiel gewinnen willst, ist: Die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen. Doch niemand kann dir beantworten, was deine innere Stimme dir längst sagt. Was du im Inneren längst weißt. Fang an, darauf zu hören. Es ist alles bereits da!

Hör auf, um Erlaubnis zu fragen, ob die Entscheidung die richtige ist, der Mann an deine Seite passt, du wirklich ein Kind bekommen willst, du mit deiner Freundin reden sollst, du noch warten sollst, der Zeitpunkt der richtige ist, du alles aufgeben und ein neues Leben anfangen sollst, du gut genug bist, du die Dinge doch anders machen solltest oder oder oder..?

Diese Rückversicherung bringt dir rein gar nichts! Sie macht dich nicht mutiger. Das glaubst du nur. Sie macht dich nicht stärker. Das bildest du dir nur ein. Sie sorgt auch nicht dafür, dass du sicherer bist. Das ist bloß Wunschdenken und die Angst, dich falsch zu entscheiden.

Wenn es jedoch eine Art Wunderwaffe gibt, die erfolgreiche Menschen heimlich in sich tragen, dann ist es die Kunst, Entscheidungen zu treffen. Und egal wie sie ausgehen, daraus zu lernen. Zu den Entscheidungen zu stehen und die Einstellung zu besitzen, niemals darüber nachzudenken, was gewesen wäre, wenn sie sich anders entschieden hätten. Sie nehmen jedes Ergebnis als Feedback an. Es stärkt sie. Hilft ihnen, immer noch bessere Entscheidungen zu treffen. Was sie damit stärken, ist ihre eigene Intuition. Die Fähigkeit, sich selbst zu vertrauen und ihr eigener, bester Ratgeber zu werden.

Die schlimmste Entscheidung ist immer die, die du nicht triffst. Dein Warten. Dein Zögern. Deine Unsicherheit. Das kostet dich unendlich viel Erfahrung. Du selbst, und zwar nur du, bist für deine Entscheidungen verantwortlich. Sei bereit, diese Verantwortung auch zu übernehmen. Mach dir diesen feinen Unterschied bewusst zwischen (unbewusst) um Erlaubnis fragen und Essenzielles zu besprechen.

Du weißt längst, dass du diese Art der Erlaubnis nicht brauchst. Ja, vielleicht wäre der andere Weg der bessere. Kann sein.

Was, wenn du einfach alles tun könntest, was du willst? Wenn du alles umsetzen könntest, was an Ideen in dir herumschwirrt? Wenn du einfach alles realisieren würdest, was als klares JA aus dir herauskommt? Jede Idee. Jede Vision. Jeder Impuls. Jeder Text. Jede Message. Jeder Preis. Jedes Angebot. Jeder nächste Schritt. Und was, wenn du all das einfach tun würdest, ohne jemals wieder um Erlaubnis zu fragen? All das, wovon du spürst, dass es richtig ist? Was dann?

Du würdest herausfinden, dass das der einzige Weg ist, DEINEN Weg zu gehen. Und jetzt geh raus und mach dein Ding. DEINS. Weil du dich entscheidest. DREAM BIG

Verschwende deine kostbare Zeit nicht damit, Menschen zu überreden, die etwas anderes wollen als du. Gehe keine Wege ohne Herz. Hör auf in Geschäfte ohne Sinn zu investieren. Sei nicht mehr hart mit dir oder anderen. Hör auf für etwas zu grollen, was lange vorbei ist. Vor allem hör auf dich über etwas zu sorgen, was du nicht kontrollieren kannst. Sitze geistlose Gespräche nicht mehr aus. Lass deine Verletzbarkeit zu.

Investiere deine kostbare Zeit in Wege mit Herz und Beziehungen zu Menschen, die einem ähnlichen Seelenauftrag folgen. Lass dich auf Jobs und Projekte ein, die Menschen glücklicher machen. Führe lieber geistreiche, heilsame, witzige, erotische, provokante, erweckende Gespräche. Genieße gesunde Selbstironie. Lass Milde & Vergebung in deinem Leben walten, mit dir und allen anderen. Nimm dir Zeit für wahren Genuss und besondere Momente. Lebe dein Leben nach deinen eigenen Regeln und Wünschen und mach dich von Niemandem abhängig.

Mach deine Träume wahr und lass dich auf all die Risiken ein, die damit verbunden sind. Carpe diem. „Das Leben gehört dem Lebendigen an, und wer lebt, muss auf Wechsel gefasst sein.“ Goethe

Leben ist Veränderung – alles klar, bin dabei. Aber bitte nur, wenn die Veränderung a) exklusiv von mir gesteuert wird oder b) hollywood-like und zu meinen sofort ersichtlichen Gunsten geschieht. Sie könnte zum Beispiel einen Flatscreen gigantomanischen Ausmaßes mitbringen, eine saftige Gehaltserhöhung oder – ach, komm, wenn wir schon bei Veränderung sind, warum nicht gleich klotzen, statt kleckern? – einen Lottogewinn. Ich nehme auch gerne einen Gewichtsverlust von fünf Kilo über Nacht, begleitet von ein paar ansehnlichen Bauchmuskeln. Ich nehme den Traumprinzen. Den Traumjob in der Stadt, in der ich schon leben wollte, als ich noch ein kleines Mädchen war. Ich nehme im Grunde alles, was mein Leben auf Knopfdruck besser macht, inklusive der dazugehörigen Gefühle. Endorphin, Serotonin – her mit euch im Dauer-Abo!

Ansonsten ist, was mich angeht, sämtliche Veränderung eher unerwünscht. Meine Tür ist zu, und die Veränderung soll gefälligst draußen bleiben, schön in Entfernung. Sobald mein Leben Kurs auf Veränderung nimmt, habe ich zuerst einmal nur eines: die Hosen voll. Unfassbare, lähmende, panische Angst. Angst, die Dinge, die ich bisher kannte, die aufzubauen, einzurichten, sicherzustellen mich Zeit und Kraft gekostet haben, zu verlieren. Angst, etwas bis an mein Lebensende zu betrauern und zu vermissen. Angst, dass das Neue nicht so gut sein könnte wie das Alte. Angst, zu bereuen.

Denn machen wir uns nichts vor: Veränderungen sind eben nicht immer nur positiv wie geschrieben von liebestrunkenen Hollywood-Drehbuch-Autoren auf Happy Pills; beziehungsweise braucht es oft viel Zeit, auch in einer eher negativen Veränderung irgendwann etwas Positives sehen zu können. Veränderungen können weh tun. Uns möglicherweise etwas abverlangen, was uns (jetzt noch) undenkbar erscheint.

Fakt ist aber auch: Veränderungen warten nicht draußen. Sie kommen. Sie rollen über uns hinweg. Machen uns platt. Und wir können nichts dagegen tun – höchstens: lernen, mit ihnen umzugehen. Uns auf sie einzustellen. Die Welle reiten, ohne sofort in kalter Panik zu ertrinken. Und zwar so:

Achten wir auf unsere Gefühle. Erfassen wir sie. Wenn wir Angst oder Aufregung empfinden, nehmen wir sie wahr. Nehmen wir unsere Gedanken wahr, die Reaktionen unseres Körpers. Und dann: Benennen wir sie. Je klarer wir unseren Zustand für uns selbst definieren können, desto einfacher wird es uns fallen, darauf zu reagieren und damit umzugehen.

Naturgemäß ist Veränderung ein unerlässlicher Prozess. Wenn man sich mal überlegt, dass es die Welt – im rein evolutionären Sinne – so wie wir sie kennen, gar nicht geben würde, wenn sich Bakterien (oder was auch immer die Ursprungsform unseres Lebens gewesen ist) vehement gegen Veränderungen gesträubt hätten, ist es doch eigentlich verwunderlich, wieviel Angst sie uns manchmal macht. Veränderung ist Entwicklung, ist Fortschritt.

Denken wir an all die Situationen in unserem Leben, in denen sich die Dinge geändert haben. Situationen, die uns im ersten Moment überfordert haben. Weißt du noch? Damals, der Wechsel von der Grundschule auf die weiterführende Schule. Die Angst, in der neuen Klasse nicht anzukommen, keine Freunde zu finden. Oder damals, nach dem Schulabschluss. Erwachsen solltest du nun sein, gefühlt von einem Tag auf den anderen. Ausziehen von zu Hause. Allein in die neue Stadt. Die Ausbildung oder das Studium beginnen. Klarkommen ohne Mutti und Vati. Später diverse Job- und Partnerwechsel, und immer wieder die Frage: Ist es richtig? Oder der Tag, an dem der Schwangerschaftstest die zweite Linie angezeigt hat, die unmissverständlich darauf beharrte, dass du ab jetzt Verantwortung tragen müsstest. Vielleicht sogar der ein oder andere Abschied, der unerwartet kam. Für den du nicht bereit warst. Das erste Weihnachtsfest, bei dem ein Stuhl leerblieb und ein Gedeck weniger auf dem Tisch stand. Erinnerst du dich? Vieles in deinem Leben ist ohne Dein Einverständnis geschehen, und vieles war dabei, mit dem du dich niemals freiwillig einverstanden erklärt hättest. Und das war schwer, es hat dich innerlich zerfetzt. Aber du hast es geschafft. du warst stark, und du wirst auch jetzt stark sein.

Entscheiden wir uns dafür, Neuem nicht automatisch – aus Angst oder Bequemlichkeit – mit Argwohn zu begegnen. Versuchen wir, offen zu sein. Wie Thomas D. in seinem Song „Uns trennt das Leben“ fragt: „Was würden wir erfahren, wenn wir alles vorher wüssten?“ Richtig: gar nichts. Wie trist wäre das Leben, wenn wir bei Status quo einfach stehenbleiben würden? Wäre das überhaupt noch ein Leben? Oder wären wir dann – Evolution hin oder her – eigentlich doch wieder auf stumpfem Einzeller-Niveau?

Ruhigbleiben, abwarten. Ein schlauer Mann erinnerte mich kürzlich, als ich selbst mal wieder voller Veränderungs-Panik eskaliert bin, an Michael Endes Geschichte „Jim Knopf und der Scheinriese“. In dieser Geschichte gibt es Herrn Tur Tur, der auf Entfernung gewaltig und unheimlich wirkt – ein Riese eben. Je weiter man sich ihm allerdings nähert, desto kleiner wird er. Mit unserer Angst ist es oft genauso. Im Kopf ist sie ein gewaltiges, fieses Monster. Nähern wir uns ihr an, hinterfragen wir sie, arbeiten wir mit ihr, stellen wir dann jedoch oft fest, dass es im Erleben gar nicht so schlimm ist wie in den Horrorgeschichten, die unser Kopf ausgebrütet hat. (An dieser Stelle übrigens noch mal: Danke, schlauer Mann!)

Sehen wir Veränderungen als Chancen. Als Menschen sind wir Gewohnheitstiere, die sich oft nur unter Zwang aus ihrer Komfortzone herauswagen (besonders, wenn es in der Komfortzone noch eine bequeme Couch und ein Netflix-Abo gibt). Was aber, wenn da draußen noch etwas Besseres auf uns warten würde? Was, wenn wir die Veränderung nicht als genickbrechendes Schicksal ansehen würden, sondern als Wegweiser, der uns dahinbringt, wo wir eigentlich hingehören. Und hätten wir nicht selbst dann schon gewonnen, wenn dieser Weg uns nur ein Stückchen weiter zu uns selbst führen würde?

Und jetzt gehen wir raus und machen unsere Träume wahr.

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