#mondaymotivation

Ich glaube das kennt wirklich Jeder – es ist Montag und eigentlich würde man lieber liegenbleiben, den Tag genießen, im See schwimmen gehen und in den Sonnenschein hinausgehen. Stattdessen klingelt der Wecker und es ist nicht mal richtig hell, weil es regnet und man früh auf der Baustelle oder im Büro sein muss. Auch ich habe solche Tage, egal ob ich meinen Job liebe oder nicht.

Vor allem ist in den letzten Monaten soviel passiert, dass ich inzwischen ganz schön platt bin. Doch vor mir liegt ein wunderbares neues Projekt, in das ich schon einsteigen durfte und das jetzt meine ganze Aufmerksamkeit erfordert und das eine wirkliche Herausforderung ist. Wenn ich das rocke, dann gewinne ich nach den Erfahrungen, die ich in diesem Jahr schon sammeln durfte, und denen aus dem neuen Projekt, auch Kriege. Es war eine schöne Zeit in Ulm und ich bin wirklich dankbar, dass ich die Chance hatte Teil dieses tollen, internationalen Teams zu sein und die Dinge voranbringen konnte.

Wie eine Kollegin dort so richtig gesagt hat, ich habe es geschafft dort einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen und es richtig gut gemacht zu haben. Es sind meistens die Frauen, die das nicht wirklich begreifen und die den Wert ihrer Arbeit nicht erkennen. Immerhin müssen für eine Nachfolge gleich drei verschiedene Personen eingekauft werden – für einen Job, den ich einfach gemacht habe. Schon kurios. Einer meiner Geschäftsführer nannte es die eierlegende Wollmilchsau, als man einen Nachfolger für mich suchte. Ich wurde als Tier abgestempelt!!! Hahaha

Der Duden sagt folgendes dazu: Eierlegende Wollmilchsau (auch eierlegendes Woll(milch)schwein) ist eine umgangssprachliche Redewendung, mit der etwas (eine Sache, Person oder Problemlösung) umschrieben wird, das „nur Vorteile hat, alle Bedürfnisse befriedigt, allen Ansprüchen genügt“.[1] Die Redensart veranschaulicht diese Idealvorstellung anhand eines imaginären Nutztieres, das als Hybridwesen die Vorzüge verschiedener Tierarten, nämlich von Huhn (Eier legen), Schaf (Wolle liefern), Kuh (Milch geben) und Schwein (Fleisch) in sich vereint.

Dabei habe ich einfach meinen Job gemacht und hatte richtig Spaß dabei. Vor allem konnte ich in diesem spannenden Projekt meine ganzen Kenntnisse und Fähigkeiten einsetzen und das ist super. Ich fand es ganz normal, den ganzen Tag Englisch zu sprechen und mich auch mit Fassaden, Ausbau, Brandschutz und Reinräumen auszukennen, denn das sind Dinge, die ich auch schon in meinen vorherigen Projekten hatte und die mir wirklich Spaß machen. Aber auch der Teamgeist dort hat wirklich gestimmt und ich muss schauen, dass ich das jetzt hierher, in die Schweiz, transportiert bekomme. Denn es liegt an mir selbst wie es wird und nicht an den Umständen.

Deshalb ist es wichtig, dass ich mich darauf einlasse und auch wenn der Motivationslevel mal nicht ganz so hoch ist, die folgenden Dinge angehe.

Mach dein Ding. Tu es einfach. Das Wetter wird nie perfekt sein. Mal ist es zu heiß und mal zu kalt oder zu nass. Aber über den Wolken scheint immer die Sonne. Einfach machen – könnte ja gut werden. Denn viel zu oft glauben wir, dass es nicht gut ist oder wir nicht gut genug sind, aber das ist Quatsch. Du bist genau so gut, wie du bist. Lass dir von Niemandem etwas anderes einreden. Auch wenn du glaubst, dass du dich niemals wirklich integrieren oder so tief ins Projekt eintauchen wirst wie die Anderen, das stimmt nicht. Die Anderen haben andere Erfahrungen machen dürfen und du hast deine gemacht, es ist normal, dass es nicht immer dieselben sind. Denk dran, Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden und die anderen hatte über Jahre Zeit da hinein zu wachsen.

Schieb nichts auf. Das bringt erstens nichts, weil man die Dinge trotzdem erledigen muss – nur halt später und dann kommt auch meistens noch der Druck hinzu, dass man sie endlich erledigen muss. Außerdem kommt man so einfach auch in seinen eigenen Flow. Für mich gibt es nichts Schlimmeres, als wenn ich Leerlauf habe. Dann ist nichts mit mir anzufangen und ich bekomme auch nichts mehr auf die Reihe. Ich bin einfach ein Macher und deshalb brauche ich immer was zu tun und wenn mal nicht soviel los ist, dann schaue ich wie ich an meiner Struktur arbeiten kann. Versteh mich nicht falsch, ich brauche auch mal eine Auszeit oder genieße das Leben am See und in dieser tollen Stadt Zürich, aber ich liebe meinen Job und ich mache ihn einfach gerne.

Hab Spaß. Das ist ganz wichtig, sonst wird das alles nix. Jemand, der an seinem Job keinen Spaß hat, der sollte einfach schauen, was er sonst noch machen möchte. Auf Dauer erfüllt es Niemanden etwas zu tun, was man nicht mag. Es lohnt sich manchmal einfach über den Tellerrand zu schauen und zu sehen, was es sonst noch gibt und was einem liegt. Ich hatte auch mal einen Job und Kollegen, die ich nicht wirklich mochte – aber mein Boss mochte mich und er fand, dass ich dem ganzen mal eine Chance geben sollte. Ich habe damals wirklich hart an mir und meiner Einstellung gearbeitet bzw. arbeiten müssen, aber es hat sich gelohnt. Denn ich habe den Job, den Laden und die Kollegen geliebt  – am Ende hatte ich die tollste Abschiedsfeier, die man sich vorstellen kann.

Sei glücklich. Auch wenn du mir jetzt vielleicht sagst, dass Niemand immer glücklich sein kann, dann kann ich dir nur rechtgeben. Aber es ist eine Sache der Einstellung wie man mit den verschiedenen Situationen umgeht. Denn auch aus den schlimmsten Situationen können wir die Dinge für uns mitnehmen und daran wachsen. Deshalb sieh in den Dingen, die dich am meisten stressen und herausfordern nur das Beste. Sie führen dich am Ende zu den schönsten Plätzen in deinem Leben.

Mir geht es gerade ähnlich, denn ich wollte mein letztes Projekt liebend gerne weiterführen. Aber durch meinen neuen Vertrag bin ich jetzt in der Schweiz verpflichtet und man will hier keine Abstriche machen – ich eigentlich auch nicht. Ich fand das am Anfang total schrecklich und habe mich total dagegen aufgelehnt, aber es hilft sowieso nichts. Außerdem ist es auch Quatsch, denn ich habe mich ja für das Projekt hier entschieden und auch für mein Leben hier. Das mir das Pharmaprojekt und das Team dort in Deutschland so gut passen würde, konnte kein Mensch am Anfang des Jahres absehen. Es ist vor allem auch unfair den neuen Kollegen gegenüber, denn die sind auch ganz toll – das braucht bloß noch Zeit. Besonders die Herausforderung dieses Projektes, bei dem jeder sagt, dass es doch einfach nur langweiliger Wohnungsbau ist, ist viel größer als man denkt. Denn es ist eine energetische Sanierung im laufenden Betrieb. Die Herausforderungen sind also viel größer als bei jedem anderen Projekt, denn es schauen uns mehrere tausend Menschen auf die Finger – jeden Tag. Das ist schon der Wahnsinn und genau das liebe ich so.

Ich habe in den letzten Monaten so unglaublich viele neue Erfahrungen machen und Eindrücke sammeln dürfen und das ist einfach irre, aber mir hat die Schlagzahl viel Spaß gemacht und sie ist genau das, was ich so liebe. Ich habe neben dem Projekt in Ulm auch noch das in Tübingen begleitet, in der Schweiz angefangen zu arbeiten und daneben noch diverse Projekt im Rahmen von Corona, bei uns intern, betreut.

Vor allem, lass dir die Dinge nicht von anderen Menschen einreden oder setze dich selber herab. Du machst einen tollen Job und hast Spaß dabei. Vielleicht geht es mal ein wenig gemächlicher vorwärts, aber das ist vollkommen in Ordnung. Es ist dein Weg und nur du bestimmst wie schnell du bist. Nach dem regnerischen Montag wird es auch wieder besser und die Sonne scheint.

Der Vorteil jetzt ist dieser tolle See, den ich einfach genießen kann und wo ich meine Seele einfach baumeln lassen kann. Es ist wunderschön hier in Zürich und die Stadt hat eine unglaubliche Lebensqualität und ich habe das große Glück, dass ich das jetzt einfach genießen darf. Vor allem habe ich in den nächsten Wochen auch noch genügend Zeit dafür und dafür bin ich gerade total dankbar.

Nach dieser ganzen Schufterei, die sich wirklich gelohnt hat, und nachdem man mich als „Hybrid-Wesen“ bezeichnet hat, habe ich es auch verdient dies ein wenig zu genießen und den Erfolg zu feiern – das machen wir eh viel zu wenig. Ja, es ist noch nicht alles fertig, aber es sind auch die kleinen Schritte, die zählen und die so wichtig sind im Leben. Sie sind meistens viel zu schnell vorbei und dann stellt man sich und sein tun wieder in Frage.

Doch das tun wir jetzt nicht! Wir genießen den Sommer und die tolle Zeit und sind dankbar, dass Montage manchmal auch ein wenig entspannter sein dürfen.

Ich hab dich lieb.

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