Mein Ding

Wer braucht schon Champagner? Diese Frage habe ich mit einer guten Freundin am letzten Wochenende eingehend diskutiert. Denn wir hatten zum einen den wunderbaren Bodenseesecco und auch den Zürischum zum Vergleich. Zusätzlich haben wir auch im Storchen, einem wunderbaren Hotel in Zürich, den Champagner getestet. Ja, es ist schon gut dort, aber es ist vielmehr das Ambiente und das Place-to-be anstatt den eigentlichen Getränken. Es ist das ganze Paket und es macht einfach Spaß das Leben und den Lifestyle dort zu genießen.

Champagner braucht man nur, wenn er wirklich gut schmeckt und er was kann. Da ist er auch nicht anders wie die vielen tollen Schaumweine, die nun mal nicht aus der Champagne kommen und deshalb nicht diesen Titel tragen. Viele nehmen lieber die „teuren“ Marken aus dem Supermarkt statt eines wirklich tollen Schaumweins, der auch noch super schmeckt. Zum Einzug hat mein Cousin mir ein wirklich edles Tröpfchen spendiert und er weiß wovon er spricht, denn neben einem eigenen Restaurant in Hannover hat er auch eine Ausbildung als Sommelier genossen und versteht sein Handwerk. Allerdings sagt er auch immer: „Trink bitte, was dir gefällt und nicht nur, weil es einen Namen hat und teuer ist. Nur so ist es wirklich gut für dich.“ Recht hat er und ich liebe ihn dafür und weil er mir das schenkt, was mir schmeckt und nicht das, was einen großen Namen hat.

Ich kann mich nicht beschweren über mein Leben hier, denn ich darf das Leben am See mit schwimmen und segeln genießen, treffe Freunde und gehe mit ihnen aus und ich darf meinen Job machen. Kurzum, ich liebe es einfach und ich bin dankbar für dieses Geschenk. „Wenn du jeden Tag machst, was du liebst, dann brauchst du nie wieder arbeiten.“ Das hat in ähnlicher form Konfuzius schon gesagt und es stimmt. Ich liebe diesen Job einfach, auch wenn es manchmal schon anstrengend werden kann. Mir geht es gut damit und das ist das Wichtigste. Es ist gerade eine kuriose Zeit in meinem Leben, wahrscheinlich geht es jedem so. Aber bei mir ist durch das hohe Arbeitspensum, den Umzug und die ganzen Dinge, die noch mit diesem Wechsel zu tun hatten, einiges durcheinandergeraten. Zumindest kam es mir am Anfang so vor, dabei haben sich nur die Prioritäten geändert bzw. neu sortiert.

Meine Regeln sehe ich dabei immer als meine Leitplanken und orientiere mich daran. Trotzdem kann es sein, dass ich, weil es gefühlsmäßig einfach passt, mal etwas ganz anderes mache. Aber nicht nur Regeln oder auch keine Regeln sind wichtig in unserem Leben, sondern auch Gewohnheiten. Denn erst formen wir unsere Gewohnheiten und dann werden wir von unseren Gewohnheiten geformt.

Gewohnheiten sind ein zweischneidiges Schwert, entweder bringen sie uns in kleinen Schritten konsequent an unser Ziel oder sie halten uns permanent davon ab, weiter nach vorne zu kommen. Je nachdem wie wir sie ausrichten. „Die Macht der Gewohnheit“ oder „der Mensch ist ein Gewohnheitstier“ heißt es immer. Und tatsächlich, die Strahlkraft der Gewohnheit auf unser Leben ist enorm. Sowohl die guten als auch die schlechten, können großen Einfluss ausüben auf:

– unsere Gesundheit
– unsere finanzielle Situation
– unsere Leistungsfähigkeit und Produktivität im Job
– unser Glück und unsere Lebensfreude

Ich glaube jeder kennt es und hält deshalb auch gerne an seinen eingefahrenen Gewohnheiten fest oder sieht sie als extrem wichtig an – sie geben einem Sicherheit und Beständigkeit. Dabei ist es so wichtig den Blick auch mal zu wechseln und sich auf neue Dinge einzulassen. Ich habe mir auch mein Morgen- und Abendritual so angewöhnt, dass es mir schwer fällt davon abzuweichen. Ich nehme mir morgens ganz bewusst Zeit für mich, trinke meinen Tee und bereite mich auf den Tag vor, notiere meine To-Do´s und lege die Prioritäten fest. Dann geht es unter die Dusche und anschließend mache ich mich fertig und frühstücke ich kurz, bevor ich auf die Baustelle oder ins Büro fahre. Wenn ich viel zu tun habe schaffe ich es nicht mehr zum Sport abends und in der letzten Zeit, durch die viele Reiserei und das Packen vor dem Umzug, habe ich das eh total vernachlässigt. Es ist einiges durcheinander gekommen und auch morgens im Hotel haben die Dinge nicht so funktioniert wie ich es gerne gehabt hätte. Aufgrund von Corona gab es nicht mal ein richtiges Frühstück, sondern meist nur ein Paket zum Mitnehmen. Ich habe das geliebt, denn es war einfach praktisch. Aber die Zeit, die ich sonst für mich habe, habe ich nicht so genutzt, weil die Abläufe andere waren. Es entsprach nicht meinen normalen Gewohnheiten und deshalb war ich dann oft nicht so effektiv wie sonst.

Auf der anderen Seite habe ich hier in Zürich die Möglichkeit den See zu genießen, zu schwimmen oder einfach am Wasser zu sitzen und meine Seele baumeln zu lassen. Ich kann hier ganz anders entschleunigen oder runterkommen, nach einem stressigen Tag, und das Leben einfach genießen. Ich sitze nicht mehr komplett genervt oder müde daheim und drehe mich gedanklich im Kreis. Ich versuche endlich wieder meinen eigenen Regeln zu folgen und etabliere auch neue Gewohnheiten für mich.

Daher ist es so wichtig, dir immer wieder deine Ziele bewusst zu machen und zu reflektieren – welche der Dinge, die du dir angewöhnt hast und die schon automatisch ablaufen, bringen dich wirklich nach vorne und welche halten dich eher auf. Nur durch kleine Veränderungen können wir schon soviel mehr wachsen. Welche Gewohnheit kannst du jetzt schon verändern?

Ich finde es einfach so spannend, was unsere Gedanken mit uns machen können – in die eine oder andere Richtung: sie können uns stärken und nach vorne bringen, wachsen lassen und dazu beitragen, dass wir unsere Ziele erreichen oder eben ins genaue Gegenteil umschlagen und uns klein halten, so dass wir auf der Stelle stehen bleiben.

Ich lasse mich drauf ein und ich setzte mich mit den Dingen in meinem Leben auseinander. Wenn ich richtig erfolgreich bin und wieder einen Schritt nach vorne gemacht habe belohne ich mich dafür und feiere es. Ob nun mit Champagner, Prosecco oder einem Drink mit Freunden am See spielt keine Rolle – Hauptsache ist, dass du dir diesem Schritt bewusst wirst und es genießt.

Der Kopf spielt dabei die entscheidende Rolle, denn hier beginnt der Mut, aber auch die Angst. Weil wir Angst vor bestimmten Konsequenzen haben bleiben wir lieber auf der Stelle stehen als uns dem zu stellen. Was kann denn im schlimmsten Fall passieren? Ja, man kann scheitern – na und? Dann hast du zumindest herausgefunden wie es nicht geht und jetzt stehst du auf und machst es besser. Ich habe das schon etliche Mal durchmachen dürfen und es hat mich jedes Mal neu herausgefordert. Ja, du kannst dein ganzes Geld verlieren oder einen Freund oder Ansehen oder eine Sache, die dir wirklich am Herzen liegt. Ja, aber du machst weiter und du wirst besser und du wirst es schaffen dein Ziel zu erreichen. Ich tue das auch. Dann hat man eben mal ein wenig Leerlauf, ein kleineres Budget oder weniger Menschen in seinem Leben. Aber glaub mir, was du einmal hattest, kannst du immer wieder haben, du weißt ja, wie es geht. Bei den Dingen, die noch nicht dazu gehören, musst du eben noch weiterarbeiten.

Es ist eine spannende Sache, dass wir unsere Gedanken selber kreieren und einen Einfluss darauf haben, sobald wir sie uns bewusst machen. Das Thema Mindset und Gedanken ist wichtig, denn da geht es genau um die Bewusstmachung dessen, wieviel wir doch beeinflussen können und wie wir dadurch mehr in unsere Kraft kommen und unsere Ziele erreichen.

Dabei sollte Jedem immer bewusst sein, dass er auf sein tiefstes Inneres hört und darauf, was man wirklich will. Nur weil alle Anderen es wollen bedeutet es noch lange nicht, dass es gut ist. Das ist wie beim Champagner, nur weil Champagner draufsteht muss er dir nicht schmecken. Ich mag andere Sachen viel lieber und dazu stehe ich auch.

Ich stehe zu mir und meinem Leben und den Dingen, die ich liebe. Ich mache da auch keine Kompromisse mehr. Aber ich helfe Anderen gerne ihre Träume und Wünsche wahr zu machen. Besonders Spaß macht es sich gegenseitig zu unterstützen und zu supporten. Jenseits von Neid und Vergleich, das lohnt sich eh nicht, denn schließlich geht Jeder seinen eigenen Weg. Es tut einfach gut sich gegenseitig zu bestärken, gemeinsam zu wachsen und nach vorne zu gehen. Ich verstehe Menschen nicht, die zu stolz sind miteinander zu sprechen oder sich zu unterstützen. Gemeinsam sind wir stärker, mutiger und es macht einfach mehr Spaß.

Ich habe einen Freund, dem es peinlich ist, wenn ich die Beiträge seines Unternehmens like – seine Freundin findet das nicht toll. Ganz ehrlich, wie bescheuert ist das und vor allem auch kindisch. In Zeiten wie diesen hält man zusammen, unterstützt sich und kauft bei Freunden und Bekannten ein. Ich mache da keine Ausnahme und ehrlich, der Freundin erzählen wir einfach nicht, dass ich da war und was eingekauft habe. Selbst schuld, aber so einen Quatsch mache ich nicht mit.

Ich gehe meinen Weg und ich freue mich dich auf deinem zu treffen – Synergien bilden und mal ein gutes Gläschen trinken. Denk immer dran, dein Glück ist deine Entscheidung – ich habe dich lieb!

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