Magic Moment

Die Sonnenstrahlen spiegeln sich auf dem Wasser und es sieht aus als ob kleine Sterne am tanzen sind. Die Wellen, die Weite, das Rauschen des Wassers und gleichzeitig die Stille – einfach am Ufer sitzen und genießen. Seit diesem Sommer habe ich das und es fühlt sich einfach nur gut an. Wenn man morgens an den See geht, noch nichts los ist, nur die Natur und die Sonne da sind, dann ist das magisch und der beste Start in den Tag, den man haben kann. Es ist das pure Glück, denn man ist bei sich selbst, mit sich im Reinen und im Hier und Jetzt. Ich habe so viele Jahre davon geträumt dieses Glück zu haben und nun darf ich es erleben.

Darum geht es im Leben. Diese magischen Momente genießen, wenn man ganz bei sich ist, die Weite und das Wasser vor sich hat und die Sonne mit ihren goldenen Stahlen langsam auf- oder rotgold untergehen sieht. Oder man ist auf dem Berg und kann das ganze Schauspiel dort erleben. Es ist unglaublich und es ist wunderschön. Ich bin dann ganz bei mir und genieße einfach den Augenblick. Es gibt nur mich – hier und jetzt. Ich denke nicht an die Dinge, die bereits hinter mir liegen und die mich stressen oder die Sorgen von morgen. Nur ich und mein ganz persönlicher magic moment.

„Verweile nicht in der Vergangenheit, träume nicht von der Zukunft. Konzentriere dich auf den gegenwärtigen Moment“, sagte schließlich schon Buddha. Wer meditiert, der versucht sich mit seinem Atem im Hier und Jetzt zu verankern. In den sozialen Medien versuchen wir Momente unseres Lebens auf Bildern einzufrieren. Das Leben im Augenblick ist uns offenbar wichtig geworden. Gerade in Zeiten, in denen das Leben gefühlt ständig seine Geschwindigkeit erhöht, sehnen wir uns nach offenbar nach mehr Leben im Moment. Aber noch während wir uns abmühen, das Menschenmöglichste aus unseren Momenten herauszuquetschen, rinnen sie uns durch die Finger. Immer wenn wir den Augenblick bewusst erleben wollen, ist er schon zu einer Erinnerung geworden, im selben Moment, in dem wir darüber nachdenken. Und nicht nur das. Selbst wenn wir uns vornehmen, jede Sekunde eines Erlebnisses auszukosten und für die Ewigkeit in unserem Hirn einzubrennen, haben wir nach einer gewissen Zeit doch das meiste davon vergessen, weil unser Gehirn unermüdlich aussortiert und wir ohnehin nur einen gewissen Teil der Realität überhaupt wahrnehmen.

Sei gut zu dir. Mach deinen Kopf frei und lass dich drauf ein. Sich einfach fallenlassen. Sich selbst im Fokus haben, auf sich achten und gut mit sich umgehen. Das ist es worum es geht. Wir haben doch nur dieses eine Leben. Ich muss mir das immer wieder klarmachen, weil ich mir selbst und all den anderen ein gutes Vorbild darin sein will, die eigenen Träume zu verwirklichen. Es haben sich plötzlich so viele neue Wege und Möglichkeiten in mir und um mich herum aufgetan. Und da wusste ich: Ich darf mich verändern. Das Leben bietet mir diese Möglichkeit genau jetzt, weil dahinter eine sehr große Chance liegt, mein volles Potential zu nutzen.

Ja, es ist gerade nicht einfach, aber genau das gehört im Leben dazu. Solche Phasen helfen einem immer wieder sich zu entwickeln und ein paar Schräubchen mal wieder nachzujustieren. Wir können das Beste aus uns und unserem Leben machen und glücklich sein. Das eigene Hirn mal wieder entwirren und nicht immer schauen, was alle anderen immer denken oder tun und nur machen, was man wirklich will.

Sich weiter entwickeln und sich selbst uns das Leben lieben. Es war ein langer Weg, mich selbst so lieben zu können, wie ich bin. Er war gezeichnet von großer Unsicherheit, von Gefühlen, die ich nicht einordnen konnte, von Angst und Zweifeln, Erfolgen und Entscheidungen. Das Schwierige und vielleicht auch das Besondere an der Selbstliebe ist, dass dieser Weg niemals endet. Immer wieder stehen wir vor neuen Herausforderungen, neuen Abschnitten. Unsere Selbstliebe begleitet uns, doch es ist ein Prozess, der sich entwickelt und dabei unterschiedliche Phasen durchläuft.

Es fällt uns schwer, uns eigene Grenzen zu setzen und auch zu halten und eigentlich wissen wir oft gar nicht, ob unsere Gefühle wirklich richtig sind. Wir fühlen uns fremdgesteuert oder erwischen uns im stundenlangen Grübeln, weil wir Angst haben, von anderen abgelehnt zu werden. Wir wachsen zusammen, wir scheitern, wir zweifeln uns manchmal an, wir lieben uns, wir sind süchtig nacheinander. Manchmal verteufele ich die Selbstliebe genau in den Momenten, in denen sie mich weich und verletzlich macht, obwohl ich eigentlich stark und taff sein wollte.

Denn wir alle zweifeln an uns, wir stellen uns in Frage und reflektieren uns. Und das ist unglaublich wichtig. Denn nur so können wir uns weiterentwickeln. Und Stillstand heißt, keine persönliche Entwicklung! Wir bleiben stehen, wenn wir nicht immer mal wieder kurz innehalten würden, uns nachfühlen und neue Erfahrungen machen. Die guten Dinge einfach mitnehmen und es genießen.

Denn jede Erfahrung gibt uns wieder mehr Wissen, wir können durch Gefühle so viel über uns selbst lernen, an uns reifen, über uns hinauswachsen, andere Menschen verstehen, fühlen, denken und noch soviel mehr. Wir sollten für jede Erfahrung dankbar sein. Nur durch sie verändern und entwickeln wir uns. Ich habe unglaublich viel gesehen, erlebt, verwirklicht, erreicht, verloren, gezweifelt und aufgegeben. Doch meine innere Stimme und mein Bauchgefühl kann ich nicht überhören.

Ich liebe es mich zu entwickeln und weiterzukommen, Dinge zu entwickeln und erreichen und Spaß zu haben. Ich liebe und das ist wunderbar. Dieses wunderbare Gefühl ist in mir und es gibt mir Kraft und es treibt mich voran und dieser wunderbare Mann ist ein Geschenk und ich bin dankbar dafür. Gerade in diesen Zeiten tut es gut und es ist wichtig. Man kann seine Augen zwar vor dem verschließen, was man nicht sehen will. Doch das Herz kannst du nicht vor dem Schließen, was du nicht fühlen willst. Damit macht man sich nur unglücklich – man muss es einfach zulassen und sich drauf einlassen.

Erlebst du noch oder erinnerst du schon? Mit dem Zwiespalt zwischen Erinnern und Erleben haben sich schon einige Psychologen auseinander gesetzt und recht Bemerkenswertes herausgefunden. In Studien stellten sie fest, dass unser Gehirn das Erleben einer Situation mitunter völlig anders bewertet als die daran geknüpfte Erinnerung. Zum Beispiel, dass die Dauer eines Ereignisses auf die Erinnerung nahezu keinen Einfluss hat. Das bedeutet, es ist – zumindest im Nachhinein – relativ egal, wie lange sich der Zahnarzt mit deiner Wurzelbehandlung Zeit lässt oder wie lange diese schlimme mündliche Prüfung dauert. Genau so wenig spielt es für die Qualität deiner Erinnerung eine Rolle, ob du dein leckeres Eis schnell oder langsam isst, ob du auf der Party bis zum Schluss da warst, und sogar wie lange der Sex mit deinem neuen aufregenden Partner dauert (unabhängig davon wie gut oder schlecht dieser ist).

Demnach neigen Menschen offenbar dazu, Ereignisse nach zwei Kriterien zu bewerten:

  1. Danach, welches der allerbeste oder der allerschlimmste Moment war.
  2. Danach, wie das Ereignis endete.

Wenn sich Mütter nach den bestialischen Schmerzen einer Geburt positiv an dieses Ereignis erinnern, dann könnte das daran liegen, dass all die Schmerzen mit dem positiven Erlebnis, ihr Kind im Arm zu halten, endeten. Genauso kann es passieren, dass wir einen zweiwöchigen Strandurlaub in schlechter Erinnerung behalten, wenn wir auf dem Rückflug unseren Koffer verlieren, das Flugzeug verpassen oder mitten im Urlaub eine heftige Magen-Darm-Grippe ausstehen müssen. Andererseits könnte ein Heiratsantrag in der zweiten Urlaubshälfte dazu führen, dass wir den selben vermeintlichen Horrortrip als Traumurlaub in unserer Erinnerung abspeichern.

Fürs Überleben waren vor allem zwei Dinge wichtig: 1. Ging es gut aus? Und 2.: Was konnte schlimmstenfalls geschehen? Aber auch, wenn es nicht ums nackte Überleben geht, werden diese Erinnerungen und Geschichten doch am Ende alles sein, was wir haben, oder? Irgendetwas müssen wir ja zu erzählen haben, wenn wir steinalt mit den anderen Alten im Schaukelstuhl um die Wette schaukeln und unser Leben gelebt haben.

Es ist so wichtig, dass man immer man selbst bleibt und auch zu sich selbst steht – sich nicht für andere verbiegt. Wenn ich ich selbst bin, kann ich mich nicht verlieren. Ein kleiner Satz, aber er steckt voller Wahrheit. Denn die Dinge sortieren sich praktisch wie von selbst im Leben – was nicht zu mir und meinem Leben passt verschwindet schnell wieder. Platz für Neues wird geschaffen, das Andere ist kein Verlust, sondern eher eine Befreiung und das tut einfach gut. Manchmal muss man allerdings ein paar Runden drehen, bevor man das erkennt. Deshalb folge ich einfach meiner Intuition, meinem Bauchgefühl und genieße die Dinge total. Sich selbst kann man nicht verlieren – niemals. An solche Gesetze im Leben glaube ich ganz fest, denn sie sind kraftvoll und sie geben uns unsere Stärke.

…manchmal können wir kurz fliegen, uns gut fühlen – bis zu den Sternen. Doch wir werden immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Immer. Irgendwann. Weil Glück eine Momentaufnahme ist und kein allgegenwärtiger Zustand, nicht konservierbar. Er kommt und verschwindet, kommt und geht wieder. Erinnert uns, dass es ihn gibt, zeigt uns, wie wunderschön er sein kann und manchmal bleibt er länger, manchmal nur kurz. Oft so, wie wir es annehmen, wie sehr wir ihn willkommen heißen und dann zieht er weiter. Damit er nicht selbstverständlich wird. Damit wir ihn wertschätzen. Den magic Moment. Er ist wertvoll und nicht von Dauer – doch er kommt immer wieder. Mal kommt er im Kleinen und mal im Großen. Deshalb genieße die Höhe, den Flug und lerne den Fall zu lieben. Er gehört dazu und gibt dir Boden unter den Füßen, erinnert dich daran WER DU BIST. Mit all deiner Kraft und Liebe.

Eine wunderbare Frau, die ihr Leben liebt und Spaß daran hat. Ich stelle mich dabei auch den Schwierigkeiten, die der Weg einfach so mit sich bringt und die das Ganze erst spannend machen. Ich setze mich in diesen Durststrecken dann immer wieder mit mir und meinem Leben auseinander und habe so die Chance die Dinge eventuell ein wenig nachzujustieren oder auch zu optimieren. Ich bin dankbar für die Hilfe oder den Input und ich nehme es an und arbeite damit.

Es ist mein Leben und ich habe die Verantwortung dafür – ich allein. Das ist das Beste daran, denn ich allein habe die Chance es auch zu ändern, eine neue Richtung festzulegen oder andere Entscheidungen zu treffen und auch umzusetzen. Niemand zwingt mich die Dinge als gegeben hinzunehmen.

Ich liebe Herausforderungen und ich stelle mich ihnen. Auch wenn es manchmal ganz schön viel ist und ich nicht weiß, was ich eigentlich zuerst tun soll. Aber genau das ist der Zeitpunkt, wo ich mich klar definiere, meine Prioritäten festlege und Spaß habe. Wenn alles immer glatt laufen würde, dann wäre das Leben total langweilig. Versteh mich nicht falsch, Niemand sollte sich extra in irgendwelche Schwierigkeiten bringen, das kann jeder Depp. Es geht darum, aus seiner Komfortzone zu kommen, sich den Herausforderungen zu stellen, sie zu sortieren und Entscheidungen zu treffen. Dabei helfen einem die vorher definierten Prozesse – sie bilden sozusagen die Leitplanken auf dem Weg und geben Sicherheit.

Erst wenn man sich den Herausforderungen stellt, hat man die Chance sich zu entwickeln, Stehvermögen, Entschlossenheit und Persönlichkeit zu bilden. Man bleibt nicht liegen, wenn man mal fällt und gibt sich seinem Schicksal hin – man steht auf und zieht es durch. Vielleicht dauert es etwas länger und scheint einfach unerreichbar – manchmal muss man einfach nur vertrauen und an sich arbeiten. Dann geht es weiter und die Dinge kommen zu einem.

Es braucht Mut das zu tun, aber das Leben belohnt die Mutigen. Das ist genau die richtige Einstellung, denn das ist viel schwieriger als alles beim Alten zu lassen und mich immer zu beschweren wie doof das Leben doch ist. Das schönste Gefühl überhaupt ist es, wenn man die Schwierigkeiten und widrigen Umstände überwunden hat und sein Ziel erreicht hat. Genießt es und prägt es euch genau ein, denn der Weg zum nächsten Ziel ist lang… Sich zwischendurch immer mal wieder bewusst zu machen, was man schon alles erreicht hat hilft einem durchzuhalten und sich immer wieder neu zu motivieren. Einfach die Magie des Augenblicks genießen

Gerade in diesen Zeiten, seid lieb zueinander und füreinander da.

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