The flow

Wenn du dich nicht fühlst, wie du dich fühlen willst – wird alles echt mühsam. Wenn du ehrlich zu dir selbst bist, dann weißt du, dass der Hauptgrund, warum du nicht tust, was du tun sollst oder kannst, einfach der ist, dass du dich einfach nicht danach fühlst.

Dann bist du müde. Unsicher. Überfordert. Du würdest ja gern, aber es geht nicht. Darf ich dir ein Geheimnis verraten? Ich glaub, es ist eins meiner Größten. Und ich weiß, seitdem mir das bewusst ist, erreiche ich wesentlich mehr. Immer leichter. Immer schneller. Und ohne diese Erkenntnis nun ja … keine Ahnung, wo ich da wäre. Das Geniale daran – du kannst das jederzeit selbst tun, denn das Geheimnis ist …

Es ist eine bewusste Entscheidung wie du dich fühlst – deine Entscheidung!

Klar willst du dich jeden Tag gut fühlen, motiviert und voller Energie. Kaum zu bremsen und grenzenlos stark. Mutig und inspiriert und voll Power – weil du ja weißt, dass du genau dann deine Ziele alle erreichen wirst! Oder? Deshalb hast du selbst jeden Tag die Wahl, was willst du und wie willst du dich fühlen?

Als ich neulich mal wieder ein kleines Tief hatte, hat eine gute Freundin von mir gleich in die Kerbe geschlagen und mir doch erklärt was für ein armer Wurm ich doch wäre. Sie hat mir einfach einen Spiegel vorgehalten, denn ich habe mich selbst demotiviert. Ich habe mir selbst eingeredet wie schlecht einige Dinge gerade laufen und wie schlecht es mir damit geht. Dabei ist das totaler Quatsch, jeder hat ein tolles Leben, auch wenn wir das nicht immer sofort sehen.

Hier in der Schweiz oder auch in Deutschland herrschen weder Hungersnöte oder Kriege, wir haben ein Dach über dem Kopf und werden medizinisch gut versorgt. Ja, im Augenblick mokieren sich einige daran, dass sie mal für ein paar Minuten eine Maske tragen müssen, aber sie verdienen weiterhin Geld und sie sind gesund, also sollte man sich auch nicht ganz so anstellen. In anderen Ländern ist es viel Schlimmer, denn da haben die Menschen weder Geld noch Arbeit und haben auch keine Chance etwas zu ändern. Ja, es hat nicht jeder alles, was er sich wünscht – Reichtum, den perfekten Partner oder auch ein Leben ohne Arbeit – aber das braucht es auch gar nicht.

Wenn du gerade auch mal ein Tief hast, dann sind hier ein paar Motivationssätze, die dich auf jeden Fall nach vorne bringen:

Ich bin megaerfolgreich.
Ich bin superschlank und trainiert.
Ich habe einen flachen, straffen Bauch.
Ich erreiche meine Ziele mit Leichtigkeit.
Ich habe den ganzen Tag über grenzgeniale Energie.
Ich habe eine extrem positive Ausstrahlung.
Ich ziehe exakt die richtigen Menschen an.
Ich ziehe durch, was ich mir vornehme – in Flow!
Ich habe täglich geniale Ideen.
Ich arbeite mit absoluten Traum-Kunden. Hammer!
Ich werde jeden Tag besser und besser.

Es ist mit Absicht ein wenig überspitzt, aber wir wollen ja schließlich das Ultimative erreichen und da sollten auch die Ziele richtig hoch sein. Und genau deshalb fühle ich mich auch so, wie ich will, und genau deshalb geht es auch so leicht. Denn wenn du dich so fühlst, wie du dich fühlen willst, geht alles eben einfach leicht. Du triffst Entscheidungen schneller, du gibst mehr Gas, du ziehst mehr durch, du setzt dir knackigere Ziele, traust dir mehr zu, erreichst mehr.

Weil du im richtigen Flow bist. Weil du in der richtigen Energie bist. Weil du im richtigen Mindset bist.

Und in diesem Mindset fließt alles so viel leichter. Es fließt dir zu. Oder kennst du erfolgreiche Menschen, die sich nicht so fühlen? Die keine Lust auf ihren Erfolg haben und genau deshalb weiterwachsen? Es ist einfach. Lass dich nicht davon abhalten, nur weil sich vielleicht ein paar kleine Steine in deinen Weg legen. Das gehört im Leben dazu, dass manche Dinge nicht so einfach zu erreichen sind.

Nicht ablenken lassen, das ist ganz wichtig. Wenn du dich beim Erreichen deiner Ziele immer wieder durch Kleinigkeiten, eine Laune oder andere Dinge ablenken lässt, dann wirst du es nicht gebacken bekommen. Du wirst dich verzetteln, überfordert sein und dich sinnlos abnutzen, ohne wirklich vom Fleck zu kommen.

Nicht ablenken lassen von Zielen, Fokus auf das, was dich wirklich erfüllt, etwas bedeutet, wofür es sich zu kämpfen lohnt. Das ist’s, was wir brauchen. Nicht mehr Zeit. Um das zu erreichen nimm dir einfach mal Zeit und schreibe eine Liste mit den fünfundzwanzig wichtigsten Dingen auf, die du in deinem Leben, Job oder einem anderen Bereich erreichen willst. Anschließend gehst du in dich und markierst die fünf Dinge, für die du wirklich brennst und die dir am Herzen liegen. Diese fünf Ziele verfolgst du jetzt, die restlichen zwanzig streichst du – zumindest bis du die fünf erreicht hast, denn sie werden dich nur von der Erreichung deiner Ziele abhalten und das willst du schließlich nicht. Alle Ziele, die nicht zu den fünf Big-Five gehören, sind einfach No-Go´s, Störenfriede oder auch Ablenker, die dich nur von deinen eigentlichen Zielen abhalten wollen.

Lass sie los, ihre Zeit kommt, wenn überthaupt, später. Die anderen Dinge kommen, wenn die Zeit dafür reif ist und du wieder die Kapazitäten dafür frei hast, es ist eigentlich ganz einfach – dann bist du wieder im Flow.

Wenn du deine Ziele erreicht hast, dann feiere sie. Genieße den Augenblick, nimm die Energie mit und sei stolz auf das, was du erreicht hast. Du hast es geschafft, auch wenn es manchmal unglaublich ist, aber du bist wirklich toll.

Ich liebe meine Arbeit und ich bin dankbar für meine Familie und Freunde. Nach meinem Umzug an den schönen Zürichsee bin ich so dankbar für die Dinge hier und ich bin immer noch überwältigt von der Lebensqualität, die ich jetzt habe und genießen darf. Ich sitze abends am See und genieße einfach, nach dem Schwimmen, den Sonnenuntergang und bin immer noch ganz gerührt. Ich kann es noch nicht wirklich glauben, dass ich das jetzt wirklich habe. Aber bis es soweit war habe jahrelang ich in einer Wohnung mitten in Stuttgart gelebt, die nicht mal einen Balkon hatte. Deshalb gib den Dingen Zeit und überlege dir, was du wirklich willst. Bevor ich hierherkam war mir definitiv mein Job so wichtig, dass es mich gar nicht gestört hat keinen Balkon zu haben – ich habe es nicht vermisst. Jetzt will ich nicht mehr ohne diesen See, auch wenn mir mein Job immer noch wahnsinnig wichtig ist. Es war der nächste Schritt und er hat sich definitiv gelohnt.

Sich gegenseitig supporten und gemeinsam Ziele verfolgen, dass ist auch heute noch selten. Deshalb sollten wir das jetzt üben und viel mehr machen. Besonders auch gemeinsam größere Ziele angehen und erfolgreich sein, ohne dabei neidisch auf den Anderen zu sein oder sich immer wieder vergleichen zu müssen. Es ist so einfach, wenn man Hilfe wirklich annimmt und sich von Menschen unterstützen lässt, die wirklich Ahnung haben. Gerade wir Frauen denken immer noch, dass wir alles alleine schaffen müssen, aber genau daran müssen wir arbeiten. Gemeinsam zu wachsen, nach vorne zu gehen und sich gegenseitig zu bestärken, das ist einfach super.

Ich habe inzwischen ein tolles Team, mit tollen Frauen, die wirklich etwas bewegen. Sie machen einen tollen Job und sie rocken auch hier die Baustelle. Auch übergeordnet gibt es tolle Netzwerke für Frauen, in denen man sich gegenseitig supportet und die einem einen ganz tollen Input geben. Ich bin auch wieder in einem Netzwerk aus Frauen der Immobilienwirtschaft und dort gibt es tolle Programme auch die jüngeren Kolleginnen als Mentor zu begleiten. Aber auch die unterschiedlichen Bereiche, aus denen wir kommen sind super, denn sie erweitern meinen Blickwinkel immer wieder und ich fühle mich einfach wohl dabei.

Ich bin der Überzeugung, dass es wichtig ist, dass man auch seinen Partner und seine Freunde ganz offiziell unterstützt und von ihnen supportet wird. Ich finde es wichtig das zu tun und zu zeigen, dass man zueinander steht.

Du machst das richtig gut – hab dich lieb.

Make the difference

Neue Woche, neues Glück, neue Ziele. Alles beginnt bei dir selbst! Du allein entscheidest wie es wird und ob sich was ändert, besonders was sich ändert. Mach den Anfang und zieh es durch. Oder lass es sein und mach weiter in deinem Elend. Was genau willst du? Das sagt sich immer so leicht, aber es wird schon komplizierter, wenn man es mal genauer betrachtet.

Ich kenne das nur zu gut, aber am Wochenende ist mir wieder mal klar geworden wie überpaced ich eigentlich bin. Das ganze Jahr schon laufe ich auf Hochtouren – von einer Baustelle zur anderen und dann eben mal nebenbei noch der neue Job und der Umzug nach Zürich. Deshalb habe ich am Sonntag zum ersten Mal bewusst erlebt, dass ich kaum stillsitzen kann. Ich habe das Chaos in der Wohnung wirklich minimiert und es war traumhaftes Wetter. Aber anstatt es einfach zu genießen und alle Fünfe gerade sein zu lassen habe ich dann noch im Garten rumgewuschtelt, wenn ich nicht gerade im See war. Das ist der pure Luxus – einfach zur Tür raus, über die Straße gehen und in den See hüpfen und zur Erfrischung eine Runde schwimmen. Mir war gar nicht klar wie sehr ich das vermisst habe.

Ich habe immer nur gearbeitet und dabei die Dinge drumherum, wie Sport, Freunde treffen und Hobbies nachgehen, total vernachlässigt. Dabei ist das Wasser die absolut größte Leidenschaft in meinem Leben – neben meinem Job.

Manchmal steht die Welt Kopf. Was mir persönlich immer wieder hilft, ist es die Perspektive zu ändern und die Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Es hat sich in den letzten Tagen ein für mich wichtiges persönliches und auch berufliches Kapitel geschlossen und ich hatte lange den Gedanken, dass es etwas ist, was ich „verliere“. Ich hab mich die letzten Tage nochmal ganz bewusst damit auseinander gesetzt und ich denke jetzt anders darüber. Denn eigentlich würde ich alles wieder genauso machen und ich bin um jeden Moment dankbar, den ich dadurch hatte und ich liebe es umso mehr. Statt einem Verlust fühlt es sich mehr nach „Mehrwert“ an. Auch wenn es vorbei ist und der Schritt nicht leicht war – es hat sich definitiv gelohnt für mich und ich darf so viele wunderbare Erfahrungen, Dinge und Menschen mitnehmen. Durch die Akzeptanz der Dinge können wir in Gedanken wieder mehr Leichtigkeit schaffen, das Leben bringt eben gewisse Challenges mit sich und man kann nicht alles planen. Am Ende zählen all die Momente im Kollektiv – ob immer alles Sinn macht und ob wir es verstehen oder nicht – that´s life. Das Leben ist und bleibt Veränderung. Ich muss da immer an den Satz aus einem Song von Herbert Grönemeyer denken: „Stillstand ist der Tod“ Also ein Hoch auf die Veränderung und dass wir nichts bereuen.

Ich lasse mich gerade voll auf die neuen Dinge ein und ich genieße meinen Sommer am See. Die Dinge sind schließlich das, was ich wollte und deshalb nehme ich sie endlich dankbar an. Ich habe einige Dinge in der neuen Wohnung zu tun und ich liebe es Zürich zu erkunden. Es ist eine so wunderbare Stadt und es macht soviel Spaß hier zu leben.

Auch im Job komme ich jeden Tag ein Stückchen mehr an und das ist wichtig. Auf der anderen Seite ist es gut, dass ich einen Moment durchatmen kann und mich ein wenig orientieren darf. Ich habe noch so viele Eindrücke aus den letzten Monaten, die ich in Ruhe sortiere und mitnehme für die nächsten Herausforderungen. Ich habe so tolle Dinge, mit so unterschiedlichen Menschen erlebt und ich bin einfach dankbar dafür. Ihr seid wirklich toll. Vor allem hat es mich so unglaublich weiter gebracht -beruflich und auch privat und dafür bin ich wirklich dankbar. Das erleben manche Menschen in einigen Jahren nicht.

Strong mind – strong Body. Genau darum geht es und das ist so wichtig für dich. Es hängt immer alles irgendwie zusammen und wir erschaffen alles in unserem Inneren. Unsere innere Transformation zeigt sich auch immer im Außen. Ich meine nicht unbedingt auf deinen Körper bezogen, sondern generell. Trotzdem ist es enorm wichtig, dass du fit bist und dein Körper mit dir Schritt halten kann – ich hatte da wirklich Glück in den letzten Monaten. Wenn du innerlich strahlst, wenn du mit dir im Reinen bist, dann sieht man es auch immer äußerlich! Das wichtigste Projekt, an dem du jemals arbeiten kannst, bist du selbst!! Wenn dein Mindset stimmt, wenn du deine Ziele erreicht und happy mit dir bist, dann ziehst du von deiner Energie her auch wieder ganz andere Dinge an. Es braucht keinen tollen Body, um glücklich zu sein, keine Frage – aber eben auch kein Leben, in dem wir unzufrieden mit gewissen Umständen sind und nichts daran verändern. Ich liebe den Spruch „love it, leave it or change it“ – danach lebe ich seit Jahren. Wenn ich Dinge an mir oder in meinem Leben nicht mag, dann prüfe ich immer, ob und wie ich sie verändern kann und suche nach Lösungen! Was ist die eine Sache, die du gerne verändern würdest?

Die meisten Dinge passieren sowieso bei uns im Kopf. Unsere Gedanken und Glaubenssätze entscheiden am Ende darüber, wie wir handeln und folglich in welche Richtung wir gehen. Und wenn du bisher nicht den für dich richtigen Weg gefunden hast, dann schau jetzt in Ruhe wie du weiterkommst und dein Ziel erreichen kannst. Sei mal wirklich verrückt und kreativ, das wird gut werden. Es kann zum Beispiel mit deinem Job zu tun haben oder auch ein Body-Ziel sein (Sport / Ernährung / Abnehmen). Ich bin davon überzeugt: wir können so ziemlich alles erreichen, wenn wir unsere Gedanken richtig ausrichten.

Atme die Zukunft ein, atme die Vergangenheit aus. Schau nach vorn. Such den Silberstreifen am Horizont. Tu, was du kannst und dann lass los. Die Dinge, die passieren sollen, werden passieren. Die nächsten Schritte werden sichtbar, der Weg wird klar, während du ihn gehst.

Andere sollen dich nehmen wie du bist – oder gar nicht. Sei du selbst. Verbieg dich nicht. Sage immer was du denkst, auch mit zitternder Stimme. Geh deinen Weg, auch ohne die, die dich nicht verstehen. Lass dir von Niemandem etwas anderes einreden – du bist toll, genauso wie du gerade bist.

Entscheide dich, positiv zu sein. Halt deinen Kopf über Wasser. Lass dich nicht runterziehen. Denk daran, dass dich vor allem deine Gedanken glücklich machen – oder unglücklich. Und nimm nicht so persönlich, was passiert, das Allerwenigste hat mit dir zu tun. Deshalb mach dich vor allem nicht selbst verrückt und genieße die Dinge – es ist dein Leben und du musst Keinem etwas beweisen. Hab einfach Spaß und genieß es – auch wenn es noch so anders ist und die Leute dich nicht verstehen.

Deshalb bin ich auch immer dafür, dass man sich gegenseitig unterstützt – besonders wir Frauen. „EMPOWERED WOMAN EMPOWER WOMAN“ Ein Satz mit so viel Power, ich liebe Frauen, die sich gegenseitig supporten – jenseits von Neid und Vergleich. Die gemeinsam wachsen, nach vorne gehen und sich gegenseitig bestärken! Gemeinsam sind wir stärker, mutiger und es macht einfach mehr Spaß. Es tut gut, wenn man sich gegenseitig austauschen und auch unterschiedliche Perspektiven erleben kann.

Lass dich drauf ein und zieh es durch. Ich hab dich lieb.

Urban Deluxe

Es ist einfach cool und es macht so viel Spaß die neuen Dinge hier in Zürich zu entdecken. Besonders toll sind die Tipps von Insidern und Bekannten, die die Stadt schon lange und vor allem auch gut kennen und wissen wo es was gibt. Sie zeigen mir tolle Dinge und Orte, die ich jetzt erkunden und genießen kann.

Es ist einfach genial die einzelnen Viertel Kreise hier zu erkunden und sich die wunderbaren Läden, Museen, Cafés und Restaurants anzusehen und auszuprobieren. Sich einfach treiben lassen, durch die Läden bummeln und wunderschöne Sachen entdecken. Gerade jetzt finde ich auch immer wieder tolle Dinge, die ich für die neue Wohnung ganz dringend brauche. Zumindest vermeintlich brauche, aber ich habe ja auch vor dem Umzug wirklich gut aussortiert und mich von vielem getrennt. Daher ist es mal wieder an der Zeit für etwas Neues.

Was hier ganz schön ist, dass es auch so unterschiedliche Läden gibt. Zum einen gibt es tolle kleine Boutiquen, die megatolle Sachen für mich haben und bei dem Wetter macht das Bummeln gleich richtig viel Spaß. Aber auch anschließend mal in ein Café oder eine Bar zu gehen und einfach eine Auszeit zu genießen ist megatoll.

Richtig cool ist auch der Urban Surf Space in Zürich. Ein richtig cooler Spot, wo man einfach immer gute Laune und ein richtiges Surf-Feeling, mitten in der Stadt hat. Dort kann man surfen oder es auch, unter Anleitung eines Pro, lernen. Es ist einfach nur genial, sich auf das Brett stellen und die Session genießen. Zusätzlich kann man dort wunderbar sitzen, essen und trinken und dem ganzen Treiben zuschauen – einfach die Vibes mitnehmen. Vor allem jetzt im Sommer ist es unglaublich, wenn man sich mit Freunden dort trifft, eine Kleinigkeit isst und noch gemeinsam etwas trinkt. Es ist das pure Urlaubs- und Strandfeeling und ich bin so dankbar, dass es diesen Ort gibt.

Es tut so gut einfach nach vorne zu schauen, die neuen Dinge anzunehmen und es einfach genießen. Am Anfang ist es immer spannend und aufregend und man weiß noch nicht, wie es alles so kommt und was noch passiert – aber genau das ist das Tolle – der Zauber des Anfangs.

Viele sagen jetzt immer, dass ich doch in Deutschland alles hatte, was ich brauchte und dort viel besser aufgehoben war. Ja, vielleicht haben sie sogar recht und wer mir schon etwas länger folgt, der weiß auch, dass mir gerade der berufliche Wechsel in den letzten Wochen wirklich schwergefallen ist. Aber ich habe mich für das Leben und das Projekt hier entschieden, weil es eine echte Herausforderung ist und ich weiß, dass ich am Ende damit glücklich bin.

Gerade weil es so schwer ist, weiß ich tief in mir drinnen, dass es die richtige Entscheidung ist. Denn nur wenn man diese Zweifel und Hindernisse hat, weiß man, dass man auf dem richtigen Weg ist und richtig vorankommt. Alles andere ist viel zu langweilig und bringt mich nicht weiter. Ich habe einem guten Freund gesagt, dass ich für die Erfahrungen, die ich bei diesem Projekt sammeln werden, sogar noch Geld mitbringen würde – so sehr möchte ich es machen. Denn hinterher kann ich wahnsinnig viel davon mitnehmen und wahrscheinlich auch Kriege gewinnen.

Die Meisten, denen ich das erzähle, schlackern nur mit den Ohren und fragen mich dann immer, warum ich mir sowas freiwillig antue – weil es mir einfach Spaß macht! Ich liebe meinen Job und die Baustellen und ich liebe es die Dinge voranzubringen. Wenn ich mich dabei weiter entwickeln darf, dann bin ich umso dankbarer. Klar, gibt es immer wieder Situationen, die nicht so toll finde, die richtig doof sind, mich runterziehen und unglaublich stressen, aber das gehört einfach dazu. Die Begeisterung, die man selbst mitbringt und die im Laufe der Zeit auch mal abnimmt und das Ganze vielleicht sogar zäh werden lässt, die muss man sich immer wieder vor Augen halten.

Deshalb nützt es auch nichts an der Vergangenheit festzuhalten und immer nur auf das zu schauen, was einmal war. Wichtig ist das, was noch kommt und vor allem, was man daraus macht. Das Leben ist nie nur einfach oder schön. Aber ich vertraue darauf, dass die Dinge gut werden und ich Spaß habe. Man muss Dinge wagen im Leben, Risiken eingehen, Einsatz wagen und auch mal alles auf eine Karte setzen – mit dem Risiko, dass es komplett schief gehen könnte – der hat die Chance auf Erfolg.

Fehler gehören dazu. Sie sind nicht schön und sie sind auch nicht erstrebenswert, aber sie gehören dazu. Sie zeigen dir wo du stehst, was du kannst, wo du noch besser werden musst und vielleicht sogar, was du lieber lassen solltest. Wer nie Fehler macht, sich nicht aus seiner Komfortzone bewegt und nie über den Tellerrand hinausschaut, der wird auch niemals zufrieden und erfolgreich sein. Trau dich einfach und zieh es durch, du wirst immer etwas Neues dabei erleben und dich dabei entwickeln.

Ich bin nun mal nicht der Durchschnitt, der sich einfach mit den Dingen zufrieden gibt – wahrscheinlich werde ich das nie können. Ich will besser werden und ich will erfolgreich sein und voran kommen – auch wenn mir manchmal die Geduld dazu fehlt. Ich will immer das große Ganze. Ja, im Augenblick sind viele Dinge nicht einfach und man muss sich in vielen Dingen noch einschränken und Geduld haben, aber das gehört nun mal dazu.

Oder auch scheitern und wieder von vorne anfangen gehört einfach dazu. Wer noch nie in seinem Leben gescheitert ist und alles immer nur vor sich hinplätschern lässt, der hat auch noch nie in seinem Leben wirklich gekämpft. Ich bin so stolz auf den Weg, den ich hinter mir habe – er hat mich zu der Frau gemacht, die ich heute bin und an diesen wunderbaren Ort gebracht. Ich habe die Dinge gewagt und ich bin belohnt worden. Manchmal sah es lange nicht so aus, aber dann kam es doch um die Ecke und war gut. Ich bin so unglaublich stolz darauf und Jeder, der etwas wagt, kann das auch auf sich sein. Wer keine Risiken eingeht, wird auch keinen Erfolg haben und nichts erleben.

Es macht einfach nur Spaß sich wieder auf neue Dinge, Orte und Leute einzulassen und neue Wege zu gehen. Es macht einen unglaublichen Spaß neue Dinge zu erleben, neue Möglichkeiten zu erkunden und wieder Nervenkitzel dabei zu spüren. Dieser Spaß ist es, der mich voranbringt und der mir Kraft gibt. Niemand sollte diesen Spaß unterschätzen – er ist einfach wichtig.

Ich sitze manchmal abends da und kann gar nicht glauben, was in den letzten zwei Jahren alles abgegangen ist bei mir. Wenn du mich noch im letzten Sommer gefragt hättest, was ich in diesem Jahr mache – ich hätte mit vielem gerechnet, aber nicht mit dem.

Durch die ganze Corona-Geschichte ist das Ganze dann noch einmal viel irrer und intensiver geworden. Ich hätte auch im Leben nicht damit gerechnet, dass ich heute schon in dieser tollen Wohnung am See sitzen darf, im Gegenteil, ich hatte schon mit dem schlimmsten gerechnet und mich bis Ende des Jahres in einem Hotel oder möblierten Zimmer sitzen sehen. Umso dankbarer bin ich für mein Leben hier in dieser tollen Stadt jetzt.

Es ist wirklich purer Luxus so nah dran zu sein, am Puls der Stadt und alles zu Fuß oder mit dem Rad erkunden zu können. Selbst auf die neue Baustelle oder ins Büro komme ich ohne Problem mit der Tram oder der Bahn. Das ist einfach Lebensqualität.

Der größte Traum ist natürlich der See und die Nähe, die ich zu ihm habe. Ich liebe es dort einfach hineinzuspringen oder mit einem SUP oder Boot drauf rumzufahren. Ich liebe das Wasser und ich bin zutiefst dankbar, dass ich da jetzt leben darf.

Ich lasse mich einfach drauf ein und genieße es. Mach das auch – hab dich lieb.

Lazy summer nights

Es ist so unglaublich schön gerade. Nachdem der Regen am vorletzten Wochenende die Luft ein wenig geklärt hat ist es jetzt wieder Sommer und zwar ein richtig heißer Sommer. Ich liebe das, denn man kann bis spät in die Nacht draußen sitzen, im See schwimmen und die Sonne genießen. Ich laufe den ganzen Tag nur in Bikini, Shorts und Top herum. Es macht einfach Spaß und sein wir ehrlich, bei dem Wetter hat man einfach gute Laune.

Gerade nach einem so schönen sonnigen Wochenende braucht es wirklich Motivation dann wieder ganz normal ins Office zu gehen. Letzte Woche habe ich ja schon einiges zur Motivation geschrieben, aber wirklich wichtig ist auch, ob dir dein Job Spaß macht. Deiner Passion folgen oder ein totes Pferd reiten, was machst du?

Ich habe kürzlich von einem Bekannten eine Übersicht bekommen, was es heißt ein totes Pferd zu reiten und wieviel Anstrengungen die Menschen darauf verwenden, an den Dinge festzuhalten, obwohl sie schon genau wissen, dass es eigentlich vorbei ist.

Zum einen besorgt man sich eine stärkere Peitsche. Man wechselt die Reiter. Man sagt, dass man das schon immer so gemacht hat. Man gründet einen Arbeitskreis, um das Pferd zu analysieren. Man besucht andere Orte, um zu sehen, wie man tote Pferde dort reitet. Man erhöht die Qualitätsstandards für den Beritt toter Pferde. Man bildet eine Task-Force, um das tote Pferd wiederzubeleben. Man schiebt eine Trainingseinheit ein, um besser reiten zu lernen. Man stellt Vergleiche unterschiedlich toter Pferde an. Man ändert die Kriterien, die besagen, dass ein Pferd tot ist. Und so weiter… ich könnte jetzt noch ein paar Seiten weiter über tote Pferde philosophieren.

Ich bin ja auch Jemand, der ziemlich lange an manchen Dingen festhält. Aber auf der anderen Seite kann ich mich auch umdrehen und die Dinge sein lassen wie sie sind. Tote Pferde gibt es überall, ob im Job, in der Beziehung oder im restlichen Leben. Es gibt Dinge, die funktionieren einfach nicht mehr – egal wie sehr man sich auch einredet, dass am Ende alles gut wird.

Die Frage ist immer, was man wirklich wirklich will. Wenn man die Dinge, die einem Kraft und Energie rauben einfach loslässt und sich auf die Dinge konzentriert, die einem sogar noch Energie geben, dann hat man viel gewonnen. Sich mit den Dingen beschäftigen, die einen weiterbringen und Spaß machen – das ist es. Vor allem muss man mutig sein und sich auf die neuen Dinge einlassen. Ja, es ist neu und unbekannt und man kann auf die Schnauze fallen – ja und? Dann stehst du auf klopfst dir den Staub von den Klamotten und machst weiter. Sei dankbar, dass du diese Erfahrung machen durftest. Das bringt dich weiter und du darfst dich entwickeln.

Wie viele Male hast du dich schon von deinem Partner getrennt und gibst ihm immer wieder eine Chance? Glaubst du wirklich, dass auf einmal alles besser wird? Weshalb sollte es das? Es ändert sich nichts, nur weil es gerade so bequem ist und man es schon kennt.

Im Job ist es das Gleiche. Weshalb machst du die Dinge, mit denen du nicht glücklich und zufrieden bist? Geld kannst du auch mit den Dingen verdienen, die dich glücklich machen. Es ist eine Frage der Einstellung wie lange du dir das antun willst. Wie lange bist du bereit diesen Schmerz auf dich zu nehmen?

Generell gibt es im Leben Dinge, die einfach zu nichts führen – egal wie sehr man es sich auch wünscht. Wichtig ist, dass man das erkennt und es auch mal gut sein lässt. Versteh mich nicht falsch, ich meine nicht, dass du Dinge einfach sein lassen sollst, weil sie nicht einfach sind oder nicht gleich funktionieren. Ich meine die Dinge, die einfach wirklich keine Zukunft haben, dich von deinen eigentlichen Dingen abhalten oder dir einfach nicht guttun – ein sprichwörtlich totes Pferd eben. Wenn du merkst, dass es vorbei ist, dann steig vom „Pferd“ und lass es sein.

Ich habe aber auch eines gelernt in meinem Leben, nämlich, dass man für seinen Erfolg wirklich hart arbeiten muss. Ansonsten braucht man sich nicht wundern, wenn es nicht funktioniert und es einem nicht gut geht. Viele, die sich selbstständig machen denken, dass sie dann viel mehr Freizeit haben. Aber das ist der größte Quatsch, den es gibt – nicht umsonst sagt man, dass man als Selbstständiger Selbst und ständig arbeitet. Wenn man dann etwas macht, was einem nicht wirklich Spaß macht, dann ist man selbst schuld. Ich bin zwar nicht selbstständig, aber ich liebe das, was ich tue und ich tue es aus vollem Herzen. Ich liebe Baustellen – je komplexer und komplizierter, umso lieber. Am Anfang tue ich mir manchmal auch schwer, aber wenn ich es mal geknackt habe, dann bin ich immer Feuer und Flamme.

Genau diesen Moment feiere ich dann auch. Früher habe ich das nie getan, aber inzwischen lasse ich mich drauf ein und ich genieße den Moment. Denn sie sind viel zu selten, wo man das Projekt endlich zu seinem ganz eigenen Ding macht und aus dem Herz heraus agiert. Ja, Ich mache einfach meinen Job, aber ich mache ihn aus vollster Überzeugung und nicht weil ich Jemandem etwas beweisen muss – ich tue das, weil ich es liebe. Ich bin stolz auf das was ich erreicht habe und ich lasse mich auf die neuen Herausforderungen in meinem Leben ein.

Ich liebe auch die lauen Sommernächte, in denen man ewig draußen sitzen kann, entspannt ein Glas Wein trinken und den Sternenhimmel anschauen kann. Was braucht man mehr? Es braucht nicht viel, um es sich einfach gut gehen zu lassen. Aber das Wenige sollte man dann umso mehr genießen, denn es gibt einem so unglaublich viel Kraft und Energie.

Wirklich toll an solchen heißen Tagen sind auch leckere Drinks mit Früchten und Eis drin. Ich liebe es ganz einfach mein Wasser mit Zitronen-, Limetten- oder Grapefuitspalten, frischer Minze und Eiswürfeln zu pimpen. Das alles in einen großen Krug, im Kühlschrank ziehen lassen und dann genießen. Eine super Alternative zu den Fruchtspalten sind auch TK-Früchte, dann braucht man nicht mal Eiswürfel dazu und es sieht immer toll aus.

Ebenso liebe ich Eistee. Nicht diese zuckerige Plörre aus dem Supermarkt, sondern einfach meinen geliebten Darjeeling oder auch jeden anderen Tee in der Kanne kochen, abkühlen und dann mit frischer Zitrone, einem Spritzer Ahornsirup und Eiswürfeln trinken.

Auch supercool, einen Espresso kochen, kurz stehen lassen und dann eine Kugel Vanilleeis dazutun – yummie. Es gibt so tolle Dinge, die einfach nur im Sommer toll sind. Da ich den ganzen Tag auf der Baustelle bin und es dort meistens nicht möglich ist sowas zu machen, habe ich in meiner Wasserflasche, eine ein Liter Alubottle, oft verschiedene Obstpalten, die dem ganzen dann ihren Geschmack geben. So verbrauche ich nicht andauernd irgendwelche Plastikflaschen, Glas geht wegen der Bruchgefahr nicht, und habe meine Erfrischung immer dabei oder kann nachfüllen.

Besonders cool ist es an diesen Tagen nach der Arbeit nach Hause zu kommen, sich in den Badeanzug zu schmeißen und dann in den See stürzen zum Abkühlen. Es gibt nichts Besseres. Vor allem, wenn man diesen Luxus genießen darf und ein so wunderbares Ambiente vor der Nase hat, das einfach ein Traum ist. Ich bin wirklich dankbar, dass ich diesen Schritt gemacht habe und man ihn mir auch ermöglicht hat.

Danke für diese wunderbaren Nächte und diese wunderschöne Umgebung. Genießt das Leben, es ist so schön. Ich hab euch lieb.

#mondaymotivation

Ich glaube das kennt wirklich Jeder – es ist Montag und eigentlich würde man lieber liegenbleiben, den Tag genießen, im See schwimmen gehen und in den Sonnenschein hinausgehen. Stattdessen klingelt der Wecker und es ist nicht mal richtig hell, weil es regnet und man früh auf der Baustelle oder im Büro sein muss. Auch ich habe solche Tage, egal ob ich meinen Job liebe oder nicht.

Vor allem ist in den letzten Monaten soviel passiert, dass ich inzwischen ganz schön platt bin. Doch vor mir liegt ein wunderbares neues Projekt, in das ich schon einsteigen durfte und das jetzt meine ganze Aufmerksamkeit erfordert und das eine wirkliche Herausforderung ist. Wenn ich das rocke, dann gewinne ich nach den Erfahrungen, die ich in diesem Jahr schon sammeln durfte, und denen aus dem neuen Projekt, auch Kriege. Es war eine schöne Zeit in Ulm und ich bin wirklich dankbar, dass ich die Chance hatte Teil dieses tollen, internationalen Teams zu sein und die Dinge voranbringen konnte.

Wie eine Kollegin dort so richtig gesagt hat, ich habe es geschafft dort einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen und es richtig gut gemacht zu haben. Es sind meistens die Frauen, die das nicht wirklich begreifen und die den Wert ihrer Arbeit nicht erkennen. Immerhin müssen für eine Nachfolge gleich drei verschiedene Personen eingekauft werden – für einen Job, den ich einfach gemacht habe. Schon kurios. Einer meiner Geschäftsführer nannte es die eierlegende Wollmilchsau, als man einen Nachfolger für mich suchte. Ich wurde als Tier abgestempelt!!! Hahaha

Der Duden sagt folgendes dazu: Eierlegende Wollmilchsau (auch eierlegendes Woll(milch)schwein) ist eine umgangssprachliche Redewendung, mit der etwas (eine Sache, Person oder Problemlösung) umschrieben wird, das „nur Vorteile hat, alle Bedürfnisse befriedigt, allen Ansprüchen genügt“.[1] Die Redensart veranschaulicht diese Idealvorstellung anhand eines imaginären Nutztieres, das als Hybridwesen die Vorzüge verschiedener Tierarten, nämlich von Huhn (Eier legen), Schaf (Wolle liefern), Kuh (Milch geben) und Schwein (Fleisch) in sich vereint.

Dabei habe ich einfach meinen Job gemacht und hatte richtig Spaß dabei. Vor allem konnte ich in diesem spannenden Projekt meine ganzen Kenntnisse und Fähigkeiten einsetzen und das ist super. Ich fand es ganz normal, den ganzen Tag Englisch zu sprechen und mich auch mit Fassaden, Ausbau, Brandschutz und Reinräumen auszukennen, denn das sind Dinge, die ich auch schon in meinen vorherigen Projekten hatte und die mir wirklich Spaß machen. Aber auch der Teamgeist dort hat wirklich gestimmt und ich muss schauen, dass ich das jetzt hierher, in die Schweiz, transportiert bekomme. Denn es liegt an mir selbst wie es wird und nicht an den Umständen.

Deshalb ist es wichtig, dass ich mich darauf einlasse und auch wenn der Motivationslevel mal nicht ganz so hoch ist, die folgenden Dinge angehe.

Mach dein Ding. Tu es einfach. Das Wetter wird nie perfekt sein. Mal ist es zu heiß und mal zu kalt oder zu nass. Aber über den Wolken scheint immer die Sonne. Einfach machen – könnte ja gut werden. Denn viel zu oft glauben wir, dass es nicht gut ist oder wir nicht gut genug sind, aber das ist Quatsch. Du bist genau so gut, wie du bist. Lass dir von Niemandem etwas anderes einreden. Auch wenn du glaubst, dass du dich niemals wirklich integrieren oder so tief ins Projekt eintauchen wirst wie die Anderen, das stimmt nicht. Die Anderen haben andere Erfahrungen machen dürfen und du hast deine gemacht, es ist normal, dass es nicht immer dieselben sind. Denk dran, Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden und die anderen hatte über Jahre Zeit da hinein zu wachsen.

Schieb nichts auf. Das bringt erstens nichts, weil man die Dinge trotzdem erledigen muss – nur halt später und dann kommt auch meistens noch der Druck hinzu, dass man sie endlich erledigen muss. Außerdem kommt man so einfach auch in seinen eigenen Flow. Für mich gibt es nichts Schlimmeres, als wenn ich Leerlauf habe. Dann ist nichts mit mir anzufangen und ich bekomme auch nichts mehr auf die Reihe. Ich bin einfach ein Macher und deshalb brauche ich immer was zu tun und wenn mal nicht soviel los ist, dann schaue ich wie ich an meiner Struktur arbeiten kann. Versteh mich nicht falsch, ich brauche auch mal eine Auszeit oder genieße das Leben am See und in dieser tollen Stadt Zürich, aber ich liebe meinen Job und ich mache ihn einfach gerne.

Hab Spaß. Das ist ganz wichtig, sonst wird das alles nix. Jemand, der an seinem Job keinen Spaß hat, der sollte einfach schauen, was er sonst noch machen möchte. Auf Dauer erfüllt es Niemanden etwas zu tun, was man nicht mag. Es lohnt sich manchmal einfach über den Tellerrand zu schauen und zu sehen, was es sonst noch gibt und was einem liegt. Ich hatte auch mal einen Job und Kollegen, die ich nicht wirklich mochte – aber mein Boss mochte mich und er fand, dass ich dem ganzen mal eine Chance geben sollte. Ich habe damals wirklich hart an mir und meiner Einstellung gearbeitet bzw. arbeiten müssen, aber es hat sich gelohnt. Denn ich habe den Job, den Laden und die Kollegen geliebt  – am Ende hatte ich die tollste Abschiedsfeier, die man sich vorstellen kann.

Sei glücklich. Auch wenn du mir jetzt vielleicht sagst, dass Niemand immer glücklich sein kann, dann kann ich dir nur rechtgeben. Aber es ist eine Sache der Einstellung wie man mit den verschiedenen Situationen umgeht. Denn auch aus den schlimmsten Situationen können wir die Dinge für uns mitnehmen und daran wachsen. Deshalb sieh in den Dingen, die dich am meisten stressen und herausfordern nur das Beste. Sie führen dich am Ende zu den schönsten Plätzen in deinem Leben.

Mir geht es gerade ähnlich, denn ich wollte mein letztes Projekt liebend gerne weiterführen. Aber durch meinen neuen Vertrag bin ich jetzt in der Schweiz verpflichtet und man will hier keine Abstriche machen – ich eigentlich auch nicht. Ich fand das am Anfang total schrecklich und habe mich total dagegen aufgelehnt, aber es hilft sowieso nichts. Außerdem ist es auch Quatsch, denn ich habe mich ja für das Projekt hier entschieden und auch für mein Leben hier. Das mir das Pharmaprojekt und das Team dort in Deutschland so gut passen würde, konnte kein Mensch am Anfang des Jahres absehen. Es ist vor allem auch unfair den neuen Kollegen gegenüber, denn die sind auch ganz toll – das braucht bloß noch Zeit. Besonders die Herausforderung dieses Projektes, bei dem jeder sagt, dass es doch einfach nur langweiliger Wohnungsbau ist, ist viel größer als man denkt. Denn es ist eine energetische Sanierung im laufenden Betrieb. Die Herausforderungen sind also viel größer als bei jedem anderen Projekt, denn es schauen uns mehrere tausend Menschen auf die Finger – jeden Tag. Das ist schon der Wahnsinn und genau das liebe ich so.

Ich habe in den letzten Monaten so unglaublich viele neue Erfahrungen machen und Eindrücke sammeln dürfen und das ist einfach irre, aber mir hat die Schlagzahl viel Spaß gemacht und sie ist genau das, was ich so liebe. Ich habe neben dem Projekt in Ulm auch noch das in Tübingen begleitet, in der Schweiz angefangen zu arbeiten und daneben noch diverse Projekt im Rahmen von Corona, bei uns intern, betreut.

Vor allem, lass dir die Dinge nicht von anderen Menschen einreden oder setze dich selber herab. Du machst einen tollen Job und hast Spaß dabei. Vielleicht geht es mal ein wenig gemächlicher vorwärts, aber das ist vollkommen in Ordnung. Es ist dein Weg und nur du bestimmst wie schnell du bist. Nach dem regnerischen Montag wird es auch wieder besser und die Sonne scheint.

Der Vorteil jetzt ist dieser tolle See, den ich einfach genießen kann und wo ich meine Seele einfach baumeln lassen kann. Es ist wunderschön hier in Zürich und die Stadt hat eine unglaubliche Lebensqualität und ich habe das große Glück, dass ich das jetzt einfach genießen darf. Vor allem habe ich in den nächsten Wochen auch noch genügend Zeit dafür und dafür bin ich gerade total dankbar.

Nach dieser ganzen Schufterei, die sich wirklich gelohnt hat, und nachdem man mich als „Hybrid-Wesen“ bezeichnet hat, habe ich es auch verdient dies ein wenig zu genießen und den Erfolg zu feiern – das machen wir eh viel zu wenig. Ja, es ist noch nicht alles fertig, aber es sind auch die kleinen Schritte, die zählen und die so wichtig sind im Leben. Sie sind meistens viel zu schnell vorbei und dann stellt man sich und sein tun wieder in Frage.

Doch das tun wir jetzt nicht! Wir genießen den Sommer und die tolle Zeit und sind dankbar, dass Montage manchmal auch ein wenig entspannter sein dürfen.

Ich hab dich lieb.

#thebest

Wir alle sind ständig dabei, uns innerhalb unserer eigenen Grenzen zu bewegen. Obwohl das Universum uns keinerlei physische Barrieren setzt, glauben wir, nur in bestimmten Grenzen operieren zu können. Angst hält uns grundsätzlich davon ab, Dinge zu tun, die wir nicht kennen oder können. Sie will uns vor dem Ungewissen bewahren. Um sie zu besiegen müssen wir an unserem Mut arbeiten. Wir müssen über uns selbst hinauswachsen und die Dinge einfach angehen und das Beste wollen – auch wenn das nicht immer bequem ist.

Je mehr Angst oder Respekt wir davor haben umso besser. Du weißt, dass du auf dem richtigen Weg bist, wenn es für dich am Schwersten ist. Lass dich drauf ein und du wirst sehen, was alles passiert und was du erreichst und bekommst – das Beste für dich. Das Leben wird dir Steine in den Weg legen, ohne Rücksicht darauf zu nehmen, ob du damitklarkommst. Das gilt für alle Bereiche deines Lebens, nicht nur für den Job oder Hobbies, sondern auch für deine Beziehungen – sowohl für den Partner, aber auch für Freunde. Lass dich nicht länger auf Menschen ein, die nicht gut für dich und dein Leben sind und dich runterziehen, nur weil es gerade so bequem ist sie zu haben.

Darum warte auf den Mann, der dein Schutzschild sein wird, wenn dich das Leben auf die Probe stellt. Der Mann, der dir zeigt, egal was passiert, dass er immer für dich da sein wird. Ein Mann, der sich nicht verdrückt, nur weil du in ein Loch fällst, sondern, der dich dort wieder herauszieht. Warte auf den Mann, der dir ein gutes Gefühl gibt. Einen Mann, der dir Luftschlösser baut, die sich dann nicht als leere Versprechungen herausstellen. Ein Mann, der weiß, dass Taten schwerer wiegen als alle Worte jemals könnten. Und gib dich nicht mit weniger zufrieden, bis genau dieser Mann in dein Leben tritt. Gib dich nicht mit einer Person zufrieden, die dir nur gewöhnliche Liebe schenkt, denn du verdienst etwas Außergewöhnliches.

Du verdienst jemanden, der dir das Gefühl gibt wunderschön zu sein. Jemand, der all deine Fehler sehen und lieben wird. Jemand, der dich so lieben wird, wie du bist und nicht irgendeine Idealvorstellung von dir. Warte auf den Mann, der dich mit Treue überhäuft und dich nicht mit der Erstbesten betrügt, nur weil er mal wieder mit sich selbst oder seinem Leben nicht klarkommt. Jemand, der dich niemals mit dem Gefühl zu Bett gehen lässt, du wärst nicht gut genug. Jemand, der dir das Gefühl gibt, die einzige Frau in seinem Leben zu sein. Wenn du den Raum betrittst, werden seine Blicke nur auf dich gerichtet sein und sein Lächeln wird so strahlen, sodass man gut und gerne das gesamte Universum damit ausleuchten könnte. Und wenn du in seinen Armen einschläfst, fühlst du dich in Sicherheit. Du weißt, dass du zu Hause bist.

Warte auf den Mann, der dich respektiert. Ein Mann, der deine Träume und Leistungen niemals schmälern wird, nur um sich selbst besser zu fühlen. Warte auf jemanden, der deine Träume respektiert und sie mit dir gemeinsam realisiert. Jemand, der deine Vergangenheit respektieren wird und dich niemals geringschätzen wird, nur weil du einmal gebrochen wurdest. Jemand, der die Stärke hinter dem Schmerz erkennen wird, die Leidenschaft hinter den Mauern und die Stürme hinter der Ruhe. Warte auf den Mann, der wie ein Löwe für dich kämpft.

Ein Mann, der seine Ängste für dich bekämpft. Ein Mann, der sich nicht davor scheut, auch deine Ängste zu bekämpfen. Jemand, der dir vor Augen führt, dass die Liebe alle Mühen wert ist, jemand, der dir zeigt, dass es so etwas wie Schicksal gibt und euch das zusammenbrachte. Jemand, der dem Schmerz geradewegs in die Augen schaut und es mit ihm für dich aufnimmt. Jemand, der deine Tränen wegwischen und keine verursachen wird. Warte auf die Liebe, die deine Wände zum Einsturz bringen wird und dich darüber nachdenken lässt, warum du diese Wände überhaupt erst errichtet hast. Die Liebe, die dein gebrochenes Herz heilt und wieder zum Schlagen bringt. Die Liebe, die sich lieber opfert, als jemanden zu verletzen. Die Liebe, die gegen die Hölle kämpfen wird, nur damit du im Himmel bleiben kannst.

Gib dich nicht mit weniger zufrieden, nur weil es gerade einfach ist. Toxische Menschen machen dich kaputt. Sie ziehen dich runter und du fühlst dich nicht wirklich wohl, auch wenn du dir das vielleicht immer wieder einredest. Ich will für mich und mein Leben sowas nicht. Ich lasse mich auf die Liebe ein und ich habe Spaß dabei.

Wenn man etwas wirklich will, dann bietet einem das Leben oft erstmal was anderes an – eine Kopie, eine Fälschung oder etwas weniger Großes. Einen kleinen, faulen Kompromiss eben und nicht das, was in deinem Herzen wirklich brennt. Nein, es ist nicht das, was du eigentlich wolltest und es ist auch nicht perfekt für dich. Es ist das, wovon du vielleicht immer geträumt hast, aber manipuliert eben – also nicht wirklich dein Traum, nur ein billiger Abklatsch.

Vielleicht sieht es wie eine Abkürzung zu deinem Ziel aus, aber es ist fraglich, was du wirklich damit erreichst. Vielleicht ist es eine Traumperson, bei der du Abstriche machen und beide Augen zudrücken musst, damit es passt oder dich auf einen faulen Kompromiss einlässt. Du bekommst genau das, worauf du dich einlässt, aber hast du wirklich davon geträumt?

Ich mache das inzwischen nicht mehr. Früher bin ich auch immer lieber den sicheren Weg gegangen und habe versucht es auch noch allen recht zu machen. Aber jetzt mache ich nur noch, was für mich und mein Leben, meine Liebe wichtig ist. Was nützt mir ein Partner, der nicht zu mir und meinem Leben und unserer Beziehung steht.

Ich liebe es gemeinsam Zeit zu verbringen, jetzt den See zu genießen, schwimmen und SUP oder Boot fahren zu gehen und abends entspannt auf dem Balkon sitzen. Einfach die Sonne auf meinen Bauch scheinen zu lassen und mich auf die Zukunft zu freuen.

Mir ist es egal, wenn andere Menschen sich gegenseitig betrügen, regelmäßig zoffen und sich vom Partner aushalten oder das Auto finanzieren lassen. Ich gehe meinen Weg und ich lasse mich nicht auf weniger ein, auch wenn das andere auch noch so verlockend und einfach aussieht. Ich stehe nicht auf halbseidene Abkürzungen oder alle paar Wochen mal einen Abend mit dem Partner. Ich lasse mich auch mich und mein Herz ein und ich folge den Dingen, die mir wichtig sind – egal wie viele Anläufe ich dazu brauche. Ich bin in den Dingen klar und einfach strukturiert und stehe dazu.

Wenn eins nicht knapp ist auf dieser Welt, dann sind’s die Dinge, die wir tun können, die Wege, die wir einschlagen und Angebote, die wir ausschlagen können.

Prioritäten setzen, klar. Das tun, was uns wirklich wichtig ist – auch klar. Denn die Sache kann schnell gelaufen sein. Wie in dem Scherz: „Ich habe eine gute Nachricht und eine schlechte“, sagte der Arzt, „Die gute: Sie haben noch einen Tag zu leben; die schlechte: Ich hab gestern vergessen, Ihnen das zu sagen“. Und welche Reue könnte schlimmer sein als die im Sterbebett, wenn wir zu viel Zeit verplempert haben mit dem, was kein bisschen zählt. Und wie können wir nicht durchdrehen, untergehen in der Flut unserer Träume, während wir gleichzeitig mehr Freizeit und mehr Kohle wollen, schwanger sein und abnehmen wollen, als Künstler und Unternehmer durchstarten, die Welt bereisen und das Zuhause verschönern wollen?

Nimm einen Zettel und schreib die 25 wichtigsten Ziele auf. Kreise deine wichtigsten fünf Ziele auf diesem Zettel ein. Nimm dir Zeit dafür. Spür in dich hinein. Nun hast du praktisch zwei Listen: Liste A mit den fünf umkreisten wichtigsten und Liste B mit den nicht umkreisten restlichen Zielen. Nach diesen Listen lebst du jetzt.

Aber versteh mich nicht falsch, denn alles, was du nicht umkreist hast, ist jetzt auf der Auf-jeden-Fall-vermeiden-Liste und diese Dinge bekommen ab sofort keine Aufmerksamkeit mehr von dir. Wenn du deine fünf Ziele erreicht hast, kannst du dich wieder damit beschäftigen. Aber vorher solltest du dich damit nicht ablenken lassen, ansonsten verzettelst du dich nur.

Leg den Fokus auf das, was dich wirklich erfüllt, etwas bedeutet, wofür es sich zu kämpfen lohnt. Das ist’s, was wir brauchen. Das Beste eben. Nicht mehr Zeit. Bis auf fünf Dinge sämtliche Vorhaben streichen, nicht nur hinter die wichtigsten schreiben. Ganz ehrlich: Wie viele Projekte hast Du gerade in Deinem Leben? Wahrscheinlich ist die Antwort: zu viele.

So geht es mir gerade auch, aber es gibt tolle Menschen in meinem Umfeld, die da sind und dafür sorgen, dass es mir gut geht und die Dinge sich endlich sortieren. Ich werde jetzt meinen Sommer am See genießen und einfach Spaß haben. Ich habe meine Prioritäten definiert und es wird gut werden.

Lass dich drauf ein, mach das Beste und hab einfach Spaß dabei. Hab dich lieb

Sieh nach vorn

Alles was passiert, kann dir beim Wachsen helfen – auch, wenn es gerade nicht so aussieht. Die Zeit arbeitet mit dir, meißelt dein wahres Ich aus dem Steinblock, wenn du sie lässt. Das kann schmerzen, sehr sogar. Ganze Brocken haut sie weg, von denen du geglaubt hast, sie würden zu dir gehören – alte Träume, Täuschungen, Beziehungen. Doch unter diesen Brocken kommt eins immer mehr zum Vorschein: Deine ureigene Kraft.

Ich kenne das nur zu genau. Denn eigentlich würde ich gerne an den guten Dingen in meinem Leben festhalten und genau so weitermachen. Aber ich habe ja beschlossen noch mal einen Schritt in meinem Leben zu machen und neu anzufangen. Dieser Neuanfang wird jetzt aber durch die Ereignisse in den letzten Monaten einfach auf den Kopf gestellt und es ist auf einmal alles anders, wie ich es so schön geplant hatte. Aber das gehört zu meinem Wachstum scheinbar dazu und ich lasse mich auf diese neuen Dinge ein. Die Angst vor der Zukunft und der neuen Verantwortung, die neue Umgebung und das neue Land – all das beschäftigt mich im Augenblick und macht mir Angst. Doch genau diese Angst zeigt mir, dass ich alles richtig mache.

Alles, was ist, vergeht. Auch die Angst. Alles, was wird, vergeht. Jeder Moment ist schon im nächsten unwiederbringlich fort, nicht mehr greifbar, nicht zu kopieren. Lass dich drauf ein. Alles verändert sich. Je mehr wir den ständigen Wandel akzeptieren und ihm ins Gesicht sehen, je weniger wir den Blick abwenden, desto leichter wird das Leben. Wir können diese Wahrheit feiern. Wir sind frei. Mehr noch: Sie erinnert uns auch an die Kostbarkeit von allem, was uns lieb ist. Unsere Gesundheit, das Lächeln des Kindes, die Massage des Partners, unsere Jobs, den Sonnenschein, die Sterne am Himmel.

Leben heißt leiden, sagen die Buddhisten. Denn wir Menschen wollen festhalten, was nicht festzuhalten ist. Haften an materiellen Dingen ebenso an wie an unseren Erwartungen und guten Gefühlen. Weil alles fließt, stehen wir früher oder später wieder mit leeren Händen da (und sogar unsere leeren Hände sind natürlich irgendwann Staub). Je mehr wir uns gegen diesen Fakt wehren und je mehr wir die schmerzhaften Gefühle vermeiden verdrängen wollen, die damit einhergehen … desto mehr haben sie uns in ihrer Gewalt.

Oft erleben wir es als Scheitern, wenn das Leben von unseren Erwartungen abweicht oder wir Schmerz erfahren. Als würden wir es einfach nicht gebacken bekommen. Als wären wir nicht gut genug. Dabei ist das Leiden nun mal ein Teil des Lebens. Es gibt kein dauerhaft „perfektes“ Leben. Für niemanden von uns. Wir können das Leben, wie es angeblich sein sollte, loslassen … und das Leben umarmen, was wir haben. Immer wieder, in kleinen Schritten.

Wir können uns verändern, an jedem Ort, zu jeder Zeit. Uns weiterentwickeln, vergeben, gelassener werden, dankbarer, stärker, uns neu erfinden. So werden wir frei von dem, was die Gedanken uns über uns und unsere Grenzen erzählen wollen. Wir können mehr auf das hören, was gerade stimmig ist für uns. Wir können eintreten in den Fluss … und uns tragen lassen.

Aber es gibt Dinge im Leben, die können wir nicht ändern. Wenn die Beziehung nicht nur in Scherben liegt, sondern in Millionen kleiner, gefährlich scharfer Splitter, die sich nie wieder zusammenkleben lassen. Wenn der Hund tot ist (vielleicht erstickt in der Handtasche), der Job verloren, die schwere Krankheit oder die ungewollte Schwangerschaft da ist… dann gibt es kein Zurück mehr. Sondern nur noch zwei Möglichkeiten. Entweder wir bleiben stehen am Grab der Vergangenheit. Oder wir gehen weiter, sobald wir soweit sind, und schreiben die nächsten Kapitel unserer Zeit hier auf der Erde.

Für die erste Möglichkeit brauchen wir … nun ja, möglichst viel Mitgefühl und Verständnis von außen. Für die zweite Möglichkeit eine neue Einstellung. Eine, die uns neue Gedanken ins Hirn pflanzt, neue Augen in den Kopf und neuen Mut ins Herz. Eine andere Einstellung, ja, gern, aber wie?

Eingestehen, dass es uns nicht gut geht. Der erste Schritt ist immer, den Kampf gegen die Realität aufzugeben. Auszusteigen aus dem Kreislauf des Wünschens, dass es anders sei als es ist, „wieder gut“ sei. Stattdessen das Eingeständnis: Zunächst mal ist es einfach nur beschissen. Die Situation ist beschissen, wir fühlen uns beschissen und hier und jetzt sieht alles so beschissen aus, als hätte eine 30 Meter große Kuh vor die Füße gekackt (oder auf uns drauf).

Diese Phase des Zulassens – so schwer das auch ist – lässt sich genauso wenig überspringen wie der riesige braune Haufen der Kuh. Alle Versuche in diese Richtung werden uns nur noch tiefer reinreiten. Denken wir an das, was der buddhistische Lehrer Jack Kornfield sagte: „Die Dinge loszulassen bedeutet nicht, sie loszuwerden. Sie loslassen bedeutet, dass man sie sein lässt.“ Ja, da ist Schmerz. Ja, da ist Traurigkeit. Ja, da ist Verzweiflung und Angst und Einsamkeit. Und nein, was passiert ist, wird nicht ungeschehen.

Verantwortung übernehmen. Der stoische Philosoph Epiktet sagte vor knapp 2.000 Jahren: „Wir Menschen werden nicht gestört oder zerstört von den Dingen, die uns wiederfahren. Sondern von unseren Gedanken und Meinungen über diese Dinge. Wenn wir wütend sind, ängstlich, enttäuscht oder traurig, lass uns das nicht anderen oder der Situation zuschreiben, sondern uns selbst, das heißt: unseren Gedanken und Meinungen.“

Die moderne Wissenschaft bestätigt das. Der US-amerikanische Psychologe und Vorreiter der kognitiven Psychotherapien Dr. Albert Ellis, konnte zeigen, dass die Reaktion von Menschen auf Ereignisse zu einem großen Teil von ihren Einstellungen bestimmt wird. Von ihrer Sicht auf das Ereignis, nicht vom Ereignis selbst. Das macht sie glücklich oder unglücklich, lässt sie wackeln, zusammenbrechen oder widerstandsfähig sein.

Im zweiten Schritt können (und sollten) wir also die volle Verantwortung für uns und unser Leben übernehmen. Beginnend bei unserer Einstellung. Die ist nämlich nichts Angeborenes, kein lebenslängliches Urteil und wir können sie trainieren. Die wenigsten Situationen sind schließlich nur schlecht. Es ist an uns, das Gute daran zu finden. Das bringt uns zum nächsten Punkt.

Fragen sind die Antwort. Unser Gehirn ist wie Google. Was wir fragen bestimmt, welche Antworten wir bekommen. Fragen lenken unseren Geist, sind wie Weichen an Schienen, die uns entweder weiter und weiter ins Unglück führen … oder in die Freiheit.

Hilfreiche Fragen sind: Was ist gut an dieser Situation? Wenn Dir nichts einfällt: Was könnte ich gut daran finden, wenn ich irgendwas gut daran finden müsste? Was kann ich aus dieser Erfahrung lernen? Wie kann ich sie nutzen für eine bessere Zukunft? Kann ich wirklich wissen, dass es wahr ist? Diese Frage kann schädlichen und unangemessenen Gedanken die Macht entziehen. Zum Beispiel „Ich werde nie wieder glücklich sein!“ oder „Was passiert ist, ist bestimmt nur eine Strafe, die ich verdient habe!“ oder „Immer ziehe ich das Pech an!“ … Wenn wir ehrlich sind, können wir gar nicht wissen, ob das stimmt. Klar ist nur, dass uns so zu denken nicht unterstützt. Was kann ich mir heute Gutes tun? Und, ganz besonders, die Übermutter aller guten Fragen: Wofür bin ich dankbar?

Diese Frage wirkt nachweislich wie ein Antidepressivum. Das haben Hirnscans an der University of California, Los Angeles (UCLA) gezeigt: „Dankbarkeit beeinflusst unser Hirn auf einer biologischen Ebene. Zuerst aktiviert Dankbarkeit – wie ein Antidepressivum – die Region im Hirn, die den Neurotransmitter Dopamin produziert, der daraufhin ausgeschüttet wird. Umso mehr, wenn wir für andere Menschen und ihr Verhalten dankbar sind, das regt nämlich die speziellen sozialen Dopamin-Kreisläufe an. Weiterhin regt die Frage – ebenfalls wie ein Antidepressivum – jene Hirnregion an, die den Neurotransmitter Serotonin produziert. Beides zusammen hebt unsere Stimmung mitunter sehr deutlich.“ Francis Bacon brachte es auf den Punkt: „Es sind nicht die Glücklichen, die dankbar sind. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.“

Positive Wörter wählen. Ich bin kein Fan von zwanghaftem „positivem Denken“ und glaube nicht, dass wir uns per „Gesetz der Anziehung“ alles beim Universum bestellen können. So schön das vielleicht auch wäre. Aber: Positiv zu sein kann uns durchaus helfen.

Nutzen wir positiv besetzte Wörter wie „Liebe“ und „Frieden“, können wir Einfluss darauf nehmen, wie unser Gehirn funktioniert, indem wir damit Areale im Frontallappen stärken und so unser logisches Denken verbessern. „Durch intensives Wiederholen positiver Worte, positiver innerer Bilder und Gefühle können sogar jene, die genetisch eher zum Unglücklichsein neigen, ihr Gehirn neu strukturieren und eine optimistischere Einstellung zum Leben gewinnen.“

Das muss überhaupt nicht immer gelingen. Jedes Mal, wo wir einen negativen, wenig konstruktiven Gedanken wahrnehmen, ihn hinterfragen und gegen einen hilfreichen austauschen, ist das eine wertvolle Sache. Mario Andretti war einer der erfolgreichsten Rennfahrer aller Zeiten. In einem Interview fragte man ihn, welchen wichtigsten Rat er angehenden Fahrern geben würde.

Seine Antwort: „Wenn du von der Straße abkommst, schaue nicht auf die Wand oder du rauschst voll hinein. Richte deinen Blick gleich wieder auf die Straße. Dein Auto fährt, wohin du schaust.“ Der Fahrer weiß, dass die Wand da ist. Er tut nicht so, als wäre nichts. Aber mit dem Wissen um das Problem richtet er seinen Blick so schnell wie möglich wieder auf das Ziel, auf den Ort, wo er hin will.

Was passiert, wenn man das nicht macht, zeigen Statistiken aus den USA. Dort gibt es auf den Highways unverhältnismäßig viele tödliche Zusammenstöße mit Telefonmasten. Obwohl diese nur in sehr großen Abständen stehen und dazwischen gar nichts ist als Weite … also auch keine Gefahr des Zusammenstoßes. Doch beim Abkommen von der Straße werden die Leute panisch. Sie konzentrieren sich auf die Masten und rasen direkt in sie hinein.

Dasselbe gilt für viele Schwierigkeiten in unserem Leben. Wir konzentrieren uns oft zu sehr auf das Problem und machen es damit größer. Ich denke da an die Sorgen und Ängste, die winzig begannen und zu Riesen wurden, wenn ich sie nur lange genug in Gedanken wälzte. Oder an die selbsterfüllenden Prophezeiungen, die allein deshalb eintraten, weil ich mit ihnen rechnete. An die vielen Male, in denen ich so um ein Problem kreiste, dass ich in meiner Verzweiflung gar keine Kraft mehr übrig hatte für die Lösung. Und an all das Gute, was ich nicht mehr sehen konnte, weil das Schwierige es in meinem Geist abdeckte wie eine große, kackbraune Plane.

Was ich lernen möchte? Meinen Kopf etwas eher zu drehen. Und an das zu denken, was aus der alten hawaiianischen Huna-Philosophie schon seit Ewigkeiten bekannt ist: Die Energie folgt der Aufmerksamkeit.

Erinnern wir uns daran, wenn wir mal wieder tüchtig herausgefordert werden: „Leben ist 10%, was passiert, und 90%, wie wir damit umgehen.“ Nicht alles, aber doch eine ganze Menge haben wir in der Hand.

Deshalb sieh nach vorn, hab Spaß und lass dich drauf ein.

DREAM BIG

Erfolg hat nichts mit Glück zu tun. Ich begegne manchmal materiell sehr reichen Menschen, die an innerer Armut leiden. Ich treffe Menschen, die reich geboren wurden und alles verloren haben. Es gibt bettelarme Hochbegabte, sehr erfolgreiche Durchschnittsbegabte oder die Menschen, die es schaffen sich von ganz unten an die Spitze eines erfolgreichen Unternehmens zu arbeiten oder es selbst aufbauen. Man braucht dafür keine speziellen Talente oder günstige Startbedingungen.

Du musst nur wissen, was du willst. Du musst langfristig Zeit und Energie in den Weg zum Erfolg investieren. Du musst bereit sein, Fehler zu machen, dich selbst in Frage zu stellen und dich oder die Situation verändern. Du musst die Dinge von ganzem Herzen wollen und dich von Hindernissen nicht aus dem Tritt bringen lassen. Hab keine Angst, wenn du etwas wirklich willst, dann werden sich die richtigen Wege finden. Ängste gehören dazu. Nimm sie an, durchdenke sie bis zur letzten Konsequenz und glaub an dich und deinen Weg.

Du brauchst keine Erlaubnis um erfolgreich zu sein. Wie oft hast du schon deine Freundin, eine Kollegin, deinen Partner, deine Eltern, deine Schwester, deinen Bruder, usw. um Erlaubnis gefragt? Ja, sicher sogar auch schon deinen Coach oder Mentor. Der Punkt dabei ist jedoch – du brauchst nicht zu fragen. Du brauchst nicht auf deren Antwort zu warten. Denn wenn du es wirklich willst, willst du es ohne dies tun. Wenn nicht, dann sagt dir dein Bauchgefühl, du sollst es lassen. Das ist bei mir immer der Fall.

Wann immer du andere vorschiebst und darauf wartest, dass sie dich bestätigen – egal ob im Positiven oder Negativen – gibst du die Verantwortung und Kontrolle ab. Es ist anschließend so leicht zu sagen – oder auch nur heimlich zu denken – hätte ich doch darauf gehört! Die Entscheidung gehört dir. Doch niemand kann dir deine Entscheidung letztlich abnehmen. Besser also, du stützt sie gleich auf das, was DU wirklich willst. Was dir tatsächlich wichtig ist.

Vielleicht glaubst du noch, dass du dieses Zureden oder Abraten brauchst – doch was du wirklich brauchst, wenn du das Spiel gewinnen willst, ist: Die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen. Doch niemand kann dir beantworten, was deine innere Stimme dir längst sagt. Was du im Inneren längst weißt. Fang an, darauf zu hören. Es ist alles bereits da!

Hör auf, um Erlaubnis zu fragen, ob die Entscheidung die richtige ist, der Mann an deine Seite passt, du wirklich ein Kind bekommen willst, du mit deiner Freundin reden sollst, du noch warten sollst, der Zeitpunkt der richtige ist, du alles aufgeben und ein neues Leben anfangen sollst, du gut genug bist, du die Dinge doch anders machen solltest oder oder oder..?

Diese Rückversicherung bringt dir rein gar nichts! Sie macht dich nicht mutiger. Das glaubst du nur. Sie macht dich nicht stärker. Das bildest du dir nur ein. Sie sorgt auch nicht dafür, dass du sicherer bist. Das ist bloß Wunschdenken und die Angst, dich falsch zu entscheiden.

Wenn es jedoch eine Art Wunderwaffe gibt, die erfolgreiche Menschen heimlich in sich tragen, dann ist es die Kunst, Entscheidungen zu treffen. Und egal wie sie ausgehen, daraus zu lernen. Zu den Entscheidungen zu stehen und die Einstellung zu besitzen, niemals darüber nachzudenken, was gewesen wäre, wenn sie sich anders entschieden hätten. Sie nehmen jedes Ergebnis als Feedback an. Es stärkt sie. Hilft ihnen, immer noch bessere Entscheidungen zu treffen. Was sie damit stärken, ist ihre eigene Intuition. Die Fähigkeit, sich selbst zu vertrauen und ihr eigener, bester Ratgeber zu werden.

Die schlimmste Entscheidung ist immer die, die du nicht triffst. Dein Warten. Dein Zögern. Deine Unsicherheit. Das kostet dich unendlich viel Erfahrung. Du selbst, und zwar nur du, bist für deine Entscheidungen verantwortlich. Sei bereit, diese Verantwortung auch zu übernehmen. Mach dir diesen feinen Unterschied bewusst zwischen (unbewusst) um Erlaubnis fragen und Essenzielles zu besprechen.

Du weißt längst, dass du diese Art der Erlaubnis nicht brauchst. Ja, vielleicht wäre der andere Weg der bessere. Kann sein.

Was, wenn du einfach alles tun könntest, was du willst? Wenn du alles umsetzen könntest, was an Ideen in dir herumschwirrt? Wenn du einfach alles realisieren würdest, was als klares JA aus dir herauskommt? Jede Idee. Jede Vision. Jeder Impuls. Jeder Text. Jede Message. Jeder Preis. Jedes Angebot. Jeder nächste Schritt. Und was, wenn du all das einfach tun würdest, ohne jemals wieder um Erlaubnis zu fragen? All das, wovon du spürst, dass es richtig ist? Was dann?

Du würdest herausfinden, dass das der einzige Weg ist, DEINEN Weg zu gehen. Und jetzt geh raus und mach dein Ding. DEINS. Weil du dich entscheidest. DREAM BIG

Verschwende deine kostbare Zeit nicht damit, Menschen zu überreden, die etwas anderes wollen als du. Gehe keine Wege ohne Herz. Hör auf in Geschäfte ohne Sinn zu investieren. Sei nicht mehr hart mit dir oder anderen. Hör auf für etwas zu grollen, was lange vorbei ist. Vor allem hör auf dich über etwas zu sorgen, was du nicht kontrollieren kannst. Sitze geistlose Gespräche nicht mehr aus. Lass deine Verletzbarkeit zu.

Investiere deine kostbare Zeit in Wege mit Herz und Beziehungen zu Menschen, die einem ähnlichen Seelenauftrag folgen. Lass dich auf Jobs und Projekte ein, die Menschen glücklicher machen. Führe lieber geistreiche, heilsame, witzige, erotische, provokante, erweckende Gespräche. Genieße gesunde Selbstironie. Lass Milde & Vergebung in deinem Leben walten, mit dir und allen anderen. Nimm dir Zeit für wahren Genuss und besondere Momente. Lebe dein Leben nach deinen eigenen Regeln und Wünschen und mach dich von Niemandem abhängig.

Mach deine Träume wahr und lass dich auf all die Risiken ein, die damit verbunden sind. Carpe diem. „Das Leben gehört dem Lebendigen an, und wer lebt, muss auf Wechsel gefasst sein.“ Goethe

Leben ist Veränderung – alles klar, bin dabei. Aber bitte nur, wenn die Veränderung a) exklusiv von mir gesteuert wird oder b) hollywood-like und zu meinen sofort ersichtlichen Gunsten geschieht. Sie könnte zum Beispiel einen Flatscreen gigantomanischen Ausmaßes mitbringen, eine saftige Gehaltserhöhung oder – ach, komm, wenn wir schon bei Veränderung sind, warum nicht gleich klotzen, statt kleckern? – einen Lottogewinn. Ich nehme auch gerne einen Gewichtsverlust von fünf Kilo über Nacht, begleitet von ein paar ansehnlichen Bauchmuskeln. Ich nehme den Traumprinzen. Den Traumjob in der Stadt, in der ich schon leben wollte, als ich noch ein kleines Mädchen war. Ich nehme im Grunde alles, was mein Leben auf Knopfdruck besser macht, inklusive der dazugehörigen Gefühle. Endorphin, Serotonin – her mit euch im Dauer-Abo!

Ansonsten ist, was mich angeht, sämtliche Veränderung eher unerwünscht. Meine Tür ist zu, und die Veränderung soll gefälligst draußen bleiben, schön in Entfernung. Sobald mein Leben Kurs auf Veränderung nimmt, habe ich zuerst einmal nur eines: die Hosen voll. Unfassbare, lähmende, panische Angst. Angst, die Dinge, die ich bisher kannte, die aufzubauen, einzurichten, sicherzustellen mich Zeit und Kraft gekostet haben, zu verlieren. Angst, etwas bis an mein Lebensende zu betrauern und zu vermissen. Angst, dass das Neue nicht so gut sein könnte wie das Alte. Angst, zu bereuen.

Denn machen wir uns nichts vor: Veränderungen sind eben nicht immer nur positiv wie geschrieben von liebestrunkenen Hollywood-Drehbuch-Autoren auf Happy Pills; beziehungsweise braucht es oft viel Zeit, auch in einer eher negativen Veränderung irgendwann etwas Positives sehen zu können. Veränderungen können weh tun. Uns möglicherweise etwas abverlangen, was uns (jetzt noch) undenkbar erscheint.

Fakt ist aber auch: Veränderungen warten nicht draußen. Sie kommen. Sie rollen über uns hinweg. Machen uns platt. Und wir können nichts dagegen tun – höchstens: lernen, mit ihnen umzugehen. Uns auf sie einzustellen. Die Welle reiten, ohne sofort in kalter Panik zu ertrinken. Und zwar so:

Achten wir auf unsere Gefühle. Erfassen wir sie. Wenn wir Angst oder Aufregung empfinden, nehmen wir sie wahr. Nehmen wir unsere Gedanken wahr, die Reaktionen unseres Körpers. Und dann: Benennen wir sie. Je klarer wir unseren Zustand für uns selbst definieren können, desto einfacher wird es uns fallen, darauf zu reagieren und damit umzugehen.

Naturgemäß ist Veränderung ein unerlässlicher Prozess. Wenn man sich mal überlegt, dass es die Welt – im rein evolutionären Sinne – so wie wir sie kennen, gar nicht geben würde, wenn sich Bakterien (oder was auch immer die Ursprungsform unseres Lebens gewesen ist) vehement gegen Veränderungen gesträubt hätten, ist es doch eigentlich verwunderlich, wieviel Angst sie uns manchmal macht. Veränderung ist Entwicklung, ist Fortschritt.

Denken wir an all die Situationen in unserem Leben, in denen sich die Dinge geändert haben. Situationen, die uns im ersten Moment überfordert haben. Weißt du noch? Damals, der Wechsel von der Grundschule auf die weiterführende Schule. Die Angst, in der neuen Klasse nicht anzukommen, keine Freunde zu finden. Oder damals, nach dem Schulabschluss. Erwachsen solltest du nun sein, gefühlt von einem Tag auf den anderen. Ausziehen von zu Hause. Allein in die neue Stadt. Die Ausbildung oder das Studium beginnen. Klarkommen ohne Mutti und Vati. Später diverse Job- und Partnerwechsel, und immer wieder die Frage: Ist es richtig? Oder der Tag, an dem der Schwangerschaftstest die zweite Linie angezeigt hat, die unmissverständlich darauf beharrte, dass du ab jetzt Verantwortung tragen müsstest. Vielleicht sogar der ein oder andere Abschied, der unerwartet kam. Für den du nicht bereit warst. Das erste Weihnachtsfest, bei dem ein Stuhl leerblieb und ein Gedeck weniger auf dem Tisch stand. Erinnerst du dich? Vieles in deinem Leben ist ohne Dein Einverständnis geschehen, und vieles war dabei, mit dem du dich niemals freiwillig einverstanden erklärt hättest. Und das war schwer, es hat dich innerlich zerfetzt. Aber du hast es geschafft. du warst stark, und du wirst auch jetzt stark sein.

Entscheiden wir uns dafür, Neuem nicht automatisch – aus Angst oder Bequemlichkeit – mit Argwohn zu begegnen. Versuchen wir, offen zu sein. Wie Thomas D. in seinem Song „Uns trennt das Leben“ fragt: „Was würden wir erfahren, wenn wir alles vorher wüssten?“ Richtig: gar nichts. Wie trist wäre das Leben, wenn wir bei Status quo einfach stehenbleiben würden? Wäre das überhaupt noch ein Leben? Oder wären wir dann – Evolution hin oder her – eigentlich doch wieder auf stumpfem Einzeller-Niveau?

Ruhigbleiben, abwarten. Ein schlauer Mann erinnerte mich kürzlich, als ich selbst mal wieder voller Veränderungs-Panik eskaliert bin, an Michael Endes Geschichte „Jim Knopf und der Scheinriese“. In dieser Geschichte gibt es Herrn Tur Tur, der auf Entfernung gewaltig und unheimlich wirkt – ein Riese eben. Je weiter man sich ihm allerdings nähert, desto kleiner wird er. Mit unserer Angst ist es oft genauso. Im Kopf ist sie ein gewaltiges, fieses Monster. Nähern wir uns ihr an, hinterfragen wir sie, arbeiten wir mit ihr, stellen wir dann jedoch oft fest, dass es im Erleben gar nicht so schlimm ist wie in den Horrorgeschichten, die unser Kopf ausgebrütet hat. (An dieser Stelle übrigens noch mal: Danke, schlauer Mann!)

Sehen wir Veränderungen als Chancen. Als Menschen sind wir Gewohnheitstiere, die sich oft nur unter Zwang aus ihrer Komfortzone herauswagen (besonders, wenn es in der Komfortzone noch eine bequeme Couch und ein Netflix-Abo gibt). Was aber, wenn da draußen noch etwas Besseres auf uns warten würde? Was, wenn wir die Veränderung nicht als genickbrechendes Schicksal ansehen würden, sondern als Wegweiser, der uns dahinbringt, wo wir eigentlich hingehören. Und hätten wir nicht selbst dann schon gewonnen, wenn dieser Weg uns nur ein Stückchen weiter zu uns selbst führen würde?

Und jetzt gehen wir raus und machen unsere Träume wahr.

Aus dem Herzen

Wenn das Ziel nur erstrebenswert genug scheint, fällt es uns oft verhältnismäßig leicht, uns einen Ruck zu geben. Kampfparolen gehen uns leicht über die Lippen. Sie werden uns von Vorgesetzten entgegen gerufen, nachdem die sie auf ihrem Führungskräfteseminar auswendig gelernt haben. Sie werden uns von den Titelseiten diverser Selbstoptimierungs-Ratgeber oder von den Bühnen großer Motivations-Coaches entgegengebrüllt. Manchmal flüstern sie uns auch Familienmitglieder, Freunde oder der Partner liebevoll ins Ohr. Und wenn alles nichts hilft, dann gibt es immer noch unseren eigenen inneren Antreiber, der uns wie ein Drill-Instructor „Lauf, Schwabbel, lauf“ ins Gesicht schreit. All diese Stimmen – geschrien oder liebevoll geflüstert – können uns den notwendigen Schubs geben, damit wir loslaufen und den ersten Schritt machen hin zum großen Ziel. Doch oft geht uns trotzdem schon bald wieder die Puste aus. Der Tank ist leer, unser innerer Motor röchelt und stottert. Nach einer Weile bleiben wir stehen.

Es ist ein Trauerspiel. Obwohl wir unzählige Selbsthilferatgeber inhaliert, den Badezimmerspiegel mit motivierenden Sprüchen tapeziert und eine Armada Motivations-Coaches in Youtube-Videos uns inspiriert haben, ist der Ofen plötzlich aus. Wir halten auf freier Strecke und fühlen uns hilflos, weil alles irgendwie nichts nützt. Doch dabei übersehen wir oft das Allerwichtigste: uns selbst. All die Motivationssprüche, das Anfeuern und das gute Zureden sind nämlich letztendlich nur wie der Versuch, ein Auto von außen anzuschieben. Die Räder drehen sich, doch es fehlt jemand im Inneren, der den Motor zum Leben erweckt. Wenn uns im Inneren nichts wirklich antreibt, mögen wir uns zwar von der Stelle bewegen, doch unser volles Potenzial können wir auf diese Art wahrscheinlich kaum entfalten.

Es reicht nicht aus, nur ein vermeintlich erstrebenswertes Ziel vor Augen zu haben. Selbst dann, wenn wir etwas für ein gutes Ziel halten, bringen wir nicht immer die Motivation und die Ausdauer auf, es auch zu erreichen. Studien belegen, dass selbst das Risiko des eigenen Todes nur die wenigsten zum Handeln motivieren konnte. Das Wissen darum, dass ein Ziel wirklich erstrebenswert ist, reicht also nicht zwangsläufig aus, damit wir auch die Ausdauer aufbringen, es wirklich zu erreichen. Selbst wenn die Motivation anfangs noch so groß ist. Was in diesem Fall fehlt, ist schlicht ein guter Grund, warum wir dieses Ziel erreichen wollen – eine tiefe Intention.

Eine Intention ist etwas, das über den Verstand hinausreicht, das vielleicht sogar größer ist als wir selbst. Sie geht mit verschiedenen „Symptomen“ einher, eines davon ist Begeisterung. Forscher an der Universität Göttingen fanden heraus, dass es nur im Zustand echter Begeisterung zu einer Aktivierung des Belohnungssystems im Mittelhirn kommt. Das wiederum ist die Bedingung dafür, dass sich die Bereitschaft für Höchstleistungen überhaupt erst einstellt. Wenn wir also von etwas nicht so fest überzeugt sind, dass sich echte Begeisterung einstellt und unser Herz mit an Bord ist, wird es immer unwahrscheinlicher, dass unsere Motivation ausreicht, um das Ziel zu erreichen.

Beispiele für diesen Effekt finden wir beinahe überall, wenn wir danach suchen. Warum reißen die Menschen Apple die teuren iPhones förmlich aus den Händen, während Nokia den Laden inzwischen dicht machen kann (und das, obwohl die Nokia-Handys uns den Spielekracher „Snake“ beschert haben)? „Menschen kaufen nicht, was man herstellt; sie kaufen, warum man etwas herstellt“, sagt Ted-Talker Simon Sinek, der auch Autor des Buches „Start with why“ ist. Wenn zwei motiviert sind, gewinnt derjenige, der inspiriert ist, so Sinek. Wer also für seine Sache brennt, kann nicht nur sich selbst besser anfeuern, sondern er hat auch die Kraft, andere zu entflammen.

Vielleicht ist aber das Beste an der Sache, dass es Dir, sobald Du weißt, warum Du etwas wirklich tust, gar nicht mehr so wichtig ist, irgendein fernes Ziel zu erreichen. Denn dann erfüllt es dich bereits, dich auf dem Weg zu befinden. Der Rapper, Coach und Buddhist Curse teilt in seinem Podcast „Meditation, Coaching & Life“ eine Geschichte, die ihm sein buddhistischer Lehrer einmal erzählt hat.

Dieser hatte schon immer eine Neigung zur Musik, verbrachte seine Jugend aber in einem buddhistischen Kloster, in dem nur bestimmte Instrumente erlaubt waren. Es waren genau die Instrumente, die ihn nicht interessierten. Also machte er heimlich mit den „nicht-religiösen“ Instrumenten Musik – bis seine Machenschaften eines Tages entdeckt wurden. Der Eintrag ins buddhistische Klassenbuch blieb aber glücklicherweise aus, der Lehrer hatte Verständnis. Nicht die Instrumente selbst machten nämlich die Musik heilig, sagte er, sondern die innere Motivation, mit der sie gespielt würden. Wenn wir etwas mit vollem Herzen tun, dann ist das an sich bereits eine Art „heiliger Akt“, dann kann etwas „Magisches“ entstehen. Oder etwas profaner ausgedrückt: Dann sind wir richtig gut. Dann stellt sich auch viel eher das Gefühl ein, sich auf dem „richtigen Weg“ zu befinden.

Die Dinge, die wir wirklich von Herzen erreichen wollen, sind schon längst in uns. Wir denken sie uns nicht aus, wir planen sie nicht. Und es ist unerheblich, ob uns das Universum vermeintlich dafür eigens auserwählt hat (vermutlich nicht) oder ob wir etwas einfach nur so, so gerne wollen. Dann ist nur noch wichtig, dass wir losgehen. Das können wir guten Gewissens tun, denn die Erfolgsaussichten sind ja erwiesenermaßen bereits viel höher. Wir müssen nur wissen, warum.

„Wer ein Warum hat, kann fast jedes Wie ertragen“, sagte Friedrich Nietzsche. Möglicherweise müssen wir aber auch im Gesamten viel weniger ertragen, wenn unser Warum uns trägt.

Egal wo wir hin wollen – wir müssen uns dafür bewegen und sobald wir in Bewegung sind, bewegen sich alle anderen. Doch gerade jetzt, in diesen Wochen, in diesem Jahr, hat die Welt mal die Pause Taste gedrückt. So vieles ist passiert in den letzten Wochen, woran sich die meisten auch noch in Jahren erinnern werden.

Und doch hatte jeder die Wahl: Für sich selbst Pause zu drücken oder die Play-Taste. Sitzen zu bleiben oder aufzustehen!

Aufzustehen in einer Zeit, in der viele in der Schockstarre waren.
Aufzustehen in einer Zeit, in der viele gelähmt waren und sind.
Aufzustehen in einer Zeit, in der sich so viele zurückgelehnt hatten.

Take a stand! Für dich. Für andere. Für uns! Ich bin nicht sitzen geblieben. Ich habe weitergelebt. Habe weiter gelernt. Habe mein Leben weiter ausgebaut. Habe meinen Teil beigetragen. Du hast auch die Wahl. Sitzen zu bleiben oder aufzustehen. Und zwar immer wieder. Jeden Tag auf’s Neue.

So unwirklich die Zeiten auch manchmal schienen – ich habe es gerockt und ich bin dankbar für diese Erfahrung. Sie hat mich wachsen lassen und mir tolle, neue Dinge und Menschen gezeigt. Ich habe mein Vertrauen in die Dinge wiedergefunden und ich vertraue auf mich und meine Stärke. Es ist ein wunderbares Projekt in mein Leben gekommen und ich lebe jetzt an einem wunderbaren Ort. Ich habe den See direkt vor meiner Haustür.

Komm in deine Größe. Komm in dein Potenzial. Spür die unendliche Kraft in dir. Diese Stimme in dir. Die da ist. Schon immer da war. Sie ist dein Potenzial! Steh auf für sie. Für dich und lebe! Wenn du dies liest, dann weil du jemand bist, der die Welt verändern will, jemand, mit großen Visionen und großen Zielen, jemand, der etwas bewegen will, ein Movement. Jemand, der Spuren hinterlassen will. Jemand, der alles will. Aber manchmal fühlt sich das auch schwer an, anstrengend. Du machst, was zu tun ist, du siehst deine Erfolge … aber du spürst, da wartet noch mehr auf dich.

Was ich mit Sicherheit weiß ist, dass du alles erreichst, wenn du bereit bist den Weg zu gehen und dich darauf einzulassen. Egal ob du ein bestimmtes Plateau in deinem Business erreicht hast, oder dir deine Arbeit nicht mehr die Erfüllung bringt wie früher, vielleicht bist du irgendwie gelangweilt, hast das Gefühl, die Energie ist grad nicht da, vielleicht läuft es im Moment nicht so einfach oder mit der Motivation. Der Grund ist meistens, weil’s noch was für dich zu tun gibt.

Aber die echte Veränderung, den wirklich großen Sprung, mache ich immer wieder dann, wenn ich nach innen schaue. Die Momente, an denen ich bemerkt habe, dass ich eher versucht habe, zu sein wie jemand anderer, anstatt ich selbst, als ich Zielen nachgelaufen bin, weil ich dachte, sie gäben mir quasi die „Berechtigung“ zur nächsten Stufe … das waren jeweils die Momente, wo ich beschlossen hatte, etwas anderes zu tun.

Jeder große Moment. Jedes neue Kapitel fängt an mit einer starken, bewussten Entscheidung. Wann immer wir ein neues Kapitel aufschlagen (und gerade jetzt fängt ein verdammt großes an), haben wir die Chance, es genau so zu gestalten, wie wir es wollen.

Und zwar von dir selbst, aus dem Wunsch heraus die eigene Vision wahr zu machen. Lass dich drauf ein und zieh es durch. Nur, wenn du dir dafür den Arsch aufreißt, jeden Tag aufs Neue – egal wie viele Steine sich auch in deinen Weg legen – wirst du ankommen. Dazu gehört der unbedingte Glaube an dich selbst und dein Ziel.

Der Wunsch, dass wirklich jeder ausnahmslos versteht, dass wir ohnehin jeden Tag, alles Große, Kleine, Besch*** und Unnötige selbst manifestieren. Und dass wir, wenn wir es mit Intention und bewusst machen, so viel mehr Kontrolle und Verantwortung übernehmen, für dieses eine Leben.

Es ist, um dir zu zeigen, wie viel Potenzial du hast.
Es ist, um dir zu zeigen, wie viel Kraft du hast.
Es ist, um dir zu zeigen, wie deine wahren Träume und Ziele aussehen.
Es ist, um dir zu zeigen, dass du jedes Kapitel komplett neu gestalten kannst.

Weil du eben ALLES sein, haben und tun kannst. Ich glaub an dich.

Same procedure

Ich bin – wie vermutlich viele andere auch – mit einer bestimmten Silvester-Tradition aufgewachsen. Am Nachmittag versammelte sich die ganze Familie vor dem Fernseher, um „Dinner for One“ zu schauen. Bis heute kann ich mich köstlich darüber amüsieren, wie Butler James immer wieder über den Kopf eines Tigerfells stolpert, das genau auf seinem Weg zwischen der Anrichte und dem Tisch liegt. Man muss dem alten Butler zwar anrechnen, dass er am Ende ziemlich betrunken ist. Aber trotzdem, mal ehrlich: Warum kriegt er es nicht gebacken, diesem Tigerschädel auszuweichen – wenigstens beim dritten Mal?

Wenn ich auf mein Leben schaue, fallen mir auch einige Stolpersteine ein, über die ich wieder und wieder gefallen bin: einige Kater vom guten Wein, verkappte Traumprinzen, die letztlich doch nur Mistkröten waren. Freundinnen, denen ich mein Herz ausschüttete und die letztendlich drauf herumtraten. Warum werde ich in meinem Leben eigentlich immer wieder mit demselben Mist konfrontiert?

Deswegen setzt uns das Leben immer wieder die gleichen Probleme vor die Nase. Eigentlich mögen wir ja Wiederholungen, Traditionen und Rituale. Ich bin da keine Ausnahme und ich liebe meine Rituale und Routinen. Man kann sich auf sie verlassen, sie geben uns Halt, hüllen uns in Geborgenheit. Jedes Jahr im Dezember ist Weihnachten, an unserem Geburtstag gibt es Geschenke, nach sieben Tagen kommt der nächste Freitag. Jeden Morgen starte ich mit denselben Dingen und Abläufen in den Tag und das gibt mir Kraft. Nach dem Aufstehen nehme ich mir Zeit, ordne meine Gedanken und bereite mich auf den Tag vor. Wahrend mein Tee zieht prüfe ich meine Liste für den Tag, was sind die Prioritäten und was fehlt noch, anschließend gehe ich duschen, mache mich fertig und fahre auf die Baustelle oder ins Büro. Während der ersten Tasse Tee bin ich mit mir und dem beginnenden Tag allein, da ist noch kein Stress und ich genieße meine Zeit einfach.

Zum Problem wird es nur, wenn unser Leben zu stark in Routinen abläuft oder anders ausgedrückt: wenn der Autopilot dauerhaft am Steuer sitzt … und in die falsche Richtung fährt. Zwar navigiert uns der Autopilot sicher durch unseren Alltag, doch er fährt immer nur auf der Straße, die er bereits kennt. Und die ist oft genug gepflastert mit Problemen, schlechten Angewohnheiten und einer bunten Auswahl negativer Gedankenspiralen.

Die Lösung scheint ganz naheliegend: Den Autopiloten ausschalten. Doch das ist gar nicht so einfach. Dass wir das Steuer aus der Hand gegeben haben, ist uns schließlich oft gar nicht bewusst. Dann laufen – bzw. fahren – wir den immer selben Zielen hinterher, die uns doch nicht glücklicher machen werden. Und die alten uns nur zu gut bekannten Probleme tauchen dann wieder und wieder am Fenster auf. Darum geben wir die Kontrolle ab, dass wir uns vom Autopiloten durch unser Leben kutschieren lassen, entscheiden wir selten bewusst und unter der Haube spielen sich oft noch weitere Dinge ab, die uns vom beherzten Griff ans Steuer abhalten.

Wir hängen an unserer vermeintlichen Identität. Irgendwann im Laufe unseres Erwachsenwerdens formen wir uns in der Regel eine Identität, ein Selbstbild. Wir glauben, dieses Selbstbild sei das, was uns nun mal ausmacht und wir hängen daran. Denn selten hinterfragen wir unser Selbstbild in allen Einzelheiten, stellen jede unserer vermeintlichen Eigenschaften auf den Prüfstand. Wir schleppen etwa negative Glaubenssätze mit uns herum, die wir vielleicht schon in frühester Kindheit ungefragt übernommen haben und glauben wir wären „nun mal so“. Das stimmt auch – zumindest, solange wir nichts verändern.

Wir wollen uns schützen. „Gebranntes Kind scheut das Feuer“ heißt es und fast jeder von uns hat sich einmal die Finger an etwas verbrannt. Oft glauben wir unterbewusst, uns vor solchen Erfahrungen schützen zu können, wenn wir uns auf nichts mehr einlassen. Lieber keine Liebe, als verletzt werden. Lieber keine Beförderung, bevor wir uns noch blamieren. Lieber keine Freundschaft, bevor unser Vertrauen missbraucht wird. Lieber misstrauisch bleiben, statt enttäuscht zu werden. Lieber keinen Sex, statt ungewollt schwanger zu werden. Ja, das ist schon ein Erlebnis, wenn man das feststellt, besonders, wenn der Typ sich nie wieder meldet. Diese vermeintliche Sicherheit beraubt uns jedoch gleichzeitig der Chance auf eine positive Erfahrung.

Neue Wege machen uns Angst. Ganz tief in uns drin wissen wir meist, wohin wir im Leben wollen. Da ist eine leise Stimme, die uns ins Ohr flüstert oder ein „Bauchgefühl“. Wir wollen nur manchmal nicht hinhören. Weil das unbequem ist, weil wir Gegenwind von anderen befürchten oder weil wir uns nicht zutrauen, dass wir es schaffen können. Unbewusst sind uns dann die alten, aber immerhin vertrauten Probleme, manchmal lieber. Lieber lassen wir uns erneut auf eine Beziehung ein, obwohl wir genau wissen, dass wir sie wieder vor die Wand fahren werden, nur weil es so vertraut ist – außerdem ist man nicht allein.

Der Weg zu dem, was uns glücklich macht, ist selten ganz leicht, denn er führt meistens direkt aus unserer Komfortzone heraus. Dass stresst uns und macht Angst. Die Natur hat es aber so eingerichtet, dass wir in einer stressigen Situation Energie frei setzen. Unser Puls erhöht sich, der Blick schärft sich, unser Kopf fokussiert sich – im besten Fall auf das Ziel, das wir uns selbst ausgesucht haben. Das fordert Kraft und oft müssen wir über mehr als nur unseren eigenen Schatten springen. Aber nur so erkennen wir auch, wozu wir wirklich fähig sind.

Mit dem Steuer in der Hand weg von den wiederkehrenden Problemen. Mit einem Knopfdruck ist der Autopilot nicht auszuschalten. Doch möglich ist es zum Glück immer.

Das Ziel wählen. Wer die Richtung ändern will, der muss sich zuerst darüber klar werden, wo es hingehen soll. Oft schlummert die Antwort bereits in uns. Unsere tiefsten Wünsche zeigen sich manchmal nur in einem komischen Bauchgefühl, einer Spinnerei, einem Tagtraum und wir tun diese Signale als belanglos ab. Dafür haben wir ja auch oft „gute Gründe“ (zu teuer, zu schwer, zu …). Wenn wir unserem Leben eine neue Richtung geben wollen, weg von den immer selben Problemen, können aber gerade diese beiläufigen Gedanken und Gefühle wertvolle Hinweise sein. Wir sollten sie daher nicht nur wahr- sondern auch ernst nehmen.

Meter für Meter. Der Anfang ist es, der uns am meisten Angst macht. Der ganze Weg liegt vor uns, wir sorgen uns, ob unsere Kräfte reichen werden und um mögliche Hindernisse. Ist der erste Meter geschafft, wird es meistens schon leichter. Der Straßenkehrer Beppo sagt zu seiner Freundin Momo im gleichnamigen Buch:

„Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken. Man muss immer nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Dann macht es Freude; dann macht man seine Sache gut. Auf einmal merkt man, dass man Schritt für Schritt die ganze Straße gemacht hat. Man hat gar nicht gemerkt wie, und man ist nicht außer Puste.“

So können wir es auch machen. Wenn wir die ganze Straße in kleine Schritte zerlegen, brauchen wir immer nur an den nächsten zu denken. Wenn Du die Richtung ändern willst, hilft es vielleicht, Dich zunächst nur zu fragen: Wie könnte mein erster Schritt aussehen?

Lass die Angst im Straßengraben zurück. Angst ist häufig nur eine (ziemlich fiese) Illusion, die uns von dem abhält, was wir wirklich wollen. Ein Auszug aus einem Text der Poetry-Slammerin Julia Engelmann, hilft mir oft dabei, klar zu sehen, wenn mir die Angst den Blick verstellt: „Unsere Tage gehen vorbei – das wird sowieso passieren. Und bis dahin sind wir frei. Und es gibt nichts zu verlieren.“ Letztendlich haben wir, fürs Erste, nur dieses eine Leben. Wir können versuchen, es nach unseren Wünschen zu leben … oder nicht.

Stolpersteine werden uns auf jedem Weg begegnen. Entweder sind es immer wieder dieselben oder welche, die wir vielleicht noch nicht kennen. Das Wichtigste ist wohl, dass wir nach dem Stolpern hinsehen, uns aufrichten und daraus lernen. Und dann merken wir vielleicht auch, dass es kein Tiger war, der uns zu Fall gebracht hat, sondern nur ein ausgestopfter Bettvorleger.

Warum überhaupt etwas Neues anfangen, wenn wir in der Vergangenheit doch längst bewiesen haben, dass wir Versager sind? Wir nehmen also ein einzelnes Ereignis aus unserer Vergangenheit als Grundlage und leiten daraus eine universelle Regel ab. Bei genauem Hinsehen ist das jedoch ziemlich verrückt. Nur, weil du gestern Kopfschmerzen hattest, muss es nicht heißen, dass du nun jeden einzelnen Tag deines Lebens Kopfschmerzen haben wirst. In Bezug auf unsere vergangenen Fehlschläge verfallen wir jedoch komischerweise auf die irrige Annahme, es würde unser Leben lang immer so weiter gehen.

Dabei sind Fehlschläge eigentlich ein ganz wesentlicher Bestandteil des Prozesses hin zum Fortschritt. Edison, der Erfinder der Glühbirne, scheiterte angeblich sogar 1000 Mal. Trotzdem gab er die Hoffnung nicht auf. „Ich bin nicht gescheitert. Ich kenne jetzt 1000 Wege, wie man keine Glühbirne baut“, soll er einmal gesagt haben. Wie wir heute wissen, erfand er die Glühbirne letztendlich doch. Was Edison von denen unterschied, die nach 999 Fehlschlägen alles hingeworfen hätten? Er besaß offenbar ein sogenanntes Growth-Mindset, ein dynamisches Selbstbild. Menschen mit einem Growth-Mindset glauben, dass sie sich jederzeit weiterentwickeln und Neues lernen können, wenn sie nur genug Arbeit hineinstecken oder beharrlich üben. Diejenigen mit einem statischen Selbstbild, vertreten hingegen eher die Auffassung, dass Talent nun mal angeboren und unveränderlich ist. Das Gefährliche: Menschen mit statischem Selbstbild neigen dazu, ihren Selbstwert an ihren vermeintlichen Talenten zu messen. Fehlschläge – vor allem in Disziplinen, in denen sie sich für kompetent halten – verunsichern sie so sehr, dass sie oft keinen weiteren Versuch wagen. Ein typischer Fixed-Mindset-Satz wäre: „Vielleicht kann ich das doch nicht so gut, wie ich dachte“.

Studien belegen, dass Mindset zu einem Großteil anerzogen ist. Sogar die Art und Weise, wie wir als Kinder gelobt werden, kann Einfluss darauf haben. Wer bei einem fehlerfreien Diktat gleich zum „Rechtschreibgenie“ erhoben wird, der neigt möglicherweise dazu „Gute Rechtschreibung“ als Talent zu sehen. Das erhöht wiederum den Druck, in dieser Disziplin auch künftig immer gut sein zu müssen. Wer hingegen eher so etwas wie „Da hast Du Dir aber richtig Mühe gegeben – gut gemacht!“ hörte, der lernte, dass die gute Note das Ergebnis von Übung war und neigt auch später dazu, beharrliche Übung als Grund für den eigenen Erfolg zu sehen. Jetzt als Erwachsene loben und tadeln wir uns oft noch genau so, wie wir es als Kinder gelernt haben. Und wenn wir uns jetzt umprogrammieren wollen, müssen wir auch hier ansetzen: Bei der Art wie wir mit uns selbst reden. Sag dir doch das nächste Mal „Ich kann es NOCH nicht“ anstatt „Ich kann das nicht“ – ein kleines Wort mit großer Wirkung.

Wenn du deine Wahrnehmung bewusst auf deine Fortschritte lenkst – und seien Sie auch noch so klein – beweist du dir damit gleichzeitig selbst, dass du dich entwickeln und verbessern kannst. Wärest du „einfach schlecht“, dann gäbe es wohl kaum einen Fortschritt, oder? Deswegen: Feiere jeden Erfolg! Henry Ford sagte einmal: Ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht: Du wirst auf jeden Fall recht behalten.

Tatsächlich macht die Art und Weise wie wir über uns selbst denken oft den entscheidenden Unterschied. Zwar wird Dir das richtige „Mindset“ nicht alles ermöglichen können (auch bei 1000 Anläufen wäre Edison vermutlich niemals Miss Universe geworden), oft ist die Spannweite unserer Fähigkeiten jedoch breiter, als wir uns zutrauen. „Immer versucht, immer gescheitert. Mach Dir nichts draus. Versuche es wieder. Scheitere nochmal und scheitere besser.“

Ich lasse mich drauf ein und ich nehme die neuen Herausforderungen an und ich freue mich drauf. Du kannst das auch – ich glaube an dich.