Wieviel kosten Beziehungen?

Klarheit ist etwas wunderbares, denn unklare Verhältnisse dagegen sind ein Graus und deshalb sollte man schnellstmöglich kurzen Prozess damit machen. Schritt für Schritt schafft man Ordnung und sortiert sich, die Dinge und ganz nebenbei sein Leben. Egal ob Küchenschubladen oder Beziehungen, alles kommt dran.

Intakte Familien und Beziehungen sind toll, allerdings wird das viel zu oft auf einen Sockel gestellt und Trennungen als falsch angesehen oder diejenigen schon fast mitleidig betrachtet. Es wird immer wieder als Ziel gesehen eine Partnerschaft zu haben, denn angeblich ist man nur dann vollständig und absolut glücklich. Wenn man dagegen keine hat dann fehlt einem angeblich etwas und es ist auch nur halb so schön. Und auf Parties als Paar ist es auch viel praktischer, denn dann steht man nicht so doof alleine in der Gegend, und kann so lange knutschen oder sich wenigstens streiten. Außerdem brauchen die Kinder beide Elternteile, das weißt doch jeder?

Was soll dieser Krampf? Dabei hat diese kitschig-romatische, naive Vorstellung von Beziehung/Familie ist ein ganz anderes Ergebnis, denn die Frauen lassen sich oft jahrelang mies behandeln, leiden darunter, aber ertragen es und bleiben zusammen „wegen der Kinder“. Wenn der Partner das Kind immer wieder unter Druck setzt, es manipuliert, sich darüber lustig macht, es immer wieder verunsichert und in Frage stellt, es seelisch demütigt oder gar körperlich angreift, dann ist es die eigene Verantwortung, sich von ihm so schnell wie nur möglich zu trennen.

Auch, wenn er manchmal so lieb sein kann. Auch, wenn er sich entschuldigt hat, und er will sich ändern, ganz sicher. Auch, wenn Gott uns zusammengeführt hat, und das soll der Mensch nicht trennen. Gott weiß ganz genau Bescheid: es aushalten ist ganz sicher keine Option, die er gut findet, und man wird garantiert keinen Preis dafür bekommen. Leidensfähigkeit in einer Beziehung ist keine Tugend!

Ganz egal, wie schön man es sich immer wieder zurechtlegt, und wie oft man „ihm noch eine Chance gibt“, und wie lange man sich selbst einredet, dass er „eigentlich mein Traummann ist“ – jeder weiß tief in seinem Inneren ganz genau, dass es nicht passt. Eine Trennung ist überhaupt nichts Schlimmes, denn es hat sich noch nie ein Paar getrennt, das glücklich war! Eine Trennung ist etwas Schönes und Gutes und Heilsames. Mag es zuerst schmerzhaft oder herausfordernd sein – es ist etwas Schönes!

Und falls man Kinder hat, dann hat man jede Verantwortung eine so schöne, harmonische und glückserfüllte Beziehung/Partnerschaft/Ehe zu führen, wie es nur möglich ist. Ist diese momentan nicht möglich, dann hat man jede Verantwortung, sich zu trennen. Nicht der Partner hat diese Verantwortung, nicht das Kind – nur man selbst hast sie.

Denn das, was die eigenen Kinder lernen, wenn sie mitbekommen, wie ihre Mutter sich behandeln lässt, wird für immer ihr eigener Standard in Beziehungen sein. Genau so werden sie sich behandeln lassen. Sie sollen unendlich viel Selbstachtung, Würde und Respekt vor ihrer eigenen Person haben – und nur jemanden in ihrer Nähe wollen, der ihnen diese genauso entgegenbringt. Das ist die einzige Grundlage für eine gesunde und glückliche Partnerschaft.

Das „stark für Beide“ ist in Wahrheit nur eine Ausrede – und obendrauf eine unendliche Grube an Energieverschwendung. Diese Beziehung raubt einem Energie – wertvolle Energie, die man für Lebenslust, Lebensfreude, Lebensgenuss, neue Abenteuer, Projekte und Kreativität nutzen könnte. Oh, es gibt so viel Schönes!

Stattdessen ist der Partner das Projekt. Eine Partnerschaft sollte aber niemals ein Projekt sein – sondern immer nur ein Geschenk und gegenseitige Bereicherung. Jemand, der aufgrund vergangener Verletzungen/Beziehungen einen immer wieder schlecht behandelt, ist es nicht wert. Jeder hat eine Würde und höchsten Respekt vor der eigenen Zeit und Energie.

Aber man ist emotional momentan so in diese Sache verwickelt, dass man nicht bis drei zählen kann. Das ist nicht gut. Es ist kein Versagen, sich zu trennen – es ist keine Niederlage und keine Bankrotterklärung! Klarheit zu schaffen ist ein Akt der Würde und des Selbstrespekts. Das ist Liebe und Klarheit. Alles, was nicht klar ist, ist schon mal nicht Liebe.
Man kann nicht ernsthaft in einer Beziehung bleiben wollen, in der keine Liebe ist. Das passt doch nicht? Und tief in seinem Herzen weißt man genau Bescheid. Man kann sich alles noch so schönreden, aber tief drinnen weiß man Bescheid (und eigentlich haben deine Freunde es dir schon 100 mal gesagt!).
Die eigenen Emotionen sind momentan so durch den Wind, und wurden so sehr pervertiert, dass man momentan auf keinen Fall sich von ihnen leiten lassen kann. Es ist eine emotionale Bindung – wie ein Sklave an seinen Herrn. Es ist und bleibt die Hölle, egal, wie oft er Blumen mitbringt. Nichts ändert sich, außer du beendest das Ganze.

Die Frage ist ja immer wie hoch der Preis dafür ist. Aber kein Geld der Welt ist es wert sich dafür zu verkaufen. Die eigene Persönlichkeit ist unendlich wertvoll, das eigene Wesen unbezahlbar, die eigene Energie von unschätzbaren Wert. Man ist kein Preispferd, kein Besitz und keine Trophäe. Die eigene Würde und der eigene Wert sind unermässlich – und für keinen Urlaub, keine Chaneltasche und keinen Sex der Welt kann man sich verkaufen!

Es wird sich alles fügen, man wird nicht verhungern, und alles wird passen. Vielleicht ohne Chaneltasche, aber dafür mit einer Million mal mehr Lebensfreude und Power!

Bei dir ist immer alles klar. Und wenn es nicht klar ist, dann sorgst du für Klarheit.

Man muss es nicht jedem rechtmachen

Nichts auf der Welt ist so wichtig, als dass man sich dafür respektlos behandeln lässt. Keiner darf die eigene Würde verletzen. Keiner darf auf einem herumtrampeln, oder einen demütigen. Passiert es doch, dann muss man da nie wieder hin.

Schau, es gibt überall auf der Welt Arschlöcher. Es gibt Menschen, die schlecht über einen reden, einen unter Druck setzen, einen respektlos behandeln, einen nicht genügend wertschätzen. Um das schöne alte deutsche Wort zu nennen, sie ehren einen nicht. Das wird es immer mal geben, und das braucht einen weder zu verwirren, noch zu verwundern. Und das ist auch gar nicht die eigene Zuständigkeit.

Denn nur der eigene Zuständigkeitsbereich ist wichtig: Wie lässt man sich behandeln? Was lässt man zu? Wie wertvoll ist man sich selbst? Als wie kostbar erachtet man sich

Kein Mann auf der ganzen Welt ist so großartig, dass er auf einem herumtrampeln darf. Kein Partner darf einen kleinmachen, einen vor anderen bloßstellen, seine Witzchen über einen reißen, oder einen unter Druck setzen. Keine Beziehung auf diesem Planeten ist es wert, dass man dafür Demütigungen in Kauf nehmen muss, seien sie noch so subtil, versteckt, oder indirekt. Kein Mann kann so gutaussehend, reich, attraktiv, sexy, angesehen, wasauchimmer sein, dass er einen von oben herab behandeln dürfte – und man darüber immer wieder hinweggesehen müsste.

Eine Liebesbeziehung ist dafür da, dass man sich gegenseitig erhöht, inspiriert, ermutigt, pusht, und beflügelt und nicht wegen lebensverändernden Sex, finanzieller Absicherung oder damit man nicht einsam die Sonntage verbringt. Auch wenn das viele jetzt hart treffen wird. Erhöht, wohlgemerkt und nicht erniedrigt.

Kein Job des ganzen Planeten ist so wichtig, dass man dafür wie in einer Art moderner Sklaverei katzbuckeln muss – obwohl man genau spürt, dass man dem anderen nichts wert ist, und ständig von oben herab behandelt wird. Von keinem Chef der Welt muss man sich beleidigen oder terrorisieren lassen.

Keine Freundschaft ist so essentiell, als das man dafür ständige Zurückweisung oder Ablehnung in Kauf nehmen müsste.

Keine Respektperson darf einen mies behandeln. Kein Pfarrer, Pastor, Arzt, Lehrer, Chef, Elternteil, Erbonkel – niemand auf der ganzen Welt.

Man wird immer nur so behandelt, wie man sich behandeln lässt.

Kein „Aber in dieser Branche muss man das so machen, sonst kommt man nicht weiter.“ Kein „Aber so einen tollen Mann finde ich nie wieder.“ Kein „Aber diese Person ist mir so wichtig, und außerdem hat sie auch gute Tage.“

Man spürt ganz genau, wenn man respektlos behandelt wird – das kann man sich noch so schön reden, und Gegenargumente vorbringen – tief im Herzen weiß man es. Die Wahrheit ist: du bist so kostbar und so einzigartig, dass kein Mensch der Welt deine Würde mit Füßen treten darf. Keiner hat das Recht, auf einen herabzuschauen, nur, weil man noch jung ist, unerfahren, Hauptschule, Hausfrau, Ausländer oder mit einer alten Rostlaube umherfährt.

Du hast einen Wert. Du hast eine Würde. Du bist voller Schönheit, Liebe und Stärke – egal, ob du selbst es bereits wahrnimmst, oder nicht. Tief in dir drin ist dieser Schatz, deine Einzigartigkeit, die nur darauf wartet, sein Potenzial zu entfalten. Merke: wenn dich jemand nicht wertschätzt, dann wertschätzt er sich selbst in aller Regel auch nicht. Aber das ist sowieso nicht deine Zuständigkeit. Deine Zuständigkeit ist nur: du lässt das nicht zu. Du bist das Kostbarste, was du hast. Deine Ehre und Würde sind unantastbar, ganz egal, wie sehr du denkst, nicht mehr ohne ihn leben zu können.

Gott schickt keinen auf diesen Planeten, damit man mit einem Arschloch zusammen ist, der einen in seiner Art beschneidet, weil er einem ständig sagt, wo man an sich noch arbeiten müsste, einen klein macht, einen verunsichert, einen nicht respektiert oder einen subtil unter Druck setzt und manipuliert. Gott hat viel, viel bessere und schönere Wege, einen in seine Berufung zu bringen – er braucht keinen Druck, Stress oder Sklavenhaltung dafür. Der Weg zum eigenen Traum führt nicht über Selbstaufgabe, Selbstverleugnung, Demütigung oder Arschkriecherei. Wenn Gott einem etwas ins Herz gelegt hat, was in einem brennt, wenn er etwas Wunderbares für einen vorbreitet hat, dann wird er auch dafür sorgen, dass es zustande kommt. Der Weg dahin ist keineswegs frei von Herausforderungen, aber mit Sicherheit trampelt dabei keiner auf einem herum.

Keiner ist auf dieser Welt, um es allen Recht zu machen. Keiner ist hier, um jedem zu gefallen. Keiner ist hier, um sich zu verbiegen, und anderen nach dem Mund zu reden. Keiner ist hier, um jemand anderen zufrieden zu stellen.

Du bist hier, um zu lieben, und dich lieben zu lassen: strahlend, stark und schön! Jeder, der das erkennt, darf dich genießen. Jeder, der das nicht erkennt, und es nicht wertschätzt – ist deiner nicht wert.

Aber den Schritt, sich nicht länger schlecht behandeln zu lassen, kann man nur selbst gehen – keiner sonst wird ihn für einen tun, also kann man sich auch hinterher bei keinem beschweren.

Man darf keine Angst haben, sich von Menschen zu trennen, die einem nicht guttun, und einen nicht wertschätzen. Weder privat, noch beruflich. Denn diejenigen, die einen wertschätzen, stehen bereits in den Startlöchern, und warten nur darauf, an der eigenen Seite die Welt zu erobern und die eigenen Träume zu leben. Man wird immer nur gewinnen, und nie verlieren. Versprochen!

Es gibt so viele wundervolle Dinge, die man sich nicht vorstellen kann und die trotzdem stimmen, also kann man nicht danach gehen. Auf einen wartet ein wunderschönes Leben, großartige Menschen und aufregende Projekte – man kann also ruhigen Gewissens auf alles verzichten, das einen davon abhält. Das kannst du mir wirklich glauben.

Lass dich nicht verunsichern, vertrau deinem Bauchgefühl und hab Spass.

Wir sind gut genug

Vieles im Leben behalten wir einfach aus Gewohnheit. Diese Dinge belasten einen, rauben die Lebenslust, deckeln die Persönlichkeit, und lassen einen klein, gewöhnlich und mittelmäßig sein. Dabei sollte das Leben anders sein, leidenschaftlich und gleichzeitig locker. Stark und trotzdem weich. Voller Durchsetzungskraft und natürlicher Autorität und trotzdem nicht unnahbar oder kühl. Einfach und trotzdem immer erfolgreich. Lustig ohne Ende und gleichzeitig nicht naiv. Anziehend und trotzdem nicht der Fußabstreifer von allen. Spontan und trotzdem immer auf den Punkt. Vieles wird für deinen Verstand herausfordernd oder verrückt sein, und manchmal wird man sich ganz fruchtbar ärgern, und am liebsten gegen-argumentieren wollen.

Bevor es also nachher heißt: „Kenn‘ ich, weiß‘ ich, hab‘ ich schon gehört.“, sei gesagt: Von „Kenn‘ ich, weiß‘ ich, hab‘ ich schon gehört.“ hat sich noch niemals auf der Welt etwas verändert. Die Flut an Informationen, die man bereits in seinem Hirn gespeichert hat, ist unendlich groß – verinnerlicht hat man die wenigsten. Würde nämlich „Kenn‘ ich, weiß‘ ich, hab‘ ich schon gehört.“ etwas bringen, würden sich alle an die Richtgeschwindigkeit halten, täglich Sport treiben, keinen Industriezucker konsumieren, ausreichend schlafen und niemals die Kinder anschreien, weil es das eh‘ nix bringt außer schlechter Stimmung daheim: kennt man, weiß man, hat man schon gehört.

Eine einzige Herausforderung, und ein „Kenn‘ ich, weiß‘ ich, hab‘ ich schon gehört.“ nützt einem absolut nichts. Eine einzige auf einen passend zugeschnittene negative Situation, und schon ist man genervt, frustriert, überfordert und allgemein down, alles Scheiße – und das Theorie-Wissen verpufft wie eine Seifenblase.

Was man braucht, ist Bewusstsein. Bewusstsein ist das, was ohne Nachzudenken spontan aus einem herauskommt. Nachts um 3/bei einer blöden WhatsApp/bei leeren Konto: was ist die erste, spontane Reaktion? Das ist das Bewusstsein, also erzähl‘nix von „Weiß“ ich schon.“ Bewusstsein gibt es aber nur durch Wiederholung.

Ob man mit Selbstzweifeln zu kämpfen hat, erfährt man nicht, wenn man gerade frisch verliebt ist, die Haare perfekt sitzen, man mit seinen Freunden feiert, oder einen neuen Auftrag an Land gezogen hast. Ob man frei von Selbstzweifeln ist, weiß man erst, wenn es nicht läuft.

Vielleicht ist man gerade in einer Situation, in der alles an Umständen und Situationen einen in Frage stellt. Man hat nicht nur eine Herausforderung zu bewältigen, sondern gleichzeitig auch noch Selbstzweifel am Start, die einem glaubwürdig versichern: Weil man „nicht gut genug/nicht talentiert genug/nicht dünn genug/nicht hot genug/nicht fähig genug/nicht liebevoll genug/nicht belastbar genug/keine gute Mutter, usw. ist – deshalb läuft alles schief.“ Und schon sitzt man da, und grübelt, was man an sich verändern sollte, denn offensichtlich ist man selbst das Problem.

Oder vielleicht ist man schon immer umgeben von Umständen und Menschen, die einem vermitteln, dass man irgendwie falsch ist. Irgendwas stimmt nicht mit einem, man ist zu laut, oder zu leise, zu dick oder zu dünn, zu schüchtern oder zu dumm oder zu … – etwas passt nicht. Und zwar nicht nur an der Situation, sondern vor allem einem selbst. Und zwar schon immer. Man Selbst passt grundsätzlich nicht.

Wenn man Selbst der Teufel wäre, dann würde man Folgendes machen:
bei jeder Person, die ein ganz besonderes Talent hat, bei jeder Person, die eine außergewöhnliche Fähigkeit hat, bei jeder Person, die etwas in sich trägt, dass viele Menschen beschenkt, beglückt, freisetzt und nachhaltig verändert, bei jeder Person, die eine Gabe hat, die andere nicht haben, und die allen anderen wiederum Dinge ermöglicht, die vorher nicht möglich waren, bei jeder Person, die enorm wichtig für diese Welt ist, würde man einfach alles an Umständen und Menschen schicken, was nur geht, damit sie niemals das Potenzial entfaltet. Man würde einem mit allem, was nötig ist, vermitteln, dass etwas an einem grundsätzlich nicht stimmt, und so viel Ablehnung, Misstrauen und Selbstzweifel ins Herz streuen, dass man irgendwann gar nicht anders kann, als sich selbst ständig zu hinterfragen, und minderwertig verkümmert oder einfach nur mit sich selbst beschäftig ist oder an sich „arbeitet“.

Wenn man also schon viele Jahre mit Selbstzweifeln zu kämpfen hast, und alle in seiner Nähe einem immer wieder versichert, dass „mit dir etwas nicht stimmt.“, dann stehen die Chancen sehr hoch, dass man es wirklich glaubt.

Aber in Wirklichkeit ist es ganz anders. Denn man ist Selbst die allergrößte Gefahr für den Teufel. Das, was man in sich trägt, ist ein unendlicher Schatz. Jeder ist ein unendlicher Schatz, es ist kostbar und enorm wichtig und hat einen sehr großen Impact. Ganz egal, was einem jemals Gegenteiliges gesagt wurde, ganz egal, was man jemals Gegenteiliges erlebt hat, oder gerade erlebt – alles davon ist Lüge. Es stimmt einfach nicht, dass man falsch ist. Dass es einen Selbst auf diesem Planeten gibt, ist genau richtig.

DU BIST GENAU RICHTIG, und zwar genauso, wie du bist.

Man passt tatsächlich nicht – und zwar passt man nicht zum Mainstream und Mittelmäßigkeit. Man passt nicht zur Schwäche, zum kleinen Denken, zum Bücken, zum unwürdigen, versklavten Leben, welches bestimmt von äußerem Umständen ein ständiges Auf- und Ab ist. Man ist zu kreativ, zu frei, zu einzigartig, zu echt, zu anders – aber dieses Anderssein sollte gewürdigt, geschätzt, hochgehalten und gefeiert werden.

Der wahre Grund, warum man nie gut genug ist, ist nicht, dass man nicht gut genug ist. Der wahre Grund ist, dass an einem etwas so attraktiv, so kostbar, und so außergewöhnlich ist, dass man so interessant für den Gegner ist, dass ihm kein Aufwand zu klein ist, und kein Umstand zu groß, um einen zu stoppen. Wenn man das Gefühl hat, dass man nicht passt, dann stimmt das, weil man dem Teufel nicht passt. Und das kann man fast schon als Kompliment auffassen.

Man muss nichts tun, man braucht einfach nur zu glauben. Wenn also die Selbstzweifel besonders laut schreien, dann ist es ganz wichtig, dass man sich selbst klarmacht, dass alles mit einem Selbst stimmt, man für etwas Schönes und Wichtiges hier ist. Dabei muss man ganz stur bleiben, denn die Selbstzweifel sind nicht stärker als man Selbst.

Bei der Persönlichkeitsentwicklung ist bei uns allen noch viel Luft nach oben. Aber ohne ein tiefes Bewusstsein, dass mit einem alles grundsätzlich stimmt, und man als Person passt, kann man direkt einpacken. Erst ab da kann man überhaupt losgehen, und Dinge ausräumen, die nicht zu einem passen, aber sich als ungebetene Gäste auf deiner Party befinden.

Am Anfang wird man immer mal wieder einknicken, aber das ist überhaupt nicht schlimm, und wird am Anfang eher die Regel sein. Und wenn man morgen nur fünf Minuten lang daran mehr glaubt, als dem anderen Schrott, dann geht es voran. Immer schön Schritt für Schritt. Bewusstsein geht nicht von Jetzt auf Nachher. Und man braucht ganz dringend Bewusstsein darüber, dass die eigene Person unendlich kostbar, wichtig und absolut vollkommen perfekt ist, wie sie ist. Genau im richtigen Alter, genau im richtigen Aussehen, genau in der richtigen Persönlichkeit, genau jetzt passt alles bei einem Selbst.

Du schaffst das – ich glaube an dich!

Schluss mit Warten

Wie man seine Lebensqualität ums Dreifache steigert, mindestens. Täglich erledigt man immer wieder Aufgaben, die einem einfach keinen Spaß machen und trotzdem erledigt werden müssen. Diese Haltung ist noch nicht mal besonders selten. Jeder erledigt täglich routiniert viele Dinge, welche einem nicht die liebsten sind – die meisten können ein Lied davon singen. Das reicht von größeren Aufgaben bis zu ganz kleinen, eher unwichtigen Details, die gemacht werden müssen, aber die im Grunde langweilig, unspektakulär, oder langwierig sind. Notwendig, aber öde.

Als erstes ist es wichtig sich von der romontischen Vorstellung, dass „viele schöne Erlebnisse = glückliches Leben“ zu verabschieden. Currently: Berlin, next: Bombay, neue Designer-Bag/Schuhe, frische Rosen und Champagner, neues Heim, tolles Event, großartiger Urlaub, noch ein tolles Event, Datenight mit dem Traumpartner, wieder ein Urlaub, neues Kind, neues Möbelstück, ein Highlight jagt das nächste – so in etwa stellen die Social Media-Accounts die Idee eines erfüllten, glücklichen Lebens vor. Schnöde Alltagsdetails nicht inbegriffen, das gehört einfach zur Natur der Sache – ein bisschen beeinflußen kann das einen dennoch.

Es stimmt nicht, dass ein glückliches Leben eine Aneinanderreihung aus spektakulären, außergewöhnlichen, abenteuerlichen, unglaublich inspirierenden oder Aufsehen erregenden Augenblicken ist. Das ist einfach nicht wahr.

In absolut jeder Lebensphase, jeder Situation, jedem Job gibt es einige ätzende Details, um die man sich kümmern muss. Kümmert man sich nämlich nicht darum, ist der Misserfolg vorprogrammiert, und das Business ganz schnell out of the Making. Egal, wie berufen man für seine Berufung ist: es wird darin immer einiges vorkommen, dass einem einfach grundsätzlich nicht liegt.

Es kann natürlich sein, dass man irgendwann so viel Geld verdient, dass man für alles unangenehme andere bezahlen kann, die das viel effektiver und sogar lieber als man selbst für einen erledigen. So lange das aber noch nicht der Fall ist – muss man eben die Zähne zusammenbeißen, und durch. Und so lange man nicht von einer Reise-Destination zur nächsten hüpfen, und keinen zum Staubsaugen beauftragen kann – da überwindet man sich, obwohl man keine Lust hat, und zählt die Tage bis zum Urlaub.

Unlust ist leider auch eine Energie. Dass einem manche Tätigkeiten mehr liegen als andere: ganz normal. Dass man bei den eher unangenehmen Pflichten Unlust empfindet: nicht normal. Zugegeben, es wird als normal akzeptiert. Wer darf eigentlich festlegen, bei was man Lustlosigkeit oder Abneigung empfindet? Wer darf darüber bestimmen, was einem Spaß macht, und was nicht? Es gibt so viele Pflichten und so wenig Belohnungen!

Und ich habe für mein Leben festgelegt, dass ich nicht nur dann einen „großartigen Abend“ hatte, wenn ich mich belohnen konnte. Und nicht nur dann einen „perfekten Tag“, wenn ich Dinge tat, die mir eh‘ Spaß machen. Ich habe beschlossen, dass es für mein Leben für jeden Augenblick gelten soll, mir ist meine Zeit für Unangenehmes einfach viel zu schade!

Auf den Abend, das Wochenende, den Urlaub, das nächste Highlight zu warten, kommt mir absolut unpassend vor. Was für eine Verschwendung von Lebenszeit, wenn es doch so viele Notwendigkeiten gibt, die so oder so getan werden müssen. Der Weg daraus ist also nicht: Pflichten minimieren, Belohnungen steigern. Der Weg daraus heißt: absolut jeden Augenblick zu genießen.

Lustlosigkeit ist eine Energie – keine logische, natürliche Folge unangenehmer Dinge, die man tun muss. Man darf sie natürlich behalten, dulden, und weitere 10 Jahre Essen kochen, obwohl man darauf keinen Bock hat – aber man kann sich genauso gut von Lustlosigkeit verabschieden.

Man darf selbstverständlich so viel meckern und sich beschweren, und weiterhin sich nach dem Feierabend sehnen, so viel man mag – man muss nur wissen: alles davon ist das eigene Leben. Nicht nur der Feierabend. Auch der Rest. Das eigene Leben wohlgemerkt – und dafür hat man alleine die Verantwortung. Und Verantwortung haben, bedeutet immer: die Wahl haben. Entweder weiterhin alles ätzend finden, oder eine Entscheidung treffen. So oder so, es gibt nichts dazwischen. 

Schluss mit Warten. Die meisten verbringen ihr ganzes Leben im Wartezimmer.

Sie warten auf den Feierabend, und auf die nächste Staffel der Lieblingsserie. Sie warten auf das Wochenende, auf den Umzug, und auf den Jahresurlaub. Sie warten, bis sie schwanger sind, dann warten sie auf das zweite Kind, und dann, bis die Kinder größer sind, weil sie dann mit ihnen viel mehr unternehmen können, und später warten sie, bis die Trotzphase und Pubertät vorbeigeht, und bis die Kinder ausziehen. Sie warten auf ihren Geburtstag, und auf die nächste Bundesligasaison. Sie warten, bis sie den Auftrag endlich abgeschlossen haben, und dann warten sie auf den nächsten. Sie warten auf den Traumpartner, und dann auf den Antrag, und dann darauf, dass der Partner sich ändert. Sie warten auf den besseren Job oder auf Ruhm und Fame, oder dass das Studium geschafft ist. Sind sie im Zug, warten sie aufs Ankommen, und im Café warten sie, bis die Verabredung endlich erscheint, im Supermarkt, bis sie in der Schlange endlich dran sind, und beim Zähneputzen, bis das Zähneputzen endlich zu Ende ist.

Ein Glück gibt es Smartphones, die einem die Zeit auf’s Warten vertreiben – sonst würde man womöglich merken, dass man ständig wartet. Ich will das nicht. Ich will nicht auf den Abend warten, weil dann Besuch kommt, oder auf den Sonntag, weil da mein Lieblingsflohmarkt stattfindet. Das ist einfach unter meiner Würde.

Das Wochenende zum Beispiel macht grob gerechnet 1/3 der Woche aus – also 1/3 deines Lebens insgesamt. Wenn man also ab sofort nicht mehr auf’s Wochenende wartet, sondern in jedem Augenblick so lebt und genießt, als ob er der Schönste und Intensivste wäre, dann steigert man seine Lebensqualität auf einen Schlag ums Dreifache. Ums Dreifache. Einfach so, obwohl kein Highlight stattfindet, man nichts erbt, keine wunderschöne WhatsApp bekommt, und auch sonst alles an Umständen gleich bleibt.

Man hat bereits, was man will. Wenn man nicht mehr warten oder lustlos irgendwelche Dinge erledigen will, dann kann einen keiner dazu zwingen. Keiner kann machen, dass man sich lustlos fühlt, wenn man sich nicht lustlos fühlen will. Keiner kann machen, dass man sein Leben im Wartezimmer verbringt, wenn man nicht ständig auf das nächste Highlight warten will.

Aber man sollte sich nichts vormachen, denn den meisten ist dieser Lifestyle so sehr vertraut, dass es einem nicht einmal auffällt! Und genau deswegen muss man ganz bewusst eine Entscheidung treffen. Man entscheidest sich also: „Ich genieße absolut jede Sekunde meines Tages – und warte nicht, bis die unangenehme Aufgabe endlich vorbei ist. Ich will überhaupt nicht mehr warten. Auf nichts mehr.“

Und dann wird einem erstmal ständig auffallen, wie viel einem unangenehm ist, und wie oft man wartet! Und das ist das allerbeste Zeichen überhaupt, und ein sehr sicheres Indiz dafür, dass die Veränderung gerade losgeht. Es wird garantiert einige Zeit brauchen, bis es einem ins Fleisch und Blut übergeht. Sobald man sich also dabei ertappt, wird man wieder eine Entscheidung treffen: genau jetzt und in dieser Situation zu genießen, und zwar so sehr, wie man nur kann.

Die Aufgabe kann überhaupt nichts dafür, dass man sie ätzend findet – man kannst sich einfach dafür entscheiden, sie nicht ätzend zu finden. Wenn es an der Situation wenig bis nichts Attraktives gibt, genießt man einfach: Sich selbst.

Egal, wie lahm, unattraktiv oder mühsam eine Aufgabe ist, man muss sich immer wieder bewußt machen, dass es immer und überall schön ist.

Und auch, wenn das ungewohnt, oder sogar befremdlich klingt – darin steckt ganz viel Tiefe. Man selbst wird es immer und in jeder Situation dabei haben: in den schönen Highlights, und in den augenscheinlich langweiligen, unspektakulären Dingen. Das Leben ist zu kurz und zu kostbar dafür, dass man nur die tollen Erlebnisse genießt. Oder auf das nächste großartige Ereignis wartet, und sei es nur das Treffen mit dem besten Freund heute Abend. Jeder kann jetzt entscheiden, dass die Zeit bis man seinen Freund trifft, die allerschönste und beglückendste ist. Ohne ständig auf die Uhr zu schauen, wann es denn so weit ist. Auf einen Schlag wird man unendlich mehr Lebensqualität haben!

Also die Dinge einfach genießen – immer!

Love my job

Es gibt immer wieder Leute in meinem Leben, die mir sagen, wenn ich auch mal einen schlechten Tag habe – dann steig doch aus. Hört sich im ersten Moment ja auch immer ganz toll an, einfach mal raus und nur noch mein eigenes Ding machen.

Oft ist aussteigen aber auch einfach nur feige, denn man läuft vor den Dingen einfach weg anstatt sich ihnen zu stellen und mit ihnen auseinander zu setzen. Wenn man das, was man tut, gerne tut, dann sollte man es nicht aufgeben. Damit macht man sich auf Dauer nur unglücklich, auch wenn es für den Moment doch sehr nett ist einfach alles mal hinter sich zu lassen.

Das Dumme ist nur, dass man dann ganz neu anfangen muss und ganz auf sich alleine gestellt ist. Vor allem braucht man erst einmal eine Idee, was man eigentlich machen will und wie man das Ganze auf die Beine stellen und finanzieren will. Was ist mein Ding? Wofür schlägt mein Herz? Also kommen erst mal ein paar Punkte, die man erst einmal klären und abarbeiten muss bevor es dann losgeht. Danach ist auch nicht klar, ob man dauerhaften Erfolg hat oder nicht. Im Gegenteil, denn es gilt dann ziemliche Durststrecken zu überwinden und durchzuhalten. Macht man das alles nur, weil es gerade einfacher ist und es einfach gerade bequem ist, dann wird man daran scheitern, weil einem das nötige Herzblut fehlt – besonders wenn es mal schwierig wird. Nachhaltiger Erfolg braucht Zeit und Geduld und die Bereitschaft sich immer weiter zu entwickeln.

Wichtig ist auch sich klarzumachen ob man wirklich glücklicher mit der neuen Situation ist. Viele Leute verstehen immer nicht, wenn ich ihnen versuche zu erklären, dass ich meinen Job wirklich liebe und wirklich gerne auf Baustellen bin und als Architektin arbeite. Da ist es ganz normal, dass es auch schlechte Tage und schwierige Phasen gibt. Das ist nicht schön und manchmal auch zäh, aber wenn man das dann überwunden hat, dann ist es wirklich super. Deshalb muss man da auch immer wieder durch, denn nur dadurch entwickelt man sich wirklich weiter. Vor allem ist das Erreichen der Ziele dann noch viel schöner und man weiß sie mehr zu schätzen.

Wer immer nur den einfachen Weg geht wird es auch in der Selbstständigkeit nicht weit bringen. Nur wer bereit ist sich den Schwierigkeiten zu stellen und sich wirklich mit ihnen auseinander zu setzen und sich auch helfen zu lassen, der kann auch als Selbstständiger erfolgreich sein. Vor allem muss man das, was man tut auch wirklich wollen und Spaß daran haben. Sonst wird man Durststrecken nicht überstehen oder das Ganze irgendwann vor die Wand fahren. Dann hat man gar nichts mehr.

Denk immer dran:
Du hast Verantwortung für dein Leben.
DU hast Verantwortung für dein Leben.
Du HAST Verantwortung für dein Leben.

Verantwortung für sein eigenes Leben zu haben, ist die allerschönste Sache überhaupt. Es bedeutet nämlich, dass man jederzeit und immer für sich alles neu festlegen kann, die Richtung ändern, einen ganz anderen Pfad einschlagen, Entscheidungen treffen und diese ausführen kann. Man kan sich immer neu entscheiden, und es kann einen keiner dazu zwingen, alles so zu lassen, wie es bisher war.

Das bedeutet aber auch, dass man den Mut haben muss sich mit sich selbst und den Dingen auseinander zu setzen, sie anzugehen und wirklich etwas zu ändern – sich wirklich darauf einlassen. Das ist aber viel schwieriger, als in seinen gewohnten Umständen zu bleiben und alles beim Alten zu lassen. Doch glücklich ist man damit nicht und besser macht es unser Leben auch nicht. Sich mit Nebensächlichkeiten abzulenken und zu glauben, dass uns andere Menschen glücklich machen ist ein Trugschluss.

Das, was einen aus seiner Komfortzone rausgehauen hat, mag schmerzhaft, unerwartet oder katastrophal sein. Aber man hat es in der Hand, aus dieser Situation einen seiner größten Siege zu machen: Indem man das alles großartig meistert, die Schwierigkeiten überwindet, und hinterher strahlender und stärker ist als jemals zuvor.

Es geht nicht darum, viele Schwierigkeiten zu haben – sich in Schwierigkeiten zu manövrieren kann jeder Depp. Es geht darum, angesichts von Herausforderungen sich immer und immer wieder zu entscheiden. Und dass diese Entscheidungen nicht ganz so easy sind, ist absolut klar! Man kann Hunderte Schwierigkeiten haben – wenn man seine Entscheidungen nicht trifft, wird man einfach nur verbittert (=Steigerung von enttäuscht und verletzt), misstrauisch oder griesgrämig.
Das ist ganz sicher nicht faszinierend. Herausforderungen bringen dich kein Stück weiter, außer, du überwindest sie, und lässt dich nicht durch sie überwinden.

Keiner mag Herausforderungen, und am liebsten wäre es jedem, wenn alles immer glatt laufen würde, das ist klar. Aber erst dann hat man überhaupt die Chance, sich wirklich zu entscheiden. Menschen, bei denen alles immer gut läuft, sind leider meist auch strunzlangweilig. Das liegt daran, dass sie niemals die Chance hatten, echte Substanz zu bilden, Stehvermögen, Entschlossenheit, Unerschrockenheit, Personality eben.

Man fällt mal hin, und dann jammert man, aber dann steht man wieder auf, wie wenn nichts gewesen wäre, und richtet seinen Fokus ganz neu.
Man überwindet ein Hindernis nach dem anderen, und ist hinterher stärker und strahlender, als jemals zuvor – und genau dafür braucht es die eigene Person, die eigene Art, die eigenen Talente, das eigene Wesen. Deshalb liebe ich Herausforderungen und ich liebe es mich durch sie immer weiter zu entwickeln.

Du ziehst es durch, du bleibst dabei, du fokussierst dich immer wieder neu, und vertraust auf dich und deine Fähigkeiten.

Where focus goes – energy flows

Die Ziele wirklich im Auge behalten und die Prioritäten entsprechend setzen, darum geht es bei dieser Aussage.

Wer kennt das nicht, man hat so viele Dinge zu tun und kommt einfach nicht voran. Immer wieder halten wir uns mit den vielen Kleinigkeiten  auf und verlieren dabei die großen Dinge, die wir eigentlich erledigen wollten aus den Augen. Wir verlieren uns regelrecht in den unwichtigen Dingen und verzetteln uns dann regelrecht. Vor allem laufen wir immer wieder in die verschiedenen Richtungen davon. Ich neige auch immer wieder dazu mich nicht an meine eigenen Prioritäten und Listen zu halten.

Wenn man die Dinge, die einem wirklich wichtig sind, in den Fokus stellt, dann geht auch die ganze Energie dorthin. Dann kann man alle anderen Dinge um seine Prioritäten bearbeiten und trotzdem sehr gut voran kommen, auch mit den kleinen nebensächlichen Dingen.

Doch dazu müssen wir mit uns im Reinen sein und wissen, was wir wirklich wollen. Zum Einen was wir wollen, viel wichtiger ist aber auch, dass wir wissen wo wir stehen und wie es uns dabei geht. Denn das macht auch viel aus in unserem Leben. Wenn wir uns wohl fühlen, mit uns im Reinen sind und wissen wo wir hinwollen, dann haben wir schon den ersten wichtigen Schritt gemacht.

Manchmal ist es wirklich kurios, denn dann wollen wir zwar etwas, aber wir sind einfach nicht bereit dafür, weil wir immer noch auf andere Dinge fokussiert sind. Das blockiert unser Vorankommen dann. Gegen diese Blockaden müssen wir etwas tun und gezielt in die richtige Richtung arbeiten. Dazu müssen wir mutig sein und uns mit uns selbst auseinandersetzen, denn nur so können wir herausfinden was wir wirklich wollen und ob wir bereit dafür sind. Vor allem können wir dann auch mit den vergangenen Dingen abschließen und wieder frei sein und uns auf unsere Zukunft fokussieren.

Es macht keinen Sinn Dinge zu wollen, wenn man noch in der Vergangenheit hängt oder gegen die eigenen Geister in seinem Inneren ankämpft. Das hält uns immer in der Vergangenheit fest und wir fühlen uns auch nicht gut dabei. Denn man hat dann immer wieder das Gefühl, dass man feststeckt und das ist nicht förderlich. Im Gegenteil, wir drehen uns immer wieder im Kreis und fühlen uns auch noch schlecht dabei. Genau daran müssen wir arbeiten. Das ist wichtig, denn wenn man sich mit den Dingen auseinandersetzt, dann kann man an sich arbeiten und sich weiter entwickeln. Dann entwickelt sich auch automatisch unser Leben weiter. Dann sind wir erfolgreich und können uns verwirklichen und unsere Ziele erreichen.

Wichtig ist es einen roten Faden zu haben im Leben. Einen Faden, der einen leitet und an dem man sich entlanghangeln kann. Wenn man die Ziele, die auf diesem roten Faden liegen dann auch noch mit Terminen hinterlegt, dann hat man eigentlich schon einen richtigen Fahrplan. Dann ist es auch einfacher zu schauen wo man gerade steht und was man noch tun muss um das nächste Ziel zu erreichen oder besser gesagt auch was einen noch davon abhält.

Es ist gut, wenn die Ziele, die auf diesem roten Faden liegen auch mit kleinen Zwischenzielen unterteilt sind, denn dann hat man zwischendurch auch immer wieder einen zusätzlichen Erfolg. Das hilft auch die oft längeren Durststrecken durchzuhalten und sich weiter zu motivieren. So werden auch die Abstände zum eigentlichen Ziel kürzer und wir fühlen uns wohl mit den Dingen, die wir tun. Es ist ein gutes Gefühl zu merken, dass die Dinge funktionieren und wir voran kommen. Das gibt uns Kraft und die positiven Gefühle lassen uns weiter wachsen.

Geht hinaus, habt Spaß und lasst eure Ziele Realität werden.

 

 

 

Das Leben ist eine Baustelle

Das Leben ist eine Baustelle. Diese Metapher ist in meinem Leben besonders zutreffend, denn es wächst und entwickelt sich immer weiter. Bei mir ist es auch so, dass nach einem Projekt meist sofort die nächste Baustelle beginnt. Da brauche ich meist nicht einmal was dazu tun. Das ist bei meiner Arbeit als Architektin so, aber auch im wirklichen Leben, wo die sogenannten Baustellen dann aber eher die Dinge in meinem Leben wieder spiegeln.

Ich liebe Baustellen. Das geht schon fasst mein ganzes Leben so. Man beginnt mit der Planung auf dem Papier und dann setzt man das Projekt in der Realität um. Die Dinge laufen vor sich hin, manchmal gibt es Störungen und doch stellt man das Projekt dann am Ende erfolgreich fertig. Wichtig ist, dass man dabei sein Ziel nicht aus den Augen verliert und daran arbeitet. Sich aus dem Tritt bringen zu lassen gehört immer wieder dazu und dann muss man sich auf seine eigenen Stärken und Fähigkeiten besinnen und ruhig bleiben. Man muss die Dinge sortieren und wieder in die richtigen Bahnen lenken.

Vor allem braucht man Geduld. Eine Tugend, die leider nicht meine Stärke ist. Aber ich habe Ausdauer und das ist viel entscheidender, denn das Ergebnis am Ende zählt.

Auch wenn die Dinge oft nicht so laufen, wie man es gerne hätte, dann bringt mich am Anfang dann immer wieder aus der Spur, aber ich habe gelernt damit umzugehen. Ich schaue mir die Probleme an und versuche sie Schritt für Schritt zu lösen. Wenn ich alleine nicht weiterkomme hole ich mir Hilfe, entweder von Kollegen, guten Freunden oder auch von Dritten. Denn manchmal hilft es auch schon die Dinge einfach mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten, dann ergeben sich auf einmal komplett neue Möglichkeiten.

Ein weiterer Punkt ist auch, dass man weiß, was man eigentlich hin will. Wo will man hin und wie sieht der Weg dorthin aus. Manchmal ergeben sich auch Störungen, die einen den Weg nicht einfach weitergehen lassen und dann muss man schaue was man tun will oder soll. Es kann sein, dass man einfach einen kleinen Schlenker gehen muss und manchmal muss man einen komplett neuen Weg einschlagen. Wichtig ist, dass man sein Ziel im Auge behält und sich nicht beirren lässt.

Im Leben ist es manchmal so, dass man Dinge erst loslassen und  sich auf anderen Ziele konzentrieren muss bevor man zu einem erfolgreichen Ende kommt. Das habe ich mehrfach durchmachen dürfen. Es ist gut, wenn man dann gute Freunde um sich hat, die einen einfach unterstützen und auch mal klar sagen, dass manche Dinge auch einfach mal nicht gut für Einen sind. Diesen Menschen bin ich immer dankbar. Ich entscheide am Ende zwar immer selber was ich tue oder wie mein Leben weitergehen soll, aber ein Blick von außen hilft den eigenen Blickwinkel zu erweitern und gegebenenfalls die Dinge zu ändern.

Man muss mutig und offen sein und sich auf sowas einlassen können, denn wer lässt sich schon gerne sagen, dass er vielleicht auf dem falschen Weg ist und die Dinge nicht gut sind. Das ist oft schwierig, denn es bringt das eigene Leben ganz schön durcheinander und man muss sich dann damit auseinandersetzen. Das heißt, dass man sich nicht nur mit den Dingen an sich, sondern auch mit sich selbst auseinandersetzen sollte. Nur wenn man sich Selbst und sein Leben reflektieren kann hat man die Chance etwas zu ändern und auch zu verbessern.

Richtig gute Freunde akzeptieren meine Entscheidungen und sind einfach da. Das macht das Leben gut.

Ich stehe oft da und denke, was soll das eigentlich alles. Es könnte doch alles so einfach sein, aber das Leben spielt gerade nicht so mit. Nicht nur das Leben, sondern auch die anderen Menschen in meinem Leben. Aber das ist genau das, was zeigt, dass man sich wieder weiter entwickeln muss und die Dinge neu betrachten muss. Ich arbeite immer wieder daran, behalte meine Ziele im Auge und bleibe einfach locker. Auch wenn ich innerlich manchmal durchdrehen könnte. Das bringt mich aber auch nicht weiter und deshalb lasse ich mich auf die guten Dinge in meinem Leben ein. Manchmal muss man einfach auch Vertrauen haben, dass die Dinge gut sind. Auch wenn es einem selbst gerade nicht so vorkommt.

Genau dann passiert es auch, dass ganz unverhofft Dinge in mein Leben treten, mit denen man gar nicht gerechnet hat und die wirklich gut sind. Das ist es, was das Leben so spannend macht. Manchmal schließen sich die Kreise dann auch.

Habt Spaß und lasst euch auf euer Leben ein.