Statt harter Worte – Vergebung

Vergebung ist eins der am meisten unterschätzten und falsch verstandenen Themen überhaupt. Es ist weder lahm noch langweilig, sondern eine absolut effektive und mächtige Waffe, die negative Einflüsse aus dem Leben für immer entfernt, und einen am Ende als Gewinner dastehen lässt.

Vergebung betrifft jeden. Die Welt ist böse, den Teufel gibt’s. Es ist nicht alles Liebe, und wer das behautet, hängt einer romantisierten Wunschvorstellung nach. Denn es gibt Eltern, die ihre Kinder vernachlässigen oder verlassen. Es gibt Partner, die betrügen, verletzen und misshandeln. Es gibt Freunde, die verleumden und das Vertrauen missbrauchen. Es gibt Menschen, die Böses tun, um anderen Schaden zuzufügen, manche unbewusst, manche mit voller Absicht. Und höchstwahrscheinlich hat jeder etwas davon schon mal erlebt. Und es wird wieder passieren, so sehr man sich das Gegenteil auch wünschen würde.

Solche Erfahrungen sind nicht nur enorm schmerzhaft im Augenblick, sondern haben oft Konsequenzen, die weit in die Zukunft hineinreichen.
Manche böse Handlung tut nicht nur momentan weh, sondern hinterlässt tiefe Wunden. Manche Verletzung bewirkt konkrete Veränderungen im Leben. Machmal entsteht tatsächlicher Schaden, der Auswirkungen auf das gesamte Leben hat, sei es familiär, sei es finanziell, sei es umständemäßig, beziehungstechnisch: so richtig konkret praktisch. Weit über das Weinen und das gebrochene Vertrauen hinaus muss man eventuell mit großen Lebensveränderungen zurecht kommen – und das nicht, weil man es so entschieden hat und so wollte, sondern weil die böse Handlung von jemand anderem einem keine Wahl lässt.

Das ist dann ganz besonders ungerecht, und schreit geradezu nach Vergeltung. Das Bedürfnis nach Gerechtigkeit ist in jedem tief ausgeprägt, und damit es nicht mehr so weh tut, würden wir am liebsten dem anderen Schmerz zufügen, Auge um Auge, Zahn um Zahn. Oder ihm zumindest für den Rest unseres Lebens hassen, wenn man es ihm schon nicht direkt heimzahlen kann. Die Verletzung tut immer weh, ganz egal, wie lange sie her ist – manchmal verdrängt man sie, und erlebt sie mit einer ungeahnten Heftigkeit bei einem Aufeinandertreffen oder ähnlichem Erlebnis.

Der Vorwurf, der Schmerz, die Wut, der Hass sind ständige Begleiter – bis hin zur vollkommen Verbitterung und negativen Persönlichkeitsveränderung.

Vergebung ist die einzige Option. Denn Vergebung hat nichts mit der anderen Person, sondern nur mit dir selbst zu tun. Die andere Person war böse – das war ihr Part. Darüber hast man keine Kontrolle, aber über das eigene Leben. Wenn man der Person nicht bewusst vergibt, wird ein Teil dieser zerstörerischen, verletzenden Energie für immer ein Teil bleiben. Man erlaubt, dass dieser Schmerz einen Raum in seinem Herzen, seinen Gefühlen und seinem Körper bekommt. Und dieser Schmerz richtet Schaden an.

Eine Verletzung und die darauf folgende Unvergebenheit ist immer eine Öffnung für eine zerstörerische Energie – bzw. der Versuch, durch diese Zerstörung sein Leben für immer negativ zu prägen. Es ist wie eine Tür, durch die negative Gedanken und Gefühle ungefragt rein und rausspazieren werden. Und diese Gedanken und Gefühle werden einen quälen, einem das Leben schwer machen, wichtige, zukünftige Entscheidungen negativ beeinflußen und werden einen niemals freiwillig verlassen. Dafür ist der Einfluß auf das Leben viel zu effektiv. Unvergebenheit ist das Tool schlechthin, um einen fertig zu machen. Und zwar nicht ein mal, sondern dauerhaft.

Das Eine ist, was einem passiert ist – das war schlimm, keine Frage.
Das Andere ist, was Unvergebenheit anrichtet – das ist absolut zerstörerisch und hochgefährlich. Eine Verletzung, die über eine lange Zeit nicht vergeben wird, verwandelt sich in Bitterkeit. Bitterkeit ist ein Gefängnis, welches nicht nur emotionale, sondern konkrete körperliche Folgen hat: Schlafstörungen, Magen-Darmprobleme, Essstörungen, usw.

Vergebung ist pure Machtausübung. „Das verzeihe ich dir NIE.“ klingt so überlegen und so hart. Dabei hat der Teufel genau das erreicht, was er wollte: er hat dauerhaft seinen widerlichen Samen in einen hineingeplatzt, der einen nach und nach von innen vergiften wird. Er wird einem die ganze innere Schönheit und seine Leichtigkeit rauben, die Unbeschwertheit und das Glück trüben. Man wird dann immer diejenige sein, dem übel mitgespielt wurde, dem Schlimmes wiederfahren ist, der belogen und betrogen wurde.

Unvergebenheit ist Ohnmacht. Vergebung ist bewusstes Handeln. Vergebung ist ein nicht zulassen, dass der Giftpfeil ins Ziel trifft – schlimm genug, dass er abgeschossen wurde. Zu verzeihen, heißt nicht, dass man das, was passiert ist, legitimiert oder abschwächt. Es heißt nur, dass man auf sein Recht auf Vergeltung und Wiedergutmachung und Nachtragen verzichtest, um des eigenen Glückes willen. Nicht wegen der anderen Person, wegen einem selbst.

Wenn man vergibt, lässt man nicht zu, dass diese Enttäuschung/Verletzung einen Tag länger die Gedanken und Gefühle vergiftet, die Persönlichkeit zerstört und einen fertig macht. Wenn man vergibt, nimmst man der Waffe, die auf einen abgefeuert wurde, die Munition. Vielmehr richtest man zielsicher die Waffe gegen den Teufel, indem man sagt: „Schau an: Es war dazu gedacht, dass ich eine gebrochene, verletzte und verbitterte Person werde. Aber ich vergebe. Du kannst mir gar nichts.“

Wenn man der Person, die einen so verletzt hat, und einem so viel Böses zugefügt hat, vergibt, wird diese Situation keine negativen Auswirkungen auf die eigene Persönlichkeit haben.

Vergebung hat nichts damit zu tun, dass man den Schmerz nicht mehr fühlt. Keine Verletzung wird mit der Zeit einfach so schwächer, darauf kann man lange warten. Sie wird höchstens nicht mehr so präsent, kann aber ihre zerstörerische Wirkung ungeachtet weiter entfalten.

Vergebung ist eine Entscheidung. Absolut freiwillig. Niemals unter Zwang.
Ja, Vergebung kostet vielleicht Überwindung, aber Unvergebenheit kostet einen sein Leben. Man erkennt, was hinter den Kulissen (= im Herzen) passiert, übernimmt man Verantwortung für sein Leben. Das ist eine der mächtigsten und weitreichendsten Entscheidungen, die man jemals für sein Leben treffen kann. Der Schmerz wird dann ganz von alleine verschwinden. Und nie mehr wiederkommen

Natürlich fällt es einem emotional leichter, loszulassen, wenn der Schuldige das, was er einem angetan hat, bereut und das zum Ausdruck bringt. Aber darauf sollte man nicht warten. Die Entscheidung, der Person die Schuld innerlich zu erlassen, hat nichts mit ihrem Verhalten und alles mit der eigenen, inneren Gesundheit zu tun.

Entweder du hältst es der Person vor, lebst mit den Konsequenzen, die das dann jahrelang für einen hat, und räumt der Person daraufhin ganz schön viel Macht über sein Leben ein. Oder man verzeiht für immer, und übt damit selbst Macht aus. Zu Vergeben heißt nicht, dass man weiterhin Umgang mit der Person hat oder sie jemals wiedersehen muss. Vor allem nicht, wenn keine Änderung ihrerseits in Sicht ist – das würde bedeuten, sich immer und immer wieder erneut den Verletzungen auszusetzen. Das wäre das Dümmste überhaupt. Allerdings ist Vergebung so mächtig, dass theoretisch ein erneuter Umgang jederzeit möglich wäre – das macht aber tatsächlich nur Sinn, wenn sich derjenige wirklich geändert hat.

Man kannt sich von Menschen trennen und ihnen trotzdem vergeben haben. Das hat etwas mit Selbstwürde und Selbstrespekt zu tun. Oft genug ist erst eine Verletzung der ausschlaggebende Grund zu einer Trennung, die eigentlich schon längst fällig war. Wenn man jetzt noch der Person vergibt, wird man sehen, dass es einen in Wahrheit weiter gebracht hat, statt zurückgeworfen.

Man sollte nicht warten, sondern sofort handeln. Auf der Stelle. Jeder Tag ohne dieses Gift ist ein Gewinn für einen. Und dann bleibt man dabei. Und schickt vehement alles weg, was einem erneut erklären will, warum es doch so schlimm war, und man jedes Recht auf’s Verletztsein hat. Vergebung ist pure Heilung, echte Machtausübung, die Befreiung aus dem inneren Gefängnis. Vergebung ist Größe und Stärke.

Du schaffst das.

Wenn sie dich ärgern

Was man tun kann, wenn man ungerecht behandelt wird. Denn das Gerechtigkeits-Bewusstsein ist tief in jedem Menschen verankert:
Man bekommt, was man verdient. Zahn um Zahn, Auge um Auge. Wie du mir, so ich dir. Karma is a bitch, Strafe muss sein.

Die Folgen dieses Bewusstseins sind viel gravierender, als man glaubt, und reichen von jahrelangen Zwistigkeiten innerhalb des engsten Familienkreises bis zu jahrhundertelangen, blutigen Kriegen. Damit sich nicht alle im Überschwang ihrer Emotionen die Köpfe einschlagen, gibt es Gesetze und Regeln, nach denen man sich gesellschaftlich richtet. Und das muss auch unbedingt so sein, denn sonst gibt es Sodom und Gomorra, kennt man ja. Allerdings gibt es im Alltag immer wieder unzählige Situationen, die zwar nicht unbedingt gesetzes- oder verfassungswidrig, und damit direkt strafbar, aber dennoch unfassbar ungerecht sind. Oder aber sie sind offensichtlich kriminell, aber es gibt keine Möglichkeit, sich Gerechtigkeit zu verschaffen. Verstößt in den eigenen Augen etwas gegen diese Gerechtigkeit, und die Folge trifft womöglich einen selbst, dann leidet man sehr. Es ist einfach nicht richtig!

Man braucht also nicht überrascht sein, denn eins ist mal sicher. Die Welt ist unfair. Fairerweise zu jedem. Situationen, in denen man durch andere ungerecht behandelt wird, werden noch oft passieren. Jedem von uns. (Ex-)Partner, Vorgesetzte, Kollegen, Freunde, Geschäftspartner, Eltern oder Kinder – sie alle werden Dinge tun oder sagen, die so unglaublich ungerecht und gemein sind, dass man es kaum glauben kann. Man sollte deshalb also nicht jedes mal vollkommen entsetzt oder am Boden zerstört oder fassungslos sein.

Man hat nicht unbedingt etwas falsch gemacht, es nicht „verdient“, und es passiert nicht nur einem Selbst. Die Welt ist schlecht, der Teufel ist böse. Absolut jeder hat schon Ungerechtigkeit erlebt, oder wird es noch erleben, und zwar immer wieder mal. Wenn man das also nicht gleich als Weltuntergang oder Desaster sieht, bleibt man ruhiger, und kann klare Entscheidungen treffen.

Die eigenen Gefühle werden laut schreien und der Verstand wird sich mit so großartigen Argumenten überschlagen, dass jede Politikerrede dagegen wie ein DM-Haul auf YouTube wirkt. Wie konnte er nur, und wie gemein ist das denn bitte, und wie unfair wurde ich behandelt, und dabei hatte man es nur gut gemeint, und wie konnte er nur.

Man darf sich schlechtfühlen, jammern, weinen und sich einfach mal gehen lassen – aber nur einen Tag lang. Das ist wichtig und es gehört zum Prozess dazu. Wut, Frust, Tränen und das Leid sind nachvollziehbar und jeder weiß, dass es heftig und schlimm sein kann. Das ist alles nachvollziehbar.

Aber danach steht man wieder auf und trifft eine Entscheidung. Damit mobilisiert man die gesamte Energie, die einem zur Verfügung steht und richtet sie auf den Neuanfang. Und der wird gut!

Sind tatsächlich Dinge vorgefallen, die strafbar sind, dann sollte man rechtliche Schritte unternehmen – man muss sich nicht alles gefallen lassen. Gott sei Dank leben wir in einem Rechtstaat, und die Rechtsprechung steht einem zur Verfügung.

Aber man wird dadurch leider gedanklich in dieser Sache wieder involviert sein. Und wo Gedanken, da Gefühle – und zwar keine positiven, denn genau deswegen geschah doch das ganze Leid. Nicht schön, aber Augen zu und durch. Selbst, wenn du gerichtlich Recht zugesprochen bekommst,sollte man sich wirklich überlegen, ob es die ganze Sache wirklich wert ist. Denn hinterher muss man sich oft weiter mit der Person oder auch dem Umfeld auseinandersetzen. Allerdings wird man manchmal trotzdem kein Recht bekommen, denn die Rechtsprechung ist zuweilen etwas kompliziert und die Entscheidung liegt immer im Ermessens des Richters. Nicht jeder, der Recht hat, bekommt es auch. Das ist dann zwar frustrierend, trotzem wird man es überwinden.

Jeder Fall ist anders. Doch sollte man immer bedenken, dass einem Keiner schaden kann. Es mag zwar so aussehen, sich anfühlen, und alles an Umständen momentan genau das Gegenteil bezeugen. Denn ganz egal, wie himmelschreiend hoch die Ungerechtigkeit sein mag, und wie böse, gemein und hinterhältig die Absichten der anderen – verlässt man sich auf die Liebe, wird man hinterher nur noch schöner, stärker und strahlender sein, denn jemals zuvor. Es wird alles super.

Man darf selbstverständlich weiterhin glauben, dass einem geschadet wurde – aber dann wird alles sehr, sehr anstrengend und frustrierend sein. Über Wochen, Monate, vielleicht sogar Jahre. Man wird sehr viel Zeit, Energie und eventuell Geld darauf verwenden, Gerechtigkeit zu erlangen – ist es nicht viel, viel schöner, seine Zeit, Energie, Geld in etwas Neues, Großes, Starkes, Inspirierendes zu investieren? Einen Weg, der weit über all dieses Kämpfen und Hadern und Verzweifeln und sich selbst Bemitleiden geht.

Die eigene Würde behalten, ganz egal, wie ungerecht die Situation auch war.
Wir laufen und weinen nie jemandem hinterher, der uns nicht haben will, uns offensichtlich ablehnt, oder allgemein schlecht behandelt. Wir biedern uns keinem an, der uns nicht respektiert, betreiben keine „Selbstaquise“, und haben keine Angst, dass wir zu Kurz kommen, oder etwas Wichtiges verpassen. Auch wenn es zunächst so aussieht.

Vertrauen darauf, dass sich alles zum Vorteil wendet. Wer sich auf die Liebe verlässt, ist niemals der Arsch. Und der Weg dorthin führt nicht über Vergeltung – so sehnlichst man diese auch gerade im Augenblick wünschen mag. Der Weg dahin führt nur und auschließlich über das Vertrauen in die Liebe und das Leben.

Die Liebe hat Mittel, Wege und Möglichkeiten, von denen man in der momentanen Situation noch nicht mal den leisesten Schimmer hat – alles perfekt passend für einen vorbereitet. Alles das steht bereits in den Startlöchern, und wird einem regelrecht zufallen. Während man gerade noch heult und sich selbst unendlich leid tut, und mit sich hadert, ist alles bereits wie ein roter Teppich, auf dem einem alles zu Füßen liegt, ausgerollt, und wartet nur auf einen! Menschen, Aufträge, Chancen, Ideen, Erlebnisse, Gelegenheiten, Abenteuer: alles perfekt passend für einen vorbereitet.

Sich die eigenen Hände nicht schmutzig machen. Die Versuchung, sich selbst Recht zu verschaffen, ist groß. Man könnte doch einfach selber ein bisschen manipulieren, oder hinter den Kulissen tricksen? Man könnte hier anrufen, und dann mit dem reden, und vielleicht kann der andere ein gutes Wort einlegen, und dann wendet sich alles zu deinem Vorteil? Oder man legt bestimmte Verhaltensweisen an den Tag, um etwas zu erreichen, denn wenn andere damit „Erfolg“ hatten, dann kann man auch mal zum Arschloch werden? Man könnte sich Strategien überlegen, und irgendwelche Tricks anwenden, damit alles hinterher…

Vergiss‘ es. Wir sind zu edel für so einen Scheiß. Größe. Würde. Stärke. Schönheit. Immer edel, immer reinen Herzens, immer aufrichtig, immer so, dass du dir selbst in die Augen schauen kannst. Man braucht nicht kämpfen für sein Recht. Man braucht seinen Ruf nicht wiederherstellen, und überall allen beweisen, wie großartig man ist. Man lässt es los, und schaut zu, wie die Liebe alles regelt. Und die macht das. Verrückt, aber wahr.

Wie wenn Gott schwächer als der Teufel, die Liebe schwächer als der Hass, die Wahrheit schwächer als die Lüge wäre! Der Teufel istimmer böse, das liegt in der Natur der Sache – aber die Liebe ist immer stärker, das liegt auch in der Natur der Sache! Bleib einfach in der Liebe. Bleib dabei. Mögen die Tränen noch fließen, die Stimme noch zittern, und die Gefühle noch Karussell fahren. Vertrau der Liebe. Alles wird sich zum Vorteil ändern.

Die Vergeltung vergessen. Das Leben ist niemals Zahn um Zahn, Rache ist nicht süß, sondern bitter und inakzeptabel obendrauf. Jede Art von Schadenfreude und Genugtuung, so befriedigend sie für den Augenblick sein mögen, ist klein, mies, hässlich und passt nicht zu einem. Selbst, wenn die anderen es noch so sehr „verdient“ hätten – man ist nicht auf dieser Welt, um zu richten, sondern um zu lieben.

Du bist zu groß für so etwas.
Zu groß.
Zu großartig.

In der Liebe ist es nämlich so, man überlässt ihr den ganzen ungerechten Kram, und kann stattdessen seine gesamte Energie auf etwas Kreatives, Erfolgreiches und Schönes konzentrieren. Man atmet tief durch, schüttelt sein Haar, und entscheidet sich, dass nichts die Leichtigkeit, die Lebensfreude und die Scheinkraft noch länger trüben darf. Man lässt sich nicht länger mit „Wie konnte er nur?“ und „Wieso musste das passieren?“ beschäftigen. Nichts kann einen stoppen, nichts kann einen dauerhaft aufhalten oder depressiv machen. Man lässt den Umstand schreien, vertraut so fest, dass es kracht, und steckt sein Näschen in die Sonne. Man genießt jede Sekunde mit einem so sehr wie noch nie zuvor, wissend dass für das Recht gerade gesorgt wird.

Mach dein Ding und lass dich von Niemandem aufhalten!

Sich den Herausforderungen stellen

Bin ich bereit dazu? Diese Frage kann man sich jeden Tag aufs Neue stellen und man hat jeden Tag die Möglichkeit sich zu verändern. Jeden Tag hat man die Chance sich und sein Leben immer wieder ein Stück besser zu machen und sich zu entwickeln.

Es ist immer wieder die Frage was man sein will: eine faszinierende Persönlichkeit oder ein Trauerkloß, der in seinem Laden sitzt und sich selbst bedauert.

Doch wird durch die Medien meistens ein vollkommen falsches Bild von großartigen Persönlichkeiten transportiert, denn dort ist Ruhm und/oder Erfolg gleichzusetzen mit bewundernswertem Charakter. Seit Social-Media reicht dafür übrigens ausschließlich zweifelhafter Ruhm und das Ganze läuft auf einem noch niedrigeren Level. Ab einem gewissen Bekanntheitsgrad wird man angehimmelt, bewundert und beklatscht – sogar dann, wenn man die Persönlichkeit einer Socke hat.

Und selbst die Großen und Erfolgreichen der Geschichte haben abseits ihres Erfolges teilweise ein solches mieses Wesen und ein solch fruchtbares Leben, dass man das kalte Grauen bekommt, sobald man etwas hinter die Kulissen schaut. Da Draußen ist oft Geld + Macht = Persönlichkeit, und das ist eine riesige Täuschung.

Ruhm und Erfolg an sich ist nichts Verkehrtes oder Negatives, ganz im Gegenteil – aber er beschert dir nicht automatisch eine großartige Persönlichkeit, einen starken Charakter oder ein anziehendes Wesen.

Zu einer Persönlichkeit wird man erst, wenn man inmitten von Schwierigkeiten und Herausforderungen sich immer wieder entscheidet. Gegen Bitterkeit und für Vergebung, gegen Angst und für Vertrauen, gegen Traurigkeit, Entmutigung und Frust und für‘s Dranbleiben, Weitermachen und Durchziehen. Gegen „Ich kann‘s nicht, ich schaff‘s nicht, das ist mir zu viel, ich gebe auf.“ und für „Jetzt werde ich gerade erst warm.“

Keiner mag Herausforderungen, und am liebsten wäre es uns, wenn alles immer glatt laufen würde, das ist klar. Aber erst dann hat man überhaupt die Chance, sich wirklich zu entscheiden. Menschen, bei denen alles immer gut läuft, sind leider meist auch strunzlangweilig. Das liegt daran, dass sie niemals die Chance hatten, echte Substanz zu bilden, Stehvermögen, Entschlossenheit, Unerschrockenheit, Personality eben.

Ja, das Leben auf der Couch ist einfacher und es geht nicht darum, viele
Schwierigkeiten zu haben – sich in Schwierigkeiten zu manövrieren kann jeder Depp. Es geht darum, angesichts von Herausforderungen sich immer und immer wieder zu entscheiden. Und dass diese Entscheidungen nicht ganz so easy sind, ist absolut klar!

Man kann Hunderte Schwierigkeiten haben – wenn man seine Entscheidungen nicht trifft, wird man einfach nur verbittert, misstrauisch oder griesgrämig. Das ist ganz sicher nicht faszinierend. Herausforderungen bringen einen kein Stück weiter, außer, man
überwindet sie, und lässt sich nicht durch sie überwinden.

Die Schwierigkeiten, die die eigene Persönlichkeit bilden, müssen größer sein, als das, was man momentan packt. Manche heulen schon beim kleinsten Problem, haben schlaflose Nächte bei Belanglosigkeiten, sind Down beim geringsten Widerstand – aber darum geht es nicht. Es muss sich so anfühlen, dass man denkt: „Das war’s. Ich kann nicht mehr. Ich gebe auf. Alles geht den Bach runter. Mein Leben ist wertlos. Alles macht keinen Sinn.“ Es muss einen eigentlich überfordern.

Genau an diesem Punkt ist das Potenzial zur allergrößten Persönlichkeitsentfaltung des eigenen Lebens. Denn genau jetzt kann man sich entscheiden, was man eigentlich will in seinem Leben. Wohlgemerkt, man kann – müssen tut man das nicht. Man kann den Dingen auch immer wieder ausweichen und alles vermeiden, was schwierig ist. Schließlich machen das alle anderen ja auch so. Das ist immer die einfachste Lösung, bietet sich auf einem Silbertablett an, der Teufel argumentiert immer hervorragend, das muss man ihm lassen.

Aber will man jemand von der breiten Masse sein? Will man im Mittelmaß fischen, ein mittelmäßiges Leben haben, eine mittelmäßige Partnerschaft, mittelmäßiges Einkommen, mittelmäßige Beziehungen, mittelmäßige Persönlichkeit?

Und genau hier und jetzt kann man sich entscheiden. Entgegen seinen Gefühlen und entgegen seinem Verstand. Das ist wichtig, denn man darf nicht darauf warten, bis der Verstand einem die Zustimmung gibt.

Man trifft eine Entscheidung, und ignoriert seine Feelings und das ganze Drama und wie schlimm alles ist. Eine hohe Anforderung , aber das Einzige, was hilft. Entweder, es wird tatsächlich das Allerschlimmste im Leben – oder ein vollkommen neuer Start. Der schnellste Boost, den man jemals erlebt hast, das größte Sprungbrett in ein völlig neues Selbstbewusstsein, die riesigste Chance für einen Persönlichkeitsschub ohne Gleichen. Also lasse sie nicht vorbeiziehen, sondern ergreife sie mit beiden Händen!

In so einer Situation Vorwärts zu gehen, Entscheidungen zu treffen und sich nicht kleinkriegen zu lassen, fühlt sich nicht gut an. Das Gefühl kann noch eine kurze Weile anhalten, aber es geht weg, versprochen. Der Verstand kann sich das selbstverständlich in dieser Situation nicht vorstellen, er zählt nur die Fakten zusammen, und sagt: keine Lösung – also ignorieren.

Das, was einen aus seiner Komfortzone rausgehauen hat, mag schmerzhaft, unerwartet oder katastrophal sein. Aber man hat es in der Hand, aus dieser Situation einen seiner größten Siege zu machen. Denn indem man das alles großartig meisterst, die Schwierigkeiten überwindet und hinterher strahlender und stärker ist als jemals zuvor.

Beim Persönlichkeitstraining ist es übrigens exakt genau wie beim Muskeltraining: nur, wer schwere Gewichte stemmen kann, ist tatsächlich stark und kommt vielleicht auf’s Podium. Je schlimmer der Umstand gerade, umso mehr Potenzial zum stärksten und schönsten Charakter überhaupt.

Vor allem muss man sich dabei auf sich selbst konzentrieren und sich dabei nicht von Menschen beeinflussen lassen, die einen nur klein machen und aus dem Konzept bringen wollen. Denn man selbst ist enorm kostbar und wichtig und hat einen tollen Impact.

Zieh es durch und lass dich nicht bremsen, weder von dir selbst noch von anderen.

Sei stolz

Es ist immer wieder schön, wenn man sich mal zurücklehnt und sich anschaut, was man schon alles erreicht hat. Dinge, die man ganz alleine umgesetzt hat und die toll geworden sind und dann ist man einfach stolz auf sich und sein Leben. Dieses Gefühl ist so wichtig, denn es gibt einem die Kraft für die weiteren Dinge, die Einen vielleicht sehr viel Kraft kosten und man vielleicht auch mal wieder ins Zweifeln kommt.

Wer stolz auf sich selbst ist braucht keine Bestätigung von außen. Das tiefe Gefühl der inneren Zufriedenheit und positiven Sicht auf die eigene Person und eigene Leistungen erfüllt einen so sehr, dass alles andere zwar erfreulich, aber nicht notwendig ist. Stolz auf sich selbst zu sein ist sehr wichtig und außerdem wunderschön.

Doch leider steckt in vielen Köpfen immer noch das Gegenteil, wie zum Beispiel „Hochmut kommt vor dem Fall“. Oft ist Stolz immer noch sehr verpönt, weil es automatisch mit Arroganz assoziert wird. Tatsächlich ist das Gegenteil von Stolz Minderwert. Gleichgültigkeit/Neutralität ist versteckter Minderwert. Wer „neutral“ sich selbst und seinen Leistungen gegenüber ist, der untergräbt dauerhaft (natürlich unbewusst) sein Potenzial und beraubt sich der Lebensfreude. Und das kann keiner ernsthaft wollen.

Fehlt der Stolz auf sich und die eigenen Leistungen, fängt man automatisch an, nach Bestätigung von Außen zu jagen: in Real Life, in den sozialen Netzwerken, im Freundeskreis und der Familie. Das ist nicht nur ein ständiges Auf und Ab, sondern ein gefährliches Verhaltensmuster obendrauf, denn fehlt diese Bestätigung auf einmal (weil: keine Likes, vom Freund getrennt, Kritik vom Chef, Streit mit der Mutter), ist das Tief vorprogrammiert und Selbstzweifel an der Tagesordnung (aber mehr so: „Ich kann nichts, ich bin nichts, keiner braucht mich.“). Menschen, die ständig Bestätigung von Außen suchen, sind außerdem immer etwas anstrengend – manche ganz offensichtlich, manche etwas raffinierter, aber das Endergebnis ist immer, dass man nicht so gerne dauerhaft in ihrer Nähe sein will, selbst, wenn man es sich nicht erklären kann.

Stolz auf sich zu sein, bedeutet, dass du die innere Bestätigung und den Applaus dir selbst zukommen lässt: aus purer Freude und Dankbarkeit darüber, dass es dich gibt, und dass du alles ganz großartig machst. Ist man das nicht gewohnt, wird es einem anfangs fürchterlich falsch vorkommen („Nachher werde ich eingebildet oder größenwahnsinnig“), aber mit der Zeit lernt man diese innere „Ich bin großartig und mache das ganz wunderbar.“- Gewissheit sehr zu schätzen. Das macht einen übrigens frei von einem Haufen Selbstzweifel und lässt nicht gleich alles in Frage stellen, wenn Kritik von Außen kommt – pure innere Stärke also.

Stolz auf sich zu sein = Zu sich selbst stehen.

Immer, wenn jemand etwas Spektakuläres erreicht, wird von überall applaudiert. Ist ja klar: Sichtbarer Erfolg ist beeindruckend, und das Lob angebracht. Wer beim sichtbaren Erfolg nicht stolz auf sich ist, hat tatsächlich ein echtes Problem. Man wird von anderen für Dinge gelobt, die nach Außen beeindruckend sind. Aber für die Dinge, die keiner sieht, die Innen stattfinden – für die muss man ganz alleine stolz auf sich sein.

Es ist so wichtig, dass man sich selbst auf die Schulter klopft und sich lobt, auch wenn keiner öffentlich applaudiert. Es einfach genießen und stolz sein, wenn man wieder eine wichtige Entscheidung für sich trifft oder eine weitere Herausforderung überwunden hat oder den nächsten wichtigen Schritt gemacht hat. Das sind alles Gründe, um stolz auf sich zu sein und zwar jedes Mal.

Das gilt auch wenn man jemandem vergeben hat, Schuldgefühlen widerstanden hat, sich keine blöden Gedanken erlaubt, sich nicht selbst bemitleidet, positiv in die Zukunft schaut, die Dinge durchzieht, sich nicht alles gefallen lässt, sich selbst wunderschön findet, Schluss mit Ausreden und Kompromissen macht, den eigenen Gefühlssumpf verlässt, sich selbst nicht gehen lässt.

Jeder kann stolz auf sein Talent oder seine Leistungen sein, das ist auf jeden Fall ein guter Anfang. Ausserdem ist es wichtig, dass man stolz auf sich als Person und seine Art ist: die Art, wie man die Dinge zum Ausdruck bringt, wie man lacht, was man mag, und wie man tickt – auf sich selbst einfach.

Würde man darauf warten, bis alles perfekt läuft und erst dann stolz auf sich sein, dann würde man noch im Grab denken, dass man vergessen hat, vor dem Ableben alle Unterlagen zu sortieren.

Sobald man auch nur den Versuch wagst, stolz auf sich zu sein, wirst man vom Teufel etliche Erinnerungen erhalten, die eine genaue Auflistung der Bereiche enthalten, in denen man mies abschneidet.

Ist man erstmal stolz auf sich, dann trittt man völlig anders auf, man hat eine vollkommen andere Ausstrahlung, einen anderen Gang, eine andere Durchsetzungspower, ist überzeugt von sich und dem, was man tut.

Sich bewußt zu machen, was schön und gut ist, ist wichtiger, als das, was nicht so schön und nicht so gut ist. Sonst hat man irgendwann ein Problembewusstsein statt Selbstbewusstsein, und das ist enorm kräftezerrend. Denn nur aus einem gesundem Selbstbewusstsein kommt die Energie, auch die Bereiche, die nicht laufen, anzupacken und zu verändern – sie kommt nicht aus Schuldgefühlen oder Druck, nicht aus sich schlecht Fühlen oder Bereuen.

Jedes mal, wenn einem etwas so richtig präsentiert wird, wo man vermeintlich versagt hat und es nicht hinkriegt – sollte man extra und doppelt mit Nachdruck stolz auf sich sein, und sich dem Looser – Gefühl so richtig verweigern. Stolz sein, weil es einen gibt. Jetzt erst recht.

Es gibt einen Bereich, in den man immer am besten von allem abschneidet.
Etwas, in dem man absolut konkurrenzlos ist. Etwas, in dem einem keiner das Wasser reichen kann, so sehr er sich bemüht und alles kopiert und mit einem in einen Wettstreit tritt. Man selbst sein. Natürlich tun die Meisten von uns exakt dieselben Abläufe. Aber die Art, wie wir es machen – Das sind Welten!

Im Leben geht es nie um Dinge oder Erlebnisse – Es geht nur um Menschen.
Menschen können Dinge nutzen und Erlebnisse erleben, aber wie sie es tun, ist sehr individuell und wunderschön.

Es ist entscheidend, dass man sich daran erfreut und stolz darauf ist, wie man ist und wie man lebt. Egal wie amn es auch gerade empfindet, aber alles hat seine Geschichte und seinen Weg und was Andere denken ist total unwichtig. Wichtig ist nur, dass man seine eigene Einstellung zu den Dingen ändert und mit jedem, auch noch so kleinen Schritt, wahnsinnig stolz auf sich ist. Sehr, sehr stolz.

Also fang an und sei stolz auf dich und dein Leben. Hab einfach Spaß dabei.

Make it great…

Es ist schon irre wie sehr man sich doch an seinen eigenen Trott und auch besonders an die Bequemlichkeit gewöhnt. Vor allem auch wie man sich mit dem ganzen Kram einfach begnügt und sich nicht weiter entwickelt. Das ist nicht gerade gut und wir sollten uns immer wieder überprüfen und uns selbst auf den Prüfstand stellen. Sind wir wirklich da wo wir hinwollen oder ist es gerade einfach nur bequem.

Dazu gehört auch, dass man sich damit auseinandersetzt mit wer man eigentlich sein will und wer nicht. Es ist immer wieder schwierig sich mit den Dingen auseinanderzusetzen und dann auch zu entscheiden, dass man in seinem Leben etwas ändern muss. Denn das ist unbequem und macht auch nicht immer Spaß. Aber man wird mit dem belohnt, was uns wirklich glücklich macht. Die Dinge passieren nicht einfach so, man muss immer etwas dafür tun und sich bewegen.

Auch mit welchen Personen man sich umgibt spielt eine große Rolle. Denn was will ich? Mache ich mich klein und suche mir lieber Freunde, die nur rumhängen und auf das Leben warten oder geht es voran, weil mich die Leute fordern und ich an mir arbeiten muss.

Die Verantwortung tragen wir ganz allein. Niemand außer uns selbst ist für unser Leben verantwortlich und auch für unser Glück. Denn wenn wir andere brauchen um wirklich glücklich zu sein, dann werden wir es nie. Wir lassen uns immer wieder von Menschen beeinflussen und sind mit allen und überall vernetzt.

Es sollte nur eine einzige und wahre Influencerin in deinem Leben geben: deine Seele

Wir folgen tagtäglich Menschen und lassen uns unterbewusst von allen Seiten beeinflussen, leben in einer Informations-Überfluss-Gesellschaft, sind immer und überall vernetzt, aber verlieren immer mehr die einzige wahre Verbindung. Die Verbindung zu uns selbst, zu unserem tiefen Inneren, zu unserer Seelenessenz, zu dem was uns ausmacht. Ich glaube es war nie wichtiger, als in der heutigen Zeit, auf sich „Acht zu geben“ auf sich selbst aufzupassen. Sich nicht ständig zu vergleichen und dadurch das chronische Gefühl zu füttern „nicht gut genug zu sein“ „nicht zu genügen“.

Ich glaube es ist wichtig, bewusst zu entscheiden was wir in unseren Kopf, in unsere Gedanken lassen und uns genauso bewusst von Dingen zu lösen, die uns nicht gut tun und triggern.

Es wird Zeit, dass wir uns wieder daran erinnern wer wir sind und lernen, mehr und mehr auf die innere Stimme zu hören. Denn sie möchte gehört werden. Deine inneren Stimme wahrzunehmen, ist eine Frage der Achtsamkeit – ihr auch zu folgen, eine Frage des Mutes.

Wenn du in dir selbst Liebe findest, wenn du dich mit Menschen verbindest, wenn du dich geborgen fühlst, wenn du diese Energie versprühst, wenn du es ehrlich meinst und wenn du dein Glück gerne teilst. Wenn du voran gehst, aber auch mal verweilst.

In dir selber Ruhe finden kannst, öfter deine innere Mitte erlangst.
Den Wellen des Lebens positiv entgegen siehst – wenn Sturm kommt nicht direkt fliehst. Die Zuversicht auch dann noch bei dir bleibt, obwohl grad alles in die falsche Richtung treibt. Wenn du Geduld behalten kannst, auch wenn dir jemand auf der Nase rum tanzt. Das ist nicht einfach und du brauchst deine ganze Stärke das auszuhalten.

Wenn du Leichtigkeit erlebst und immer wieder nach vorne gehst. Ich glaub dann bist du schon ziemlich mittendrin, im Kreislauf für den sogenannten Sinn für ein positives Leben. In dem wird es natürlich von allem etwas geben, ein Mix aus guten und schlechten Tagen, aus kleinen und großen Plagen, aus Antworten und offenen Fragen. Das Leben in seiner Polarität, wo es letztendlich nur darum geht, welche Bewertung wir ihm schenken, mit welcher Einstellung wir denken.

Denn der Blickwinkel ist das Geheimnis von Glück, dann erkennst du es Stück für Stück. Also hol es dir zurück: das Gefühl, dass auch du es verdienst, dass du Dein Leben aus tiefstem Herzen liebst, indem du ihm selbst eine gute Note gibst. Auch wenn es richtige Tiefen gab. Ja – vielleicht nimmst du sie mit ins Grab.

Aber in der Zeit die dir auf der Erde noch bleibt, wird es allerhöchste Zeit das Beste aus allem rauszuholen, dich auch mal mehr zu belohnen.
Denn eins ist klar: Wir kommen hier eh nicht lebend raus, doch wir füllen unser Leben aus – entweder mit einer sorgenvollen Zeit oder mit etwas mehr Gelassenheit.

Die schönen Tage schenken uns Freude, die schlechten Tage Erfahrungen, die schlimmsten Tage Lektionen und die besten Tage Erinnerungen!
Jeder Tag ist kostbar.

Es richtig gut und groß machen. Darum geht es im Leben und sich der Herausforderung stellen, das ist wichtig. Es geht um den Weg, den wir gehen. Der macht uns am Ende glücklich. Begnüg dich nicht mit Kleinigkeiten oder Mittelmaß, strebe nach den großen Dingen. Auf dem Weg dorthin werden viele Dinge in deinem Leben passieren und sie werden dich weiterbringen und wachsen lassen. Hab Spaß dabei.

Und jetzt geht raus und genießt das Leben und seid glücklich.

Erfolg ist… wenn man das liebt, was man tut

Man glaubt es kaum, aber was soll ich sagen: schwups, da ist es – das neue Jahr. Wie immer haben wir wieder eine Menge guter Vorsätze und Pläne, die wir oft gar nicht erst in die Tat umsetzen. Das liegt meistens daran, dass wir uns zu viel vornehmen und auch immer wieder die gleichen Ziele setzen: wie mehr Sport, weniger Süßkram, neue Bücher lesen, bla bla bla. Der übliche Kram halt. Aber machen wir uns nix vor, meistens wird  eh nix draus.

Der Trick ist deshalb, Herzblut und Leidenschaft für eine Sache zu haben und die Vorsätze nicht als Qual, sondern als etwas Positives zu sehen. Ich habe mir deshalb vorgenommen mir eigentlich nicht wirklich gute Vorsätze vorzunehmen, sondern die Dinge einfach in mein Leben zu integrieren und eine neue Routine daraus zu machen. Ich mache einfach mehr Dinge, die mir Spaß machen und mit denen ich wirklich glücklich bin und weniger Sachen, worauf ich eigentlich keine Lust habe.

Damit sind wir auch eigentlich schon beim Thema, denn statt mich mit vielen Terminen zu quälen, die ich dann doch nicht einhalte, mache ich mit feste Termine in meinem Kalender, an denen ich dann wirklich Zeit für das Fitness-Studio habe. Ich mache mit mir selbst ein Date und belohne mich anschließend noch mit einem Besuch in der Sauna. So schaffe ich es regelmäßig zum Sport und das fühlt sich gut an. Sowohl weil ich etwas für mich und meinen Körper tue, aber auch weil ich stolz bin die Dinge wirklich durchzuziehen.

Nach ein paar Wochen ist es dann selbstverständlich, dass ich zum Sport gehe und es ist Zeit das weiter auszubauen. Ich sorge dafür, dass die Vorsätze und Ziele nichts besonderes sind und auch keinen zusätzlichen Aufwand bedeuten, sondern dass sie einfach Teil meines Lebens sind. Das fühlt sich einfach gut an und das ganze Leben wird sehr viel positiver, auch die eigene Einstellung. Es sind halt die kleinen Dinge, die zählen und uns glücklich machen.

Ganz wichtig ist es, dass wir diese Momente genießen und uns nicht mehr über so viel sinnlosen Kram ärgern. Genau dann geht es uns gut.

Also mehr lachen, mehr positive Energie, mehr das Leben lieben, mehr Freunde treffen, mehr Spaß haben, weniger zweifeln und immer dem eigenen Weg folgen. Andere Leute haben keine Ahnung was euch gut tut und was ihr wirklich wollt. Lasst sie reden und macht euer eigenes Ding.

Wenn wir Spaß haben an den Dingen, die wir tun, dann sind wir erfolgreich und das ist das Ziel. Am einfachsten erreichen wir das, wenn wir das tun, was wir lieben.

Also folgt eurem Herzen und habt Spaß!

Train your body for train your mind

Das regelmäßige Training bestimmt nicht nur unsere körperliche Fitness, sondern auch unsere mentale. Wer sich regelmäßig austobt und seinen Körper fordert kann Stress und negative Emotionen abbauen und sogar langfristig seine Gesundheit positiv beeinflussen. Durch den Sport wird in unseren Körper unser Energiehaushalt wieder reguliert und positive Energie freigesetzt.

Eigentlich weiß jeder, dass Bewegung wichtig ist. Doch leider scheitern viele zu oft an ihrem inneren Schweinehund oder der Bequemlichkeit. Zu warm, zu kalt, zu nass, zu dunkel, zu wenig Zeit…  Ausreden gibt’s genug.

Den inneren Schweinehund erfolgreich überwunden und runter von der Couch, eine neue Bestzeit gemeistert, eine harte Sporteinheit gerockt – jeder kennt das Gefühl danach: Man fühlt sich unbesiegbar, selbstbewusst und allen Herausforderungen gewachsen. Neben dem Körper ist Sport auch wichtig für die Psyche. Denn man ist glücklicher, zufriedener und ausgeglichener, man fühlt sich besser, attraktiver, lernt seine körperlichen Grenzen kennen und entwickelt insgesamt ein besseres Körperbewusstsein. Durch die gesteigerte Durchblutung und die daraus resultierende Sauerstoffversorgung des Körpers wird Stress abgebaut, man kann sich besser konzentrieren und besser schlafen. Auch die Lebenserwartung steigt. Man ist insgesamt nicht nur körperlich, sondern auch psychisch langfristig belastbarer.

Jede Form der Bewegung sorgt dafür, dass das Herz mehr gefordert wird, mehr leisten muss. Es pumpt schneller, der Druck in den Blutgefäßen steigt an und sie weiten sich. Trotz der höheren Belastung sinkt der Blutdruck, da das Blut leichter durch die Adern gepumpt werden kann und das Herz so gegen einen geringeren Widerstand arbeiten muss. Regelmäßige Bewegung stärkt und kräftigt so die Herzmuskulatur. Und ein trainiertes Herz kann mit jedem Schlag mehr Blut in den Körper pumpen, effizienter arbeiten und die Durchblutung verbessern. Zudem schützt euch ausreichend Bewegung vor Krankheiten wie Diabetes und Übergewicht.

Durch Bewegung wird die Knochendichte gestärkt. Besonders für Frauen ist Sport deswegen wichtig, da sie statistisch häufiger als Männer an Osteoporose (Knochenschwund) erkranken – bei Osteoporose wird die Knochenmasse immer weiter abgebaut. Die Folge: Brüchig und instabile Knochen. Zu wenig Aktivität führt auch dazu, dass der Knorpel und damit die Gelenke zu wenig Nährstoffe bekommen und dadurch trocken, spröde und rissig werden. Knorpel werden mittels Gelenkflüssigkeit „ernährt“. Diese dient der Gelenkschmiere und sorgt dafür, dass der glatte Knorpelüberzug nicht beschädigt wird.

Bewegung schützt vor dem natürlichen Abbau der Muskelmasse und dient der Erhaltung der Kraft bis ins hohe Alter. Netter Nebeneffekt: Muskeln benötigen mehr Energie als Fett, ein muskulöser Körper verbrennt im Umkehrschluss also auch im Ruhezustand mehr Fett.

Moderate Trainingseinheiten härten ab, stärken die Abwehrkräfte und können langfristig diversen Krankheiten vorbeugen. Versucht neben diesen kleinen, alltäglichen Bewegungsritualen, 3-4 Mal in der Woche richtig ins Schwitzen zu kommen. Am besten ist dazu eine Mischung aus Kraft und Ausdauer. Wenn man einen sehr vollen und durchstrukturierten Alltag habt, hilft ein Plan! Organisiert die Woche und blockt bewusst Zeiten zum Trainieren – Sport ist so wichtig! Fehlt einem die Motivation, alleine zu trainieren, trainiert gemeinsam mit Freunden.

Macht kleine Schritte und erwartet nicht zu schnell zu viel von euch selbst. So eine Verhaltensumstellung geht nicht von heut auf morgen und man wird immer wieder Rückschläge erleben. Lasst euch davon nicht entmutigen. Findet einen Sport, der zu euch passt und Abwechslung bietet. Setzt euch nicht unter Druck, sonst verliert ihr zu schnell den Spaß an der Sache.

Nutzt Bewegung als Ventil, um Frust, Enttäuschung oder Langeweile abzubauen. Denkt an all die positiven Veränderungen, die regelmäßige Bewegung auf euch haben wird. Sport ist so wichtig und ihr habt nur einen Körper – wartet nicht aufs neue Jahr, einen neuen Monat oder nächsten Montag. Legt sofort los und tut etwas für euch – ihr werdet es nicht bereuen!