#stayhome

Wenn man die Dinge komplett schwarz sehen möchte und sich anhand der Verfügbarkeit von Klopapier einen Ausblick auf die Lage erlaubt, dann hat man es wirklich nicht verstanden. Ich habe ja bis jetzt noch nicht die leiseste Ahnung wer diese ganzen Massen an Klopapier braucht, aber wenn es zum allgemeinen Wohlbefinden eines jeden Einzelnen beiträgt, dann bitte. Es ist schon spannend was Angst und Ungewissheit alles mit einem anstellen können. Wir haben in der derzeitigen Lage überhaupt keine Ahnung wie unser Leben weiter geht und was das mir uns macht. Das ist zumindest die Ansicht von den meisten Leuten scheinbar. Aber dabei geht es in erste Linie darum, durch soziale Einschränkungen die Verbreitung der Übertragung des Virus einzudämmen und so uns, aber besonders auch unser Umfeld zu schützen. Wir tragen die Verantwortung und es ist Zeit, dass wir sie wahrnehmen. Es ist Menschlichkeit.

Ja, wir sind auf einmal vor ganz neue Herausforderungen gestellt. Denn es geht nicht mehr um höher, schneller, weiter oder wer hat mehr bzw. das Neueste oder Coolste. Es geht darum wie wir mit uns und der derzeitigen Situation klarkommen und alle heile aus der Sache herauskommen. Vor allem wie gehen wir auf Dauer damit um? Das ist mal was ganz Neues für Viele, denn sie haben auf einmal ganz andere Dinge in ihrem Leben, die eine Rolle spielen. Es ist eine unglaubliche Chance neue Dinge umzusetzen und neue Qualitäten zu etablieren. Es ist neu und spannend und macht Spaß.

Ich glaube aber auch, dass wir uns da vollkommen hineinsteigern und uns Selbst in eine totale Panik versetzen. Ich muss mich auch gerade wieder ein wenig erden und mich mit den alltäglichen Dingen auseinandersetzen, die derzeit noch auf meinem Schreibtisch liegen oder in meinem Umfeld passieren. Es hat sich aufgrund der komplizierten Lage soviel angesammelt, dass ich die nächsten Wochen brauche um das Alles wieder ein wenig zu sortieren. Denn im Moment ist man auf den Baustellen irgendwie nur noch im Krisenmodus – hier fallen Kollegen aus, dort fallen Handwerker weg und auch die ganze Situation bedingt zusätzliche Runden mit allen Beteiligten zur Beruhigung der Lage. Das kann ganz schön an den eigenen Kräften zehren und deshalb ist es besonders wichtig, dass ich mich jetzt ganz egoistisch wieder auf mich selbst konzentriere, das Beste aus der Sache mache und weiterhin Spaß habe. Ja, auch angesichts der ernsten Lage darf man den Spaß am Leben nicht vergessen. Besonders uns Selbst dürfen wir nicht vergessen.

Ich schaue mir nicht mehr jede Nachricht an, die derzeit über die verschiedensten Kanäle verteilt wird. Ich bin da inzwischen wirklich rigoros und ich bin auch entspannter damit. Wenn sich Dinge gravierend ändern, dann bekommt man das sowieso ziemlich schnell mit – im Zweifelsfall meldet sich eine gute Freundin oder meine Familie. Das ist es, was das Ganze so wertvoll macht. In den ganzen Nachrichten ist auch ein Teil Fake mit dabei, der Einen nur noch mehr verunsichern oder in Panik versetzen soll. Das braucht gerade auch kein Mensch.

Da ich statt auf den Baustellen jetzt auch viel im Home-Office mache habe ich mal notiert was wichtig ist, damit das auch ordentlich funktioniert. Viele und auch ich selbst habe am Anfang noch geglaubt, dass Home-Office wirklich unproduktiv ist und eher mit Urlaub zu vergleichen ist, denn amn ist eher abgelenkt und nicht bei der Sache – aber das ist Quatsch. Denn ich habe jetzt die tolle Chance dort zu arbeiten wo ich gerade bin und ich habe großes Glück, dass mein Arbeitgeber das so großzügig unterstützt und ich dadurch eine große Sicherheit haben. Ich kann zwar vor Ort nicht ganz so viel tun, aber im Hintergrund kann ich endlich die ganzen offenen Dinge abarbeiten, die sich in der letzten Zeit angesammelt haben.

Viele haben im Augenblick nicht das Glück ins Home-Office gehen zu können und weiterhin ihrer Arbeit nachgehen zu können und damit ihren Lebensunterhalt sichern zu können. Gerade der Einzelhandel oder auch Gastronomen haben nicht das Glück. Sie müssen ihre Läden dicht machen und haben statt Einnahmen nur Ausgaben und Kosten. Wer jetzt nicht vorgesorgt hat, muss wirklich kämpfen. Zu dem Thema mache ich nochmal einen eigenen Artikel. Aber ich finde es wichtig, dass man diese Leute mit dem Kauf von Gutscheinen, so haben sie jetzt Geld und ich später ein tolles neues Shirt o.ä., Take-aways oder Lieferservice unterstützt. So haben sie wenigstens ein wenig Support von uns und bleiben und erhalten.

Doch zurück zum Home-Office, denn dazu braucht es ein paar klare Regeln und vor allem Disziplin. Denn wenn man schon daheim ist, dann würde man am liebsten lange schlafen und einfach in den Tag hineinleben. Aber wir sind ja schließlich nicht im Urlaub, sondern wir arbeiten – nur eben nicht im Büro oder vor Ort auf der Baustelle. Als erstes habe ich mir eine Struktur angelegt und feste Zeiten geschaffen – so wie sonst auch. Das ist wichtig, denn so kann man seinen normalen Rhythmus beibehalten und läuft nicht völlig aus dem Ruder. Sich nicht vom Fernseher oder den Nachrichten ablenken zu lassen ist notwendig, denn das hat man auf der Arbeit sonst auch nicht, es längt nur unnötig ab und man schafft sein Pensum nicht.

Damit es gut läuft brauche ich einen guten Arbeitsplatz. Das muss nicht unbedingt ein eigenes Büro sein, es kann auch der große Tisch im Wohnzimmer oder der Schreibtisch im Schlafzimmer sein. Der Platz sollte gutes Licht haben und eine bequeme Sitzmöglichkeit, nichts wo man nach zwanzig Minuten nicht mehr sitzen und sich konzentrieren kann. Vor allem ist wichtig, dass man seinen Laptop und die notwendigen Unterlagen dort auch liegenlassen und mal Pause machen kann. Es nervt, wenn man alles immer hin und her räumen muss, nur will man mal in Ruhe was Essen will.

Damit komme ich auch schon zum nächsten Punkt, den Pausen. Unbedingt immer wieder zwischendurch eine Unterbrechung haben, den Kopf auslüften und mal frische Luft schnappen. Gerne auch einfach mal mit etwas anderem beschäftigen, sich einen Kaffee oder Tee machen. Ich versuche die Pausen so ähnlich einzuhalten wie sonst auch. Daran bin ich gewohnt und deshalb fällt es mir dann auch leichter mich wieder mit der Arbeit zu beschäftigen. Ausreichend trinken und die Räume zwischendurch mal kurz lüften unterstützen die Konzentration und helfen dir, dich wohl zu fühlen.

Wenn man von zuhause aus arbeitet, dann ist die Gefahr der Ablenkung besonders groß, denn schnell macht man mal die Wäsche oder sitzt vor dem Fernseher oder liest mal kurz das Buch, das man am Vorabend begonnen hat und schon läuft einem die Zeit davon. Daher macht es Sinn seine normalen Routinen beizubehalten, die man sonst auch hat, wenn man in Büro fährt. Da gehört neben der morgendlichen Dusche zu wach werden auch das normale Outfit dazu. Trainingshosen sind zwar bequem, sind aber eher was fürs Workout. Man braucht sich nicht komplett aufzustylen und zu schminken, aber es ist ein ganz anderes Gefühl, wenn man nicht in den alten Schlabberklamotten rumläuft sondern in Jeans und Shirt.

Da wir inzwischen nicht täglich den persönlichen Austausch haben, versuche ich so oft wie möglich regelmäßige Termine mit meinen Kollegen zu haben, um mich mit ihnen abzustimmen und auszutauschen. So wird verhindert, dass die Kommunikation zum Kunden und den Vertragspartnern schief geht, Arbeit weder doppelt noch gar nicht gemacht wird. Hierfür eignen sich neben Telefongesprächen auch Abstimmungen über Chat oder Onlinekonferenzen über Microsoft Teams oder Skype. Man ist virtuell miteinander verbunden und kann auch Inhalte gemeinsam teilen und besprechen.

Das bringt ganz neue Freiheiten des Arbeitens mit sich und ich kann das von verschiedenen Orten aus erledigen. Es braucht zwar eine gewisse Disziplin, aber es bringt auch einige Vorteile mit sich und macht unabhängiger.

Auch die Wege zur Arbeit und nach Hause spart man ein. Ein Vorteil, den man hinterher einfach genießen und mit neuen Dingen füllen kann. Ich habe endlich wieder Zeit für Sport. Auch wenn ich in der derzeitigen Situation gerade nicht ins Studio kann, so kann ich mit Yoga und Laufen oder Radfahren meine Einheiten absolvieren.

Sich jetzt auf die wichtigen Dinge konzentrieren, so wenige Kontakte mit Anderen haben und sie dadurch schützen – das ist jetzt das Beste, was wir tun können. Die Lage wird sich beruhigen und wir nehmen das Beste für uns mit.

Wir können so tolle neue Dinge tun. Neben der Arbeit im Home-Office skypen wir mit Freunden und Bekannten statt sie direkt zu treffen, wir probieren neue Rezepte aus, wir machen Beauty-Programme, wir arbeiten an unsrer Bikini-Figur indem wir uns auf die Matte legen, wir lesen die ganzen Bücher, die wir schon vor Wochen gekauft haben, wir sortieren unsere Schränke und Regale aus.

Wir lassen uns nicht unterkriegen, bleiben positiv, freuen uns jeden Tag über die tollen Dinge in unserem Leben und genießen es, dass wir gerade ein wenig entschleunigen können.

In diesem Sinne bleibt gesund und daheim. So machen wir das.

Corona – irgendwie komisch alles.

Es ist nicht wirklich greifbar. Denn innerhalb weniger Tage, jetzt sogar Stunden ist alles anders und schuld daran ist der sogenannte Coronavirus, Covid-19. Der Alltag, wie wir ihn bisher kannten nimmt eine unerwartete Wendung. Soziale Kontakte sind zu minimieren oder auch zu vermeiden, wo es geht. Das hat für die Arbeitswelt und auch für unser soziales Leben kuriose Folgen.

Kinder gehen wochenlang nicht mehr in Kitas und Schulen, die Hochschulen sind ebenso geschlossen; Veranstaltungen werden abgesagt; Bars, Clubs und Schwimmbäder, Museen und öffentliche Einrichtungen bleiben geschlossen; ebenso Theater, Kinos, Konzerthäuser und Fitness-Studios. Lang geplante Reisen können nicht angetreten werden und der öffentliche Verkehr fährt auf Sparflamme.

Die Ausbreitung dieses Virus ist derzeit nicht wirklich kalkulierbar und man versucht auf Ebene der Regierungen das Möglichste und eine Eindämmung zu erreichen.. Inzwischen als Pandemie ausgewiesen, was bedeutet, dass ein Infizierter mindestens drei Weitere ansteckt. Ziel der Maßnahmen sollte sein, dass man die unkontrollierte Ausbreitung verhindert und so dem System eine Chance gibt Behandlungen durchzuführen und das Schlimmste zu verhindern.

Allerdings ist es für viele Menschen derzeit noch nicht greifbar und deshalb sind sie verunsichert. Man kann den Virus nicht sehen und Einige meinen leider, dass es sie deshalb nicht wirklich betrifft und ignorieren das Risiko. Andere reagieren panisch und neigen zu übertriebenen Hamsterkäufen. Auf einmal wird man sich der eigenen Existenz und Sterblichkeit bewusst und das führt zu diesem übertriebenen Verhalten. Durch dutzende von Paketen Klopapier werden wir nicht verschont von dem Virus.

Wichtig ist aber, dass man ruhig bleibt und sich eine gute Zeit macht. Ja, es stimmt die Zahlen der Ansteckung steigen, aber es liegt auch an uns wie wir damit umgehen. Jeder von uns wird irgendwann sterben, aber das kann uns auch sonst jeden Tag treffen – durch Krebs, Ebola oder den Straßenverkehr. Nur denken wir weniger darüber nach und sind auch nicht gleich beim Vergleich mit der Apokalypse.

Es geht um einen respektvollen Umgang mit dem Virus und mit unseren Mitmenschen. Derzeit können wir, wenn auch die Zahlen noch steigen, das Ganze noch ziemlich gut überstehen. Aber dafür müssen wir auf einige Hygieneregeln, wie regelmäßiges Händewaschen, Nies- und Hustetikette und auch die Reduzierung unseres sozialen Lebens, achten. Damit nehmen wir dem Virus die Möglichkeit sich weiter zu verbreiten und geben den Leuten, die aufgrund ihrer körperlichen Konstitution ein schwaches Immunsystem haben, die Chance geschützt bzw. verschont zu werden.

Es geht hier nicht um uns selbst, sondern um die Kranken, Alten und Schwachen. Für sie sind wir solidarisch und helfen uns auch damit. Weil wir das Leben lieben – Alle. Deshalb bleiben wir zu Hausen.

Ich weiß wie schwierig das ist und wie herausfordernd, denn ich sitze gerade in Stuttgart fest und kann nicht zu meiner Baustelle in Zürich – die Grenzen werden geschlossen. Jetzt haben wir die Chance zu beweisen, dass wir für die neue Arbeitswelt gerüstet sind und ob wir das auch auf die Distanz hinkriegen. Ich mache derzeit mobiles Arbeiten und versuche soviel wie möglich mit den Kollegen vor Ort noch zu koordinieren, bevor die Baustelle dann mal ruht.

Auch hier in Deutschland sind wir derzeit sehr viel über Skype- und Teams-Konferenzen miteinander verbunden. Wir versuchen Jeder unseren Beitrag zu leisten, um andere zu schützen, denn jedes Menschenleben ist kostbar.

Da man derzeit nicht abschätzen kann wie sich das Ganze entwickelt und es auch mit persönlichen Einschränkungen, finanziellen Einbußen und einigen Unannehmlichkeiten verbunden ist, müssen wir uns bewusst machen, dass wir es nur zusammen schaffen können. Auch wenn jede neue Nachricht immer wieder erneut Grund zur Sorge bietet, ist es wichtig ruhig zu bleiben und das Beste aus den nächsten zu machen. Es ist nicht abschätzbar wie sich alles entwickelt und welche Folgen kommen. Es ist erschreckend die leeren Regale im Supermarkt zu sehen und wirklich locker zu bleiben.

Aber das komische Gefühl im Bauch ändert an der Situation auch leider nichts. Gar nichts. Sich zu sorgen ist verständlich, aber leider auch sinnlos. Nur wenn wir diese Gefahr annehmen und sie erst nehmen, ohne uns komplett davon runterziehen zu lassen, dann gehen wir auch verantwortungsvoll damit um. Es ist nicht in Ordnung gedankenlos zu agieren und sein Leben ohne Einschränken weiter zu führen, denn wir haben Verantwortung – für uns Selbst, aber auch für unsere Familien, Kinder und Mitmenschen.

Diese Verantwortung ist jetzt besonders wichtig, denn nur weil wir es im Augenblick noch nicht sehen, heißt es nicht, dass es uns nicht trifft. Aber wir dürfen nicht vor Schreck erstarren, sondern wir bleiben positiv und machen das Beste daraus. Wir bleiben zuversichtlich, freuen uns an den Dingen, die wir noch machen können und lassen uns einfach drauf ein. Ja, wir sind eingeschränkt, aber es bieten sich neue Möglichkeiten.

Ganz konkret bedeutet das, dass wir in den kommenden Wochen mehr Zeit mit uns Selbst und unseren Familien verbringen. Es ist an uns die Zeit möglichst produktiv, erfüllend und schön wie nur möglich zu gestalten. Es ist ein Geschenk und kein notweniges Übel. Wir können, auch wenn wir mit unseren Kindern einen ganz anderen Tagesablauf haben und nicht mobil sind ganz neue Dinge ausprobieren wie gemeinsames Kochen, lesen, basteln und spielen. Es wird spannend die Arbeit da rein zu integrieren und einen Ablauf zu finden, der Allen gerecht wird. Es ist eine neue Chance für das Miteinander in der Familie und der Partnerschaft.

Aber hey, wer wären wir denn, wenn wir uns dem nicht stellen würden. Viele Einzelhändler, Gastronome oder Künstler haben mehr Schwierigkeiten, denn sie sind in ihrer Existenz oft bedroht. Ich bin immer noch dafür sie zu unterstützen und sie online, durch Kauf von Gutscheinen oder vor Ort zu unterstützen. Karten für Vorstellungen, die man derzeit nicht besuchen kann sollte man sich nicht erstatten lassen, lieber umtauschen.

Ich nehme mir jetzt auch Zeit für mich, jenseits des ganzen Chaos. Ich versuche Dinge zu tun, die bisher immer zu kurz kamen – ganz bewusst geniessen. So wie den Frühling, der draussen endlich kommt und den man bei einem Spaziergang genießen kann. Einfach frische Luft tanken, das Immunsystem stärken und die Sonne erleben. Oder auch einen Waldspaziergang machen und den Sonnenuntergang in der Natur erleben.

Es ist sehr einfach, sich in dieser Zeit sorgenvoll und ängstlich zu vergraben, die Kinder den Medien zu überlassen, Zähne zusammen zu beißen und das „irgendwie zu überstehen“, bis es wie gewohnt weiter geht.

Aber wenn wir es ganz bewusst angehen und aktiv Dinge umsetzen, dann kann das eine ganz neue Erfahrung sein. Lassen wir uns darauf ein.

Wir können auch endlich die Dinge tun, die wir schon ganz lange vor uns her schieben. Wir können unsere Steuererklärung machen und endlich pünktlich abgeben. Wir können mit Marie Kondo unsere Schränke, ja sogar die ganze Wohnung, entrümpeln, aufräumen und uns so leichter machen. Wir können mit den Kindern gemeinsame Dinge tun und sie nicht nur vor dem Fernseher oder der Spielekonsole parken. Gemeinsam kochen, Popcorn machen, neue Rezepte ausprobieren, Bilder malen, gemeinsam Bücher lesen – vorlesen ist auch heute noch cool.

Auch für unsere Mitmenschen können wir etwas tun, denn alte Menschen können wir mit Einkäufen unterstützen und einer alleinerziehenden Nachbarin kann man die Betreuung ihres Kindes anbieten.

Wenn wir glücklich sind und die Dinge annehmen, dann sind wir schon einen großen Schritt weiter in unserem Leben. Die nächsten Wochen werden komplett anders sein und uns herausfordern, aber wir sind stark und wir schaffen das. Es ist verschwendete Liebesmüh sich Sorgen zu machen, denn es kommt sowieso wie es soll. Also genießen wir den Frühling und feiern unser Leben.

Zusammen schaffen wir das!

You go, girl!

Ich habe mich entschieden meine Energien nur noch für gute Dinge einzusetzen. Ich weiß, viele von euch, die das jetzt lesen rollen mit den Augen und meinen ich hätte keine Ahnung vom Leben und es geht wieder nur um esoterischen Kram. Falsch, ich habe schon eine ganze Menge negative Erfahrungen sammeln dürfen und das bleibt im Leben auch nicht aus. Nur habe ich beschlossen, dass ich mich davon nicht komplett aus dem Tritt bringen lasse.

Denn diese Situationen sind wunderbar. Auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht nicht so scheint. Aber genau dann, wenn es richtig schlimm ist und ich mich total überfordert fühle, nicht mehr weiß, was ich eigentlich zuerst machen soll und die Menschen um mich herum alles torpedieren der nur noch ihr eigenes Ding machen – genau dann besinne ich mich auf mich selbst, sortiere die Dinge für mich – ganz ungeachtet der ganzen äußeren Einflüsse – und ziehe es durch. Das Gute dabei ist, dass sich die Dinge in dem Moment ins Gute wandeln. Denn hat man erst einmal einen Plan und richtet seine Energie darauf aus, dann ziehen auch die anderen Umstände mit in die richtige Richtung. So ergeben sich dann auf einmal auch wieder neue Menschen im Umfeld, die einen unterstützen oder einfach helfen können, Termine verschieben sich so, dass man auch wieder Zeit zum durchatmen hat und alles geschieht mit einem positiven Feeling.

Es ist nicht so, dass ich den ganzen Tag mit einer rosaroten Brille herumlaufe und keine negativen Dinge in meinem Leben erlebe. Im Gegenteil, im Augenblick ist es auch bei mir mal wieder ziemlich strange und ich habe mehr um die Ohren, als mir wirklich lieb ist. Aber ich lasse mich nicht mehr darauf ein und auch nicht mehr runterziehen. Ich bin da auch nicht mehr so locker…

Das Erste ist zu schauen, wo man steht und was eigentlich los ist und wo will ich hin. Wenn man diese Punkte für sich selbst schon einmal beantworten kann, dann hat man die größte Hürde eigentlich schon genommen. Denn die Frage ist: Was treibt mich dazu an? Was motiviert mich?

Jetzt einfach mal kurz überlegen warum man das Ganze eigentlich macht? Will ich jemandem etwas beweisen? Meinen Eltern oder der Familie oder meinem Ex? Oder ehemaligen Klassenkameraden? Dass ich es „geschafft“ habe? Will ich mich durch Besitz, tolle Erlebnisse, Kinder, große Projekte, Labels oder ähnlichem profilieren. Will ich den Anderen damit zeigen, dass ich erfolgreicher, besser, herausragender oder schöner?

Oder hat man Angst etwas zu verpassen, zu kurz zu kommen, einsam zu sein, nicht gut genug zu sein, nicht wichtig genug zu sein. Ich könnte das jetzt noch ein Weilchen fortführen, aber ihr habt es schon verstanden. Angst ist ebenso wie Egoismus oder Selbstsucht eine der denkbar schlechtesten Voraussetzungen für die Erreichung deiner Träume oder Ziele. Sie treiben Einen zwar an, aber man ist dabei weder erfüllt noch glücklich. Das ist so wie wenn ich mir einen Partner suche, nur damit ich nicht alleine bin. Ich bin zwar nicht alleine und man hat Jemanden mit dem man sein Leben teilen kann, aber glücklich ist man damit nicht. Ist so.

Liebe, Freude und Genuss sind eine gute Motivation – die lasse ich gelten. Deshalb die negativen, halbherzig eingegangenen Kompromisse entsorgen und sich davon frei machen. Jetzt einfach auf sich selbst konzentrieren und die Dinge in die richtige Richtung ausrichten.

Das bedeutet, dass man konkret wissen sollte, was man eigentlich will. Also wirklich, wirklich will. Die meisten Menschen wissen gar nicht, was sie eigentlich wollen und haben keine großen Träume und Ziele.

Es kommen dann so Aussagen wie: Ich will mal später sehr erfolgreich werden. Oder ich will mal cool wohnen. Oder ich will mal viel reisen. Einfach nur Gerede, denn so wird man nie etwas erreichen.

Erst wenn du sagst, dass du einen Egg-Chair von Fritz Hansen mit cognacfarbenem Leder haben möchtest, dann kannst du ihn auch bekommen und genießen. Sich einfach nur einen Sessel zu wollen ist nicht zielführend, denn die Auswahl ist riesig. Ich liebe diesen von Arne Jacobsen entworfenen Klassiker und ich genieße es einfach in ihm zu sitzen. Leider kann ich ihn noch nicht mein Eigen nennen, aber ich arbeite daran.

Deshalb trau dich ruhig, mal groß zu träumen! Trau dich ruhig, mal tatsächlich zu sagen, worauf du Lust hättest! Also nicht so „ich bin auch mit einem einfacheren Sessel glücklich….“ – ne, jetzt mal ganz frei und ohne falsche Scham! Was ist dein Herzenswunsch? Wofür schlägt dein Herz? Was willst du in deinem Leben? Wer sich irgendwas wünscht, bekommt irgendwas. Sollten deine Wünsche nicht unbedingt dem Standard entsprechen, dann Glückwunsch. Willkommen im Club.

Mich langweilen Dinge zu Tode, die jeder kann. Ich liebe komplexe Dinge, die zu stressig und anstrengend für andere Menschen sind. Damit fühle ich mich richtig wohl und ich lasse mich voll drauf ein. Mittelmäßiges langweilt mich. Allerdings kommen mit den schwierigen Dingen auch sofort die ersten Hindernisse mit. Glückwunsch! Denn jetzt habe ich die Chance die Dinge so richtig zu rocken. Wenn sie einen so richtig herausfordern, dann ist es am Ende etwas Wunderschönes und Besonderes.

Es ist wichtig, dass man sich das bewusst macht, denn dann wird man weder entmutigt noch überrascht sein, wenn sich Probleme einstellen. Im Gegenteil, es erscheint einem einfach normal und man lässt sich nicht davon beeindrucken.

Dadurch kann man sich auf seine eigenen Stärken konzentrieren und es macht einem wieder richtig Spaß sich den Herausforderungen zu stellen. Das ganze Potential schlummert bereits in dir und diese unglaubliche Energie umgibt dich und treibt dich voran. Es ist die Liebe zu dir selbst und deinem Leben, die dich voller Energie und Lebensfreude durch dein Leben gehen lässt. Sie ist da und sie ist deine innere Kraft, die dich antreibt und supportet.

Liebe und Freude schließen sich nicht aus. Die Umstände oder Situationen kann man nicht sofort und auch nicht unbedingt ändern, aber seine Einstellung dazu. Wenn ich liebe, was ich tue, dann ist alles gut und ich habe Spaß. Die Schwierigkeiten sind dann zwar da, aber ich empfinde sie nicht als so erdrückend, wie sie vielleicht anderen Leuten vorkommen. Merke: was sich in meinem Kopf abspielt kann ich beeinflussen und entscheiden. Und zwar nur ich.

Dafür entscheide ich mich jeden Tag wieder neu und diesen Weg gehe ich. Dieser Weg ist größer als alle Umstände, als alles Leid und mächtiger als jede Not, Mangel oder Traurigkeit. Deshalb gehe ich auf der Siegerseite – egal was kommt! Auf alles Andere lasse ich mich nicht ein, denn ich finde, dass mein Leben zu kostbar dafür ist und ich mich nicht mies fühlen möchte.

Alle Anderen würden uns zwar auch immer gerne erklären was wir fühlen oder tun sollen und uns immer wieder in unsere Grenzen weisen und uns klein machen. Aber ich lasse mich nicht darauf ein. Ich mache mein Ding im Leben und ich habe Spaß dabei. Ich lasse die Lage der Nation ihr Ding machen und arbeite an mir und meinem Leben. Ich liebe es mich den Herausforderungen zu stellen. Ist doch klar, wer keine Herausforderungen im Leben hat, ist entweder bereits tot oder hat sich so in seiner Bequemlichkeitszone eigerichtet, dass er sich auch gleich lebendig begraben lassen könnte.

„Alles läuft wunderbar zeitlich ab. Ich schaffe es mit Freude und Leichtigkeit, während sich die Dinge wie von selbst fügen. Ich lasse mich nicht hetzen oder unter Druck setzen, mir geht es leicht von der Hand – weg mit dem Druck!“

Lass dich einfach auf dein Leben ein und hab Spaß dabei.

Built it

Das Leben ist eine Baustelle. Diese Metapher ist in meinem Leben besonders zutreffend, denn als Architektin, Baumanagerin und Projektsteuerin sind das genau die Dinge, die mich beschäftigen. Alles rund ums Bauen und Einrichten ist mein Leben. Ich liebe das und ich könnte mir nichts Schöneres vorstellen.

Es wächst und entwickelt sich immer immer alles weiter weiter. Das gilt aber nicht nur für die Baustelle, sondern auch für den Rest des Lebens. Aber meistens ist es so, dass nach einem Projekt meist sofort die nächste Baustelle beginnt, keine große Zeit einfach mal durchzuatmen. Da brauche ich meist nicht einmal was dazu tun. Das ist bei meiner Arbeit als Architektin so, aber auch im wirklichen Leben, wo die sogenannten Baustellen dann aber eher die Dinge in meinem Leben wieder spiegeln. Im Augenblick habe ich sogar mehrere große Baustellen – jedenfalls beruflich – gleichzeitig und auch wenn es mir am Anfang wirklich Angst gemacht hat – ich liebe das. Da bewegt sich richtig was und ich entwickele mich ordentlich weiter.

Ich liebe Baustellen. Das geht schon fasst mein ganzes Leben so. Man beginnt mit der Planung auf dem Papier und dann setzt man das Projekt in der Realität um. Die Dinge laufen vor sich hin, manchmal gibt es Störungen und doch stellt man das Projekt dann am Ende erfolgreich fertig. Wichtig ist, dass man dabei sein Ziel nicht aus den Augen verliert und daran arbeitet. Sich aus dem Tritt bringen zu lassen gehört immer wieder dazu und dann muss man sich auf seine eigenen Stärken und Fähigkeiten besinnen und ruhig bleiben. Man muss die Dinge sortieren und wieder in die richtigen Bahnen lenken. Also fokussieren und Prioritäten setzen.

Vor allem braucht man Geduld. Eine Tugend, die leider nicht meine Stärke ist. Aber ich habe Ausdauer und das ist viel entscheidender, denn das Ergebnis am Ende zählt.

Auch wenn die Dinge oft nicht so laufen, wie man es gerne hätte, dann bringt mich am Anfang dann immer wieder aus der Spur, aber ich habe gelernt damit umzugehen. Ich schaue mir die Probleme an und versuche sie Schritt für Schritt zu lösen. Ich lasse mich von den ganzen negativen Dingen nicht aus dem Tritt bringen, manchmal ignoriere ich sie sogar. Denn oftmals lösen sich die Dinge, die einem wirklich wichtig sind, in eine positive Richtung. Wenn ich alleine nicht weiterkomme hole ich mir Hilfe, entweder von Kollegen, guten Freunden oder auch von Dritten. Manchmal hilft es auch schon die Dinge einfach mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten, dann ergeben sich auf einmal komplett neue Möglichkeiten. Nur nicht nervös machen lassen.

Ein weiterer Punkt ist auch, dass man weiß, was man eigentlich hin will. Wo will man hin und wie sieht der Weg dorthin aus. Nur, wer weiß was er wirklich, wirklich will, der wird auch dort ankommen. Einfach nur zu sagen, das man ein glückliches Leben haben möchte ist Quatsch. Zu wissen, was einen glücklich macht ist wichtig und vor allem dann auch so zu leben. Wer sich immer wieder einredet, dass er ea sowieso nie schaffen wird und resigniert den Kopf in den Sand steckt wir keine Veränderung in seinem Leben erfahren.

Das ein oder andere Mal ergeben sich auch Störungen, ja das ist leider so. Manche Wege gehen scheinbar einfach nicht weiter und dann muss man schauen was man tun will oder soll. Es kann sein, dass man einfach einen kleinen Schlenker gehen muss und manchmal muss man einen komplett neuen Weg einschlagen. Wichtig ist, dass man sein Ziel im Auge behält und sich nicht beirren lässt. Den Kopf in den Sand zu stecken und allen Anderen die Schuld an seiner Misere zu geben bringt gar nichts. Das ist wie eindreijähriges Kind, dass gerade keine Süßigkeiten bekommt.

Im Leben ist es manchmal so, dass man Dinge erst loslassen und  sich auf anderen Ziele konzentrieren muss bevor man zu einem erfolgreichen Ende kommt. Das habe ich mehrfach durchmachen dürfen. Es ist gut, wenn man dann gute Freunde um sich hat, die einen einfach unterstützen und auch mal klar sagen, dass manche Dinge auch einfach mal nicht gut für Einen sind. Sie rücken mir gerne mal den Kopf zurecht oder nehmen mich einfach in den Arm und sagen mir dass ich toll bin und weitermachen soll. Diesen Menschen bin ich immer dankbar. Ich entscheide am Ende zwar immer selber was ich tue oder wie mein Leben weitergehen soll, aber ein Blick von außen hilft den eigenen Blickwinkel zu erweitern und gegebenenfalls die Dinge zu ändern. Oft muss man nur ein paar kleine Dinge nachjustieren und dann läuft es wieder rund.

Man muss mutig und offen sein und sich auf sowas einlassen können, denn wer lässt sich schon gerne sagen, dass er vielleicht auf dem falschen Weg ist und die Dinge nicht gut sind. Das ist oft schwierig, denn es bringt das eigene Leben ganz schön durcheinander und man muss sich dann damit auseinandersetzen. Das heißt, dass man sich nicht nur mit den Dingen an sich, sondern auch mit sich selbst auseinandersetzen sollte. Nur wenn man sich Selbst und sein Leben reflektieren kann hat man die Chance etwas zu ändern und auch zu verbessern.

Richtig gute Freunde akzeptieren meine Entscheidungen und sind einfach da. Das macht das Leben gut.

Ich stehe oft da und denke, was soll das eigentlich alles. Es könnte doch alles so einfach sein, aber das Leben spielt gerade nicht so mit. Nicht nur das Leben, sondern auch die anderen Menschen in meinem Leben. Aber das ist genau das, was zeigt, dass man sich wieder weiter entwickeln muss und die Dinge neu betrachten muss. Ich arbeite immer wieder daran, behalte meine Ziele im Auge und bleibe einfach locker. Auch wenn ich innerlich manchmal durchdrehen könnte. Das bringt mich aber auch nicht weiter und deshalb lasse ich mich auf die guten Dinge in meinem Leben ein. Manchmal muss man einfach auch Vertrauen haben, dass die Dinge gut sind. Auch wenn es einem selbst gerade nicht so vorkommt.

Genau dann passiert es auch, dass ganz unverhofft Dinge in mein Leben treten, mit denen man gar nicht gerechnet hat und die wirklich gut sind. Das ist es, was das Leben so spannend macht. Manchmal schließen sich die Kreise dann auch.

Habt Spaß und lasst euch auf euer Leben ein.

#bestlifeever

Ich verrate dir heute etwas für’s Leben. Versuche, es jedem recht zu machen – und du wirst dein Leben lang beschäftigt sein. Und zwar beschäftigt mit Mist! Das Leben ist kein Beliebtheits-Wettbewerb. Es geht nicht darum, von allen gemocht zu werden, und möglichst mit jedem einer Meinung zu sein. Du bist nicht auf dieser Welt, um „everybody’s darling“ zu werden. Das ist kein Leben, das ist Menschen-Gefallerei! Und Menschen zu gefallen ist der sicherste Weg, um ein unendlich langweiliges Leben zu führen.

Im Leben geht darum, Menschen zu lieben, sie zu inspirieren und sie frei zu setzen (wobei die beiden letzten nur eine automatische Folge des Ersten sind – das passiert dann einfach.) Es geht darum, dass du so richtig aufblühst, deine Persönlichkeit und dein Sein zur Entfaltung kommt – und das ist dann gleichzeitig der maximale Genuss für die Menschen um dich herum.

Aber der Weg dahin geht nicht über eine möglichst konforme Denke. Oder über eine Lebensweise, in der man möglichst wenig aneckt, sich möglichst im Hintergrund hält und einer wird, von dem die Menschen sagen: „Ja… das kann ich alles genauso sehen…“ Der Preis dafür, dass es alle „genauso sehen“ ist viel zu hoch!

Schau: als der Gott dich schuf, da ist nichts durch Zufall passiert. Absolut gar nichts ist bei dir zufällig – alles ist von Meisterhand vorbereitet, geplant, perfekt ausgedacht, noch viel besser und viel schöner, als du dir selbst jemals ausdenken könntest. Wie auf einem himmlischen Reißbrett stehen all die wunderbaren, großartigen, atemberaubenden Pläne, die er für dich hat. Und dein Sein – deine Persönlichkeit – sie ist einfach perfekt dafür!

Ich meine damit deine Persönlichkeit – nicht die, in die deine Schwiegermutter ständig reinquatscht. Auch nicht die deiner 5 Freundinnen, die alle eine Meinung zu deinem Leben haben. Auch nicht die deiner Eltern, die es „nur gut meinen“ mit dir (und das tun sie sicher).

Es geht darum: was brennt in deinem Herzen?! Wenn du jede Wahl der Welt hättest – ganz unabhängig vom Geld oder äußeren Umständen – was würdest du dann sein wollen? Und was würdest du mit deinem Leben anfangen? Bei manch einem (na gut… bei uns allen) ist über die Jahre so viel Schrott von außen eingeredet worden, dass man selbst kaum noch weiß: was bin denn eigentlich ich? Was für eine Person bin ich, wenn ich frei von Angst vor Ablehnung und der Meinung anderer einfach so sein könnte wie ich bin?!

Deshalb habe ich den Sprung gewagt und lasse mich immer wieder auf tolle neue Dinge ein. In diesem Fall ist es mein neues Leben im schönen Zürich. An einem anderen Ort zu leben ist immer voller neuer Chancen, neuer Möglichkeiten, neuer Inspirationen! Aber der einzige Ort, der dich dauerhaft glücklich machen kann, befindet sich: zwischen deinen Ohren. Dort – und nur ausschließlich dort (und nicht auf Hawaii, unglaublich, ich weiß!) – entscheidet sich, wie glücklich du bist. Nur, wenn du dort frei und glücklich bist – dann bist du es überall auf der Welt.

Ich habe immer die schönste Zeit meines Lebens. Dafür brauche ich keinen zusätzlichen Strand oder schönes Wetter – wie armselig wäre es, wenn ich nur damit „time of my life“ haben würde? Natürlich ist ein schönes Haus besser als ein hässliches (oder gar keines – hatte ich auch schon. Das ist echt mies.). Klar ist ein Sonnenuntergang am Meer atemberaubend schön. Klar ist es besser, wenn die äußeren Umstände passen.

Aber diese Dinge machen mich nicht glücklich! Ich bin schon vorher glücklich, einfach von innen heraus. Der Himmel auf Erden, der befindet sich in mir drin, ob schwäbisches Kaff oder New York – ich habe diesen immer und überall dabei. Angesichts dieser inneren Schönheit und Glücks ist alles andere zwar auch… irgendwie schon schön, aber es beeindruckt mich nicht wirklich.

Soll ich dir sagen, wie du bist? DU BIST: Mutig, außergewöhnlich, einzigartig, perfekt, wunderschön, inspirierend, krass, unendlich kostbar, freisetzend, glücklich und glücklich machend, entspannt, humorvoll, tief, genußvoll, erfolgreich, frei, individuell und so gut!

Würdest du nicht gerne so eine Person kennen, oder – noch viel besser – mit ihr zusammen sein wollen? Na, Glückwunsch: du bist es! Du fühlst dich nur nicht so, weil du ständig deinen Umständen, deinen Gefühlen und der Meinung anderer glaubst!

Aber wenn du all das nur für eine Minute weglassen würdest – dann würdest du merken, dass du einfach GROSSARTIG bist! Dass da so viel Potenzial in dir ist, dass du beinahe platzen könntest! Und der Weg, um dieses Potenzial zu entfalten, liegt nicht darin, möglichst jeden nach seiner Meinung zu fragen, ihm nach dem Mund zu reden und möglichst so zu leben, dass man nicht auffällt.

Tue einmal etwas Außergewöhnliches und du wirst sofort zig Kritiker und Menschen am Start haben, die das nicht so sehen können, oder anderer Meinung sind, oder an dir und deinen Motiven zweifeln, oder „ich kenne einen, der hat es auch so gemacht, und es ist schief gegangen.“

Und sie meinen es alle nur gut! Aber ich will nicht „gut“ – ich will mehr! Ich will das Neue, das Außergewöhnliche, das, was es bisher noch nie gegeben hat – und weißt du was? Ich glaube, dass ich genau die Richtige dafür bin. Genau die Richtige – und du auch!

Es kann doch nicht sein, dass man sein Leben so von Tag zu Tag dahinlebt und alles bleibt wie es ist (selbst wenn es gut ist – was bringt’s?) Ich glaube, dass das Feuer, welches in dir brennt, die Leidenschaft, die in deinem Herzen ist, zu so viel mehr in der Lage ist! Es ist in der Lage, das Leben von sehr vielen Menschen zum Guten zu wenden! Es ist in der Lage, viele Menschen zu inspirieren und ihnen zu helfen!

„Aber ich habe gar kein Feuer in meinem Herzen…“ Doch, ich glaube, dass jeder Mensch dazu geboren ist, leidenschaftlich zu leben. Vielleicht wurde dieses Feuer von anderen schon vor Jahren in dir erstickt – aber da gibt es auf jeden Fall noch einen glimmenden Docht!

Wenn du anfängst, leidenschaftlich zu leben, und groß zu denken – dann wird es auf der Stelle Kritik hageln, ich verspreche es dir. Und das ist der beste Beweis – ich wiederhole: DER BESTE BEWEIS – dafür, dass du genau richtig bist. Wenn es niemanden gibt, der dich kritisiert, dann kannst dir auch gleich einen Sarg schreinern lassen, denn dann heißt es, dass dein Leben einfach so strunzlangweilig und harmlos ist, dass es keinen dazu bringt, gegen dich aufzustehen.

Nein, du bist nicht für die Harmlosigkeit geboren! Du bist hier, um wirklich etwas zu verändern! Und dass damit nicht alle umgehen können, ist ganz klar! Aber das macht nichts, denn du bist ja nicht hier, um es jedem recht zu machen – du bist hier, um das schönste und erfüllteste Leben zu leben, das überhaupt möglich ist.

Vertraue darauf, dass dieses Feuer in dir durch meine Liebe entfacht wird! Entspanne dich und sei gleichzeitig gespannt auf das, was vor dir liegt. Denn das Beste kommt noch. Du bist niemals zu jung, um das zu erleben – und niemals zu alt.

Du bist einfach PERFEKT und zwar genauso, wie du bist! Mit deinem Stil, deiner Art, deinem Lachen, deinem Humor, deiner Art, zu reden und zu träumen, deiner Art, Dinge anzupacken. Und wenn das du bei dir noch gar nicht richtig klar ist, dann vertraue der Liebe, denn sie wird alles Schöne hervorbringen und erstrahlen lassen, was so in dir schlummert.

Und darauf kannst du dich freuen!
Ich freu‘ mich auch voll darauf, dich dabei zu sehen!

Lass‘ dich nicht gehen

Inmitten des Trubels, in dem man sich befindet, gibt es manchmal Stunden oder gar Tage, an denen absolut nichts vorwärts geht. Und statt aufzuspringen, und die Dinge anzupacken, hängt man schwerfällig und lustlos in der Gegend, bekommt nichts auf die Reihe und würde am liebsten für immer im Bett bleiben. Diese Trägheit klingt zunächst vielleicht nicht weiter tragisch, raubt einem aber kostbare Lebenszeit.

Passivität ist so würdelos. Die Phasen, in denen man schwunglos abhängt, können viele Ursachen haben – treten diese regelmäßig, oft oder gar dauerhaft auf, liegen die Ursachen tiefer, und professionelle Hilfe ist gefragt. Aber ganz egal, ob dauerhaft oder nur ab und zu, nichts davon muss man einfach so hinnehmen und zulassen. Und ganz egal, wie gesellschaftlich akzeptiert das sein mag, weil „jeder hängt mal durch, und hat keinen Bock.“  Passivität ist nicht akzeptabel.

Lethargie kommt immer im 4er-Set, da sind Faulheit, Lustlosigkeit und ein bisschen Melancholie gleich mit dabei. Und all das macht einen unendlich träge, schwer und unmotiviert, spätestens da müssen alle Alarmglocken schrillen. Man würde doch auch keinen Fremden in seinem Haus ein paar seiner schönsten Einrichtungsgegenstände oder seiner liebsten Kleidungsstücke mitnehmen lassen? Ohne zu fragen, wohlgemerkt, einfach so, weil der Dieb das so will? Man würde auf der Stelle Alarm schlagen, und alles tun, damit das nicht passiert.

Ganz genauso ist es mit Lethargie, sie ist ein Dieb, der einem die Lebenslust und -motivation raubt, einen unbeweglich und disziplinlos macht. Man hängt dann ab, konsumierst Serien, Fernsehsendungen oder Bücher im Übermaß, und jeglicher Schwung und Power gehen flöten.

Ich würde mir das nicht länger bieten lassen, denn dafür bist du viel zu groß, viel zu schön, viel zu wichtig! Oder glaubst du etwa, die Königin von England lässt sich gehen, verbringt ganze Nächte vor Netflix, und ist am nächsten Tag wie gerädert, weil sie nicht genügend Schlaf bekommen hat? Ich garantiere dir, dass sie das noch nie getan hat, und zwar aus einem einzigen Grund, sie repräsentiert ein ganzes Land. Sie ist sich ihrer Verantwortung bewusst, und schläft dementsprechend, isst dementsprechend, kleidet sich dementsprechend und lebt dementsprechend.

Und exakt so ist es bei mir, oder glaubst du, ich würde mich gehen lassen? Ich sage nicht, dass diese Energien es nicht versuchen, ich sage nur, dass ich mich ihnen nicht hingebe. Ich treffe immer und immer wieder eine Entscheidung dagegen, denn ein Leben, in dem man so unmotiviert durchhängt, passt nicht zu mir. Wie würdelos, wie armselig, wie klein – ich will meine Tage nicht mit so einer Energie füllen. Ich habe nicht gesagt, dass man nicht entspannen soll – bitte achte auf meine Wortwahl. Der Unterschied zwischen „Nichts Tun und lethargisch Abhängen.“ und „Nichts Tun und Auftanken.“ ist enorm: bei dem einem ist man hinterher lustlos und unmotiviert, beim anderen erfrischt und voll mit neuen Ideen und Schwung. Was man genau dabei tut oder nicht tut, ist nicht so entscheidend, denn die Atmosphäre dahinter ist der Unterschied.

Wenn man bei einer entspannenden Tätigkeit plötzlich träge, traurig oder insgesamt apathisch wird, dann sollte man auf der Stelle damit aufhören! Spring vom Sofa oder vom Bett auf oder aus der Badewanne, und lass es dir nicht bieten! Anfangs wird es einem vielleicht noch nicht jedes Mal auffallen, weil man sich schon so an diese Soße aus Lustlosigkeit gewöhnt hat, aber nach und nach wird man achtsamer.

Mache es der Lethargie so schwer wie möglich, denn es gibt regelrechte Hochkonjunktur-Zeiten für Passivität.

Sonntage sind bei Lethargie so hoch im Kurs, dass es sogar einen eigenen Begriff dafür gibt: der Sonntagsblues ist ein vorübergehender Stimmungstief, der – je nachdem, wie sehr man ihn lässt – es einen entweder allgemein deprimiert (ob Single oder in einer Partnerschaft, ist dabei im Grunde kein Unterschied) oder es einem mit einem Kit aus Einsamkeit und Niedergeschlagenheit den Sonntag gleich zum Heultag macht.

Feiertage allgemein sind bei Trägheit auch sehr beliebt, vor allem um die Weihnachts- und Neujahrszeit. Das Gemisch aus Schwerfälligkeit, Gleichgültigkeit und Melancholie wird vorwiegend an diesem Tagen serviert und manchmal kommt noch als Dessert Hoffnungslosigkeit dazu.

Nach gewissen Serien oder 4 Stunden Dauerglotzen wirst du garantiert schwerfällig und unmotiviert.

Ok, Folgendes, wenn man jetzt schon weiß, dass an diesen speziellen Tagen mit vermehrten Verkehrsaufkommen an „Ich habe keine Lust auf Nichts.“-Lethargie zu rechnen ist, dann weigert man sich. Man weigert sich, sich diesem Gefühl und dieser Stimmungslage willenlos zu ergeben. Man schaltet die Glotze aus oder Netflix. Man steht vom Bett auf oder vom Sofa und tut entweder etwas Produktives oder entspannt bewusst, indem man ein Beauty-Ritual macht, schwimmen geht oder eine Massage bucht.

Und diese Feierabend- und Nachdem-Urlaub-Nummer, so nachvollziehbar und verständlich sie klingt, aber nichtsdestotrotz: willst du, dass es so bleibt? Wenn man es will – kein Problem. Wenn man es nicht länger will – dann herzlichen Glückwunsch! Es wären dann nämlich täglich an die 3 Stunden Zeit, die man wunderschön, produktiv oder einfach nur erfüllend verbringen könnte. Hier muss man eine feste Entscheidung treffen.  

Immer eins nach dem anderen. Manchmal hat Passivität eine andere Ursache, denn man steht vor so vielen Aufgaben oder Herausforderungen, dass sie einen regelrecht erschlagen oder überfordern und man in Folge dessen einfach gar nichts mehr macht. Man weiß gar nicht, wo beginnen, und überhaupt ist alles zu viel, und bevor es nicht perfekt ist, fangen wir gar nicht erst an. Und außerdem hat sich mittlerweile schon so viel gesammelt, das bringt doch jetzt nichts mehr. Und schon hängt man auf dem Sofa, ist niedergeschlagen und lustlos. In so einem Fall machen wir folgendes: du fängst auf der Stelle an, und machst immer nur eins. Immer schön eins nach dem anderen.

Man stellt sich seinen Aufgaben, übernimmt Verantwortung, zieht den Kopf nicht ein, sondern fängst einfach an. Einfach eine Sache, das schafft man. Und danach macht man das nächste. Und dann wieder das nächste.

Man erlaubt Passivität auf gar keinen Fall, dass sie einen insgesamt lähmt! Nur, weil es nach viel aussieht – man schafft das hervorragend. Man macht einfach nur das, was jetzt möglich ist. Und danach machst man das, was dann möglich ist. Aber alles ist besser, als sich Passivität hinzugeben. Jede noch so kleine Tätigkeit.

Lass dich nicht gehen. Lethargie durchzieht oft viele Lebensbereiche – je nachdem, wie viel Raum man ihr zugesteht, und wie lange man sie bereits im Leben duldet. Natürlich kann man argumentieren, dass man erst nach den tieferen Ursachen suchen soll und das kann man alles gerne zusätzlich tun.  Wenn man die Tendenz dazu bemerkt, dann weigert man sich ganz entschieden. Nicht so halbherzig, sondern richtig nachdrücklich oder gar empört, dass sich so eine miese Energie überhaupt in die eigene Nähe wagt!

Man räumt sein Zimmer auf. Man zieht sich hübsch an (manchmal ist die Lethargie so lange anwesend, wie man seinen Pyjama trägt.). Man pflegt seine Nägel. Man zahlt seine Rechnungen rechtzeitig.  Man kocht sich etwas Gutes. Man achtet auf sich als das, was man ist, so sehr, dass du es für einen ganz anders entscheidest. Merke: du alleine kannst entscheiden, wie dein Leben aussehen soll und du bist solchen Stimmungen überhaupt nicht willenlos ausgeliefert.

Vernachlässige dich nicht – oder besser ausgedrückt: erlaube der Lethargie nicht, deine Lebensbereiche zu bestimmen. Das ist deiner absolut nicht würdig! Auch für den Feierband würde ich eine Entscheidung treffen, die da lautet: „Ich habe noch genügend Energie und Lust, etwas Produktives oder Erfüllendes zu machen.“

Zuerst deine Entscheidung – dann erst die Ergebnisse. Warte also nicht, bis du erst die Lust hast – da kannste warten bis in alle Ewigkeit. Du musst übrigens dabei auch gar nicht erst bis zum Sonntag oder nächsten Feiertag warten, denn wenn du jetzt hoch motiviert bist, dann packe im Anschluss gleich eine Sache an. Ob es deine Schublade, liegengelassene Rechnungen, oder ein neuer Haarschnitt ist, ist dabei ganz egal – Hauptsache etwas, das du bisher vernachlässigt hast.

Mach es einfach.