Love everyday

Es ist toll, schon morgens ganz früh diese unendliche Energie in sich zu spüren, voller Vorfreude auf den Tag zu sein, den Blick in den Spiegel zu mögen, selbst, wenn man seine Augen kaum aufkriegt. Sich der Gegenwart und der Schönheit der Menschen um sich herum bewusst sein – morgens wortkarg, verschlafen, und so zum Anbeißen süß, mittags voller Neuigkeiten, bisschen aufgekratzt, und nicht minder süß – die alltäglichen kleinen und großen Dinge genießen, einfaches gutes Essen, auf das sich alle freuen, kreative Arbeit, den Humor der Teenies und ständiges Lachen, überall wo man hingeht, die Lebensfreude und das Glück fließen zu lassen, sich wohl fühlen in seiner Haut, wenn man mit sich alleine ist, es genießen, unterwegs zu sein, und von vielen Menschen umgeben, das macht glücklich, und man braucht nicht mal einen Grund dafür –jede Sekunde des Alltags lieben, so sieht’s aus.

Jeder Tag ist ein einziges Abenteuer ist, ein Schatz, ein Highlight, eine aufregende und enorm schöne Angelegenheit! Klar gibt es in den Umständen manchmal die Dinge, die weniger schön sind, einen herausfordern, oder einfach nerven. Aber das sollte nicht der Fokus sein und vor allem sollte man es nicht als Herausforderung annehmen. Im Gegenteil, wichtig ist sich auf das Gegenteil zu konzentrieren. Nämlich auf das Starke, das Schöne, das Ermutigende, das Lebendige – das, was das Potenzial hat. Das ist ab und zu eine bewusste Entscheidung. Denn Stärke bringt Stärke hervor, Schönheit bringt Schönheit hervor, Liebe bringt Liebe hervor, Inspiration bringt Inspiration hervor.

Es ist nicht die Beschäftigung mit Problemen, Leid, Abgründen und Missständen, das einen stark, kühn, strahlend und energiegeladen macht. Es ist nicht das Analysieren und Durchdenken, das Grübeln und Besprechen, das Austauschen über Herausforderungen. Oft ist ein Umstand nicht so bedeutend, außer, man gibt ihm Bedeutung – im eigenen Denken, Sprechen, und dem Stellenwert, den es zeitlich bei einem haben darf. 

Solange man den Umständen, anderen Menschen oder Fremd-Energien freiwillig erlaubt, sein Denken und sein Fühlen zu kontrollieren und zu bestimmen, wird es ein ewiges Auf und Ab, ein High und ein Down. Es wird sich nichts ändern. Im Gegenteil, es ist unheimlich anstrengend und raubt einem sehr viel Kraft. Kraft, die man in viel genialere Dinge investieren könnte – da gibt es doch jeden Tag so viel zu genießen und zu entdecken!

Es ist wichtig sich zu freuen und die Dinge intensiv zu erleben, sowie die Anderen mitzureißen und zu begeistern. Daran zu glauben, dass im Leben alles passt, stark sein, glücklich sein und inspirierend sein. Jeder ist das bereits, aber meist hat man keine Ahnung davon, weil man soviel Scheiß mit sich rumschleppt oder beschäftigt. Vor allem dann, wenn man immer mit Menschen zusammen ist, die in demselben Dreck herumwühlen und einen immer weiter runterziehen.

Mit der richtigen Energie ist kein Umstand zu kompliziert, keine Herausforderung zu groß, man sieht nur Lösungen statt Probleme, und man freut sich, egal, was kommt. So siehst’s aus! Man erlaubt seinen Gedanken, sich mit jedem Dreck zu beschäftigen, der in der Gegend umherfliegt – man schnappt jede Energie auf, die mit einem nichts zu tun hat, und wundert sich, dass alles so anstrengend und so kompliziert ist – man schaut sich die Umstände so lange an, bis man frustriert und entmutigt ist.

Aber das ist jetzt vorbei. Vorbei damit, dass man ständig unter seinen Standard geht, und einen irgendwas bedrückt, quält, kleinmacht, und sein Potenzial nicht ausschöpfen lässt. Mag ja, sein, dass es einen sympathischer und herrlich normal macht, wenn man über den anstrengenden Alltag diskutiert, aber das kennt man nun auch schon zur Genüge. Hier geht es um viel mehr, um ein außergewöhnliches, extremes, wunderschönes Leben!

Es geht nur um einen Selbst und darum, dass man stark, groß, strahlend und wunderschön ist. Es geht darum, sich selbst zu vertrauen, ans sich selbst zu glauben, außergewöhnliche Dinge zu tun und negativen Energien und Menschen weder Raum noch Zeit zu geben. Die eigenen Energien freisetzen und die Augen öffnen, um die Sicht klar auf die wichtigen Dinge im eigenen Leben zu machen.

Es gibt ab jetzt einen neuen Standard, bei dem es nie mehr unter komische, schwache, jämmerliche, armselige, dich selbst in Zweifel ziehende Energien gibt. Auch, wenn sie sich als die eigenen Gedanken verkleiden – auch dann nicht! Auch, wenn man genügend Gründe dafür hätte – kann einen doch keiner zwingen. Immer locker und entspannt, immer unbeeindruckt von den Meinungen anderer, immer voller Kreativität und Ideen, immer mit Humor und Lebenslust.

Mit der richtigen Energie ist kein Umstand zu kompliziert, keine Herausforderung zu groß, man sieht die Lösungen statt der Probleme, und freut sich, egal, was kommt.

Umgib dich mit Menschen, die dich lieben, dich wertschätzen, dich inspirieren, und dich herausfordern, weil sie dir vorangehen.

Hab Spaß und genieß dein Leben!

Life is not a competition

Es gibt einen Bereich im Leben, in dem man konkurrenzlos ist. Es gibt etwas, darin kann einem keiner das Wasser reichen, niemand kommt auch nur annähernd an einen heran. Es gibt etwas, dass keiner so hervorragend und exzellent kann wie man selbst. Nämlich man selbst sein.

Die eigene Persönlichkeit ist die größte Stärke, es ist das Faszinierendste und Schönste, was man jemals zustande bringen wird. Die Einzigartigkeit und das eigene Wesen sind so überwältigend schön und so einmalig, dass nicht eine einzige Person es jemals schaffen wird, genauso zu sein wie man selbst. Deshalb braucht man sich niemals mit jemanden vergleichen! So wie man selbst ist – so ist es perfekt! So, wie man ist – das passt super! Genau so!

Man muss keinem etwas beweisen, man muss sich mit keinem messen, man braucht keine Vergleiche anzuwenden. Wenn man anfängt, sich mit anderen zu vergleichen – dann wird man entweder schlechter oder besser abschneiden. Aber beides bringt einem nix! Man vergleicht auch nicht Äpfel mit Birnen. Es sind ja zwei völlig unterschiedliche Dinge, mit jeder der Obstsorten kann man verschiedene wunderbare Gerichte zubereiten.

Und genauso ist es bei einem Selbst: man braucht sich an keinem messen! Niemals. Gott hat genau für einen selbst maßgeschneidert zum richtigen Zeitpunkt den besten Plan, und man kann es nicht verpassen. Und deshalb kann man völlig entspannen, denn es passt doch alles. Man bekommt quasi einen maßgeschneiderten Anzug, der bei einem Selbst perfekt sitzt und in dem man sich unheimlich wohl fühlt. Was will man denn mit einem Kleidungsstück, das überall zwickt? Deshalb braucht man nie neidisch oder eifersüchtig sein, egal was der Umstand versucht einem einzureden.

Jeder Vergleich raubt einem nur Energie. Jedes sich über die anderen stellen (Hochmut), oder sich unterlegen fühlen (Minderwertigkeit) ist Quatsch. Weder das Eine noch das Andere tut einem gut. Neid und Eifersucht berauben einen der Freude am Augenblick – sie rauben einem das Leben. Sie lassen einen missgünstig zu anderen schielen, die alles besser haben, schöner, größer, weiter…

Lass das nicht mehr zu! Gib dieser Energie einen Arschtrittt, denn sie tut einem nicht gut. Man muss sich ein für alle Mal dafür entscheiden, sich an sich selbst so zu freuen, und sich selbst so maximal zu genießen, wie es nur geht. Du bist das Schönste, was du hast! Du bist das Kostbarste überhaupt. Wer hat denn das Recht, den eigenen Wert zu mindern oder überhaupt einen Maßstab an einen zu legen? An wem will man sich messen?

Du bist viel zu groß für so etwas, du bist viel zu stark, viel zu schön, um überhaupt in einen Wettbewerb mit anderen zu treten. Das ist weit unter deiner Würde! Deine größte Stärke bist du selbst. Das, was du bist, und das, was du kannst – genau das hat und kann und ist kein anderer auf dieser Welt.

Schau, wenn man sich mit keinem vergleicht, dann kann man sich an allem bei sich freuen, dann ist man konkurrenzlos gut, dann kann man sich feiern, und die anderen in ihrer Einzigartigkeit – und keiner nimmt einem was weg. Es kann einem sowieso keiner etwas wegnehmen, nicht das Haus, das Geld, nicht den eigenen Partner, den Platz im Leben, den Job oder was auch immer.

Es gibt unbegrenzte Möglichkeiten und man wird immer mehr als genug haben, niemals zu wenig. Auch wenn sich das noch ein wenig komisch anfühlen wird, denn bisher hat man ja immer an den Mangel geglaubt. Doch jetzt lässt man sich auf das Neue ein.

Auch wenn es sich vielleicht manchmal nicht so anfühlt, weil es so aussieht als wenn sich gerade alles gegen einen stellt und einem die Dinge gerade vor der Nase weggeschnappt werden. Aber man muss geduldig sein und auf die richtige Gelegenheit warten, denn Kunden, Aufträge, Finanzen, Mittel und Menschen wie auch Gelegenheiten, alles tritt zum richtigen Zeitpunkt und am richtigen Ort in unser Leben. So, dass es für einen perfekt passt.

Man geht einfach immer vorwärts und lässt sich null beeindrucken, was andere alles haben, und was andere alles schon können, und was andere alles erreicht haben, und wie viele Kinder und Häuser und Aufträge und …. Auch, wenn man es sich jetzt schon so sehr gewünscht hätte, bleib locker. Alles zur richtigen Zeit. Wann bei jemand anderes die richtige Zeit ist, geht einen nichts an.

Man muss einfach man selbst sein. Man braucht niemandem nachzueifern oder sich mit jemandem messen. Denn man selbst ist das Beste und Stärkste, was man geben kann. Deshalb ist es so wichtig, sich für sich selbst zu entscheiden und aufzuhören immer Dinge haben zu wollen, die andere haben. Diese neidischen Gedanken und Gefühle machen einen nur fertig.

Wenn doch mal negative Gefühle des Neides aufkommen, dann sollte man sich bewusst entscheiden und sich mit der Person freuen oder besser für die Person. Es nimmt einem niemand etwas weg, es setzt einen nur frei und macht einen stark, wenn man sich dieser negativen Energie nicht hingibt. Denn Neid und Eifersucht sind schwache Energien, die einen nur blockieren anstatt sich zu freuen, auf die Dinge, die noch kommen. Wenn man sich mit anderen freut, dann bleibt man locker und ist glücklich. Jeder bekommt wofür sein Herz brennt.

Lass dich nicht auf einen Wettbewerb ein. Mach nicht mit. Einfach zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus.

Auf dich wartet nur Gutes. Lass sich einfach drauf ein und hab Spaß.

Wieviel kosten Beziehungen?

Klarheit ist etwas wunderbares, denn unklare Verhältnisse dagegen sind ein Graus und deshalb sollte man schnellstmöglich kurzen Prozess damit machen. Schritt für Schritt schafft man Ordnung und sortiert sich, die Dinge und ganz nebenbei sein Leben. Egal ob Küchenschubladen oder Beziehungen, alles kommt dran.

Intakte Familien und Beziehungen sind toll, allerdings wird das viel zu oft auf einen Sockel gestellt und Trennungen als falsch angesehen oder diejenigen schon fast mitleidig betrachtet. Es wird immer wieder als Ziel gesehen eine Partnerschaft zu haben, denn angeblich ist man nur dann vollständig und absolut glücklich. Wenn man dagegen keine hat dann fehlt einem angeblich etwas und es ist auch nur halb so schön. Und auf Parties als Paar ist es auch viel praktischer, denn dann steht man nicht so doof alleine in der Gegend, und kann so lange knutschen oder sich wenigstens streiten. Außerdem brauchen die Kinder beide Elternteile, das weißt doch jeder?

Was soll dieser Krampf? Dabei hat diese kitschig-romatische, naive Vorstellung von Beziehung/Familie ist ein ganz anderes Ergebnis, denn die Frauen lassen sich oft jahrelang mies behandeln, leiden darunter, aber ertragen es und bleiben zusammen „wegen der Kinder“. Wenn der Partner das Kind immer wieder unter Druck setzt, es manipuliert, sich darüber lustig macht, es immer wieder verunsichert und in Frage stellt, es seelisch demütigt oder gar körperlich angreift, dann ist es die eigene Verantwortung, sich von ihm so schnell wie nur möglich zu trennen.

Auch, wenn er manchmal so lieb sein kann. Auch, wenn er sich entschuldigt hat, und er will sich ändern, ganz sicher. Auch, wenn Gott uns zusammengeführt hat, und das soll der Mensch nicht trennen. Gott weiß ganz genau Bescheid: es aushalten ist ganz sicher keine Option, die er gut findet, und man wird garantiert keinen Preis dafür bekommen. Leidensfähigkeit in einer Beziehung ist keine Tugend!

Ganz egal, wie schön man es sich immer wieder zurechtlegt, und wie oft man „ihm noch eine Chance gibt“, und wie lange man sich selbst einredet, dass er „eigentlich mein Traummann ist“ – jeder weiß tief in seinem Inneren ganz genau, dass es nicht passt. Eine Trennung ist überhaupt nichts Schlimmes, denn es hat sich noch nie ein Paar getrennt, das glücklich war! Eine Trennung ist etwas Schönes und Gutes und Heilsames. Mag es zuerst schmerzhaft oder herausfordernd sein – es ist etwas Schönes!

Und falls man Kinder hat, dann hat man jede Verantwortung eine so schöne, harmonische und glückserfüllte Beziehung/Partnerschaft/Ehe zu führen, wie es nur möglich ist. Ist diese momentan nicht möglich, dann hat man jede Verantwortung, sich zu trennen. Nicht der Partner hat diese Verantwortung, nicht das Kind – nur man selbst hast sie.

Denn das, was die eigenen Kinder lernen, wenn sie mitbekommen, wie ihre Mutter sich behandeln lässt, wird für immer ihr eigener Standard in Beziehungen sein. Genau so werden sie sich behandeln lassen. Sie sollen unendlich viel Selbstachtung, Würde und Respekt vor ihrer eigenen Person haben – und nur jemanden in ihrer Nähe wollen, der ihnen diese genauso entgegenbringt. Das ist die einzige Grundlage für eine gesunde und glückliche Partnerschaft.

Das „stark für Beide“ ist in Wahrheit nur eine Ausrede – und obendrauf eine unendliche Grube an Energieverschwendung. Diese Beziehung raubt einem Energie – wertvolle Energie, die man für Lebenslust, Lebensfreude, Lebensgenuss, neue Abenteuer, Projekte und Kreativität nutzen könnte. Oh, es gibt so viel Schönes!

Stattdessen ist der Partner das Projekt. Eine Partnerschaft sollte aber niemals ein Projekt sein – sondern immer nur ein Geschenk und gegenseitige Bereicherung. Jemand, der aufgrund vergangener Verletzungen/Beziehungen einen immer wieder schlecht behandelt, ist es nicht wert. Jeder hat eine Würde und höchsten Respekt vor der eigenen Zeit und Energie.

Aber man ist emotional momentan so in diese Sache verwickelt, dass man nicht bis drei zählen kann. Das ist nicht gut. Es ist kein Versagen, sich zu trennen – es ist keine Niederlage und keine Bankrotterklärung! Klarheit zu schaffen ist ein Akt der Würde und des Selbstrespekts. Das ist Liebe und Klarheit. Alles, was nicht klar ist, ist schon mal nicht Liebe.
Man kann nicht ernsthaft in einer Beziehung bleiben wollen, in der keine Liebe ist. Das passt doch nicht? Und tief in seinem Herzen weißt man genau Bescheid. Man kann sich alles noch so schönreden, aber tief drinnen weiß man Bescheid (und eigentlich haben deine Freunde es dir schon 100 mal gesagt!).
Die eigenen Emotionen sind momentan so durch den Wind, und wurden so sehr pervertiert, dass man momentan auf keinen Fall sich von ihnen leiten lassen kann. Es ist eine emotionale Bindung – wie ein Sklave an seinen Herrn. Es ist und bleibt die Hölle, egal, wie oft er Blumen mitbringt. Nichts ändert sich, außer du beendest das Ganze.

Die Frage ist ja immer wie hoch der Preis dafür ist. Aber kein Geld der Welt ist es wert sich dafür zu verkaufen. Die eigene Persönlichkeit ist unendlich wertvoll, das eigene Wesen unbezahlbar, die eigene Energie von unschätzbaren Wert. Man ist kein Preispferd, kein Besitz und keine Trophäe. Die eigene Würde und der eigene Wert sind unermässlich – und für keinen Urlaub, keine Chaneltasche und keinen Sex der Welt kann man sich verkaufen!

Es wird sich alles fügen, man wird nicht verhungern, und alles wird passen. Vielleicht ohne Chaneltasche, aber dafür mit einer Million mal mehr Lebensfreude und Power!

Bei dir ist immer alles klar. Und wenn es nicht klar ist, dann sorgst du für Klarheit.

Man muss es nicht jedem rechtmachen

Nichts auf der Welt ist so wichtig, als dass man sich dafür respektlos behandeln lässt. Keiner darf die eigene Würde verletzen. Keiner darf auf einem herumtrampeln, oder einen demütigen. Passiert es doch, dann muss man da nie wieder hin.

Schau, es gibt überall auf der Welt Arschlöcher. Es gibt Menschen, die schlecht über einen reden, einen unter Druck setzen, einen respektlos behandeln, einen nicht genügend wertschätzen. Um das schöne alte deutsche Wort zu nennen, sie ehren einen nicht. Das wird es immer mal geben, und das braucht einen weder zu verwirren, noch zu verwundern. Und das ist auch gar nicht die eigene Zuständigkeit.

Denn nur der eigene Zuständigkeitsbereich ist wichtig: Wie lässt man sich behandeln? Was lässt man zu? Wie wertvoll ist man sich selbst? Als wie kostbar erachtet man sich

Kein Mann auf der ganzen Welt ist so großartig, dass er auf einem herumtrampeln darf. Kein Partner darf einen kleinmachen, einen vor anderen bloßstellen, seine Witzchen über einen reißen, oder einen unter Druck setzen. Keine Beziehung auf diesem Planeten ist es wert, dass man dafür Demütigungen in Kauf nehmen muss, seien sie noch so subtil, versteckt, oder indirekt. Kein Mann kann so gutaussehend, reich, attraktiv, sexy, angesehen, wasauchimmer sein, dass er einen von oben herab behandeln dürfte – und man darüber immer wieder hinweggesehen müsste.

Eine Liebesbeziehung ist dafür da, dass man sich gegenseitig erhöht, inspiriert, ermutigt, pusht, und beflügelt und nicht wegen lebensverändernden Sex, finanzieller Absicherung oder damit man nicht einsam die Sonntage verbringt. Auch wenn das viele jetzt hart treffen wird. Erhöht, wohlgemerkt und nicht erniedrigt.

Kein Job des ganzen Planeten ist so wichtig, dass man dafür wie in einer Art moderner Sklaverei katzbuckeln muss – obwohl man genau spürt, dass man dem anderen nichts wert ist, und ständig von oben herab behandelt wird. Von keinem Chef der Welt muss man sich beleidigen oder terrorisieren lassen.

Keine Freundschaft ist so essentiell, als das man dafür ständige Zurückweisung oder Ablehnung in Kauf nehmen müsste.

Keine Respektperson darf einen mies behandeln. Kein Pfarrer, Pastor, Arzt, Lehrer, Chef, Elternteil, Erbonkel – niemand auf der ganzen Welt.

Man wird immer nur so behandelt, wie man sich behandeln lässt.

Kein „Aber in dieser Branche muss man das so machen, sonst kommt man nicht weiter.“ Kein „Aber so einen tollen Mann finde ich nie wieder.“ Kein „Aber diese Person ist mir so wichtig, und außerdem hat sie auch gute Tage.“

Man spürt ganz genau, wenn man respektlos behandelt wird – das kann man sich noch so schön reden, und Gegenargumente vorbringen – tief im Herzen weiß man es. Die Wahrheit ist: du bist so kostbar und so einzigartig, dass kein Mensch der Welt deine Würde mit Füßen treten darf. Keiner hat das Recht, auf einen herabzuschauen, nur, weil man noch jung ist, unerfahren, Hauptschule, Hausfrau, Ausländer oder mit einer alten Rostlaube umherfährt.

Du hast einen Wert. Du hast eine Würde. Du bist voller Schönheit, Liebe und Stärke – egal, ob du selbst es bereits wahrnimmst, oder nicht. Tief in dir drin ist dieser Schatz, deine Einzigartigkeit, die nur darauf wartet, sein Potenzial zu entfalten. Merke: wenn dich jemand nicht wertschätzt, dann wertschätzt er sich selbst in aller Regel auch nicht. Aber das ist sowieso nicht deine Zuständigkeit. Deine Zuständigkeit ist nur: du lässt das nicht zu. Du bist das Kostbarste, was du hast. Deine Ehre und Würde sind unantastbar, ganz egal, wie sehr du denkst, nicht mehr ohne ihn leben zu können.

Gott schickt keinen auf diesen Planeten, damit man mit einem Arschloch zusammen ist, der einen in seiner Art beschneidet, weil er einem ständig sagt, wo man an sich noch arbeiten müsste, einen klein macht, einen verunsichert, einen nicht respektiert oder einen subtil unter Druck setzt und manipuliert. Gott hat viel, viel bessere und schönere Wege, einen in seine Berufung zu bringen – er braucht keinen Druck, Stress oder Sklavenhaltung dafür. Der Weg zum eigenen Traum führt nicht über Selbstaufgabe, Selbstverleugnung, Demütigung oder Arschkriecherei. Wenn Gott einem etwas ins Herz gelegt hat, was in einem brennt, wenn er etwas Wunderbares für einen vorbreitet hat, dann wird er auch dafür sorgen, dass es zustande kommt. Der Weg dahin ist keineswegs frei von Herausforderungen, aber mit Sicherheit trampelt dabei keiner auf einem herum.

Keiner ist auf dieser Welt, um es allen Recht zu machen. Keiner ist hier, um jedem zu gefallen. Keiner ist hier, um sich zu verbiegen, und anderen nach dem Mund zu reden. Keiner ist hier, um jemand anderen zufrieden zu stellen.

Du bist hier, um zu lieben, und dich lieben zu lassen: strahlend, stark und schön! Jeder, der das erkennt, darf dich genießen. Jeder, der das nicht erkennt, und es nicht wertschätzt – ist deiner nicht wert.

Aber den Schritt, sich nicht länger schlecht behandeln zu lassen, kann man nur selbst gehen – keiner sonst wird ihn für einen tun, also kann man sich auch hinterher bei keinem beschweren.

Man darf keine Angst haben, sich von Menschen zu trennen, die einem nicht guttun, und einen nicht wertschätzen. Weder privat, noch beruflich. Denn diejenigen, die einen wertschätzen, stehen bereits in den Startlöchern, und warten nur darauf, an der eigenen Seite die Welt zu erobern und die eigenen Träume zu leben. Man wird immer nur gewinnen, und nie verlieren. Versprochen!

Es gibt so viele wundervolle Dinge, die man sich nicht vorstellen kann und die trotzdem stimmen, also kann man nicht danach gehen. Auf einen wartet ein wunderschönes Leben, großartige Menschen und aufregende Projekte – man kann also ruhigen Gewissens auf alles verzichten, das einen davon abhält. Das kannst du mir wirklich glauben.

Lass dich nicht verunsichern, vertrau deinem Bauchgefühl und hab Spass.

Klare Ansage

Man sieht es überall um sich herum, Statement – Tasche hier, Statement – Schmuck da, in der Mode sind Statements essentiell, sonst läuft man langweilig durch die Gegend. Also investiert man Geld oder, je nach Budget, noch mehr Geld, um eine Ansage zu machen. Aber weitaus wichtiger ist es, täglich ein Statement zu machen. Wenn an nicht festlegt, wie es für einen läuft, wird es früher oder später für einen festgelegt und zwar von den Umständen, von den Menschen um einen herum, von der momentanen Gefühlslage. Und dann reagiert man nur noch, alles fühlt sich nach Kampf an, und ist unendlich anstrengend. Sind die Umstände besonders herausfordernd, wird man regelrecht begraben unter einer Lawine der negativen Emotionen und ist ganz schnell überfordert.

Es ist im Grunde egal, wie vielen es so geht, und bei anderen als „normal“ akzeptiert wird. Niemals will man einen niedrigen, miesen Standard für sein Leben hinnehmen, nur, weil zig andere Menschen sich damit abgefunden haben. Man will nicht ein Leben führen, welches einem durch die Gefühlsstimmungen oder äußeren Begebenheiten diktiert, wer man ist, und wie es einem geht. Das ist Fremdbestimmung.

Die eigenen Gefühle in Ehren, aber sie reagieren doch nur auf die jeweilige Situation – man kann ihnen unmöglich die Führung überlassen. Sie sind manipulierbar ohne Ende! Mal fühlt man sich gut, mal fühlt man sich schlecht. Das umstandsbedingte Gefühls-EKG kennt jeder.

Die Herrschaft der Emotionen ist im Grunde nichts anderes als eine 3. Welt-Land-Diktatur – außer, dass dieses Land in seinem Inneren stattfindet. Na klar, einen Grund gibt es immer. Die Bandbreite der Gründe ist je nach Person sehr groß und kreativ: von echten, wirklich herausfordernden Situationen bis hin zu Lappalien, die einen nichtsdestotrotz beschäftigen wollen. Es ist absolut nachvollziehbar, dass man beeindruckt, besorgt, verzweifelt, oder frustriert ist – aber man kann das auch überwinden und mit jeder Herausforderung stärker werden. Und mit „stärker“ ist nicht „härter“ oder „verbissener“ gemeint, sondern entspannter, souveräner, gelassener, überlegener und insgesamt vergnügter. Wenn am Ende nicht so richtig Spaß dabei rauskommt, hat man nämlich selbst keine Lust drauf.

Diese Geisel der Befindlichkeiten, diese Sklaverei der Gefühle, dieses Gelebt-Werden von den Emotionen, dieses ständige Reagieren auf die Umstände – das ist unwürdig. Es ist auf die Dauer einfach nur ermüdend und frustrierend, und bringt einen im Leben kein Stück weiter.

Deshalb muss man eine Ansage machen. Man stellt klar, wer man ist, was zu einem gehört, und wie es für einen läuft. Man setzt ein Statement für diesen Augenblick, für diesen Tag, für sein Leben. Man übernimmt die Führung. Man bestimmt, wo es lang geht. Und zwar ohne die Gefühle zu fragen, ob sie das bestätigen. Bevor sie einen wieder überzeugen, dass es einem nicht gut geht und ungeachtet der momentanen Herausforderungen. Man macht das bestimmt, klar, entschieden, irgendwelche Befindlichkeiten oder äußere Umstände ignorierend. Man sagt, wo es für einen lang läuft, wie am Ende alles wird, und überhaupt, wie es einem gerade geht.

Man kann eine kurze Bestandsaufnahme der Gefühle oder Umstände machen und als nächstes räumt man auf und macht eine Ansage. Der Verstand wird einem jetzt auf der Stelle sagen, dass man ebendiesen verloren hat, das Ganze eine Lach-Psychonummer ist, und was soll das überhaupt bringen.

Deshalb sollte man seine Gefühle gar nicht auf so einen hohen Sockel stellen und sich nicht so stark mit ihnen identifizieren. Mal wollen sie sich selbst bemitleiden, mal eifersüchtig sein, mal einsam und mal euphorisch – also das geht so nicht, das ist viel zu stressig. Sie müssen mir folgen, nicht ich ihnen.

Talentierte gibt es sehr viele, wirklich erfolgreiche gibt es wenige. Das ist so, weil die Erfolgreichen dranbleiben. Sie ziehen durch. Sie bleiben bei der Sache, die sie sich vorgenommen haben, und geben nicht auf. Sie ziehen sich nicht bei Widerständen zurück, resignieren nicht, und machen einfach weiter und sie kämpfen.

Deshalb macht man die Ansage immer und immer wieder. Angesichts der heftigsten Herausforderungen, der widrigsten Umstände, der größten Katastrophen, wenn die Gefühle sich überschlagen und das größte Drama aller Zeiten stattfindet mit den Emotionen in der Starbesetzung, macht man Folgendes:

1. Du bleibst ruhig und so unbeeindruckt, wie es nur möglich ist

2. Du machst eine Ansage.

Und wenn man sie bereits Hundertmal gemacht hast – na und. Und wenn Resignation um die Ecke kommt, wenn Weltuntergangsstimmung mit entsprechenden Emotionen ganz großes Kino auffährt und laut schreit, der Umstand deinen Verstand überzeugt, dass die Hindernisse zu groß sind, alles den Bach runter gehen wird, und du es sowieso nicht schaffst. Na und?

Deshalb bleibt man bei seinem Statement. Immer und immer wieder, bis man es im Schlaf zitieren kann. Und dann kann man quasi zuschauen, wie sich zuerst die Emotionen, und dann die Umstände danach richten werden. Es geht immer nur so, nie anders herum.

Eventuell schreien die Umstände gerade dermaßen laut – oh ja, sie können sehr laut schreien! Dass man kurz vergessen hat, wer man ist, und was zu einem gehört. Aber davon lässt man sich jetzt nicht beeindrucken, sondern bleibt bei einem selbst und zieht es durch.

Jeder hat die Chance sich jeden Tag und in jeder Situation immer wieder selbst zu definieren und sich nicht von seinen Emotionen sein Leben bestimmen zu lassen.

Jetzt lass dich nicht aufhalten und zieh es durch.

Wir sind gut genug

Vieles im Leben behalten wir einfach aus Gewohnheit. Diese Dinge belasten einen, rauben die Lebenslust, deckeln die Persönlichkeit, und lassen einen klein, gewöhnlich und mittelmäßig sein. Dabei sollte das Leben anders sein, leidenschaftlich und gleichzeitig locker. Stark und trotzdem weich. Voller Durchsetzungskraft und natürlicher Autorität und trotzdem nicht unnahbar oder kühl. Einfach und trotzdem immer erfolgreich. Lustig ohne Ende und gleichzeitig nicht naiv. Anziehend und trotzdem nicht der Fußabstreifer von allen. Spontan und trotzdem immer auf den Punkt. Vieles wird für deinen Verstand herausfordernd oder verrückt sein, und manchmal wird man sich ganz fruchtbar ärgern, und am liebsten gegen-argumentieren wollen.

Bevor es also nachher heißt: „Kenn‘ ich, weiß‘ ich, hab‘ ich schon gehört.“, sei gesagt: Von „Kenn‘ ich, weiß‘ ich, hab‘ ich schon gehört.“ hat sich noch niemals auf der Welt etwas verändert. Die Flut an Informationen, die man bereits in seinem Hirn gespeichert hat, ist unendlich groß – verinnerlicht hat man die wenigsten. Würde nämlich „Kenn‘ ich, weiß‘ ich, hab‘ ich schon gehört.“ etwas bringen, würden sich alle an die Richtgeschwindigkeit halten, täglich Sport treiben, keinen Industriezucker konsumieren, ausreichend schlafen und niemals die Kinder anschreien, weil es das eh‘ nix bringt außer schlechter Stimmung daheim: kennt man, weiß man, hat man schon gehört.

Eine einzige Herausforderung, und ein „Kenn‘ ich, weiß‘ ich, hab‘ ich schon gehört.“ nützt einem absolut nichts. Eine einzige auf einen passend zugeschnittene negative Situation, und schon ist man genervt, frustriert, überfordert und allgemein down, alles Scheiße – und das Theorie-Wissen verpufft wie eine Seifenblase.

Was man braucht, ist Bewusstsein. Bewusstsein ist das, was ohne Nachzudenken spontan aus einem herauskommt. Nachts um 3/bei einer blöden WhatsApp/bei leeren Konto: was ist die erste, spontane Reaktion? Das ist das Bewusstsein, also erzähl‘nix von „Weiß“ ich schon.“ Bewusstsein gibt es aber nur durch Wiederholung.

Ob man mit Selbstzweifeln zu kämpfen hat, erfährt man nicht, wenn man gerade frisch verliebt ist, die Haare perfekt sitzen, man mit seinen Freunden feiert, oder einen neuen Auftrag an Land gezogen hast. Ob man frei von Selbstzweifeln ist, weiß man erst, wenn es nicht läuft.

Vielleicht ist man gerade in einer Situation, in der alles an Umständen und Situationen einen in Frage stellt. Man hat nicht nur eine Herausforderung zu bewältigen, sondern gleichzeitig auch noch Selbstzweifel am Start, die einem glaubwürdig versichern: Weil man „nicht gut genug/nicht talentiert genug/nicht dünn genug/nicht hot genug/nicht fähig genug/nicht liebevoll genug/nicht belastbar genug/keine gute Mutter, usw. ist – deshalb läuft alles schief.“ Und schon sitzt man da, und grübelt, was man an sich verändern sollte, denn offensichtlich ist man selbst das Problem.

Oder vielleicht ist man schon immer umgeben von Umständen und Menschen, die einem vermitteln, dass man irgendwie falsch ist. Irgendwas stimmt nicht mit einem, man ist zu laut, oder zu leise, zu dick oder zu dünn, zu schüchtern oder zu dumm oder zu … – etwas passt nicht. Und zwar nicht nur an der Situation, sondern vor allem einem selbst. Und zwar schon immer. Man Selbst passt grundsätzlich nicht.

Wenn man Selbst der Teufel wäre, dann würde man Folgendes machen:
bei jeder Person, die ein ganz besonderes Talent hat, bei jeder Person, die eine außergewöhnliche Fähigkeit hat, bei jeder Person, die etwas in sich trägt, dass viele Menschen beschenkt, beglückt, freisetzt und nachhaltig verändert, bei jeder Person, die eine Gabe hat, die andere nicht haben, und die allen anderen wiederum Dinge ermöglicht, die vorher nicht möglich waren, bei jeder Person, die enorm wichtig für diese Welt ist, würde man einfach alles an Umständen und Menschen schicken, was nur geht, damit sie niemals das Potenzial entfaltet. Man würde einem mit allem, was nötig ist, vermitteln, dass etwas an einem grundsätzlich nicht stimmt, und so viel Ablehnung, Misstrauen und Selbstzweifel ins Herz streuen, dass man irgendwann gar nicht anders kann, als sich selbst ständig zu hinterfragen, und minderwertig verkümmert oder einfach nur mit sich selbst beschäftig ist oder an sich „arbeitet“.

Wenn man also schon viele Jahre mit Selbstzweifeln zu kämpfen hast, und alle in seiner Nähe einem immer wieder versichert, dass „mit dir etwas nicht stimmt.“, dann stehen die Chancen sehr hoch, dass man es wirklich glaubt.

Aber in Wirklichkeit ist es ganz anders. Denn man ist Selbst die allergrößte Gefahr für den Teufel. Das, was man in sich trägt, ist ein unendlicher Schatz. Jeder ist ein unendlicher Schatz, es ist kostbar und enorm wichtig und hat einen sehr großen Impact. Ganz egal, was einem jemals Gegenteiliges gesagt wurde, ganz egal, was man jemals Gegenteiliges erlebt hat, oder gerade erlebt – alles davon ist Lüge. Es stimmt einfach nicht, dass man falsch ist. Dass es einen Selbst auf diesem Planeten gibt, ist genau richtig.

DU BIST GENAU RICHTIG, und zwar genauso, wie du bist.

Man passt tatsächlich nicht – und zwar passt man nicht zum Mainstream und Mittelmäßigkeit. Man passt nicht zur Schwäche, zum kleinen Denken, zum Bücken, zum unwürdigen, versklavten Leben, welches bestimmt von äußerem Umständen ein ständiges Auf- und Ab ist. Man ist zu kreativ, zu frei, zu einzigartig, zu echt, zu anders – aber dieses Anderssein sollte gewürdigt, geschätzt, hochgehalten und gefeiert werden.

Der wahre Grund, warum man nie gut genug ist, ist nicht, dass man nicht gut genug ist. Der wahre Grund ist, dass an einem etwas so attraktiv, so kostbar, und so außergewöhnlich ist, dass man so interessant für den Gegner ist, dass ihm kein Aufwand zu klein ist, und kein Umstand zu groß, um einen zu stoppen. Wenn man das Gefühl hat, dass man nicht passt, dann stimmt das, weil man dem Teufel nicht passt. Und das kann man fast schon als Kompliment auffassen.

Man muss nichts tun, man braucht einfach nur zu glauben. Wenn also die Selbstzweifel besonders laut schreien, dann ist es ganz wichtig, dass man sich selbst klarmacht, dass alles mit einem Selbst stimmt, man für etwas Schönes und Wichtiges hier ist. Dabei muss man ganz stur bleiben, denn die Selbstzweifel sind nicht stärker als man Selbst.

Bei der Persönlichkeitsentwicklung ist bei uns allen noch viel Luft nach oben. Aber ohne ein tiefes Bewusstsein, dass mit einem alles grundsätzlich stimmt, und man als Person passt, kann man direkt einpacken. Erst ab da kann man überhaupt losgehen, und Dinge ausräumen, die nicht zu einem passen, aber sich als ungebetene Gäste auf deiner Party befinden.

Am Anfang wird man immer mal wieder einknicken, aber das ist überhaupt nicht schlimm, und wird am Anfang eher die Regel sein. Und wenn man morgen nur fünf Minuten lang daran mehr glaubt, als dem anderen Schrott, dann geht es voran. Immer schön Schritt für Schritt. Bewusstsein geht nicht von Jetzt auf Nachher. Und man braucht ganz dringend Bewusstsein darüber, dass die eigene Person unendlich kostbar, wichtig und absolut vollkommen perfekt ist, wie sie ist. Genau im richtigen Alter, genau im richtigen Aussehen, genau in der richtigen Persönlichkeit, genau jetzt passt alles bei einem Selbst.

Du schaffst das – ich glaube an dich!

Schluss mit Warten

Wie man seine Lebensqualität ums Dreifache steigert, mindestens. Täglich erledigt man immer wieder Aufgaben, die einem einfach keinen Spaß machen und trotzdem erledigt werden müssen. Diese Haltung ist noch nicht mal besonders selten. Jeder erledigt täglich routiniert viele Dinge, welche einem nicht die liebsten sind – die meisten können ein Lied davon singen. Das reicht von größeren Aufgaben bis zu ganz kleinen, eher unwichtigen Details, die gemacht werden müssen, aber die im Grunde langweilig, unspektakulär, oder langwierig sind. Notwendig, aber öde.

Als erstes ist es wichtig sich von der romontischen Vorstellung, dass „viele schöne Erlebnisse = glückliches Leben“ zu verabschieden. Currently: Berlin, next: Bombay, neue Designer-Bag/Schuhe, frische Rosen und Champagner, neues Heim, tolles Event, großartiger Urlaub, noch ein tolles Event, Datenight mit dem Traumpartner, wieder ein Urlaub, neues Kind, neues Möbelstück, ein Highlight jagt das nächste – so in etwa stellen die Social Media-Accounts die Idee eines erfüllten, glücklichen Lebens vor. Schnöde Alltagsdetails nicht inbegriffen, das gehört einfach zur Natur der Sache – ein bisschen beeinflußen kann das einen dennoch.

Es stimmt nicht, dass ein glückliches Leben eine Aneinanderreihung aus spektakulären, außergewöhnlichen, abenteuerlichen, unglaublich inspirierenden oder Aufsehen erregenden Augenblicken ist. Das ist einfach nicht wahr.

In absolut jeder Lebensphase, jeder Situation, jedem Job gibt es einige ätzende Details, um die man sich kümmern muss. Kümmert man sich nämlich nicht darum, ist der Misserfolg vorprogrammiert, und das Business ganz schnell out of the Making. Egal, wie berufen man für seine Berufung ist: es wird darin immer einiges vorkommen, dass einem einfach grundsätzlich nicht liegt.

Es kann natürlich sein, dass man irgendwann so viel Geld verdient, dass man für alles unangenehme andere bezahlen kann, die das viel effektiver und sogar lieber als man selbst für einen erledigen. So lange das aber noch nicht der Fall ist – muss man eben die Zähne zusammenbeißen, und durch. Und so lange man nicht von einer Reise-Destination zur nächsten hüpfen, und keinen zum Staubsaugen beauftragen kann – da überwindet man sich, obwohl man keine Lust hat, und zählt die Tage bis zum Urlaub.

Unlust ist leider auch eine Energie. Dass einem manche Tätigkeiten mehr liegen als andere: ganz normal. Dass man bei den eher unangenehmen Pflichten Unlust empfindet: nicht normal. Zugegeben, es wird als normal akzeptiert. Wer darf eigentlich festlegen, bei was man Lustlosigkeit oder Abneigung empfindet? Wer darf darüber bestimmen, was einem Spaß macht, und was nicht? Es gibt so viele Pflichten und so wenig Belohnungen!

Und ich habe für mein Leben festgelegt, dass ich nicht nur dann einen „großartigen Abend“ hatte, wenn ich mich belohnen konnte. Und nicht nur dann einen „perfekten Tag“, wenn ich Dinge tat, die mir eh‘ Spaß machen. Ich habe beschlossen, dass es für mein Leben für jeden Augenblick gelten soll, mir ist meine Zeit für Unangenehmes einfach viel zu schade!

Auf den Abend, das Wochenende, den Urlaub, das nächste Highlight zu warten, kommt mir absolut unpassend vor. Was für eine Verschwendung von Lebenszeit, wenn es doch so viele Notwendigkeiten gibt, die so oder so getan werden müssen. Der Weg daraus ist also nicht: Pflichten minimieren, Belohnungen steigern. Der Weg daraus heißt: absolut jeden Augenblick zu genießen.

Lustlosigkeit ist eine Energie – keine logische, natürliche Folge unangenehmer Dinge, die man tun muss. Man darf sie natürlich behalten, dulden, und weitere 10 Jahre Essen kochen, obwohl man darauf keinen Bock hat – aber man kann sich genauso gut von Lustlosigkeit verabschieden.

Man darf selbstverständlich so viel meckern und sich beschweren, und weiterhin sich nach dem Feierabend sehnen, so viel man mag – man muss nur wissen: alles davon ist das eigene Leben. Nicht nur der Feierabend. Auch der Rest. Das eigene Leben wohlgemerkt – und dafür hat man alleine die Verantwortung. Und Verantwortung haben, bedeutet immer: die Wahl haben. Entweder weiterhin alles ätzend finden, oder eine Entscheidung treffen. So oder so, es gibt nichts dazwischen. 

Schluss mit Warten. Die meisten verbringen ihr ganzes Leben im Wartezimmer.

Sie warten auf den Feierabend, und auf die nächste Staffel der Lieblingsserie. Sie warten auf das Wochenende, auf den Umzug, und auf den Jahresurlaub. Sie warten, bis sie schwanger sind, dann warten sie auf das zweite Kind, und dann, bis die Kinder größer sind, weil sie dann mit ihnen viel mehr unternehmen können, und später warten sie, bis die Trotzphase und Pubertät vorbeigeht, und bis die Kinder ausziehen. Sie warten auf ihren Geburtstag, und auf die nächste Bundesligasaison. Sie warten, bis sie den Auftrag endlich abgeschlossen haben, und dann warten sie auf den nächsten. Sie warten auf den Traumpartner, und dann auf den Antrag, und dann darauf, dass der Partner sich ändert. Sie warten auf den besseren Job oder auf Ruhm und Fame, oder dass das Studium geschafft ist. Sind sie im Zug, warten sie aufs Ankommen, und im Café warten sie, bis die Verabredung endlich erscheint, im Supermarkt, bis sie in der Schlange endlich dran sind, und beim Zähneputzen, bis das Zähneputzen endlich zu Ende ist.

Ein Glück gibt es Smartphones, die einem die Zeit auf’s Warten vertreiben – sonst würde man womöglich merken, dass man ständig wartet. Ich will das nicht. Ich will nicht auf den Abend warten, weil dann Besuch kommt, oder auf den Sonntag, weil da mein Lieblingsflohmarkt stattfindet. Das ist einfach unter meiner Würde.

Das Wochenende zum Beispiel macht grob gerechnet 1/3 der Woche aus – also 1/3 deines Lebens insgesamt. Wenn man also ab sofort nicht mehr auf’s Wochenende wartet, sondern in jedem Augenblick so lebt und genießt, als ob er der Schönste und Intensivste wäre, dann steigert man seine Lebensqualität auf einen Schlag ums Dreifache. Ums Dreifache. Einfach so, obwohl kein Highlight stattfindet, man nichts erbt, keine wunderschöne WhatsApp bekommt, und auch sonst alles an Umständen gleich bleibt.

Man hat bereits, was man will. Wenn man nicht mehr warten oder lustlos irgendwelche Dinge erledigen will, dann kann einen keiner dazu zwingen. Keiner kann machen, dass man sich lustlos fühlt, wenn man sich nicht lustlos fühlen will. Keiner kann machen, dass man sein Leben im Wartezimmer verbringt, wenn man nicht ständig auf das nächste Highlight warten will.

Aber man sollte sich nichts vormachen, denn den meisten ist dieser Lifestyle so sehr vertraut, dass es einem nicht einmal auffällt! Und genau deswegen muss man ganz bewusst eine Entscheidung treffen. Man entscheidest sich also: „Ich genieße absolut jede Sekunde meines Tages – und warte nicht, bis die unangenehme Aufgabe endlich vorbei ist. Ich will überhaupt nicht mehr warten. Auf nichts mehr.“

Und dann wird einem erstmal ständig auffallen, wie viel einem unangenehm ist, und wie oft man wartet! Und das ist das allerbeste Zeichen überhaupt, und ein sehr sicheres Indiz dafür, dass die Veränderung gerade losgeht. Es wird garantiert einige Zeit brauchen, bis es einem ins Fleisch und Blut übergeht. Sobald man sich also dabei ertappt, wird man wieder eine Entscheidung treffen: genau jetzt und in dieser Situation zu genießen, und zwar so sehr, wie man nur kann.

Die Aufgabe kann überhaupt nichts dafür, dass man sie ätzend findet – man kannst sich einfach dafür entscheiden, sie nicht ätzend zu finden. Wenn es an der Situation wenig bis nichts Attraktives gibt, genießt man einfach: Sich selbst.

Egal, wie lahm, unattraktiv oder mühsam eine Aufgabe ist, man muss sich immer wieder bewußt machen, dass es immer und überall schön ist.

Und auch, wenn das ungewohnt, oder sogar befremdlich klingt – darin steckt ganz viel Tiefe. Man selbst wird es immer und in jeder Situation dabei haben: in den schönen Highlights, und in den augenscheinlich langweiligen, unspektakulären Dingen. Das Leben ist zu kurz und zu kostbar dafür, dass man nur die tollen Erlebnisse genießt. Oder auf das nächste großartige Ereignis wartet, und sei es nur das Treffen mit dem besten Freund heute Abend. Jeder kann jetzt entscheiden, dass die Zeit bis man seinen Freund trifft, die allerschönste und beglückendste ist. Ohne ständig auf die Uhr zu schauen, wann es denn so weit ist. Auf einen Schlag wird man unendlich mehr Lebensqualität haben!

Also die Dinge einfach genießen – immer!