Das Leben ist eine Baustelle

Das Leben ist eine Baustelle. Diese Metapher ist in meinem Leben besonders zutreffend, denn es wächst und entwickelt sich immer weiter. Bei mir ist es auch so, dass nach einem Projekt meist sofort die nächste Baustelle beginnt. Da brauche ich meist nicht einmal was dazu tun. Das ist bei meiner Arbeit als Architektin so, aber auch im wirklichen Leben, wo die sogenannten Baustellen dann aber eher die Dinge in meinem Leben wieder spiegeln.

Ich liebe Baustellen. Das geht schon fasst mein ganzes Leben so. Man beginnt mit der Planung auf dem Papier und dann setzt man das Projekt in der Realität um. Die Dinge laufen vor sich hin, manchmal gibt es Störungen und doch stellt man das Projekt dann am Ende erfolgreich fertig. Wichtig ist, dass man dabei sein Ziel nicht aus den Augen verliert und daran arbeitet. Sich aus dem Tritt bringen zu lassen gehört immer wieder dazu und dann muss man sich auf seine eigenen Stärken und Fähigkeiten besinnen und ruhig bleiben. Man muss die Dinge sortieren und wieder in die richtigen Bahnen lenken.

Vor allem braucht man Geduld. Eine Tugend, die leider nicht meine Stärke ist. Aber ich habe Ausdauer und das ist viel entscheidender, denn das Ergebnis am Ende zählt.

Auch wenn die Dinge oft nicht so laufen, wie man es gerne hätte, dann bringt mich am Anfang dann immer wieder aus der Spur, aber ich habe gelernt damit umzugehen. Ich schaue mir die Probleme an und versuche sie Schritt für Schritt zu lösen. Wenn ich alleine nicht weiterkomme hole ich mir Hilfe, entweder von Kollegen, guten Freunden oder auch von Dritten. Denn manchmal hilft es auch schon die Dinge einfach mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten, dann ergeben sich auf einmal komplett neue Möglichkeiten.

Ein weiterer Punkt ist auch, dass man weiß, was man eigentlich hin will. Wo will man hin und wie sieht der Weg dorthin aus. Manchmal ergeben sich auch Störungen, die einen den Weg nicht einfach weitergehen lassen und dann muss man schaue was man tun will oder soll. Es kann sein, dass man einfach einen kleinen Schlenker gehen muss und manchmal muss man einen komplett neuen Weg einschlagen. Wichtig ist, dass man sein Ziel im Auge behält und sich nicht beirren lässt.

Im Leben ist es manchmal so, dass man Dinge erst loslassen und  sich auf anderen Ziele konzentrieren muss bevor man zu einem erfolgreichen Ende kommt. Das habe ich mehrfach durchmachen dürfen. Es ist gut, wenn man dann gute Freunde um sich hat, die einen einfach unterstützen und auch mal klar sagen, dass manche Dinge auch einfach mal nicht gut für Einen sind. Diesen Menschen bin ich immer dankbar. Ich entscheide am Ende zwar immer selber was ich tue oder wie mein Leben weitergehen soll, aber ein Blick von außen hilft den eigenen Blickwinkel zu erweitern und gegebenenfalls die Dinge zu ändern.

Man muss mutig und offen sein und sich auf sowas einlassen können, denn wer lässt sich schon gerne sagen, dass er vielleicht auf dem falschen Weg ist und die Dinge nicht gut sind. Das ist oft schwierig, denn es bringt das eigene Leben ganz schön durcheinander und man muss sich dann damit auseinandersetzen. Das heißt, dass man sich nicht nur mit den Dingen an sich, sondern auch mit sich selbst auseinandersetzen sollte. Nur wenn man sich Selbst und sein Leben reflektieren kann hat man die Chance etwas zu ändern und auch zu verbessern.

Richtig gute Freunde akzeptieren meine Entscheidungen und sind einfach da. Das macht das Leben gut.

Ich stehe oft da und denke, was soll das eigentlich alles. Es könnte doch alles so einfach sein, aber das Leben spielt gerade nicht so mit. Nicht nur das Leben, sondern auch die anderen Menschen in meinem Leben. Aber das ist genau das, was zeigt, dass man sich wieder weiter entwickeln muss und die Dinge neu betrachten muss. Ich arbeite immer wieder daran, behalte meine Ziele im Auge und bleibe einfach locker. Auch wenn ich innerlich manchmal durchdrehen könnte. Das bringt mich aber auch nicht weiter und deshalb lasse ich mich auf die guten Dinge in meinem Leben ein. Manchmal muss man einfach auch Vertrauen haben, dass die Dinge gut sind. Auch wenn es einem selbst gerade nicht so vorkommt.

Genau dann passiert es auch, dass ganz unverhofft Dinge in mein Leben treten, mit denen man gar nicht gerechnet hat und die wirklich gut sind. Das ist es, was das Leben so spannend macht. Manchmal schließen sich die Kreise dann auch.

Habt Spaß und lasst euch auf euer Leben ein.

Do what you love – follow your passion

Es ist so wichtig, dass man mit sich und seinem Leben im Reinen ist. Wer immer nur nach dem Leben der Anderen schaut, geht auf der falschen Seite durchs Leben. Auch wenn man denkt, dass das Gras auf der anderen Seite viel grüner ist auf unserer eigenen Seite. Nur wer seinen eigenen Weg geht wird wirklich glücklich sein.

Dazu gehört es auch dazu, dass man sich mit sich selber auseinandersetzt und in sich hineinhört. Denn wenn man mit seinem Leben und den Dingen, die man tut, glücklich ist, kann man auch ein glückliches Leben führen.

Es tut gut sich immer mal wieder anzuschauen, wo man gerade steht und wo man hinwill. Nur so kann man seinen Weg gehen. Vor allem kann man entscheiden, ob es richtig ist für einen Selbst oder eben nicht. Das hat zur Folge, dass man entscheiden kann, ob der Weg noch der richtige ist oder nicht oder ob es vielleicht auch Dinge gibt, die man ändern muss.

Nur wenn man das tut, für das man wirklich brennt kann man mit seinem Leben glücklich sein.

Manche Menschen denken tatsächlich, dass sie durch einen anderen Menschen ihr Leben verbessern können, aber das ist leider ein Irrtum. Denn nur durch uns selbst können wir uns ändern und unser Leben verbessern. Nicht andere Menschen sind für uns und unser Leben verantwortlich, sondern nur wir selbst.

Bei mir ist es die Architektur und das Bauwesen, für das ich wirklich brenne. Das stand bei mir schon ziemlich früh fest, aber der Weg bis zu meiner heutigen Position war schon ganz schön lang und hart. Auch ich wurde immer wieder auf die Probe gestellt, ob ich wirklich als Architektin arbeiten wollte. Aber ich war mir immer sicher und auch wenn ich immer wieder an mir gezweifelt habe, habe ich nicht aufgegeben. Das macht mich glücklich und ich bin stolz auf die Dinge, die ich bis jetzt erreicht habe.

Das heißt aber nicht, dass ich immer auf dem richtigen Weg war. Ich habe schon einige Kurven genommen und auch Fehler gemacht. Das ist nicht immer schön und es geht einem nicht gut dabei, aber es gehört dazu. Je mehr Fehler man macht, umso sicherer weiß man, dass man auf dem richtigen Weg ist und es entwickelt einen weiter.

Zu wissen, was man wirklich will hilft einem dabei auf dem richtigen Weg zu bleiben und den nötigen Atem zu haben. Denn Durststrecken gehören dazu. Wenn man sein Ziel kennt hat man etwas vor Augen, was einen auch in schwierigen Zeiten beim Durchhalten unterstützt. Das fühlt sich einfach gut an und es ist ein wichtiger Punkt. Es fühlt sich nicht nur gut an, es macht auch mehr Spass und es baut Einen auf.

Dabei ist auch immer wieder wichtig, dass man sich die einzelnen Schritte genau ansieht und kleine Zwischensteps definiert, um auf dem Weg zum eigentlichen Ziel immer wieder kleine Erfolge zu haben.

Geht raus und tut, was ihr wirklich liebt und habt vor allem Spass dabei.