Darum bin ich nicht die Schweiz

Was andere Menschen über dich denken, geht dich nichts an. Dieser Satz ist wirklich existenziell und er hat eine wirklich tiefe Substanz. Das zu verinnerlichen, garantiert einem den größten Genuss und die höchste Lebensqualität, und zwar in allen möglichen Alltagssituationen. Nennen wir es beim Namen, denn es bedeutet Freiheit unabhängig von Lob und Tadel zu sein. Und etwas Schöneres, als frei zu sein, gibt es nicht. Will man ein außergewöhnliches, erfülltes Leben leben, wird das niemals außerhalb der Freiheit stattfinden.

Und weil dieser Lifestyle nicht von Heute auf Morgen kommt, wird man sich das noch sehr oft bewusst machen müssen. Das Hirn reagiert leider immer wieder ziemlich selbstgefällig, denn die Probleme sind auch nichts Neues. Es gibt im Grunde immer dasselbe Drama, immer denselben Stress, immer dasselbe Gejammer. Aber die Wahrheit ist stärker als Lüge, die Liebe ist stärker als Angst, Neu schlägt Alt. Dieses emotionale Auf und Ab wird verschwinden und dann ist es nur noch schön, dauerhaft schön.

Kritik ist leider üblich und kein Grund zur Sorge. Wenn jeder mit der eigenen Lebensweise einverstanden ist, einen gut findet und einen mag, dann ist das Leben eine weichgespülte, langweilige Soße, und man ist der Harmloseste auf diesem Planeten. Dann erlebt man zwar kaum Kritik, allerdings erlebt man dann insgesamt kaum etwas.

Und das kann es nicht gewesen sein. Man ist doch nicht auf der Welt, um ein Standardleben zu leben, über die Runden zu kommen, und alles richtig zu machen. Das Aufregende, das Erfüllende, das Außergewöhnliche – das wartet außerhalb der Angst, außerhalb der Komfortzone, außerhalb der Bestätigung der breiten Masse. Ist klar, sonst würde es jeder leben.

Es ist aber nicht so. Die Meisten leben Tagein, Tagaus den Trott. Eines ist klar, denn es ist nicht üblich, unbeeindruckt von Lob und Tadel zu sein. Abhängig davon zu sein ist so weit verbreitet, dass es quasi normal ist.

Wenn man einmal es wagt etwas anderes zu tun, dann hagelt es Missgunst und Ablehnung, man wird ziemlich kritisch beäugt. Doch das braucht einen kein bisschen zu verunsichern oder zu verwirren. Wenn man also jedes Mal darauf reagiert, wird das Leben sehr turbulent werden. Also kann man entweder aufhören, außergewöhnliche Schritte zu gehen und wieder mit der breiten Masse schwimmen, damit alle beruhigt sind oder man lernt, frei von Lob und Tadel zu sein. Die eigene Wahl. Aber man darf hinterher nicht jammern, dass das Leben insgesamt so semi-erfüllend war.

Je enger die emotionale Bindung, umso größer die Beeinflussung. Je näher einem jemand steht, und je mehr er einem bedeutet, umso stärker wird es einen pushen, oder runterziehen, was er von einem hält. Man sollte keinesfalls daran arbeiten, ihm zu gefallen und alles richtig zu machen. Bei manchen reicht es schon, wenn sie von wildfremden Menschen kritisiert werden – in Zeiten von Social Media ein weitverbreitetes Phänomen. Ein paar kritische Bemerkungen da, ein negativer Kommentar hier, und schon wird sich gerechtfertigt, verteidigt und erklärt – und man ist in die Sache involviert. Aber wenn es einen nichts angeht, was andere über einen denken, dann kann man die Zeit, in der man sich ärgert, stattdessen einfach in etwas Schönes, Inspirierendes investieren.

Die eigene Energie ist viel zu kostbar, die eigene Lebenszeit viel zu wertvoll, die eigene Persönlichkeit viel zu groß, um sich auf eine solche Ebene zu begeben. Man ist zu groß für Ablehnung, zu groß für miese Kritik, zu groß für Neid, Hass und Missgunst.

Und selbst, wenn man jedes Recht dazu hätte, sich zu involvieren, sollte man darauf verzichten. Man verzichtet völlig auf jede Involvierung seinerseits – man muss nichts richtig stellen, man muss nichts erklären, man muss nichts rechtfertigen. Man vertraut darauf, dass die Wahrheit immer stärker ist. Und zu seiner Zeit wird alles wunderbar für einen geklärt werden, ganz ohne Stressen und Bemühen und Dinge klären wollen. Und es wird sich zum eigenen Vorteil klären, versprochen! Aber wie und was und wann geht einen nichts an – bis es so weit ist, hier muss man sich einfach gedulden. Das ist das Schwerste daran.

Partner. Kinder. Eltern. Chef. Freunde. Kunden. Egal von wem es kommt….

Man hat zuallererst eine Verantwortung sich selbst gegenüber. Man hört zuallererst immer auf sein Herz – und erst dann auf die anderen.

Es ist ganz einfach, denn wenn das, was derjenige sagt oder tut, einen klein macht, einen unter Druck bringt, einem ein schlechtes Gewissen macht, einen verunsichert und verwirrt, alles kompliziert und unüberwindbar macht, einen deprimiert und entmutigt, einen seines Schwungs oder seiner Lebensfreude beraubt, einen als unfähig, dumm, oder gar böse dastehen lässt – dann geht einen das nicht an. Egal, wie logisch es sich anhört, egal, ob es vordergründig stimmt und vor allem, egal wer es sagt.

Es kann ansonsten die liebste Person überhaupt sein, und sie kann es noch so gut meinen, und, aber all das spielt keine Rolle. Wenn man nur eine einzige Sache hinkriegen könnte, dann wäre es folgende, dass du zuerst auf dein Herz hörst und dann erst auf andere Menschen. Selbst, wenn diese Menschen einem ganz nahe stehen.

Denn am Ende des Tages ist es dein Leben, dein Herz, dein Traum, deine Lebensfreude, deine Power, die zählen. Und du hast zuallererst die Verantwortung dafür. Man kann unmöglich nur dann ein schönes Leben haben, wenn keins der Kinder gerade auf einen sauer ist oder die Freundin/Schwiegermutter nicht beleidigt oder der Mann zufrieden mit der Gesamtsituation.  Man kann gerne Klarheit schaffen und ab da ist man für nichts mehr zuständig. Weder für Mann, noch für Kinder, noch für Freundin.

Man ist sehr wohl kritikfähig. Schau, ich mache im Grunde nichts anderes, als dir ständig zu sagen, wo es bei dir überall nicht passt – und du bist hinterher weder depressiv noch down, sondern ganz im Gegenteil gepusht, glücklich und dankbar. Für Kritik, wohlgemerkt! Weil die Liebe zwar klar ist, aber niemals entmutigend. Obwohl sie eine Kurskorrektur vornimmt, hat sie einen solchen Schwung und Power, dass man hinterher sich nichts Schöneres hätte vorstellen können, und vor Glück heulen könnte. Wenn ich dich korrigiere, bist du hinterher freier, mutiger und leichter, anstatt verunsicherter.

Gott braucht nicht den Teufel, um einem etwas beizubringen. Keiner musst einem Angst machen, einen unter Druck setzen, oder einen leiden lassen, damit man etwas Gutes lernt – das ist weit unter der eigenen Würde. Die Liebe macht das auf Augenhöhe, in der größten Wertschätzung und Respekt zugleich. Ich kann das ein bisschen schwer ausdrücken, weil man das nur unbewusst wahrnimmt – aber der Unterschied könnte nicht größer sein.

Jedem macht es etwas aus, wenn andere einen nicht mögen oder ablehnen, denn jeder will beliebt sein. Diese Emotionen sind nachvollziehbar, und werden einem immer wieder auf einem Silbertablett angeboten werden. Aber man kann jedes Mal wieder aufs Neue entscheiden ob man sich darauf einlässt.

Deshalb sollte man zuallererst sich selbst lieben und darauf scheißen, ob das jetzt erwidert wird oder nicht. Jeder Mensch, der einen liebt, einen wertschätzt, und der an der eigenen Seite sein soll, wird einem automatisch obendrauf hinzugefügt. Versprochen. Ganz ohne Zutun und Gefallen wollen! Wie von magischer Hand wird man die besten Freunde, den liebevollsten Partner, die genialsten Kunden, Kollegen, Mitarbeiter haben – und wenn das bei einem noch nicht so ist, dann ist es nicht der eigene Job, sich darum zu kümmern. Das kommt schon noch. Und genau deshalb ist das Leben so leicht! Jeder entscheidet sich immer und immer wieder, dass es ist egal, was andere von einem denken. Man legt fest, dass es für einen in jedem Bereich geil wird, ohne dass man irgendwas oder gar irgendwem hinterherrennen muss. Und genauso ist es dann auch.

Es geht nicht darum wie man sich dabei fühlt. Nein, ich beschließe einfach, dass es mir nichts ausmacht – die Gefühle folgen dann schon. Die müssen irgendwann einsehen, dass man nicht einknickt, früher oder später. Würde man warten, bis man sich so fühlt, würde hier gar nichts laufen! Ich beschließe es, und mache einfach weiter, wie wenn nichts wäre.

Lieber das Schlechte ignorieren, als sich im Schlechten baden. Es würde einem enorm guttun, wenn man das ganze Drama etwas ignorieren würde und sich stattdessen auf seine Kernkompetenzen besinnen würde. Liebe, Lebensfreude, Genuss. Der Umstand will unbedingt die ganze Aufmerksamkeit, also entzieht man sie ihm ganz bewusst.

Es ist überlebenswichtig ist, frei von Lob und Tadel zu sein. Frei von Bestätigung oder Ablehnung der anderen zu sein, ist die größte Garantie dafür, dass man als Persönlichkeit seine Einzigartigkeit bewahrt. Die Individualität eines jeden ist seine größte Stärke. Es gibt absolut niemanden auf diesem Planeten, der dieselbe Kombination aus Talenten, Charaktereigenschaften und Ausdrucksmöglichkeiten hat. Keiner mag exakt dieselben Dinge wie man selbst, kann sich genauso freuen wie man selbst, und hat dieselbe Art, Probleme zu lösen, wie man selbst sie hat.

Schaffen es die Meinungen anderer, einen zu beeinflussen, dann wird man seiner größten und schönsten Fähigkeit beraubt – oder zumindest gemindert. Und deshalb gibt es für einen nur eine einzige Möglichkeit: Es geht dich nichts an. Nicht dein Bier, nicht dein Business, nicht deine Abteilung, nicht deine Angelegenheit. Du machst es dir einfach immer wieder bewusst: nicht deine Sache.

Wirst man von einer Person immer und immer wieder und dauerhaft kritisiert, ist ihre Nähe garantiert nicht der richtige Ort für einen. Es mag einem zwar egal sein, aber warum solltest man sich mit so jemanden umgeben?

Ich trage die Outfits, die ich tragen will – ist mir egal, ob andere das für passend oder unpassend halten. Ich wohne so, wie ich wohnen will – ob andere das beklatschen, oder „viel zu weiß“ finden, ist mir egal. Ich esse so lecker, und so gut, und so viel, wie ich essen will – keiner darf sich ein Urteil darüber erlauben. Ich tanze so viel, wie ich jeden Tag tanzen will, und schreibe die Texte, wie ich sie schreiben möchte, und lache so laut und so oft und bin so begeistert wie ich es nur sein will, ich liebe so hemmungslos und stark, wie ich will, und drücke diese Liebe genau so aus, wie ich will, ich lege die Regeln für mein Leben fest, und genieße jede Sekunde so sehr, wie ich es nur will – und Keiner kann mich vom Gegenteil überzeugen. Meckern kann man bekanntlich immer, auf andere herabschauen und sie kritisch beurteilen ist leicht.

Man sollte sich über jede Situation freuen, in der man keine positive Bestätigung bekommt – einen schnelleren Freiheits-Booster wird man kaum finden. Sei froh, wenn nicht jeder Applaus klatscht, nicht jeder anerkennend nickt, und einen nicht hypt – das pusht nämlich ansonsten nur die eigene Gefühlswelt, baut aber keine echte Persönlichkeit. Die Zuneigung der anderen kann nämlich von heute auf morgen weg sein – und dann? Dann ist man ganz schnell fertig mit der Welt, und am Boden zerstört.

Aus diesem Grund ist ein früher Ruhm, Erfolg und große Beliebtheit eher kontraproduktiv, so bestätigend es für die eigenen Gefühle sein mag. Wenn das so ist, dann achte einfach darauf, dass die eigene Lebensfreude nicht durch Geschenke, Liebesbekundungen, WhatsApps, Likes, Follower, Kommentare, Erfolg, Aufträge, Kunden, etc. bezogen wird. Ablehnung ist für die Emotionen dagegen unangenehm, bietet aber die beste Möglichkeit, zu üben, wirklich unabhängig davon zu sein. Nur dann kann man seinem Verstand, der laut „Jemand mag mich nicht, und es macht mir etwas aus!“ schreit, und sich dabei wie eine Diva aufführt, Einhalt gebieten. Deshalb beurteile ich jede solche Herausforderung als positiv, krempele die Ärmel hoch, und hole zu einem Schlag aus. Darum werde ich niemals so neutral wie die Schweiz sein, kein Menschengefaller, nicht everybody’s darling, und nicht Miss Beliebt 2019.

Und ob das jemand sonst auch so sehen kann, oder nicht, geht dich einfach nichts an. Hab einfach Spaß und mach dein Ding

Es geht weiter

Wenn du durch die Hölle gehst… GEH WEITER.

Es gibt Zeiten, da scheint einfach alles schief zu laufen, zusammen zu stürzen, nicht zu passen, aus dem Ruder zu geraten. Ja, schlimme Dinge passieren. Nicht immer sind alle nett zu einem. Ab und zu wird’s richtig heftig, manchmal auch über einen längeren Zeitraum hinweg. So ist das Leben. Keiner bleibt vor Herausforderungen verschont, auch wenn man das gerne so hätte.

Auch wenn man gerade mittendrin steckt, vielleicht helfen die folgenden Dinge.

Jede Krise macht einen stärker., bringt einen weiter. Jeder will schließlich das glücklichste Leben haben, das überhaupt möglich ist. Niemand ist gerne mit Mittelmaß zufrieden, oder? Es kann auch nicht immer alles so bleiben wie es gerade ist und man hat auch noch nicht alles erreicht, ansonsten ist man wahrscheinlich schon fast tot. Wenn man keine Veränderungen mehr will, dann kann man schon fast anfangen seinen Sarg zu bestellen, denn nur dann erlebt man keine Veränderungen mehr.

Für jedes Leben gibt es einen gewaltigen, herrlichen, an Größe und Schönheit alle Träume und Vorstellungen bei weiten übersteigenden Plan. Der ist für jeden maßgeschneidert. Tief in seinem Herzen weiß das auch Jeder, nur ignoriert man es leider zu oft. Man spürt dieses Brennen, dieses da muss es mehr geben, dieses Ziehen, diese Sehnsucht des Herzens, die aufkommt, wenn man mal nicht abgelenkt ist. Jeder weiß das.

Die Gedanken drehen vielleicht durch, weil man nicht weiß, wie man aus der Misere je wieder herauskommst, aber Gott dreht nicht durch. Er muss nicht Plan B rausholen. Ihn beeindruckt das Chaos, das der Umstand als Film des Genres Drama bei einem laufen lässt, null.

Jedes Mal, wenn man sich inmitten von Schwierigkeiten für das Gute entscheidet – wird man stärker. Jedes Mal, wenn man sich entscheidet, sich nicht dem Selbstmitleid hinzugeben, nicht herumzujammern, nicht dem Schlechten seine volle Aufmerksamkeit zu geben, nicht der Verzweiflung, den Sorgen der Angst und all dem anderem negativen Müll seinen Glauben zu schenken, sondern stattdessen zu vertrauen – jedes Mal wird man stärker! Und kommt seinem Ziel näher.

Man glaubt immer eine Menge Zeug, das man gar nicht sieht. Das ist einem gar nicht bewusst. Selbstverständlich glaubt man das, was man nicht sieht. Aber nur weil die Umstände wieder mal einen auf Drama machen, deshalb braucht man noch lange nicht darauf reinzufallen.

Man kann vertrauen, auch wenn man nicht weiß wann das Ganze Drama wieder vorbei ist. Aber jede Herausforderung bringt einen weiter. Jeder noch so kleinen Entscheidung des eigenen Herzens, zu vertrauen, obwohl es nicht so aussieht, macht einen unendlich stärker. Damit ist allerdings nicht verbissener, hartherziger, illusionsloser, sondern freier, freudiger, lockerer, liebevoller, krasser, entschiedener, etc. gemeint.

Wenn man also gerade durch die Hölle geht, geht man einfach weiter. Einfach immer weiter gehen.  Deshalb sollte man sich die Umgebung, also die eigenen Umstände nicht zu genau anschauen, sie nicht so genau analysieren, keine Fotos machen und nicht soviel darüber nachdenken. Denn jeder Umstand ist zeitlich begrenzt. Jeder. Er ist bald wieder vorbei. Dann kommt das Beste.

Darauf zu vertrauen und sich nicht entmutigen zu lassen, an der eigenen Persönlichkeit festhalten und weiter an das Gute zu glauben, das ist das Schwerste dabei. Denn das ist wirklich zäh und die eigenen Zweifel und das Zweifeln der Anderen bringen Einen immer wieder ins Wanken.

Man ist verletzlich, dünnhäutig, nimmt alles persönlich und weiß manchmal gar nicht mehr was das eigentlich noch soll. Die Dinge, die man erreichen wollte sind schließlich noch so weit weg, zumindest empfindet man es so. Dabei entwickeln sich die Dinge manchmal auch ganz anderes, als wir es gedacht haben, und dann ist man auf einmal ganz schnell am Ziel.

Gerade die Dinge, die man in der Zeit erlebt prägen einen Selbst und lassen Einen wachsen. Man sieht das zwar nicht in dem Moment, aber in späteren Situationen bleibt man oft viel entspannter und lässt sich auf die Situationen ein. Wenn man sie dann überstanden hat, dann hat man nicht nur die Dinge an sich gemeistert, sondern auch noch den Sieg über sich selbst errungen, weil man sich nicht hat unterkriegen lassen.

Also lasst euch drauf ein und haltet durch. Es geht immer weiter. Vergesst auch nicht Spaß dabei zu haben und das Leben zu genießen.

Locker bleiben

Hätte, würde, könnte, sollte – die Grundlagen der Selbstkritik und der hohen Erwartungen. Ein Hoch auf das Konjunktiv. Viel wichtiger ist an dieser Stelle mehr Gelassenheit. Denn in den allermeisten Fällen lässt sich immer wieder feststellen, dass es doch gut läuft und man sich entspannen sollte. Hört sich einfach an und das ist es auch.

Ganz egal, in welchen Umständen man sich gerade befindest, aber wenn man nicht glücklich mit ihnen ist, dann muss man sie ändern. Und man ist in der Lage, mehr zu ändern, als man glaubt. Man muss überhaupt nicht alles ertragen und mit sich machen lassen, was mit einem so gemacht wird. Man hat sehr vieles in der Hand.

Ist es einem aber momentan nicht möglich, etwas an der Situation zu ändern, dann entscheidet man sich für Hier und Jetzt. Vielleicht ist man plötzlich alleinerziehend, pleite oder beides. Vielleicht ist eine Beziehung unerwartet in die Brüche gegangen, vielleicht musst man im Moment beengt wohnen, hat keine Freunde, ein krankes Kind, keine Arbeit, die einen erfüllt. Man hatte große Pläne und Träume, und jetzt ist alles anders gekommen, und man hadert mit der Situation. So hatte man sich das nicht vorgestellt.

Aber jedes Hadern, Bedauern, Zurückschauen oder sich woanders hin wünschen ist ein garantierter Killer der eigenen Lebensfreude. Hätte, hätte, Fahrradkette. Hat man aber nicht. Man ist jetzt genau hier und deshalb macht man jetzt das Beste daraus.

Ganz egal, wie es aussieht, und wie sehr es anders sein könnte – scheiß drauf. Ganz egal, welche Verkettung der unglücklichen Umstände zu der jetzigen Situation geführt hat – ab sofort keine Vorwürfe mehr, kein beschuldigen von sich selbst oder Anderen. Triff eine Entscheidung. Ab sofort wird jeder Augenblick genossen, im Hier und Jetzt. Nicht in Paris, sondern genau dort, wo man gerade ist.

In meinem Leben lief es immer ganz leicht – und dann kam alles anders. Ich kam mitten in meinem Studium ins straucheln. Alle Anderen machten ihren Abschluss und zogen erfolgreich ins Leben, reisten ins Ausland, feierten Parties, gründeten eigene Büros, schmiedeten Pläne und verwirklichten sie. Ich saß zwischen allen Stühlen und kam nicht vor und nicht zurück. Ich habe mit mir und meinem Leben gehadert.

Aber dann habe ich die Dinge und auch meine verschiedenen Jobs angenommen. Ich habe mich bewusst entschieden die Situation anzunehmen wie sie ist und das Beste daraus zu machen. Ich habe die Herausforderung angenommen und auf einmal hatte ich Spaß dabei. Es hat mir Spaß gemacht und ich habe aufgehört nach Anderen zu schauen. Ich habe mich nicht mehr von anderen Menschen aus dem Konzept bringen lassen. Im Gegenteil, ich hatte das ungeheure Privileg Dinge zu tun und Menschen zu treffen, die ich niemals erlebt hätte, wenn ich damals einfach mein Studium hätte durchziehen können. Ich habe die Entscheidung für mich selbst getroffen und das tue ich bis heute. Auf einmal haben sich die Dinge von ganz allein entwickelt.

Ich habe mein Studium beendet und ich bin heute wirklich glücklich mit meinem Job. Aber ohne diesen Umweg hätte ich mich niemals zu der Person entwickelt, die ich heute bin. Ich habe mich mit mir und meinen Zielen und Wünschen neu auseinandergesetzt und bin nacht Stuttgart gezogen und meinen Traumjob bekommen.

Ich hatte Niemals das Gefühle etwas verpasst zu haben oder etwas falsch gemacht zu haben. Denn es ist mein Leben und ich habe es genossen und schöne, erfüllende Zeit gehabt. Mir wurde eine wunderbare Zeit geschenkt. Ich bin stolz auf mich und mein Leben und bisher haben die Menschen, die in meinem Leben sind, das bisher auch so gesehen. Was Andere darüber denken interessiert mich nicht, denn sie sind diesen Weg nicht gegangen.

Es ist nur diese eine eklige Standard-Wunschvorstellung, die einem so viel raubt: „Studieren-Reisen-Freund-Mann-Hochzeit-Karriere-Eigenheim-Kinder-So-soll-mein-Leben-ablaufen“-Ding. Und was passiert, wenn nicht? Wenn kein Partner in Sicht ist? Die Firma Konkurs anmeldet? Du keine Kinder bekommen kannst? Dein Freund dich betrügt?

Will man dann jahrelang seiner Wunschvorstellung nachtrauern? Nein, auf gar keinen Fall! Man ist im Hier und Jetzt. Man gibt sein Alles, sein Bestes, feiert jeden Augenblick und scheißt auf die Wunschvorstellung. Hätte, könnte, sollte gibt es nicht mehr für einen.

Es ist mein Leben und jetzt ist die allerbeste Zeit für mich.

Man braucht nicht viel um glücklich zu sein, auch wenn man jeden Tag wieder sieht was man noch alles brauchen könnte und haben will. Das Allermeiste braucht man überhaupt nicht. Auch als Genießer schöner Dinge und Verfechter, dass man es sich überall hübsch machen sollte, aber durch überhöhte Konsumwünsche entsteht nur Stress. Auslandsreisen, eine Designertasche, eine teure Wohnungseinrichtung, schicke Kleidung oder ein neues Auto. Aber das ist alles ganz unwichtig! Denn es ist absolut unwichtig ob man in einem teuren Wagen oder den neuesten Klamotten umherfährt oder zweimal im Jahr in den Urlaub fliegt. Wichtig ist, dass man glücklich mit sich und seinem Leben ist und sich nicht stressen lässt.

Armut, Mangel und die Auswirkungen davon mag niemand. Man will das schönste Haus, das beste Auto, und alles, was man sich obendrauf noch wünscht. Aber wenn man dafür seine Lebensqualität opfern muss, um diese Dinge zu erreichen, dann lohnt es sich nicht. Es gibt für alles einen Zeitpunkt – also sollte man sich selbst keinen Stress oder Druck machen, wenn bei einem selbst die Konsumwünsche momentan nicht erfüllt werden können. Es ist nur Zeug. Man kann alles genießen – aber wenn man es nicht hat, kann man trotzdem genießen. Das tut dem Genuss keinen Abbruch. Locker bleiben und sich nicht unter Druck setzen. Sich entspannen, statt frustriert darüber nachzudenken, was einem noch zu seinem Glück fehlt.

Sich an sich selbst freuen und die eigene Einzigartigkeit lieben, dass ist wichtig. Freude daran zu haben wie man ist und die Dinge auf die eigene Weise tun. Das Leben auf die eigene Art leben, so wie man es mag und will, bis ins kleinste Detail. Die eigene Art mögen und sich nicht von Anderen verunsichern lassen. Andere stellen sich die Dinge immer anders vor, deshalb sind sie anders. Aber unser Leben ist gut so wie es jetzt gerade ist. Das hat alles nichts mit Egoismus, Narzissmus oder Selbstverliebtheit zu tun – es ist eine gesunde Sicht, und die einzige Voraussetzung dafür, dass man eine ständige Quelle der Inspiration für andere Menschen ist.

Es geht dabei nicht um richtig oder falsch. Sich auf das Schöne und was großartig läuft zu konzentrieren macht den Unterschied, denn alles andere ist irgendwie so unbedeutend und hat kein Gewicht. Es ist nicht entscheidend, was richtig oder auch falsch läuft. Es geht darum sich mit sich selbst wohl zu fühlen und locker und entspannt zu bleiben. Es ist nicht so wichtig, ob man alles richtig macht, wer bestimmt überhaupt was richtig ist. Es ist wichtig, dass man das liebt, was man tut, vor allem aber auch sich selbst.

Sich selbst nicht verunsichern lassen ist ein Grundstein beim Wohlfühlen mit sich selbst und seinem Leben. Die eigene Art mögen und es egal sein lassen, wenn es jemand anders nicht tut. Was andere über einen denken, geht einen nichts an! Man muss Niemandem Rechenschaft ablegen und sich Keinem erklären, warum man die Dinge tut, wie man sie tut. Man muss es Keinem recht machen oder etwas beweisen, man muss keinem Zeigen, was für eine tolle Person man ist. Egal wie die Erwartungen der eigenen Umgebung auch sind. Manchmal wird Applaus geklatscht, manchmal nicht. Und man tut besser daran, sich überhaupt nicht danach zu richten, wohin das Fähnchen im Wind weht – sonst wird’s ein armseliges Dasein.

Man braucht keine Bestätigung von außen. Wenn sie da ist – schön, wenn keine da ist – auch schön. In dieser Zeit lernt man nämlich, frei davon zu sein. Man folgt seinem Herzen und was andere denken, geht einen nichts an. Das heißt nicht, dass man keiner anderen Meinung zuhören soll – aber immer dann, wenn sie einen verunsichert, die Lebensfreude raubt, und einen klein macht, kann man darauf verzichten.

Man ist inspiriert statt verunsichert. Ermutigt, statt gedämpft oder traurig. Es geht darum sein Leben und sich selbst zu lieben und nicht zu verurteilen. Alles andere kann man vergessen und sich einfach entspannen. Aus Druck, Stress, schlechten Gewissen oder Bedauern ist noch niemals etwas Neues, Kreatives, Echtes, Wertvolles entstanden. Und deshalb ist das alles nichts!

Inspiration beinhaltet für mich den Wortstamm „Spirit“ – und das ist mehr als Verstand, mehr als bloßes Tun, mehr als nur „Dinge richtig machen“ oder „auf die Reihe kriegen“, mehr als Können oder Schaffen. Es ist Sein – und in diesem speziellen Fall: das persönliche Sein.

Das ist schon alles. Alles, was ich mit euch teile, soll euch beflügeln, aufatmen lassen, euch entspannen, euch den Druck rausnehmen. Und ich bin absolut davon überzeugt, dass genau das passiert.

Sich den Herausforderungen stellen

Bin ich bereit dazu? Diese Frage kann man sich jeden Tag aufs Neue stellen und man hat jeden Tag die Möglichkeit sich zu verändern. Jeden Tag hat man die Chance sich und sein Leben immer wieder ein Stück besser zu machen und sich zu entwickeln.

Es ist immer wieder die Frage was man sein will: eine faszinierende Persönlichkeit oder ein Trauerkloß, der in seinem Laden sitzt und sich selbst bedauert.

Doch wird durch die Medien meistens ein vollkommen falsches Bild von großartigen Persönlichkeiten transportiert, denn dort ist Ruhm und/oder Erfolg gleichzusetzen mit bewundernswertem Charakter. Seit Social-Media reicht dafür übrigens ausschließlich zweifelhafter Ruhm und das Ganze läuft auf einem noch niedrigeren Level. Ab einem gewissen Bekanntheitsgrad wird man angehimmelt, bewundert und beklatscht – sogar dann, wenn man die Persönlichkeit einer Socke hat.

Und selbst die Großen und Erfolgreichen der Geschichte haben abseits ihres Erfolges teilweise ein solches mieses Wesen und ein solch fruchtbares Leben, dass man das kalte Grauen bekommt, sobald man etwas hinter die Kulissen schaut. Da Draußen ist oft Geld + Macht = Persönlichkeit, und das ist eine riesige Täuschung.

Ruhm und Erfolg an sich ist nichts Verkehrtes oder Negatives, ganz im Gegenteil – aber er beschert dir nicht automatisch eine großartige Persönlichkeit, einen starken Charakter oder ein anziehendes Wesen.

Zu einer Persönlichkeit wird man erst, wenn man inmitten von Schwierigkeiten und Herausforderungen sich immer wieder entscheidet. Gegen Bitterkeit und für Vergebung, gegen Angst und für Vertrauen, gegen Traurigkeit, Entmutigung und Frust und für‘s Dranbleiben, Weitermachen und Durchziehen. Gegen „Ich kann‘s nicht, ich schaff‘s nicht, das ist mir zu viel, ich gebe auf.“ und für „Jetzt werde ich gerade erst warm.“

Keiner mag Herausforderungen, und am liebsten wäre es uns, wenn alles immer glatt laufen würde, das ist klar. Aber erst dann hat man überhaupt die Chance, sich wirklich zu entscheiden. Menschen, bei denen alles immer gut läuft, sind leider meist auch strunzlangweilig. Das liegt daran, dass sie niemals die Chance hatten, echte Substanz zu bilden, Stehvermögen, Entschlossenheit, Unerschrockenheit, Personality eben.

Ja, das Leben auf der Couch ist einfacher und es geht nicht darum, viele
Schwierigkeiten zu haben – sich in Schwierigkeiten zu manövrieren kann jeder Depp. Es geht darum, angesichts von Herausforderungen sich immer und immer wieder zu entscheiden. Und dass diese Entscheidungen nicht ganz so easy sind, ist absolut klar!

Man kann Hunderte Schwierigkeiten haben – wenn man seine Entscheidungen nicht trifft, wird man einfach nur verbittert, misstrauisch oder griesgrämig. Das ist ganz sicher nicht faszinierend. Herausforderungen bringen einen kein Stück weiter, außer, man
überwindet sie, und lässt sich nicht durch sie überwinden.

Die Schwierigkeiten, die die eigene Persönlichkeit bilden, müssen größer sein, als das, was man momentan packt. Manche heulen schon beim kleinsten Problem, haben schlaflose Nächte bei Belanglosigkeiten, sind Down beim geringsten Widerstand – aber darum geht es nicht. Es muss sich so anfühlen, dass man denkt: „Das war’s. Ich kann nicht mehr. Ich gebe auf. Alles geht den Bach runter. Mein Leben ist wertlos. Alles macht keinen Sinn.“ Es muss einen eigentlich überfordern.

Genau an diesem Punkt ist das Potenzial zur allergrößten Persönlichkeitsentfaltung des eigenen Lebens. Denn genau jetzt kann man sich entscheiden, was man eigentlich will in seinem Leben. Wohlgemerkt, man kann – müssen tut man das nicht. Man kann den Dingen auch immer wieder ausweichen und alles vermeiden, was schwierig ist. Schließlich machen das alle anderen ja auch so. Das ist immer die einfachste Lösung, bietet sich auf einem Silbertablett an, der Teufel argumentiert immer hervorragend, das muss man ihm lassen.

Aber will man jemand von der breiten Masse sein? Will man im Mittelmaß fischen, ein mittelmäßiges Leben haben, eine mittelmäßige Partnerschaft, mittelmäßiges Einkommen, mittelmäßige Beziehungen, mittelmäßige Persönlichkeit?

Und genau hier und jetzt kann man sich entscheiden. Entgegen seinen Gefühlen und entgegen seinem Verstand. Das ist wichtig, denn man darf nicht darauf warten, bis der Verstand einem die Zustimmung gibt.

Man trifft eine Entscheidung, und ignoriert seine Feelings und das ganze Drama und wie schlimm alles ist. Eine hohe Anforderung , aber das Einzige, was hilft. Entweder, es wird tatsächlich das Allerschlimmste im Leben – oder ein vollkommen neuer Start. Der schnellste Boost, den man jemals erlebt hast, das größte Sprungbrett in ein völlig neues Selbstbewusstsein, die riesigste Chance für einen Persönlichkeitsschub ohne Gleichen. Also lasse sie nicht vorbeiziehen, sondern ergreife sie mit beiden Händen!

In so einer Situation Vorwärts zu gehen, Entscheidungen zu treffen und sich nicht kleinkriegen zu lassen, fühlt sich nicht gut an. Das Gefühl kann noch eine kurze Weile anhalten, aber es geht weg, versprochen. Der Verstand kann sich das selbstverständlich in dieser Situation nicht vorstellen, er zählt nur die Fakten zusammen, und sagt: keine Lösung – also ignorieren.

Das, was einen aus seiner Komfortzone rausgehauen hat, mag schmerzhaft, unerwartet oder katastrophal sein. Aber man hat es in der Hand, aus dieser Situation einen seiner größten Siege zu machen. Denn indem man das alles großartig meisterst, die Schwierigkeiten überwindet und hinterher strahlender und stärker ist als jemals zuvor.

Beim Persönlichkeitstraining ist es übrigens exakt genau wie beim Muskeltraining: nur, wer schwere Gewichte stemmen kann, ist tatsächlich stark und kommt vielleicht auf’s Podium. Je schlimmer der Umstand gerade, umso mehr Potenzial zum stärksten und schönsten Charakter überhaupt.

Vor allem muss man sich dabei auf sich selbst konzentrieren und sich dabei nicht von Menschen beeinflussen lassen, die einen nur klein machen und aus dem Konzept bringen wollen. Denn man selbst ist enorm kostbar und wichtig und hat einen tollen Impact.

Zieh es durch und lass dich nicht bremsen, weder von dir selbst noch von anderen.