Let shit go

Eins der Dinge, die Menschen enorm daran hindert, vorwärts zu kommen, die sie beschwert, sie immer wieder in ihr altes Leben zurückwirft, und sie daran hindert, leichtfüßig, unbesorgt und energiegeladen durch das Leben zu schreiten, nennt sich Unvergebenheit.

Ich habe schon viel Mist in meinem Leben mitgemacht – teils so heftig schlimm, dass einige daran zerbrechen würden. Niemals habe ich zugelassen, dass Unvergebenheit oder Bitterkeit in meinem Herzen Raum bekommen.

Diese Welt ist böse. Das wird jetzt hart für einige Träumer und Weltverbesserer unter euch, aber, diese Welt ist keineswegs ein Paradies voller Sonnenuntergänge, Zuckerwatte und immerwährender Partys. Es gibt da draußen echte Arschlöcher, bösartige Menschen voller Frust, Hass, Neid und Missgunst.

Das bedeutet, man wird ihnen immer wieder begegnen, und das eine oder andere Mal mit ihnen zu tun haben – man kommt nicht drumherum. Außer, man entscheidet sich für ein Leben in Einsamkeit, aber das kann nie und nimmer das Ziel sein, mal ehrlich. Je mehr man sich diese Tatsache bewusst ist, umso kleiner die Verwunderung, wenn Menschen einen belügen, verletzen oder missbrauchen. Shit happens.

Das soll keineswegs eine Erwartungshaltung in einem produzieren. Ich zum Beispiel gehe ganz selbstverständlich davon aus, dass mich jeder liebt – wenn es mal nicht so ist, dann verschwende ich keinen Gedanken daran, bin aber auch nicht vor dem Kopf gestoßen. Ich weiß einfach, das gibt es – und wird es immer geben. Wieso und weshalb ist nicht meine Zuständigkeit.

Es wird also immer wieder passieren, dass Menschen, die einem nahe stehen oder einem etwas bedeuten, einen verletzen, einen kleinmachen, und versuchen einem zu schaden – und wenn es nur heißt, dass sie ihren Frust an einem abladen. Das ist schmerzhaft und kann Tränen, schlaflose Nächte, Zeit und viel Geld (z.B. aufgrund einer Scheidung oder wirtschaftlichen Betrugs) kosten. Und man kann dazu nur einen Rat geben, lass los und gehe weiter.

Menschen, die hassen, sind immer frustriert, arm oder einsam. Das geht einen aber nichts an. Warum einen jemand ablehnt, ist nicht die eigene Zuständigkeit – und je weniger man darüber nachdenkst, umso besser für einen. Je weniger man sich mit Dreck beschäftigst – vor allem, wenn es der Dreck anderer ist – umso stabiler und gesünder ist man.

Fokussiere dich also nie auf die Person, die dich verletzt hat, analysiere nicht ihr Verhalten oder ihre Motive, sondern fokussiere dich auf deine Fähigkeit, diese Person oder Situation hinter dir zu lassen, und einfach weiter zu gehen.

Jedes Mal, wenn man sich gedanklich damit beschäftigt, ist es, wie wenn einem jemand einen 100kg schweren Rucksack aufbürden würde. Wie sollst du da beschwingt und voller Energie sein? Jedes Mal, wenn du die Situation immer und immer wieder durchgehst, ist es wie eine Eisenkette, die dich an die Person bindet, Vorwärtskommen nur unter enormer Kraftanstrengung möglich. Jedes Mal, wenn man die Person beschuldigt, bewegst man sich in einem Bereich, der zerstörerisch, deprimierend und belastend ist. Es ist schlichtweg Finsternis.

Deshalb sollte man es nicht noch schlimmer machen, indem man sich gedanklich darin aufhält und sich jegliche Lebensfreude im jetzt raubt. Es kann einen nur jemand zerstören, wenn man sich zerstören lässt. Es kann einen nur jemand in der Vergangenheit festhalten, wenn man sich festhalten lässt. Es kann einen nur jemand dauerhaft schaden, wenn man es zulässt.

Gib das Recht auf, Recht zu haben, um der Freiheit willen. Die persönliche Freiheit ist das Allerkostbarste. Wenn man jemanden nicht verzeiht, wenn er einem Böses zugefügt hat, beraubt man immer nur sich selbst. Wir sind viel zu groß, um jemanden etwas heimzahlen zu müssen. Wir sind viel zu edel, um jemanden etwas nachzutragen. Wir sind viel zu stark, zu schön, zu bedeutend, zu strahlend, um Menschen festzuhalten und die Begleichung der Schuld bei ihnen einzufordern.

Es mag sein, dass sich jemand an einem schuldig gemacht hat, aber es nicht unser Job, diese Schuld zu begleichen. Unsere Aufgabe ist es zu vergeben, loszulassen und weiterzugehen. Denn dort ist das Glück, dort ist die Liebe, dort ist die Freiheit, dort ist der Erfolg. Niemals im Vergangenem, egal wie gut oder schlecht es war! Vertraue mir, denn auf dich wartet unendlich Schönes und Großartiges – also schleppe nicht den alten Scheiß mit dir durch die Gegend! Es beschwert dich, es passt nicht zu dir, und außerdem stinkt es bis zum Himmel.

Deshalb ist es so wichtig diese Entscheidung jetzt zu treffen. Man kann unmöglich darauf warten, bis die Emotionen es einem erlauben, weiter zu gehen. Das kann unter Umständen Jahre dauern und dafür ist die eigene Lebenszeit viel zu kostbar. Dieses emotionale Auf- und Ab kostet einen nicht nur enorme Energie im Alltag, sondern es deckelt auch die Persönlichkeit und lässt einen beschäftigt mit Zeug, dass man sowieso nicht ändern kann.

Also warte nicht auf die Gefühle, bis sie sich gut fühlen, sondern übernimm Verantwortung für das Leben und erlaube es nicht, dass Bitterkeit sich im Herz einnistet. Weigere dich, deinen Gefühlen mehr Aufmerksamkeit zu schenken als notwendig. Man darf weinen und sich verletzt oder traurig fühlen – heulen solange man will. Aber danach steht man innerlich auf und gehst weiter. Man richtet sich nach vorne aus und schaut nicht nach hinten.

Die Vergangenheit tut einen Dreck. Die kann sich nicht bewegen, denn die ist längst vorbei, für immer starr und unbeweglich. Es ist egal wie oft man es schon probiert hat, jetzt macht man es einfach nochmal und lässt seinen Scheiß hinter sich und geht weiter.

Du brauchst einfach nur darauf zu vertrauen, dass du dazu fähig bist und glaube daran, dass du es mit Leichtigkeit schaffst. Es geht im Leben nicht um die Vergangenheit, sondern um einen Selbst, die eigene Stärke, die Schönheit und das Potential. Hör auf dein Leben von Emotionen bestimmen zu lassen. Die Emotionen werden dir folgen, aber zuerst musst du vorangehen, nicht andersherum.

Das bedeutet nicht, dass du keinen Kontakt mit den Personen haben sollst, die dir dauerhaft nicht guttun, denn du bist weise genug zu sehen, wer dir guttut und wer nicht. Im Zweifelsfall hältst du dich von ihnen fern. Es heißt nur, dass in deinem Herzen kein Groll ihnen gegenüber zu finden ist, und dir keiner etwas schuldet.

Jeder ist fähig und in der Lage das erlebt hinter sich zu lassen, niemandem etwas vorzuhalten, niemandem etwas nachzutragen und einfach weiterzugehen.

Leichtfüßig wie eine Elfe, stark wie ein Löwe.

Genieße es einfach.

#Abgerechnet wird am Strand

Einer der hässlichsten und manipulativsten Hashtags der Social Media-Kanäle steht meist unter Bildern sehr schlanker, sehr durchtrainierter Menschen, die stolz ihren Bauch in die Kamera halten oder ihren Po. Die damit suggerieren wollen, „Na, wartet, ihr Couchpotatoes, Donut-Liebhaber und Sportverweigerer – wartet, bis ihr euch ausgezogen habt. Dann bekommt ihr die Rechnung.“

Und das ist leider erst mal wahr, denn da, wo keine Spanx, Tailliengürtel, Wallekleider und sämtliche vorteilhafte Kleidungsstücke die Figur umspielen, da zeigt sich das schonungslose Ergebnis aller Pushups, Kniebeugen und Protein-Shakes – oder aber auch aller Cokes, Käsepizzas und süßen Teilchen vom Bäcker. Die Substanz. Ab da gilt keine Ausrede, kein Vertrösten und kein Schönreden, es ist wie es ist und lässt sich leider bis übermorgen auch nicht mehr ändern. Deshalb schwitzen und pushen und kniebeugen viele wie wild in der Gegend, damit man – wenn alles andere wegfällt – das Ergebnis bewundern kann, und jeder anerkennend „WOW“ nickt.

Und genau so ist es mit den inneren Dingen. Ob man eine „WOW“-Persönlichkeit ist, zeigt sich nicht nur am Strand, sondern an den Umständen. Es zeigt sich, wenn alles Äußere, was einen bisher so bestätigt, gepusht, bejubelt, motiviert oder emotional aufgeladen hat, wegfällt. Wenn die aktuellen Situation im Leben keinesfalls schön, positiv oder beglückend ist – und man trotzdem gut drauf ist. Völlig unbeeindruckt steht man da und weiterhin vertraut man darauf, dass sich alles bestens entwickelt. Das ist im Prinzip dasselbe wie bei den Strandfanatikern, die alles tun um bestmöglich in Shape zu sein.

Sie bauen Muskelmasse auf. Und Kondition. Und optimieren ihre Ernährung.

Beim Muskelaufbau gilt folgendes. Will man unbedingt starke, definierte Oberarme haben, dann gibt es ganz spezielle Geräte und Übungen, die sich ausdrücklich dafür eignen. Wenn man diese wiederholt, dann bekommt man das allerbeste Ergebnis. Bei manchen Übungen dagegen trainiert man irgendwie alles, und bekommt schöne Oberarme ganz nebenbei quasi.

Genau so ist es mit der Persönlichkeitsentwicklung, denn durch viele Umstände wird man ganz gezielt trainiert.

Man übt am allerbesten, frei von Minderwertigkeit zu sein, wenn man sich dagegen entscheidet, während andere auf einen herabschauen. Man trainiert ganz gezielt, keine Einsamkeit zu dulden, wenn einen über Wochen oder Monate keiner anruft, besucht, oder sich um einen kümmert. Eine bessere Technik für finanzielle Unabhängigkeit als beim leeren Konto der Existenzangst und den Sorgen zu widerstehen, gibt es nicht. Und manchmal bricht förmlich alles zusammen, und man muss sich vollkommen auf die Liebe verlassen, weil es scheinbar keinen Ausweg mehr gibt – und dabei trainiert man eigentlich alles.

So gesehen kann man jeden Umstand und jede Herausforderung wortwörtlich sportlich nehmen – wenn diese vorbei ist, wirst man absolut fit und gut definiert in diesem Bereich sein. Und glaube mir, da lohnt sich jede Entscheidung und jeder Schritt nach vorne! Das ist Tausend mal mehr wert als ein flacher Bauch oder strammer Hintern! Hat man erstmal Muskelmasse aufgebaut, dann verbrennt die auch im Nichtstun Kalorien – verrückt! Und so ist es mit der Persönlichkeit, denn ist erstmal Substanz da, kann man sich wirklich entspannen – auch bei Nichtstun wird man stärker, gelassener, freudiger, erfolgreicher. Kein Scherz.

Ebenso wichtig ist die Kondition. Denn Ausdauer trägt nicht nur ebenso zum Kalorienverbrennung bei, sondern steigert allgemein die Leistungsfähigkeit und das Durchhaltevermögen – eine gesunde Basis für alle Aufbauübungen.

Und genau so ist es mit deiner Persönlichkeit, denn 99,9% der Dinge, die wirklich schön, stark, attraktiv, kostbar sind brauchen Zeit. Man braucht Geduld und Ausdauer, bis man sie tatsächlich erlebt! Es ist ein Prozess, um den kommt man einfach nicht herum, denn ein flacher Bauch geht auch nicht in 3 Tagen, starke Persönlichkeit nicht in 3 Wochen.

Man darf sich nur nicht verwirren oder entmutigen lassen, wenn man scheinbar keine kurzfristigen Resultate sieht. Die Persönlichkeit verändert sich schon noch, da braucht man einfach Geduld! Das wäre sonst, wie wenn jemand nach 6 Wochen Joggen sagen würde, dass er nur ein Kilo abgenommen hat und das alles nichts bringt. Und aufgibt.

Das Wichtigste für dich ist also dranbleiben – mag der Umstand noch so lange anhalten, und die Herausforderungen kein bisschen kleiner werden. Es wird, es wird, es wird. Glaub mir, es wird sich verändern und zwar so lange wie man entspannt bleibt, man sich nicht beeindrucken lässt und nicht frustriert ist. Es wird werden. Es ist wie beim Ausdauertraining, und man ist hinterher fit und gelassen bei allem Möglichen, und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen.

Beim Bikini-Body spielt Ernährung eine absolut entscheidende Rolle. Sie soll ausgewogen sein, nur beste, hochwertige Zutaten enthalten – und dann gezielt mit Proteinshakes und – pulvern noch zusätzlich pushen. Dabei meiden die Sportler minderwertige Lebensmittel und Junk Food wie der Teufel das Weihwasser.

Und exakt so ist es bei der eigenen Persönlichkeit. Wenn man ein klares Ziel vor Augen hat, muss man sich möglichst optimal ernähren. Das bedeutet, dass man sich nur mit Menschen umgeben wird, die einem gut tun, einen inspirieren und einen positiv herausfordern. Andere, die einen dauerhaft runterziehen und negativ machen, auf die verzichtet man. Man wird genau filtern, was man zu sich nimmt und auch wie oft: welche Bücher man liest, welchen Liedern man zuhört, welchen Accounts und Blogs man folgt, usw. Das ist quasi die innere Nahrung, und was rein kommt, baut die Substanz und das zeigt sich dann irgendwann.

#abgerechnetwirdamstrand. Weißt du, was der Einsatz der Sportler ist? Sie stehen morgens eine Stunde früher auf, um bei Wind und Wetter zu ihrem Studio zu fahren. Oder trainieren nach Feierband, obwohl sie stundenlang gearbeitet haben. Sie ziehen sich in der stinkenden Umkleidekabine um, trinken ihr pulvriges, eklig schmeckendes Proteinzeugs, sie schwitzen und stemmen und machen und tun – und vieles davon ist einfach nur anstrengend, nicht glamourös, macht keinen Spaß in der Sekunde, und keiner klatscht dabei Applaus. Aber wenn sie dann ihren flachen Bauch auf Ibiza spazieren tragen – dann würden viele am liebsten doch applaudieren.

Und genau so ist es bei einem Selbst, denn all die Entscheidungen, die man trifft – nur für sich, wo keiner dabei ist und einem gratuliert, wie toll man doch ist – die sehen nicht so spektakulär, fancy, glamourös aus. Wenn man sich weigert, sich selbst zu bemitleiden. Und entscheidet, zu lieben, obwohl es keinen Grund dafür gibt. Oder vertraut, dass alles gut wird, obwohl es gerade einfach scheiße aussieht. Wenn man sich entspannt, obwohl alles nach Druck und Stress schreit und Entscheidungen außerhalb der Komfortzone trifft. Wenn man nicht mit der breiten Masse schwimmt, sondern größer träumt und nötigen Schritte tut. All das sieht und würdigt niemand.

Aber irgendwann, da stehst du am Strand deines Lebens, und jeder – absolut Jeder wird deine Substanz sehen. Die wird schöner, stärker und strahlender sein, als alles andere – und jeder wird sie genießen, dir selbst inklusive. Die eigene Substanz: pure Liebe, Stärke und Freiheit.

Geh raus, lass dich drauf ein und zieh es durch.